Monatsarchive: Februar 2020

Für drei Schwestern

Sir Ben Ainslie: „Das beste Segeln, das ich je erlebt habe!“

SailGP Saison 2020: <p>
	SailGP 2020: Das britische Team dominierte die Auftakt-Regatta in Sydney und entthronte Australiens Segelstar Tom Slingsby in dessen Heimatrevier</p>

Beim Auftakt zur zweiten SailGP-Saison in Sydney düpierte die britische America’s-Cup-Crew die australischen Top-Favoriten um Tom Slingsby in deren Heimatrevier

Schlanke Schönheiten in Flensburg

22er Schärenkreuzer "Corona": <p>
	Der 22er-Sch&auml;renkreuzer &quot;Corona&quot; w&auml;hrend des World Cup 2018 im schwedischen Alings&aring;s</p>

Die 22er-Schärenkreuzer segeln ihren World Cup in diesem Sommer im Rahmen des Robbe & Berking Sterling Cup vom 11. bis 14. Juli auf der Flensburger Förde aus

Laser-Streit: Revolte gegen das ILCA-Dinghy – Europäer gründen eigene Klassenvereinigung

Bei der WM vor Melbourne ging es fast unter, dass Philipp Buhl eigentlich nicht Laser- sondern ILCA-Dinghy-Weltmeister geworden ist. Nun eskaliert der Streit weiter. Die Klasse spaltet sich. Weiterlesen

Die Schöne und das Biest in ihr

Laser-Radial-Weltmeisterin Marit Bouwmeester: <p>
	Laser-Radial-Weltmeisterin Marit Bouwmeester</p>

Marit Bouwmeester zählt zu den erfolgreichsten Seglerinnen der Welt. Jetzt nimmt die Holländerin mit ihrem vierten WM-Titel Kurs aufs zweite Olympia-Gold

SailGP Sydney Live Replay: Ben Ainslie startet mit Hattrick – Frankreich raus nach Kollision

So muss Segeln aussehen, sofern es maximale Zuschauer-Aufmerksamkeit generieren soll. Der erste Renntag der neuen SailGP-Saison in Sydney bot Action, Dramen, Kollisionen, Überholmanöver und Favoritenstürze. Weiterlesen

Das Coronavirus und die Folgen für den Segelsport

Coronavirus

Das Risiko, am Virus zu erkranken, ist hierzulande bis jetzt zwar immer noch vergleichsweise gering. Andere Folgen sind jedoch bereits spürbar – auch für Segler

Laser Radial WM: Niederländer dominieren olympische Segelwelt – Wegers Tokio-Traum lebt

Svenja Weger ist der Olympiaqualifikation ein großes Stück näher gekommen. Aber gegen die Übermacht der Holländer konnte sie nichts ausrichten. Olympiasiegerin Marit Bouwmeester holt ihren vierten WM-Titel. Weiterlesen

Unter Segeln ins Heilige Land

So ähnlich muss sich Altkanzler Gerhard Schröder gefühlt haben, als er als junger Mann am Zaun des
Kanzleramts in Bonn stand, die Gitterstäbe fest mit seinen Händen umschlossen, und rief: „Ich will hier rein!“ Vor 32 Jahren stand ich auch vor einem Zaun, die Tore waren verschlossen und der
freundliche aber bestimmte Polizist mit den verschränkten Armen vor Brust sagte nur: „Du darfst hier nicht rein“.

 

Seit diesem Tag im Jahr 1988 stand ich noch mehrere Male vor dem geschützten Areal, den Blick
sehnsüchtig auf die Yachten in der Marina gerichtet, in meinem Rücken die Skyline von Tel Aviv. Jedes Mal stellte ich mir vor, über das Mittelmeer zu segeln, immer der aufgehenden Sonne entgegen,
bis das Meer an einer langen flachen Küste im Osten endet und sich aus dem diffusen Dunst über dem glitzernden Wasser Konturen bilden. Erst unscharf, wie eine Fata Morgana, dann immer deutlicher:
Berge, Strände, Häuser. Das Heilige Land.

 

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Unter Segeln ins Heilige Land

Abenteuerspielplatz Pass

Mi., 26.Feb.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Totegegie, Tag 2096, 20.243 sm von HH
Flaute! Kein Windhauch streift über den Pass. Das Wasser liegt wie ein Spiegel vor uns. Wir schweben mit unseren Kajaks über die Korallendächer und erkennen jeden Stein unter Wasser. Ab und an zerschneidet die Rückenflossen eines Hais die Wasseroberfläche. Es sind erwachsene Exemplare von einem Meter fünfzig und auch noch gerne drüber. In einer flachen Zone, einem großen Swimming Pool ähnlich, die sich bei Ebbe bildet, tummeln sich zehn Haie gleichzeitig. Wir paddeln näher heran. Aber als sie unsere Kajaks entdecken, tauchen sie ab oder schlängeln sich über das Riff-Plateau ins Tiefe. So wie wir uns verstohlen umblicken, wenn wir in ihrem Element schwimmen, so sind sie misstrauisch gegenüber dem, was von oben kommt. Wir lassen uns treiben und warten einfach ab. Und richtig, die Neugierde der Haie siegt. Zwei, drei Tiere kommen näher und umkreisen unsere Kajaks. Toll! Bei den windlosen Bedingungen ist das besser als schnorcheln – und mit deutlich weniger Adrenalin-Ausstoß verbunden. :mrgreen: Ein Adlerrochen kommt vorbei, ein Stachelrochen schwebt über einer Sandfläche. Wir könnten uns ewig hier treiben lassen.
Wie bei den großen Pässen, die befahrbar sind, muss man auch bei den falschen Pässen auf die Strömung achten und seine Schnorchelzeiten darauf einstellen. Auslaufende Strömung saugt einen in den Ozean hinaus und an der Riffkante bilden sich ähnliche Turbulenzen und stehende Wellen wie im großen Pass. Die Oberfläche ist örtlich scharf begrenzt total kabbelig und plötzlich landet man mit dem Kajak oder schwimmend in einer unsichtbaren Gegenströmungen. Ein echter Abenteuerspielplatz.
Trotz der tagelang dauernden Flaute warnt der Wetterbericht vor Schwell aus Süden – entstanden durch einen Sturm irgendwo im Südpazifik. Drei Meter lautet die Vorhersage. Das bekommt Warnstufe ‚orange‘. Das Atoll Gambier ist nach Süden offen wie ein Scheunentor, durch einen weiten Pass kommt der Schwell ungehindert ins Atoll gerollt. Zwischen uns, ganz im Norden ankernd, und dem Süden von Gambier liegen diverse Riffe, Untiefen Inseln und Motus (Mikro-Inseln) im Weg. Trotzdem erreicht uns bald das üble Geschaukel. Dreißig Stunden schaukelt Atanga wie ein Lämmerschwanz an der Ankerkette hin und her. Auf und ab und von links nach rechts. Es wird schwierig wieder an Bord zu kommen.
Die Lagune läuft voll. Das gibt am Pass noch mal ein ganz anderes Bild. Wir werden in unseren Kajaks auf langgezogenen Wellen angehoben und wieder abgesetzt. Als würden wir auf dem Brustkorb eines schlafenden Riesens treiben. Die Riffe tauchen in den Wellentälern aus dem Wasser auf. Die zu große Wassermenge läuft auf der ‚falschen‘ Seite über das Riffdach. Es kabbelt und wackelt. An diesem Tag trauen wir uns nicht über die Riffkante aufs offene Meer. Es ist uns zu unheimlich – zu viel Abenteuerspielplatz an diesem Tag. ;-)

RORC Caribbean 600: “Outsider” liegt vorne – Tilmar Hansens Geburtstag-Rennen

Tilmar Hansen hat sich zum 70. Geburtstag ein besonderes Geschenk gemacht: Ein tolles Rennen bei der Traumregatta Caribbean 600 und vermutlich sogar den Handicap-Sieg. „Outsider“ lief als vierte Yacht ein. Weiterlesen