Kategorie: Skipper.ADAC

Winterlager: Wohin mit dem Boot?

Egal ob Hallenplatz, auf dem Außengelände oder im Wasser – es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Boot über den Winter zu lagern. Was dabei zu beachten ist.

SafeTrx-Watch: Lebensrettende Uhr der DGzRS

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat eine neue Uhr vorgestellt, die im Notfall eine direkte Verbindung zur Rettungsleitstelle herstellt.

Seit einigen Jahren bietet die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger die kostenlose Seenot-App „SafeTrx“ an. Der Grund: häufig auftretende Probleme mit der Ortung bei Seenotrettungsfällen. Vor allem bei kleineren Booten ohne Navigationselektronik oder Funkgeräte kommt es im Notfall immer wieder vor, dass die in Seenot geratenen nicht wissen, wo sich sie befinden. Aber auch auf größeren Yachten werden in der Hektik oder gar Panik immer wieder Fehler in der Übermittlung der Position gemacht, was dazu führt, dass oft wertvolle zeit verloren geht. Die SafeTrx-App übermittelt im Fall eines ausgelösten Notrufes die Koordinaten direkt an die Seenotleitstelle. Und nicht nur das: Auch während des Törns wird die Route aufgezeichnet und im Notfall an die Seenotretter übermittelt.

„Zahlreiche Seenotrettungsdienste weltweit stellen diese App Wassersportlern zur Verfügung, damit sie neben UKW-Funk eine zusätzliche, einfach zu bedienende Kontaktmöglichkeit zum jeweils national zuständigen Seenotrettungsdienst an Bord haben können“ (DGzRS)

Smartwatch statt Smartphone

So gut die SafeTrx-App auch ist – sie kann bei Mobiltelefonen an ihre Grenzen stoßen. Eine Überbordgegangene Person beispielsweise wird, wenn das Handy überhaupt in Reichweite ist, das Telefon nur dann nutzen können, wenn es absolut wasserdicht verpackt ist. Nasse Finger, niedrige Temperaturen und widrige Bedingungen erschweren den Umgang mit Smartphones und deren Funktion oftmals erheblich. Auch bei Hitzeeinstrahlung meldet sich das ein oder andere Handy ab.

Sicherheits-App SafeTrx

Die Entwickler der SafTrx-App, das irische Unternehmen „8West“, hat zusammen mit Sony an einer Lösung gearbeitet – und sie gefunden: die Smartwatch „SafeTrx-Watch“. Die Uhr macht im Prinzip das, was die SafeTrx-App auszeichnet, zeichnet die Route auf und übermittelt diese im Notfall an die Seenotrettungsstelle. Außerhalb des Suchgebietes der DGzRS werden eigene, auf der Uhr abgespeicherte Notfallkontale alarmiert, inlusive einer genauen Anweisung, wie der Alarm an die DGzRS oder andere Rettungsdienste weitergegeben wird. Ein sogenannter „Buddy-Alarm“ ermöglicht es darüber hinaus, Freunde, den eigenen Segelclub oder andere Kontakte um Hilfe zu rufen. Das macht vor allem auf Binnengewässern Sinn, wo die DGzRS nicht tätig ist.

Die Uhr ist nicht nur für Wassersportarten gedacht, bei denen in der Regel keine Smartphones mitgenommen werden, wie Kitesurfen oder Stand-Up-Paddling, sondern richtet sich auch an die Skipper von Motorbooten oder Segelyachten genau wie Angler, Segeljollen oder kleine, offene Motorboote.

Die Uhr ist per LTE-Mobilverbindung bis zu einer Entfernung von 17 Kilometer zur Küste online und kann die Daten übermitteln. Sie ist mit IP68 absolut wasserdicht, wiegt 30 Gramm und verfügt neben einer Sim-Card über GPS, einen Beschleunigungssensor und einen Herzfrequenzmesser. Derzeit ist die SafeTrx-Watch nur über den Shop der Entwickler für den Preis von 419 Euro zu beziehen. Zusätzlich werden monatliche Gebühren (12,99 €) für die Datenverbindung fällig.

 

Wassersportbranche: Gemischte Gefühle trotz Boom

Auf dem traditionell im Rahmen der Bootsmesse „Interboot“ in Friedrichshafen stattfindenden Branchengespräch zogen die Teilnehmer ein gemischtes Fazit

Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine und der damit einhergehenden steigenden Inflation haben viele Branchenkenner mit einem Rückgang der Umsätze rund um den Bootssport gerechnet. 2020 und 2021 entwickelten sich wegen der Corona-Pandemie zu einem echten Boom und einem spürbaren Run auf Boote und Zubehör. Wegen der Reisebeschränkungen suchten viele Menschen das Wasser als Urlaubsmöglichkeit – die Auftragsbücher waren voll, viele Lieferslots schnell ausverkauft und die Preise für gebrauchte Boote und Yachten stiegen überdurchschnittlich an.

Ungebremster Run auf Boote

Es wäre daher wohl keine große Überraschung gewesen, wenn durch die Inflation und die derzeitig unsichere Lage sowohl die Stimmung als auch die Umsätze der Branche sinken würden. Umso erstaunlicher ist das Fazit, welches die Teilnehmer der diesjährigen Branchengesprächs auf der Friedrichshafener Wassersport- und Bootsmesse „Interboot“ zogen: „Die Auslastung der Betriebe sei durch eine anhaltend gute Nachfrage bis weit ins nächste Jahr ausgezeichnet“, so die Zusammenfassung des Austausches.

„Die Menschen gehen aktiv aufs Wasser, nutzen ihre Wasserfahrzeuge intensiv und brauchen dadurch Ersatzteile, verbessertes Zubehör oder wollen gleich ein neues Boot“ (Sonja Meichle, Ultramarin)

Marcus Schlichting (Bavaria Yachtbau, Giebelstadt) spricht von einer 30-prozentigen Steigerung der Produktion im Vergleich zum Vorjahr für das im Juli abgeschlossene Geschäftsjahr 2021/22, die Weft habe mehr als 600 Boote verkauft. Ein ähnliches Ergebnis des Konjunkturbarometers vermeldet auch Karsten Stahlhut, Geschäftsführer des Bundesverbands Wassersportwirtschaft (BVWW), im ersten Halbjahr 2022: „Die Branche wiederholt voraussichtlich das Ergebnis des Rekordjahres 2021.

Kleine Boote mau, Luxussegment wächst

Die Auswirkungen der Folgen der Energiekrise und Inflation sind allerdings dennoch zu spüren. Meik Lessig, Geschäftsführer von Enjoy Yachting, beschreibt die Lage so: „Während die kauffreudigen Eigner von Zwölf-Meter-Yachten und darüber von Krisengejammer nichts mehr hören können, ist das Butter- und Brotgeschäft bei kleineren Einheiten schon zäher geworden.“ Daniel Kallenbrunn, CEO bei der Schweizer KIBAG Marina aus Bäch, geht davon aus, dass am Hobby zuallerletzt gespart werde. „Manche kratzen jeden Rappen fürs Bootsfahren zusammen und kaufen eher weniger Alltags- oder andere Luxusgüter.“ Sein Unternehmen habe bei allen Herstellern auch für 2023 kräftig vorbestellt und kann noch fast jedes Modell in der nächsten Saison liefern, wenn es auf der Interboot bestellt und bis Oktober konfiguriert wird.

Zu schaffen mache der Branche vor allem die teilweise katastrophale Situation bei den Lieferketten. Diese waren bereits während der Corona-Lockdowns in China stark negativ beeinflusst, kommen nun aber stellenweise durch den Urkaine-Krieg völlig zum Erliegen. Zwar würde die Branche reagieren, in dem sie neue Lieferanten sucht, allerdings müsse sich erst noch zeigen, ob die Qualitätsansprüche erfüllt werden.

Fehlten letztes Jahr um diese Zeit vor allem Motoren in allen Klassen, fehlt nun neuerdings eigentlich alles, was man zum Boote bauen benötigt. Ob Klampen, Scheiben, Beschläge, Elektrobauteile, Heizungen, die Liste kann man gefühlt unendlich weiterschreiben. (Karsten Stahlhut, BVWW)

Ausblick für das kommende Jahr eher verhalten

Trotz der guten Auftragslage blickt die Branche verhalten in das kommende Jahr. Karsten Stahlhut vom BVWW analysiert, die Hemmschuhe der Marktsituation seien neben dem generellen Fachkräftemangel der fortlaufende Arbeitsausfall durch Corona und die noch stärker unterbrochenen Lieferketten durch den Ukrainekrieg und Lockdowns in China sowie Preisexplosionen bei Rohstoffen, Materialien, Strom und Gas. „Der Ausblick ist verhaltener, die Euphorie ist verflogen“, berichtet Stahlhut über die Ergebnisse einer Umfrage bei den Mitgliedern des Bundesverbands Wassersportwirtschaft. Sonja Meichle, Geschäftsführerin von Ultramarin/ Meichle+Mohr, beschreibt in ihrer Analyse sehr gut, wie die Erwartungen trotz derzeit guter Lage sind. Ihr Unternehmen habe zwar einerseits einen „Supersommer“ hingelegt, andererseits erwartet auch sie ein schwierigeres 2023. Die ersten Messetage spiegelten den bisherigen Saisonverlauf Laut Meichle wider. Teils bis zu acht-malige Preiserhöhungen seit Jahresbeginn konnten gar nicht immer 1:1 an die Endverbraucher weitergegeben werden. „Das tat dem Umsatz bisher keinen Abbruch, dennoch sind wir vorsichtig, denn einen nicht enden wollenden Zuwachs kann es kaum geben“, betont Sonja Meichle.

 

 

 

(v.l) Moderator Andreas Kling, Meik Lessing, Geschäftsführer von Enjoy Yachting, Karsten Stahlhut, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft in Köln, Marcus Schlichting, PR Bavaria GmbH, Sonja Meichle, Geschäftsführerin von Ultramarin Meichle + Mohr in Kressbronn-Gohren, Marcus Boesch, Mitglied des Vorstands Schweizerischen Bootsbauer-Verbandes, Daniel Kallenbrunn, Geschäftsführer von Kibag Marina und Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen ©Messe-Friedrichshafen

ADAC Skipper Club: Auswertung der Umfrage liegt vor

In der letzten Umfrage unter den Mitgliedern des ADAC Skipper Clubs wollten wir alles zum Thema „Nachhaltigkeit und Bootfahren“ wissen. Was dabei herausgekommen ist.

Gratis für ADAC-Skipper: Das Seenland-Magazin 2022

Die ADAC-Edition des diesjährigen Seenland Magazins ist da! Abonnenten des Skipperportal-Newsletter bekommen das neue Heft gratis nach Hause.

Über 5.000 Seen und rund 1.600 Kilometer Wasserwege gibt es in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg- ein Paradies für Bootssportler. Die Wassersportreviere wie Mecklenburgische Seenplatte, Müritz, Ruppiner Seenland, Potsdamer und Brandenburger Havelseen, Havelland und die Gewässer rund um Berlin sind nicht nur wegen ihrer Schönheit beliebt, sondern auch wegen der Möglichkeit, fast überall ohne Sportbootführerschein auf dem Wasser unterwegs sein zu können.

 

Seenland Magazin mit vielen Tipps und Wasserwanderkarten

Im jährlich erscheinenden Magazin „Seenland“ finden sich die schönsten Törnvorschläge, zahlreiche Reviertipps, Information und Inspiration rund um die Gewässer im Nordosten Deutschlands. Die aktuelle Ausgabe 2022 enthält auf 164 Seiten zahlreiche Tipps für den Bootsurlaub von Müritz über Berlin bis zur Havel, egal ob auf dem Charterboot oder dem Hausfl0ß. Die ADAC Special Edition enthält zusätzlich Tipps für Apps, die auf dem Bootsurlaub nützlich sind.

Der Clou: Seenland enthält zusätzlich 33 detaillierte Karten plus einer Übersichtskarte. Lesen, informieren, ablegen.

Auszug der Themen in der ADAC-Special-Edition 2022:

Hausboot Mieten – Tipps und Routen für Einsteiger und Kenner
Apps an Bord – Tipps vom ADAC
Berlins grünes Umland per Boot
Natur erleben zwischen Berlin und Müritz
So geht Bootsurlaub: 50 Tipps vom Profi
Karten und Ausflugstipps
uvm.

Karten im Seenland Magazin

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Apps an Bord - Seenland Magazin

 

Kroatien und der Schengen Beitritt. Was das für Skipper bedeutet.

Viele Skipper, Segler und Bootssportler warten sehnsüchtig auf den Wegfall der Regelungen zum Ein- und Ausklarieren. In der kommenden Saison 2023 könnte es bereits soweit sein.

Immer wieder erreichen uns E-Mails und telefonische Anfragen von ADAC-Skippern zum Thema Aus- und Einklarieren in Kroatien. Vor allem der Grenzübertritt auf dem Seeweg von und nach Italien führt bei vielen Bootssportlern zu Unsicherheiten. Vor allem, weil auf italienischer Seite seit der Corona Pandemie wieder verstärkt auf das ordentliche An- und Abmelden von Booten, Yachten und deren Crews geachtet wurde, die das Land mit Ziel Kroatien verlassen.

In Kroatien selbst ist das Aus- und Einklarieren seit jeher obligatorisch – Missachtungen wurden sogar unter Strafe gestellt. Wer beispielsweise von Kroatien nach Italien segelt, muss beim Hafenkapitän in Mali Losinji ausklarieren und hat danach 12 Stunden Zeit, Kroatien zu verlassen. In Italien angekommen, muss innerhalb von 12 Stunden einklariert werden. Daher ist es wichtig, sich vorher über die Öffnungszeiten der Hafenämter zu informieren, damit der erforderliche Zeitrahmen eingehalten werden muss.

Sämtliche Hafenämter Italiens finden Sie nach Regionen filterbar auf der Webseite der Guardia Costiera.
Alle kroatischen Hafenämter sind hier aufgelistet.

Kroatien und Schengen – wann kommt der Beitritt?

Mit der Aufnahme Kroatiens in das Schengener Abkommen werden diese Regeln entfallen und der Grenzübertritt auch auf See wesentlich erleichtert und flexibel. Im vergangenen Juni hat der Rat der EU einen formellen Vorschlag zum Schengen-Beitritt Kroatiens am 1. Januar 2023 an das europäische Parlament übermittelt. Sollte der Beitritt vom EU-Parlament bestätigt werden, tritt Kroatien dem Schengen Raum bei und führt gleichzeitig den Euro ein – eine weitere Erleichterung für alle Charterer und Eigner, die an der kroatischen Küste unterwegs sind.

Neuigkeiten vom ADAC Mittelmeerskippertreffen zu Kroatien und Italien

Skipper sollten Übergangsfristen beachten

Der Beitritt zum 1. Januar bedeutet zwar den Wegfall der bisherigen Regelungen, jedoch kann durchaus mit einer Übergangsregelung gerechnet werden, um die bisherige Bürokratie auf Seiten Kroatiens fallen zu lassen. Es ist also durchaus denkbar, dass in Kroatien auch 2023 noch ordnungsgemäß Ein- und Ausklariert werden muss, bis alle Regelungen entfallen. Auskunft über den aktuellen Stand gibt das kroatische Ministerium für Seefahrt, Verkehr und Infrastruktur. Hier geht’s zur Kontaktseite des Ministeriums

 

Mehr über die derzeitigen Regelungen in Kroatien findest Du hier.

Bootskauf: Wie das richtige Boot finden?

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ADAC Skipper Club: Erste Auswertung und neue Umfrage

Der im Frühjahr gegründete ADAC Skipper Club wurde bislang sehr gut angenommen und erfreut sich über zahlreiche neue Mitglieder. Die Auswertung der ersten Umfrage liegt nun vor und eine neue wurde bereits gestartet.