Archiv der Kategorie: News

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SR-Interview: Neue Unterstützung für Boris Herrmann

Boris Herrmann startet 2020 als erster Deutscher bei der Vendée Globe. Er berichtet Ralf Abratis für SR, warum er sich nun bessere Chancen ausrechnet. Ein Foil-Update soll helfen. Weiterlesen

SR-Interview: Hasso Hoffmeister soll America’s Cup Streitigkeiten verhindern

Hasso Hoffmeister ist in Deutschland der wichtigste Experte für die Berechnung von Yacht- und Riggstrukturen. Nun arbeitet er auch für die America’s Cup Organisation und soll mit zwei Kollegen Streit-Potential ausräumen. Weiterlesen

Neuheiten VI: Dufour zeigt Größe

Dufour 530: <p>
	Dufour 530 in Halle 16</p>

Die Werft aus La Rochelle stellt auf der boot das größte neue Volumenschiff vor. Das Design von Umberto Felci vermag zu überraschen

Sturm verwüstet Spaniens Top-Revier – mindestens neun Tote

Mallorca: <p>
	Wracks am Strand von Pollensa</p>

Ein tagelanges Unwetter stürzt die Balearen und die Festlandsküste ins Chaos. Orkan, Starkregen und Wellen bis zu 14 Meter Höhe sorgen für extreme Verheerungen

Ole Schweckendiek gewinnt IMMAC Jugendseglerpreis

Die Vergabe des Preises erfolgt aus einer Kooperation von IMMAC, DSV, der Segler-Zeitung und der boot Düsseldorf. Und die Jury, besetzt durch Matthias Graf zu Castell-Rüdenhausen (Prokurist IMMAC Holding AG), Timo Haß (Jugendobmann des DSV), Petros Michelidakis (boot Director) und die Segler-Zeitung-Chefredakteure Hermann Hell und Ralf Abratis, war sich schnell einig, an wen die Auszeichnung als Jugendsegler 2019 gehen sollte.
Ole Schweckendiek kam durch die selbst segelnden Eltern zum Wassersport, feierte bei seinem Heimatverein SC Baltic früh regionale Erfolge im Optimisten. Mit dem Wechsel in die Regattagruppe des Kieler YC reifte er zu einem Spitzensegler im Nachwuchsbereich mit internationalen Einsätzen und dem zweiten Platz bei der Deutschen Jüngstenmeisterschaft der U13-Altersklasse in 2017 im Optimisten.

Ole Schweckendiek aus Kiel legte auf nationaler und internationaler Ebene eine starke Erfolgsserie in 2019 hin. Foto: segel-bilder.de

Im Sommer 2018 wechselte der Kieler in den Laser 4.7. 2019 war dann sein bisher erfolgreichstes Jahr: Ole Schweckendiek wurde Vize-Europameister der U16-Altersklasse, er gewann die Deutsche Jugendmeisterschaft vor Travemünde, und ihm gelang das Triple der deutschen Segelwochen. Bei der Kieler Woche, der Warnemünder Woche und der Travemünder Woche hieß der Sieger im Feld der Laser 4.7 stets: Ole Schweckendiek.
Die komplette Jury ließ es sich nicht nehmen, den jungen Erfolgssegler auf der Bühne in Düsseldorf zu ehren. Für die IMMAC group ist die Preisvergabe eine konsequente Fortsetzung des Förder-Engagements im Segelsport. Über das IMMAC Sailing Team werden seit inzwischen 19 Jahren Spitzensegler gefördert – aktuell ist der Immobilienspezialist in den Bootsklassen Nacra 17, 49er, 2.4mR und Offshore-Segeln aktiv. Und über 140 Optimisten wurden in den vergangenen Jahren an Vereine und Segelinitiativen vergeben, um den Einstieg in den Wassersport für erleichtern.

„Die Kooperation unseres Unternehmens mit den Seglern ist eine sehr gewachsene Verbindung, und wir freuen uns, jungen, engagierten Seglern für ihre weitere Entwicklung eine Unterstützung geben zu können“, sagte Matthias Graf zu Castell-Rüdenhausen, als er den Preis gemeinsam mit Petros Michelidakis, Timo Haß und Hermann Hell übergab. Ole Schweckendiek, der gemeinsam mit seinen Eltern und seinen drei Schwestern nach Düsseldorf gereist war, kann den Preis gut für seine Weiterentwicklung gebrauchen: „Ich bin inzwischen in den Laser Radial umgestiegen, und schon Anfang Februar geht es ins Trainingslager nach Südfrankreich, kurz danach steht dann auch schon die erste Regatta an.“ Mit der Schule kann der Gymnasiast, der in zehn Tagen seinen 15. Geburtstag feiert, den Sport gut kombinieren – dank seiner Zwillingsschwester, die mit ihm die neunte Klasse besucht, aber auch dank der Flexibilität der Schulleitung.

Frauenpower triumphiert in Monatsabstimmung

Nach zwei vergeblichen Anläufen auf Olympia könnte sich der große Segeltraum für die ehemalige Opti-Weltmeisterin Tina Lutz (Chiemsee) und ihre Vorschoterin Susann Beucke (Strande) nun erfüllen. Bei der WM der 49erFX vor Auckland verpassten sie zwar eine Skiff-Medaille, als sie im Finale in Führung liegend kenterten. Aber durch den fünften Platz in der Endwertung holten sie nicht nur das WM-Ticket für Deutschland, sondern brachten sich auch in eine gute Ausgangssituation, um sich im internen Olympia-Duell mit Victoria Jurczok/Anika Lorenz durchzusetzen.

Die starke Vorstellung in der Segel-Metropole honorierten auch die User von sail24.com. Mit überwältigender Mehrheit von 84,31 Prozent wählten sie das Frauen-Duo gegen die Wahl-Konkurrenz auf Platz eins. Erik Heil/Thomas Plößel hatten bei der 49er-WM in Auckland zwar eine überragende Vorstellung hingelegt und mit dem Gewinn der Silbermedaille die Hoffnung genährt, dass es nach Bronze in 2016 auch in 2020 wieder eine Olympia-Skiffmedaille für Deutschland geben könnte. Bei den Sympathiewerten unter den sail24-Usern landeten sie aber ebenso klar hinter dem Frauen-Duo Lutz/Beucke wie die Mixed-Mannschaft Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer. Das Nacra17-Team segelte in Auckland auf WM-Rang 12 und sicherte damit ein weiteres Olympia-Nationenticket für den DSV.

Weltpremiere Excess 11 – neues Kat-Konzept

Excess 11: <p>
	Excess 11</p>

Mit ihrer neuen Kat-Marke Excess will Beneteau die Lücke zwischen Performance und Komfort schließen. Ob das gelingt? Der Messe-Rundgang auf der Neuheit

America’s Cup: Später Stapellauf vom “Falken” – Neuseeländer bauen Mini-Cupper

Als letztes der vier aktuellen America’s Cup Teams hat Emirates Team New Zealand eine verkleinerte Test-Version der AC75 gebaut. Welche Strategie dahinter steckt. Weiterlesen

Der „Falke“ ist da: Kiwis überraschen mit neuem Testboot

Te Kāhu: <p>
	Das neue Testboot &quot;Te Kāhu&quot; wurde am Mittwoch in Auckland vorgestellt</p>

Das Emirates Team New Zealand hat sein neues Testboot „Te Kāhu“ vorgestellt. Was andere schon 2018 hatten, soll den Cup-Verteidigern jetzt gute Dienste leisten

Huisman Maxis im Doppelpack – “für das Beste aus zwei Welten”. Geht’s noch?

Wer in der Megayacht-Szene „hip“ sein will, geht gleich mit zwei Yachten auf Törn – eine Motor- und eine Segelyacht. Passt das Huisman-Projekt Lotus noch in Zeiten wie diese? Ganz und gar nicht – meint miku.  Weiterlesen

Titelfestival vor Travemünde

Drei Welt- und fünf Europameisterschaften sowie fünf deutsche Titelkämpfe stehen im Mittelpunkt der bis zu 29 Entscheidungen, die auf den zehn Bahnen in der Lübecker Bucht fallen sollen.

Teilnahmestarke Klassen werden zu den Titelentscheidungen in Travemünde erwartet. Das größte Feld dürften die RS Feva (21. bis 25. Juli) stellen, die bis zu 200 Nachwuchscrews bei ihrer Weltmeisterschaft an den Start bringen könnten. Aber auch die weiteren RS-Klassen dürften mit großem Aufgebot dabei sein, denn Travemünde steht bei den Klassen der britischen Werft hoch im Kurs. So werden viele Feva-Segler zuvor wohl bereits bei der RS Tera Europameisterschaft (18. bis 20. Juli) um Titelehren segeln. Zudem geht es in der Lübecker Bucht um zwei weitere Weltmeisterschaften – bei den U21 der RS Aero und bei den RS 500 (jeweils 21. bis 25. Juli).

Wiederholungstäter in Travemünde sind neben den RS-Klassen auch die Splash. Sowohl die Splash Blue als auch die Splash Red (20. bis 25. Juli) segeln um die EM-Titel. Schon 2016 waren die in den Niederlanden beliebten Klassen mit zwei Meisterschaften zur TW dabei.

Gleich mit einer Doppelmeisterschaft sorgen die 2.4mR für Aufsehen. Die Klasse wird vor Travemünde sowohl die Deutschen als auch die Europameister (22. bis 25. Juli) küren. Das Ein-Personen-Kielboot etabliert sich immer mehr als die Inklusionsdisziplin schlechthin und erlebt in Deutschland einen großen Aufschwung, den die deutsche KV auch gern auf die internationale Klassenvereinigung übertragen möchte.

Fast schon traditionell geht es für den Laser-Nachwuchs der Radial- und 4.7-Segler in Lübeck um die nationalen Jugendtitel (19. bis 24. Juli), und auch die Katamarane sind mit einem hochkarätigen Titelkampf dabei: Die Formula18 ermitteln bei der Deutschen Bestenermittlung (23. bis 26. Juli) ihre nationalen Meister. Zudem werden die J/22 (18. bis 20. Juli) wieder in der Lübecker Bucht um einen Titel segeln. Mit den German Open wird die beste Crew aus Deutschland gesucht. Für die Trias, die zur Travemünder Woche schon seit mehreren Jahrzehnten am Start sind, geht es in diesem Jahr nicht nur um Ranglistenpunkte, sondern auch um den Euro-Cup (18. bis 21. Juli). 

Foto: segel-bilder.de

Neben den Meisterschaften im Wochenverlauf soll auch schon der TW-Auftakt spektakulär werden. Unmittelbar nach der offiziellen Eröffnung werden in der Trave die Yachten auf die Langstrecke geschickt. Bei der Hanse-Baltic-Challenge geht es von Travemünde aus in Richtung Osten, rund Rügen mit Zwischenstopp in Stralsund. Aber auch die traditionellen Seeregatten mit den Up-and-Downs am ersten Wochenende und der Mittelstrecke am zweiten sowie der Fehmarn-Rund-Regatta zur Wochenmitte stehen wieder im Programm.

Bei den Ranglistenregatten bietet die Travemünder Woche ein breites Portfolio. So reicht die Palette von den rasanten A-Cats bis zu den klassischen Folkebooten, von den aktuellen Olympiaklassen (Laser Radial und Standard sowie Finn) bis zu ehemaligen Olympiaklassen (O-Jolle). Beständige TW-Klassen wie die Dyas und die Kielzugvögel sind ebenso vertreten wie Comebacker (J/24, H-Jolle und Korsar), und die Kitesurfer wollen die Zukunft des Segelsports auf der Bühne der großen Regattawoche präsentieren.

Mit diesem Programm wird in 2020 erneut ein Programm auf den Bahnen geboten, das von Offshore bis hin zum geschützten Segeln reicht. Gegebenenfalls wird auch die Classic-Bahn in der Pötenitzer Wiek zum Einsatz kommen, wenn die Bedingungen für die Wellen-anfälligen Klassen auf der Ostsee zu hart sein sollten.