Kategorie: Blogs

Das gestrige Sturmtief "Hortense" über Mallorca: Sind Stürme über dem Mittelmeer heftiger?

Es ist nur ein eineinhalbminütiges Video vom Dach eines Gebäudes auf Mallorca. Aber es zeigt in eindrucksvoll und lehrbuchhaft den nur etwa eineinhalb Minuten dauernden Aufzug einer zyklonalen Zelle auf dem Meer, wie ihn auch Lin und Larry Pardey in ihrem HANDBUCH STURMTAKTIK beschreiben. Gut erkennbar sind in dem kurzen Video ganz klar die typischen Merkmale und einzelnen Phasen dieses klassischen Kaltluftausbruchs am Freitag 22.1.2021 Mittag über dem 16 Grad warmen Mallorca: • Der unglaublich schnelle Heranzug der Front von Nordwesten • die typischen grauen „Kaltluft-Fahnen“ vor der Front der heranziehenden Gewitterwolken, die starke Fallböen ankündigen. • Ebenso typisch: Das Einsetzen von heftigem Regen, bevor Böen bis 120 km/h wehten – getreu der alten Skipperweisheit:  „Kommt der Wind vor Regen: Skipper kann sich schlafen legen. Kommt der Regen vor dem Wind: Skipper, Birg die Segel geschwind!“ über die ich oft in meinen Büchern schrieb. Wie kam das Unwetter zustande? Kam „Hortense“ überraschend? Konnte man Sturmtief „Hortense“ schon vorher in den Wetterkarten ausmachen? Auf den Wetterradar-Karten von WETTERONLINE kann man den Ablauf gut erkennen. Und wer die Wetterkarten verfolgte, konnte in sechs-Stunden-Schritten die Intensivierung des Tiefruckgebiets miterleben: Donnerstag Nacht, 21.1. erreicht Sturmttief „Hortense“ von Nordwesten heranziehend mit reichlich Kaltluft im Schlepp das spanische  Festland an der Costa da Muerte bei A Coruña in der Biskaya und mutiert in den frühen Morgenstunden des Freitag über dem spanischen Festland zwischen Madrid und den Pyrenäen zur Gewitterfront: Auf dem Weg südostwärts Richtung Balearen gewinnt die Front, die nun von der portugiesischen Grenze bis Zentralfrankreich reicht, weiter an Kraft: Gegen 9.00 Uhr am Freitagmorgen erreicht die Unwetterfront die Mittelmeerküste zwischen Valencia and Barcelona – und legt buchstäblich in Windeseile in nur 2 Stunden die 120 Seemeilen zwischen dem Festland und den Baleareninseln zurück, was dann zu dem im Video ganz oben zu sehenden schnellen und heftigen Frontdurchgang führt: Damit sich eine derartige Wetterküche wie Sturmtief „Hortense“ zusammenbraut, braucht es wie im menschlichen Leben vor allem eins – Differenzen. Beim Wetter vor allem Temperatur-Differenzen:: Kaltluft aus polaren Regionen mit 0° trifft um die Mittagszeit über Mallorca auf Wassertemperaturen von 14-16° und Inseltemperaturen von >16°. Derartige Kaltluftausbrüche sind vor allem auf der Adria im Sommer keine Seltenheit. Aber auch die Ostsee kennt sie, wie die Geschichte eines im Gewittersturm gekenterten Katamarans vor Greifswald im Sommer 2017 im Buch IN SEENOT beschreibt, dessen dreiköpfige Besatzung mit allen Tricks gegen die drohende Unterkühlung ankämpfte. Und wie schnell bewegen sich Sturmtiefs üblicherweise? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man auf einem sommerlichen Segeltörn einem Sturmtief wie „Hortense“ begegnet? Kann man einem Sturmtief ausweichen? Wie verhält man sich auf See, wenn eine Front wie „Hortense“ über einen hinwegzieht?  Auf diese und viele weitere Fragen geben Lin und Larry Pardey in ihrem HANDBUCH STURMTAKTIK umfassende Antworten: 
Es gibt nicht mehr als eine Handvoll Taktiken, um durch einen Sturm zu kommen. Aber welche ist die Richtige?
Mit Ostsee-Erfahrungen der Autoren, soeben erschienen.

Zwangspause

Heute schreibe ich (Sabrina) mal einen Beitrag und erkläre euch, wieso es schon eine Weile nichts Neues hier gab und das auch in nächster Zeit noch so sein wird.

Normalerweise berichtet euch Nico hier auf Sonnensegler.net und unseren Social Media Kanälen.
Das wird hoffentlich auch bald wieder der Fall sein, allerdings hat er sich vor etwas mehr als einer Woche eine heftige Verletzung am Auge zugezogen, von der wir noch nicht genau wissen, wie die Heilung verlaufen wird. Es kann also in ein paar Wochen schon viel besser sein, oder auch noch Monate dauern, bis das Auge wieder soweit erholt ist, dass es ihn nicht mehr einschränkt. Momentan kann er unter Anderem nicht an Bildschirmen arbeiten, da es eine starke Belastung für das Auge bedeutet.

Es warten zwar schon ein paar Artikel, die Nico bereits geschrieben hat, auf ihr Finish und die Veröffentlichung, aber das Überarbeiten der Texte und das Bearbeiten der Fotos ist ihm momentan noch nicht möglich. Deswegen habt Geduld und freut euch schon mal auf die kommenden Berichte. Ihr werdet unseren „neuen“ Autopiloten kennenlernen, der nur darauf wartet das frisch restaurierte Steuerrad endlich in Schwung zu bringen.
Auch im Bereich Verbraucherakku hat sich etwas maßgeblich verändert, denn nach der Testphase von fast einem Jahr mit dem kleinen LiFeYPO4 Akku, der sich bereits als wirklich gut erwiesen hat, haben wir ihn nun in der Weihnachtszeit gegen unser LiFePO4 Monster-Akkupack getauscht, was der letzte Schritt in Richtung autarke Energieversorgung ist.
Die Details wird Nico euch dann selbst berichten, wenn er wieder fit ist.

Boot Düsseldorf erst wieder 2022

Hier die offizielle Mitteilung der Messeleitung:

Aufgrund der anhaltenden Pandemie und den weltweiten Lockdown-Maßnahmen hat die Messe Düsseldorf entschieden, die boot Düsseldorf 2021 abzusagen. Die nächste boot findet wie geplant vom 22.01. bis 30.01.2022 statt.
Das weiterhin hohe Infektionsgeschehen und das vorerst nicht absehbare Ende des Lockdowns lassen eine Wiederaufnahme des Messebetriebs Ende April leider unrealistisch erscheinen. Unsere Priorität liegt auf der Gesundheit und der Planungssicherheit unserer Aussteller, Besucher und Dienstleister. Daher haben wir uns für eine frühzeitige Absage entschieden.
2022 wird die boot Düsseldorf zum alten Konzept zurückkehren und wie gewohnt die Plattform sein, die Wassersportler in die neue Saison begleiten wird. Wir freuen uns schon jetzt auf magische Momente mit internationalen Ausstellern, großartigen Mitmachaktionen und einem tollen Rahmenprogramm. Wir sehen uns 2022!

 

Het bericht Boot Düsseldorf erst wieder 2022 verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Bilderrätsel KW 3 – Wo ist es?

Woooohoooo: Da war die Redaktion eine Woche lang (sehr gerne im Übrigen) hauptsächlich damit beschäftigt soetwas wie: „Lemmer ist richtig. Glückwunsch. Groetjes“ in E-Mails zu tippen. Die Ressonanz war überwältigend. Toll, das hat uns riesig gefreut, gerne weiter so!

Denn auch in dieser Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Wo war Stegfunk.de-Leser Erich, als er dieses Bild aufnahm? Wer es weiß, schreibt an: [email protected] Viel Spaß beim Raten! Übrigens: Wer ein schönes Bild hat, von dem sie oder er denkt, dass es als Bilderrätsel passt, gerne her damit. Einfach per Mail an uns senden. OK? Danke.

Het bericht Bilderrätsel KW 3 – Wo ist es? verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Wellen-Spektakel

19.Jan. 2021, Franz.Polynesien/Huahine/Fare, Tag 2425, 21.334 sm von HH

Knapp zehn Boote ankern zur Zeit vor Fare oder sind an den vier vorhandenen Moorings fest getüddelt. Der Ankerplatz befindet sich genau hinter der schmalen Passeinfahrt durch die man durchs Außenriff in den geschützten Bereich gelangen kann. Die Einfahrt ist knapp zweihundert Meter breit und wird rechts und links durch flach auslaufende Riffplatten begrenzt. Wir liegen ruhig und merken nichts vom Schwell, allerdings herrscht meistens eine starke Strömung, die uns Richtung Pass ziehen will, wenn wir von Atanga aus ins Wasser springen. Tag und Nacht hört man die Wellen ans Riff donnern. An normalen Tagen sind sie vielleicht einen Meter hoch.

Die Passeinfahrt von Fare

Doch dann dreht der auf Nord und entsprechend läuft die Dünung anders in die Bucht. Bereits in der Nacht bemerkt Achim die veränderte Geräuschkulisse und morgens sehen wir neue Wirbel und Strömungen zwischen den Booten. Zuletzt gab es Neujahr diesen Schwell, leider bei lausigem Wetter. Auf diesen Winddreher haben die Wellenreiter und wir gewartet. Die Surfer auf Wellen von zwei, drei Metern Höhe zum Reiten – und wir zum Fotografieren.

Wir folgen den Surfern mit unserem Dinghy zum Pass. Dort gibt es ein paar Bojen an denen man sich festbinden kann. Außerhalb des Bereiches, wo die Wellen sich brechen – so unserer Vertrauen. Die Einheimischen werden schon wissen, was sie tun, sie binden ihre Boote schließlich auch dort fest. Es dauert trotzdem eine Weile, bis wir dem Ganzen vertrauen können. Wir sehen schon von weitem wie von See her sich die Brecher aufbauen, um dann erst kurz vor unserem Dinghy-Parkplatz einen Halbkreis bilden, bevor sie sich schäumend und fauchend neben uns brechen. Hoffentlich weiß die nächste Welle auch, dass sie diesen Halbkreis zu bilden hat, sonst sähe es finster für uns aus. Aber alles läuft nach Plan.

Die Riffe rechts und links von der Passeinfahrt werden im Halbkreis überrollt

Die Surfer werfen sich bäuchlings auf ihr Brett und paddeln links von der Brandungszone vielleicht zweihundert Meter aufs offene Meer hinaus und warten. Spätestens seit Papillon weiß man, dass große Wellen in Intervallen kommen. Und auch hier funktioniert der Trick reibungslos. Alle fünf bis zehn Minuten kommt eine Serie und wir bekommen ein wunderbares Spektakel zu sehen. Der Trick dabei ist, so früh die Welle zu verlassen, bevor man von ihr aufs Riff mitgenommen wird. Nicht ungefährlich, aber heute geht alles gut und bringt uns diese tollen Fotos.

Ritt auf der perfekten Welle

In der Röhre

Ich hätte Angst, wäre so ein Monster hinter mir her

Toll

Wichtig, dass man rechtzeitig aussteigt – noch vor dem Riff

Wir machen neben Surfer jagen auch sonst nicht viel – außer genießen. Nach dem vielen Regen der letzten Wochen, herrscht jetzt eitel Sonnenschein. Wir gehen schnorcheln, unternehmen Paddeltouren mit den Kajaks oder kraxeln auf Aussichtspunkte. Und ein gut sortierter Supermarkt hält die Köchin bei Laune. Die Bäume biegen sich unter der Last an Mangos und Avocados, die man direkt von der Ladefläche vom Truck kaufen kann. Auf Huahine fließen Milch und Honig.

Mangos im Überfluss

Echte faule Tage. An Arbeiten am Schiff fällt im Augenblick auch nicht viel an, außer das Schruppen vom Unterwasserschiff und nicht erwähnenswerte Kleinigkeiten.
Wird Euch nicht langweilig? Ab und an bekomme ich diese Frage gestellt. Nein, absolut nicht. Irgendetwas ist immer los. Der Wochenhöhepunkt ist eine Geburtstagsfeier unter Seglern am Strand. Mit von der Partie drei französische Krankenschwestern aus der Krankenstation. Zwei von ihnen wurden extra wegen Covid-19 aus Frankreich eingeflogen. Zum Glück sind sie arbeitslos.

Beachparty mit viel Fleisch und einem Grillfachmann – Estefan ist Argentinier

Geburtstagsparty unter Seglern

Ein gelungener Tag mit neuen Freunden

Kleine Wartungsarbeiten fallen natürlich immer an – hier die Revision eines Lungenautomatens

Friesland macht kurzen Prozess mit Müll

Mit dem Slogan „Opgeruimd vaart netjes“ ruft Friesland Wassersportler dazu auf, Müll aus dem Wasser zu fischen. Ein Designer-Müllsack wurde entworfen, um das Mülleinsammeln noch ein bisschen lustiger zu machen. In den Jahren 1979 und 1985 geschah dies unter dem Titel „Friesische Seen, frische Seen“. Die damalige Reinigungsaktion sollte die Verschmutzung auf dem Wasser reduzieren. In diesem Jahr wird diese nachhaltige Aktion wiederbelebt.

Vor genau 50 Jahren haben sie in Friesland schon einmal aufgeräumt

Jeder, der einen Wimpel über die Marrekrite bestellt, bekommt einen Müllsack dazu. Die Marrekrite verwaltet ein riesiges Netz von ca. 36 Kilometern Liegeplätzen, verteilt auf 300 schöne Orte, und bietet damit Wassersportlern einen kostenlosen Liegeplatz unter freiem Himmel. Dieses Netzwerk ist einzigartig in den Niederlanden und sogar in Europa. Nirgendwo ist sie so gut organisiert wie in Friesland.
Friesland möchte allen, die in der Provinz (Wasser-)wandern wollen, eine saubere, reiche Natur auf und am Wasser bieten. Das einzige, was lieber nicht umherwandern sollte, ist Müll.

Wimpel und Designermüllsack kann man hier bestellen: https://www.marrekrite.frl/varen/wimpel/bestellen/

Hinweis: Dieser Inhalt wird durch die Marke Friesland gesponsert, Stegfunk.de erhält für diese Meldung einen Gegenwert. Da wir die Aktion einfach super finden und das ohnehin gemeldet hätten, finden wir: Eine echte Win-Win-Win Situation.

 

Het bericht Friesland macht kurzen Prozess mit Müll verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Besondere Regatta: 75 mijls jetzt auch in Zeeland

Die Idee ist simpel: Regattasegeln, wenn man gerade Zeit hat und das Wetter gut ist. Dabei segelt jeder für sich gegen die Uhr. Und am Ende wird abgerechnet. Das geht jetzt auf IJsselmeer und Nordsee sowie in Zeeland

Wann, von wo oder wie herum die Teilnehmer der Regatta eine der vorgegebenen Bahnen absegeln, bleibt dabei ihnen selbst überlassen. Auch kann man mit Crew, zu zweit oder solo segeln. Bei der langen Runde von 75 Meilen kann sogar eine Pause eingelegt werden. Die muss mindestens 7 Stunden lang sein und stellt ein spannendes taktisches Element dar.

Während des Törns muss in der Navionics Boating App der Track aufgezeichnet werden. Der dient nachher als Beweis für die gefahrene Strecke und die Zeit. Da die Schiffe mit einem einfachen Ratingsystem gegeneinander vergütet werden, ist natürlich einige Ehrlichkeit der Teilnehmer gefragt. Man könnte beispielsweise behaupten, auf einer Bavaria 30 gefahren zu sein und in Wirklichkeit war es eine X-40. Das ist aber nicht Sinn der Veranstaltung. Das, so die Organisatoren, sei auch absolut nicht üblich.

Regattasegeln: Die Taktik zählt!

Die Kurse sind 30 oder 75 Seemeilen lang und führen um bestehende Tonnen. Neu sind die Kurse in Zeeland und in Zuid Holland. Dort kann nun auch vor Scheveningen, auf dem Haringvliet und auf der Oosterschelde gefahren werden. Letztere ist ein Tidengewässer, was ein weiteres taktisches Element bedeutet.

Wer mitmachen möchte, kann sich einfach einschreiben, dann muss die Navionics-App installiert werden (geht auch 14 Tage gratis in einer Demoversion), schließlich wird gesegelt und dann das Ergbenis hochgeladen. Kurze Zeit später erscheint das Resultat im Klassement und man kann sehen, wie gut die eigene Performance war. So geht Regattasegeln in Coronazeiten: ohne anderen Teilnehmern jemals begegnet zu sein.

Zur Website des Veranstalters geht es hier.

Und das sind die möglichen Bahnen:

Damit hat es begonnen: Die 75 Meilen auf dem IJsselmeer Bahn 30 Meilen IJsselmeer Die Bahn vor Scheveningen. Ideal bei Ostwind… Die Bahn im Haringvliet. Eher was für Südwestwind… Die Bahn auf der Oosterschelde. Schon wegen der Tide kniffelig

Het bericht Besondere Regatta: 75 mijls jetzt auch in Zeeland verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..

Komm‘, wenn du dran bist

14.Jan. 2021, Franz.Polynesien/Huahine/Fare, Tag 2420, 21.334 sm von HH

So lautet das Motto der Corona-Impf-Kampanie in Französisch Polynesien. Vor ein paar Tagen sind die ersten Impfdosen in Tahiti eingetroffen. Zunächst einmal für 7500 Menschen. Französisch Polynesien gehört zu Frankreich als Übersee-Department und ist somit ein Teil der Europäischen Union. Über Frankreich erfolgt die Lieferung des auf Bevölkerungszahl hochgerechneten Anteils. In Französisch Polynesien leben ungefähr 280.000 Menschen.
Im Februar soll dann die zweite Lieferung erfolgen – wieder für 7500 Personen. Impfwillige werden in vier Gruppen geimpft: 1.Gruppe – die über 75jährigen; 2.Gruppe – die 60 bis 74jährigen und medizinisches und systemrelevantes Personal wie Feuerwehr usw.; 3.Gruppe – die Personen, die ein so genanntes ‚rotes Buch‘ besitzen, also als chronisch Vorerkrankte registriert sind; und in der letzten Gruppe – der Rest der Bevölkerung.
So wie es aussieht, werden wir als Ausländer und Gäste nicht anders behandelt als die Einheimischen. Sobald unsere Gruppe (die vierte) an der Reihe ist, können wir uns melden und bekämen unseren Schuss. Rechenexperimente, wann das sein könnte, sind müßig im Augenblick. Wir gehen, wenn wir dran sind.
Ob man die Impfung nun will oder lieber nicht, die Diskussion ist ebenso überflüssig, solange es nicht genug Impfstoff gibt. Zudem sind wir überzeugt davon, dass viele Länder, wenn die Grenzen sich wieder öffnen, uns ohne Impfung nicht hinein lassen würden: Nimm‘ es oder bleib da, wo du bist!

Abgesehen von den Impfgedanken, leben wir von Corona unbehelligt. Maskenpflicht in Geschäften herrscht auch auf Huahine an die sich gut gehalten wird. Es gibt keine Ausgangssperre nachts, da auf den äußeren Inseln nur vereinzelt Fälle auftreten, die man lokalisiert und es bislang geschafft hat, eine Ausbreitung zu verhindern. In der letzten Kalenderwoche 2020 waren auf Huahine noch zwei Fälle registriert (in gesamt FP 550 Fälle).
Vor Ort gilt, wie auf allen Inseln, Versammlungsverbot von mehr als sechs Personen in der Öffentlichkeit. Die Sporthallen sind geschlossen, es wurden Bingo-Abende und Hahnenkämpfe :roll: untersagt.

Unterm Strich muss man sagen, dass sich keiner dran hält. Hinter der nächsten Ecke am Supermarkt fällt sofort die Maske, am Wochenende tummeln sich die Einheimischen am Strand in großen und kleinen Gruppen. Auf Huahine, wie viele Polizisten mag es hier geben? Wer kann das oder noch besser, wer will das kontrollieren? Auf Gambier wurde uns erzählt, dass die Polizei zwar lieb und nett sei, aber man komme ihnen bitte nicht mit Arbeit.
Über die Schließung, gerade der Sporthallen, sind nicht alle Polynesier angetan. Kommentare gehen schon mal in die Richtung, das als ‚unfähig‘ zu bezeichnen. Die andere Hälfte der Kommentatoren findet die Maßnahmen gut. Eine 50:50 Spaltung würde ich schätzen.
Heute gab es eine Ankündigung, dass sich der Hohe Kommissar und der Präsident darauf verständigt haben, dass die Maßnahmen bis zum 15.Februar verlängert werden. Insgesamt habe sich die Situation zwar entschärft, da sich nur noch durchschnittlich zwanzig Personen (Halbierung) auf den Intensivstationen befinden, aber die Mutation des Virus erfordere erhöhte Wachsamkeit.

Strandvergnügen auf Huahine

ohne Einhaltung der ausgesprochenen Regeln

Boote werden zum Familienausflug bis zur Sinkgrenze beladen

Wir sind mit Atanga von unserem etwas abseits gelegenen Ankerplatz näher an den Ort umgezogen. Wir konnten eine der vier Moorings vor dem Dorfstrand ergattern. Moorings sind immer eine gute Alternative, und diese sind gut gepflegt und vertrauensvoll. Und kostenlos außerdem. Das Wasser ist nicht mehr ganz so brutal türkis, aber der Weg ins Dorf ist kürzer und direkt vor uns liegt dieser traumhafte Strand.

Der Dorfstrand von Fare auf Huahine

Atanga an der Mooring vor Fare

 

Holland-Bilderrätsel KW 2 – Wo ist es?

Zu schwer? In der letzten Woche waren wir in Friesland – soweit, so klar. Doch wo genau? Das wussten nur wenige von euch. War aber auch schwierig, nur Wasser Himmel und ein schmaler Streifen Gebüsch. Im Rücken der Fotografin befindet sich Grou, voraus schauen wir auf „de Tijnje“, die Durchfahrt zwischen dem Pikmeer und dem Peanster Ee. Nach der Durchfahrt öffnet sich an Backbord der Wijde Ee, geradeaus geht es anch Akkrum. Vor einigen Jahren haben die Friesen ein neues Meer gegraben und eine weitere Durchfahrt auf den Wijde Ee geschaffen. Das Tijnje jedenfalls ist schön eng und sorgt beim Skutsjesilen, bei dem die Flotte mehrfach durch dieses Nadelöhr muss, mitunter kreuzend, für einigen Kurzweil. Das sieht dann zum Beispiel so aus

Auch in dieser Woche sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Natürlich. Wer erkennt, was auf dem Foto zu sehen ist? Schreiben Sie gerne an [email protected] und lassen Sie uns wissen, dass Sie ein echter Revierkenner sind. Und jetzt viel Spass beim Raten.

Übrigens: Auch in dieser Woche sehen wir ein Bild einer Stegfunk.de-Leserin. Vielen Dank dafür. Wenn auch Sie Bilder haben, die sich für unser Rätsel eignen, bitte gerne her damit! Am liebsten per mail. Danke.

Het bericht Holland-Bilderrätsel KW 2 – Wo ist es? verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..