Monatsarchive: August 2017

Eine Steckdose

Takk zusammen! Wie versprochen hier also ein paar aktuelle Zeilen aus dem hohen Norden, genauer gesagt aus Vardoe (ich habe noch immer keine Ahnung wie ich das mit dem durchgestrichenen O auf der Tastatur hinbekomme). Draußen hats gerade angefangen zu pullern und der gemeldete Starkwind aus West beginnnt auch zu blasen. Benannter Westwind ist auch der Grund warum ich noch hier bin. Denn schließlich ist West und später Süd sowas wie miene Generalkurs für die nächsten Wochen. Mal schauen obs morgen besser passt. Stress mache ich mir hier jedenfalls keinen mehr. Der unangenehme Zeitdruck den ich zuletzt in Russland hatte reicht mir erst mal. Nun gilt es langsam und gemütlich voran zu kommen. Hier und da wirds auch mal wieder einen längeren Schlag brauchen .. aber in der Ruhe liegt die Kraft.

Nach meiner Landung im kühlen Kirkenes habe ich den Dienstag mit ein paar kleineren Arbeiten an Carpe und einem Einkauf verbracht. Am späten Abend gings dann mit der Tide los Richtung Vardoe. Die Nächte sind mittlerweile zwar noch nicht ganz duster, aber deutlich dunkler als noch vor Wochen. Also schön Ausguck nach den vielen Mooringbojen und den daran befestigten Booten halten. Der Wind soll eigentlich aus West blasen und später leicht rückdrehen. Als ich den Ausgang des Kirkenesfjords erreiche, bläst es allerdings mit guten 5 Beautfort genau aus Südsüdwest. Datt mit dem Wetter hier ist schon echt ne Nummer. Die Vorhersagen kann man wirklich nur als groben Anhaltspunkt nehmen. Alles was über einen Tag hinaushgeht ist zudem reine Kaffeesatzleserei. Aber wurscht. Ich setze die Genua und lasse Carpe die Zügel. Mit der Tide laufen wir so mit 7-8 Knoten über Grund Kurs 40 Grad. Zeit für ein Nickerchen. Unter Deck ist es nicht nur frisch, sondern schweinekalt. Kälter als draußen im Wind. Das muss an dem kalten Wasser der Barentsee liegen. Jedenfalls bibbere ich mir trotz mehrere Lagen Thermowäsche ganz schön einen ab. Alle halbe Stunde schaue ich nach dem rechten. Denn hier gibts doch ein paar Fischer die kreuz und quer fahren und ihre Netze einsammeln. Und apropos Netze. Ab hier muss man auch wieder nach den vielen Reusen und Stellnetzen Ausschau halten. Neben den bekannten Fähnchen schwimmen daneben auch eine ganze Reihe großer Bojen die das ganze bei Tageslicht recht gut erkennbar machen. Ich vermute hier wird hauptsächlich nach Königskrabben gesucht. Jedenfalls werden die hier an jeder Ecke angeboten und die großen Fangkörbe mit ihren unendlich langen Leinen stehen auch überall an Land herum. Kurz vor Vardoe muss ich dann noch etwas anluven und kann endlich das Groß zur Genua nehmen. Jetzt läufts auch gegen die zwischenzeitlich gekenterte Tide gut und schnell. Die Sonne ist mittlerweile auch aufgegangen und meine Stille Sehnsucht nach dem Heizlüfter verschwindet mit den schnell steigenden Temperaturen immer mehr. Im Hafen von Vardoe komme ich dann sogar regelrecht ins schwitzen, als ich mir zwischen den vielen Fischerbooten ein freies Plätzchen suchen muss. Am Ende stehen Carpe und ich eingkeilt zwischen Duzenden Trawlern und kleineren Fischerbooten. Gemütlich ist es hier und interessant zudem. Denn hier passiert eigentlich die ganz Zeit etwas. Mein eigentliches Highlight ist aber die Steckdose am Steg. Ja genau !! Am Steg gibt es eine Steckdose wie man sie aus Marinas und Sportboothäfen (meine Güte ist das lange her :-)) kennt. Sowas habe ich seit St. Petersburg nicht mehr gesehen. Selbst in Kirkenes gabs keinen Strom am Ponton. Was für ein Luxus.

Nach einen Schläfchen bin ich dann noch ne Runde durch den Ort. Eine typisch nordisches Städtchen. Alles ist relativ einfach und wirkt grob. Das wird nicht zuletzt den hier sehr strengen Wintern geschuldet sein. Da bleibt kein Platz für irgendwelchen Firlefanz. Mir gefällts hier dennoch gut. Ich habe ein Fable für die nordische Einfachheit und die raue Schönheit der Natur. Den Tag lasse ich dann bei einem Asia-Imbiss und später an Bord ausklingen.

Heute habe ich dann mal etwas klar Schiff gemacht und mein Druckwassersystem nach einem vermeintlichen Leck abgesucht. Leider brummt nämlich meine Wasserpumpe alle paar Minuten, um den Druckverlust im System auszugleichen. Ich glaube ich habe es mittlweile gefunden. Die blöde Heckdusche mal wieder. Alles nur Plaste und Elaste. Das kann ja auf Dauer nicht dicht sein. Der hölzerne Leckstopfen steckt jetzt im Schlauch und quillt langsam vor sich hin. Mal schauen obs nachher dicht ist. Ansonsten muss ich andere Maßnahmen ergreifen. Wenn das Wetter nicht noch derber wird, will ich nachher auch nochmal in den Ort ins Internet, watt dillen (so sagt man in Koblenz zum essen :-)) und vielleicht auch mal die lokale Feste und das berühmte Hexen-Memorial besuchen.

Also dann .. ich bin wieder unterwegs. Auch wenns mir hier und da noch schwerfällt, glaube ich mittlerweile auch, dass das hier vielleicht gar nicht so schlecht für mich und meine Rübe ist. Ahoi !

Familiensegeln. Die maximale Tiefenentschleunigung.

Muss irgendwie doch im Blut liegen.

Noch vor Sonnenaufgang klingelt der Wecker des iPhones. Ich brauche gut 15 Minuten bis ich merke, dass ich gemeint bin. Schlaftrunken nehme ich den Müll mit und bringe die Club-Chipkarte zur Jolle von Alexander, binde dort eine kleine Plastiktüte an. Er hat es mir und Lena gestern richtig schwer gemacht zu verkünden, dass wir heute schon wieder ablegen. Herzliche Menschen, diese Russen, wenn man sie versteht. Die Entscheidung steht. Wenn ich noch mal nach Russland komme, mache ich vorher einen Sprachkurs. „Ne? Lena?“

Es ist windstill. Das Wasser ist glatt und spiegelt die Skyline von Petersburg, dem Gasprom Tower und dem neuen Fußballstadion für die Weltmeisterschaft 2018 wieder. Ich könnte verweilen, aber ich nehme die Leinen von den Klampen, schmeiße sie über die Reeling und schiebe die MARLIN mittschiffs nach achtern. Schon gleitet sie achteraus in das kleine Hafenbecken. „Jetzt aber schnell aufsteigen. Sonst segeln die alleine ohne mich los.“ Den Fuß in ein Bullauge steige ich an Bord. „Was soll ich tun?“, fragt Nathalie fast beleidigt. „Nimm Dir den Fender, damit wir die olympischen Jollen achteraus nicht kaputt machen. Wäre ja peinlich.“ Rückwärts unter Motor wären wir nicht hier rausgekommen. Der Radeffekt hatte uns einen Streich gespielt. Deshalb per Hand angeschoben. Fast auf Tuchfühlung mit den teuren Rennjollen kuppel ich ein und MARLIN dreht sich brav, jetzt mit gewollten Radeffekt, gleitet sanft durch den noch schlafenden Hafen ins jungfräuliche Blau des neuen Tages.

Nathalie hat gestern einen Tag mit den französischen Impressionisten und Maya in der Eremitage im Zentrum von Petersburg verbracht. Ich habe mit Lena die Kratzer vom letzten Malheur am Bug der MARLIN gespachtelt, geschliffen und lackiert. Der flache Schwimmsteg hat sich grade zu angeboten und wir beiden Homies, Lena und ich, wir hatten ein prima Excuse um uns um den Stadtbesuch zu drücken. Jeder soll glücklich sein und das ist uns gelungen. Alex hat uns abgeholt mit seiner Freundin Marina (auch englischsprachig) und einen Besuch in der megagroßen Industriehalle auf dem Clubgelände organisiert. Da drinnen verbirgt sich, was wir nicht wussten, eine Werft, meint: 100 Mitarbeiter bauen dort ein 1:1 Replikat eines Piratenschiffes alias Black Pearl oder so. Genau haben wir das nicht verstanden. Aber Gasprom finanziert das ganze Projekt und das Schiff soll später irgend wie am Fuße des Towers in einen megagroßen Marina liegen. Prunkstück sozusagen. Lena und ich bekommen einen Helm auf und dürfen durch den fast fertigen Holzrumpf des Schiffes mit einer netten Führerin, Alex und Marina spazieren. Hehe! Also doch noch ein bisschen Kultur für uns Homies.

Zwischenzeitlich liegt ein tiefenentschleunigter Segeltag hinter uns. Um 9 waren wir in Kronstadt zum Zoll und Immigration und um zehn sind wir durch die Schleusentore rausgesegelt Richtung West. Keine Probleme mit den Behörden und 10 Knoten Wind aus Süd bis Ost. Aufrechtes Segeln, blauer Himmel und hochsommerliche Temperaturen. So warm, dass es schon fast zu heiß ist. Ein U-Boot begleitet uns, über Funk werden wir auf russisch aufgefordert uns an die Schifffahrtstraße zu halten und nicht in das Schießgebiet hineinzusegeln. Hab ich nicht direkt versatnden, aber nach dem dritten Mal war es doch auffällig und so viel russisches Sprachgefühl habe ich inzwischen schon, dass die Position die die Dame immer wieder wiederholt hat, doch genau unsere war. O.K. Probleme mit russischen Behörden brauchen wir nicht. Kennen wir schon. Also Kursänderung und nah am Fahrwasser weiter nach West.

Das Segeln mit Familie ist total anders als mit Crew. Maya und Lena ziehen mit Decken, Kopfhörern, iPad und iPhone, Malzeug und Süßigkeiten laut gackernd ins Pilothaus ein. Papa ist nicht mehr Skipper. „Kannst Du bitte die Hängematte aufhängen?“ Klar, auch das mache ich und lege mich erst mal selbst hinein. Wir segeln mit 3 Knoten, 5 Knoten achterlichem Wind und alle sind glücklich. Alle paar Stunden macht jemand was zu essen. Es gibt Tee und Kaffee, Kekse und Saft. Keiner sagt was. „Genau so hatten wir uns das vorgestellt Papa.“

Zwischenzeitlich ist es nach Mitternacht. Eine Meile neben uns die Schiffsautobahn. Ein schwimmender Weihnachtsbaumtouristenbomber alias Aida Schlagmichtot nach dem anderen rauscht dort Richtung Tallin, Stockholm und Helsinki. Morgen früh spucken sie wieder tausende von Touristen aus. In der Nacht geht es zum nächsten Hafen. Dort in der nächsten Stadt das gleiche Spiel. So kann man’s auch machen. Bei uns an Bord schlafen auch alle. Ich hab auch 90 Minuten geschnorchelt. Jetzt genieße ich die Ruhe, bis auf die Mücken, die weit von Land, bei dem leichten Wind bis aufs Meer geflogen kommen. Oder sie werden in dem süßen Wasser sogar hier auf dem Meer geboren. Mich sehen sie auf jeden Fall jetzt als Futter an. Vor allen Dingen die Weibchen. Ich drücke eine nach der anderen auf dem Monitor platt. Nathalie schläft jetzt. Routine aus hunderten von gemeinsamen Nachttörns rund um diese Welt machen es einfach. Das verlernt man nicht. Wir teilen uns die Nacht und sind morgen beide recht fit. In zwei Stunden wird der Wind einschlafen, so wie immer wenn man Nachts durch ein Hoch segelt. Mit dem Sonnenaufgang, dem ersten Licht am Horizont um vier Uhr werden wir die finnische Grenze erreichen. Auf der kleinen Schären Insel Haapasari gibt es Zoll und Immigration. Wir müssen ja wieder in die EU einklarieren. Um uns herum plätschern die kleinen Wellen der Ostsee. Acht Knoten Wind schieben uns fast lautlos mit 4-5 Knoten durch die Nacht. Schöner kann Segeln nicht sein.

 


 

Du willst auch mal mit? www.marlin-expeditions.com

 

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Vardø

Carpe ist vorübergehend zum Fischerboot mutiert und steht seit heute morgen sicher inmitten des Fischereihafens von Vardø. All good & arschkalt. Morgen mehr. Ahoi.

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Marina Uno: Liegeplatz mit Cappuccino

Liegeplatz mit Cappuccino

Cappuccino oder Espresso mit Croissant zum Frühstück für Skipper und Crew. Die italienische Gastfreundschaft ist legendär. Und was gäbe es auch Schöneres auf einem Törn als einen leckeren Cappuccino oder ein Croissant zum Frühstück. Statt in der Kombüse nach etwas Essbarem zu kramen, können jetzt Transit-Gäste im Porto Turistico Marina Uno Resort wenige Schritte in die beiden Marina-Bars laufen und dort zwischen dem 20. August und 30. September 2017 ein typisch italienisches Frühstück wie einen Cappuccino oder einen Espresso mit frisch gebackenem Croissant mit Marmeladenfüllung genießen. Auf Kosten des Hauses!

Dr. Giorgio Ardito, Geschäftsführer der Marina Uno und Initiator der Aktion, hatte die Idee. „Wir sind in jeder Hinsicht ein Marina Resort, daher wollten wir nicht nur die Dienstleistungen eines Marina Resorts wie Hilfe beim Anlegen, Wasser und Strom am Steg, WLAN, sanitäre Anlagen, Waschmaschinen und Trockner und einen großen Pool mit Bademeister für unsere Gäste anbieten. Ein typisches Frühstück „All’ Italiana“ für Frühaufsteher (oder für diejenigen, die den Tag später beginnen, einen Aperitif) ist ein Willkommensgruß für unsere Transitgäste.“

Wie funktioniert’s? Ab Sonntag, den 20. August 2017, bis Samstag, den 30. September 2017, erhält jeder Skipper eines Transit-Bootes einen Gutschein für ein Frühstück für zwei Personen (Cappuccino oder Espresso und Croissant) im „Café Blu Marine“ oder „Caffè e Delizie“ – beide unter den schattigen Portiken neben der Marinadirektion gelegen. Für Spätaufsteher gibt es alternativ zwei Aperitife in den genannten Bars oder im lokaltypischen Spezialitätenrestaurant „Al Cason“, von dem aus man einen wunderbaren Blick auf die Mündung des Flusses Tagliamento ins Meer hat.

„Wir nennen es ‚Liegeplatz mit Frühstück’, fährt Dr. Giorgio Ardito fort, und wir wünschen uns, dass auch andere Marinabetreiber diese Idee aufgreifen – ein Zeichen für italienische Gastfreundlichkeit und die Qualität und den Komfort, den man auf dem Boot in einer Marina haben kann. Die Aktion stellt auch eine gute Möglichkeit dar, sich mit anderen Besatzungen beim Frühstück über Eindrücke und Erlebnisse während eines Törns auszutauschen.“

Aubrey – SailingMissLoneStar

SAILING – SEX – VIDEO

Nike Steiger sei Dank, wissen wir, wie man Sex und Sailing vor exotischer Kulisse zu Einkommen verdichtet, ein Geschäftsmodell, dass nur im Englischen funktioniert und keineswegs von Nike erfunden wurde.

SailingMissLoneStar

UKW-Seefunk auf Langfahrtyachten

UKW-Seefunk in der Blauwasserszene

Heutzutage segelt kaum noch ein Sportboot ohne UKW-Seefunkgerät. Egal, ob sich bei einer Marina angemeldet, eine Brückenöffnung erbeten, eine Seewettervorhersage mitgehört oder mit einem anderen Schiff in der Nähe gesprochen wird — fast immer nutzen Blauwassersegler dazu ihr UKW-Seefunkgerät. In der Karibik kann sogar der Tisch im Restaurant auf diesem Wege reserviert werden. Und spätestens auf einer Weltumsegelung wird das UKW-Seefunkgerät bei der Einreise in ein fremdes Land zum unverzichtbaren Ausrüstungsgegenstand. Andernfalls wird es schwierig, mit den Behörden Kontakt aufzunehmen, um sich anzumelden..

Für Blauwassersegler ist das UKW-Seefunkgerät ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand.

Aber auch sonst erfreut sich der Funkverkehr über UKW, der im Ausland als VHF bezeichnet wird, bei Blauwasserseglern großer Beliebtheit. KeinWunder. Das Verfahren ist äußerst praktisch, und für die Teilnahme an der Kommunikation ist nicht viel erforderlich. Neben Gerät und Antenne braucht ein Crewmitglied an Bord ein Short Range Certificate (SRC), das in einem Wochenendkurs erworben werden kann. Zudem müssen bei der Bundesnetzagentur ein Rufzeichen und eine MMSI beantragt werden. MMSI steht für Maritime Mobile Service Identity und ist eine weltweit eindeutige Nummer, die jeder Seefunkstelle zugeordnet ist. Liegt alles vor, kann mit dem Funken begonnen werden.

UKW-Seefunkanlage auf einer Blauwasseryacht.

Achtung: Der Form halber sei darauf hingewiesen, dass es Reviere geben kann, die als Binnenrevier gelten. Dazu zählt beispielsweise auch das holländische Ijsselmeer. Hier werden eine ATIS-Kennung und ein UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI) benötigt. Für die meisten Langfahrer spielt dies jedoch keine Rolle.

Bei so manchem Blauwassersegler ist das Funkgerät den ganzen Tag eingeschaltet, um am Ankerplatz keine News zu verpassen. Schließlich kann jeder mithören, wenn zwei andere Segler miteinander sprechen. Sei es, dass ein Segler Ärger mit der Einspritzpumpe hat und fragt, ob jemand helfen kann, oder dass zwei Segler zum Sundowner in ihr Cockpit einladen. Die Blauwasserwelt ist klein, und meistens kennt man sich. Und wie im echten Leben wird insbesondere auf der viel befahrenen Barfußroute gern mal der neueste Klatsch und Tratsch über UKW verbreitet. Daher wird der UKW-Funk umgangssprachlich auch als Kokosnuss-Radio bezeichnet.

Auf der Barfußroute wird der neueste Klatsch und Tratsch oftmals über UKW-Seefunk ausgetauscht.

Digital Selective Calling

Wer das nicht mag, kann natürlich auch einen verdeckten Gesprächsaufbau über Digital Selective Calling (DSC) starten, damit die anderen Schiffe nicht mitbekommen, was besprochen wird. DSC-Anrufe spielen in der Blauwasserszene bisher allerdings eine eher untergeordnete Rolle. Zum einen muss man die MMSI des anderen kennen. Zum anderen wissen viele Segler nicht, wie ein DSC-Anruf technisch geht, obwohl es relativ einfach ist.

Auf DSC-fähigen Anlagen können digitale Notrufe mit Positionsangabe und Problembeschreibung gesendet werden.

Auf Blauwasserschiffen (und idealerweise auf allen anderen Schiffen auch) sollten dennoch nur DSC-fähige UKW-Seefunkanlagen eingesetzt werden, da sie automatisch UKW-Kanal 70 abhören. Über diesen kann ein digitaler Notruf mit Positionsangaben empfangen oder abgesetzt werden (Distress-Call). Durch Drücken der Distress-Taste am Gerät wird so mit nur einem Knopfdruck die Position übertragen und Schiffe können gegebenenfalls zu Hilfe eilen. Dafür müssen Funkgerät und GPS gekoppelt werden.

Tipp: Rufzeichen und MMSI gut sichtbar am Gerät anbringen, damit sie im Notfall gleich parat sind.

UKW-Seefunk im Seenotfall

Inwieweit so ein Notruf von Erfolg gekrönt ist, hängt stark vom eigenen Standort ab, da die Reichweite beim UKW-Funk in der Regel maximal 30 Seemeilen beträgt (eher weniger). Wird ein Distress-Call an der Küste abgesetzt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass eine andere Seefunkstelle den Notruf aufgreift. Mitten auf dem Ozean ist es eher unwahrscheinlich, dass sich ein anderes Fahrzeug in Reichweite befindet. Dennoch sollte diese Notruf-Möglichkeit immer versucht werden. Idealerweise zusätzlich auch per Sprache über Kanal 16.

Hubschrauber haben UKW-Seefunk an Bord. Die Bergung einer Person kann so abgestimmt werden.

Werden Rettungsmaßnahmen eingeleitet (über welchen Kommunikationsweg auch immer) ist das UKW-Seefunkgerät spätestens bei der Kommunikation vor Ort ein unverzichtbarer Gegenstand. Sei es um mit einem Seenotkreuzer zu sprechen oder aber die Bergung von Personen durch einen Hubschrauber zu koordinieren.

Seenotkreuzer der DGzRS. Im Notfall wird über UKW-Seefunk die Bergung koordiniert.

Wichtiger Installationshinweis

UKW-Seefunkanlagen auf Blauwasserschiffen sollten grundsätzlich so installiert werden, dass sie im Notfall und unabhängig funktionieren. Im Idealfall hat die Anlage eine eigene Stromversorgung mit eigener Sicherung und eigenem Batterieschalter losgelöst von anderen Verbrauchern an Bord. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass eine wasserfeste Anlage verbaut wird.

Für den Ernstfall gut gerüstet: Diese Anlage ist wasserfest und mit dem GPS vernetzt (Position im Display unten links).

Handfunke als Ergänzung

Darüber hinaus ist es sinnvoll, neben der fest eingebauten UKW-Seefunkanlage ein Handfunkgerät an Bord zu haben. So müssen am Ankerplatz bei einer Mehr-Personen-Crew nicht immer alle gemeinsam an Land fahren. Landgänger können stattdessen mit dem Schlauchboot abgesetzt werden und bei Bedarf per Funk mit dem Schiff sprechen, um die Rückfahrt zu organisieren. Hintergrund ist ein ungeschriebenes Blauwassergesetz: Teilt sich die Crew auf, sodass ein Teil an Land und ein Teil an Bord ist, verbleibt das Beiboot immer beim Schiff. Nur so kann die restliche Crew im Notfall schnell an Land gelangen — etwa bei einer Verletzung.

Für Blauwassersegler eine wertvolle Hilfe am Ankerplatz: das Handfunkgerät.

Ist die Handfunke obendrein noch wasserfest, gibt es bei Schlauchbootfahrten mit überkommendem Wasser keinen Stress. Natürlich kann man sich auch über Handy abstimmen, das kostet in der Regel aber Geld. Und so kommt es, dass man beim Landgang nicht selten andere Blauwassersegler an der Handfunke am Hosenbund erkennt (kein Scherz).

Fazit

Ein UKW-Seefunkgerät sollte auf keiner Blauwasseryacht fehlen, dafür wird es einfach zu oft benutzt. Ein wasserfestes Handfunkgerät ist eine ideale Ergänzung.

Der Beitrag UKW-Seefunk auf Langfahrtyachten erschien zuerst auf Blauwasser.de.

SV Makaio – Stephanie Seifert AT

CUXHAFEN – HELGOLAND – BORKUM – NORDSEE IST MORDSEE

Stephanie Seifert

Start heute Nacht

So … da bin ich wieder bei Carpe Diem. Sie hat die Zwangspause gut überstanden und so musste ich heute nur ein paar Kleinigkeiten erledigen und einkaufen. Das ist in Norwegen immer ein Erlebnis, denn für eine gute Tüte Lebensmittel waren gleich mal 100 Euro fällig. Dafür war mein Platz mit gerade mal 9 Euro pro Tag ein echter Schnapper. Vielen Dank an Freddy und das ganze Hafenteam für eure Gastfreundschaft und Hilfe. Heute Nacht gegen elf will ich dann mit der Tide auch los. Ziel ist Vardø in etwa 50 Meilen Entfernung. Der Wind sollte mit 20 Knoten aus West gut passen. Ein paar Tage wird’s allerdings noch brauchen bis ich richtig angekommen bin. Es fühlt sich doch alles noch sehr komisch an. Auch wenn mein Papa kein wirklicher Seemann war, so fehlt er mir doch gerade an allen Ecken und Enden. Ich hoffe der Segelalltag wird’s bald richten. Also dann … es geht weiter. Ahoi.

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SV Charon – Andrea + Martin Cabalzar CH

DREI JAHRE SEGELN OHNE AM RUDER ZU STEHEN

Guten Tag Peter Foerthmann
Der Windpilot hat uns sicher und zuverlässig durch das Mittelmeer und über den Atlantik gebracht. Er ist mit Sicherheit DAS Equipment, welches wir am meisten schätzen. Wir können Ihr Produkt jedem weiterempfehlen. Auch in der Karibik wird er rege gebraucht, vor allem auf längeren Passagen. Mittlerweile setzen wir ihn aber auch für kürzere Distanzen ein… obwohl ein bisschen selber steuern ab und zu ja auch (noch) Spass macht😊
Viele Grüsse
Martin und Andrea WEITERLESEN