Von der Bootsbauer-Hölle in den Bootsbesitzer-Himmel
Do.,27.Juli 22, Neuseeland/Whangarei, Tag 2978, 24.696 sm von HH
Es hätte so schön sein können am Kiwi-Ehrenwort-Freitag. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Interprotect-Seite, die Jungs rücken pünktlich an – mit Farbeimern und Zubehör. Um 11:00 Uhr geht es dann tatsächlich los. Zwei Boote in der Halle, zwei Teams machen sich an die Arbeit. Die erste Lage Interprotect wird gerollt.
Groß in der Vorbereitung
Die erste Lage wird gerollt
Wir sind nur Zuschauer am Halleneingang. Das Interprotect stinkt fürchterlich. Zutritt in die Halle nur mit Maske möglich. Als die erste Lage fertig gerollt ist, trifft uns der Schlag – Atanga sieht aus wie mit dem Schrotgewehr beschossen. Tausende von Pin Holes tauchen unter der ersten Farbschicht auf.
Ari B hat eine Oberfläche wie ein Kinder-Popo. Pin Holes sind Stecknadelkopf kleine Löcher, die in der Spachtelmasse erscheinen mit der der Rumpf wieder aufgebaut wurde. Dies darf nicht sein. In den winzigen Löchern könnte sich Wasser sammeln, was zu Osmose führen könnte, die wir gerade hinter uns haben.
Tausende Pin Holes nach der ersten Lage Interprotect
Was ist passiert? Die Chronik eines vermeidbaren Fehlers:
Ende Juni: Peter („ein Arbeiter nicht von dieser Welt“ – O-Ton Lance) übernimmt das das Pin Hole Füllen bei der Ari B. Mit einem weichen „Silikon“-Spachtel (ca.20cm breit), der extra angeschafft wurde. Seine Epoxy-Spachtelmasse ist extrem dünn angemischt (wie unsere viel spätere Recherche ergibt, ist dies und die Wahl des Spachtels eine vielfach empfohlene Vorgehensweise).
Von unten nach oben, mal seitlich, streicht er die kleinen Löcher zu. Sechs Stunden später ist sein Werk an der Ari B vollbracht.
24. Juni: Ben (ein guter Arbeiter – der aber nicht richtig von Peter angeleitet) übernimmt bei uns diesen Job. Auch er benutzt zunächst den weichen Spachtel. Dann mittags ein Anruf, ein Familienunglück ruft Ben nach Hause. Atangas Rumpf ist zu diesem Zeitpunkt vielleicht zu zehn Prozent abgespachtelt.
Die Arbeit ruht. Peter ist anderweitig beschäftig.
8.Juli: Ben nimmt die Arbeit wieder auf. Den weißen Spachtel ignoriert er. Mit einem üblichen Metallspartel spachtelt er die Löcher zu. Wir registrieren das, bewerten es aber nicht, wir sind keine Fachleute und sind außerdem ausreichend mit dem Deck beschäftig.
11. Juli: Ben ist fertig. Leider finden wir bei einem Kontrollgang noch sehr viele Löcher. Wir gehen zu Lance und sagen, dass wir nicht zufrieden sind.
16. Juli: Lance und Aaron (beide Supervisor) kreisen um unseren Rumpf und markieren alle Löcher, die sie finden können mit Kreide. Der Rumpf ist übersät mit Kringeln. Nach 1,5 Stunden sind sie fertig. Ben bearbeitet die einkreisten Gebiete erneut mit Spachtel, wieder mit dicker Masse und Metallspachtel.
Der Kiwi-Ehrenwort-Tag
22. Juli: Morgens wird der Rumpf mit Luftdruck vom Staub gereinigt und im Nachgang wird die ganze Fläche mit Aceton abgewischt, um das Schiff wirklich sauber zu bekommen. Notwendiges und übliches Vorgehen (nur eine Vermutung unsererseits: bei der Reinigung sind viele Deckel über den Pin Holes wieder raus geflogen).
Nach der gerollten Interprotect-Schicht, als sich die Löcher deutlich auf der gleichmäßig gefärbten Fläche abzeichnen, hätte Aaron „Stopp“ rufen und die Aktion abbrechen sollen. Aber er zieht durch. Vier Leute spachteln an Atangas Rumpf herum. Verzweifelt sollen die Löcher noch gestopft werden. Die Spachtelmasse ist dick, hinterlässt Wellen und Riefen. Das kann nicht richtig sein. Der Rumpf sollte total glatt sein.

Der hastige Versuch alle Pin Holes zu finden und zu schließen – das rote ist Spachtelmasse
Nach dem Spachteln werden noch zwei Lagen Interprotect (Wert ungefähr 600 Dollar) aufgesprayt. Ohne nennenswerten Erfolg. Ari B sieht super aus, Atanga ist noch immer übersät mit Löchern. Weder sind gefundene geschlossen, noch könnte man in eier Stunde alle entdecken. Unsere Nachforschungen im Nachgang bestätigen den Misserfolg – man kann Pin Holes nicht mit Interprotect schließen. Die „Farbe“ ist zu dick, fließt nicht in die Löcher.
zweite Lage auf die frisch „geschlossenen“ Pin Holes
Die dritte Lage – ebenfalls gesprayt
Schön zu sehen – weder das Spachteln – noch das Interprotect konnte die Löcher füllen
Wir gucken sehr unglücklich, Aaron auch. „Warten wir ab, was Morgen ist, wenn alles trocken ist“, lautet sein Vorschlag.
23. Juli: Achim und Aaron führen das Gespräch über unseren missglückten Rumpf. Wir sind so unendlich froh, dass wir keine Arbeiten mehr am Rumpf übernommen haben, nachdem die Glasfasermatten geklebt wurden.
Warum sieht Ari B so viel besser aus? „Das liegt an eurem Spachteluntergrund (der neigt zu Pin Holes) und dem anderen Aufbau eures Rumpfes. Außerdem hat die Crew auch selber noch viel ihrem Rumpf gearbeitet.“
Also, ein Rumpf von Laien nachbearbeitet, wird besser als einer von Fachleuten wie ihr es seid? – Schweigen.
„Wir konnten die Löcher nicht sehen. Und ihr habt auch keine gesehen.“ Bäh.
Egal in welche Richtung die Diskussion läuft, das Yard ist unschuldig. Aber im Gegenzug gibt es auch Entgegenkommen: „Ja, der Rumpf sieht grausam aus. Wir beheben das. Alles was jetzt passiert, braucht ihr nicht zu bezahlen“.
8.Juli: Der Rumpf wird geschliffen. Zunächst einmal alle Beulen weg, die durch die Spachtelaktion entstanden sind. Danach werden die Pin Holes mit dünner Spachtelmasse gefüllt. Zwei Mann – insgesamt acht Arbeitsstunden.
Erste Spachtelaktion nach Tag X – schön zu sehen, dass es großflächig Pin Holes gibt
Juli: Schleifen und erneut Pin Holes suchen (jetzt mit der „Lupe“) und füllen. Zwei Mann – insgesamt 12 Arbeitsstunden.
Zweite Runde – jeder Klebestreifen steht für ein mit der Lupe gefundenes Loch – es sind noch immer Hunderte
27. Juli: Atanga bekommt drei neue Lagen Interprotect gesprayt. Und sieht jetzt einfach nur wie eine Granate aus. Wir finden neun Pin Holes. ![]()
Sehr gute Arbeit. Warum nicht gleich so? Unsere Vermutung, weil es nicht das Projekt von Lance und Aaron war. Peter war der Projektleiter für beide Schiffe und hat sich bei Atanga raus gezogen kurz bevor er nach Fiji gesegelt ist. Ohne Übergabe und Hinweise. Lance und Aaron haben es wahrscheinlich nicht „wahr“ haben wollen, dass unser Rumpf nicht fertig war. Denn, dass sie es können, haben sie uns heute bewiesen.
Am Ende ist jetzt alles gut und wir sind glücklich.
Der Rumpf fehlerfrei nach Suchen – Schleifen und drei neuen Lagen „Farbe“
Da freut sich aber einer
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Hi Peter, Hope this email finds you well! I wanted to give you a short update on the performance of the very old Windpilot that I bought and installed on Ponta Delgada, the Azores.
Express Crusader is very well balanced van de Stadt design and your Windpilot performs so good that I have used it 90 percent of the time so far, switching off the Raymarine S3G autopilot. Even when I push the boat hard the Windpilot is very well capable to keep course. I am now some 500 miles from the Azores on my way to England. I had winds between 7 and 30 knots so far, mainly on the quarter, not the easiest course to maintain. I still use the 1:2 gearing of the Windpilot as you suggested. 

Hello Peter! Thank you for a great produkt. I have now used it for approx 12 000 miles. But now I have a problem to make it funktion properly. It seems like the inner pushrod in the tube has bent. What could have cosed that?
Hallo Herr Förthmann
Hi Peter, I hope all is well with you.
Dear Peter, It has been a few years since we were in contact. We used our Windpilot on our 

Lieber Herr Foerthmann, auch Jahre nach dem Erwerb Ihrer Windsteueranlage bin ich voll begeistert von dem Teil!
Lieber Peter, Ich habe viel Spaß und Entspannug mit meiner windpilot gehabt. Sie funktioniert nämlich hervorragend. Nun hatte ich in der Schleuse Vlissingen einen heftigen Kontakt achtern mit der Schleusenmauer (Schraubenwasser von einem Lotsenboot). Und ja, das hat der Windpilot abgefangen. Bis auf eine leicht verbogene Querstange ist äußerlich nichts zu sehen. Nur, sie hat sich vestellt, soll heißen, sie pendelt nur noch zu einer Seite frei. Ich vermute, dass ein Zahnkranz einen Zahn gesprungen ist. Der Hebel Nummer 306 ist nämlich nicht mehr in seiner Normalposition, wenn das Ruder gerade gestellt ist. Ja und ich bin ja Schrauber, doch habe ich noch keinen Weg gefunden, die Achse mit dem Hebel zu lösen. Oder bin ich da auf dem falschen Weg? Ich hoffe, du kannst mir helfen.
Michael Wieland hat in den vergangenen Jahren seine Segelreisen ausgedehnt, er ist über Holland nach Frankreich und England gesegelt, für einen Pocketcruiser eine Herausforderung der besonderen Art, über deren Strapazen er offen und ehrlich in seinem Blog berichtet.
Meine „amica“ ist eine alte Dame, so hat es eine Holländerin formuliert, immerhin jetzt 46 Jahre alt. Zwar sind Waarschips sehr stabil gebaut, verklebt und verschraubt, doch wie lange halten denn Leimnähte? Ich habe leider feststellen müssen, andauerndes in die Welle fallen ist nicht gut. Die leckende Stelle von „amica“ ist definiert und deshalb auch einfach zu reparieren, doch möchte ich nicht, dass sich noch andere Stellen entwickeln, an denen Leimnähte aufgehen. Also bitte nur noch sanftes Segel.
Und ich werde vielleicht auch zu alt für so eine Tour. Mir fehlt der ausreichende Schlaf, meine Muskeln schmerzen, gut, die blauen Flecken sind weniger geworden, aber dafür haben sich Verspannungen im Hals und Rücken entwickelt, die letzten Tage waren einfach schon zu kalt.
Die einseitige Haltung auf langen Törns tut ihr Übriges. Manchmal hatte ich auch den Eindruck, mir fehlt es langsam an ausreichender Kondition und Kraft. Dann wird man fahrig beim Anlegen, ist aber immer noch gerade eben gut gegangen. Das sind solche Dinge, wie die Fender falsch angebracht zu haben, die Leinen nicht richtig klar gelegt zu haben und zu langsam beim Ausbringen der Leinen zu sein. Und dass die neuen noch harten Segel nicht so einfach fallen wie die alten, hat mich auch so manchmal genervt.
Das Obige habe ich geschrieben, um es deutlich zu machen, es ist hartes Segeln. Und ich habe mir dies zugetraut. Diese Single-Hand-Regattasegler in Frankreich gehen auch bewusst Strapazen ein und es zählt nur, dabei gewesen zu sein, es gemacht zu haben. Da gibt es sicher eine Parallel zu meinem Törn.
Dies gehört schön zu den positiven Seiten der Reise, es gemacht zu haben, es ausgehalten zu haben und irgendwie zu einem Kreis von Seglern zu gehören, die dem Meer etwas abtrotzen. Dies stärkt enorm das Selbstbewusstsein und das strahlt aus. Es hat sich eine innere Ruhe in mir entwickelt, und ein anderer Blick auf die Welt.
Good day Peter. Aye have lost my vane on my boat old bones. And we know you not made this wide vain for decades. So am am asking please I like to make a copy of it but I don’t have actual size of it. I fully overhaul this 2 years ago. Get lots of comments on it all good. New rudder shaft plastic bushes etc. Ok thanks pete. Sv oldbones
Dear Peter, I promised to send some photos once my Pacific Light installation was completed and the boat launched. I originally made the bracket too low, so this is the Mk II version. When sailing, the stern squats two inches and everything is just right.