Kategorie: News & Blogs

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Wenn GPS oder Plotter ausfallen, helfen Seekarte, Kompass und Peilung. So bestimmen Segler ihre Position ohne Satellitennavigation.

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Pollenças Bucht auf Mallorca soll mit einem regulierten Bojenfeld entlastet werden. Die Balearen ordnen damit das Ankern, schützen Posidonia-Wiesen und planen zugleich weitere Bojenprojekte auf den Inseln.

Eigene Insel in der Ostsee: Flakfortet jetzt zum Schnäppchenpreis?

Flakfortet steht seit Januar 2026 zum Verkauf. Jetzt wurde der Preis reduziert auf 42 Millionen dänische Kronen (rund 5,62 Millionen Euro). Warum die Insel für Segler wichtig bleibt.

Nord-Ostsee-Kanal: Sportboote fahren ab 2027 kostenlos

Für Freizeitskipper wird die Passage des Nord-Ostsee-Kanals ab dem kommenden Jahr günstiger: Ab dem 1. Januar 2027 entfällt die bislang erhobene Befahrensabgabe für Sport- und Freizeitfahrzeuge. 

Rolex Swan Cup: 170 Schwäne segeln vor der Costa Smeralda

Der Rolex Swan Cup kehrt Mitte September nach Porto Cervo zurück und markiert das 60-jährige Jubiläum von Nautor Swan. Mit sagenhaften 170 bestätigten Yachten wird die Veranstaltung zu einem der größten Monobrand-Segelevents weltweit.

Acoa verkauft: Neue deutsche Eigner wollen gestrandete Yacht bergen

Seit Januar liegt die Acoa vor Mallorca. Jetzt ist die Yacht verkauft worden. Zwei Deutsche wollen das Schiff bergen und anschließend in Palma restaurieren lassen.

Multihulls um 40 Fuß: Diese fünf können mehr als nur Platz

Fünf Mehrrumpfboote um 40 Fuß im Porträt: vom faltbaren 20-Knoten-Trimaran bis zum sportlichen Fahrtenkatamaran mit variablem Innenausbau.

Eines Tages werden wir reisen wie Ihr

15.09.2026; Vanuatu/Espiritu Santo/Palikulo Bay; Tag 4.490; 30.106 sm total

Wir ankern in der Palikulo Bay. Von hier kommen wir per Anhalter oder mit dem Bus in die Stadt. Es sind nur zehn Kilometer. Der Besuch bei der Immigration ist halb erfolgreich. „Euer Visumsantrag wird in der Hauptstadt bearbeitet.“ Der Beamte in Luganville zuckt mit den Schultern. „Das System funktioniert heute nicht. Ich gebe Euch eine Nummer von Ella, der könnt Ihr eine Nachricht schreiben.“
Immerhin gibt er Entwarnung: Solange unser Antrag läuft, sind wir legal im Land. Auch über unseren ursprünglichen Ablauftermin hinaus.
Von Ella erhalten wir bisher keine Antwort.

Den Stadtbesuch nutzen wir aus und decken uns mit ein paar frischen Lebensmitteln ein. Rund um die Bucht gibt es nur ein paar Dörfer mit Verkaufsbuden.

 

Shop Nummer eins hat geschlossen.

Shop Nummer zwei hat gebackene Teigteilchen im Angebot.

 

So nah an Luganville haben die Siedlungen nicht mehr den Kustom-Charakter, wie auf den kleinen Inseln. Das bedauert auch Tahi, der uns anspricht, als wir an seinem Haus vorbeispazieren. „Heutzutage macht keiner mehr etwas freiwillig für den Nachbarn. Alle wollen Geld.“
Er lädt uns auf sein Grundstück ein. Stellt uns seine Frau und drei Töchter vor, die im Garten arbeiten oder aufs erste Enkelkind aufpassen. Seine zwei Brüder mit ihren Familien wohnen hier ebenfalls. Die Gräber der Vorfahren liegen zwischen den Häusern.

Am Grundstücksende haben wir Blick auf Atanga. Tahi wird philosophisch, als wir erzählen, dass wir die ganze Strecke aus Deutschland gesegelt sind: „Wir reisen so nicht. Bleiben auf unseren Inseln. Ich war noch nie in Fiji. Dabei stammt mein Vater von dort.“ Er erkundigt sich nach unseren Familien. „Keine Kinder? Oh, das tut mir schrecklich leid.“ Als wir ihm von den kleinen Familien in Deutschland erzählen, dass unsere Eltern verstorben sind und ich keine Geschwister habe, ist sein Gesicht ein einziges Bedauern. „Wir leben eng mit der Familie zusammen. Ohne geht es nicht. Aber eines Tages werden unsere Familien auch kleiner werden. Und wir werden reisen wie Ihr.“

Tahi macht sich viele Gedanken. Betont, dass er sich sehr freut, uns bei sich begrüßen zu können.

Zum Abschied schenkt er uns Trinknüsse. So ganz ist ‚Kustom‘ doch noch nicht verschwunden. Wir haben zum Revanchieren nichts dabei, aber dann fallen Achim die Müsliriegel ein, die wir als Snack eingepackt haben. Tochter, Mutter und Tahi freuen sich. Alle drei nehmen gerne die ungewohnten Leckerbissen.

Nüsse schlachten auf Atanga bitte in Vanuatu-Manier. Knochen und Fleisch heilen von alleine, der Decksbelag nicht.

Wir streifen durch die weitläufig verstreuten Siedlungen. Einige hundert Menschen wohnen hier. Es wird gerufen und gewunken, wenn man uns entdeckt. Wenn wir wollten, könnten wir an jedem zweiten Haus ein Schwätzchen halten. Ob wir Hilfe brauchen, fragen uns die Leute.

Für den Kirchgang werfen sich alle in ihr bestes Kleidungsstück.

Und sehen sehr adrett aus. Die Alltagskleidung der Ni-Vanuatu ist oft in einem schlechteren Zustand – mit Löchern und Flicken haben wir gesehen. Vollzeit arbeiten bringt beim Mindestlohn keine 400 Euro im Monat. Da wird Kleidung bis zum Ende getragen.

Die Infrastruktur rund um die Bucht ist einfach. Das öffentliche Stromnetz aus Luganville reicht nicht bis in die Außenbereiche. Treibstoff für Generatoren ist teuer und kommt selten zum Einsatz. „Unser Trinkwasser sammeln wir mit Regenwassertanks an den Dächern. Ist das aufgebraucht, geht man zum Nachbarn“, hat uns Tahi erzählt. „Nutzwasser zum Wäschewaschen oder zur Gartenbewässerung holen wir aus Brunnen.“

Wasser holen in ausrangierten Eimern – ehemals Behälter für Frühstücks-Cracker.

Balkon-Kraftwerk auf vanuatisch. Das reicht zum Handy laden und für ein paar Lampen.

Öffentliche Minibusse verkehren unregelmäßig. Die Einheimischen nutzen wie wir Pick-ups per Anhalter als Transportmittel. Oder es wird ein Taxi gerufen. Tahi geht zu Fuß nach Luganville: „Ich kenne die Abkürzung durch den Wald. Früher konnte man auch über die Landebahn vom Flughafen laufen. Da steht jetzt ein Zaun.“ Er tritt gegen einen Baumstamm. Den Zaun findet er überflüssig.

Die meisten Anwohner der Bucht haben kein Auto. Pkw-Taxen quälen sich auf schlechten Wegen durch die Siedlungen. Wir sind zu Fuß häufig schneller.

Einmal haben wir Glück auf unserem Weg nach Luganville, dass wir einen Bus erwischen. Das andere Mal trampen wir und müssen zwei Kilometer zu Fuß gehen.

 

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