Kategorie: Luvgier

Manöver für Einhandsegler – Folge 12 (plus 9 & 10) – Mit Heckanker am Steg & An- und Ablegen längsseits

VIDEO Einhand durch die Schären #12 – Vor Heckanker am Steg VIDEO Einhand durch die Schären #9 – Längsseits Anlegen VIDEO Einhand durch die Schären #10 – Längsseits Ablegen Dieses Mal gibt es drei Folgen im Paket:

In Folge 12 meiner Videoreihe zu Einhandmanövern geht es um das Festmachen an einem Steg, wenn weder Heckbojen noch Pfähle vorhanden sind. In den Schären gibt es diese Situation recht häufig auf kleinen Inseln oder in kleinen Häfen. Oder die Heckbojen sind bereits alle belegt. Dann ist es üblich sich noch an den Kopf des Steges einfach vor Heckanker zu legen. Was gibt es zu beachten und wie geht man sicher das der Anker auch hält?

In den Folgen 9 & 10 geht es um das An- und Ablegen längsseits. Eigentlich ist das einhand recht einfach (leichter geht es nur noch mit Schwimmstegen), aber gerade bei zwei dieser Manöver habe ich mir die bisher einzigen Macken in mein Gelcoat gefahren.
Siehe dazu
http://luvgier.blogspot.de/2014/11/aus-fehlern-lernen-folge-1.html
und
http://luvgier.blogspot.de/2014/11/aus-fehlern-lernen-folge-2.html
Daher poste ich diese beiden Videos hier, obwohl es sich nicht um typische Schärenmanöver handelt und auch die Ausführung nicht ganz rund läuft. Aber so ist eben die Realität und bisher bin ich mit dieser Videoreihe von Hohn und Spott verschont geblieben :-)

Generell gilt es zu beachten, das man möglichst gegen Strom und Wind anlegt (Strom hat dabei Vorrang). Sollte das nicht gewünscht sein ist beim Anlegen mit Strom und Wind immer zuerst die Achterleine zu belegen, sonst kann es zu sehr unschönen Erlebnissen kommen! Hier könnte man sich auch die Manöver mit einer Mittelklampe sehr viel einfacher machen (die gibt es auch zum mobilen Aufsetzen in die Genuaschiene). Aber zunächst war ich dafür zu geizig und mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt ohne zu arbeiten. 

Es gibt viele Handbücher für Bootsmanöver aller Art. Doch sehr wenige für Einhandsegler. So saß ich am Start meiner langen Soloreise 2014 durch die Schären ein wenig auf dem Trockenen. Ich wusste nicht wirklich, was mich dort erwartet und wie ich ohne Crew mit allen Situationen umgehen sollte. Aber so ein Schärentörn einhand wurde ja schon oft vor mir unternommen und musste also machbar sein. Von daher  verließ ich mich auf die Methode „Learning-by-doing“. Die hat am Ende funktioniert, war aber anfangs oft unschön. Denn trotz guter Vorbereitung hat man einfach immer zu wenig Zeit und zu wenig Hände. Und dabei geht es buchstäblich um Sekunden. Im Prinzip habe ich daher probiert jedes Manöver auf seine elementarsten Bestandteile herunterzubrechen und so einfach wie möglich zu halten. Und siehe da, irgendwann hatte ich meine Rezepte für alle Situationen gefunden, auch wenn dazu viel herumprobieren gehörte. Und so konnte ich dann am Ende auch endlich Einhand an einer Schäre anlegen. Ein Szenario welches mir anfangs kaum alleine zu bewältigen schien. Schon während der Reise habe ich angefangen meine Manöverrezepte auch auf Video festzuhalten. Zunächst wollte ich diese in meinen Film „Zeitmillionär“ integrieren, das hätte den Film aber extrem lang gemacht und auch sehr speziell für Nichtsegler.  Filmtrailer „Zeitmillionär“ Daher habe ich nun, zusammen mit ein paar zusätzlichen Erklärungen auf dem Trockenen, eine Reihe von Videos erstellt, die sich speziell an Einsteiger im Einhandsegeln und an potenzielle Schärensegler richten. Und diesen dabei helfen soll, ihren eigenen Stil zu finden. Denn mit Sicherheit hat jeder Segler sein eigenes Rezept und so sind diese Videos auch nicht als Lehrvideos zu verstehen, sondern nur als Anregungen. Jedes Boot und jeder Mensch ist anders. Ich bin mit diesen Methoden jedenfalls einhand heil durch über einhundert Häfen und fünfzig Schleusen gekommen. Aber auch für Segler, die mit Crew unterwegs sind, kann es nicht schaden sich auch einmal mit Einhandmanövern zu beschäftigen. Man kann ja nie wissen, in was für Situationen man gerät. Aus Zeitgründen, und da es alles andere als einfach ist sich bei den Einhandmanövern auch noch selbst zu filmen, sind die Elemente teils etwas wild zusammengeschnitten und wackelig. Geben aber damit auch gut die zeitkritischen Situationen an Bord wieder und sind auch noch vollkommen kostenlos. Übrigens: Den Film Zeitmillionär gibt es als Download oder DVD hier https://millemari.de/zeitmillionaer-von-claus-aktoprak/ http://shop.segel-filme.de/zeitmillionar-komplett-hd-filmdownload-bundle.html

CD Releaseparty "Zeitmillionär" am 29.6.2016, 19:30h in Hamburg


Nach knapp 2 Jahren Arbeit wird meine erste eigene CD nun endlich veröffentlicht. 19 Songs die ich während meiner 6 monatigen Auszeit auf einem Segelboot, beeinflusst vom Jahrhundertsommer auf der Ostsee und vielen Reisen in die USA, komponiert habe. Eingespielt wurden die Songs nach meiner Rückkehr von sage und schreibe 30 internationalen Musikern in Hamburg . Das Album wurde in Folge noch sehr liebevoll gemischt und gemastert um alle Nuancen dieser handgemachten und sehr aufwändigen Studioproduktion hörbar zu machen. Ab Anfang Juli wird die CD nun im Handel sein. Und um das gebührend zu feiern lädt mein Label woold records am 29.6.2016 zu einer großen Party ins Cafe Prüsse direkt an der Alster ein. Denn meine Musik gehört einfach ans Wasser. 

  
Was erwartet euch?

– Zunächst natürlich die erste öffentliche Performance vieler Titel der CD auf einer Bühne direkt über der Alster. Von den 6 Sängerinnen und Sängern, die auf dem Album mitgewirkt haben, werden 4 an dem Abend zu hören und zu sehen sein. Plus viele der an der Produktion beteiligten Musiker. Jeder Songwriter träumt wohl davon seine Songs endlich einmal vor großem Publikum präsentieren zu dürfen, und mir geht es natürlich nicht anders. Dazu dann noch die Atmosphäre eines hoffentlich wunderschönen Sommerabends an der Alster. Gänsehautmomente garantiert!   – In der zweiten Performance des Abends wird dann live gerockt. Zu meinen engsten „Friends“ zählt auch die energetische und gut gebuchte Rockabilly Band „BiggsBSonic“, bei der ich den Kontrabass bearbeite. Ebenfalls mit einer eigenen CD am Start bildet diese Formation dann bei Bedarf das musikalische Rückgrat meiner Live Auftritte. Jeweils ergänzt durch weitere „Friends“. Und da von denen an diesem Abend ja jede Menge anwesend sind, kann man einzigartige musikalische Erlebnisse und Kombinationen erwarten.  – Dann möche ich noch einige Ausschnitte aus dem Film „Zeitmillionär“ zeigen, die dazu motivieren sollen auch endlich einmal seine Träume zu leben und sein altes Leben für einige Monate zu verlassen. Gewissermaßen eine Kurzanleitung zum Aussteigen.  – Wer dazu noch Fragen an mich hat, allgemeiner oder auch speziell seglerischer Natur, kann diese am Eingang auf einen Zettel schreiben und sie werden im Laufe das Abends dann beantwortet.
– Dazu gibt es natürlich die leckeren Gerichte und Getränke auf der Karte des Cafe Prüsse plus die einmalige Aussicht auf die Alster.


Die ganze Feier ist bewusst öffentlich gehalten und kostet keinen Eintritt, denn sie soll eine echte Einladung für alle Interessenten sein. Dafür können jedoch keine Plätze reserviert werden und frühes Erscheinen sichert die besten Aussicht.

Manöver für Einhandsegler – Folge 7 & 8 & 11 – Wenden, Beiliegen & Ankern

VIDEO Einhand durch die Schären #7 – Wenden VIDEO Einhand durch die Schären #8 – Beiliegen

 
VIDEO Einhand durch die Schären #11 – Ankern In Folge 7 meiner Videoreihe zu Einhandmanövern geht es um das Wenden. Beim Wenden gibt es eigentlich nur sehr wenig zu beachten, aber man kann sich einhand auch hier die Arbeit etwas erleichtern. Jeder erfahrene Segler oder gar Regattasegler wird mich hier sicher auslachen, vor allem wegen des dummen Gesichts  gegen Ende des Clips, als überraschend eine Bö einfällt und mich kameralässig auf der falschen Seite sitzend, die Pinne merkwürdig in der Hand erwischt und schön aufschreckt. Aber das ist eben die Realität :-)

In Folge 8 geht es um das Beiliegen. Dieses Manöver ist mittlerweile zu einem Standardmanöver bei mir geworden, bringt es bei viel Wind und Welle doch ganz wunderbar Ruhe (zum Beispiel für das Reffen) ins Boot und das ist einhand stets willkommen.

Folge 11 ziehe ich einfach mal etwas vor. Hier geht es um das Ankern, welches sich einhand vom Ablauf nicht wesentlich von einem Crewmanöver unterscheidet. Aber es gibt eben auch hier ein paar Dinge zu beachten um alleine zurechtzukommen. Es gibt viele Handbücher für Bootsmanöver aller Art. Doch sehr wenige für Einhandsegler. So saß ich am Start meiner langen Soloreise 2014 durch die Schären ein wenig auf dem Trockenen. Ich wusste nicht wirklich, was mich dort erwartet und wie ich ohne Crew mit allen Situationen umgehen sollte. Aber so ein Schärentörn einhand wurde ja schon oft vor mir unternommen und musste also machbar sein. Von daher  verließ ich mich auf die Methode „Learning-by-doing“. Die hat am Ende funktioniert, war aber anfangs oft unschön. Denn trotz guter Vorbereitung hat man einfach immer zu wenig Zeit und zu wenig Hände. Und dabei geht es buchstäblich um Sekunden. Im Prinzip habe ich daher probiert jedes Manöver auf seine elementarsten Bestandteile herunterzubrechen und so einfach wie möglich zu halten. Und siehe da, irgendwann hatte ich meine Rezepte für alle Situationen gefunden, auch wenn dazu viel herumprobieren gehörte. Und so konnte ich dann am Ende auch endlich Einhand an einer Schäre anlegen. Ein Szenario welches mir anfangs kaum alleine zu bewältigen schien. Schon während der Reise habe ich angefangen meine Manöverrezepte auch auf Video festzuhalten. Zunächst wollte ich diese in meinen Film „Zeitmillionär“ integrieren, das hätte den Film aber extrem lang gemacht und auch sehr speziell für Nichtsegler.  Filmtrailer „Zeitmillionär“ Daher habe ich nun, zusammen mit ein paar zusätzlichen Erklärungen auf dem Trockenen, eine Reihe von Videos erstellt, die sich speziell an Einsteiger im Einhandsegeln und an potenzielle Schärensegler richten. Und diesen dabei helfen soll, ihren eigenen Stil zu finden. Denn mit Sicherheit hat jeder Segler sein eigenes Rezept und so sind diese Videos auch nicht als Lehrvideos zu verstehen, sondern nur als Anregungen. Jedes Boot und jeder Mensch ist anders. Ich bin mit diesen Methoden jedenfalls einhand heil durch über einhundert Häfen und fünfzig Schleusen gekommen. Aber auch für Segler, die mit Crew unterwegs sind, kann es nicht schaden sich auch einmal mit Einhandmanövern zu beschäftigen. Man kann ja nie wissen, in was für Situationen man gerät. Aus Zeitgründen, und da es alles andere als einfach ist sich bei den Einhandmanövern auch noch selbst zu filmen, sind die Elemente teils etwas wild zusammengeschnitten und wackelig. Geben aber damit auch gut die zeitkritischen Situationen an Bord wieder und sind auch noch vollkommen kostenlos. Übrigens: Den Film Zeitmillionär gibt es als Download oder DVD hier https://millemari.de/zeitmillionaer-von-claus-aktoprak/ http://shop.segel-filme.de/zeitmillionar-komplett-hd-filmdownload-bundle.html

Manöver für Einhandsegler – Folge 6 – Anlegen an Auslegern bei Nacht

VIDEO Einhand durch die Schären #6 – Anlegen an Auslegern bei Nacht

In Folge 6 meiner Videoreihe zu Einhandmanövern geht es um das An- und Ablegen an Metallauslegern. Man findet diese in Schweden hin und wieder mal, an der Ostsee aber recht selten z.B.: in Burgstaaken. Die Manöver sind nicht so spektakulär, so das ich den Hafen bei Nacht angelaufen bin. Man sieht dabei dann sehr schön ein Richtfeuer zur Navigation und die Notwendigkeit eines Handstrahlers um die unbeleuchteten Bojen zu finden.  Es gibt viele Handbücher für Bootsmanöver aller Art. Doch sehr wenige für Einhandsegler. So saß ich am Start meiner langen Soloreise 2014 durch die Schären ein wenig auf dem Trockenen. Ich wusste nicht wirklich, was mich dort erwartet und wie ich ohne Crew mit allen Situationen umgehen sollte. Aber so ein Schärentörn einhand wurde ja schon oft vor mir unternommen und musste also machbar sein. Von daher  verließ ich mich auf die Methode „Learning-by-doing“. Die hat am Ende funktioniert, war aber anfangs oft unschön. Denn trotz guter Vorbereitung hat man einfach immer zu wenig Zeit und zu wenig Hände. Und dabei geht es buchstäblich um Sekunden. Im Prinzip habe ich daher probiert jedes Manöver auf seine elementarsten Bestandteile herunterzubrechen und so einfach wie möglich zu halten. Und siehe da, irgendwann hatte ich meine Rezepte für alle Situationen gefunden, auch wenn dazu viel herumprobieren gehörte. Und so konnte ich dann am Ende auch endlich Einhand an einer Schäre anlegen. Ein Szenario welches mir anfangs kaum alleine zu bewältigen schien. Schon während der Reise habe ich angefangen meine Manöverrezepte auch auf Video festzuhalten. Zunächst wollte ich diese in meinen Film „Zeitmillionär“ integrieren, das hätte den Film aber extrem lang gemacht und auch sehr speziell für Nichtsegler.  Filmtrailer „Zeitmillionär“ Daher habe ich nun, zusammen mit ein paar zusätzlichen Erklärungen auf dem Trockenen, eine Reihe von Videos erstellt, die sich speziell an Einsteiger im Einhandsegeln und an potenzielle Schärensegler richten. Und diesen dabei helfen soll, ihren eigenen Stil zu finden. Denn mit Sicherheit hat jeder Segler sein eigenes Rezept und so sind diese Videos auch nicht als Lehrvideos zu verstehen, sondern nur als Anregungen. Jedes Boot und jeder Mensch ist anders. Ich bin mit diesen Methoden jedenfalls einhand heil durch über einhundert Häfen und fünfzig Schleusen gekommen. Aber auch für Segler, die mit Crew unterwegs sind, kann es nicht schaden sich auch einmal mit Einhandmanövern zu beschäftigen. Man kann ja nie wissen, in was für Situationen man gerät. Aus Zeitgründen, und da es alles andere als einfach ist sich bei den Einhandmanövern auch noch selbst zu filmen, sind die Elemente teils etwas wild zusammengeschnitten und wackelig. Geben aber damit auch gut die zeitkritischen Situationen an Bord wieder und sind auch noch vollkommen kostenlos. Übrigens: Den Film Zeitmillionär gibt es als Download oder DVD hier https://millemari.de/zeitmillionaer-von-claus-aktoprak/ http://shop.segel-filme.de/zeitmillionar-komplett-hd-filmdownload-bundle.html

Limitierte Frühbestellerversion des Albums "The Sailing Bassman & Friends"

Voller Stolz verschicke ich gerade die ersten handsignierten Exemplare meines Albums „Zeitmillionär – The Sailing Bassman & Friends“. 2 Jahre Arbeit, 19 Titel, 30 internationale Musiker, 60 Studiotage. Ein riesengroßer Traum wird damit war, und wer mich kennt, weiß wie viel Leidenschaft und Energie ich in dieses Produkt gesteckt habe. Die Musik ist inspiriert von meiner Zeit auf dem Wasser und von meinen Reisen durch Amerika samt meinem Hang zu Country, Rockabilly und Blues. Zusammen mit meinem Label woold records in Hamburg planen wir nun den „offiziellen“ CD-Release samt einer coolen Veröffentlichungsparty vorraussichtlich am 29.6. in Hamburg.  Wieso verschicke ich denn dann jetzt schon CDs, obwohl diese ja eigentlich „offiziell“ erst nach dem Release verfügbar sind? Da ich bereits viele Anfragen für die CD habe und die Fertigstellung sich aus Gründen immer weiter nach hinten verschoben hatte, haben wir uns zu einer limitierten Version für Frühbesteller entschieden. So können nun die ersten 50 Exemplare der CD zusammen mit „Seriennummer“ und persönlicher Signatur zum Preis von €15.- zzgl. Versand direkt bei mir bestellt werden. Die CDs für die Frühbesteller gehen dann sofort in den Versand und sind somit einen Monat vorher im CD oder mp3-Player! Und als weiteres Dankeschön für das lange Warten gibt es dazu spezielle VIP Tickets mit 10% reduziertem Preis und einem Freigetränk für die Veröffentlichungsparty in Hamburg.  Dort wird neben einer Vorführung eines Teils meines Filmes „Zeitmillionär“ auch ein Großteil der 30 beteiligten Musiker anwesend sein. Wir werden natürlich Songs aus dem Album performen. Ich stehe für jede Menge Fragen zur Verfügung. Und es wird natürlich auch noch viel Live-Musik mit den großartigen Jungs von BiggsBSonic (inkl. mir am Bass) geben. Und wo so viele Musiker anwesend sind, wird sich sicher auch noch auf der Bühne viel Überraschendes und in dieser Form Einmaliges ergeben. Ich kann es grad selbst kaum abwarten, wo ich diese Zeilen schreibe :-)

Die genaue Location in Hamburg steht noch nicht fest, wir haben aber bereits ein paar sehr gute Ideen und seit gestern auch einen sehr kompetenten Berater an unserer Seite! Als Termin haben wir den 29.6. fest im Auge, denn er ist EM-spielfrei. Die Anzahl der Plätze ist auf jeden Fall begrenzt, so das frühes Reservieren angebracht ist.

Interessenten an der Frühbestellerversion der CD (30 sind jetzt noch über) oder an Tickets für die CD-Releaseparty (Die Plätze werden reserviert, die Tickets für €10.- werden aber erst vor Ort bezahlt) wenden sich bitte direkt an mich unter: [email protected] oder via facebook!

Manöver für Einhandsegler – Folge 4 & 5 – An- und Ablegen in einer Box

VIDEO Einhand durch die Schären #4 – Anlegen in einer Box

VIDEO Einhand durch die Schären #5 – Ablegen aus einer Box In Folge 4 & 5 meiner Videoreihe zu Einhandmanövern geht es um das An- und Ablegen in einer Box. In Schweden recht selten, sind sie aber in Dänemark und an der deutschen Ostseeküste quasi Standard. Gerade einhand und bei Wind ist es immer etwas tricky hier gute Manöver hinzuzaubern. Der Trick liegt wieder einmal in der Vorbereitung und vor allem darin, nicht zu lange mit dem Überlegen der Heckleinen zu warten, sondern dieses bereits mittschiffs zu machen um wertvolle Sekunden zu gewinnen…doch seht selbst! Es gibt viele Handbücher für Bootsmanöver aller Art. Doch sehr wenige für Einhandsegler. So saß ich am Start meiner langen Soloreise 2014 durch die Schären ein wenig auf dem Trockenen. Ich wusste nicht wirklich, was mich dort erwartet und wie ich ohne Crew mit allen Situationen umgehen sollte. Aber so ein Schärentörn einhand wurde ja schon oft vor mir unternommen und musste also machbar sein. Von daher  verließ ich mich auf die Methode „Learning-by-doing“. Die hat am Ende funktioniert, war aber anfangs oft unschön. Denn trotz guter Vorbereitung hat man einfach immer zu wenig Zeit und zu wenig Hände. Und dabei geht es buchstäblich um Sekunden. Im Prinzip habe ich daher probiert jedes Manöver auf seine elementarsten Bestandteile herunterzubrechen und so einfach wie möglich zu halten. Und siehe da, irgendwann hatte ich meine Rezepte für alle Situationen gefunden, auch wenn dazu viel herumprobieren gehörte. Und so konnte ich dann am Ende auch endlich Einhand an einer Schäre anlegen. Ein Szenario welches mir anfangs kaum alleine zu bewältigen schien. Schon während der Reise habe ich angefangen meine Manöverrezepte auch auf Video festzuhalten. Zunächst wollte ich diese in meinen Film „Zeitmillionär“ integrieren, das hätte den Film aber extrem lang gemacht und auch sehr speziell für Nichtsegler.  Filmtrailer „Zeitmillionär“ Daher habe ich nun, zusammen mit ein paar zusätzlichen Erklärungen auf dem Trockenen, eine Reihe von Videos erstellt, die sich speziell an Einsteiger im Einhandsegeln und an potenzielle Schärensegler richten. Und diesen dabei helfen soll, ihren eigenen Stil zu finden. Denn mit Sicherheit hat jeder Segler sein eigenes Rezept und so sind diese Videos auch nicht als Lehrvideos zu verstehen, sondern nur als Anregungen. Jedes Boot und jeder Mensch ist anders. Ich bin mit diesen Methoden jedenfalls einhand heil durch über einhundert Häfen und fünfzig Schleusen gekommen. Aber auch für Segler, die mit Crew unterwegs sind, kann es nicht schaden sich auch einmal mit Einhandmanövern zu beschäftigen. Man kann ja nie wissen, in was für Situationen man gerät. Aus Zeitgründen, und da es alles andere als einfach ist sich bei den Einhandmanövern auch noch selbst zu filmen, sind die Elemente teils etwas wild zusammengeschnitten und wackelig. Geben aber damit auch gut die zeitkritischen Situationen an Bord wieder und sind auch noch vollkommen kostenlos. Übrigens: Den Film Zeitmillionär gibt es als Download oder DVD hier https://millemari.de/zeitmillionaer-von-claus-aktoprak/ http://shop.segel-filme.de/zeitmillionar-komplett-hd-filmdownload-bundle.html

The Sailing Bassman – Episode 30 – Die Mutprobe

Susanne Guidera vom Verlag millemari bat mich darum vor der Kamera etwas aus meinem Buch SchärenSegeln vorzulesen. Irgendwo an Bord oder so…. aber da Susanne sich so sehr für das Buch eingesetzt hatte, erschien mir das zu lasch. Daher lese ich nun in 35 Metern Höhe aus dem Mast der Rickmer Rickmers. Nur musste ich vorher dort hinaufklettern. Und da ich nicht ohne Höhenangst bin, fiel es mir alles andere als leicht. Seht selbst…

Meine Premiere als Buchautor

Soeben ist mein erstes Buch zur Reise bei millemari. erschienen. Und zeitgleich zu dessen Veröffentlichung erschien gerade das Kapitel über die Alandinseln im Magazin „SEGELN“.  Eigentlich wollte ich vor einem Jahr einfach nur lossegeln und 6 Monate Freiheit geniessen. Das daraus ein Blog, ein Buch, viele Fotos, eine Musik CD und sogar ein ganzer Film werden würde, hätte ich mir nie zu träumen gewagt. Es bestärkt mich aber nur einmal mehr darin, das man einfach irgendwann nur den ersten Schritt in eine neue Richtung gehen muss, um seinem Leben zu verändern. Es fühlt sich schon aufregend an, sich plötzlich in einem Magazin zu finden, das man selber immer schon gerne gelesen hat. Es hat richtig Spaß gemacht aus allen Bildern und Erinnerungen dieses Buch zusammenzustellen und vom Abenteuer des Segelns in den Schären (Süd-, Ost- und Westschweden, den Alandinseln und, last but not least, quer durch Schweden über den Götakanal) zu schwärmen. Auch wenn ich dieses Jahr dafür nun deutlich weniger auf dem Wasser war, hat sich die viele Arbeit auf jeden Fall gelohnt. Und ich bin natürlich auch ein wenig stolz. Mein besonderer Dank gilt dabei Susanne Guidera vom Verlag millemari. Für ihre Motivation. Für ihren Einsatz. Für ihre Ideen. Für ihre Ruhe im Sturm. Ohne Susanne wäre es wohl nur bei ein paar Schnappschüssen und ein paar facebook Postings geblieben. Neugierig? Hier kann man das Buch bestellen. http://millemari.de/schaeren-segeln/

Meine Premiere als Buchautor

Soeben ist mein erstes Buch zur Reise bei millemari. erschienen. Und zeitgleich zu dessen Veröffentlichung erschien gerade das Kapitel über die Alandinseln im Magazin „SEGELN“.  Eigentlich wollte ich vor einem Jahr einfach nur lossegeln und 6 Monate Freiheit geniessen. Das daraus ein Blog, ein Buch, viele Fotos, eine Musik CD und sogar ein ganzer Film werden würde, hätte ich mir nie zu träumen gewagt. Es bestärkt mich aber nur einmal mehr darin, das man einfach irgendwann nur den ersten Schritt in eine neue Richtung gehen muss, um seinem Leben zu verändern. Es fühlt sich schon aufregend an, sich plötzlich in einem Magazin zu finden, das man selber immer schon gerne gelesen hat. Es hat richtig Spaß gemacht aus allen Bildern und Erinnerungen dieses Buch zusammenzustellen und vom Abenteuer des Segelns in den Schären (Süd-, Ost- und Westschweden, den Alandinseln und, last but not least, quer durch Schweden über den Götakanal) zu schwärmen. Auch wenn ich dieses Jahr dafür nun deutlich weniger auf dem Wasser war, hat sich die viele Arbeit auf jeden Fall gelohnt. Und ich bin natürlich auch ein wenig stolz. Mein besonderer Dank gilt dabei Susanne Guidera vom Verlag millemari. Für ihre Motivation. Für ihren Einsatz. Für ihre Ideen. Für ihre Ruhe im Sturm. Ohne Susanne wäre es wohl nur bei ein paar Schnappschüssen und ein paar facebook Postings geblieben. Neugierig? Hier kann man das Buch bestellen. http://millemari.de/schaeren-segeln/

Fieser Nachttörn in den Heimathafen – Südseefinale

Hinaus in die Nacht. Weiter kann ich nicht sehen. Eigentlich dachte ich mein Bericht über meinen einwöchigen Törn durch die dänische Südsee wäre beendet. Das letzte Stück von der Dyvig über Sönderborg bis in die Marina Minde würde sicher nichts besonderes hergeben. Doch es kam etwas anders. Bereits gegen Mittag lief ich in Sönderborg ein, nachdem ich mich mit einem netten Hamburg Motorbootpärchen verquatscht hatte. Ja, auch so etwas kann mir mal passieren. Der Törn war sehr böig, und so beschloss ich erst einmal im Stadthafen von Sönderborg zu bleiben. Es lief eine recht starke Welle hinein, die schon auf die Verhältnisse draussen auf der Förde hinwies. Gegen 2000h kamen immer mehr Boote in den Hafen und mir wurde gleichermaßen langweilig wie übermütig. Ich beschloss daher die noch 13 Meilen bis Minde zu segeln. Macht natürlich auch immer etwas her, wenn man Diesel und Bordbeleuchtung einschaltet und alleine in die Dämmerung an allen Booten vorbei entschwindet. Doch das Hochgefühl hielt genau bis zur roten Tonne in der Ausfahrt aus dem Hafen. Die Welle dort signalisierte schon was auf mich warten würde. Und kaum hatte ich dann alle Abdeckungen verlassen wurde es stockfinster, starkwindig und es ging eine extrem hohe, teils schon brechende Welle. Zweites Reff im Groß und nur noch etwas Fock reichen schon für 30° Krängung und fast 6 Knoten Speed. Für mein Boot schon viel. Mir wurde mulmig, denn ich sah in der Dunkelheit nicht was da draussen auf mich wartet. Andererseits war Zurückkehren jetzt auch keine Option mehr. Die Wellen wurden immer höher und ich beschloss mich zunächst einmal von der Küste gut fernzuhalten. Ja, nun musste ich da durch und brachte alles ins magische Gleichgewicht des Segelns. Nur mir mir selbst wollte das nicht gelingen. Ein Schreckensszenario nach dem anderen ging mir durch den Kopf. Legerwall, Mastbruch usw. Was war denn bloß los? Was aber eigentlich immer hilft ist Singen, und so legte ich einfach los. Sofort frischte der Wind noch weiter auf, es klang wohl nicht so toll, aber nun war es mir auch irgendwie egal. Interessant wie einfach man mit Singen die Angst besiegen kann. Das ist mir schon einmal irgendwo aufgefallen….Jetzt war ich in so einer „Egal, wird schon werden Haltung“. Zumindestens solange bis mich ein gewaltiger Brecher auf die Seite warf. Gewaltig ist natürlich relativ, wenn man sich manche Videos über den Atlantik ansieht, aber mir kam es alleine im Dunkeln gewaltig vor. Kaum kam das Boot wieder hoch, rauschte auch schon der nächste Brecher herein. Was war denn hier los…war das schon Brandung? Und da ging mir auf, das ich ja Kurs über ein Flach nehme. Die sogenannte „Helts Banke“. Scheinbar fühlen die vom Wind der letzten Tage gewachsenen Wellen hier schon den 5 bis 6 Meter tiefen Grund und beginnen sich zu brechen. Also ging ich erst einmal so hoch am Wind und spitz zu den Wellen wie möglich. Bloß runter vom Flach.  Nach ein paar Minuten war der Schreck dann auch überstanden. Aber mir ist dabei auch das Singen wieder vergangen. Ich denke mit großem Respekt an die Einhandsegler die sich wochenlang mit dem Wind des Südatlantiks anlegen. Und dabei an Bord übernachten, wissend das es keinen Hafen in der Nähe gibt. Und das tage- und wochenlang. Hut ab. Ich jedenfalls kann nach 30 Minuten dann endlich immer mehr vor den Wind gehen und in die Förde hineinfahren. Das Groß zerre ich noch hinunter und habe dann nur unter Mini Fock und immer noch 6 Knoten Fahrt endlich Ruhe das Adrenalin loszuwerden.   Nur unter diesem Handtuch geht es mit 6 Knoten vor dem Wind In Minde ist ein Hafenfest in Gange und keiner registriert den einsamen Segler der sich mühsam mit einem Handscheinwerfer seinen Weg in den Hafen sucht. Fest! Jetzt nur noch unter die Dusche und ins Bett. Was war das für ein Abschlussritt einer wunderbaren Woche in Dänemark. Und wieder fühlen sich die paar Tage an wie 2 Wochen. Es ist schon fast Magie was das Segeln mit der Zeitwahrnehmung machen kann.

Fieser Nachttörn in den Heimathafen – Südseefinale

Hinaus in die Nacht. Weiter kann ich nicht sehen. Eigentlich dachte ich mein Bericht über meinen einwöchigen Törn durch die dänische Südsee wäre beendet. Das letzte Stück von der Dyvig über Sönderborg bis in die Marina Minde würde sicher nichts besonderes hergeben. Doch es kam etwas anders. Bereits gegen Mittag lief ich in Sönderborg ein, nachdem ich mich mit einem netten Hamburg Motorbootpärchen verquatscht hatte. Ja, auch so etwas kann mir mal passieren. Der Törn war sehr böig, und so beschloss ich erst einmal im Stadthafen von Sönderborg zu bleiben. Es lief eine recht starke Welle hinein, die schon auf die Verhältnisse draussen auf der Förde hinwies. Gegen 2000h kamen immer mehr Boote in den Hafen und mir wurde gleichermaßen langweilig wie übermütig. Ich beschloss daher die noch 13 Meilen bis Minde zu segeln. Macht natürlich auch immer etwas her, wenn man Diesel und Bordbeleuchtung einschaltet und alleine in die Dämmerung an allen Booten vorbei entschwindet. Doch das Hochgefühl hielt genau bis zur roten Tonne in der Ausfahrt aus dem Hafen. Die Welle dort signalisierte schon was auf mich warten würde. Und kaum hatte ich dann alle Abdeckungen verlassen wurde es stockfinster, starkwindig und es ging eine extrem hohe, teils schon brechende Welle. Zweites Reff im Groß und nur noch etwas Fock reichen schon für 30° Krängung und fast 6 Knoten Speed. Für mein Boot schon viel. Mir wurde mulmig, denn ich sah in der Dunkelheit nicht was da draussen auf mich wartet. Andererseits war Zurückkehren jetzt auch keine Option mehr. Die Wellen wurden immer höher und ich beschloss mich zunächst einmal von der Küste gut fernzuhalten. Ja, nun musste ich da durch und brachte alles ins magische Gleichgewicht des Segelns. Nur mir mir selbst wollte das nicht gelingen. Ein Schreckensszenario nach dem anderen ging mir durch den Kopf. Legerwall, Mastbruch usw. Was war denn bloß los? Was aber eigentlich immer hilft ist Singen, und so legte ich einfach los. Sofort frischte der Wind noch weiter auf, es klang wohl nicht so toll, aber nun war es mir auch irgendwie egal. Interessant wie einfach man mit Singen die Angst besiegen kann. Das ist mir schon einmal irgendwo aufgefallen….Jetzt war ich in so einer „Egal, wird schon werden Haltung“. Zumindestens solange bis mich ein gewaltiger Brecher auf die Seite warf. Gewaltig ist natürlich relativ, wenn man sich manche Videos über den Atlantik ansieht, aber mir kam es alleine im Dunkeln gewaltig vor. Kaum kam das Boot wieder hoch, rauschte auch schon der nächste Brecher herein. Was war denn hier los…war das schon Brandung? Und da ging mir auf, das ich ja Kurs über ein Flach nehme. Die sogenannte „Helts Banke“. Scheinbar fühlen die vom Wind der letzten Tage gewachsenen Wellen hier schon den 5 bis 6 Meter tiefen Grund und beginnen sich zu brechen. Also ging ich erst einmal so hoch am Wind und spitz zu den Wellen wie möglich. Bloß runter vom Flach.  Nach ein paar Minuten war der Schreck dann auch überstanden. Aber mir ist dabei auch das Singen wieder vergangen. Ich denke mit großem Respekt an die Einhandsegler die sich wochenlang mit dem Wind des Südatlantiks anlegen. Und dabei an Bord übernachten, wissend das es keinen Hafen in der Nähe gibt. Und das tage- und wochenlang. Hut ab. Ich jedenfalls kann nach 30 Minuten dann endlich immer mehr vor den Wind gehen und in die Förde hineinfahren. Das Groß zerre ich noch hinunter und habe dann nur unter Mini Fock und immer noch 6 Knoten Fahrt endlich Ruhe das Adrenalin loszuwerden.   Nur unter diesem Handtuch geht es mit 6 Knoten vor dem Wind In Minde ist ein Hafenfest in Gange und keiner registriert den einsamen Segler der sich mühsam mit einem Handscheinwerfer seinen Weg in den Hafen sucht. Fest! Jetzt nur noch unter die Dusche und ins Bett. Was war das für ein Abschlussritt einer wunderbaren Woche in Dänemark. Und wieder fühlen sich die paar Tage an wie 2 Wochen. Es ist schon fast Magie was das Segeln mit der Zeitwahrnehmung machen kann.

Warum ich so gerne einhand segle – Südseetage 4&5

Gestern abend stolperte ich in Faaborg auf meinem Laptop über die „Einhandbibel“ von Andrew Evans. Neben unzähligen Tipps (unter anderem zur Wahl des richtigen Einhandbootes; ich habe da alles instinktiv richtig gemacht) sinniert er aber auch seitenlang über das Einhandsegeln. Und schreibt sinngemäß: „Wenn man ein Segelboot nicht alleine fortbewegen könnte, würde ich mir wohl ein anderes Hobby suchen“. Das trifft für mich den Nagel auf den Kopf. Klar macht es Spaß mit anderen unterwegs zu sein, aber das Gefühl geht nie so tief und intensiv wie beim Alleinesegeln. Andrew hat dafür viele Erklärungen, aber am Ende stehen zwei Gründe über allen anderen. Zum einen ist man ist niemals emotional so offen, wenn jemand dabei ist. Zum anderen geht es um das Gefühl die Verantwortung für alle Entscheidungen vollkommen alleine zu tragen. Mit allen Konsequenzen und Folgen, die diese dann nach sich ziehen. Man kann sich nicht abstimmen, oder jemand um Rat oder Hilfe bitten. Draußen auf See muss man da alleine durch.  Wenn alles glatt läuft, ist das natürlich unspektakulär, wenn es aber stürmt und Welle läuft, geht es ins Eingemachte. Dann muss man sich zur Ruhe zwingen und auf seine Fähigkeiten vertrauen. Da nützt kein Jammern und Wegducken. Und man findet dabei heraus, ob man der Typ Mensch ist, der man gerne sein möchte. Und nimmt sehr viel von diesem Selbstvertrauen mit ins „reale“ Leben. Und wenn man dann nach so einem Tag die Leinen festmacht, fühlt man sich 4 Köpfe größer und innerlich im Gleichgewicht. Ich liebe dieses Gefühl. Auch wenn einem bei der Ankunft niemand die überstandenen Strapazen ansieht, sie bleiben für immer im Herzen. Und gerade vorhin hatte ich wieder so ein Erlebnis. Doch der Reihe nach: Nach einem Frühstück samt Meerblick im Handelshafen von Aerosköping machten wir unsere beiden Boote seeklar und liefen Kurs Faaborg. Vorher stimmten wir noch die Routen und die Wegpunkte ab, da es mehrere Möglichkeiten gibt dort in den Hafen zu gelangen. Umso mehr überraschte mich der Funkruf, das Alois auf einer Sandbank bei der Auffahrt sitzt. Sein Pinnenpilot hatte sich beim Setzen der Segel abgeschaltet und dann ging es sehr schnell. Nach einem 180° Grad Törn überlegte ich bereits, wie ich ihm helfen sollte, da sah ich aber schon den Tender einer Megayacht zur Hilfe kommen. Als ich dann bei ihm war war er bereits freigeschleppt und wieder in tiefem Wasser. Es ging an Avernakös Ostküste vorbei und dem dort vorgelagerten Riff aus Steinen. Mein Blick zurück zeigt ihn wieder ausserhalb des Tonnenstriches mit direktem Kurs auf das Riff. Hier würde es bei dem Speed nicht beim Aufsetzen bleiben. Mein Warnruf über Funk wird erhört und er korrigiert den Kurs um dann hoch am Wind zu verhungern und weiter auf das Riff zu treiben. „Fahr eine Wende….jetzt sofort!!!!!!!“. Rufe ich ins Mikrofon. Er hört mich und kommt endlich auf Abstand zu den Steinen. Mann, Mann, Mann. Keine Wunder das ich gerne alleine segel. Faaborg ist mit achterlichen Winden schnell erreicht und wir gehen auch hier in den Handelshafen. Diese ziehe ich JEDER Marina vor. Alles etwas gammelig und fischig, da fühle ich mich gleich zuhause nach 4 Tagen auf See :-)   Faaborg kommt näher Ich kann nicht an mich halten und halte Alois eine Standpauke über Seemannschaft, Theorie und Sorgfalt. Er reagiert überrascht. Aber ich will ja nicht besserwisserisch sein, mache mir nur so meine Sorgen um ihn und sein Boot. Scheuerleiste kaputt, Ruderwelle krumm…wenn das so weitergeht wir das Winterlager teurer als das Boot. Die Stimmung ist danach etwas getrübt und auf dem Weg zum Hafenautomaten denke ich über meine Anfänge nach. Aufgelaufen in Holland und in der Schlei, Fastkollision mit einer Hafenfähre auf der Elbe, sich öfnennde Wantenspanner, ungereffte Starkwindfahrten und noch vieles mehr kommt mir in den Sinn. Aber das ist wohl auch ein Teil des Einhandsegelns. Es schaut einem keiner über die Schulter und gibt Ratschläge. Man muss alle Fehler selber machen und Erfahrungen auch aus Fehlschlägen sammeln. Und am Ende: Wird man so ein besserer Segler, als durch viele Ausbildungstörns in einer Gruppe? Keine Ahnung, auf jeden Fall ein selbstständigerer Segler. Der sich mit allen Aspekten des Fahrtensegelns auskennen muss, da er sich eben nicht auf Experten verlassen kann. Oder sich nur an seinen Stärken orientiert und dann immer dabei bleibt. Faaborg ist eine tolle Stadt, wir laufen kreuz und quer, aber der Sinn einer Segelreise liegt irgendwie auf dem Wasser und nicht an Land.    „Wahrzeichen Faaborgs“  Mann mit Kuh….häh?  Rauchringe aus Diesel Handelshafenatmo Und damit geht es von Faaborg über den Kleinen Belt zurück auf das Festland. Und schon wieder heisst es Entscheidungen zu treffen, denn es gibt eine Sturmwarnung. Wann fahre ich los, wohin, welche Route welche Besegelung. All das wird mich unterwegs einholen. Gegen Mittag soll es erst richtig auffrischen, also heißt es sehr früh loszufahren. Um 0600h treffe ich Alois im Sanitärgebäude, der eigentlich ausschlafen wollte. Heute trennen sich unsere Wege. Er will nach Schleimünde, ich in die Dyvik.Aber er empfängt mich so früh mit Fragen nach der besten Route und den Tonnen und so weiter. Scheint ja doch geholfen zu haben :-) Ich binde das zweite Reff ins Groß. Vor dem Wind laufe ich mit meiner großen Rollgenua sowieso Rumpfgeschwindigkeit, und falls es sehr windig wird oder ich einen anderen Kurs fahren muss, kann ich mir das Reffen auf See sparen.  Abendrot trotz Schlechtwettervorhersage  Faaborg bleibt zurück und es geht durch die Ausläufer der dänischen Südsee Mit viel Rückenwind rausche ich über den Belt, dann entwickelt sich aber eine miese, steile Kreuzsee. Ich muss vor dem Wind kreuzen, um nicht versehentlich durchzuhalsen und freue mich nun über mein Reff. Und dann kommt so ein Moment der das Einhandsegeln so schön macht. Kommt der Regen vor dem Wind….naja, Wind ist relativ. Es bläst ja eh schon die ganze Zeit stark. Eine Hammerböe folgt ca. 5 Minuten nach einem heftigen Regenschauer und drückt mich brutal auf das Wasser. Was mich früher vor Schreck gelähmt hätte, wird nun kurz analysiert. Groß auf, und zuviel Fock. Ich habe mir angewöhnt in diesen Situationen alles ganz bewusst sehr langsam und bedächtig zu machen. Hektik führt nämlich nur dazu Leinen aus der Hand gleiten zu lassen, sich zu verheddern oder zu anderen Pannen. Und das was man eigentlich schnell machen wollte, wird doppelt gemacht und dauert so viel länger. Inzwischen schaffe ich es die Krängung, das Knattern der Segel und das Getöse des Windes komplett auszublenden und meine Prioritätenliste im Kopf ruhig Schritt um Schritt abzuarbeiten. Es sieht bestimmt von außen immer noch eilig aus, aber ich mache jede Bewegung bewusst so langsam, das ich sie nur einmal machen muss. Großschot los. Boot etwas weiter vor den Wind um den Druck aus der Fock zu bekommen. Rollreffleine los und in die rechte Hand. Fockschot los und in die linke Hand. Die Krängung geht aus dem Boot, aber die Fock knattert und knallt. Lose in die Schot und einrollen. Fockschot wieder belegen und holen. Das Segel beruhigt sich. Die Böe verliert an Kraft. Man kann kaum ein paar Meter weit sehen im Regen, der eimerweise angeweht kommt. Ich war darauf vorbereitet und habe Steckschotten bereit und bringe das Tablet in Sicherheit. Schon fühlt sich das Boot wieder stabil an. Autopilot an und auf dem Vordeck die Fockschoten entwirren, die sich wild vertüdelt haben. Alles im Griff und ohne Panik und Angst. Yessss…  Es wird langsam ungemütlich Opfer des Windes – mein Hamburgwimpel Auf den Booten in Sichtweite gehen überall die Segel runter und der Diesel an. Nichts da, ich ziehe das jetzt durch und nach einer langen Kreuz in die Dyvik sitze ich nun voller Stolz hier und schreibe diese Zeilen. Schon mit einer Person an Bord wäre das ganz anders gelaufen. Ich fühle mich dann verantwortlich und muss Kommandos geben, was mich am klaren Denken hindert. Und so fühle ich mich wieder ein Stück gewachsen als Seemann. Auch wenn ich mir sicher bin, das da draussen schon die Gefahr lauert, der ich nicht gewachsen bin. Die mich kleinkriegen wird. Aber das wird mich nicht daran hindern, doch immer wieder aufs Neue ganz alleine auszulaufen. Und hoffentlich stolz zurückzukehren.    Die immer ruhige Dyvig