Monatsarchive: Januar 2015

Ring frei für die ganz großen Pläne

Alles auf Rot. Nach langem Überlegen und Zögern nehme ich die Herausforderung an. Blog, Fotos, Vorträge und GoPro Filmen reichen mir nicht mehr. Meine Liebeserklärung an das Segeln generell und an die Ostsee im Speziellen muss größer ausfallen. Und auch noch mehr Nichtsegler erreichen. Und sehr viel mehr Arbeit kosten :-( Die Treffen mit einem Filmemacher und einem Tonstudiobetreiber sind beide so positiv und motivierend ausgefallen, das ich heute in meinem Kopf den Schalter auf GO gelegt habe. Mit allen, vor allem zeitlichen und finanziellen, Konsequenzen. Denn das Ganze wird ein Haufen Arbeit. Und ist am Ende hoffentlich alle Mühen wert. Ich möchte eine der aufregendsten und schönsten Zeiten meines Lebens nicht einfach ad acta legen und weitermachen wie vorher. 

Es sind auf der Reise so viele Bilder und Songs entstanden und ich habe so viele Geschichten erlebt. Die Ostsee ist ein so wundervolles und einzigartiges Revier. All das kann man nicht mit Worten teilen, es braucht meiner Meinung nach mehr. Ob es gelingt kann ich nicht sagen, da mir hierzu schlicht die Erfahrung fehlt. Alleine die Idee kommt mir schier unbezwingbar vor, was der Grund für mein langes Zögern ist. Doch die Resonanz auf meinen Votrag mit Live-Band, die Musik und die vielen youtube Videos geben mir die nötige Energie. Ich muss und werde mir also Leute ins Boot holen, die sich damit auskennen. 
 Der Film soll eine Mischung aus Reisedoku und Studiodoku werden. Die Emotionen, Bilder und Geschichten meiner langen Reise 2014 plus neue Bilder aus den westschwedischen Schären, die ich in diesem Frühjahr drehen werde, bilden die Basis. Dazu kommen dann die auf der Reise entstandenen Songs. Und zwar von der Idee bis zur finalen Umsetzung mit der Band. Hier bin ich selbst auf das Endergebnis gespannt, wachsen Songs doch wie Kinder heran. Zunächst behütet und bewacht, werden sie dann später erwachsen und entwickeln ein oft unvorhersehbares Eigenleben. Einige der Songs habe ich schon meiner Show vorgestellt; es sind aber noch ganz neue Sachen dabei. Dazu der Input der vielen beteiligten Musiker.  
2015 wird also mit Sicherheit ein sehr anstrengendes Jahr, aber ich hoffe das Gefühl etwas ganz neues zu schaffen und am Ende ein fertiges Produkt in der Hand zu halten, welches im Idealfalle auch andere Menschen motiviert auf Reisen zu gehen ist die Sache wert. Und dann ist da ja immer noch mein Traum einmal unerwartet einen von mir geschriebenen Song entweder im Radio oder von einem fremden Balkon, Boot oder aus einem vorbeifahrenden Auto heraus zu hören. 
Und wer keine Träume mehr hat, hat sein Leben bereits aufgegeben!

Segeln unter weißen Nächten – Ein Segeltörn in den Nordosten der Ostsee

Auf mehrfachen Wunsch stellen wir Andreas Schiebels Film „Segeln unter weißen Nächten“ wieder online.

Zu sehen war er bereits in unserem Community Portal „Zum goldenen Anker“. Da das Portal allerdings nicht so angenommen wurde, wie wir uns das erhofft hatten, haben wir es schon vor geraumer Zeit eingestellt und auch Andreas Film war damit offline. Wir freuen uns daher den schönen und sehenswerten Film über Andreas Törn in den Nordosten der Ostsee nun auf segel-filme online zu stellen. Und da „Zum goldenen Anker“ ja auch nicht übermäßig stark frequentiert wurde, dürften den Film die meisten gar nicht kennen. Viel Spaß damit

Windpilot, das Synonym für mechanische Windsteueranlagen

Aus vorhandenem Filmmaterial mehrerer Jahrzehnte haben wir für den in Hamburg ansässigen deutschen „Weltmarktführer“ im Bereich der mechanischen Windsteueranlagen einen kleinen Imagefilm produziert.

Hinter Windpilot steht Peter Foerthmann und seine Windpiloten steuern seit vielen Jahren Yachten über sämtliche Ozeane dieser Welt. Auch, und vielleicht gerade in der immer digitaleren Welt auf Segelyachten haben mechanische Windsteueranlagen unverändert entscheidende Vorteile. Sie verbrauchen keinen Strom, arbeiten zuverlässig und sind geräuschlos. Seit vielen Jahren hat Peter seine Windsteueranlagen perfektioniert und stellt sie seit 1997 aus Aluminium her. Aber seht doch einfach selbst.

Kalt isses, Skipper

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Wir lassen uns den Spass nicht nehmen

Vorgestern haben wir unser Red Dinghy mal wieder zu Wasser gelassen. Die wenigen Stunden Sonne am Himmel werden gnadenlos bis auf die letzte Sekunde ausgenutzt. Zweimal am 30PS Außenborder angerissen und schon geht die Fahrt ab. Torsten hat die Motorerhöhung für uns angeschweißt. Navionix zeigt 21,5 Knoten bei Vollgas, aber so viel brauchen wir gar nicht. Bei 9 Knoten hebt sich das Beiboot aus dem Wasser und schwebt Richtung Ochseninseln. Der Himmel ist kristallklar, das Wasser der Ostsee ebenso. Bei Olli bekommen wir ein Bier, bei Annie ein Polser und der Tag wir rot im Kalender angestrichen. Mehr solcher Tage könnten wir hier oben in Flensburg gebrauchen.

Als Ersatz für Anja hat sich bis heute keiner gemeldet. Dafür haben sich andere gemeldet die an anderen Törns mitsegeln wollen. Das ist schon mal prima. Aber fürs Wochenende sieht es echt danach aus, dass der Skipper seine Achterkabine für sich alleine hat. Dimi, Stefan und Rossi sind dafür schon fast auf dem Weg. Wenn die wüssten, dass die MARLIN grade komplett eingeschneit ist… Aber was macht?s. Taut auch wieder. Wir fahren auf jeden Fall raus. Solange die Förde nicht zufriert ;-)

Beim Schnuppertörn diese Woche ist Anja gestern wegen beruflicher Problem kurzfristig abgesprungen. Also haben wir jetzt einen Platz frei. Hello World: Irgend jemand dabei, der noch einspringen will und von Samstag auf Sonntag segeln gehen will? Info an mich oder Telefon: +49 157 51147894

Zwei Überraschungen

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Die Medikamente tun ihren Dienst, die Grippe und ihre Begleiterscheinungen klingen ab und ich komme langsam zurück auf die Beine. Heute habe ich bereits einige kleine Aufgaben am Boot erledigen können. Eigentlich ging es dabei eher um die Entfernung von Provisorien, wie die selbstgebaute Spinnakerbaumhalterung aus Gurtbändern. Man möchte ja eigentlich möglichst wenig Zeit außerhalb des Cockpits verbringen. Vor allem freihändig und das dreieinhalb Meter lange Rohr balancierend. Deshalb hat mir mein Vater zwei Edelstahlbeschläge spendiert, in die ich den Baum einfach einklinken kann, anstatt ihn immer wieder an die Reling anlaschen zu müssen.

Bevor ich mich vergangene Woche in die Koje verabschiedet habe, um meine Grippe auszukurieren, haben sich noch zwei sehr bemerkenswerte Dinge ereignet, von denen ich kurz berichten möchte:

Als wir von Quinta do Lorde nach Funchal verholen haben, ist plötzlich der Wind eingeschlafen. Die Wellen wurden immer glatter, je weiter wir dem Kap bei Garajau kamen. Die Sonne stand tief am Himmel und es muss von Land aus ein auffälliges Bild gewesen sein, wie wir da so einsam im Sonnenuntergang gen Funchal getuckert sind. Kaum waren wir in Funchal angekommen, das Internet funktionierte auf Anhieb, trudelten einige Mails ein. Eine von unserem Gästebuch-Anbieter mit der Nachricht über einen neuen Eintrag:

Hi ihr beiden,
haben euch gerade vom Balkon unseres Hotels aus gesehen. Gleich ins Netz und Eure Seite gefunden. Alles Gute weiterhin für Euch.
Lg. Sabine & Fred
Ps. Waren auch mal in Australien. Aber mit unserer BMW, von Unna aus einmal um die Welt.

Wir freuen uns natürlich immer riesig über jeden Gästebuch-Eintrag (also bitte weitermachen! :-)) – aber über diesen ganz besonders. “Wie können die uns denn gesehen haben, wir waren doch relativ weit draußen?” haben wir uns gefragt.

Bei mir müssen auch gleich die Augen geleuchtet haben, “Wahnsinn, mit einer BMW sind die um die Welt gefahren”. Ich bin früher selbst einige Jahre Motorrad gefahren und habe immer von einer großen Reise mit meiner Honda und einem Zelt geträumt. Am liebsten natürlich auch um die Welt. Aber als die Reisepläne im Segelboot ernst wurden, habe ich das Motorrad damals natürlich als erstes verkaufen müssen. Zwei Träumen hinterher zu jagen geht ja nicht. Ein Gefährt, dem ich lange nachgetrauert habe, denn es war ohnehin nur noch 1000 Euro wert. Und die beiden haben es einfach gemacht, sind einmal um die Welt gefahren – und auch noch mit meinem Traummotorrad. Also gleich eine Antwortmail zurückgeschrieben und die beiden zum Kaffee an Bord eingeladen.

Zwei Tage später stehen Sabine und Fred an der Reling, und haben sogar Kuchen mitgebracht. “Als wir damals unterwegs waren und Leute kennenlernten, haben wir von denen auch immer was zu essen bekommen”, sagt Fred und lacht. In seinem Rucksack hat er ein altes Armeefernglas. “So haben wir euch dort draußen erkennen können”, sagt er. Wir sitzen im Cockpit, bei herrlichem Sonnenschein und leckerem Kaffee, plaudern den ganzen Nachmittag. Eine Anekdote ergibt die nächste, wir lachen und philosophieren über das Tolle daran, unterwegs zu sein. Fred hat sogar ein paar Bilder mitgebracht. “Wir hatten noch keine Digitalkamera”, erklärt er, “alles Dias.” Die Fotos sind so spannend, wie die vielen Geschichten. Unglaublich, was die beiden geleistet haben, in 15 Monaten um den ganzen Globus zu fahren. Jede Nacht das Zelt aufbauen, alle Habseligkeiten vom Bike, am nächsten morgen wieder aufladen. Und überhaupt: Zu zweit auf einem Motorrad, ohne Begleitteam oder sonstigen Support (etwa wie bei “Long way down“). Cati und ich sind hochgradig begeistert von diesen beiden weitgereisten, liebenswerten Menschen und ihren Geschichten. Eine echte Bereicherung der Zeit in Funchal.

Als wir so im Cockpit sitzen, die Sonne steht mittlerweile tief, kommt plötzlich ein älterer Mann mit dem Fahrrad die Promenade entlang gefahren. Die zweite Begebenheit:

Er beäugt unser Schiff, schaut auf ein kleines Päckchen, das er eben noch unter dem Arm hatte, kommt näher. “Määää-verrrr-ickkk”, fragt er? “Yes, thats our boat”, antworte ich. Wortlos drückt er mir das Päckchen in die Hand und schwingt sich wieder aufs Rad.

Nanu, wir hatten doch gar nichts auf dem Postweg? Zumindest nicht, wovon wir wüssten. Der Absender: Zwei Initialen und der Ort Wolfsburg, mein Heimatort. Dann erst fällt mir die Adresse auf: “Marina Quinta do Lorde”, also unser ehemaliger Liegeplatz. Ziel: “Madeira/Portugal” und für 3,45 Euro frankiert. Keine Postleitzahl. “Unglaublich, dass das angekommen ist”, staune ich, “die in Quinta do Lorde müssen es weitergeleitet haben.” Aber sicher nicht auf dem Postweg, denn unser Fahrradfahrer hatte mit der Post nichts zu tun. Staunend öffnen wir das Paket.

Darin enthalten sind zwei Schachteln Kaugummi-Zigaretten, Marke “MAVERICK” und “KAP HORN”, und eine kleine Flasche Sülfelder Korn. Schnaps aus einer Brennerei, die zu meiner Schulzeit alle Abifeten versorgt hat. Ich muss laut lachen, bin total verdutzt. “Wo kommt das denn her? – Aus Wolfsburg, klar, aber von wem?” Dann finde ich einen Brief. “Ich habe die beiden Packungen zufällig beim Abschicken der Weihnachtspost gefunden und dachte, ich schicke euch einen Gruß aus der Heimat. Gruß, Blog-Leser Wilhelm”. Das Datum? Vor vier Wochen abgeschickt.

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“Haha, klasse!” Ich kann mich erinnern. Wir kennen uns nicht, haben aber vor Jahren mal gemailt. Ich finde nur leider die Email-Adresse nicht mehr. Also wenn du das liest, Wilhelm: Herzlichen Dank, dass du an Weihnachten an uns gedacht hast! ; )

Was die Abfahrt angeht: Wir warten gerade noch auf ein Paket von unserem Segelmacher Faber und Münker, der uns ein Sonnensegel hinterherschickt, das bis zur Abfahrt damals nicht mehr fertig geworden ist, weil ich die Maße erst jetzt unterwegs nehmen konnte. Das Segel wird wohl am Freitag hier sein und am liebsten würden wir dann gleich Freitagnachmittag ablegen. Aber blöderweise ist noch ein zweites Paket mit wichtigen Medikamenten unterwegs, das möglicherweise erst Anfang nächster Woche ankommt. Dann geht es aber wirklich los … rüber über den Teich! Wir können es kaum erwarten.

Johannes

 

f.re.e 2015: Einladung zum ADAC Mittelmeerskipper-Treffen

DruckAnlässlich der Reise- und Freizeitmesse f.re.e. lädt die ADAC Sportschifffahrt am 21.02.2015 zum ADAC Mittelmeerskipper-Treffen ein.  

Das seit Jahrzehnten etablierte Mittelmeerskipper-Treffen findet auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der Reise- und Freizeitmesse f.re.e (ehemals C-B-R) am Samstag, dem 21. Februar um 16.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist traditionell die Messe München, Raum B 61 (1. Stock Halle B6). Partnerland der diesjährigen f.re.e. ist Spanien, diesem Themenfeld wird sich auch das Skippertreffen unter Moderation von Dr. Steffen Häbich, Leiter der ADAC Sportschifffahrt, widmen.

Sant Elm klein

Themenschwerpunkt wird auf dem Mittelmeerskipper-Treffen 2015 Spanien sein, hier der Blick über die Bucht von Sant Elm auf Mallorca.

Neben zwei Referaten zum Thema Wassertourismus in Spanien wird sich ein Referent mit Sicherheitsfragen an Bord befassen. Auf Grund der räumlichen Nähe zu Kroatien genießt dieses Wassersportrevier auf Bayerns größter Reise- und Freizeitmesse stets besonders großes Interesse, zumal für dieses Revier Erfahrungsgemäß auch der größte Informationsbedarf wegen Neuregelungen und Änderungen besteht – auch diese Informationslücke wird ein Referent zu schließen wissen. Folgende Referate stehen auf dem Programm:

Maritime und andere Highlights der spanischen Mittelmeerküste
Referent: Hans Mühlbauer, Revierexperte westliches Mittelmeer

Neuigkeiten zu Marinas an den Mittelmeerküsten (Fokus Spanien)
Referent: Axel Brinkmann, Chefredakteur ADAC Marinaführer

Rettungsmittel an Bord: Rettungswesten, Rettungsinseln, EPIRB’s, PLB’s und Co.
Referent: Volker Lamp, Vertriebsleiter SECUMAR

Kroatien: Neuigkeiten und Regelungen für Skipper 2015
Referent: Stefan Breck, Geschäftsführer Splendid Yachting und Revierexperte

Nach den Vorträgen gibt es jeweils ausreichend Möglichkeiten für Fragen und Diskussionen, eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Das Veranstaltungsende wird voraussichtlich um 18 Uhr sein.

Die Messe München und die ADAC Sportschifffahrt freuen sich auf zahlreiche Beteiligung.

Bayerns größte Freizeit- und Reisemesse lädt Sie vom 18. bis 22. Februar 2015 (je 10 bis 18 Uhr) auf dem Messegelände München ein, die neuesten Reise- und Freizeitmöglichkeiten zu erleben. Sichern Sie sich schon jetzt Ihre vergünstigten Tickets, für Mitglieder zum Vorteilspreis von 5,50 € statt 8,50 €Nur in den ADAC Vorverkaufsstellen. Die Vorteilskarten sind nicht an der Messekasse erhältlich!

Atlantiküberquerung der “Maverick too”

Liebe Leser,

auf dieser Karte könnt ihr unseren Fortschritt auf dem Weg über den Atlantik verfolgen. Sie ist oben auf der Website festgesetzt und wir werden täglich eine Positionsmeldung von See posten. Durch einen Klick auf das Segelschiff-Symbol erfahrt ihr ein paar Daten unserer Reise. Etwa unseren Kurs und die Durchschnittsgeschwindigkeit in den vergangenen 24 Stunden. Neue Blogeinträge findet ihr unterhalb dieser Karte.

Viel Spaß beim virtuellen Mitreisen!

Windpilot Company Video

Wochenendsegeln auf der MARLIN. Schnupper, Schnupper…

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Bist Du hart, kommst Du mit! Bist Du weich, bleib zu Haus!

“Und das Wetter zum Schnuppersegeln – Wochenendtörn; Freitag, Samstag noch bewölkt Am Sonntag sonnig mit Temperaturen um 25 Grad (Schreibfehler–gewollt) in der Flensburger Förde. Wind eher wenig bis gar nicht. Sprich: Aufrechtes Entspannungssegeln. Die MARLIN kann ihre Leichtwindsegeleigenschaften unter Beweis stellen. Unser Segelmacher Carsten, von HOLM Segel Schleswig wird den 220qm Genacker fertig haben, den wir dann am Wochenende setzen werden. Lars wird sich freuen, weil es nicht so schräg wird. Carsten bringt auch den neuen Lazybag für das Groß der MARLIN mit und ist total überzeugt, dass der sofort passt. Wir sind gespannt.

Beim Schnuppertörn diese Woche ist Anja gestern wegen beruflicher Problem kurzfristig abgesprungen. Also haben wir jetzt einen Platz frei. Hello FB World: Irgend jemand dabei, der noch einspringen will und von Samstag auf Sonntag segeln gehen will? Info an mich oder Telefon: +49 157 51147894

Asche über mein Haupt. Sturm auf der MARLIN

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Muss ich mich mal beim BSH entschuldigen.

“Hallo Herr Wnuk. Radke hier vom BSH. Also wenn ich das richtig sehe, haben sie eine CE Zertifizierung der Stufe G. Ich habe ihr Dokument grade per e-mail bekommen. Wenn Sie noch die Unterlagen zur Prüfung nachreichen, woraus wir ersehen können, nach welcher Norm geprüft wurde, kann ich das akzeptieren!“ So endete der Freitag Nachmittag und der böse Wnuk hat wieder die Alarmtrommel geschlagen. Aber es kommt noch schlimmer. Ich habe grade den gesamten Krängungstest in einem Ordner gefunden. „OhOh.“ Asche über mein Haupt. Mal schauen ob der BSH nun mit den Unterlagen zufrieden ist.

Mein augenöffnendes Erlebnis auf der BOOT 2015

www.segelrebellen.com


Es waren nicht die neuen Yachten oder aktuelle elektronische Geräte. Keine noch wasserdichteren Klamotten oder aufblasbare Plattformen. Während meines monatelangen Segelsommers 2014 hatte ich an Bord eigentlich nichts vermisst. Zwei Segel und ein Motor waren alles was ich brauchte um von einem Ort zum Nächsten zu kommen. Der Reiz lag nicht in der Technik, sondern in der Reise. Nicht in der Geschwindigkeit, sondern in  der Vielfalt der Eindrücke. Eine Weltreise mit dem Auto lebt ja auch nicht vom Modell des Fahrzeugs, sondern vom unterwegs  Erlebten. Hauptsache die Kiste läuft. Oder, wie in meinem Fall: Hauptsache die Kiste segelt. Vieles an mitgeschlepptem Zubehör habe ich sowieso nie benötigt, denn es braucht wirklich nicht viel um von Bucht zu Bucht zu gelangen. Die Freiheit zu genießen. Mit anderen Seglern zu plaudern. Und nicht nur einhand Technik spazierenzufahren. Anders gesagt, ich hatte wirklich alles was ich brauchte. Vor allem Gesundheit…

Bei den größeren auf der Messe ausgestellten Booten denke ich nun mittlerweile sofort an die Kosten von Liegeplatz und Winterlager, Technikausfälle oder an die Schwierigkeiten überhaupt einen Liegeplatz zu bekommen. Bei neuer Elektronik daran, dass ich sie wie vieles andere auch nie wirklich brauchen werde. Und durchgefroren und durchnässt war ich auch nie. Was also wollte ich dann überhaupt auf der Messe und was sollte mich dort so wahnsinnig beeindrucken? Denn einfach ohne Plan auf eine Messe zu fahren führt, wie man auch in einigen Postings lesen kann, eher zu Frust…

Zunächst einmal wollten wir uns einfach locker mit den Gründern und einigen Autoren des Verlages millemari. treffen. Auch dazu braucht man nur einen Tisch, einen Kaffee und gleich hört die spannendsten Geschichten unterschiedlichster Segler. Allemal spannender als die Verkaufsveranstaltungen an den Bühnen. Und man trifft auf Menschen, die einen mehr beeindrucken als es jede Superyacht jemals könnte. In meinem Fall hieß dieser Mensch Marc Naumann. Wir hatten nur wenig Zeit ein paar Sätze zu wechseln, aber diese haben mich so nachhaltig beeindruckt, das ich nach unserem Gespräch nichts mehr auf der Messe verloren hatte, und mich spontan entschied statt Geld in weiteres unnötiges Zubehör zu investieren, lieber an die von Marc gegründete Organisation „Segelrebellen“ zu spenden. 

 Marc / Foto: Segelrebellen
Marc erkrankte in den Jahren 2010 und 2012 an einem Hirntumor. Das Segeln wurde während der langen Therapie sein Anker und seine Perspektive für die Zukunft. So war er alleine in 2014 gute 15 Wochen Segeln. Damit wurde sein Traum zum Mittelpunkt seines Lebens. Mit den von ihm im Sommer/Herbst 2014 gegründeten „Segelrebellen“ will er nun seine Erfahrungen aus der positiven Wirkung des Segelns weitergeben und dabei auf die speziellen Bedürfnisse und Erwartungen von jungen an Krebs erkrankten Erwachsenen eingehen. Lest dazu einfach einmal seine Geschichte auf der Website der „Segelrebellen“:
Marc schreibt, dass es eigentlich keine traurige sondern eine motivierende Geschichte wäre. Vor allem für andere vom Krebs betroffene Menschen. Die gegen die Krankheit rebellieren. Die die krankmachende Umgebung an Land gegen ein Leben auf See und in der Natur tauschen. Sich zurückbesinnen auf sich selbst und die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Auf einem Boot mit anderen Betroffenen, die nicht wissen was die Zukunft bringen wird und ob und wann man diese Mitsegler wiedersieht. Beim Schreiben dieser Zeilen bekomme ich Gänsehaut; kenne ich doch selbst genug Betroffene und die damit einhergehende, meist brutale Veränderung des Lebens und der Sichtweise darauf. Und überdenke dabei auch wieder einmal meine Prioritäten neu. Und verzichte auf ein neues Zubehör um lieber einem an Krebs erkrankten Menschen eine Segelreise zu ermöglichen. 

 Foto: Segelrebellen

Ich zitiere dazu von der Website der „Segelrebellen“:

Als gemeinnützige Organisation wollen wir die Situation von Krebsbetroffenen während und nach der Therapie nachhaltig verbessern. Die Segelreisen verbessern die psychosoziale Situation nachhaltig, und unsere Teilnehmer kommen mit neuem Selbstbewusstsein und einer positiven Perspektive wieder zurück. Um unser Ziel zu erreichen, sind wir auch auf Deine Unterstützung durch Spenden angewiesen. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer könnte ohne finanzielle Unterstützung nicht mitsegeln.
Marc hatte dabei nicht viel über sich und seine Situation erzählt. Unser Gespräch drehte sich um den Yachtmaster Offshore und dessen Zweck. Erst darüber kamen wir dann zu den „Segelrebellen“. Seine ruhige und gelassene Art mit der Krankheit umzugehen und daraus etwas Neues und so Nützliches entstehen zu lassen haben mich extrem beeindruckt. Nebenbei erwähnte er dann noch, dass er erst in den nächsten Tagen die Ergebnisse eines Nachtests erhalten würde, der zeigen wird, ob er die Krankheit wirklich besiegt hat. Ich drücke dir fest beide Daumen, Marc! 

www.segelrebellen.com


SV Tamata – Matt Lansdown US

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Hi Peter, now we have put around 1700nm on the vane, we left from rhode island in early november and are now in Bocas del toro, panama. we have solidly tested the windpilot in a wide variety of conditions and we are extremely happy with it, we have used in conditions ranging from close hauled to dead run and it has worked well particularly in heavier conditions.

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we find that in lighter variable winds we have to be very careful with the sail balance and on a few occasions if the wind drops suddenly it can wander off course, but it has been amazing in stronger winds, we had three days in the Caribbean sea of 25-35kn with gusts to 45kn and 10 to 15 ft seas and it steered us the whole time perfectly, it was a great help to us. its heavy air performance is amazing.

i was also pleasantly surprised to find that its upwind performance has been great, i thought with our davits, outboards on brackets, solar panels, dan bouy and jon bouy all mounted around our arch that i would have trouble with the vane, i expected to have to move our outboards below or at least switch them around so the smaller one was on the windward side but nothing has affected its performance enough to worry about moving anything.

i also just wanted to share a story with you, i know this is not a recommended way to use the vane but thought i would tell you anyway,
on our trip through the Caribbean as i mentioned before we had some bad weather, i had one particular bad line squall one morning where the winds hit 45kn and rain was so heavy that i only had visibility of 50m, we were running downwind with triple reefed main only doing 12kn and surfing down 15ft seas, due to the conditions i needed to heave to, as i had the vane engaged and was alone on deck i decided to use the rudders against each other so started hand steering slightly off course, as the vane tried to bring us back on course the rudders working against each other managed to slow us from 12kn down to 3kn where i was then able to bring the baot head to wind gently and not fly into the seas at high speed, it worked perfectly and the amazing thing was my boat then sat perfectly hove to with the bow 30 degrees off the wind until the squall passed, once it did, i just moved the main rudder to just off centre where i had it before, the boat came around and then the vane drove us perfectly for the next three days in very rough conditions and i didnt leave the cockpit once to adjust it.

i have also been using the same technique to reef when the wind is aft of the beam

so in summary you have a very happy customer and i have told anyone that asks that i am very happy with the vane and your service and will continue to do so.

so Peter once again thanks for your help.
Matt from Panama WEITERLESEN