Kategorie: Windpilot

SV Draumen – Therese + Giovanni Del Bono ITA

14 YEARS OF PEACEFUL SAILING WITH COLIN ARCHER
Hi Peter, here is our original gaff rigged wooden Colin Archer.
15 years ago, we bought her in Norway and the year after, we sailed her home, to our place in Rome.

In earlier time, she was not equipped with any kind of autopilot so, we sailed manually, at the helm for 3000 miles: North Sea, British Channel, Atlantic Ocean via Bay of Biscay, Gibraltar, Mediterranean Sea through Baleari and Sardinia Islands to get her home.
One year later, we yearned for a windpilot and after a some research, we targeted your Pacific. We flew up to Hamburg to met you, have been impressed by your production, and got that marvellous item!!!
After installation, we enjoyed the beauty and comfort of a self steering system, even more !!! We are still using it with pleasure and there are endless thanks to you for his fantastic creation!

All our compliments!!!
Giovanni&Therese, DRAUMEN

SV Thula – Janna Hars + Ilja Bode GER

SACKGASSE PAZIFIK
Es ist erst wenige Tage her, dass ich den Besuch zweier Radfahrer bekam, die im Tiefschnee – ganz ohne Schneeketten! – den Weg nach Wandsbek genommen und gefunden hatten, um uns einen Besuch abzustatten. Die Zeit war knapp, jedenfalls bei mir, weil die Uhr tickte, ich ein System zum Airport zu bringen hatte …darum wurde der Besuch vergleichsweise recht kurz, eigentlich garnicht meine Art!

Es ging, wie sollte es wohl anders sein, um die Ausrüstung einer blaugestreiften Yacht mit einer Heckverzierung. Die Beratung ging schnell! Etwas länger wurde der Schnack, als ich erfuhr, dass die Tochter des einen Radfahrers sich derzeit im Pazifik „rückwärts“ quält. Die SY Thula hatte vor einigen Wochen die Entscheidung gefällt, sich gegen die häufigen Flauten im Stillen Ozean Richtung Panama zu kämpfen, eine Herausforderung der besonderen Art, insbesondere wenn Diesel knapp an Bord, man wirklich auf den Wind angewiesen … und der kaum vorhanden ist. Derzeit befindet sich die Thula nur noch wenige hundert SM entfernt von den Perleninseln.
Nachdem ich nun die Iridium Mobiltel. erfahren hatte, konnte ich tun, was mir schon lange am Herzen gelegen hat, denn ich war durch ein Foto auf der Website der Segler aufgeschreckt, welches die Ruder Position des Windpilot Systems abenteuerlich falsch montiert gezeigt ( Achterkante Ruders nach vorn montiert!). Jedenfalls konnte ich endlich meinen Hinweis an die Segler loslassen … zum Glück hatte man den Fehler bereits selbst gemerkt. Immerhin ist die Windpilot Anlage bereits ca 30 Jahre alt und mir in Erinnerung geblieben, weil von der Vindö 452 insgesamt nur wenige Schiffe gebaut worden sind.
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Einfach Segeln – Wilfried Krusekopf FR

BUCHREZENSION VON PETER FOERTHMANN
Ein Buchtitel, der im Kopf neugieriger Segler ein Bild sublimiert, das, einem Tsunami nicht unähnlich, den Leser bereits von der ersten Seite, unvermittelt mit einer Flutwelle kompakter Informationen überrollt, fast Atemlosigkeit hinterlässt. KISS ist Seglers Sehnsucht und ständiger Lebensbegleiter weil er mit Einfachheit, weniger Probleme beim Segeln verbindet, dies zumindest hofft. Dieses Buch ist erfrischend anders als andere, teils seitenstarke Bücher von Autoren, die durch bloße Wahl des Titels, eigene Referenz zu erreichen suchen, indem sie den Begriff Blauwasser verwenden, einem Terminus immerhin, dessen Verwendung im deutschen Sprachraum hier und dort stille Ehrfurcht zu erzeugen in der Lage ist, vermutlich um daraus Distanz und Lufthoheit zu generieren? WEITERLESEN

Detlef Jens – Buch Rezension

BOOTSBAU – GESTERN UND HEUTE
DETLEF JENS: Ja, damals – da war ja immer alles besser! Könnte man denken, dass dies gemeint sei, angesichts des Titels und auch angesichts der Thematik des Buches, dass tatsächlich der „Fortschritt“ im Bootsbau nicht unbedingt ein solcher sein muss. Was ja, nebenbei, nicht nur für den Bootsbau gilt, aber das lassen wir hier und heute mal außer Acht. Fortschritt im Bootsbau? Aber wenn das alles so einfach wäre. Oder ist es das? Peter Förthmann, ist nicht nur einer, sondern wohl mehreren Generationen von Blauwasserseglerinnen wohl bekannt. Und er weiß ganz unbestreitbar, wovon er redet. Respektive schreibt.
WEITERLESEN – Fortschritt im Bootsbau?

SV Jollity – Leonie und Lukas Räber CH

ANKUNFT IM PARADIES -TOBAGO CAYS
Moin Peter, Eigentlich wollte ich mich schon lange bei dir melden. 
Der Windpilot hat uns sicher und zuverlässig in 20 Tagen über den Atlantik von Las Palmas nach St. Vincent gebracht. Wir waren wirklich sehr zufrieden und haben schnell gelernt mit unserem neuen Crewmitglied umzugehen.

Nachdem ich am ersten Tag noch eine Befestigung für die Kette an die Notpinne gebaut hatte, konnten wir nach wenigen Minuten problemlos mit dem Windpilot segeln. Dieser hat dann auch ohne Probleme die folgenden 2 Wochen durchwegs gesteuert.
Danach hatten wir immer mehr Seegras auf der Wasseroberfläche welche sich am Ruder des Windpiloten verfangen hatte. Dies führte dazu, dass einmal in der Nacht das Pendelruder sich gelöst hatte, was wir aber ohne grosse schwierigkeiten wieder lösen konnten.
Danach mussten wir teilweise sehr regelmässig die Seegrasbüschel vom Ruder entfernen da sonst die Steuerperformance stark gelitten hat. Nach 2-3 Tagen hat dann Glücklicherweise die Seegrasplage wieder nachgelassen.
Beste Grüsse aus den warmen Tobago Cays
Leonie und Lukas WEITERLESEN

Steuermänner

DIE DREI OPTONEN – KORREKT SORTIERT
Ach wie toll sieht das aus! Der Skipper mit stolzgeschwellter Brust, am Steuer seiner Traumyacht, coole Sonnenbrille im Gesicht, Designer-Shirt, die gewellten Haare flattern im leichten Wind, hält er Schiff und Besatzung souverän auf Kurs. Herrlich.

Zugegeben, diese Bilder gehör(t)en auch zu meinen Träumen. Auch so würde ich mich gerne ab- lichten lassen. Aber leider, mindestens die gewellten Haare sind schon seit Jahrzehnten irgendwann abhanden gekommen. Die Shirts sind auch schon ausgebleicht, ehrlich, denn ich gestehe es gar nicht gerne ein, es gibt bei mir an Bord zwei „Steuermänner“ die mir haushoch überlegen sind, jedenfalls, wenn wir aus dem Hafen sind.

Den Einen nenne ich „Hamburger“
Der ist etwas flatterhaft, weil er sich vom Wind beeinflussen lässt. Ansonsten allerdings ist er grundsätzlich ein sturer Kerl. leistungsbereit, stets und immer guter Laune, verfügt zudem über Kraft und Ausdauer. Und, er hält das Schiff bei fast jedem Wetter stur auf Kurs, folgt Drehungen des Windes wieselflink und regiert bereits, während ich noch sprachlos bin.
Das Schönste, er gehorcht mir wie mein Hund, der mich bereits kapiert, bevor ich an der Leine ziehen muss – okay, idealerweise!

Den Anderen nenne ich „Raymarine“
Ja auch er ein echter Marinero. Im Unterschied zum Hamburger lässt er sich nicht so leicht vom Wind beeinflussen, gehorcht einer inneren Kompassrose. So ist Flatterhaftigkeit auch nicht sein Ding. Allerdings ebenso stur wenn’s ums Kurs halten geht. Seine Kraft ist etwas beschränkter – natürlich nicht in Bezug auf seine Intelligenz – und ganz anspruchslos ist er auch nicht. Er hat Hunger, verlangt nach Strom und da kommt er eben an seine Grenzen. Allerdings, wenn alles stimmt und die Natur kooperiert, macht er einen tadellosen Job, wie ich es nicht besser machen könnte. Kommando per Knopfdruck, das ist schon praktisch, womit klar ist, wer der Chef an Bord.

Gott sein Dank kommen die beiden Kerle mir nicht in die Quere, wenn es um hoheitliche Aufgaben geht: Schleusenmanöver, Hefenmanöver sind und bleiben Chef Sache, Ehre, wem Ehre gebührt. Auto Einparken bei Schiffen wird es hoffentlich nicht geben, weil damit Skippers Imposanz verloren ginge. Alleien der Gedanke: Hafenkino ohne Skipper am Ruder … warum bitte sehr, hat man sich denn das Schiff überhaupt gekauft?
Aber ihre Sturheit ist schon sprichwörtlich, die würden – Beide – glattweg über eine Sandbank mit schlafenden Robben hinweg steuern. Oder eine Bohrinsel, einen Frachter auf Kollisionskurs ziemlich überheblich einfach „runterbügeln“ wollen. Auch für andere Kapriolen wären die zu haben.

Als Chef vom Dienst muss ich die Beiden doch immer im Auge behalten und immerhin, ich bleibe dann doch der Mann an Bord mit dem letzten Wort und behalte mir vor, die Beiden auch mal kurz und bündig vom Dienst zu suspendieren.

Allerdings, verzichten möchte ich auf die beiden Kerle nie. Sie ermöglichen mir doch über lange Strecken zu faulenzen, oder wenn es draussen kachelt, im Trockenen Schutz zu finden, einen Kaffee oder was Stärkeres zu geniessen. Und, für Männer ab +65 Jahrringen auf dem Haupt auch wichtig; mal die Blase zu lenzen wenn es sich anzeigt. Naa ja, das alles ist schon von Vorteil. So haben wir beschlossen, dass wir eben ein Trio sind. Und immerhin, für Fotos auf meiner Stolzen Yacht bin ich dann trotzdem doch immer noch besser geeignet. Stimmts?

11.01.2012
Thomas Rettenmund,
samt den wahren Chefs an Bord: Frau Ruth und Wauwi