Antifouling: Was hilft, was hilft nicht?
Wie lässt sich der Rumpf vor Bewuchs schützen, ohne der Umwelt zu schaden? Yachteigner sollen an einer Umfrage teilnehmen und helfen, Lösungen zu finden.
Wie lässt sich der Rumpf vor Bewuchs schützen, ohne der Umwelt zu schaden? Yachteigner sollen an einer Umfrage teilnehmen und helfen, Lösungen zu finden.

Wenn drei 31-Fußer in voller Fahrt so eng aneinander geraten, hat irgendjemand einen Fehler gemacht. Denn Segelregeln sind so gedacht, dass sie Kontakte verhindern. In diesem Fall wird klar, wie problematisch die Einschätzung manchmal ist.
Mehrere Yachten sind in der Nacht auf den 19. Juli in der Potkujni-Bucht auf Unije nach einer Nevera gestrandet. Auch südlich von Kap Kamenjak erlitt eine österreichische Segelyacht Schiffbruch.
Die Woy 28 soll eine etwas komfortablere Version der erfolgreichen Woy 26 sein, zeigt aber ebenso sehr individuelle Linien.
Während der Kieler Woche fuhr ein U-Boot der Bundesmarine an ILCAS vorbei, die auf Wind warteten. Der Kommandant des U-Bootes, Korvettenkapitän Michael Jasper, und sein Geschwaderkommandeur, Fregattenkapitän Kai Nickelsdorf, über die Hintergründe.

Erneut macht der Plüschowhafen in Kiel von sich reden, wo sich ältere Sportboote und kleine Yachten ohne regulären Liegeplatz sammeln. Am Sonntag musste ein Zweimaster in erbärmlichem Zustand vor dem Sinken gerettet werden. Das Problem ist aber ein anderes. Über die Außenwirkung eines Hafengeländes und die Folgen für die ansässige Schwentineflotte.
Die Puffin 42 ist keine Serienyacht für jeden Geschmack. Das ungewöhnliche Konzept verbindet Aluminium-Bauweise, variable Rumpfanhänge und ein klares Langfahrt-Versprechen.
Ein vermisster Finn-Segler, schwierige Bedingungen und erste Sieger: Das erste Wochenende der Travemünder Woche bot viel Sport und einen Sicherheitsvorfall, der alles überschattete.
16.07.2026; Vanuatu, Ambrym, Ranon; Tag 4.430; 29.976 sm total
Der jährliche Höhepunkt an Magie und Maskentanz findet auf Ambrym in Fanla statt. Ein Dorf im Inneren der Insel. Dass es so etwas heute noch gibt: Keines der gängigen Navigationssysteme wie MapsMe kennt den Weg dorthin. Google Earth zeigt nur dichtes Grün.
Wir fragen in Ranon, wo wir vor Anker liegen, ein paar Einheimische nach der Richtung. „An der Küste geradeaus, dann rechts dem 4×4-Pfad folgen. An der Gabelung links. Oder die Abkürzung vor der Abzweigung nehmen. Spart zwanzig Minuten Lauferei.“
Das klingt stark nach Verlaufen.
Fanla. Versteckt im Wald.
Seit zwei Tagen treffen wegen des Festivals immer mehr Segelboote ein. Am Ende sind wir dreizehn. So viele Boote haben wir in Vanuatu auf einem Haufen noch nicht gezählt. Ein Crew-Treffen wird organisiert. Infos ausgetauscht: Ein Guide wird uns begleiten und nach Fanla führen. Wer die knappe Stunde die Berge hinauf nicht laufen will, kann im Truck mitfahren. Treffen: Morgen früh um 7:30 Uhr. John wird uns erwarten.
Organisation ist das halbe Leben. Typisch deutsche Tugend? Von wegen!
Unterwegs gibt es ein paar Anekdoten über die Insel von John. 13 Boote, ungefähr 25 Touristen auf dem Festival.
Quer durch den Wald nach Fanla.
In Fanla gibt es zur Begrüßung Trinknüsse und Verhaltensregeln. Im Dorf dürfen wir uns frei bewegen, aber sobald wir uns auf dem Festplatz befinden, gelten Tabus. Gäste dürfen nicht einfach aufstehen und sich den Tänzern nähern. Wer sich falsch benimmt, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Fotos sind jederzeit erlaubt.
Nach relativ langer Wartezeit – Inselzeit, wie die Ni-Vanuatu ihre eigene Unpünktlichkeit auf die Schippe nehmen – ertönt verhaltenes Trommeln. Wir werden zum Festplatz geführt. Die Tanzgruppe steht schon bereit. Bei den Männern handelt es sich nicht um Show-Tänzer, sondern um Hüter uralter Geheimnisse. Magier und Würdenträger.
Die ranghohen Chiefs tragen Ketten aus kreisrunden Schweinestoßzähnen und eine rote Blume im Haar. Sie leiten das Dorf, bewahren das geheime Wissen und überwachen die Rituale.
Die Chiefs von Fanla.
Die Tänze beginnen. Guide John nennt uns ihre verschiedenen Namen und Bedeutungen. Auf europäische Augen wirken sie ähnlich. Meistens stehen die Männer im Kreis, die Gesichter zueinander geneigt. Sie singen und stampfen rhythmisch mit den Füßen. Umringen einen Trommler mit Bambus-Trommel. Oder sie versammeln sich um die beiden großen Tam-Tams in der Mitte des Platzes. Der Gesang hat wenig Höhen oder Tiefen, um das Wort ‚monoton‘ zu vermeiden. Ihre Sprache scheint überwiegend aus Vokalen zu bestehen.
Die Schlichtheit der Vorführung hat ihren Reiz. Alle Zuschauer sind vollkommen still, die Weißen wie die Locals. Eine andächtige Stimmung kommt auf. Besonders nachdem John das Applaudieren der westlichen Zuschauer unterbindet.
Der Tanz – überwiegend im Kreis stehend.
Gewagte Kleidung: Nambas werden diese Penisköcher genannt. Die sind je nach Status klein und unauffällig oder aus gefärbten Pandanuss-Fasern.
Nach den Tänzen erfolgt die berüchtigte schwarze Magie von Ambrym. Einige der Chiefs in Fanla gelten als mächtige Zauberer. Ihnen wird nachgesagt, dass sie das Wetter beeinflussen oder mit den Geistern des nahen Vulkans kommunizieren können.
Beeindruckend ist die Zauberei um das magische Bett. Auf eine Reihe lose ausgelegter Blätter legt sich ein etwa zehnjähriger Junge . Die Magier heben die Unterlage samt Jungen an und tragen ihn fort. Die Blätter reißen nicht, die Konstruktion fällt nicht auseinander. Physikalisch nicht zu erklären. Auf Ambrym gilt dies als sichtbarer Beweis, dass die Ahnengeister am Ort präsent sind.
Black Magic – die relativ kleinen Blätter liegen lose übereinander. Es wurde ein paar Mal kräftig drauf gespuckt. Ist das die Lösung?
Im Eintrittspreis – nur für Weiße, die Einheimischen zahlen nichts – ist ein Mittagessen enthalten. Ein kaltes Buffet und ein Traum für Veganer: Kürbis und Süßkartoffel mit und ohne Kokos. Yams, Kochbanane und Pak-Choi als gedünstetes Gemüse. Die Yams- und Maniokstücke sind etwas fade, der Rest schmeckt gut.
Buffet auf Vanuatisch.
Einweg-Geschirr – alles, was Farbe hat, schmeckt gut.
Am Nachmittag werden die beiden Tam Tams betrommelt. Und uns die typische Sandmalerei Vanuatus gezeigt. Sowohl Trommel als auch Sandbilder dienten früher zur Verständigung mit anderen Dörfern. Die Bilder wurden als Hinweise hinterlassen.
Tam Tam: Eine Schlitztrommel aus einem einzigen Baumstamm geschnitzt.
Sie gelten heute als das inoffizielle Nationalsymbol von Vanuatu
Eigentlich sollen die Bilder ohne Absetzen gemalt werden. Bei dieser Zeichnung (Vogel) gab es ein paar magische Fehler.
Sandmalerei im Museum gesehen.
Der Abschluss des ersten Tages ist eine Kava-Verkostung. „Abwaschwasser, fürchterliche Brühe, Brechreiz erregend“, finden Fremde. „Gib uns unser täglich Kava“, sagen die Vanuatu-Männer. Frauen ist das Trinken untersagt.
Jedes Volk hat seine Drogen, im Westpazifik ist es der Pfefferstrauch. Kava wirkt entspannend, angstlösend und lässt die Muskeln weich werden. Der Geist bleibt dabei glasklar, aber der Körper möchte einfach nur noch irgendwo gemütlich sitzen und ins Leere schauen. Man nennt es in Vanuatu das „Kava-High“.
Auf manchen Inseln wird die Kava-Wurzel traditionell nicht zerrieben oder püriert, sondern von jungen Männern oder Kindern so lange gekaut, bis ein Brei entsteht, der dann mit Wasser durch Kokosfasern gedrückt wird. Als Tourist überlegt man vielleicht zweimal, bevor man die Schale austrinkt!
Kava – bei Touristen auch für Frauen erlaubt.
Eine echte Brühe! Die Darreichung aus Eimern passt perfekt zum Geschmack.
Mit leicht tauben Lippen und Zunge von der Verkostung trödeln wir entspannt unseren Heimweg durch den Wald zurück zum Schiff.
Wir freuen uns auf Tag zwei. Was wir noch nicht wissen, dass uns da härterer Tobak geboten wird …
Fortsetzung folgt!
Typische Toilette im Dorf. Diese ist schon sehr kaputt, deswegen konnte ich das Foto machen. Die Toilette, die wir Touristen benutzen durften, war in gutem Zustand. Komplett geruchlos.
Dies ist das Dorf Emyotugan auf Ambrym. Beim Suchen nach dem Weg nach Fanla habe ich das gefunden. Ein Witzbold hat alle Toiletten des Dorfes in MapsMe eingetragen. ![]()
In ländlichen Dörfern Vanuatus teilen sich in der Regel 1 bis 3 Haushalte (oft erweiterte Familienstrukturen) eine Toilette, daher diese enorme Anzahl.

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Die Altlasten von Delius Klasing und die Zukunft der Medienethik
