Vorabdruck: Pionier Harry Pidgeon segelte zweimal um die Welt
Zweimal umrundete Harry Pidgeon mit seiner selbst gebauten „Islander“ die Welt. Das Kapitel über ihre Entstehung aus dem jetzt auf Deutsch erschienenen Buch
Zweimal umrundete Harry Pidgeon mit seiner selbst gebauten „Islander“ die Welt. Das Kapitel über ihre Entstehung aus dem jetzt auf Deutsch erschienenen Buch
26.-28. Februar 2026; Australien/Tasmanien/Stanley; Tag 19-21, Tageskilometer 91, gesamt 1.136 km
Wir kehren aus den Bergen wieder an die Küste zurück. Landen weit im Nordwesten, in Stanley. Der Norden ist geprägt von Land- und Viehwirtschaft. Rollende Hügel, weizengelb. Schon herbstlich. Es hat zu wenig geregnet in diesem Sommer. Hübsch anzusehen. Immer wieder kommt uns die Landschaft Neuseelands in den Sinn.
Hügel an Hügel reiht sich im Norden aneinander .Viele Weiden werden bewässert, um die Rindviecher und Schafe bei Laune und in Form zu halten.
Typischer Blick mit Landwirtschaft. Allerdings stehen knapp 50 Prozent der Fläche Tasmaniens unter Naturschutz.
Wer erkennt, was hier wächst? Schlafmohn! Vergiss Afgahansitan. Tasmanien ist der größte (legale) Lieferant von Opium für pharmazeutische Zwecke. Die Bedingungen sind hier optimal.
Die Felder mit Warnschildern versehen und Stacheldraht gesichert. Aber nicht wirklich einbruchsicher.
Das gute Wetter der letzten Tage hat sich verabschiedet. Es ist bewölkt und vor allem windig, extrem windig. Orkanböen sind vorhergesagt.
Stanley liegt am Fuße des ‚The Nut‘. Das ist ein ehemaliger Vulkanschlot, in Jahrmillionen zu einem klassischen Tafelberg verwittert, der nun wie ein gestrandeter Wal am Strand liegt.
The Nut. Man hat versucht, Felsen vom Klotz zu sprengen. Vergeblich. „Hart wie eine Nuss“, war der Kommentar der Arbeiter. Daher stammt der Name.
Es gibt einen steilen Pfad, der auf den Gipfel des ‚The Nut‘ führt. Dieser Pfad hat es in sich. Ein Schild warnt: „Warum willst du zu Fuß gehen, wenn es einen Sessellift gibt?“ Wir ignorieren das: „Warum willst du mit dem Sessellift fahren, wenn du 13,00 Euro pro Person sparen kannst?“ ![]()
Die Strecke ist kurz. Nur 430 Meter. Aber Freunde der Sonne, sie hat es in sich. Mit Steigungen von 45 Grad ist der Beiname ‚Höllenpfad‘ gerechtfertigt.
430 Meter Steigung für 150 Höhenmeter … puh!
Sessellift – in 3 Minuten oben.
Auf dem Plateau bringen uns einzelne Böen ins Straucheln. Fast können wir uns in den Wind legen. Ein pustiges Vergnügen mit grandioser Aussicht.
Die Brandung mal bei ablaufendem Wasser ein schönes Muster. Drei Meter Tidenhub im Durchschnitt.
Ein winziger Fischereihafen am Fuß der Nuss.
Am Ende vom zweiten Strand liegt der Friedhof.
Penibel gucken alle Gräber auf die See.
Im Windschatten kann man es aushalten auf ‚The Nut‘
Stanley ist ein hübscher Ort. Ein typisches britisches Dorf des 19. Jahrhunderts. Tatsächlich wurden etliche der Häuser als Fertighäuser von England aus nach Tasmanien verschickt, weil es zu der Zeit noch wenige verlässliche Handwerker auf der Insel gab.
Stanley sieht so perfekt aus, dass Hollywood anklopfte. 2014 wurde hier der Film „The Light Between Oceans“ gedreht. Viele Bewohner wurden als Komparsen engagiert. Die Filmcrew musste kaum Kulissen bauen, weil die historischen Cottages so gut erhalten sind. Viele Einwohner behielten ihre „Film-Outfits“ noch Wochen nach dem Dreh an, weil sie fanden, dass der 20er-Jahre-Look eigentlich ganz gut zum Ort passt.
Die ideale Filmkulisse. Für die Dreharbeiten wurden die Bordsteinkanten mit Sand verschüttet.
Die Häuser stammen aus den 1830er bis 1890er Jahren.
Ein Cottage ist schöner als das andere.
Auf dem Campingplatz, der direkt an der langen Bucht liegt, kommen abends die Pinguine an Land gehüpft. Sie haben ihre Höhlen unter den Cabins vom Campingplatz. Das hätten wir also einfacher haben können. ![]()
Weil der Wind so stark ist, macht die Brandung einen enormen Lärm, aber das I-Ah der Pinguine ist trotzdem zu hören. Das sind echte Krachmacher.
Draußen steht der Schwell. Ein knappes Dutzend Langusten- und Austernfischer haben in dem kleinen Hafenbecken von Stanley Platz. Zurzeit pausiert dort eine Rally ‚Rund Tasmanien‘. Gefangen bei steifem Nord-Ostwind.
Die Langustenkörbe sind noch aus Holz geflochten.
Ein halbes Dutzend Austern für mich. Achim mag nicht. Köstliche frische Dinger. Aber wo ist der Champagner?
Der spannende Neuzugang für den Markt der Zweirumpfboote kommt aus den USA. Aquila Yachts in Florida baut neu auch Kats zum Segeln. Geplant ist zunächst eine neue Reihe mit drei Modellen. Der Aquila 50 Sail macht den Anfang.
Schock für Guirec Soudée bei der Weltumseglung von Ost nach West: Auf „Macsf“ ist bei einer Kollision ein Stück von Steuerbordruder rausgebrochen.

Müssen Eiger auf eine Yacht, die innerhalb eines Jahres wieder verkauft wird, die sogenannte „Spekulationssteuer“ bezahlen? Damit beschäftigte sich in der vergangenen Woche der Bundesfinanzhof. Das Urteil ist bemerkenswert und richtungsweisend
Kostenlose Online-Seekarte für deutsche Gewässer: Freenauticalchart.net nutzt offizielle BSH-Daten, wöchentlich aktualisiert, mit klassischen Navigationswerkzeugen und Tidenvorhersage. Offline nutzbar.
Carla Hénon-Steck (18) hat gerade Abitur gemacht – und plant statt Auslandsjahr die Mini Transat 2027: allein im Mini 6.50 über den Atlantik.

Die Geschichte der auf Mallorca gestrandeten Dübbel&Jesse Hochseeyacht „Acoa“ entwickelt sich zunehmend zu einer echten Posse – technisch anspruchsvolle Bergung, unklare Eignerstruktur und in der Außendarstellung fragwürdig. Nun wird es absurd.

Der Anwalt und Yachtrechtler Ole Hecht war in unserem Podcast zu Gast. Wir sprechen mit ihm über verschiedene Themen und haben viele Fragen. Verstößt Einhandsegeln grundsätzlich gegen die gute Seemannschaft? Und wie sehe Versicherer das? Muss ich heute noch Papierkarten an Bord haben und ein Logbuch führen?

Das Germany SailGP Team hat auch beim dritten Saison-Event nicht an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen können. Nach dem Abgang des britischen Wing Trimmers Stuart Bithell ist nun auch die starke Form bei Leichtwind etwas verloren gegangen.
Die Segel-Bundesliga wird am 7. April 13 Jahre alt. Nach guten und schweren Zeiten befindet sich die Meisterschaftsserie der deutschen Vereine im Umbruch.