Archiv der Kategorie: News & Blogs

Schwimmbad an der Museumsinsel

Flussbad soll bis 2025 kommen.

Read more

Bouwe Bekking ist zurück: Erster Sieg im achten Versuch?

Bouwe Bekking: <p>
	Bouwe Bekking ist zur&uuml;ck im Volvo Ocean Race</p>

Der erfahrenste Segler in der Geschichte des Volvo Ocean Race macht es noch einmal: Bouwe Bekking tritt erneut mit Team Brunel im Volvo Ocean Race an

Read more

Unterwegs auf der Adria: Cres und das Geheimnis der Kapellen (I). Die steinernen Gesichter.

Gepostet auf der Insel Vis.


Nichts ist anders in Cres, dem Städtchen auf der gleichnamigen Insel, wie es vor sieben Jahren war. Alles ist, wie es immer war. Cres ist Ort der einfachen Sommerfreuden. Und die haben sich in sieben Jahren nicht verändert. Die Radfahrer, die vom Strand kommen, radeln vorsichtig immer noch auf dem ein Meter schmalen Streifen ums Hafenbecken. Die Restaurants rund um den kleinen Hafen haben immer noch dieselben tiefblauen Markisen – wer weiß, wer der verdienstvolle Mensch war, der in einem luziden Moment in der ungeschriebenen Geschichte dieser Stadt dafür sorgte, genau jenes tiefblauen Stoff zu verwenden, der heute das Bild um den alten Hafen prägt. Tiefblaue dunkle Markisen seit eh und je, auf denen die Namen der Restaurantsprangen. BUFFET REGATTA. PIZZERIA PALADA. HAMBI. NONO FRANE. BUFFET MARITTIMO. Nur der Mann mit dem kleinen Stand an der Hausmauer, der mir einst mein erstes Paar Croqs verkaufte, handelt heute nicht mehr mit Croqs. Sondern mit strohenen Hüten für Touristen. Man muss mit der Zeit gehen.

Ich ankere mit LEVJE, wo ich immer ankerte, auf Reede vor dem kleinen Kloster. Hier liegt man geschützt vor der Bora, die die nächsten Tage wehen soll. Auch hier beim Kloster hat sich nichts geändert. Eigentlich ankere ich ja hier nur wegen der Klosterglocken. Und weil ich nachsehen wollte, ob in der dickleibigen Wand des Klosterbaus mit den vielen Fenstern immer noch jeden Abend nur in einem einzigen Fenster das Licht angeht. Das im dritten Fenster von links im oberen Stockwerk. 

Und tatsächlich: Als wie jeden Abend um halb neun die Glocke des Klosters läutet. Und ihren dünnen Gesang über die Bucht schickt. Und es kaum dämmert: Geht auch schon das Licht im dritten Fenster des oberen Stockwerks an. Das Fenster steht offen. Der Vorhang bauscht sich leicht im Wind. Der Schein einer einfachen Lampe schimmert dazwischen.

Was wohl für ein Mensch in diesem Zimmer lebt? Ich stelle mir vor: Es wäre eine junge Frau. Sie arbeitet in der Küche des Klosters. Und jetzt, nachdem sie die drei letzten, steinalten Schwestern des Benediktinerinnen-Klosters versorgt hat, zieht sie sich auf ihr Zimmer zurück. Weil es ein Kloster ist, sieht sie nicht fern. Wozu auch?

Cres, das einst venezianisch, dann französisch, dann österreichisch und noch kein Jahrhundert kroatisch ist, war und ist ein gläubiger Ort. Die Messe am Samstag Abend im Kloster ist gut besucht. „An irgend ebbes muaß ma glooba“, antwortete meine schwäbische Großmutter, als ich sie einst naseweis fragte, wozu sie denn an Gott glaubte. Von derlei Pragmatismus scheinen auch die Bewohner des Städtchens Cres beseelt zu sein. Der Weg vom Kloster in die Stadt führt an mindestens drei Kapellen vorbei, sie liegen nicht weit voneinander entfernt. Kleine, unscheinbare Bauten am Wegrand. Manche kaum gepflegt. Andere verfallen. Eine Kette vergessener Orte, die sich zwischen der Stadt und dem Kloster hinzieht, bis dort, wo auf dem Weg zur Marina die Plattenbauten aus der sozialistischen Zeit stehen. So oft ich in Cres war, sah ich mir jede einzelne der Kapellen an. Ich entdeckte im Schlußstein des Torbogens das pausbäckige, schieläugige Engelsgesicht oben, von denen es manche in Cres gibt. Ich habe sie wieder und wieder fotografiert, die steinernen Gesichter von Cres. Und manchmal, wenn ich nachts auf See in einer einsamen Bucht schlief, träumte ich von ihnen. Das heißt was. Denn eigentlich träume ich nie.

Sie gaben mir Rätsel auf, die pausbäckigen Engelsgesichter mit den auseinander stehenden Augen. Hatte der Künstler in den auseinander stehenden Augen das engelsgleiche symbolisiert? Was bedeuteten sie? Sie waren so markant. Sie waren in manchen Häusern in den Torbögen verbaut. Und sie steckten, die markanten Gesichter, auf den vier Seiten der Pfarrkirche, auf jeder Seite zwei. Man sieht sie, wenn man vor dem Kirchturm steht. Und den Kopf in den Nacken legt, ganz oben. Ich stelle mir vor: Irgendein Künstler, der hier lebte, muss sie geschaffen haben. 

Jahre später traf ich die Gesichter wieder. 600 Seemeilen, über 1.100 Kilometer von Cres entfernt. Ich war auf LEVJE über Korfu in die Türkei gesegelt. Ich stieß in einem kleinen Museum in Athen auf weitere Köpfe. Wie diesen: 

 Da waren sie plötzlich wieder – genauso, als wären sie vom selben Künstler. Oder aus derselben Schule. „Mourionia“ nannte der Museumstext sie. Oder „Gargoyles“. Wasserspeier. Stilisierte Gesichter, die von den Schlusssteinen von Gebäuden von der Insel Korfu stammten.  Und vielleicht im 17. Jahrhundert geschaffen worden waren.

Cres?
Korfu??
Was haben denn die beiden fast 500 Seemeilen auseinanderliegenden Inseln miteinander gemein, außer dass sie beide an der Ostseite der Adria liegen?

Das 17. Jahrhundert. Auf einer anderen Insel, die ebenfalls auf dieser Wegstrecke liegt, auf der Insel Levkas, stieß ich auf eine Antwort. Und die wiederum führt nach Kreta, ins 17. Jahrhundert:

Vielleicht war der Künstler – oder sie –  unter den vielen Venezianern, die auf Kreta heimisch geworden waren. Und unter jenen, die die Insel flohen, als Candia, das heutige Herklion, nach vierzigjähriger Belagerung in die Hände der Türken fiel. Es waren im Kreta dieser Jahre neben denen, die nicht unter türkischer Herrschaft leben mochten, vor allem die Intellektuellen und Künstler, die in Candia ihre Heimat verloren. Maler. Buchdrucker. Kupferstecher. Steinmetze. Candia führte zu einem Exodus. Und die Künstler und Kunsthandwerker, die aus ihrer Heimat Kreta geflohen waren: sie ließen sich überall entlang der langen Route nieder zwischen Kreta und Venedig. In Lefkas. In Korfu. In Sibenik. Und auch in Cres.

Vielleicht. Vielleicht hat hier ein Mensch – oder mehrere – eine sichtbare Spur seines Lebens hinterlassen. Von Insel. Zu Insel.




Read more

Unterwegs auf der Adria: Cres und das Geheimnis der Kapellen (II).

Gepostet auf der Insel Vis.

Wenn man den Weg vom Kloster in Cres, vor dem ich ankerte, zur Stadt geht, kommt man an drei Kapellen vorbei. Vielleicht ist es ein lauer Abend, so wie der heutige, an dem ich die von Jasmin und Oliven gesäumte Straße vom Kloster in die Stadt wandere. Und kaum, dass ich den Ort verlassen habe, reizt es mich, noch einmal herauszufinden: Ob sich denn in diesem Cres nun wirklich nichts geändert hat. Vor Jahren hatte ich, weinschwer, in der Dunkelheit die namenlose Kapelle entdeckt, die dort steht, wo sich der Weg aus der Stadt mit der Straße zum Kloster kreuzt. Von Neugier getrieben, wich ich ein paar Schritte vom Weg ab. Und lugte in der Dunkelheit mit Hilfe durch eine kleine Öffnung in der Tür ins Innere der Kapelle. 

Im Dunkel der Kapelle sah ich erst nichts. Dann erkannte ich im Schein meiner Taschenlampe den Körper einer antiken Amphore. Verstaubt. Verkrustet. Von Kalk-Adern überzogen, als wären sie lange im Meer gelegen. Mit einem Zettel mit einer handgeschriebenen Zahl an ihrem Hals. Erst eine. 

Dann sah ich noch eine. Und noch eine. Der kleine Kirchenraum war gesteckt voll mit Amphoren. Selbst vor und hinter dem verfallenden hölzernen Altartisch Amphoren, selbst auf ihm. Im Dunkel des Raumes kindergroße bauchige Tonbehälter aus der Antike. Eine Fracht aus einer längst untergegangenen Welt. Eine Amphore neben der anderen stehend, sich stützend, haltend, als wären sie nirgendwo anders als im Rumpf eines antiken Handelsschiffes. Nur stehen sie jetzt in der Kapelle, überkrustet von Ablagerungen, kalkübersät, narbig. Eine Handvoll von ihnen hat man, weil der Platz nicht reichte, sogar auf dem Altartisch gestapelt. Sie liegen überall. Der verfallende Raum ist voll von ihnen. Als hätte ein Händler vor 2000 Jahren sie hier, genau hier abgestellt, mit einem Zettel an der Tür: „Komme gleich wieder.“ Und wäre dann verschwunden, wie Merlin, der Zauberer, in der Weite von Zeit und Welt.

Ich habe sie jedes Mal besucht, wenn ich in Cres war, die Kapelle mit den Amphoren. Es war ein Ort, der in seiner Vergessenheit beständig war in einer schwankenden Welt. Das Geheimnis der Amphoren? Ich bin ihm nie nachgegangen. 

Sie liegen immer noch in der kleinen Kapelle, die Amphoren. Ich sah sie. Nur diesmal: ging ich ins kleine Museum von Cres. Es sind nur zwei Räume. Es kostet 10 Kuna, 1,50 Euro Eintritt. Im Unteren der beiden Räume fand ich drei Handvoll der Amphoren wieder. 

Ich fragte den Mann am Eingang nach den Amphoren in der Kapelle. Ja, die hier gezeigten seien auch welche aus der Kapelle. Es wäre ein griechisches Schiff gewesen mit einer Ladung voller Wein, das man draußen vor Kap Pernat gefunden hätte. Es wäre vor 2.500 Jahren draußen gesunken. Zerschellt am Kap Pernat, der Einfahrt in die Bucht von Cres.

Drinnen oder außen vor dem Kap?, frage ich. Draussen, sagt der Mann. „Sie haben es also gerade nicht geschafft, im aufziehenden Sturm in die Bucht. Und dann in den Hafen.“ Der Mann nickt. Er ist aus Cres. Er weiß, wie es sein kann, wenn plötzlich die Wolken von Nordosten aufziehen. Und innerhalb weniger Minuten die Bora mit sechs Windstärken weht. So wie an einem Tag vor zweieinhalb Tausend Jahren.


Read more

Die Termine der "Sailing Bassman & Friends Sommertour“

Einfach auf Tour gehen kann ja jeder; wir machen diesen Sommer einmal etwas Neues. Statt mit Autos über Autobahnen und Landstraßen zu rollen, segeln wir mit zwei Booten von Hafen zu Hafen. Und zwar die ganze Ostseeküste entlang von meinem Heimathafen in der Flensburger Förde bis ganz nach Usedom. Und zwischendurch geben wir immer wieder Live-Konzerte in den Häfen auf dem Weg. Mit an Bord die neue Maxi CD „Ich geh‘ segeln“, der irische Sänger Dara McNamara, die Rockabilly Band Biggs B Sonic (in Travemünde und Kröslin), Tilmann Brt (in Travemünde), coole T-Shirts, Taschen, Seesäcke und Caps, unsere Instrumente und ein tolles Musikprogramm für den relaxten Segelsommer. Wir sehen uns!

19.07. Hamburg, Museumshafen Hafen City, ab 19:00h Benefizkonzert für die „Segelrebellen“ zusammen mit den Sailing Conductors
26.07. Eckernförde, Spieker, 18:00h
28.07. Laboe, Skippers Place, 19:00h
30.07. Travemünde, Travemünder Woche, 18:00h mit Biggs B Sonic und Tilmann Brt
04.08. Lübeck, Pressezentrum, ca. 12:00h
04.08. Boltenhagen, YachtWelt Weisse Wiek, 18:00h
06.08. Kühlungsborn, VielMeer, 18:00h
08.08. Zingst, Hafenbühne, 15:00h
12.08. Kröslin, Marina Kröslin,17:00h mit Biggs B Sonic 

Read more

America’s Cup: Grant Dalton deckt die Schlüsselmonente in der Kiwi-Kampagne

America's Cup

Teamchef Grant Dalton deckt auf, woran der Sieg fast gescheitert wäre. Nach dem Auftreten einer großen Schwierigkeit bei der Vorbereitung in Auckland lagen die Nerven blank. Weiterlesen

Read more

Bilderstrecke: die ganze Welt des Segelsports

KiWo 2017 PR_2.4mR - 2017.06.23_43782 ©www.segel-bilder.de

Teilnahmerekord zur Kieler Woche, so viele Sieger wie nie. Eine Auswahl der besten Bilder. Segeln in seiner ganzen Vielfalt

Read more

Ab sofort: Melden zum GFK-Klassikertreffen

Ostseeperle 2016 Modern Classics Swan 40 Bellatrix Segeln Erster Platz KAn_KA20160918_0479

Vom 8. bis 10. September finden an der Schlei die 12. Garmin YACHT Modern Classics powered by Gründl statt.

Read more

Doug Peterson ist tot

VillaKunterbunt6: <p>
	Doug Peterson (rechts) und sein Kollege Ron Holland setzten Meilensteine in der Yachtkonstruktion</p>

Mit dem Kalifornier ist einer der führenden Designer der siebziger Jahre abgetreten. Seine Arbeit bleibt unvergessen

Read more

America’s Cup: Wie Team New Zealand wieder auferstand – Geheimnisvoller Unterstützer

Neuseeland lag nach der America’s Cup-Niederlage in San Francisco am Boden, und schien für immer geschlagen. Ein mysteriöser Italiener zieht die Fäden im Hintergrund. Weiterlesen

Read more

50 Jahre IF

50. IF-Jubiläum: <p>
	Am ersten Juliwochenende feiert die Klasse 50. Geburtstag</p>

Die Klassenvereinigung lädt zum runden Geburtstag nach Lemkenhafen ein. Im Hafen dürfte es eng werden, denn auch der Verein begeht ein Jubiläum

Read more

America’s Cup: Exklusiv-Interview mit einem Oracle Spezialisten

Ein Oracle-Techniker erzählt, was in der fünftägigen Umbau-Phase nach dem ersten Wochenende des America’s Cup Finals hinter den Kulissen passiert ist. Weiterlesen

Read more