Kategorie: News & Blogs

Bremen: Sperrung der Schleuse Hemelingen für zwei Monate

Die Schleuse in Bremen Hemelingen ist bis voraussichtlich 30. April 2026 für Instandsetzungsarbeiten gesperrt. Sportboote können während der Sperrung die parallel verlaufende Großschifffahrtsschleuse nutzen.

Filmyachten: Diese Schiffe werden auf Netflix zum Superstar

In Serien und Filmen rauschen mit Erfolg der Streamingdienste vermehrt Yachten über die Bildschirme. Charter-Formate wie „Christina O“ sind zu sehen.

JPK 1050: Leichtbau trifft Vollgas im Test

Die JPK 1050 läutet eine richtungsweisende Ära im Hochsee‑Rennsport ein: atemberaubende Geschwindigkeit, präzise Kontrolle, purer Rennspaß. Die neue Messlatte im großen Test.

Bordbibliothek: Praktische Törnführer und aktuelle Seekarten zum Saisonstart

Pünktlich zum Saison­start veröffentlichen die Verlage aktualisierte Auflagen ihrer bewährten Standardwerke. Wir zeigen die wichtigsten Neuerscheinungen.

“Angela IV”: Aufwendig restau­rierte Sonderklasse wird zum Bodensee-Flitzer

1907 gebaut, aber so schnell wie nie: Die Sonderklasse „Angela IV“ verbindet alte Tugenden mit ambitioniertem Regattasport. Ein Besuch an Bord.

Die brüllenden Vierziger: Einmal Sandstrahlen bitte!

01.-02. März 2026; Australien/Tasmanien/Arthur River; Tag 22-23, Tageskilometer 99, gesamt 1.235 km

Wir stehen an der Mündung des Arthur River. Auf 41° Süd. Am offiziellen „The Edge oft he World“. Wenn man hier nach Westen schaut, kommt erst mal … gar nichts. Dann, nach 15.000 Kilometern, kommt Argentinien. Es gibt auf diesem Breitengrad nichts dazwischen. Kein Inselchen, kein Felsen, kein Sandkorn.

Die Luft, die hier beständig aus Westen kommt, ist so rein, dass man sie ein paar Kilometer weiter in Flaschen abfüllt. Als Referenzluft für Labore. Sozusagen die ‚Nullmessung‘ der globalen Atmosphäre.
Forscher füllen die Luft in versiegelte Glasflaschen.
Diese werden im sogenannten „Air Archive“ gelagert.
Damit kann man später historische CO₂-Konzentrationen vergleichen. Methan, Ozon und Aerosole messen und
langfristige Veränderungen der Atmosphäre analysieren

Außerdem wird die Luft (hauptsächlich) nach Asien exportiert. In Metropolen mit hoher Luftverschmutzung wie Peking oder Shanghai. Dort wird die „Tasmanian Air“ als Luxusartikel verkauft. Eine Dose enthält etwa 130 bis 140 tiefe Atemzüge.

Die brüllenden Vierziger heißen nicht umsonst so. Wind von 8 bis 9 Stärken sind auch im Sommer an Tasmaniens Westküste keine Ausnahme. Eine übliche Brandung von drei Metern knallt an die ‚Kante der Welt‘.

Wir sind vorbereitet für die Schlacht der Westwinde. In Regenjacken und Mütze gehüllt, stellen wir uns den „Brüllenden Vierziger“. Und dann passiert‘s: Uns bläst eine steife Brise aus Osten in den Nacken. Den Wind haben wir von der Nuss aus Stanley mitgebracht und er hat noch eine Schippe draufgelegt. 45er Böen, manchmal vielleicht sogar noch mehr.

Die südliche Seite vom Arthur River ist steinig Die Brandung wird platt gedrückt vom Wind.

Das Nordufer hat weitläufigen Strand.

Da fliegt einem die Mütze vom Kopf. Etwas später habe ich die Kapuze über die Mütze gezogen. Der Wind hat es geschafft, mir unbemerkt die Mütze unter der Kapuze vom Kopf zu ziehen. Die ist dem Meer übergeben.

Es ist nicht wirklich kalt, wir halten noch an kurzer Hose fest.

Die Szenerie ist absolut wild. Der Strand sieht aus wie ein Mikado-Spiel für Riesen. Überall liegen massive, silbrig gebleichte Baumstämme herum, die der Ozean ausgespuckt hat. Es ist Ebbe. Am Flussufer schaffen wir es, zum Meer zu gelangen.
Aber was ist mit den Wellen? Der ablandige Wind drückt gegen die Brecher und zieht die Wellen regelrecht glatt. Gleichzeitig fliegt der Sand waagerecht über den Strand. Sandstrahlt uns die Beine. Wenn uns heftige Böen erreichen, ist es kaum auszuhalten.
Wir genießen es trotzdem (oder gerade deswegen) – schließlich ist es die sauberste Ost-Brise, die wir je erleben werden.

Wind gegen Welle.

Der fliegende Wind sandstrahlt uns die Beine.

Selbst der Arthur River sieht wild aus.

Zwei Tage keine Touren wegen Ostwind.

Die Nacht verbringen wir auf einem schlichten Campingplatz. Viele Leute kommen hier nicht her.                In Arthur River wohnen 32 Leute. Durchschnittsalter 51. Die Menschen, die hier leben, schätzen offensichtlich die Ruhe und haben vermutlich ein dickes Fell und gute Windjacken.

In der Nacht schläft der Wind ein. Vormittags regnet es. Das sitzen wir im Camper aus. Diesmal mit Salted-Caramel-Küchelchen. Wie versprochen (auf den australischen Wetterbericht ist echt Verlass), ist es trocken am Nachmittag. Wir gehen noch einmal zur Mündung des Arthur Rivers. Ordnungsgemäß kommt der Wind jetzt aus Westen. Die Rückfront vom Sturmtief hat uns erreicht. Jetzt darf sie auch wieder in Flaschen abgefüllt werden. :mrgreen:

Am nächsten Nachmittag kommt der Wind wieder ordnungsgemäß aus Westen und etwas schwächer. Die Masse ein Treibhokz ist beeindruckend. Und schön zu sehen, kein Platikmüll dazwischen.

Uns gefällt es riesig.

Eine Tafel mit Gedicht an ‚The Edge of the World‘:
„I cast my gaze toward the west
Across the lonely sea
No island, no land is there
To provide a sanctuary
Only the rolling surf
In its wild and restless play
Until it strikes the shores
Of Argentina, far away.“
Brian Bremner

– Campingplatz 18,00 Euro mit Strom und Dusche

Internationale Studie: Gleichstellung von Frauen im Segelsport stagniert

Gleichstellung im Segelsport stagniert trotz prominenter Vorbilder. Die Studie „2×25 Review“ deckt systemische Hürden und die Lohnlücke an der Basis auf.

Ortlieb Duffle: Wasserdichte Reisetasche mit Rucksackfunktion

Ortlieb hat mit der Duffle eine wasserdichte Reisetasche, die sich in einen Rucksack verwandeln lässt im Programm. Die Duffle erfüllt die Schutzklasse IP 67 und soll damit auch beim versehentlichen Tauchgang unter Wasser dicht sein.

Wismar: Finnwal verfängt sich in Stellnetz und taucht mitten im Hafen auf.

Ungewöhnlicher Besuch im Wismarer Hafen: Am Dienstag wurde ein junger Finnwal entdeckt, der Teile von Netzresten hinter sich zog. Mittlerweile ist der Wal wieder weg, wird aber von Meeresschützern gesucht. 

Weltumseglung Ost-West: Havarie am Ruderblatt – Soudée im dichten Schiffsverkehr vor dem Kap der Guten Hoffnung

Für Soudée kommt der Stress nicht nur von der See, sondern auch von den Bildschirmen: Vor Südafrika wird der Verkehr dichter, und am AIS tauchen immer mehr „Gegner“ auf. Gleichzeitig fährt der Ultim MACSF seit einer Netz-Kollision vor Madagaskar mit angeschlagenem Steuerbord-Safran. Manöver werden heikler – und bis zum Kap sind es noch sechshundert Seemeilen.

ORC Double-Handed Euro: Kräftiger Nordost, Hackwelle und ein Mastbruch.

Ordentlich Wind, in Böen bis 35 Knoten und eine steile Mittelmeerwelle begleitete den Auftakt der ORC Double-Handed Europameisterschaft. Ein Video zeigt einen der Teilnehmer nach einem Mastbruch. 

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Ein zehn bis zwölf Meter langer Finnwal verirrte sich in das Wismarer Hafenbecken und verfing sich in einem Stellnetz. Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und Sea Shepherd befreiten das Tier von einem hundert Meter langen Netz. Taucher geleiteten den gestressten Wal zurück in die offene Ostsee. Solche Sichtungen großer Wale in der Ostsee bleiben selten.