Monatsarchive: Juli 2013

First MARLIN Video

Halbwindsegeln mit Spaßfaktor

Was sind schon vierzig Meilen von Carriacou nach Grenada? Wir nehmen die Winward Seite, denn es ist wenig und noch weniger Wind angesagt. So um die 8-10 Knoten aus Ost. Na endlich denke ich mir. Endlich mal unter Vollzeug und ungerefft segeln. Das kommt noch nicht unbedingt so oft vor. Der 28 Meter hohe Mast der Marlin ist etwas überdimensioniert, aber bei Leichtwind zeigt dieses Rigg seine Vorzüge. Schnell, mit wenig Wind. Kaum aus der Bucht raus laufen wir zwischen sieben und acht Knoten und das soll sich auch nicht ändern. Der Fahrtwind macht aus dem halben Wind einen am Wind Kurs, die See ist glatt, der Himmel blau. Hinter uns die DAFNE unsere Freunde mit dem Lepard, Ex-Mourings Katamaran. Hinter uns – soll ebenfalls so bleiben. Die MARLIN lägt sich schräg auf die Seite, die Familie liest Bücher im Pilothouse und ich habe Segelspaß an Deck. Endlich, nach Monaten, endlich mal Zeit Material für ein Video zu drehen, endlich mal keine Probleme und Reparaturen. Die Prioritätenliste der ToDo Punkte ist klein und übersichtlich geworden. Irgendwie ist es wohl untergegangen, doch zwischenzeitlich ist auch Gustav mit von der Partie. Gustav unser Autopilot steuert. Ich baue grade Vertrauen auf und er darf steuern, so viel er will. Und das macht er. Keine unverhofften Aussetzer mehr, wenn ich grade auf dem Vordeck bin. Das war ganz schön ärgerlich vorher. Vor der Reparatur durch Micha und Rene. Jetzt habe ich endlich die Hände frei.DAFNE verschwindet langsam am Horizont, einen weiteren Katamaran, vier Meilen vor uns, holen wir langsam aber stetig ein. Auch mal schön, schnell zu sein, nachdem wir 15 Jahre im charakteristisch zurückhaltend langsam und sicher gesegelt sind. Jetzt segeln wir ebenfalls sicher, aber nicht mehr langsam.

Maya ist etwas krank. Nein, nicht seekrank, seekrank wird irgendwie keiner mehr.Hat Fieber, bekommt einen Zahn, zu viel Aufregung in den letzten Tagen oder wie auch immer. Und so schneiden wir zusammen die ersten Sequenzen im Bett liegend zusammen und produzieren gemeinsam dieses kleine Video, was Dir einen ersten Eindruck über unser neues Heim zeigen kann. Sail Fast – Live Slow. Enjoy.

SV Maus – Manfred Marktel ITA

Impressionen vom Segeln auf 40 und 50 S.

Wilde Meute

Zurück in der Tyrrel Bay

Die kleine Insel Carriacou im Norden von Grenada ist ein Ort zum Hängenbleiben. Charterboote verirren sich nur selten hierher, und wenn, dann nur für eine Nacht. Die Bucht ist fest in Fahrtenseglerhand. Das Leben ist gemächlich, die Immigrationbeamte erledigen ihren Job mit einem breiten Grinsen, in der Miniaturhauptstadt gibt es einen straff durchorganisierten Fischmarkt mit zivilen Preisen und eine Dependance der lokalen Gemüsecooperative. Großartig, endlich wieder Obst, Gemüse und Fisch satt einkaufen. Gurken, für 1,50 Euro das Stück, ungefähr ein Drittel so groß wie eine deutsche Salatgurke, Möhren für 5 Euro das Kilo, in den Grenadinen, das war hart. Umso mehr genießen wir es, jetzt wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.

Im Gleichschritt zieht die DAFNE mit. Unsere Kinder schlafen nicht nur auswärts, sie segeln auch gleich fremd und haben mir prompt etwas voraus, Segelerfahrung auf einem Katamaran. Während der Skipper und ich die gelungene Reparatur unseres Autopiloten durch die beiden Cheftechniker Micha und Rene genießen, hüpfen unsere Leichtmatrosen eine halbe Seemeile voraus auf dem Trampolin der DAFNE. Mit Sicherungsleine versteht sich. Bei uns herrscht himmlische Ruhe. Nur unter Genua zieht die MARLIN mit 6 Knoten Richtung Süden, IRON LADY’s Rumpfgeschwindigkeit, ein Spaziergang mit unserer neuen Dame.

Als Ausgleich für die Ruhe gibt es heute das umgekehrte Programm, insgesamt 5 kleine Mädchen rasen als Tiger, Katzen oder Prinzessinnen verkleidet über das Deck, ein Sturm kann nicht lauter sein. Der Skipper verzieht sich ins Pilot House und schaltet mental ab. Krawumm macht es wieder an Deck, der Tiger hat den Hasen gefressen, oder geküsst? Wer weiß das schon, wir dürfen jedenfalls nicht mitspielen und haben nur für das leibliche Wohl zu sorgen. Pfannkuchen zum Frühstück sind erwünscht, für die „international pancake competition“. Deutsche gegen amerikanische Pfannkuchen. Ich frag mich nur, was der Preis für den Gewinner ist, ich fürchte, es wird die Erlaubnis zur Austragung aller folgender Sleep Overs sein. Ob ich vielleicht morgen früh doch besser Zucker und Salz verwechseln soll? Kann ja jedem mal passieren.

Ist heute Freitag?

Weiteres Familiensegeln

Wenn die Kinder glücklich sind, sind es auch die Eltern. Mit Ihren drei amerikanischen Freundinnen ist heute „Sleep Over!“ angesagt. Maya und Lena schlafen heute auf deren Boot. Für uns auch komisch. Wie Eltern dann so sind, steht bei uns der Happy Bar vor Union Island an. Ein Local hat die Berge von Conch Gehäusen am Ende des Riffs aufgeschüttet und darauf eine kleine Bar platziert. Bild oben rechts. Als Maya sich dann endlich entschieden hat, den Mut zu einer Fremdübernachtung aufzubringen, die Eltern im Dinghy zur Happy Bar fahren, stellt sich raus, dass diese heute geschlossen ist. Prima Sache. Aber es ging schon den ganzen Tag so. Beim Verlassen der Tobago Keys, reisst sich das nachgezogene Dinghy mitten im Pass los, wo auch sonst. Da treibt es direkt an der Riffkante, für die MARLIN nicht mehr erreichbar. Da hilft nur ein Skipperhechtsprung über Bord. So eine Rettungsschwimmerausbildung von vor dreißig Jahren macht ja doch immer wieder Sinn. Krass wie schnell das Dinghy weg war. Kaum ist das erledigt, kommt die Dinghyleine beim Ankermanöver in die Schraube. Wnuk – Wie peinlich. Der Tampen hält und bohrt und dreht sich in die Lackierung des Hecks. Auch nicht schlecht. Ich wollte immer schon mal Spotpainting ausbrobieren ;-)

Ich baume aus. Nicht um die Genus in die richtige Position zu bekommen, sondern um eine Tarzan Liane für die Kinder für die Kids zu realisieren. Alle, auch Klein Lena schwingen und springen Überbord und lassen sich ins Wasser fallen. Unsere Kinder können jetzt richtig schwimmen. Erfolg auf der ganzen Kinderlinie. Nathalie und ich versacken in der Hängematte mit einem Glas Wein in der Hand und unterhalten sich worüber? Über die Kinder – Was auch sonst.

Wir sind ausklariert und segeln morgen zurück nach Carriacou.

Mast zu lang – macht nix!

Another day in Paradise

Wasser, Strand und Palmen die Zweite

Das Schönste am Tag war, mit den Schildkröten zu schwimmen. Ohne Diskussion. Die Kinder haben weiterhin Spaß in den Backen, bis zu den Ohren. Ihre neuen drei amerikanischen Freundinnen tun den großen Teil dazu. Ich bin nicht wenig stolz wie sie einen großen Teil des Tages auf dem amerikanischen Boot alleine zu sein und Monopoly auf Englisch zu spielen. Maya macht die Bank. Ich mein: Besseren Englisch Unterricht können sie doch gar nicht haben.

Nathalie und ich optimieren das Rigg. Gräting im Cockpit und Pilothouse hoch und mit Salzwasser bürsten. Zum ersten Mal seit Herstellung. Bisher gab es immer wichtige Reparaturen auf der Prioritätenliste. Das gibt Hoffnung in den nächsten Wochen zum Bordalltag übergehen zu können.

Südwestlich der Kapverden braut sich wieder eine tropische Drehsuppe zusammen. Gefällt mir gar nicht so gut. Aber das Geschehen ist noch gut eine Woche weg. Zeit sich langsam wieder südlich zu orientieren.

Urlaub

Wasser, Strand und Palmen

Ein Großteil der Grenadinen ist Privatbesitz. Stars, Sternchen, Hotels, Resorts, Real Estate Firmen, jeder besitzt einen Strand, einen Hügel, einen Kokosnusshain. Ab 200.000 US$ kann man auf Bequia sein eigenes Stückchen Karibik erwerben, ohne Haus und ohne Strand selbstverständlich, dafür muss man schon tiefer in die Tasche greifen. Ganze Inseln sind in Privatbesitz: Betreten verboten! Umso erstaunlicher ist es, dass die fünf kleinen Inseln um das Horseshoereef noch immer unbewohnt und in staatlicher Hand sind. Weiße Strände, perfekte Palmen, türkis-blaues Wasser, flirrend klar, Seegrasfelder und grasende Schildkröten, Bilder einer Hochglanzkaribikbroschüre. 3 Euro pro Person, Kinder die Hälfte, kostet die Parkgebühr am Tag. Ein paar Schirmchen auf der Hauptinsel, wo ein paar findige Locals Strand BBQs veranstalten, der Rest ist pure Natur.

Mit unseren Kindern gehen wir schnorcheln, erst auf der Innenseite des Riffes, dann, an einem windstillen Morgen, auch auf der Außenseite. Das Korallenriff ist nicht in allerbestem Zustand, tropische Stürme und die andauernde Brandung haben viel zerstört, doch es gibt Fisch, viele Fische, Die Papagei- und Kofferfische sind sicher dreimal so groß, wie an den anderen Schnorchelplätzen, denn in den Grenzen des Parks ist Fischen verboten, auch für die Einheimischen. Ganze Schwärme Doktorfische schwimmen ohne Scheu an der Brille vorbei. Direkt hinter der Riffkante beginnt das tiefe Blau des Atlantiks. Wunderschön.

Mittlerweile sind auch unsere neuen Freunde von der DAFNE mit den drei Mädchen Jade, Cleo und Stella angekommen. Stundenlang sind die fünf zusammen im Wasser. Schnorcheln, paddeln, Body-Board, Sandburgen, schwimmen, von Bord springen. Bei soviel Aktivität muss man abends Jugendherbergsportionen auf den Tisch stellen, sonst gibt es Meuterei. Schön ist das Riffleben hier draußen. Ferien haben wir auch, wurde im Familienrat beschlossen. Bewegliche Ferientage nennt man so etwas in Deutschland.

Darsena Bellandi: Fest unter Sternen

Der neue ADAC Stützpunkt Darsena Bellandi an der Südwest-Spitze des Gardasees lädt am kommenden Samstag, den 27. Juli, zur Darsena Sotto Le Stelle ein. Der Name des Festes, das mittlerweile Tradition hat, bedeutet Darsena unter den Sternen und ist Programm:

Die Marina am Gardasee feiert: Darsena Sotto Le Stelle

Die Marina am Gardasee feiert: Darsena Sotto Le Stelle

Um 19.30 Uhr beginnt der Abend mit einer Happy Hour und Live-Musik unter freiem Himmel und wird bis zum Morgengrauen von den DJs Luca & Paolo begleitet. Skipper sind herzlich eingeladen, mitzufeiern oder sich vom Darsena-Team mit Strandliegen versorgen zu lassen, um am Seeufer die Sterne über Desenzano del Garda zu beobachten.

 

 

Darsena Bellandi – Die Marina

Der Himmel über dem Gardasee

So lässt sich der Himmel über Darsena Bellandi genießen.

Der kleine Hafen verfügt über 15 Wasser- und 150 Landliegeplätze und bietet als Vertragshändler namhafter Motorenhersteller auch Reparatur- und GFK-Arbeiten an. Landlieger werden bis 21 Uhr geslippt. In der Nähe von Darsena Bellandi finden sich Cafés und die wichtigsten Geschäfte des täglichen Bedarfs. Urlauber sollten sich einen Abstecher ins nahegelegene Desenzano mit seiner malerischen Piazza Malvezzi am Alten Hafen, den edlen Palazzi im Zentrum und dem Dom San Maria Maddalena nicht entgehen lassen.

ADAC Mitglieder erhalten jeweils 8% Rabatt auf Tages- und Dauerliegeplätze sowie auf Servicearbeiten, Zubehör und Ersatzteile.

Weitere Informationen zum neuen ADAC Stützpunkt Darsena Bellandi.

MARLIN at Tobago Cays

Traumziele

Es gibt Orte auf dieser Welt an denen man einfach gewesen sein muss. Für einen Segler gehören die Tobago Cays in den West Indies einfach dazu. Der eine mag sie, der andere mag sie nicht. Wer noch nie direkt hinter einer Riffkante zu einem offenen Ocean für ein paar Tage oder Wochen geankert hat, versteht das nicht. Wir kennen das zur Genüge aus dem Pazifik, aus dem Indic. Die Seele geht dann in einen anderen Modus über. Alle Tage beginnen wie Sonntag, Sachen die eigentlich wichtig sind, werden unwichtig und man lässt sich am Morgen erst mal in kristallklare Wasser neben der Haustür fallen. Ich liebe dieses Riffleben. Allein schon ein Grund, der alles berechtigt, die Arbeit, das Geld, das Warten, die teils jahrelange Vorbereitung. Irgendwann kommt man hier aus Europa an und lässt den Anker auf 3-4 Meter weißen Sand fallen. Problem an der Sache, man ist nicht wie im Pazific und Indic alleine sondern 20 andere Boote liegen auch hier. „Lass es uns genießen“, flüstere ich Nathalie ins Ohr. Jetzt in der Hurricane Season sind es 20 Boote, in der Peak Season liegen hier 200 Boote. Davon die Hälfte Wohnmobile, auch Katamarane genannt. Ein schwimmender Campingplatz. Ich hör jetzt mal auf, sonst fange ich an zu lästern.

Wieder ein Vorteil der MARLIN. So was können wir easy machen. Sollte es mal ernst werden mit so einem Hurricane, würden wir die Segel setzten und weg wären wir aus dem Vorhersagegebiet. So einfach ist das mit einem schnellen Boot.

Wieder war es Rene von der MIRA, den wir vorgestern getroffen haben, der mir geholfen hat. Es macht einfach mehr Spaß zu zweit rumzuschrauben. Diesmal haben wir Gustav, den Autopiloten, repariert. Die elektrische Kupplung ist schon mal einfach rausgerutscht, so ohne Ankündigung oder Befehl. Klar, genau dann wenn ich alleine im Cockpit bin. Geht gar nicht. Auf einen Autopiloten muss man sich hundertprozentig verlassen können. Ein Kupferdraht der Wicklung des Magneten war korrodiert. So genau ließ sich das nicht feststellen. Auf jeden Fall habe ich dann alles neu verlötet und isoliert. Rene hat alles wieder zusammengesetzt und nun steuert Gustav, der Autopilot, grade Linien, Ellipsen, Kreise und Achten ins Kielwasser. So ganz traue ich der Geschichte noch nicht, aber es scheint zu funktionieren.

Wir werden jetzt einfach hierbleiben in den Tobago Cays, bis wir keinen Rum mehr haben. Wir werden uns in die Sonne legen. Schnorcheln was das Zeug hält und mit dem Fernglas schauen was auf den Campern passiert. Wir werden gründlich lästern und einige Fotos machen. Unsere Kinder sind glücklich, genau wie wir. Es ist eben doch schön, dass Leben hinter der Riffkante. Vielleicht doch noch mal in den Pazifik? Rund Kap Hoorn? Indic? Ich wäre sofort dabei. Macht Segeln süchtig? Ja, Segeln macht süchtig!

Neuer Kurs: Süd

Seele baumeln lassen

Donnerstagmorgen vor dem Prinzessin Margret Strand in der Admirality Bay, die Teller werden gerade gespült und verstaut, Maya schreibt den Einkaufszettel für den letzten Besuch auf dem Gemüsemarkt, dann soll es losgehen auf die Tobago Keys. Plötzlich wird es dunkel, unsere MARLIN legt sich auf die Seite und der Himmel geht auf. Aus dem nichts, hinter den Bergen, hat sich ein rasanter Squall angeschlichen und tobt sich nun direkt über uns aus. Schnell klettert der Windmesser auf fast 30 Knoten, draußen sieht man nichts außer Wasser und zwei Charterkatamaranen im Päckchen, deren Crew vor 10 Minuten noch laut fröhlich gebadet hat, und nun keine 10 Meter vor dem Bug der MARLIN liegen. Zündschlüssel rein, Motor an, die Chartergesellschaft ist wenig beeindruckt, der weibliche Crewteil holt das Shampoo raus. Der Skipper des Steuerbordzweirümpfers bekommt die Maschine nicht an und das Paket rutscht noch ein paar Meter weiter auf uns zu. Die Bikinidamen schäumen ihre Haare ein. Die haben echt Nerven. Zwanzig Minuten ist der Spuk vorbei und nachdem Micha unsere Nachbarn mit Kamera und Blitzlicht dokumentiert hat, trollen sie sich und pflanzen sich im Paket vor das nächste Boot. Überflüssig zu erwähnen, dass es um uns herum genügend Platz für die Partygesellschaft gäbe, an dem sie ungestört rutschen können, wenn der nächste Squall kommt. Der ist nämlich angesagt, und viel Wind.

Endlich der Gemüseeinkauf, seelischer Stress pur, denn in der Nebensaison wollen sämtliche Gemüserastas und -muttis ihre Mangos an den Mann bringen und bedrängen mich von allen Seiten. Während ich Gurkenpreise erfrage, werden mir Bananen über die Schulter gereicht und Avocados in die Hand gedrückt. Irgendwie versuche ich meinen Einkauf gerecht auf alle Anwesenden aufzuteilen, was eine erneute Verzögerung in den Tagesplan bringt. Auf dem Rückweg bestehen die Kinder auf Eis im Cafe des Gingerbread Hotels. Hausgemacht. Das beste Eis seit Argentinien. Nebenan liegt eine kleine Tauchschule in deren Grabbelkiste Micha Neoprenanzüge für Kinder gesichtet hat. Anprobieren dauert bekanntlich, wieder Verzögerung, aber mit Erfolg. Stolz tragen die kleinen Schnorchlerinnen ihre neuen, gebrauchten Tauchanzüge zum Boot.

Jetzt aber erstmal Mittagessen. Upps, schon fast 14 Uhr! Sollen wir wirklich noch los? Sind immerhin 25 Meilen bis Mayreau und draußen kachelt es ordentlich. Allerdings ist für die nächsten Tage noch mehr Wind angesagt, also hoch das Tuch und los. Raumschots im Sauseschritt zurück nach Süden, nur der Strom bremst uns um einen Knoten ab. Der neue Kurs, Wind von achtern, macht die Kinder schläfrig, nach einer Stunde liegen beide schnarchend im Pilothaus, während Micha und ich draußen Wellen reiten. Zwischen Bequia und Canouan liegt ein Kanal mit fast 2000 Meter Wassertiefe, ungebremst rollt hier die See des offenen Atlantiks durch. Schönes Segeln. Zum Sonnenuntergang laufen wir in der Saline Bay auf Mayreau ein, perfektes Timing.

Das war gestern. Seitdem hat uns hier am Ankerplatz der Starkwind fest im Griff. Die ganze Nacht hat es mit 25 Knoten gepustet und nach einer kurzen Pause in den frühen Abendstunden geht es gerade wieder los. Micha war trotzdem fleißig und hat mit Rene unseren bockigen Autopiloten gewartet. Ob er jetzt spurt? Morgen wissen wir mehr, denn dann geht es endlich – ja – in die Tobago Keys!

Segelregatta und großes Gala-Dinner an der Adria

So stellt man sich den Traumurlaub am Mittelmeer vor: Große Holzyachten kreuzen vor der Küste, in Weiß und Silber gedeckte Tische schmücken die Uferpromenade und zum krönenden Abschluss setzt ein Feuerwerk den Himmel über dem Meer in goldene Flammen.

Marina dei Cesari_Jubiläum

Open-Air-Dinner an der Marina dei Cesari

Mit diesem rauschenden Fest hat Marina dei Cesari, der neueste Vorteilspartner des ADAC Marinaführers in Fano, sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Rund 500 Gäste aus allen Winkeln Europas statteten dem Geburtstagskind einen Besuch ab. Sie angelten und segelten um die Wette und ließen den Tag beim Open-Air-Dinner ausklingen. Die Marina dei Cesari feierte aber nicht nur sich selbst, sondern auch den guten Zweck: Itaca, eine Einrichtung in Fano, die sich auf die Hippotherapie von Menschen mit Behinderung spezialisiert hat, erhielt einen großen Teil der Einnahmen des Tages.

Marina dei Cesari

Schicke Segler, wie diese Holzyacht von 1951, kreuzen bei der Segelregatta

Die Marina dei Cesari, zwischen Rimini und Ancona gelegen, ist ein „echter Stadthafen”. Nur wenige Schritte vom historischen Stadtkern von Fano entfernt finden  Skipper & Crew vielfältige, kulturelle Aktivitäten und perfekt erhaltene, historische Denkmäler. Auch nur einen Steinwurf von der Marina entfernt liegt der alte Handels- und Fischereihafen, ein farbenfroher, lebendiger Stadtteil mit den für die Region typischen Fischerhäusern, zwei langen Stränden, Restaurants, Geschäften und Boutiquen. Gästen der Marina stehen zur Erkundung kostenlose Fahrräder zur Verfügung. Die Marina selbst bietet nahezu alle Versorgungseinrichtungen für Schiff & Crew. Einem erholsamen, sorgenfreien Aufenthalt steht also nichts im Wege.

Zur Marinabeschreibung von  Marina dei Cesari

Weitere Informationen auf der Webseite von Marina dei Cesari*

Vorteile für ADAC Clubmitglieder

Clubmitglieder des ADAC profitieren in Marina dei Cesari von attraktiven Vorteilen & Rabatten: Skipper erhalten jeweils 10 % Rabatt auf Tagesliegeplätze und 5 % Rabatt auf Dauerliegeplätze.

Mehr Informationen zu den Vorteilspartnern der ADAC Sportschifffahrt.

 

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Thales Branche

Eines Abends kommen wir zu spät zu einer Vorstellung ins Goethe Institut in Salvador. Mist. Doch umsonst sollten wir nicht erschienen sein, denn eine Freundin von Gastgeber Frank aus der Casa Matria stellt uns Thales vor. Beide machen gerade ihren Doktor in “Performing Arts” an der örtlichen Universität. Thales druckst etwas herum, er könne nur ein wenig Englisch sprechen (stimmt aber gar nicht, sein Englisch ist super) und hat seine Gitarre dabei, da er noch auf eine kleine Party geht und dort spielen will. Wir dürfen einfach mitkommen und fühlen uns in der Runde von ein paar Freunden auf Anhieb wohl. Es wird gesungen, getanzt, Wein getrunken, getrommelt und gelacht…

Ein paar Tage später dann treffe ich mich mit Tahles in seiner neuen Wohnung. Wir nehmen zwei Songs von ihm auf und er versucht “Twilight” von Lindiwe Suttle neu zu interpretieren. Wir sind gespannt, was dabei heraus kommen wird! Hier schon mal sein Song:

thales branche in his appartement in salvador, bahia, brazil

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