Kategorie: News & Blogs

Comeback mit Ansage: Weltsegler wollen historisches drittes Olympia-Gold in Folge

Tita Banti

Es lief zuletzt nicht ideal für Ruggero Tita. Mit 34 Jahren war der Doppelolympiasieger und zweimalige Weltsegler zwar auf dem Höhepunkt und logischer SailGP-Skipper, doch dann wurde er von James Spithill aussortiert. Nun kehrt er zurück zu den Wurzeln.

Havarien: Wie schnell können Fahrtenkatamarane kentern?

Mitten im Pazifik kentert ein Fahrtenkatamaran, drei Segler werden gerettet. Der aktuelle Fall zeigt, warum die Frage nach der Kentersicherheit moderner Kats weiter relevant ist.

38. America’s Cup: Im Mai starten die Rennen für den nächsten Zyklus – Der Stand

athena racing

Der America’s Cup ist zuletzt im Windschatten des SailGP versackt. Es war unklar, wie es weitergehen würde. Nun sind die Weichen organisatorisch gestellt und die verbliebenen fünf Teams versuchen Fans zurückzugewinnen – das Ainslie-Team mit einer Kenterung.  

SV Meteor – Krzysztof Baranowski PL

BEERICHT AUS DER WÄRME VON PAPEETE
Der 87-jährige polnische Segel-Veteran Krzysztof Baranowski unternimmt derzeit auf der 14-Meter-Holzyacht „METEOR“ seine dritte Solo-Weltumseglung. Die Reise startete im November 2025 von Teneriffa, führte über die Karibik und den Panamakanal in den Pazifik.

Nach kurzer Pause auf den Marquesas ist er vor wenigen Tagen in Papeete angekommen, wo er Land und Leute, vor allem von vielen Landsleuten eingeladen und reich beschenkt wird. Chris ist der erste Pole, der eine Solo Weltumsegelung erfolgreich beendet hat … und mit Sicherheit bleibt er der einzige, der diese Reise im Laufe seines langen Lebens dreimal beenden wird, wenn er denn diese Reise unbeschadet zu Ende bringt …dann wird er vermutlich sogar einen Eintrag ins Guiness Book of Records erhalten.
Chris segelt ein enorm schnelles Schiff, ist allerdings ausgesprochen ruhig und ohne jedweden Druck unterwegs … er geniesst überall enorme Gastfreundschaft … noch ungewöhnlicher: die große Menge an Freunden und Bewunderern spendet auf sein Spendenkonto für den Erfolg seiner Reise, denn Chris ist ausgesprochen nur mit kleinem Budget unterwegs.

SV Polonez – Krzysztof Baranowski PL

SV Polonez – Krzysztof Baranowski PL

Tod den Schrottbooten: In Dänemark wird aufgeräumt

Im dänischen Helsingør soll künftig rigoros gegen schrottreife Sportboote vorgegangen werden. Das ermöglichen neue Vorschriften der Verkehrsbehörde Trafikstyrelsen. Die erlauben es den Hafenverwaltungen, Wracks unter bestimmten Umständen zu entfernen.

Honig für Peter

DIE MONETARISIERUNG DER BLAUWASSER BERATUNG

Hallo Peter, ich weiß nicht, wie ich Dich sonst kontaktieren kann, deswegen schreibe ich es öffentlich: schöne Seiten hast Du hier. Viel, viel Wissen und Erfahrung, leider nur schwer zugänglich durch eigenwillige Orthographie, verschwurbelten Satzbau und mir oft auf den ersten Blick nicht nachvollziehbare Gedankengänge.
Vielleicht finde ich Deine Seite aber auch gerade deswegen im Zeitalter rundgelutschten KI-Blablas als so wohltuend?
Danke, dass Du Deine Erfahrungen hier so bereitwillig teilst.
Liebe Grüße
Thomas

Monetarisierung

YACHT 7/2026: Sport, Spaß und große Fahrt

Aufblas-Sportkat aus dem Kofferraum, 14-Tonnen-Koloss mit Museumsflair, Langfahrt-GFK-Yacht mit Explorerqualität: das und mehr jetzt in der neuen YACHT 7/2026.

Ostsee: Warum der große Einstrom nun doch ausbleibt – und was dahinter steckt

Der niedrige Wasserstand, bedingt durch langanhaltende Ostwinde, ist eine große Chance für das Ökosystem Ostsee. Leider bleibt der dringend nötige Wasseraustausch bislang aus. Woran das liegt.

“Sea Cloud Spirit”: Max Giesinger unplugged unter Segeln

Sea Cloud Cruises bringt das Format „Songs ’n‘ Sail“ erstmals ins Mittelmeer. Vom 22. August bis 1. September 2026 verbindet die zehntägige Segelreise Live-Musik mit einer Route zu fünf Inseln. Highlight ist ein Unplugged-Konzert von Max Giesinger.

Kuba: Traumziel als Zielscheibe?

Kuba: Traumziel als Zielscheibe?

Die USA haben die größte Insel der Karibik ins Visier genommen. Vor der Küste Kubas kam es bereits zu einem Feuergefecht. Was bedeutet das für die Segler in der Region?

Geisterschiffe: „Jian Seng“ – Tanker ohne Crew, ohne Spur, versenkt

Ein Tanker taucht plötzlich in australischen Hoheitsgewässern auf – ohne Crew, ohne Heimathafen, ohne Notruf. Die „Jian Seng“ gibt Ermittlern bis heute Rätsel auf: übermalter Name, verdächtige Spuren an Bord, politischer Streit um die späte Reaktion – und am Ende die Entscheidung, das Schiff zu versenken. Warum dieser Fall zum modernen Klassiker der Geisterschiffe wurde.

In den Highlands: Wo Rindviecher auf Roboter treffen

8. März 2026; Australien/Tasmanien/Bethume; Tag 28, Tageskilometer 55, gesamt 1.696 km

Wir fahren eine gute Stunde weiter und finden einen weiteren Stausee. Und einen weiteren kostenlosen Stellplatz. Auch dieser gehört zu „Hydro Tasmania“. Dieses ist der staatliche Energieversorger und einer der größten Land- und Wasserbesitzer Tasmaniens.
Hydro bewirtschaftet die Seen für Wasserkraft und stellt die Uferbereiche für die Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung – quasi als Gegenleistung dafür, dass sie die Natur für die Energiegewinnung nutzen. Ein moderner Ablasshandel für die Energiegewinnung: Solange ihr euren Müll mitnehmt, haben wir einen Deal mit euch.

Der Blick aus der Camper-Tür. Der nächste Ort ist acht Kilometer entfernt. Ein netter Platz mit zwanzig Mitcampern auf trockener Wiese.

Dass es sich um einen Stausee handelt, ist nicht mehr zu erkennen. Malerisch liegt dieser eingebettet in die hügelige Landschaft der Highlands. Die Waldgebiete liegen hinter uns. Viehwirtschaft dominiert. Früher hauptsächlich Schafe, heutzutage Black-Angus-Rinder. Diese stehen fotogen in der Landschaft und ahnen nichts von ihrer Zukunft: zartschmelzendes Fleisch auf tasmanischen Grills.

Wir sind keine zwei Autostunden von Hobart entfernt. Die Vögel über dem Camper sind Kakadus.

Angus – noch ahnungslos und glücklich drein schauend.

Die gesamte Region hat seit Jahrzehnten mit abnehmenden Niederschlägen zu tun. Abhilfe schaffen effiziente Beregnungsanlagen, die „Center-Pivot-Anlagen“. Das System besteht aus einem mobilen Rohrarm, der an einem festen Mittelpunkt verankert ist. Der Arm ruht auf fahrbaren Türmen mit Elektromotoren. Damit sich der Arm nicht verbiegt, steuert ein Computer die Geschwindigkeit jedes einzelnen Turms. Der äußerste Turm muss logischerweise viel schneller fahren als der innerste. Entlang des Rohrs hängen Sprinkler. Die Düsenöffnungen werden nach außen hin immer größer oder die Abstände geringer, weil die äußeren Düsen in derselben Zeit eine viel größere Fläche abdecken müssen als die inneren.

Hightech vom Feinsten. Es gibt gigantische Anlagen mit über 800 Metern Radius, die bis zu 200 Hektar mit einer einzigen Umdrehung abdecken. Eine Grenze setzt nur die Statik des Rohrarms. solche Anlagen gibt es schon Jahrzehnte, aber die neuen Generationen sind KI-gesteuert. Kontrolliert mit dem Smartphone vom Sofa aus.

Dies ist eine kleine Anlage.
Sie entscheidet basierend auf integrierten Wetterstationen in Echtzeit, ob sie die Geschwindigkeit drosselt oder erhöht. Wenn eine Gewitterfront aufzieht, stoppt das System automatisch, um Wasser zu sparen.

Die Highlands von Tasmanien.
Ohne Bewässerung ist das Gras im tasmanischen Sommer oft braun und im Wachstums-Stopp. Mit Bewässerung kann die Menge der Tiere pro Hektar locker verdoppelt oder sogar verdreifacht werden. Kostenpunkt einer kleinen Beregnungsanlage: 100.000 Euro.

Auch der Ackerbau in der Region wird ‚remote‘ kontrolliert. Selbstfahrende Trecker pflügen exakte Furchen in die Erde. Bis auf zwei, drei Zentimeter genau. Mit Drohnen werden die Felder überwacht. Sensoren messen die Photosynthese-Aktivitäten der Pflanzen.
Bauer Harms sieht auf einer digitalen Karte, welche Stellen auf dem Feld Stress haben (Wassermangel, Stickstoffmangel oder Schädlingsbefall). Dann kommt eine zweite Drohnengattung zum Einsatz: die Dünger- und Pestizid-Sprüher. Bis 50 Liter Flüssigkeit können diese Drohnen tragen und sprühen nur die Bereiche auf dem Acker, die es nötig haben.

Von dem digitalen Wettrüsten merken wir nicht viel. Es ist ländlich-idyllisch. Die Schafe grasen unbeeindruckt auf der Weide. Brombeerranken haben die Feldränder erobert. Innerhalb einer halben Stunde könnten wir zwei Kilo Früchte sammeln. Hagebutten zeigen erste rote Bäckchen. Beide Pflanzen gehören hier nicht her. Es sind echte Pestpflanzen, im 19. Jahrhundert von den Siedlern aus Europa mitgebracht worden.
Für uns wirken sie vertraut. Und plötzlich weht ein Hauch Dänemark über die Hightech-Felder der Highlands. Wir könnten auch auf Fünen sein, wäre da nicht das laute Kakadu-Geschrei.

Das Wetter droht seit zwei Tagen mit Regen – aber es bleibt trocken :-) Sehr lange Brücke mit nur einer Fahrbahn zum Campingplatz.

Diese Verkaufsanzeige sehen wir beim Ströpern durch die Feldmark.
25 Hektar Land, zum Teil mit Wein. Hübsches Haus mit sechs Zimmern und zwei Bädern. Das Haus ist von der Straße aus nicht zu sehen.
Zufällig finden wir ein paar Tage später in Hobart beim Immobilienmakler im Fenster dieses Angebot wieder: knapp 2,5 Millionen Euro.
Aber schon schön. Und Tasmanien kann auch grün sein. ;-)

Sollen wir das Prachtgrundstück kaufen oder doch lieber zum Schiff zurückkehren?