Monatsarchive: Juni 2018

Golden Globe Race: 17 Starter in Warteposition – Robin Knox-Johnston wehmütig

Golden Globe Race , Robin Knox Johnston

Sie haben sich reichlich was vorgenommen: Eine Frau und 17 Männer wollen auf Booten, deren Riss vor 1987 gezeichnet wurde, einhand nonstop um die Welt segeln. Weiterlesen

„Vergesst‘ Prison Break, House of Cards und Breaking Bad!“

Volvo Ocean Race 2017/2018: <p>
	Etappe 11, Tag 1: Das Dongfeng Race Team f&uuml;hrt die Flotte an und segelte damit am Freitagmittag auf Kurs Gesamtsieg</p>

Der Finalkrimi spitzt sich zu. Mapfre und Dongfeng ringen um die Etappenführung und den Gesamtsieg. Kann das zurückgefallene Team Brunel zurückschlagen?

Back to normal life.

Back to normal life.

Farbspritzer im Gesicht

Einigermassen erholt von meiner sechsmonatigen Skipperpassion lande ich in Hamburg und erreiche nach einer langen Fahrt mit einem dieser Flixbusse Flensburg. Das die sich noch trauen zu fragen, ob man mit der Fahrt zufrieden war. Schon etwas unverschämt. Die haben definitiv ein Toilettenproblem. Na ja. Kenne ich was von. Aber wir haben das auf der MARLIN definitiv besser im Griff. Schwamm drüber. Nicht meine Baustelle.

Zuhause angekommen holt mich MayaLena ab vom Bahnhof. Hehe! Da freut Papi sich aber mächtig „Seid ihr aber groß geworden.!“ Ne, dass war jetzt eher Spass. Erst mal haben wir ein kleines Problem zu lösen. Maya wollte mir bei der Office Renovierung helfen und ist nicht so ganz am Ziel angekommen. Nun. Wir einigen uns darauf dass wir das in eine Gemeinschaftsaktion bis Freitag Abend stemmen und den MARLIN / LUNATRONIC Aktionsraum fertig renovieren, damit die Maya Geburtstagsparty denn am Wochenende auch in frisch gestrichenen Räumen stattfinden kann. Lena macht auch mit und so sauen wir uns denn mal eben so richtig ein, wie sich das gehört. Eine große Fläche die mal feucht war muss verputzt werden. Das macht Papi. Auch die Decke streichen muss ich wohl selbst machen. Aber die ganzen Ecken, mit Pinsel und kleiner Rolle, dass machen meine Töchter. Spass haben. Das ist unsere Baustelle. Welcome Home.

Psychologische Sicherheit und Gruppendynamik an Bord – das Fünf-Phasen-Modell

Das Bordleben ist eine aufregende Erfahrung

Viele Wassersportler bereiten ihre Törns seemännisch gut vor. Sie halten das Boot und das technische Equipment durch Pflege und Wartung instand. Sie besorgen sich Seekarten und machen die Crew mit sämtlichen Sicherheitsstandards an Bord bekannt. Zudem verfügt der Skipper oder die Skipperin für gewöhnlich über gute nautische Kenntnisse. So weit, so gut. Doch inwieweit haben sich alle Segelfreudigen mit psychologischer Sicherheit beschäftigt?

Das Bordleben kann eine positiv aufregende und entspannende Erfahrung sein: Wogen und Wellen erleben, den Alltagsstress hinter sich lassen, die Ruhe nach dem Abstellen des Motors genießen. Es kann aber auch spezielle Konflikte und Probleme bringen, Ängste fördern oder die Kommunikation untereinander stören.

Jeder Skipper sollte sich daher fragen, inwieweit er oder sie darauf vorbereitet ist. Wie wird mit Meinungsverschiedenheiten in der Crew umgegangen? Wie kann ein seekrankes Mitglied einigermaßen handlungsfähig gemacht werden? Muss die – oft noch bestehende – Rollenfestlegung bei segelnden Ehepartnern so bleiben, obwohl im Notfall beide gute NavigatorInnen sein müssen?

Das Bordleben ist eine aufregende Erfahrung.

Techniken und Strategien

Techniken und Strategien zu mehr psychologischer Sicherheit an Bord zu reflektieren, sind ein wesentlicher Bestandteil der Törnvorbereitung. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise entsprechende Literatur.

a) „Wie funktioniert eine Gruppe? Gruppenmodelle nach Tuckman und Cohn“, Antje Kreher
b) „Dynamik in Gruppen“, Eberhard Stahl
c) „Moderne Crewführung auf Sportbooten“, Birgit Carstensen und Richard Jeske

Eine weitere Alternative sind Seminare. Zum Beispiel bei der Kreuzer-Abteilung des Deutschen Segler-Verbandes. Dort wird das psychologische Sicherheitstraining vor allem praktisch besprochen und geübt. Aufgebaut wird auf die profunde Erfahrung jedes anwesenden Seglers und jeder Seglerin, unabhängig vom Erfahrungsstand.

Die eigenen Erlebnisse können so in einen professionellen Rahmen eingeordnet werden, Krisen im Nachgang analysiert und verstanden oder eigene Grenzerfahrungen berichtet werden. Dazu gehören auch Themen wie „Führungsstil“ oder „Risikoverhalten“ oder auch der Umgang mit „menschlichen Problemen an Bord“ sowie „Angstbewältigung“.

Stärkung der eigenen psychologischen Sicherheit

Zur Veranschaulichung greife ich ein allgemeines Thema heraus, das viele von Euch kennen werden: Wo zwei oder mehr Menschen sind, gibt es verhandlungsnötige Interessen und Grundbedürfnisse. Das fängt damit an, dass die Mitglieder an Bord gehen und jede/r die schönste Schlafstelle möchte, und hört auf mit gravierenden Interessenkonflikten, wie z.B. im plötzlichen Krankheitsfall eines Seglers, bei dem entschieden werden muss, ob man beim Plan bleibt oder zurück segelt. Wer entscheidet und wie wird entschieden? Wird der Skipper als der „lonely wolf“ seine einsame Entscheidung in der Kajüte treffen oder sich mit einigen oder allen aus der Crew kurzschließen? Wie geht er dann mit den Nörglern um?

Wo zwei oder mehr Menschen sind, gibt es verhandlungsnötige Interessen.

Mit anderen Worten: Eine Stärkung der eigenen psychologischen Sicherheit ist ungemein wichtig, egal, ob man zu zweit, mit FreundInnen oder als Crew aus Fremden segelt. Über Gruppendynamik Bescheid zu wissen und Kommunikationstechniken im Hinterkopf zu haben, erleichtert das Bordleben und ich möchte daher im Folgenden darauf eingehen.

Gruppendynamik: die fünf Säulen der Identität

Mit den fünf Säulen der Identität werden in den verschiedensten psychologischen Konzepten zur menschlichen Identität die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen zusammengefasst. Sie lauten:

– Selbstbehauptung/Unabhängigkeit
– Kontrolle/Macht
– Neugier/Exploration
– Lust/Unlustvermeidung
– Bindungsbedürfnis

Dass die Bedürfnisse in unterschiedlicher Ausprägung bestehen, in Situationen variieren können und sich alterschronologisch verändern, ist selbstredend. Doch jede/r wird eine Gewichtung bei sich erkennen, die handlungsleitend ist. Und vielleicht auch neugierig darauf sein, wie sie bei anderen an Bord ist: Gibt es die harmoniebedürftige Schlichterin, den Alleswisser (der den Skipper übertrumpfen will) oder den „Uninformierten“ ohne Lernbedürfnis?

Die Gruppendynamik an Bord unterliegt spezifischen Eigenheiten.

Gruppendynamik an Bord: das Fünf-Phasen-Modell

Gruppendynamik an Bord ähnelt jener an Land und hat doch spezifische Eigenheiten: Es ist eine geschlossene Gesellschaft, die in jeder Situation, aber vor allem in lebensbedrohlichen, auf gute Beziehungen untereinander angewiesen ist.

Im nachfolgenden Fünf-Phasen-Modell werden gruppenspezifische Phasen benannt, die einen Einblick in Gruppenbildungsstandards geben. Das Modell stammt von Bruce Tuckman. Er war US-amerikanischer Psychologe, Organisationsberater und Professor an der Ohio State Universität und entwickelte seit 1965 sein weltweit bekanntes Phasenmodell für Gruppen.

Nach dem Modell von Bruce Tuckman läuft der Gruppenprozess fast immer in den gleichen Phasen ab – der sogenannten „FSNPA-Reihenfolge“. Dabei steht jeder Buchstabe für eine Stufe des Prozesses. Die Stufen heißen: Forming, Storming, Norming, Performing, Adjourning und werden im Folgenden erklärt.

1. Phase: Forming

Jedes Mitglied einer Gruppe wird sich bei den ersten Begegnungen Fragen stellen, etwa: Werden die anderen mich mögen? Bin ich den Anforderungen gewachsen? Kann ich mich auf den Freund auch an Bord verlassen? Begegnet man sich mit freundlicher Skepsis oder Herzklopfen? Jede/r wird versuchen, die verschiedenen Grundbedürfnisse in Einklang zu bringen, wobei sie oder er auf frühere Erfahrungen zurückgreift: bewusst oder unbewusst. Erste Regeln und Ziele werden miteinander festgelegt.

Jedes Mitglied einer Gruppe wird sich bei den ersten Begegnungen Fragen stellen.

Dazu ein Beispiel: Ein amerikanischer Skipper heuert in Spanien für seinen Atlantiktörn drei erfahrene Mitsegler an und lässt seine Frau, mit der er bislang in Europa gesegelt ist, zurück. Der Skipper reflektierte nicht über die Funktionen seiner Frau, vor allem leibliche und seelische Ernährung zu gewährleisten. Folge davon: Als sich die gespannte Stimmung unter den Seglern nach kurzer Zeit an Bord zuspitzte und keiner harmonisierende Hände ausbreitete, ging einer der vier Männer auf den Kanaren von Bord.

Von den drei restlichen übernahm der Älteste unbewusst die Rolle der Frau, kochte und „entschied“ sich unbewusst, beziehungsmäßige Schwierigkeiten tot zu schweigen. Im mittelamerikanischen Hafen jedoch inszenierte er einen moralisierend getragenen Abgang mit Theaterdonner.

Dass es nicht früher zu einem Eklat kam, lag auch am fehlenden Festland, an der bewundernswerten Kompetenz des Skippers sowie kleinen Gratifikationen (von der Hundewache befreit werden, weil das Essen so gut schmeckte). Hätte der Skipper sich seine eigene Bedürftigkeit bewusst gemacht und sie etwa in der 2. Phase – dem Storming – angesprochen, wäre die Crew vielleicht zusammen geblieben.

Eine besondere Herausforderung für Gruppen – Ozeanüberquerungen.

2. Phase: Storming

Für größere Gruppen gilt: Spätestens ab dem dritten Tag werden Konflikte und Unstimmigkeiten ausgetragen und die strukturierte Arbeit und Aufgabenverteilung beginnt. Bei der (Ehe)Paardynamik kann sich ein möglicher Knoten aus unausgesprochenem Konfliktpotential schon eher lösen – oder gar nicht.

Spätestens ab dem dritten Tag werden Konflikte ausgetragen – hier allerdings im Spaß.

Auch dazu ein Beispiel: Ein erfahrener Segler hat seine Partnerin dazu animieren können, den Sportbootführerschein See zu machen und ein wenig auf inländischen Seen praktisch zu üben. Ihr erster geplanter mehrtägiger Mittelmeertörn unterlag administrativ- und wetterbedingten Verzögerungen sowie einem landestypischen Streik, sodass die vorher eingehend besprochenen Ziele an der griechischen Küste geändert werden mussten.

Der Mann reagierte flexibel und genoss den Alltag im Yachthafen, die Frau hingegen sah ihre wenigen Ferientage in der Hitze verrinnen. Anstatt „Mitseglerin“ üben zu können, war sie „die Frau vom Segler“ sowie ihrer vertrauten Umgebung beraubt. Die restlichen Tage auf See standen unter unausgesprochenen Spannungen zwischen dem Paar, obwohl die Frau dann mehr als nur Fender auslegen konnte.

3. Phase: Norming

In der Regelungs- und Übereinkunftsphase sind die sozialen Rollen festgelegt. Eine gemeinsame Identität besteht. Das merkt man an Aussagen wie „Das Anlegemanöver haben wir super geschafft“. Doch nicht nur crewintern findet diese Wahrnehmung statt. Sie kann auch extern vorhanden sein und spiegelt sich in Aussagen wie „Das sind doch die Mädels von der Poseidon“ wider.

4. Phase: Performing

In dieser Phase läuft die Gruppe. Die Regeln und Rollen sind klar und alle sind an den gemeinsamen Zielen orientiert und konkurrieren nicht destruktiv. Die Gruppe verfolgt ein gemeinsames Ziel und hat Spaß, dieses zu erreichen.

Segelmanöver. Diese Gruppe ist in der Performing-Phase.

5. Phase: Adjourning

Der Törn geht zu Ende und die Gruppe löst sich wieder auf. Es geht sozusagen jede/r wieder in den sonst üblichen „Alltag“ zurück. Das heißt auch, dass die entstandenen menschlichen Bindungen sich lösen bzw. verändern. Der Skipper mit Weisungsbefugnis wird wieder zum Freund auf Augenhöhe und bei der Abschiedsumarmung wird schließlich „Ich melde mich auf jeden Fall“ versprochen.

Zum Törnende gehört aber auch eine Auswertung und Nachbereitung des Törns. Hier sollte vor allem auch der Skipper reflektieren, was auf dem Törn gut und was schlecht gelaufen ist. Daraus lassen sich, wenn Kritik auch angenommen wird, durchaus positive Veränderungen für die Zukunft ableiten.

Zum Törnende sollte immer auch eine Auswertung gehören.

Fazit

Aus profunder Lebens- und Segelerfahrung oder angelernter sozialer Kompetenz kommt das Wissen über Verständnisschwierigkeiten. Wer weiß, dass es die fünf Phasen gibt, kann sie als Raster im Hinterkopf behalten. Darüber hinaus ist es wichtig, zu verstehen, dass wir mit unterschiedlichen Ohren hören, etwa „gesagt ist nicht gehört“ und „gehört ist nicht verstanden“.

Dazu ein Beispiel: Wenn die Skipperin zu einem unerfahrenen Crewmitglied sagt: „Da ist ein Ölfleck im Motorraum.“ wird dieses vielleicht nur mit dem Kopf nicken und diese Aussage nicht als Appell verstehen: „Kümmere dich um den Motor“. Oder wenn ein Törnteilnehmer viel schweigt und sich zurückzieht, kann dies aus unterschiedlicher Motivation geschehen und unterliegt diversen Deutungen. Hat er schlechte Laune? Ist er müde? Möchte er alleine sein? Bevor Unstimmigkeiten und Mutmaßungen entstehen, wäre es besser, den Mitsegler darauf anzusprechen. Das nimmt einem sich aufbauenden Groll die Energie. Selbige kann dann viel besser für konstruktive Bordmanöver genutzt werden.

Mit anderen Worten: Ein Wissen um Kommunikationspsychologie an Bord kann die Sicherheit an Bord erhöhen – für jedes Individuum, für die Gruppe, aber auch für das nautische Gelingen des Törns. In meinen Augen ist es die Aufgabe des Skippers, sich darauf vorzubereiten und entsprechend zu handeln. Viel Spaß dabei.

Seminar-Tipp

Psychologisches Sicherheitstraining für Wassersportler am Samstag, den 01. Dezember 2018, von 10:00-18:00 Uhr beim Deutscher Segler-Verband (DSV) mit Renate Degner.

Infos und Anmeldung unter www.kreuzer-abteilung.org

Der Beitrag Psychologische Sicherheit und Gruppendynamik an Bord – das Fünf-Phasen-Modell erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Der „Rote Mond“ scheint über Zadar

52 Super Series 2018: <p>
	Harm M&uuml;ller-Spreers &quot;Platoon&quot; bietet Patrizio Bertellis Team Luna Rossa bei der 52 Super Series in Zadar Paroli</p>

Patrizio Bertellis Team Luna Rossa schockt im Süden Kroatiens das TP-52-Establishment. Doch zwei gut bekannte Teams mit deutschen Eigner bieten Paroli

Sea Ray steht kurz vorm Verkauf

Mit Silber und Bronze zum Wahlsieg

Bei der Wahl zu den Seglern/innen des Monats Mai durch die User von sail24.com landeten Frederike Loewe/Anna Markfort (EM-Silber) gemeinsam mit ihren Kolleginnen Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß (EM-Bronze) sowie den Männern Malte Winkel/Matti Cipra (EM-Bronze) auf Platz eins.

Es war ein harter Kampf der 470er-Nationalmannschaftssegler mit den beiden anderen Kandidaten. Zunächst sammelte die Crew der „Elena Nova“, die vor Palma in der Klasse der Swan 45 bereits zum sechsten Mal die Konkurrenz besiegt hatte, durch die sail24.com-User reichlich Punkte, dann kamen die Fans von Match Racer Max Gurgel in Fahrt und stimmten für den einzigen deutschen Skipper beim Match Race Germany ab. Zum Schluss vereinten sich aber die meisten Stimmen auf den drei 470er-Mannschaften. Möglicherweise befeuert durch die Kieler Woche, wo die Olympia-Aspiranten ihren Heimauftritt hatten und damit einmal mehr im Rampenlicht standen.

Die Ergebnisse:

Platz eins: 470er-EM-Medaillen-Gewinner 43,02 %

Platz zwei: Crew der „Elena Nova“ 31,70 %

Platz drei: Match Race um Max Gurgel 25,28

Ab- und anlegen mit Muringleinen… So wird’s gemacht

Manöver für Chartersegler

Stress und Angstschweiß – nur einige Symptome, die so manchen Charterskipper im Mittelmeer befallen, wenn es um Manöver geht. Dabei sind sie gar kein Hexenwerk

Sicher mit dem Bootsanhänger unterwegs

Richtiges Beladen ist entscheidend für die Fahrstabilität

Urlaub auf dem Wasser hat einen hohen Erholungswert und bereits am Wochenende starten die ersten Bundesländer in die Sommerferien. Wer sein eigenes Boot mit in den Urlaub nehmen will, muss gut vorbereitet sein. Denn das richtige Beladen ist entscheidend für sicheres Fahren mit einem Bootsanhänger. Eine falsche Gewichtsverteilung verändert die Fahrdynamik deutlich und kann so zum Kontrollverlust und zum Schleudern des Gespanns führen.

Alle Tipps rund um die richtige Beladung bis zu Besonderheiten beim Fahren mit Gespann hat der ADAC zusammengestellt:

• Das Gepäck möglichst tief und nah an der Achse bzw. im Bereich
zwischen Achse und Deichsel im Anhänger verteilen. Schwere
Gegenstände im Bereich der Achse platzieren.

• Die zulässige Achslast sowie das Gesamtgewicht nicht überschreiten.

• Die Stützlast immer austaxieren. Den am Zugfahrzeug angegebenen
Maximalwert einhalten. Wichtig: Auch bei deutlicher Unterschreitung des
angegebenen Wertes (ca. 75 Kilo) nimmt die Fahrstabilität ab.

• Insbesondere beim Trailern von Segelbooten mit höherem Schwerpunkt ist
darauf zu achten, dass die oberen Schaps nur mit leichten
Gegenständen beladen ist. Auch hier gilt: schwere Gegenstände
möglichst tief und achsnah platzieren.

• Mit leeren Wasser- und Treibstofftanks wird das Gewicht des Boots
deutlich reduziert.

• Generell sollten Gespannfahrer immer mit erhöhter Aufmerksamkeit
fahren. Um Grenzsituationen kennenzulernen, empfiehlt sich ein
Fahrsicherheitstraining.

Weitere Informationen zu besonderen Verkehrsregelungen in Europa für Fahrten mit einem Bootsanhänger wie zum Beispiel Tempolimits, Abmessungen, Sondergenehmigungen oder Mautgebühren finden Skipper unter www.skipper.adac.de.

Tief Cathy verursacht Spätstart-Rekord zur Mittsommernacht

Kieler Woche 2018: <p>
	Max Kohlhoff verbesserte sich mit einem zweiten Rang auf Platz 16</p>

Für die Olympioniken war es ein historisch langer Tag – passend zur Mittsommernacht. Die Lasersegler waren sogar bis nach 21 Uhr im Einsatz

Kieler Woche: Tief Cathy drückt auf Zeitplan – Deutsche 470er- und 49er-Frauen Spitze

Ein kalter Luftstrom aus 5000 Metern Höhe, Gewitter, Starkregen und Sturmböen bis 45 Knoten: Das waren die Prognosen, die Wetterexperte Meeno Schrader für den sechsten Tag der Kieler Woche bereithielt. Weiterlesen

Viele Jungstars im Laser Radial

Die gelbe Gruppe segelte zur Bahn, startete und musste abbrechen: Aufgrund einer aufziehenden Sturmfront holte die Regattaleitung das Feld der Laser Radial Segler, die zur Kieler Woche ihre WM austragen, wieder an Land. Ein bisschen schade fand das Aleksander Arian (Polen) schon. „Auf der Bahn waren mittlere Windstärken, allerdings mit vielen Böen.“ Und da sie die aufziehende Sturmfront bereits sahen, sei die Entscheidung auch in Ordnung. „Sicherheit geht vor.“

Doch ganz aufs Segeln verzichten, mussten sie nicht. Um 17.30 Uhr ging es weiter. Das nutzte Aleksander Arian und ersegelte sich gleich im ersten Rennen des Nachmittags wieder einen Sieg. „Es war ein toller Start gestern“, freute er sich über den dritten und ersten Platz des Vortages. Im Rennen passierte ihm ein Fehler, der dem Großteil des Feldes widerfuhr. Sie hatten damit gerechnet, die Tonne weiter rechts zu finden. Als sie den Irrtum bemerkten, war der Führende Josh Armit (Neuseeland) bereits an der Tonne. Im zweiten Rennen konnte er das wieder wettmachen und den Führenden des ersten Rennens auf die Plätze verweisen.

Für die kommenden Tage hofft der Pole auf starken Wind. „Ich bin gut bei viel Wind.“ Aber egal, wie die Bedingungen werden, er hat Spaß. Als 25-Jähriger zähle er bereits zu den Älteren im Feld.

Zu den Jüngeren zählt auch der Neuseeländer Josh Armit, der nach dem ersten Tag auf dem zweiten Platz lag. Das konnte er am Donnerstag nicht gleich wieder abrufen und kam beim ersten Rennen als Achter ins Ziel. „Ich freue mich, hier zu sein“, erklärte der 16-Jährige. In Neuseeland seien die Felder nicht so große, daher genieße er es, mit so vielen Booten auf dem Wasser zu sein und gegen sie anzutreten. Ein Ziel hat er sich nicht gesetzt: „Ich segel nur und tue, was ich kann.“ Tag für Tag und Rennen für Rennen schauen, was machbar ist. Das ist auch das Motto von Zac Littlewood (Australien), der auf Gesamtposition vier in den Nachmittag startete sich hinter Aleksander Arian einen zweiten Platz ersegelte. Er nutzt die sommerlichen Bedingungen in Europa, nicht nur um dem Winter in der Heimat zu entfliehen sondern auch, um sich auf seinen Saisonhöhepunkt, die Youth Sailing World Championships in Corpus Christi (USA) Ende Juli vorzubereiten. Der 17-Jährige mag die windreichen Bedingungen vor Kiel. „Das sind immer gute Rennen.“ Allerdings sieht er sich auch als Allrounder und nimmt den Wind so, wie er kommt. Dass bei den „unberechenbaren Winden“ abgebrochen wurde, sei die richtige Entscheidung gewesen.

 

Bereits am Vormittag konnten die Hansa 303 für ihre Eurosaf Para Sailing Championships zwei Rennen segeln. Trotz einer Disqualifikation, die er als Streichergebnis nehmen kann, bestätigte der Pole Piotr Cichocki seine Siegqualitäten, ebenso wie mit seinem ersten Platz im zweiten Rennen. Damit führt er weiterhin das Klassement an. Auf den nachfolgenden Rängen hat es einen Wechsel gegeben. Der Pole Waldemar Wozniak setzte sich vor Jens Kroker.

Die 2.4mR gingen auch am späteren Nachmittag wieder auf die Bahn. Die Bedingungen mit dem auffrischenden Wind nutzte erneut der Franzose Damien Seguin am besten. Er ersegelte sich zwei Siege und bleibt an der Spitze. Heiko Kröger blieb zweimal direkt hinter dem Franzosen und verteidigte seinen momentanen zweiten Rang. Einen Platz gut machen konnte Lasse Klötzing. Er schob sich auf den dritten Platz vor.

Am Freitag wird bereits ab 10 Uhr gesegelt.