Archiv der Kategorie: News & Blogs

America’s Cup: Match-Race-Weltmeister Sofuku führt Japaner

America's Cup Japan

Die SoftBank Corp. und der Kansai Yacht Club haben offiziell für den the 35. America’s Cup 2017 gemeldet. Teamchef ist Kazuhiko Sofuku, der mit Peter Gilmour mehrfach Match Race Weltmeister wurde Weiterlesen

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Japanisches Cup-Comeback ist offiziell

SoftBank Team Japan: SoftBank Team Japan

15 Jahre nach dem letzten Cup-Einsatz ist Japan ganz offiziell wieder mit von der Partie. Das gab Generalmanager Kazuhiko Sofuko bekannt

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Supermänner für die Flugmaschinen

Ben Ainslie Racing: Ben Ainslie Racing trainiert für den 35. America's Cup

So athletisch waren Cup-Segler noch nie: In den Fitness-Zentren der Teams wird erbarmungslos gearbeitet – für noch mehr Kraft beim Segeln

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Aus Fehlern lernen (Teil 4) – Einhand in die Box


Auf meinen letzten Blogbeitrag kamen einige Reaktionen bzgl. des Abtreibens beim Anlegen. Das passt gut in meine Kapitel zum Lernen aus Fehlern. Gerade einhand kann es schnell vorkommen, das der Bug beim Anlegen in eine Box bei Seiten- oder Gegenwind vertreibt, bevor man eine Vorleine  zum Steg bekommt. Wie das passiert und was man dann noch tun kann, möchte ich hier beschreiben. Im letzten Jahr bin ich ja einhand bestimmt 150 Anlegemanöver gefahren, und konnte  mir so einige Strategien zurechtlegen, die ich hier gerne teile und die natürlich auch für Crews passen. 
Erfolgreich ist das Manöver bereits dann, wenn man je ein Achterleine und eine Vorleine in Luv belegt hat, doch ich versuche eigentlich immer beideAchterleinen über die Pfähle zu bekommen, bevor ich mich dann darum kümmere das Boot neu auszurichten. Und danach so dicht an den Steg zu bewegen, das ich mit einer Vorleine hinübersteigen kann. Das übliche Manöver (bei normalen Windverhältnissen) läuft bei mir wie folgt ab: Ich ziele auf die Box und lasse das Boot dann mit möglichst wenig Fahrt ausgekuppelt durch die Pfähle treiben. Je nach Wind beginne ich dabei etwas luvseitig der Box, denn der hintere Luvpfahl muss auf jeden Fall erwischt werden, sonst wird ein neuer Anlauf nötig. Die mit großem Palstek versehenen Achterleinen liegen dabei bereit. Sie sind belegt und richtig durch den Seezaun geführt auf Höhe der Sprayhood. Sie sind dabei so zu belegen, dass sie auf jeden Fall lang genug sind um mit dem Bug den Steg zu erreichen, jedoch kurz genug, um das Boot achtern nicht zu extrem vertreiben lassen zu können. Hier spielt natürlich die Erfahrung und der Blick für die richtige Boxenlänge mit hinein. Auch ein Bootshaken liegt bei mir immer griffbereit in der Plicht. 
 Achterleine über Luvpfahl
Beim Hineingleiten in die Box probiere ich sehr früh die luvseitige Achterleine über den Pfahl zu bekommen und zwar schon möglichst bevor dieser mittschiffs vorbeigeht. Das lässt mit dann genug Zeit durch die Plicht auf die Leeseite zu gelangen um dort die zweite Leine über den Leepfahl zu bekommen. Nun wird der Bug meist etwas von der richtigen Richtung abgekommen sein. Ein kurzer Gasstoß voraus mit entsprechend gelegtem Ruder korrigiert dieses und gibt dem Boot dabei noch einmal etwas Fahrt um auch bis an den Steg zu kommen. Bei Annäherung werfe ich beherzt beide Vorleinen hinüber damit ich beide Hände frei habe um über den Bugkorb auf den Steg zu jumpen. Nun wird schnell die Luvleine fixiert. Je  nachdem ob ich Ringe, Klampen oder Poller vorfinde gehe ich hierbei unterschiedlich vor, doch das erkläre ich aber einmal an anderer Stelle. Nun wieder auf das Boot und die Achterleinen korrigieren, dann wieder auf den Steg und die Leeleine belegen. Damit liegt das Boot dann sicher. 
  Achterleine über Leepfahl
Soweit die Theorie und auch die Praxis bei wenig Wind. Bei starkem Seiten- oder Gegenwind gibt es nun, durch das oft unvermeidliche Vertreiben des Bugs, folgende potentiellen Probleme:
1.    Bei viel Wind und wenig Fahrt vertreibt der Bug mit jeder Sekunde mehr. Ein Hineingleiten in die Box mit möglichst wenig  Fahrt wird  also nicht funktionieren.
2.  Dadurch hat man dann automatisch oft nicht mehr genug Zeit um auch den Leepfahl zu erwischen. Das ist an sich kein Problem, da es hinterher ja immer noch möglich ist. Bei sehr viel Wind wird man das auch immer so machen, aber es gibt natürlich Zwischenbereiche. Manchmal passt es dann und manchmal eben auch nicht. Die Probleme beginnen eigentlich stets, wenn man zu viel Zeit damit verbringt, auch die Achterleine in Lee über den Pfahl zu bekommen. Man kann in dieser Zeit die Geschwindigkeit und die Position des Bugs schlecht korrigieren. Verliert das Boot zu viel Fahrt vertreibt der Bug unweigerlich und aus meiner Erfahrung ist ein Abkommen aus der Fahrtrichtung von mehr als 25°, bei starkem Wind nicht mehr mit einem kurzen Gasstoß zu korrigieren.
3.     Nun wird also keine Annäherung an den Steg mehr erreicht und ich komme mit der Vorleine nicht mehr hinüber. Wenn auf dem Steg nun niemand hilft wird es unangenehm. (Eine meiner Vorleinen ist übrigens sehr lang, so dass ich in dieser Situation bei Hilfe vom Steg diese immer noch hinüberwerfen kann).
4.   Sind längs zur Box Führungsleinen gespannt ist es einfach. Ich ziehe mich dann mit deren Hilfe einfach an den Steg. So ausgestattete Boxen sind bei viel Wind daher auch zu bevorzugen. Auch neben der Box in Luv liegende Boote können hilfreich sein. Daher bringe ich bei viel Wind vorne am Bug in Luv stets einen dicken Kugelfender aus. Trotzdem kann man dabei aber auch den Nachbarlieger beschädigen, da man ja selber vor Einfahrt in die Box seine Fender mittschiffs noch nicht draussen hat um nicht an den Pfählen hängen zu bleiben.
5.  Sind die Optionen aus Punkt 4 jedoch nicht gegeben, bleibt mir nichts anderes übrig als mich an die Heckpfähle treiben zu lassen um erst einmal Ruhe in das Schiff zu bekommen. Da die Heckleinen ja belegt sind kann ich (zumindestens bei Gegenwind) auch nicht einfach Gas geben um aus den Boxen fliehen. Wie gesagt, längs an den Heckpfählen zu liegen empfinde ich auch nicht als bedrohlich, sondern nur als doof.
Auf dem Weg zum Steg
Denn es gibt ja nun immer noch Möglichkeiten sich zu befreien: Die Heckleinen lösen, das Boot passend ausrichten, achtern abstossen und mit dem Bug durch die Pfähle zurück in die Boxengasse fahren.  Oder aber eine Leine an den Steg bekommen. Das kann über ein Nachbarboot geschehen, schwimmend, mit dem Schlauchboot oder über jemanden der doch noch irgendwann helfend an den Steg kommt. Als weitere Option wurde mir via facebook übrigens geschildert einfach an den Pfählen über Nacht liegenzubleiben und dann morgens wieder auszulaufen. Das geht natürlich auch :-)


Jetzt bleibt natürlich noch die Frage, warum mir der Fehler trotz eines zweiten Mannes am Bug passiert ist. Wie auf facebook richtig kommentiert natürlich durch mangelnde Konzentration. Merkwürdigerweise mache ich einhand weniger Fehler, als mit einem Mann/Frau auf dem Vorschiff. Wohl auch weil ich meist alleine unterwegs bin. Während ich dann denke, vorne ist ja alles im grünen Bereich kümmere ich mich um die Heckleinen ohne genau aufzupassen. Und wenn dann noch eine Ansage von vorne ausbleibt oder im Winde verweht, ist es ganz schnell passiert das der entscheidende Meter fehlt. Also immer Augen auf, bis sich die Vorleine auf dem Steg befindet! Und ach ja,leider habe ich keine Mittelklampen…

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Boat2share: Die Bootschafter in Hamburg gescheitert – Die Gründe

Bootschaft

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Alinghi und Spindrift gehen fliegen!

Land_Rover_Sailing_Cup_Kiel_2: <p><br />
	Ein GC 32 Katamaran im Foilmodus</p>

Zum Start der GC 32-Tour in Europa gab es ein Test-Event für die foilenden Kats vor Marseille. Packende Bilder und neue Top-Teams

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Tragödie: Untersuchungsbericht zur Kenterung von „Cheeki Rafiki“ – vier Segler starben

Cheeki Rafiki

Nun ist es offiziell: Beim Unglück der “CheekyiRafiki” fiel der Kiel ab. Kein UFO wurde gerammt. Doch wie dieses Problem in Zukunft gelöst werden kann, bleibt ein Rätsel. Weiterlesen

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Faszination Einhand-Segeln

Einhand-Segeln: Einhand-Segeln

Wie Sie an Bord auch allein klarkommen – Intensivtraining mit Boris Herrmann, Deutschlands erfolgreichstem Solo- und Zweihand-Skipper

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Abschiedsstimmung

20150429

Trondheim ist erreicht

Jürgen ist heute Morgen um 5:15 aufgestanden und ich mit ihm. Seine Tasche mit Rollen auf dem Gepäckträger des Bootsbikes hab ich ihn dann schlaftrunken zum Airbus Schuttle geleitet. „Tschö. Gruß Deine Familie. Danke für alles.“ Da hat man vierzehn Tage quasi miteinander auf dem Klo gesessen, alles vom anderen mitbekommen und ist mal gegen und mal mit dem Wind gesegelt – und jetzt wo er endlich weiß welche Bedeutung die ganzen Tampen im Cockpit der MARLIN haben, da fährt er einfach wieder weg. Ans Herz gewachsen ist er mir. Nanana, nen bisschen Abstand Herr Skipper. O.K.

Wir sind in Trondheim angekommen, gut 30 Meilen ins Landesinnere vorgestoßen. Die obligatorische Einladung zum Essen für Skipper und Bootsjunge haben wir gerne mit Herzen angenommen und so doch tatsächlich wenigstens etwas von der Stadt gesehen. Auf dem Weg hat Jan Photos von mir gemacht. Rasiert. Für Sönkes neues Buch. Sönke hat gedrängelt. Maritim soll es sein. O.K. Rote Jacke blauer Tampen. Jetzt lächeln. Hmm. Na, ich bin mir sicher, in weniger als zwölf Monaten werde ich zu diesem Bild sagen: „Mensch, wie gut ich da aussehe. Da war ich ja noch richtig jung.“ So ist das wohl.

Ob Günther uns verlassen wird ist noch nicht so ganz klar. Seine Rückflugambitionen sind im Gegensatz zu Jürgen gescheitert. Aber er ist guter Dinge. Na, von mir aus kann er weiter mit uns segeln. Im Moment ist Südwind. Wenn die neue Crew an Bord ist dreht er bestimmt auf Nord. Ist ja immer so. Auf jeden Fall bleiben wir wohl noch ein oder zwei Nächte in Trondheim. Auch mal schön.

Mit dem Andrang der Mitsegler um wenigstens einmal in Ihrem Leben nach Spitzbergen zu kommen bin ich höchstgradig enttäuscht. Die Reaktion ist meist: „SPITZBERGEN! Eh geil. Das ist ja mal ein Ziel. Mal was ganz anderes. Da fahren noch nicht so viele hin. Ich? Mitsegeln. Hmm. Also weißt Du Michael, meine 30 Tage Urlaub im Jahr will ich dann doch lieber im Warmen verbringen.“ Ich glaube, ich hätte sogar Schwierigkeiten zahlreiche Crew zu bekommen wenn ich den Törn verschenken würde. Hatte ich mir ja so nicht gedacht, aber vorsichtshalber schon kalkuliert. Also. Passt schon. Machen wir halt viele Fotos und filmen, dann können sich die Sesselsegler alles schön von zu Hause aus ansehen. Am besten im Internet, dass kostet wenigstens nix. „Hallo Herr Wnuk. Das löschen sie aber jetzt wieder. Das ist kontraproduktive Provokation.“ Nix da. Das bleibt so stehen. Muss auch mal meinen Unmut loswerden. Ich geh jetzt Klo putzen.

 


Mitsegeln auf der MARLIN? Ab Bodoe kannst Du mitsegeln in den Lofoten und dann weiter nach Spitzbergen. Im Juni-July kannst Du Spitzbergen mit uns erkunden. Plätze sind noch frei… www.sy-marlin.de/mitsegeln AIS Life schaust Du hier. Was und wie viel Tracking über das AIS Netz bringt. Der direkte Link auf die AIS Meldungen der MARLIN MARLIN on AIS Life! Du willst selber einen AIS Transponder um die Position Deines Bootes über das Internet zu sehen? LUNATRONIC hat den besten AIS Transponer als eigenständiges System

 

 

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SR Interview: Opti-Vater Thomas Friese – Was Segeln der Jugend bringen kann

Thomas Friese

Der Hamburger Modeunternehmer Thomas Friese spricht über seine Rolle als Opti-Vater, sein Non-Profit-Segelbasis-Projekt mit dem er sozialschwache Kinder zum Segeln bringen will und den America’s Cup. Weiterlesen

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Farr 280: Wie die ganz Großen

Farr 280 Gennaker Dubai 2015_msk-120

Farr Yacht Design aus den USA vermarktet mit der Farr 280 einen spannenden kleinen Racer, der mal eine neue One-Design-Klasse bilden soll

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Polizei stellt Seenot-Prävention ein

Waschpo: Schleswig-Holsteinischs Wasserschutzpolizei im Einsatz: nicht nur f&uuml;r Kontrolle zust&auml;ndig, auch f&uuml;r Aufkl&auml;rung

Im Zuge von Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen will die Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein auf Sicherheits-Informationen verzichten

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