Monatsarchive: Oktober 2014

Slano: Startschuss zum Bau der 22. ACI-Marina

In der neuen ACI Marina Slano werden 200 Liegeplätze entstehen.

In der neuen ACI marina Slano werden 200 Liegeplätze entstehen.

Regierungspräsident Zoran Milanović gab mit der feierlichen Eröffnung der Baustelle den Startschuss zum Bau der neuen 22. ACI-Marina „Veljko Barbieri“ in Slano

Im Ort Slano an der Dubrovniker Küste fand am 27. Oktober die feierliche Eröffnung der Baustelle statt. Das war der Startschuss zum Bau der 22. ACI-Marina, sie wird den Namen der ACI Gründers Veljko Barbieri tragen.

ACI Direktorin Doris Peručić und Regierungspräsident Zoran Milanović geben den Startschuss zum Bau der 22. ACI Marina.

ACI Direktorin Doris Peručić und Regierungspräsident Zoran Milanović geben den Startschuss zum Bau der 22. ACI Marina.

Die Baustelle der neuen ACI-Marina wurde offiziell vom Regierungspräsidenten Zoran Milanović eröffnet, der dabei die Bedeutung dieses Projektes für die Entwicklung des nautischen Tourismus Kroatiens hervorhob: „Die ACI schlug in den achtziger Jahren überzeugend und kraftvoll einen bahnbrechenden Weg ein und baute innerhalb kurzer Zeit eine große Zahl von Marinas im ACI-System. In den nachfolgenden vierundzwanzig Jahren wurde dann keine einzige neue Marina mehr gebaut –  ein in der Tat zu langer Zeitraum, der eine derartige Investition längst überfällig macht. Diese Investition ist wichtig für die ACI, aber auch für die lokale Gemeinschaft. Sie ist das Ergebnis gemeinschaftlichen Bemühens und der Arbeit vieler.”

Die Fertigstellung der ACI Marina Slano ist zum Saisonauftakt 2015 geplant.

Die Fertigstellung der ACI Marina Slano ist zum Saisonauftakt 2015 geplant.

Die ACI Direktorin Doris Peručić sagte: „Für uns ist dies ein großer Tag, denn der Bau einer neuen Marina kennzeichnet einen Neuanfang, bedeutet aber gleichzeitig auch Wachstum und Entwicklung der Gesellschaft und damit die Erweiterung des Angebots für alle Nautiker, die die kroatische Küste besuchen.

Die Eröffnung der neuen ACI-Marina Slano wird zu Beginn der kommenden Nautik-Saison erwartet. Die ACI-Marina Slano verfügt dann über eine Kapazität von 200 Liegeplätzen für Wasserfahrzeuge mit einer Länge von 11 bis 25 Metern.

Es zieht mich immer zu den Booten hin

Auch in meiner aktuellen Sommerverlängerungsmassnahme in der Türkei kann ich mich nicht von den Booten bzw. der Marina in Kusadasi fernhalten. Die Atmosphäre hier ist einfach immer wieder einmalig, auch wenn ich einfach nur zwischen den Booten auf den Stegen herumlaufe. Hier in Kusadasi bin ich bestimmt schon 5x als unerwünschter Eindringling aus der Marina geworfen worden, so oft wie ich hier schon rumgerannt bin, bevor ich überhaupt Segelschein oder Boot besass.Es lässt sich eben so wunderbar träumen in dieser Umgebung. Dann habe ich vor 2 Jahren genau in dieser Marina ein Boot gechartert und was soll ich sagen? Kein einziger Wachmann fragte nach meiner Aufenthaltsberechtigung im Hafen, wo ich mich doch schon drauf gefreut hatte endlich einmal erfolgreich den Rausschmiss zu verweigern.Aber schon im nächsten Jahr wurde mir sofort wieder meine Bootlosigkeit angesehen und es folgte der übliche Rauswurf…und weil das Chartern hier so toll war, nochmal der Videoclip als Anregung zur Charter in der Türkei für 2015 mit Hanseboot Rabatt :-) Kusadasi/Samos ist ein wenig überlaufenes Revier, in dem ich auf jeden Fall in Zukunft auch noch einmal segeln möchte!


Shop Teaser Franz Kroeplien „Weltumsegelung in Etappen“

Eine Weltumsegelung ist der Traum vieler Segler. Franz Kroeplien realisierte diesen Jugendtraum mit wechselnden Crewmitgliedern aus dem Freundeskreis indem er die sieben Jahre alte Wauquiez 43 Pilot Saloon kaufte, um damit auf der Barfußroute um die Welt zu segeln, und zwar durch den Panamakanal und um das Kap der Guten Hoffnung. Franz Kroeplien erhielt den Weltumsegler-Preis 2011 von Trans-Ocean, dem Verein zur Förderung des Hochseesegelns e.V.

Franz Kroepliens komplette „Weltumsegelung in Etappen“ ist hier erhältlich.

Dieselfieber (Gedanken zum Motorausfall bei Johannes Erdmann)

 Wer wie ich dem Blog von Johannes Erdmann zu seiner begonnenen Weltumsegelung folgt,
wird von den Problemen mit seinem Diesel gehört haben. Ein defekter Thermostat führte in kurzer Zeit zur Überhitzung der Maschine, in dessen Folge der Wassersammler schmolz und eine Weiterfahrt unmöglich wurde. Dazu möchte ich einmal einen praktischen und einen sehr theoretischen Tipp loswerden.
Zuerst der Praktische: Eine Überhitzung bei Unterbrechung des Kühlkreislaufes erfolgt meist sehr schnell. Die von Johannes praktizierte Methode immer wieder mit einem Laserthermometer den Motor auf Überhitzung zu prüfen ist ist daher leider sehr unsicher. Fünf Minuten einmal nicht gemessen, und schon ist es passiert. Auch der vom Hersteller vorgesehene Temperaturalarm ist laut meinen Recherchen auch kein sicheres Indiz, da der Fühler teils an Stellen verbaut ist, die erst spät oder in manchen Situationen gar nicht zu heiss werden. So können sich z.B.: die Kühlkanäle des Zylinderkopfes zusetzen ohne den gesamten Kreislauf zu blockieren. Der Messfühler wird also weiter auf normaler Temperatur gehalten, während die Zylinderkopfdichtung schon verbrennt. Was also tun? Meine Lösung ist ein (oder mehrere) Thermometer mit Fernfühler und Alarmfunktion, wie es sie im Internet für ca. 10-12 Euro zu bestellen gibt. Im Bild das silberne Gerät mit zwei Anzeigen unter dem Mikro des UKW Gerätes
Dabei beachten: Da man das Fühlerkabel schlecht verlängern kann, sollte es gleich lang genug sein und die Alarmtemperatur muss programmierbar sein. Ich habe bei mir den Kühlwasserauslass des Zylinderkopfes als Messpunkt gewählt und den Fühler dort mit einer Schelle befestigt. Nach der Geschichte von Johannes überlege ich jedoch evtl. einen weiteren Fühler am Wassersammler zu montieren. Dann gilt es die zu programmierende Alarmtemperatur zu ermitteln. Dazu muss man nur einige Zeit mit dem Diesel fahren, und dabei die Temperaturentwicklung beobachten. Die programmierte Temperatur sollte ca. 10 Grad über der höchsten dabei durchschnittlich Erreichten liegen. In den ganzen heissen Tagen in Schweden kam ich fast bis an den Alarm, habe dann aber lieber den Motorraumdeckel geöffnet um die Maschine zu kühlen. Das bewirkte sofort fast 10° Abfall. Die Messung ist also wirklich sehr genau, zeigt einem immer die aktuelle Temperatur an kritischen Teilen und wird bei Überhitzung rechtzeitig ansprechen. Das Ganze ist dabei batteriebetrieben und mit Klebeband so zu montieren, das man den Alarm auch draussen sicher hört. Ein weiterer Nebeneffekt, neben Anzeige der Kabinentemperatur, ist es, das der Motor nach Abstellen durch die Restwärme zunächst recht heiss wird, da ja nun die Kühlung fehlt. Der Alarm löst daher immer bereits kurz nach Abstellen der Maschine aus, und zeigt einem damit das das Messgerät gut funktioniert und dessen Batterien noch voll sind. Nach ca. 12-14 Pieptönen gibt mein Thermometer dann von alleine Ruhe, so das ich dann auch nichts weiter tun muss. Ich habe sogar Konstruktionen von bis zu 4 Messthermometern gesehen um alle Bereiche inkl. Getriebe zu überwachen, aber….
 
…nun der theoretische Punkt: Johannes schreibt, des er sehr penibel ist, dem Diesel ständig misstraut und ihn permanent kontrolliert. Das geht mir leider ganz genau so, und auch ich hatte auf meiner 6-monatigen Reise zweimal große Probleme mit dem Motor. Nun könnte man entweder sagen, das ein technischer Instinkt die Probleme quasi vorausgeahnt hat, oder aber, das man diese durch zu viel Sorge selber “herbeigedacht” hat. Klingt zwar unwissenschaftlich, aber so richtig sicher bin ich mir da nicht. Bereiche meines Bootes über die ich kaum nachgedacht hatte, haben keinerlei Probleme gemacht, aber mein Sorgenkind hat sich auch so verhalten wie erwartet. Keine Ahnung, ob da etwas dran ist, aber ich habe mir am Ende der Reise ganz bewusst untersagt, zu viel zu kontrollieren. Ölstand, Kühlwasseraustritt und Motorbilge und ansonsten blieb die Klappe, auch wenn es schwerfiel, zu. Gefühlt lief der Diesel dann sogar irgendwann besser, und ich bin ohne weitere Probleme nach Hause gekommen. Seltsam, aber so steht es geschrieben….  

Rund 24.000 Besucher am ersten Wochenende auf der hanseboot

Ermäßigter Eintritt für ADAC Skipper auf der hanseboot. Foto: HMC / Nico Maack (N)

Ermäßigter Eintritt für ADAC Skipper auf der hanseboot. Foto: HMC / Nico Maack (N)

Rund 24.000 Besucher kamen am Eröffnungswochenende zur 55. hanseboot. Bootshallen, Ausrüstungsbereiche und Aktionsangebote wie die neue Kanu-Welt und die Refit arena lockten Einsteiger, Profis und Freizeitskipper in die Messehallen. Auch die In-Water hanseboot im City Sporthafen war am Samstag und Sonntag gut besucht. Zahlreiche Besucher nutzten die kostenlosen Shuttle-Busse, um vom Messegelände in den hanseboot-Hafen zu fahren und die großen Yachten an den Steganlagen in Augenschein zu nehmen.

 

Für jeden etwas dabei: kleine Boote und große Yachten

Die 55. hanseboot ist noch bis zum 2. November 2014 täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 10 bis 20 Uhr, geöffnet. In dieser Zeit können am Bootssport interessierte Besucher kleine Boote und luxuriöse Yachten für jeden Geschmack und Geldbeutel erleben. Die in den Messehallen und auf der In-Water hanseboot im City Sporthafen am Baumwall gezeigten Schiffe reichen von 2,30 bis zu über 17,15 Meter Länge und kosten von wenigen hundert bis zu 1,8 Millionen Euro.

Größte Segelyacht der hanseboot macht im City Sporthafen fest

Die größte Yacht der diesjährigen hanseboot heißt Moody DS 54. Die 17,15 Meter lange, von Hanse Yachts ausgestellte Segelyacht ist ab 635.300 Euro zu haben und liegt am Steg A4 im City Sporthafen. Die Yacht soll das Volumen und den Komfort einer luxuriösen 60 Fuß-Segelyacht auf nur 17 Metern Gesamtlänge bieten. Aufgrund der Bauweise mit zwei Unterflurkabinen unter dem Decksalon sowie der Achterkabine an Backbord unter dem Cockpit bietet die Yacht ein hohes Maß an Lebensraum.

Dabei besitzt die Moody DS 54 eine Größe, die sich noch gut ohne Skipper und Crew handhaben lässt. Die Yacht führt das „One Level Living“-Konzept der Moody Decksalon-Serie konsequent fort: das große Cockpit, der helle Deckssalon, die Pantry und der Kartentisch liegen auf einer Ebene. Sie sind barrierefrei miteinander verbunden. Bei geöffneter Schiebetür verschmelzen sie zu einem einzigen, großen Lebensraum.

Hanse 505 größte Segelyacht unter Hallendächern

Von Hanse Yachts aus Greifswald kommt in diesem Jahr auch die größte in der Segelboothalle B6 gezeigte Segelyacht. Die Hanse 505 am Stand C.102 bringt es auf 15,40 Meter Länge über Alles und ist ab 272.000 Euro zu haben. Die Yacht, welche die bis dahin gebaute Hanse 495 ersetzt, besitzt moderne Deckslinien mit einem flachen Aufbau. Das Deckslayout, welches sich an das der größeren Hanse 575 anlehnt, wirkt elegant und edel. Die Yacht kann mit bis zu sechs Kabinen mit maximal elf Kojen ausgestattet werden.

Längste Motoryacht in den Messehallen ist die Targa 44

Die größte Motoryacht der hanseboot in Halle B7 heißt Targa 44. Sie ist auf dem finnischen Gemeinschaftsstand B.131 in Augenschein zu nehmen. Die 14,35 Meter lange Targa 44 gewann zusammen mit ihrer zwei Fuß kürzeren Version viele Preise. Beim Test der neuen IPS-Antriebe von Volvo Penta erreichte die praktische und komfortable Motoryacht eine Geschwindigkeit von 38 Knoten (70 km/h).

Teuerste Segelyacht der hanseboot 2014 ist die Oyster 54

Dass die teuersten Yachten der diesjährigen hanseboot nicht immer auch die größten sein müssen, zeigt Oyster Marine. Die Oyster 54, Nachfolgemodell der überaus erfolgreichen 53, ist 16,43 Meter über Alles lang und in der Grundausstattung zu einem Preis von deutlich über 1,5 Mio. Euro zu haben. Damit ist die exklusive Yacht fast einen Dreiviertelmeter kürzer als die längste Yacht der Messe, die Moody DS 54 – kostet aber mehr als doppelt so viel. Zu sehen ist die Oyster 54 auf der In Water-hanseboot am Steg A6.

Hallberg Rassy 43 Mk III teuerste Segelyacht auf dem Messegelände

Mit einem Grundpreis ab 579.000 Euro ab Werft ist die neue Hallberg Rassy 43 Mk III dagegen ein echtes „Schnäppchen“. Die 13,57 Meter über Alles lange Weiterentwicklung des Vorgängermodells Mk II ist in Halle B6 am Stand A.109 zu sehen. Die überdurchschnittlich ausgerüstete und sehr komfortable Fahrtenyacht mit Modifikationen insbesondere unter Deck gilt als teuerste Segelyacht, die in diesem Jahr unter den Hallendächern der Hamburger Bootsmesse gezeigt wird.

Elling E3 ist die teuerste Motoryacht in den Hallen

Die teuerste Motoryacht der diesjährigen hanseboot ist in der Halle B7 am Stand D.140 (Steg Nr. 1) zu bewundern. Die 12 Meter lange Elling E3, gezeigt von der Boots- und Yachthandelsvertretung Mannheim, kostet in der Grundausstattung 680.000 Euro. Dafür erhalten Käufer eine Motoryacht, die Seefreundlichkeit mit zeitgemäßem Wohnkomfort verbindet und erstklassige, seegerechte und praktische Lösungen an Bord und unter Deck bietet – Features, die Eigner zu schätzen wissen, die lange Zeit an Bord leben und längere Seestrecken zurücklegen wollen.

Kleinstes Segelboot: „Optimist“ mit 2,30 Metern Länge

Dass der Einstieg in den Segelsport indes nicht immer teuer sein muss, zeigt etwa das kleinste Segelboot auf der hanseboot. Die Anfänger-Segeljolle Optimist ist 2,30 Meter lang und wird von der Firma Far East in Halle B6 am Stand B.156 vorgestellt. Einsteiger in den Segelsport müssen für die Grundausstattung der gezeigten Speedster-Regattaversion mit einem gewichtsoptimierten und besonders steifen Rumpf, Ruder, Schwert und einem kompletten Rigg segelfertig 2.340 Euro bezahlen.

Kleinste Motorboote: Schlauchboote mit Außenbordern, Konsolen- und Angelboote

Wer sich für den motorisierten Einstieg in den Wassersport interessiert, ist in der Halle B7 richtig. Hier werden verschiedene Schlauchboote, Konsolen-, Angel- und Ruderboote für lediglich mehrere hundert Euro offeriert. Motoren müssen allerdings extra dazugekauft werden. Keinen Verbrenner- oder E-Motorantrieb benötigen dagegen Kajaks, Kanadier und – teils sogar besegelbare – Faltboote, die ebenfalls zu moderaten Einsteiger-Preisen in der neuen Kanu-Welt der hanseboot in Halle B4.OG angeboten werden.

Der ADAC Hansa e.V. gibt fachkundige Beratung für Wassersportler

In der Halle B3 EG präsentiert der ADAC Hansa e.V. u.a. das ADAC Marina-Portal und den Revierführer online. Zusätzlich gibt es fachkundige Beratung zur ADAC Yachtcharter-Suche, dem Yachtcharter Vergleichs- und Buchungsportal, zum Internationalen Bootsschein (IBS) und zu den ADAC Wassersport-Versicherungen.

Über die hanseboot

Die hanseboot öffnet vom 25.10.-2.11.2014 unter dem Slogan „Der Norden in seinem Element“ auf dem B-Gelände der Hamburg Messe und im In-Water hanseboot Hafen ihre Tore für Profis, Freizeitskipper und Einsteiger. In direkter Nähe zu den nordeuropäischen Revieren und den großen Binnengewässern präsentiert die 55. Internationale Bootsmesse Hamburg neue Boote und Yachten und informiert über Trends und Neuheiten der Bootssport-Branche. Die hanseboot ist täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 10 bis 20 Uhr geöffnet. „Kids go free!“: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre haben freien Eintritt. Die Comeback-Karte für 13 Euro (für ADAC Mitglieder ermäßigt auf 11 Euro) berechtigt zum Wiedereintritt ab 15 Uhr an einem beliebigen anderen Tag. Weitere Informationen unter www.hanseboot.de.

Mein Arbeitsplatz für die nächsten 14 Tage

Das hatte ich schon schlechter ;-) Es gilt sich durch 2000 Fotos und Stunden an Videomaterial zu wühlen und ein Gerüst für Vortrag und DVD zu entwerfen. Die Auswahl wird nicht einfach werden…

Die Jolle für die Ostsee

In letzter Zeit wurde ich häufiger angesprochen von ehemaligen Jollenseglern, die gerne wieder segeln würden und das vorzugsweise auf der Ostsee. Aber man könne ja auf der Ostsee leider keine Jollen chartern und so wird der Wunsch dann schnell wieder vergessen. Schade eigentlich. Ich rate in diesem Falle dann immer gerne zum Folkeboot. Die bekannte „Jolle“ wäre auf der Ostsee für Ungeübte meiner Meinung nach nur in bestimmten Wettersituationen sinnvoll, sprich nicht zuviel und nicht zuwenig Wind und dabei moderate Welle. Nicht unbedingt der Alltag in den letzten Sommern. Selbstüberschätzung und Kentern fern des Ufers sind nicht zu unterschätzende Gefahren, so das man deswegen wohl auch niemanden alleine mit einer Charterjolle losfahren lässt. Auf dem Folkeboot findet man sich nun als Jollensegler recht schnell zurecht, und muss sich nicht zuerst in komplexe Technik moderner Yachten einarbeiten. Aussenborder, Pinne, Segeltrimm…laut Mike Peuker von www.klassisch-am-wind.de finden sich gerade die Jollensegler überraschend schnell zurecht und sind nach einer gründlichen Einweisung dann schnell in der Lage die ersten kleinen Touren zu absolvieren. So bietet klassisch-am-wind dann auch sinnvollerweise Skippertraining mit anschliessender Wochenend- oder Wochencharter im Paket an. Für mich der perfekt Wiedereinstieg für Jollensegler auf dem tollen Revier Ostsee mit Luft nach oben. Führerscheinfrei, kentersicher, tourentauglich und mit passender Sicherheitstechnik an Bord. 

Reden wir über Geld: Was kosten 5 Monate Segeln im Mittelmeer?

Einfach mal ein halbes Jahr mit dem Boot verschwinden. Segeln, so lange Lust und Wetter mitmachen. Um jede Huk herumkucken, um die man immer mal herumkucken wollte: Das war mein Traum über 16 Jahre. Aber wie es so geht: es passt halt gerade nicht. Familie. Kinder. Ein spannender Job. Oder aber: Keine Ahnung, wie ich das finanzieren soll?
Fangen wir mal an mit: Geld. Segeln, heißt es, muss nicht teuer sein. Ein Freund, Software-Programmierer, ist mit Frau und zwei Kindern vor einigen Jahren auf einer 37er von Slowenien aus Richtung Australien aufgebrochen. Von dort aus macht er auch seine Software-Hotline. Was keiner seiner Kunden weiß. „It’s perfect life!“ mailt er einmal monatlich. Mit 25.000 Dollar für eine vierköpfige Familie im Jahr kommt er aus. 
Aber wie sieht die Wirklichkeit in unseren Revieren aus? Was kostet ein Mittelmeer-Törn, 5 Monate von Slowenien über Italien, Griechenland bis weit in die Türkei wirklich? 
Die beiden wichtigsten Faktoren, wie teuer eine Segelreise wird, hat man selbst in der Hand.
Entscheidend sind: 
1. Die Schiffsgröße
    Eine Lösung? Ein Trimaran, den man bei Bedarf im Hafen in Länge und Breite auf die Hälfte „schrumpfen“ kann:   
     Deutlich sieht man über dem Außenborder eine der Stahlschienen, mit deren Hilfe die Achterkoje einfach um etwa 1,50   
     herangeholt wird, ebenso wie die Bugkoje und die beiden Schwimmer. Selbst der Mast ist via Mechanik kürzbar. Ob sich  
     dieses Konzept durchsetzen wird: ich bin skeptisch. 
„Draußen auf See: so groß wie möglich.
Drinnen im Hafen: so klein wie möglich.“
Das ist mein Resümee nach vielen Jahren Segeln im Mittelmeer. Ein großes Schiff – und darunter verstehe ich alles über deutlich 10 Meter Bootslänge – ist komfortabler. Vermittelt mehr Sicherheit. Liegt ruhiger in der Mittelmeer-Hacksee. Man segelt einfach entspannter. Die Bootsbewegungen sind viel ruhiger.
Aber: was draußen auf dem Meer Sicherheit & Komfort bedeutet: kommt im Hafen beinhart auf die  Rechnung: Liegeplätze berechnen sich nach Schiffslänge. Oder wie in der Türkei nach Quadratmetern. Ebenso wie Kosten für Permits und Transitlogs. 
Und genauso steigen die Kosten für Unterhalt – vom Kranen angefangen bis zum „Hardstand“, dem Landliegeplatz. 
Und wer an seinem Boot einmal jährlich das Antifouling selbst aufbringt: Mit dem Pinsel in der Hand wird eine größere Yacht an der breitesten Stelle beim Streichen plötzlich „verdammt lang“.
2. Die Wahl des Segelreviers
„Es gibt Reviere, da geht man jeden Abend in den Hafen. 
Und solche, da geht man zwei mal im Monat in den Hafen.“
Unterstellen wir einfach, Sie haben sich – ob gekauft oder gechartert – nach langen, langen, langen Erwägungen aus diesen oder jenen Gründen für eine bestimmte Schiffslänge entschieden. Sie haben ein Schiff. Und leben damit. Und haben sich an die Kosten gewöhnt. Dann bleibt als wesentlicher Kostenfaktor die Wahl des Reviers. Und ihre Route.
2.1 Italien ist wunderschön. 

    Von Venedig aus fuhr ich mit LEVJE nicht übers offene Meer, sondern über die „Canali“ nach Chioggia: Italien lockt mit   
     Ungewöhnlichem. Über diese Reise berichtete ich ganz am Anfang.

Italien hat aber mit ungefähr 200 Inseln vergleichsweise wenig Inseln. Und noch weniger Buchten. Also muss man fast jeden Abend in den Hafen. Das kostet Liegegebühren. Und schon die alten Fahrensleute wußten: „Hafen meiden! Die Kohle ist weg!“. 
Denn erstens spürt man die Liegegebühren – sie liegen je nach Hafen im CIRCOLO NAUTICO oder bei der LEGA NAVALE für ein 31-Fuß-Schiff zwischen 20 und 50 €. Auf der wunderschönen Insel Ponza kann das auch mal 100 € betragen. Und im schönen Porto Rotondo an der Costa Smeralda stehen im schönen August schon mal 133,76€ pro Nacht für LEVJE’s 31 Fuß auf dem Zettel. 
Ein weiteres kommt hinzu: Als Freund guten Essens und guter Weine bin ich Italiens Küche ausgeliefert. Wehrlos. Hilflos. In Italien hält es mich abends nur selten auf LEVJE. Die Stadt ruft: Mit hervorragenden Fisch-Antipasti. Pasta in 1001 verführerischen Variationen. Wein zum „Sich-vergessen“. Da kostet ein vierwöchiger Italientörn mit einem 31 Fuß Boot für eine Person schnell mal 2.500 Euro aufwärts, Treibstoff und Liegegebühren eingerechnet. Dafür aber lebt man ein herrliches Leben. „Si mangia a Dio“, man isst wie bei Gott, sagte mir der Marinaio in Ancona über das Restaurant genau vor Levje’s Bug. Womit er wahrhaftig nicht log.

Was Sie sonst noch für einen längeren Törn an Italien’s Küsten über Gebühren, Vorschriften, Wetterdienste, Internet wissen müssen: Hier weiterlesen.
Wie man über die Kanäle von Venedig nach Chioggia kommt: Hier weiterlesen.
2.2 Griechenland ist wunderschön.

Keine nennenswerten Permit-Gebühren, außer für das DECPA. Und für die Einreise pro Person.

Viele, viele wunderschöne Buchten locken von Othonoi im äußersten Nordwesten bis nach Kastellhorizon, der letzten griechischen Insel einen Kilometer vor dem südtürkischen Kas im äußersten Südosten. Man kommt also auch bei schlechtem Wetter hervorragend ohne Marinas aus.
Von Juni bis September wehen für die Route von Nordwest nach Südost günstigste Winde. Der Meltemi bläst kräftig mal mehr von Nord, mal mehr von Nordwest. Es ist eine Freude, noch vor dem Anker-auf Morgens die Segel zu setzen. Und Abends, nachdem der Anker gefallen ist, die Segel zu bergen. Und 200 Meilen unter Segel mit Treibstoffkosten für insgesamt 7 Liter Diesel sind bemerkenswert erfreulich.

Hinzu kommt: Es gibt wenig gut ausgebaute Marinas. Aber überall Häfen. Und in denen kostet das Anlegen meist wenig. Das merkt man schnell: Bereits für 800 Euro aufwärts im Monat lebt es sich in der Ägäis ganz wunderbar. Aber nicht täuschen lassen: Auch wenn Lebensmittel und das hervorragende Obst und Gemüse in Griechenland günstig ist: Ausgerechnet hier sind landestypische Produkte wie mein geliebter PHAGE-Joghurt, Oliven, Schafskäse vergleichsweise teuer. Dies Rätsel zu lösen bleibt einem weiteren Artikel vorbehalten. 
    Restaurantbesuche – wie hier auf der zauberhaften Hafenmole von Monemvasia – spielen kostenmäßig in  
     Griechenland eindeutig auf niedrigerem Niveau als in Italien und dem in dieser Hinsicht kein Pardon kennenden  
     Süd-Frankreich.
Was Sie sonst noch für einen längeren Törn an Griechenland’s Küsten über Gebühren, Vorschriften, Wetterdienste, Internet wissen müssen: Hier weiterlesen.
2.3 Kroatien ist wunderschön.

Hier wird es – ebenso wie in der Türkei – aufgrund gehobener Liegegebühren in den Häfen etwas teurer. Für ein 31-Fuß-Schiff ist mit 35-60€ pro Nacht zu rechnen. Aber man hat es als Segler ja selber in der Hand, ob man ankert oder jede Nacht im Hafen verbringt. Und das stellen die kroatischen Marinabetreiber zu ihrem Leidwesen auch gerade fest: Die Zahl der Bootsbesitzer, die im Urlaub jeden Tag die Marina aufsuchen, nimmt aufgrund stark angestiegener Mooring-Gebühren ab. Ausnahme: Schlechtwetter-Tage. 


In Kroatien kommt noch das relativ teuere Jahrespermit hinzu, es kostet für LEVJE’s 31 Fuß an die 200€. 

Etwas ungünstig sind auch die Windverhältnisse in der Adria: immer noch gilt gerade für die obere Adria der gute alte Spruch „entweder zuviel Wind oder zuwenig.“ Gerade in den Sommermonaten ist viel Motoren angesagt bei schwachen Winden: Das erhöht die Kosten spürbar.

Preise für Restaurants und Konoben, die sich gerade in unmittelbarer Hafennähe befinden, haben in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich zugelegt.
2.4 Slowenien. Ein begeisterndes kleines Ländchen.

    Der Hafen von Izola. Die Ausfahrt aus dem Hafen von Izola und den Start meines fünfmonatigen 
    Törns stelle ich auf einem Video in einem meiner ersten Posts vor.

Der Vollständigkeit halber sei auch Slowenien erwähnt, das zwar nur über 25 km eigene Seeküste verfügt, aber neben Koper und Portoroz vor allem mit Izola einen hervorragenden Yachthafen mit kürzesten Wegstrecken sowohl am Land als auch zu Wasser nach Norditalien und Venedig besitzt. Hier ist das Preisniveau in den drei Marinas dem in Kroatien vergleichbar. Allerdings werden hier keine Gebühren für Permit verlangt.

     Segeln an Weihnachten: LEVJE im Hafen von Piran, Slowenien am 2. Weihnachtsfeiertag 2013.

Da die vier slowenischen Küstenstädte Koper, Izola, Piran und Portoroz noch immer zu einem Gutteil von slowenischem Inlands-Tourismus leben, ist das Preisniveau vor allem in den Restaurants von Koper und Izola erfreulich niedrig. Piran ist mit seinem hübschen venezianischen Hafen natürlich ein Touristenmagnet, während Portoroz seit seiner Gründung als k. und k. Seebad seinen „Hang zu Höherem“ in unnötig hohen Marina- und Restaurantpreisen fortsetzt.

Was Sie über Slowenien wissen sollten: Hier weiterlesen.

Das Video zur Ausfahrt aus der Marina von Izola: Hier.

2.5 Türkei. „Hello, my Friend.“

    Ein phantastischer Ort selbst im späten Oktober: Das antike Phaselis, zwischen Finike und Kemer auf einer Halbinsel 
     gelegen. Hier – zu Füßen des über 2.300 Meter hohen Tahtali Dag, über den ich vergangene Woche berichtete –   
     überwinterte schon Alexander der Große.

   

Für die Türkei gilt Ähnliches wie für Kroatien. In den zurückliegenden Boomjahren ist Segeln – vor allem bei gut verdienenden Türken in den Großstadt-Zentren Istanbul, Izmir, Bodrum, Antalya – sehr in Mode gekommen. Vor allem „Großstadt-nahe“ Häfen (Turgutreis, Bodrum selbst, Marmaris und erstaunlicherweise Antalya) sind teuer, weil überwiegend von bootsbegeisterten einheimischen Stadtbewohnern belegt. Für LEVJE’s 9,40m Länge waren  pro Nacht in den genannten Häfen zwischen 37€ und 45€ zu berappen. Strom, Wasser (5€ pauschal) sowie WIFI kommen gegebenenfalls noch dazu. Vier Nächte – kein Spaß. Zumal die Marinas von Bodrum und Marmaris von ihrem täglichen und vor allem: nächtlichen Lärmpegel unerträglich sind. Und die Marina Antalya eine halbe Busstunde außerhalb des Zentrums liegt im Industriehafen liegt – weitab von Restaurants und vernünftigen Einkaufsmöglichkeiten und dem: was der Seemann nach paar Tagen auf See gerne hätte.
Auf dem abgelegenen Land sieht es anders aus: In Kas oder Finike, aber auch in Alanya sind die Häfen günstiger. Und gemütlicher. Und vor allen Dingen: LEISER! Hier ist man mit um die 25€ dabei. Strom, Wasser, WIFI sind – meist – inklusive.
Hinzuzurechnen sind in der Türkei noch die Kosten für das Transitlog (52€) sowie den hierfür erforderlichen Agenten (Von 0€ bis 80€ ist alles drin: das hängt von Ihrem glücklichen Händchen ab) sowie die unabdingbare BlueCard (25€). Es summiert sich also auch auf ein dem kroatischen Permit vergleichbares Preislevel. 

     Der Restaurant-Steg des Restaurants RAFET BABA in der Bucht von Ciftlik, ein paar Meilen vor Marmaris. Wer hier   
     liegt, liegt kostenlos. Erwartet wird aber, dass im zugehörigen Restaurant gegessen wird.

Essen gehen: Hier gibts einen einfachen Indikator: In Gegenden, in denen man Sie mit den Worten „Hello, my friend“ begrüßt, können Sie pro Person von 25€-35€ ausgehen. Dies gilt für die landschaftlich sehr reizvolle Buchtenecke mit den netten Stegrestaurants zwischen Bodrum und bis östlich Marmaris, etwa bis Gemiler-Reede.
Danach kommt die Ecke ohne „Hello, my friend“. In den liebenswerten Orten Kas und Finike, die vom Tourismus wirklich verschont sind, zahlt man um die 10€ – 15€ für zwei, drei Gänge. Übrigens erzählte mir Eda, dass auch Sie als Türkin vor der Begrüßung „Hello, my friend“ nicht verschont bliebe. Ob Türke oder Deutscher: man ist Tourist. DAS bestimmt das Preisniveau in der Türkei.
Lebensmittel in der Türkei: Vor allem Alkoholica, Bier und Wein, sind vergleichsweise teuer, da dem rechtgläubigen Muslim nicht gestattet. Und deshalb mit Steuern belegt. Und auch nicht überall erhältlich. 
Insgesamt kommt man für vier Wochen Türkei also auf etwa 1.500€.
Was Sie sonst noch für einen längeren Törn an den Küsten der Türkei über Gebühren, Vorschriften, Wetterdienste, Internet wissen müssen: Hier weiterlesen.

Und falls Sie der am Meer gelegene, über 2.300 Meter hohe Tahtali Dag interessiert: Hier lesen.

Und wie sieht das für andere Länder aus?
Frankreichs Mittelmeer-Küste sicherlich teurer, Spanien ebenfalls. 
Nord- und Ostsee: je nachdem. Liegegebühren meist unter den fürs Mittelmeer genannten Preisen.

Karibik: Kann man so oder so machen: Anreise teuer. Kann aber gut überall ankern und buchteln. Essen gehen? Bleibt in den meisten Teilen der englischsprachigen Karibik verzichtbar, da die „amerikanische Küche“ in ihrer „fast form: paniert, frittiert“ dominiert.

    Phaselis, Ende Oktober: einer der drei Häfen der untergegangenen Stadt.


Mein Fazit:
Ist Segeln also teuer? Das kommt darauf an. Auf einem fünf-Monatstörn durch die genannten vier Mittelmeer-Länder muss man – bei meinen genannten drei Vorlieben viel Ankern, gut Essen, guter Wein – mit monatlichen Ausgaben um die 1.600€ rechnen. Fünf Monate machen also 8.000€, und wer ganzjährig auf dem Boot lebt, wird also um die 20.000€ für ein Jahr an den Küsten des nördlichen Mittelmeeres in der Reisekasse haben müssen. 
Nicht teuer ist Segeln, betrachtet man es unter dem Gesichtspunkt: „Wieviel Urlaub krieg ich für 1.600€?“ Denn für diesen Betrag bekommen Sie im nächsten Sommer – und der kommt bestimmt – wahlweise:
 2-3 Wochen Alanya All-Inclusive im Vier-Sterne-Hotel
 7 Tage „Malle“, nettes Hotel, aber nur Übernachtung mit Frühstück
 5 Tage New York, nur Übernachtung, 7th Avenue nahe Penn Station
 15 Tage Kreuzfahrt Venedig, Kusadasi, Santorini, Valetta, Venedig auf der Norwegian Jade.
Ich glaub‘: Ich verbringe auch den nächsten Sommer auf LEVJE.

ADAC-Skipper sparen bei der hanseboot 2014

Die hanseboot öffnet vom 25.10. bis 2.11.14 ihre Tore. Foto: HMC / Nico Maack (N)

Die hanseboot öffnet vom 25.10. bis 2.11.14 ihre Tore. Foto: HMC / Nico Maack (N)

Die hanseboot 2014 öffnet noch bis zum 2.11.2014 unter dem Slogan „Der Norden in seinem Element“ täglich ihre Tore.  Auf dem B-Gelände der Hamburg Messe und im In-Water hanseboot Hafen, in direkter Nähe zu den nordeuropäischen Revieren und den großen Binnengewässern, präsentiert die 55. Internationale Bootsmesse Hamburg neue Boote und Yachten und informiert über Trends und Neuheiten der Bootssport-Branche.

Der ADAC Hansa e.V. präsentiert in der Halle B3 EG das ADAC Marina-Portal und den Revierführer online. Zusätzlich gibt es fachkundige Beratung zur ADAC Yachtcharter-Suche, dem Yachtcharter Vergleichs- und Buchungsportal, zum Internationalen Bootsschein (IBS) und zu den ADAC Wassersport-Versicherungen. 

Die hanseboot ist täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre haben freien Eintritt. Gegen Vorlage
des ADAC Mitgliedsausweises erhalten ADAC Mitglieder 2 Euro Rabatt (11 Euro statt 13
Euro) auf die Comeback-Karte. Diese berechtigt zum Wiedereintritt ab 15 Uhr an einem
beliebigen anderen Tag. Weitere Informationen unter www.hanseboot.de.

Bericht zum Abschleppen auf YACHT-online

 

Bildschirmfoto 2014-10-26 um 15.50.10

Hier findet ihr den Bericht zu unserer missglückten Ankunft in Spanien: KLICK

Den nächsten gibts wieder hier auf dieser Seite …

Herzlichen Dank für die vielen, vielen Emails mit guten Wünschen, Tipps und die ein oder anderen Klicks auf die Kaffeekasse. Der GFK-Klassiker e.V. hat sogar seine Mitglieder sogar auf Facebook zum Spenden aufgerufen, damit wir unsere Reise fortführen können, weil wir ja zuerst fest davon überzeugt waren, das Abschleppen selbst bezahlen zu müssen. Doch ich hatte gestern Kontakt mit Pantaenius – “Maverick” war noch im versicherten Fahrtgebiet und wir bekommen die 1.443 Euro erstattet. Selbstverständlich überweise ich euch euer gespendetes Geld gleich morgen früh wieder zurück. Wir wollen ja kein Profit aus der Misere schlagen  ; )Herzlichen Dank nochmal für euer Engagement!

Mittlerweile haben wir das Schiff entsalzt und trockengelegt und werden hier noch einige Tage auf Ersatzteile warten, die aus Deutschland kommen. Dann kann die Reise weitergehen!

Johannes

Menschen am Meer: Die Kräutersammlerin von Porto Kayo. Oder: Von Sammlern und von Jägern.

Leben am Meer: Dazu gehört nicht nur Segeln. Manchmal ruft das „Am-Meer-sein“ auch etwas wach, was wir seit der Steinzeit mit uns herumschleppen, ohne dass uns das in unserem Alltag bewußt ist.
Das ist Karin. Karin arbeitet eigentlich das Jahr über mit schwer erziehbaren Kindern. Ein harter Beruf, der Ihr ihr viel, viel abverlangt. Oft sind es Kinder, bei denen wenig Chancen bestehen, dass sie den Weg finden in das, was wir ein „normales“ Leben nennen.
Einmal im Jahr geht Karin für sechs Wochen aufs Meer. Zusammen mit Pat fährt sie auf dessen Katamaran SKIPJACK die griechische Küste entlang. Von Insel zu Insel. Meist in Westgriechenland, auf den Ionischen Inseln. Aber auch schon mal quer durch die Ägäis, bis in die Türkei. Oder dieses Jahr um den Peloponnes herum, im Uhrzeigersinn. Und so habe ich Karin und Pat kennengelernt, vor acht Jahren, in einer einsamen Bucht auf Ithaki. Manchmal verabreden und treffen wir uns irgendwo segelnd. So wie dieses Jahr in der Bucht von Porto Kayo, am Südpeloponnes, einer rauhen Landschaft.
Was ich von Karin noch nicht wusste: Auf dem Meer wird sie zur Sammlerin. Ihre sechs Wochen auf dem Meer nutzt sie, wie hier am Kap Tainaron, der wilden, wilden Südost-Ecke des Peloponnes, viel  für ausgedehnte Landgänge, auf denen sie alle möglichen Kräuter sammelt. Sie liebt den wild wachsenden Knoblauch: 
Oder wilden Thymian, hier mit einer Gottesanbeterin darauf. Und unten mit einer schwarzen Hummel.

Manche Kräuter verwendet Karin, indem sie sie einfach nur pflückt und trocknet. Wie den Salbei, den man im letzten Bild unten links neben dem Teller sieht. Der ist einer von LEVJE’s Lieblingen an Bord. Anderes, was sie sammelt, kocht sie. Und legt es dann nach alten Rezepten ein. Kapern, gekocht und dann in grobem Meersalz eingelegt. Lecker. Am Meer und wild sehen Kapern so aus:



Der Meerfenchel, den Karin zubereitet, der hat es mir besonders angetan. Karin findet ihn an wilden und unmöglichen Stellen, wie hier am Kap Tainaron, genau über der Gischt. Karin sagt, in der Gischt gedeiht er besonders gut:


Aus der Nähe betrachtet, sieht Meerfenchel so aus:


Und in Vergrößerung:


Es sind genau diese dicken Blätter die Karin zuerst kocht. Und dann in Olivenöl einlegt, um sie haltbar zu machen. Das Rezept hat Karin von einer griechischen Freundin aus Porto Kayo. Und die wiederum hat es von ihrer Großmutter, die den Meeresfenchel genau so einkochte. Und den Männern auf ihre Fahrten mitgab, wenn die auf die Jagd aufs Meer gingen. Meerfenchel ist gut gegen den Hunger, aber vor allem gegen den Vitaminmangel. Als Karin und Pat uns auf LEVJE besuchen, bringt sie den eingelegten Meerfenchel mit. Und der schmeckt köstlich.

Und hier erzählt Karin, wie sie den Meerfenchel zubereitet:
„Meerfenchel und andere Genüsse
Die Küsten Griechenlands sind voller Köstlichkeiten, wenn man sie erkennt und zu verarbeiten weiß! Über den Meerfenchel bin ich 2007 erstmals im wahrsten Sinn des Wortes auf der kleinen Insel Elafónisos gestolpert. Er wächst dort üppigst in den sandigen Ritzen zwischen den Felsen am Ufer und seine fleischigen, spitzen Blätter haben mich ein wenig an Hauswurzgewächse erinnert. Das Blatt knackte, als ich es brach, und mich begeisterte ein unverkennbarer, würziger Duft. 
Ich dachte sogleich an eine mögliche Verwendung des mir bis dato unbekannten Gewächses als Gemüse oder Tee, zögerte aber, es zu versuchen. 
Wenige Tage später servierte meine griechische Freundin Barbara marinierten „Krítamo“, so heißt Meerfenchel auf Griechisch, der auch in der Bucht, in der sie den Sommer verbringt, wächst (Foto). Seither bereichert er jeden Urlaub unseren Speisezettel.
Vom Meerfenchel werden die grünen jungen Triebe gepflückt (Foto) und in Wasser 5 – 10 Minuten gekocht. Ich mag ihn lieber weich, als bissfest. Er kann nach dem Kochen solo oder mit anderen Gemüsen wie ein Salat mariniert oder als Beilage mit Öl beträufelt gegessen werden. Er eignet sich aber auch gut zum Einlegen. Die Griechen legen ihn in Essig ein oder in Essig und Öl. 
Ich bevorzuge es, ihn in Gläser zu füllen und mit Olivenöl aufzugießen. So hält er gut und findet vielfache Verwendung in meiner Küche, wie z. B. auf einer Pizza.“
Meerfenchel? Cooles Zeug! Darüber will ich mehr wissen: Hier!
Meerfenchel: war auch in England und Schottland beliebt. Man kann ihn auch bei uns für den Garten kaufen: Hier!
Ak Tainaro? Die wilde, wilde Südostecke des Peloponnes: Kann man hier mehr drüber erfahren!

The Sailing Bassman – Episode 29 – Heimkehr und Ankunft

Die letzte Folge dieser Reise zeigt nun meine letzten Törns von Dänemark in die Schlei und dann schliesslich meine Ankunft in Kiel. Das war für mich eine Achterbahn der Gefühle mit einer Mischung aus Freude über das Wiedersehen und Trauer über das Ende dieser einmaligen Reise.