Monatsarchive: April 2019

Mir geht es super!

Mini 6.50: Morten Bogacki in der Spitzengruppe – Erfolgreiche Pornichet-Premiere

pornichet select, Bogacki

Morten Bogacki ist bei der zweiten großen Mini-Regatta in diesem Jahr auf Platz fünf gesegelt. Er war bei der Pornichet Select über 300 Seemeilen erstmals mit „Lilienthal“ im Solo-Regattamodus unterwegs. Weiterlesen

Zwillingssegeln

{Time:22:22:00}
{Date:20190429}
{Position:12°12.4173’N, 061°29.4084’W}
{Direction/Speed:-°/ -kn}
{Place:Tyrell Bay / Carriacou / Grenada}
{Target:Union Island}
{Temp Air/Pressure:28°C}
{TempWater:28°}
{Wind:0-10kn/E}
{Wave:0,0m}
{Vimeo:}
{Photo:20190429}
{Title:Zwillingssegeln}

Es geht wieder nach Norden

Das Glas grüner Tee startet meinen Tag. Das Glas Rotwein begleitet mich in den Schlaf. Nach so einem Tag wie heute habe ich das besondere Gefühl mir beides verdient zu haben. Henry und Falko sehen aus wie aus dem gleichen Ei. So ist das auch. Eineiige Zwillingssegler aus dem Großraum Berlin auf der MARLIN. Sie kennen mich schon viel besser, als ich sie kenne. Von hier, von meinem Blog. Nach Ankommen und dem üblichen Krimskrams, wie Sicherheit etc. stehen wir heute morgen in der Fischhalle und erstehen 11 Pfund Yellowfin. „So günstig bekommen wir den nie wieder!“, meint Falko. „ Das ist der Kilopreis in Deutschland.“ Ich überlege noch kurz ob sich der Fisch bis Bequia hält. Sollte klappen. „Dann gibt es viel frischen Tunfisch in den nächsten Tagen.“ Die beiden lächeln mich glücklich an.

Am Sonntag Nachmittag sind wir durch und ich bringe meine Zwillinge an Land. Noch mal einen Blick in die schönste Stadt der Karibik. Mit dem wieder funktionierenden 30 PS Aussenborder alles kein Problem. Auf der Rückfahrt zu MARLIN falle ich fast vom Dinghy und muss direkt eine Wendemanöver einleiten. Da liegt die MR CURLEY. Ich glaub es ja nicht. Ich hänge mich an die Bordwand. Auf der andern Seite schaut mich Kathy an. „Nein. Nein ich kenne Dich nicht.“ Ich ziehe meine Cap aus. Ich ziehe meine Sonnenbrille aus. „Nein. Ich kenne Dich nicht.“ „Kathy. Wir hatten eine wunderschöne gemeinsame Zeit auf Chagos Ostern 2006. Das sind doch grade mal 13 Jahre.“ Langsam erinnert sich Kathy. Oha. „Ich habe auch nur wegen dem Schiff gehalten. Ich hätte Dich auf der Strasse auch nicht wiedererkannt.“ MR. CURLEY, ein massiver 63 Fuß Aluminium Mono und hat mich sicherlich schon vor 13 Jahren in der Auswahl des IRON LADY Nachfolgers beeinflußt. Ein einmaliges und wunderschönes Schiff.

Falko und Henry sind einfache Mitsegler für mich. Beide haben ein eigenes Schiff und bringen einfach schon mal 90% der Grundkenntnisse mit, die auf der MARLIN notwendig sind. Und so geht es recht flott noch mal in den Supermarkt und schon sind wir zu dritt on the road again. Auf den Spuren von Jan, also seinem Track auf dem Bordrechner, segeln wir in die Tyrell Bay. MARLIN hat Spass legt sich 20° auf die Backbordbacke und macht das was sie am besten kann: Sie segelt am Wind. Schnell. Komfortabel. Sie macht das weitestgehend alleine. Alles was notwendig ist, um diesen Prozess sicher zu machen, mache ich. Henry und Falko gewöhnen sich schnell an die schräge Lage. Es ist dunkel als wir ankommen. Wir ankern weit draussen. Ich stelle mich in die Küche. Was gibt es wohl zum Abendessen. Yellowfin.

Vor unserer Abfahrt, kommt Richard von der MR CURLEY noch vorbei. Als ich mit Kathy gesprochen habe, war er in einem Telefonat mit seinem neunzigjährigen Vater vertieft. Er steht schon auf der Badeplattform: „Darf ich an Bord kommen?“ Wenn einer was von Aluschiffen weiß, dann ist es Richard. Wohlwollend erfasst er die MARLIN mit ein paar Blicken. Das Problem mit den Relingsstützen habe ich auch und wie folgt gelöst in Thailand…“ Richard hat sich ausser seinen immensen Augenbraunen kein Stück verändert. „Da hast Du Dir ja Deinen Traum verwirklicht, denn Du vor 13 Jahren schon hattest. Der Meister klopft mir wohlwollend auf die Schulter. Wir schnacken über Chagos, die Welt, die Karibik, den Wind und die Elektrolyse. Das könnte lange so weitergehen. Henry und Falko lösen die unterschiedlichen Interessenlage, indem sie lächelnd im Cockpit erscheinen mit Rettungswesten und Sonnencreme im Gesicht. So sind sie, die Berliner. Richard ist keiner, den man in den Arm nimmt und ist genauso schnell wieder weg, wie er gekommen ist. „Dann lass uns mal den Anker heben.“ Vormachen, Nachmachen, Selbermachen. Die Lernfolge auf der MARLIN. Henry und Falko sind in der Vormachphase.


Mitsegeln auf der MARLIN!

www.marlin-expeditions.com

Im SailGP die 50-Knoten-Barriere gesprengt? Noch nicht ganz…

Australia SailGP Team: <p>
	Das Australia SailGP Team kam der 50-Knoten-Grenze schon sehr nah</p>

Für ein paar Stunden fühlten sich Tom Slingsby und sein australisches SailGP-Team wie die Geschwindigkeitskönige des Segelsports, doch der Rekord muss warten

Neue Hilfe gegen Dieselpest

Da machten Besitzer von Yachten mit Dieselmotoren lange Gesichter: Pünktlich zur Wintersaison griff eine neuen EU-Verordnung, nach der Produkte, die gegen die berüchtigte Dieselpest wirksam sind, nicht mehr frei an den Endkunden verkauft werden durften. Ab sofort gibt es aber wieder ein Produkt, das frei verkäuflich ist. Liqui Moly Marine hat mit dem neuen Diesel-Schutz ein Additiv entwickelt, das hochwirksam Bakterien, Hefen und Schimmelpilze im Dieselkraftstoff bekämpft und damit der Dieselpest entgegenwirkt.

Während die bisherigen Produkte nicht mehr an Endkunden verkauft werden durften, da Bestandteile unter bestimmten Bedingungen aus krebserregend eingestuft wurden, ist das neue Produkt nicht von der Chemikalienverbotsverordnung betroffen und kann vom Handel frei an Bootsbesitzer verkauft werden.

Die neue Rezeptur wurde vor dem Verkaufsstart intensiv
getestet und von einer unabhängigen Prüfstelle nach ASTM E 1259, einem Test zur
Bestimmung von Mikroben im Dieselkraftstoff auf antimikrobielle Wirksamkeit,
überprüft. Die sehr hohe Wirksamkeit konnte so wissenschaftlich nachgewiesen
werden, so der Hersteller.

Neben der Wirksamkeit gegen die Dieselpest verfügt es über
herausragende Reinigungs- und Korrosionsschutzeigenschaften und ist perfekt
geeignet für die Langzeitkonservierung, z.B. bei der Winter-Einlagerung,
verspricht Liqui Moly.

Die wirksame Dosierung zur vorbeugenden Anwendung auf einen Liter Diesel-Kraftstoff beträgt lediglich 1:1000 (Schock-Dosierung 1:200).

In der ersten Produktions-Charge werden 500ml-Dosen produziert, in Kürze sind auch 1-Liter-Gebinde erhältlich. Der Liqui Moly Marine Dieselschutz mit ASTM E 1259 Wirksamkeitsnachweis ist als 500ml-Gebinde zu einem empf. Verkaufspreis von 21,90 Euro brutto im Fachhandel erhältlich.

Einen Fachhändlernachweis finden Sie auf www.gotthardt-yacht.de.

Marseille 2024: Offshore-Kurs rund Korsika

Sail GP Marseille

Die Franzosen bereiten sich schon enthusiastisch auf die Olympischen Spiele 2024 vor. Dabei soll dem Segelsport in Marseille eine besondere Bühne geschaffen werden. Weiterlesen

Großer Fisch an der Ostsee

Senkrechtstart für die neue Sun Fast 3300

Sun Fast 3300: <p>
	Rasanter Auftakt: Die neue Sun Fast 3300 von Jeanneau&nbsp;</p>

Der neue Serien-Racer von Jeanneau überzeugt beim ersten Stelldichein auf der Regattabahn und auch beim YACHT-Exklusivtest. Hier gibt es nun die ersten Fotos

Mixed Offshore Olympia: World Sailings Liste der 26 möglichen Zweihand-Yacht-Typen

JPK 10.10

Wie World Sailing verhindern will, dass sich nur die reichen Nationen die olympische Zweihand Offshore Mixed Disziplin 2024 leisten können. Weiterlesen

In einem Fass über den Ozean

Jean-Jacques Savin: <p>
	Der Skipper und sein &quot;Boot&quot;</p>

Allein von der Strömung getrieben hat der 72-jährige Franzose Jean-Jacques Savin den Atlantik überquert – in einem drei Meter langen Spezialfass

Raymarine Lighthouse 3.9: die Rückkehr der Segelfunktionen

Raymarine Lighthouse 3.9: <p>
	Die neue Plotter-Software Lighthouse 3.9 bietet auch Segelfunktionen</p>

Mit der neuen Software kann auch Raymarines aktuelle Plotter-Generation Anliegerkurse anzeigen und den optimalen Wendezeitpunkt berechnen

Nachteile moderner Rümpfe: Junges Design, eitel Sonnenschein?

Die Vorteile, die moderne Rümpfe und Interieurs bieten, sind mannigfaltig, dennoch gibt es etliche Nachteile, die nicht wegzudiskutieren sind.

Hohes Freibord

Wer von einem 35 bis 45 Fuß großen Schiff viel Platz unter Deck erwartet, der muss in Kauf nehmen, dass das An-Bord-Kommen mit Klettern verbunden ist, weil das Freibord so hoch ist. Ebenso, dass er bei Lage auf der Luv-Kante hoch über dem Wasser schwebt, denn mehr Komfort wird nicht nur durch zusätzliche Höhe, sondern auch durch eine größere Breite erworben. Andere negative Begleiterscheinungen, darunter Windanfälligkeit, können durch effektive Kielformen und Ruderanlagen und den Einbau von Bug- und Heckstrahlrudern gemildert werden.

Große Rumpffenster

Fenster im Rumpf sorgen für gute Sicht und bringen Licht und Luft ins Schiff. Allerdings schwächt jeder Einschnitt die Stabilität der Rumpfschale, erst recht, wenn er im Bereich der Wanten erfolgt. Diesem Problem begegnen mehr und mehr Werften, indem sie unterhalb der Fenster zusätzliche Stringer einlaminieren (Bavaria C 45). Weil diese für Sicherheit sorgen, stört es nicht, dass ein wenig Staufläche in den Bett- und Sofa-Kästen verloren geht.

Auffallend ist, dass Fensteranzahl und -größe immer weiterwachsen. Zusätzlich zu den Salon- und Rumpffenstern werden aktuell jede Menge Skylights eingesetzt (mit dem nützlichen Nebeneffekt, dass man aus der Kajüte heraus ins Rigg schauen kann), außerdem erhalten mehr und mehr Kajütfronten riesige Panoramascheiben.

Keine Bilge mehr

Manch angepeiltes Design-Ziel lässt sich zudem nur erreichen, indem verzichtet wird. Bei kleinen Yachten, die eine passable Steh- bzw. Sitzhöhe und eine gute Performance bieten sollen, ist das die Bilge. Legt man keinen „Keller“ an, wird der Raum zwar höher, aber alles Wasser, was in den Innenraum dringt oder dort kondensiert, muss weggewischt oder abgepumpt werden.

Besetzter Stauraum

Ähnliche Probleme kann man sich mit Gebrauchsgegenständen einhandeln, die das Bordleben angenehmer gestalten oder das Handling erleichtern sollen. Extras wie Bug- und Heckstrahlruder, Heizung, zusätzliche Batterien oder doppelte Wasser- und Treibstofftanks besetzen Räume, die früher zum Stauen von Lebensmitteln, Kleidung etc. genutzt wurden. Um dieses Problem zu lösen, werden auf modernen Yachten extra Staukammern eingerichtet.

Wohin mit der Elektrik und Elektronik?

Auch die zahlreichen elektrischen und elektronischen Instrumente / Geräte sind nicht nur Segen, sondern auch Fluch. Am deutlichsten lässt sich die verzwickte Situation am Beispiel elektrischer Winschen erklären. Damit die Winschen optimal positioniert werden können, müssen Deckslayout und Interieur akribisch aufeinander abgestimmt werden, denn nichts ist ärgerlicher, als dass man sich jedes Mal den Kopf am Motorsockel stößt, sobald man die Achterkabine betritt.

Die Kabelbündel werden immer dicker und müssen doch bis in die hintersten Winkel sorgsam verlegt werden. Wie gut, dass die meisten Werften an einer vollwertigen Navi-Ecke festhalten, obwohl kaum noch jemand mit Papierkarten navigiert.