Kategorie: News & Blogs

Welcome home, Lennart und Melwin!

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Next Generation Boating kommt nach Hause – float begrüßt die Globe40-Segler in Hamburg mit coolem Sound.

Ein wenig Sience Fiction und harte Strafen – Singapore ist anders

Mo., 20.04.2026; Singapore

Ich kapiere schnell, dass ich nicht gestrandet bin in Singapore, sondern die Chance auf ein All-inclusive-Upgrade bekommen habe. Ich verlasse das Hotel und mein Buffet. Gehe raus, in den geölten Wahnsinn von Singapore.

Erster Test: die Mass Rapit Transit (MRT) U-Bahn. Fazit: ein öffentliches Verkehrsmittel in Perfektion. Nur ein Tap mit der Kreditkarte beim Einsteigen. Erneutes Tappen beim Aussteigen. Die (günstigen) Tarife werden automatisch pro Tag berechnet. Kein endloses Studium des Aushangs der Tarife wie in Hamburg nötig.
Die Bahn kommt lautlos. Alle drei Minuten. Pünktlich. Sauber. Nirgends stinkt es nach Urin. Niemand benimmt sich verhaltensauffällig. Niemand isst oder trinkt in der Bahn. Niemand spricht überlaut in sein Handy. Ich traue mich kaum zu blinzeln. Man zahlt für alles eine Strafe. Kaugummi? Knast! Müll fallen lassen? Sozialstunden am Straßenrand im leuchtenden T-Shirt!

Ich steige aus am Canning Park. Ein aufgeräumter Park im Herzen der Großstadt. Ein nicht mehr so geheimer Influencer-Geheimtipp hat mich zum ‚Tree-Tunnel‘ geschickt. Man soll vor 8:30 Uhr da sein, um Warteschlangen zu vermeiden. Ich bin eine halbe Stunde zu früh. Trotzdem stehen die Fotografen sich schon die Beine in den Bauch.

Neue Influencer im Anmarsch

Warten bis man an der Reihe ist

Für dieses Motiv

Canning Park morgens um acht Uhr.

Durch den Park erreiche ich den ‚Clarke Quay‘. Abends ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Einheimische, liegt das Viertel morgens noch menschenleer vor mir. Bunte Häuser, Restaurants, Bars – alles direkt am Wasser. Es wirkt wie eine Mischung aus Hafenfest und Instagram-Kulisse.
Hübsch anzusehen. Und hübsch teuer. Ein ‚Singapore Sling‘ (wenn schon, denn schon … ) schlägt mit mindestens zwanzig Euro ein Loch ins Touristen-Budget. Aber die Gegend gefällt mir.

Clarke Quay – riesige Regenschirme schützen die Gäste vor den fast täglichen Schauern.

Toll gemacht

Alleine in der Großstadt

Riversite – Clarks Quay
Noch zu früh für die Ausflugsboote.

Tai Chi modern mit Handy im Mikrofonständer.

Dann weiter. Wieder MRT. Ich steige in der Mitte der Orchard Road aus. Hier bin ich finanziell falsch abgebogen. Gucci, Prada, Rolex. Alle Edelmarken sind vertreten. Ich bewundere die Auslagen. Noch bevor ich ein Geschäft betrete, bläst mir kalte Luft entgegen – die Klimaanlage läuft schon draußen. Natürlich. Warum nicht gleich das gesamte Straßenklima regulieren? Schwüle dreißig Grad will kein Mensch.

In diesem Nike-Store beginnt die Klimaanlage schon draußen.
Kann man machen!

Die Shopping-Meile in der Stadt: Orchard Road. Sehr grün.

Von diesem ganzen Luxus zweigt eine Seitenstraße ab. Statt vor Glitzerfassaden stehe ich plötzlich vor pastellfarbenen Zuckerbäcker-Gebäuden. Die Häuser wurden um 1900 gebaut und gehören zur Peranakan-Kultur. Chinesische Einwanderer, die malaiische Bräuche angenommen hatten.

Harter Kontrast. Im Hintergrund die Hochhäuser der Orchard Road.

So war es früher: unten Handelshaus – oben Wohnhaus. Heute sind es Luxus-Unterkünfte.

Hausfassade Emerald Hill

 

Ich schlendere weiter Richtung Hotel. Suche nach etwas Bodenständigem. Nach einem Super- oder Baumarkt. Ich brauche Klebeband, um meinen Koffer zu flicken. Erst als ich fast mein Hotel erreicht habe, werde ich fündig. Ein Edel-Supermarkt. Mit importiertem Obst aus Japan. Fotografieren verboten. Ich mache es trotzdem. ;-) In der Hoffnung, dass es hierfür keine Strafe gibt.

Jeder Apfel gleicht dem anderen aufs Haar.
Je zwei Äpfel sind in Cellophan verpackt. Kostenpunkt 15,00 Euro, für beide. Ein Schnapper.

Verschämt in der äußersten Ecke gibt es zwei Regale mit Alltagsgegenständen. Klarsichtfolie ist das Beste, was ich für den Koffer finden kann. Zwanzig Meter Original-super-Folie aus Japan oder schnöde Folie aus Australien. Sechzig Meter für den gleichen Preis.

Zurück im Hotel dann der Beweis, dass Singapore sich bereits in der Zukunft befindet. Im Buffetraum gleitet ein kleiner Butler-Roboter zwischen den Tischen herum. Transportiert schmutzige Teller umher. Dreht sich elegant ab, ohne irgendwo anzustoßen. Ich staune ihn freundlich an. Er ignoriert mich. Roboter können auch pissnelkig sein.

Singapore wird regelmäßig zur saubersten und sichersten Großstadt der Welt gewählt. Seit den 70er Jahren wurden die Gesetzte und Strafen für Kriminalität, Vandalismus und Umweltverschmutzung ständig verschärft.
Wer Graffiti sprüht, darf sich auf Stockhiebe einstellen. Drei bis acht Schläge auf den nackten Hintern. Nieren und Gemächt werden mit Polstern vor Verletzungen geschützt. Frauen und Männer über 50 Jahre sind davon ausgenommen. Glück gehabt, bin ich doch vormittags einfach „so“ über die Straße gegangen, weil mir die Entfernung zur Fussgängervrücke zu weit war. Verboten! Wusste ich nicht und habe satte 100,00 Euro Strafe riskiert. :mrgreen:

Job mit Gewinngarantie – Verbots-Schild-Fabrikant in Singapore.

Im Park meint man es ernst: 1200 Euro Strafe für ’ne Kippe.

Kritiker sehen eine Menschenrechtsverletzung in der Prügelstrafe. Bei Fehlurteilen kann sie ebenso wenig wie die Todesstrafe zurückgenommen werden. Außerdem wird durch die vielen Ge- und Verbote die persönliche Freiheit der Einzelnen in ein enges Korsett gequetscht. Aber hey, auf einem nicht versifften Bahnhof Operationen am offenen Herzen vornehmen zu können, hat seinen Preis.

Singapore, Deine großen Sehenswürdigkeiten habe ich noch ausgelassen. Ich komme wieder. Nächstes Mal mit Achim und Atanga. Weil es zu zweit viel mehr Spaß macht.

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Stella3

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