Kategorie: Luvgier

Folge 3 – Mit dem Kajak durch die Schären

Filmtrailer
  Ich erwache frühmorgens in meinem Zimmer in Loftahammar, Schweden. Die Sonne scheint durch das Fenster. Es ist warm. In einer halben Stunde kommt der Nachbar, der mir ein Kajak vermieten will. Zeit für ein schnelles Frühstück. Praktisch, wenn man direkt über einer Bäckerei wohnt. Ich habe ordentlich Muskelkater in den Beinen von meiner gestrigen Tour. Heute sind die Arme dran. Ich habe in den letzten Tagen viel über die alte Segelroute gelernt; ihre Herkunft, ihren Verlauf. Und das Teile davon heute noch benutzt werden. 800 Jahre nach der Niederschrift, und wer weiß, wie viele Jahre bereits davor. Heute will ich testen, wie sich das Kajakfahren in den Schären anfühlt. Meine letzten Fahrten liegen doch einige Jahre zurück. Der Nachbar erscheint mit einem elektronischen Kartenlesegerät in Kleinformat. Barzahlung möchte er nicht. Es soll alles seine Ordnung haben und er zahle gerne Steuern. Schließlich gäbe Schweden so viel davon an seine Bewohner zurück. Ein Satz, den man so in Deutschland eher nicht hören würde. Das Kajak wäre aber nicht hier, sondern einige Kilometer entfernt. Dafür wäre man recht schnell in den Schären. Der Schuppen sei offen, dort fände ich Spritzdecke, Paddel und Schwimmweste. Das Kajak selbst liegt am Wasser. Ich soll mir einfach alles nehmen und nachher wieder sauber zurückstellen. Wäre so in Deutschland auch nicht üblich.

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Schnell mache ich das Boot fertig und gebe die Koordinaten in mein Handy samt Navionics-Software ein. Ich denke hier geht man noch schneller verloren, als im gestrigen Wald. Nur Wasser und Felsen hier, und alles sieht ähnlich aus. Ich fahre los und probiere einen Rhythmus zu finden. Das dauert wie immer etwas. Es drückt hier, schmerzt das, quetscht dort, aber nach gut 20 Minuten fliege ich über das Wasser. Und auch das kleine Ruder samt Fußbedienung tut was es soll. Es ist immer wieder beeindruckend, wie schnell so ein Kajak ist. Auf meinem Segelboot wurde ich schon des Öfteren paddelnd überholt. Was fahre ich? Ich schätze so 4-5 Knoten können es schon sein. Aber ich bin ja nicht nur zum Fahren hier. Als die ersten schönen Schären in Sicht kommen, beginne ich zu filmen. Mit der GoPro auf dem Wasser, mit der großen Kamera an Land. Tolle Bilder wohin man schaut.  Die Zeit verfliegt, aber ich will ja noch weiter in die äußeren Schären. Es ist toll. Vier Jahre nachdem ich hier mit dem Segelboot durchgefahren bin, voller Sorge vor Steinen, Wassertiefen und Routenverlauf, paddle ich hier arglos dahin. Felsen dicht unter der Wasseroberfläche erkennt man rechtzeitig an den Algen oder sieht sie mit bloßem Auge durch das klare Wasser. Ich sehe eine kleine Schäre, die sehr geeignet zum Anlegen ist. Und fahre einfach heran und steige aus dem Boot. Wenn das mit dem Segelboot doch auch so einfach wäre. Die Kombination aus beiden scheint mir einfach ideal. Und ich halte es kaum aus nun noch einen langen Winter abwarten zu müssen, bis es endlich losgeht. Lange bleibe ich auf der kleinen Schäre, genieße die Einsamkeit und drehe einmalige Szenen. Wasser, marmorierter Felsen, bunte Blumen. Kinobilder wohin man schaut. Und zum ersten Male fühle ich mich als Kameramann auf Expedition. Um solche Bilder zu erhalten, muss man raus. Das kann man nicht faken oder virtuell erstellen. Reisen, paddeln & filmen. Das ist ehrlich, echt und herausfordernd. Ich merke, dass ich etwas gefunden habe, was zu einer Lebensaufgabe werden könnte. Doch bevor ich zu rührselig werde, fällt mir zuerst mein Handy ins Wasser und beim Rettungsversuch fast noch die teure Kamera, die über das Mikrokabel ja an mir befestigt ist und wackelig auf einem Stativ steht. Und umkippt. Ich opfere Handy für Kamera und verhindere Schlimmes. Das muss 2018 definitiv besser werden. Dann drehe ich um. Es geht noch einmal zwei Stunden zurück und auf den langen Heimweg über Trelleborg und die Fähre nach Rostock bis nach Hamburg. Ein Trip der sich gelohnt hat. Jetzt muss ich nur noch ein Kajak finden, was an Bord zu verstauen und aufzubauen ist um wirklich flexibel zu sein. Doch dafür habe ich ja nun noch einige Monate lang Zeit. 

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Folge 2 – Auf Forschungsreise nach Skandinavien

Nachdem ich, wie im letzten Blogbeitrag beschrieben, von der Beschreibung eines uralten Seeweges durch die Schären erfahren hatte, beschloss ich für weitere Nachforschungen auf eine mehrtägige Reise nach Skandinavien zu gehen. Ich packte mein Auto voll mit Kamera- und Beleuchtungsequipment, Decken, Klamotten, Proviant und einem Mountainbike, das sich noch als sehr nützlich erweisen sollte. Zunächst führte mich mein Weg per Fähre über den Fehmarnbelt nach Kopenhagen. Ich hatte hier nach einigen Telefonaten einen Termin zur Besichtigung des Originalbuches aus dem 13 Jhdt., plus Experte plus Drehgenehmigung erhalten. Und das alles kostenlos. Die Marketingbeauftragte des dänischen Nationalarchivs wusste bis dato nichts von König Valdemars Jahrbuch und war selber gespannt darauf. In meiner Vorstellung sah ich ein graues Betonarchiv, ähnlich einer Bücherhalle und war dann sehr überrascht die Adresse mitten im Herzen Kopenhagens im Schloss vorzufinden.
  Nun war ich froh über die halbwegs passende Kleidung, die ich ins Auto geworfen hatte. Ich wurde sehr freundlich empfangen, und dann ging der Experte auf die Suche nach dem Buch in den über 450 Kilometern langen Regalen des Archivs. Gut verpackt in einem Karton kam das 800 Jahre alte Buch dann an und wurde mit Handschuhen vorsichtig ausgepackt und an der richtigen Stelle aufgeschlagen. Interessant für mich waren ja nur die drei Seiten mit der Routenbeschreibung. Zum Glück hatte ich zuhause schon Beleuchtung und Kamerabedienung auf dem Küchentisch mit Kochbuch geübt, so das ich ganz relaxt an die Sache rangehen konnte. Ich brauchte 30 Minuten für die Aufnahmen verschiedener Winkel und SlowMotion. Das wichtigste war damit geschafft. Tolle Bilder und vor allem der originale Text und keine Überlieferung aus dem Internet.
  Nun hatte ich noch ein paar Fragen an den Experten bzgl. der von mir festgestellten Ungereimtheiten. Ich bat ihn daher kurz in ein paar Minuten meine Fragen vor der Kamera zu beantworten. Das Ganze endete dann aber in einem gut 30-minütigen Monolog über Herkunft des Buches, den Autor, Sinn und Zweck der Wegbeschreibung und vieles mehr. Alles aus dem Stand und in fehlerfreiem Englisch. Ich war beeindruckt von dieser filmreifen Vorlesung. Meine Frage, ob er das schon öfter gemacht hätte wurde dann mit einem verschmitzten „Now and Then“ beantwortet. Zusammen mit seinem Erscheinungsbild eines typischen Archivars, hätte ich diese Szenen nicht besser casten können.
  Wichtig für mich waren die Informationen, dass es sich teils um verschiedene Alternativrouten handelte – daher der teils unsinnige Verlauf – und der Hinweis darauf, dass der Seeweg viel älter als die Aufzeichnung ist. In der Tat findet sich keine ältere Wegbeschreibung für die Ostsee, als die in diesem Buch festgehaltenen. Vorher wurde nur mündlich überliefert oder ein paar Runen geritzt, doch erst ab dem 13 Jhdt. auch geschrieben. So wurden auch alle Wikingersagen erst zu dieser Zeit, und Generationen später von Mönchen niedergeschrieben, die die heidnischen Wikingern dabei wohl etwas überzogen schilderten. Glücklich und voller Informationen verbrachte ich den Abend in Kopenhagen und schlief gut in einem Wohnmobil im Garten Nahe des Zentrums von Kopenhagen, AirBnB sei Dank.
  Am nächsten Morgen ging es dann auf die über 500km lange Reise über den Öresund bis an die Ostküste Schwedens. Mein Ziel war der Schärengarten um Västervik auf der Suche nach weiteren Informationen über die Reiseroute. Auch wollte ich statt von See einmal von Land in den Schärengarten vordringen, was sich als sehr schwierig herausstellte. Unglaublich viele Grundstücke sind in Privatbesitz und ohne Boot kommt man einfach nicht weit. Nach zwei gescheiterten Versuchen und einer weiteren Übernachtung via AirBnB, fuhr ich morgens in das Naturschutzgebiet um Torrö. Hier hatten sich schon ein paar Wanderer mit Rucksäcken versammelt und machten sich auf den langen Weg vom Parkplatz ans Meer. Ich war nun sehr froh über mein Mountainbike und war 7 Kilometer unterwegs, bis auch damit kein weiteres Vorankommen mehr möglich war. Nun ging auch ich mit Rucksack und Kameraequipment noch 1-2 Kilometer durch die Wälder, bis ich dann endlich die Küste erreichte. Meinen Weg trackte ich via GPS, denn hier kann man sich sicher auch gut verirren. Und ich fand alles was ich gesucht hatte.
  Zunächst einen Abschnitt der alten Segelroute. Samt durchfahrenden Booten. Mir fiel dann auf, dass ich 2014 auch hier längsgefahren bin. Ohne die geringste Ahnung, wo genau ich unterwegs bin und wie unzugänglich der Weg vom Land aus ist. Des Weiteren fand ich eine alte Lotsenstation. Die genannten Wegpunkte im Dokument sollen ja auf Lotsenstationen hinweisen. Dann noch den Nachbau eines alten, viele Meter hohen Kreuzes, das schon im 13 Jhdt. den Seefahrern geholfen hat, ihren Weg zu finden. Und schließlich mitten im Wald einen alten Seemannsfriedhof, ebenfalls über 800 Jahre alt. Mit dem Hinweisschild, das man damals, sollte man als Seemann auf Reisen sterben, nicht auf normalen Friedhöfen liegen durfte, sondern nur auf diesen extra dafür angelegten Seemannsgräbern. Ich grüßte die Jungs in Gedanken und machte mich auf den sehr langen Rückweg durch den Wald. Überall auf der Insel gab übrigens es kleine blaue Schlangen. Die erste erschreckte mich noch, doch irgendwann gewöhnte ich mich daran. Nur vor die Linse konnte ich sie irgendwie nicht bekommen. Fotoscheue Biester. Für die Nacht hatte ich keine Übernachtung gebucht, überlegte mir aber doch noch zu bleiben um mir am nächsten Morgen ein Kajak zu mieten. Ich hatte wieder Blut geleckt und wollte bei dem Bombenwetter noch nicht zurück. In Loftahammar hielt ich hungrig in einer Bäckerei und sah ein Hinweisschild für Übernachtungen. Günstig und gut und einen Kajakverleiher kannten sie auch. Den Nachbarn, der käme morgens um 0900h. Perfekt. In Schweden ist vieles oft so unkompliziert. Von der Kajaktour erzähle ich dann in der in der nächsten Folge.
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Nachdem ich, wie im letzten Blogbeitrag beschrieben, von der Beschreibung eines uralten Seeweges durch die Schären erfahren hatte, beschloss ich für weitere Nachforschungen auf eine mehrtägige Reise nach Skandinavien zu gehen. Ich packte mein Auto voll mit Kamera- und Beleuchtungsequipment, Decken, Klamotten, Proviant und einem Mountainbike, das sich noch als sehr nützlich erweisen sollte. Zunächst führte mich mein Weg per Fähre über den Fehmarnbelt nach Kopenhagen. Ich hatte hier nach einigen Telefonaten einen Termin zur Besichtigung des Originalbuches aus dem 13 Jhdt., plus Experte plus Drehgenehmigung erhalten. Und das alles kostenlos. Die Marketingbeauftragte des dänischen Nationalarchivs wusste bis dato nichts von König Valdemars Jahrbuch und war selber gespannt darauf. In meiner Vorstellung sah ich ein graues Betonarchiv, ähnlich einer Bücherhalle und war dann sehr überrascht die Adresse mitten im Herzen Kopenhagens im Schloss vorzufinden.
  Nun war ich froh über die halbwegs passende Kleidung, die ich ins Auto geworfen hatte. Ich wurde sehr freundlich empfangen, und dann ging der Experte auf die Suche nach dem Buch in den über 450 Kilometern langen Regalen des Archivs. Gut verpackt in einem Karton kam das 800 Jahre alte Buch dann an und wurde mit Handschuhen vorsichtig ausgepackt und an der richtigen Stelle aufgeschlagen. Interessant für mich waren ja nur die drei Seiten mit der Routenbeschreibung. Zum Glück hatte ich zuhause schon Beleuchtung und Kamerabedienung auf dem Küchentisch mit Kochbuch geübt, so das ich ganz relaxt an die Sache rangehen konnte. Ich brauchte 30 Minuten für die Aufnahmen verschiedener Winkel und SlowMotion. Das wichtigste war damit geschafft. Tolle Bilder und vor allem der originale Text und keine Überlieferung aus dem Internet.
  Nun hatte ich noch ein paar Fragen an den Experten bzgl. der von mir festgestellten Ungereimtheiten. Ich bat ihn daher kurz in ein paar Minuten meine Fragen vor der Kamera zu beantworten. Das Ganze endete dann aber in einem gut 30-minütigen Monolog über Herkunft des Buches, den Autor, Sinn und Zweck der Wegbeschreibung und vieles mehr. Alles aus dem Stand und in fehlerfreiem Englisch. Ich war beeindruckt von dieser filmreifen Vorlesung. Meine Frage, ob er das schon öfter gemacht hätte wurde dann mit einem verschmitzten „Now and Then“ beantwortet. Zusammen mit seinem Erscheinungsbild eines typischen Archivars, hätte ich diese Szenen nicht besser casten können.
  Wichtig für mich waren die Informationen, dass es sich teils um verschiedene Alternativrouten handelte – daher der teils unsinnige Verlauf – und der Hinweis darauf, dass der Seeweg viel älter als die Aufzeichnung ist. In der Tat findet sich keine ältere Wegbeschreibung für die Ostsee, als die in diesem Buch festgehaltenen. Vorher wurde nur mündlich überliefert oder ein paar Runen geritzt, doch erst ab dem 13 Jhdt. auch geschrieben. So wurden auch alle Wikingersagen erst zu dieser Zeit, und Generationen später von Mönchen niedergeschrieben, die die heidnischen Wikingern dabei wohl etwas überzogen schilderten. Glücklich und voller Informationen verbrachte ich den Abend in Kopenhagen und schlief gut in einem Wohnmobil im Garten Nahe des Zentrums von Kopenhagen, AirBnB sei Dank.
  Am nächsten Morgen ging es dann auf die über 500km lange Reise über den Öresund bis an die Ostküste Schwedens. Mein Ziel war der Schärengarten um Västervik auf der Suche nach weiteren Informationen über die Reiseroute. Auch wollte ich statt von See einmal von Land in den Schärengarten vordringen, was sich als sehr schwierig herausstellte. Unglaublich viele Grundstücke sind in Privatbesitz und ohne Boot kommt man einfach nicht weit. Nach zwei gescheiterten Versuchen und einer weiteren Übernachtung via AirBnB, fuhr ich morgens in das Naturschutzgebiet um Torrö. Hier hatten sich schon ein paar Wanderer mit Rucksäcken versammelt und machten sich auf den langen Weg vom Parkplatz ans Meer. Ich war nun sehr froh über mein Mountainbike und war 7 Kilometer unterwegs, bis auch damit kein weiteres Vorankommen mehr möglich war. Nun ging auch ich mit Rucksack und Kameraequipment noch 1-2 Kilometer durch die Wälder, bis ich dann endlich die Küste erreichte. Meinen Weg trackte ich via GPS, denn hier kann man sich sicher auch gut verirren. Und ich fand alles was ich gesucht hatte.
  Zunächst einen Abschnitt der alten Segelroute. Samt durchfahrenden Booten. Mir fiel dann auf, dass ich 2014 auch hier längsgefahren bin. Ohne die geringste Ahnung, wo genau ich unterwegs bin und wie unzugänglich der Weg vom Land aus ist. Des Weiteren fand ich eine alte Lotsenstation. Die genannten Wegpunkte im Dokument sollen ja auf Lotsenstationen hinweisen. Dann noch den Nachbau eines alten, viele Meter hohen Kreuzes, das schon im 13 Jhdt. den Seefahrern geholfen hat, ihren Weg zu finden. Und schließlich mitten im Wald einen alten Seemannsfriedhof, ebenfalls über 800 Jahre alt. Mit dem Hinweisschild, das man damals, sollte man als Seemann auf Reisen sterben, nicht auf normalen Friedhöfen liegen durfte, sondern nur auf diesen extra dafür angelegten Seemannsgräbern. Ich grüßte die Jungs in Gedanken und machte mich auf den sehr langen Rückweg durch den Wald. Überall auf der Insel gab übrigens es kleine blaue Schlangen. Die erste erschreckte mich noch, doch irgendwann gewöhnte ich mich daran. Nur vor die Linse konnte ich sie irgendwie nicht bekommen. Fotoscheue Biester. Für die Nacht hatte ich keine Übernachtung gebucht, überlegte mir aber doch noch zu bleiben um mir am nächsten Morgen ein Kajak zu mieten. Ich hatte wieder Blut geleckt und wollte bei dem Bombenwetter noch nicht zurück. In Loftahammar hielt ich hungrig in einer Bäckerei und sah ein Hinweisschild für Übernachtungen. Günstig und gut und einen Kajakverleiher kannten sie auch. Den Nachbarn, der käme morgens um 0900h. Perfekt. In Schweden ist vieles oft so unkompliziert. Von der Kajaktour erzähle ich dann in der in der nächsten Folge.
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+++ SONDERPREIS FÜR EARLY BIRDS +++

„DIE ROUTE DER WIKINGER – SALZ UND ERDE“

Die ersten 1.000 Euro sind geschafft! Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Motivation und das Vertrauen in mein Filmprojekt. Und auch für das viele Lob zum Trailer. Als Dankeschön gibt es den Film nun auch limitiert in einer preisreduzierten „Early Bird Variante“ mit oder ohne Tickets zur Premierenfeier. Neugierig? Hier gibt es alle Infos zu Film und Crowdfunding!

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„DIE ROUTE DER WIKINGER – SALZ UND ERDE“

Die ersten 1.000 Euro sind geschafft! Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Motivation und das Vertrauen in mein Filmprojekt. Und auch für das viele Lob zum Trailer. Als Dankeschön gibt es den Film nun auch limitiert in einer preisreduzierten „Early Bird Variante“ mit oder ohne Tickets zur Premierenfeier. Neugierig? Hier gibt es alle Infos zu Film und Crowdfunding!

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Folge 1 – Der IKEA-Besuch oder wie kommt man auf die Idee zu einem Reisefilm wie "Die Wikinger Route – Salz und Erde"?

Seit zwei Jahren will ich wieder auf große Tour, nur fehlte mir immer noch die zündende Idee für einen Film. Einfach nur wieder eine Auszeit zu machen, wäre mir dieses Mal zu wenig. Ich wollte mehr. Und dann stand ich bei IKEA und blätterte in der Deko, während die Familie nach Möbeln suchte. Und fand einen Bildband über die Schären. Genau mein Thema. Und irgendwie wusste ich ja bereits, das mich diese felsige Landschaft für immer gepackt hat. Ja, geradezu süchtig gemacht hat. Irgendwo in dem englischen Text stand etwas von „King Valdemars Sailing Route“. Ich merkte mir das im Hinterkopf und bemühte dann ein paar Tage später Google. Und schon nach den ersten Einträgen wusste ich, das ich meine Reise gefunden hatte. Im 13. Jhdt. hatte der damalige dänische König Valdemar ein von Mönchen handgeschriebenes Buch anfertigen lassen um Informationen über sein damals riesiges Reich festzuhalten. Grenzen, Bewohner, Steuern und eben auch dieser Seeweg durch die Schären bis nach Estland; übrigens direkt nach einer Wegbeschreibung von Ribe nach Akkum, weit im Orient. Der schwedische Tourismusverband hatte in den 90ern jedenfalls versucht, König Valdemars Reiseroute touristisch zu vermarkten. Aber der Zugang ist von Land oft schwierig und von See nur mit kleinen Booten sinnvoll und so geriet das Projekt dann wieder in Vergessenheit. Auch fand ich in der Übersetzung der Route einige Ungereimtheiten und beschloss mehr Informationen einzuholen.  Zunächst schrieb ich an mehrere schwedische Tourismusverbände und an das dänische Nationalarchiv in dessen Besitz sich das alte Buch befindet. Aus Schweden erhielt ich eine Menge an nützlichen Informationen und aus Kopenhagen sogar eine Einladung zum Besuch des Archivs, samt einer Drehgenehmigung. Die interessanteste Information war aber wohl, das dieser Seeweg schon viel länger existiert, aber hier das erste Mal überhaupt aufgeschrieben wurde. Und damit war die Brücke zu den Wikingern geschlagen, die noch gute 200 Jahre vor dem Eintrag im Buch hier ebenfalls unterwegs waren. Jetzt wurde es richtig spannend. Sollte es wirklich möglich sein mit meinem Segelschiff auf alten Wikingerrouten zu reisen. Der nächste Schritt war daher eine deutliche Verbesserung meines Videoequipments – ich wollte dort ja nicht als Amateur erscheinen – und vor allem dessen Bedienung. Stundenlang schaute ich Videotutorials und probierte herum, bis ich mich sicher genug für den Dreh fühlte. Und schon 3 Wochen später nahm ich die Fähre in den Norden. Doch davon mehr in der nächsten Folge.

Möchtest du diese Dokumentation unterstützen? Dann beteilige dich hier am Crowdfunding für den Film  

IKEA-Besuch – Wie kommt man auf die Idee zu einem Reisefilm wie "Salz und Erde"?

Seit zwei Jahren will ich wieder auf große Tour, nur fehlte mir immer noch die zündende Idee für einen Film. Einfach nur wieder eine Auszeit zu machen, wäre mir dieses Mal zu wenig. Ich wollte mehr. Und dann stand ich bei IKEA und blätterte in der Deko, während die Familie nach Möbeln suchte. Und fand einen Bildband über die Schären. Genau mein Thema. Und irgendwie wusste ich ja bereits, das mich diese felsige Landschaft für immer gepackt hat. Ja, geradezu süchtig gemacht hat. Irgendwo in dem englischen Text stand etwas von „King Valdemars Sailing Route“. Ich merkte mir das im Hinterkopf und bemühte dann ein paar Tage später Google. Und schon nach den ersten Einträgen wusste ich, das ich meine Reise gefunden hatte. Im 13. Jhdt. hatte der damalige dänische König Valdemar ein von Mönchen handgeschriebenes Buch anfertigen lassen um Informationen über sein damals riesiges Reich festzuhalten. Grenzen, Bewohner, Steuern und eben auch dieser Seeweg durch die Schären bis nach Estland; übrigens direkt nach einer Wegbeschreibung von Ribe nach Akkum, weit im Orient. Der schwedische Tourismusverband hatte in den 90ern jedenfalls versucht, König Valdemars Reiseroute touristisch zu vermarkten. Aber der Zugang ist von Land oft schwierig und von See nur mit kleinen Booten sinnvoll und so geriet das Projekt dann wieder in Vergessenheit. Auch fand ich in der Übersetzung der Route einige Ungereimtheiten und beschloss mehr Informationen einzuholen.  Zunächst schrieb ich an mehrere schwedische Tourismusverbände und an das dänische Nationalarchiv in dessen Besitz sich das alte Buch befindet. Aus Schweden erhielt ich eine Menge an nützlichen Informationen und aus Kopenhagen sogar eine Einladung zum Besuch des Archivs, samt einer Drehgenehmigung. Die interessanteste Information war aber wohl, das dieser Seeweg schon viel länger existiert, aber hier das erste Mal überhaupt aufgeschrieben wurde. Und damit war die Brücke zu den Wikingern geschlagen, die noch gute 200 Jahre vor dem Eintrag im Buch hier ebenfalls unterwegs waren. Jetzt wurde es richtig spannend. Sollte es wirklich möglich sein mit meinem Segelschiff auf alten Wikingerrouten zu reisen. Der nächste Schritt war daher eine deutliche Verbesserung meines Videoequipments – ich wollte dort ja nicht als Amateur erscheinen – und vor allem dessen Bedienung. Stundenlang schaute ich Videotutorials und probierte herum, bis ich mich sicher genug für den Dreh fühlte. Und schon 3 Wochen später nahm ich die Fähre in den Norden. Doch davon mehr in der nächsten Folge.

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Der einsame Seemann – Offizielles Video

Für das Video zum Song „Der einsame Seemann“ haben John Barron und ich extra auf der MS Nocke angeheuert und sind mit ihr um die Welt gefahren. John’s Kapitänspatent wurde in Russland gestohlen und wir verloren eine Menge Dinge auf unser Reise um die Welt. Das Video zum Seemannsgarn wurde nun offiziell veröffentlicht. Hoffe es gefällt :-)

Das Video zum Song "Der einsame Seemann" ist fertig

Nur noch 6 Tage bis zum Release des Videos zu meinem Song „Der einsame Seemann“. Am 22.12. um 2100h auf YouTube und hier auf facebook direkt live von der Video Release Party im Kemp’s English Pub in Hamburg. Es gibt nur noch ganz wenig Restplätze für diese exklusive Releaseparty mit anschliessendem Live Konzert mit John Barron, Bastian Gregor und mir. Wer noch dabei sein möchte sollte mir schnellstmöglichst eine PN schicken!!!  Link zur Veranstaltung Hier der Link zum Reinhören in den Titel: https://open.spotify.com/track/4pj9K7v9x7TBfxuzZs3M19

Ein Auftritt mit Biggs B Sonic in der JVA Neumünster

 FOTOS VERBOTEN Das war in der Tat einer der ungewöhnlichsten Auftritte des Jahres. Nur werde ich im Artikel falsch zitiert. Ich glaube leider eher an das Schlechte im Menschen, als an das Gute. Und ich glaube nicht, das man zwingend ein schlechter Mensch sein muss, um im Knast zu landen. Das Schicksal hat viele Möglichkeiten den einen oder anderen aus dem „normalen“ Leben zu katapultieren. Wenn ich für mich nicht die Musik als Lebenskonzept entdeckt hätte, weiß ich in der Tat nicht, was aus mir geworden wäre. Und die wirklich schlechten Menschen tragen meiner Meinung nach leider häufiger Krawatten als grüne Shirts. Aber lassen wir das. Was ich aber gesagt habe, und da wäre ich gerne zitiert worden, ist das Musik die Macht hat für 1-2 Stunden vergessen zu lassen, wo und wer man ist. Und so feierten Häftlinge, Wärter, Sozialarbeiter und Band gemeinsam und ohne erkennbare Unterschiede eine kleine Party, samt Gastmusikern in grünen Shirts. Selten war ein Publikum aufmerksamer und dankbarer. Danach führten die Blauen die Grünen aber wieder in den Zoo, und wir wurden mühsam aus den Mauern geschleust. Da rührt es einen schon an, wenn hinter einer dicken Glasscheibe ein Häftling zum Abschied grüßt…