Archiv der Kategorie: News & Blogs

Umwelt: Harrison Ford is “the Ocean”

Harrison Ford spricht als Ozean.

Der Schauspieler Harrison Ford personifiziert durch seine Stimme das Meer. Auch Julia Roberts unterstützt die Umwelt-Aktion als “Mother Nature”. Weiterlesen

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Spektakuläre Rettung durch Ramming

RNLI: Die englischen Seenotretter nähern sich der treibenden Yacht

Nur dem ebenso beherzten wie selbstlosen Rettungsmanöver eines Fischers verdankt ein bei Bournemouth über Bord gegangener Segler sein Leben

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Aus Fehlern lernen (Folge 1)


Eine meiner größten Sorgen in den Schären waren die knapp unter Wasser liegenden Steine. Einhand habe ich aus dem Cockpit ja kaum eine Chance diese rechtzeitig zu sehen und zu reagieren. Ich hatte sogar einmal darüber nachgedacht eine GoPro Kamera am Bugkorb zu montieren und für eine Echtzeitansicht über WLAN mit meinem Tablet zu verbinden. Im Nachhinein kann ich nun sagen, dass diese Konstruktion nicht nötig war. Man muss schon gewaltig aufpassen, aber mit entsprechender Vorsicht ist alles alleine machbar. Nach dem Kranen meines Bootes kann ich nun sagen, dass die wenigen Grundberührungen die ich hatte, keine weiteren Schäden hinterlassen haben. Das Gelcoat am Rumpf hat zwei Macken aus missglückten Anlegemanövern und das Ruder eine tiefe Schramme einer Ankerkette einer Mooringboje abbekommen. Eine bei 101 angelaufenen Häfen und Buchten sowie rund 65 Schleusen, meistens Einhand, ja noch übersichtliche Manöverbilanz.
Welche Lektionen habe ich nun daraus gelernt? In diesem ersten Beitrag zu dieser Reihe fange ich einmal mit einem Anlegemanöver an…
Ich wollte an der Insel Kyrkogardsön im Stockholmer Schärengarten festmachen. Alle Plätze waren bereits belegt bis auf eine freie Stelle an einem Steg mit wenig Wassertiefe. Wenig Wassertiefe fordert immer langsame und vorsichtige Fahrt.
 
Ich wollte also steuerbord längsseits an den Steg gehen. Zu dem böigen Seitenwind addierte sich überraschend viel Strom. Backbord lag bereits eine teure große Motoryacht an einer Heckboje. Ich ging also vorsichtig an den Steg und merkte, dass ich durch den Strom nach Backbord gegen die Yacht abtreibe. Eigentlich kein Problem. Üblicherweise fahre ich dann erstmal wieder weg und mache einen neuen Anlauf mit dem nun vorhandenen Wissen um Strom, Tiefe und Wind. Zu dieser Zeit war meine Frau an Bord und auf dem Vorschiff und ließ sich von einem zur Hilfe kommenden Schweden auf dem Steg dazu überreden ihm die Vorleine zu geben. Die wickelte er dann auch direkt als Vorspring um einen Poller während das Heck weiter herumschwang. Ich rief ihm zu die Leine bitte wieder zu lösen, da ich einen neuen Anlauf machen möchte. Die Antwort: „NEIN!!“ Ich sollte nun in die Spring eindampfen. Generell ja OK, nur brauche ich dann auch entsprechend hängende Fender ganz vorne am Bug. Da hing aber Nichts! Ganz kurzes Hin- und Her, doch er “bestand” auf dem Manöver! Mittlerweile musste ich reagieren denn mein Heck war schon fast ganz herum an der hochglanzpolierten Yacht. Also bei mittlerweile ca. 70° zum Steg legte ich Ruder hart Backbord und gab Vorwärts. Wie vorhersehbar machte der Rumpf knirschend den Kontakt zum Holzsteg und ich musste weiter eindampfen bis mein Heck aus der Kollisionszone war. Das tat weh. Ich habe dann schnell eine Achterleine hinübergeworfen damit der “nette” Helfer mich heranziehen konnte. Er war dann auch ganz stolz auf seinen Tipp. “So machen wir Motorbootfahrer das!!” Ich bedankte mich höflich, mit schiefem Lächeln.
Was kann ich daraus lernen? Schwierig…Noch vehementer auf dem Lösen der Leine an Land bestehen? Die Leine einfach selbst am Vorschiff lösen (lassen)? So oder so wäre es zeitlich knapp geworden. Sich abgefendert gegen die Yacht treiben zu lassen? Dann wäre ich nur sehr schwer dort wieder freigekommen…
Ideal wäre es wohl gewesen zunächst einmal Wind und Strom in sicherer Distanz zu bestimmen um dann entsprechend vorzuhalten. Auf jeden Fall hatte ich danach bei jedem längsseits Anlegen meinen dicken Kugelfender ganz vorne ausgebracht um auf der sicheren Seite zu sein.

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Barcelona World Race: Jörg Riechers vor der Weltumsegelung – Projektpartner gesucht

riechers audigane

Jörg Riechers steiniger Weg zum Barcelona World Race. Mit neuen Sponsor-Deals möchte er den Weg für eine Podium-Platzierung ebnen. Das Open 60 Training hat begonnen. Weiterlesen

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Reden wir über: Der Segler und das Klo. Oder: Vom Nutzen und Nachteil des Fäkalientanks für das tägliche Leben.

Der zurückliegende, am 19. November unter kaum vernehmlichen medialen Echo begangene Welt-Toillettentag – jawoll, so heißt der ganz offiziell! – bietet uns Anlaß und Gelegenheit, auf diesen Seiten mal ein Streiflicht auf ein täglich drängendes Thema zu werfen: Den Segler und sein Klo.
Betrachtet man das Verhältnis des Seglers zu seinem Klo aus historischem Blickwinkel, dann war, wie so oft, früher alles besser. Früher hing man halt einfach den Hintern über die Bordwand. Und schon war das kleine oder große Geschäft erledigt. Unter Männern geht das gut. Man sieht das sehr schön in einer kleinen Sequenz des immer wieder sehenswerten Films MASTER AND COMMANDER: Eine Teerjacke hockt im dichten Schneefall mit heruntergelassenen Hosen vorne im Bugkorb. Jawoll. So war das.
Problematischer war es mehr als 2.000 Jahre auf Galeeren: Die angeketteten Rudersklaven konnten ja nicht einfach wie im Klassenzimmer den Finger heben und sagen: “Ich muss mal!” Das Geschäft wurde an Ort und Stelle erledigt, egal, wer drüber saß. Oder drunter. Gelebt, geschissen, gestorben wurde, wo man hockte. Schaurig. Schaurig vor allem auch für andere, wenn das Schiff tagelang im Hafen lag. Und in seiner eigenen Brühe von 300 Ruderern schwamm. Von venezianischen Galeerenkapitänen – die Venezianer hielten aus nicht nach vollziehbaren Gründen am längsten an diesem Schiffstyp fest – wird gesagt, dass sie immer mit Spazierstock unterwegs waren. Nicht weil sie lahm waren. Sondern weil im Knauf des Stocks geruchsintensiver Salmiak untergebracht war. Stank’s mal wieder auf dem Schiff zum Himmel, schnüffelte der Kapitän einfach am Salmiak. Weiterlesen auf Mare Più, wie die Venezianer an den Galeeren festhielten
Auf der im Hamburger Hafen liegenden RICKMER RICKMERS ist die Sache fortschrittlicher geregelt. Da gibts im Bug, gleich neben dem Kabelgatt, ein veritables Plumpsklo. Man setzt sich drauf, und eine zugige Regenrinne leitet alles nach draussen. Wie auf einer Almhütte. Das war Fortschritt. Im Film DAS BOOT wird in einer kleinen Szene der Kriegsberichter, gespielt von Herbert Grönemeyer – das waren noch Filme!! – mit den sanitären Einrichtungen des U-Boots Typ 7C vertraut gemacht. Zwei Toiletten. Für 67 Mann Besatzungen. Die eine hängt voll mit Schinken, Würsten, Salami. Was der Bootsmann im Film mit launiger Schnautze kommentiert: “Mehr zum Fressen und weniger Platz zum Scheissen – des is’ aa a Logik!”
Jedenfalls blieb das mit dem “einfach nach Draußen leiten” lange Jahre letzter Schrei der Technik. Eigentlich bis in unsere Zeit. Ich erinnere mich an meinen ersten Segeltörn in der südlichen Türkei, Ende der 90er. Da lagen wir, drei Segelyachten, friedlich in der Gemiler Reede, einem wunderschönen Ort (über den ich nächste Woche aus gewichtigem Anlaß berichten werde. Bitte oben rechts registrieren, wenn Sie’s nicht verpassen wollen!). 3 Segelyachten in 1 Bucht mit je 4-5 Menschen: kein Problem. Man informierte seine Mitsegler an Bord mit dem dezenten Hinweis, doch die nächsten 10 Minuten nicht ins Wasser gehen. Und das drängende Problem war gelöst. Die Ringelbrassen, die immer unter den Booten stehen und darauf warten, was von oben runterfällt, die wir deshalb “Kackbrassen” tauften: sie erledigten zuverlässig “den Rest”.
Die Probleme begannen, als der Wohlstand in die Bucht kam. Genauer gesagt: Die Gülets mit den ferienfrohen Urlaubern aus Marmaris, aus Fethiye, aus Kas. Kam so ein Gület mit 60, 70 Oberkörper-geölten Urlaubern in die Bucht und legte sich neben uns: dann konnte man für den Rest des Tages das Schwimmen in der Bucht vergessen. Soviele “Kackbrassen” konnte es in der Bucht gar nicht geben. Es war zuviel für sie. Es war zuviel für uns.
Die Türkei hat dann aber noch Ende der 90er erkannt, dass das Problem weniger die ferienfrohen Urlauber, sondern die eigenen Gülets waren. Und hat sich Ende der 90er die strengsten Umweltregeln zum Schutz der eigenen Gewässer verpasst, die ich kenne:
Das Einleiten von Fäkalien in Gewässer ist streng verboten. Und wird besonders im Hafen mit sehr hohen Geldstrafen belegt.
Jeder, der dort Segelt, hat einen Fäkalientank an Bord. Wenn nicht: Geldstrafe.
Jeder, der dort Segelt, hat eine blaue MAVI-Card. Die kostet 25 Euro. Und auf dem Computerchip wird penibel kontrolliert, wann man zum letzten Mal ordentlich im Hafen abgepumpt hat. Hat man keine Blaue Card: Geldstrafe.
Zugegeben: drastisch. Und streng. Gelegentlich drakonisch. Es hat aber den unbestreitbaren Vorteil, dass man selbst in vollen Ankerbuchten sorglos zwischen den Schiffen herumschwimmen kann. Das Wasser ist kristallklar. Man muß als Skipper seine Crew in einer vollen Bucht morgens nach dem Aufstehen nicht mehr warnen: “Es ist halb neun. Ich würd’ jetzt nicht ins Wasser gehen…”
Und weil mir trotz aller Gängelei die Vorteile einleuchteten, habe ich mir auf LEVJE gleich zu Beginn meiner Zeit in der Türkei einen Fäkalientank einbauen lassen. Wie schon öfter, haben mich die Türken beeindruckt. Das da oben sind Dennis und Muhsin. Muhsin war lange, lange Jahre Techniker bei einem Vercharterer, er hat sich Anfang September als Bootstechniker mit Dennis selbständig gemacht. Als ich ihn wegen eines ersten Besichtigungstermins auf LEVJE anrief, war er sofort zur Stelle. Schaute sich LEVJE gründlich an. Sagte mir, wie er den Tank einbauen würde. Und wo.
10 Minuten später stand ein Tankbauer auf der Pier. Vermaß den von Muhsin angegebenen Platz im Schrank. Und baute mir innerhalb eines Tages einen eigens für mich angefertigten Tank aus 10mm starken Kunststoffplatten.
 

 

Der sieht aus wie ein schwarzer Tresor. Als ich etwas nörgelig auf Edelstahl bestehen wollte, warnte mich Muhsin vor undichten Nähten. Bei mir traf er damit ins Schwarze, denn ich habe zwei mal undichte Edelstahl-Tanks erlebt.
 
 
Jetzt thront der Fäkalientank im passgenau in LEVJE’s Schrank. Es war innerhalb eines Tages erledigt. Es war weit günstiger als das Angebot eines deutschen Anbieters nur für das Material. Es war schrecklich zu sehen, wie Muhsin zwei Löcher durch LEVJE’s Bordwand bohren musste. Eins für die Lüftung. Eins für die Absaugung.
 
                                            Weiterlesen: Was kostet eigentlich 5 Monate Segeln im Mittelmeer
 

 

Und wenn jetzt Welt-Toilettentag ist, der uns daran erinnern soll, dass die Trennung von Fäkalien und sauberem Wasser keineswegs überall Standard ist, dann denke ich mir dreierlei:
 
Wie fortschrittlich doch die Türkei ist. Mit wieviel Energie dort in nur zehn Jahren eine Infrastruktur zur effizienten Reinhaltung der Küstengewässer aufgebaut wurde.
Wie bräsig auch bei diesem Thema die EU-Länder mal wieder sind.
Wie schön es ist, morgens ohne Bedenken in jeder Bucht ins Wasser steigen zu können.
 

Eigentlich schon ganz gut. So ein Welt-Toilettentag.

 
    Levje an Ihrem aktuellen Standort: In Finke in der Südtürkei.




 
 
 

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Nach Paris der Boote wegen

Salon Nautique: Roter Teppich für diverse Neuheiten: Messe Paris

Vom 6. bis zum 14. Dezember findet in der französischen Hauptstadt die größte Bootsmesse des Nachbarlandes statt. Ein Besuch lohnt sich

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Knarrblog 2K Teamrace EM: Segeln mit der Gattin – Endlich mal die Hosen an

2K Teamrace

Heiße Duelle bei der 2K Teamrace Europameisterschaft auf der Alster beim “gender balanced sailing”. Man hackt heftig auf einander rum aber an Land haben sich alle wieder lieb. Weiterlesen

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Neues Glück mit neuem Deck

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Die Six überzeugte schon in der offenen Version. Jetzt kommt sie mit einem Kajütdach auf bewährtem Rumpf. Der Test im PDF-Download

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Ancora Marina Feuer: Verdächtiges Motorboot deutet auf Brandstiftung

Ancora Marina Brand

Der Brand in der Arcona Marina hat 115 Yachten in Mitleidenschaft gezogen. Eine größere Katastrophe wurde nur knapp verhindert. Auch in der zweiten Halle stand ein Motorboot in Flammen. Weiterlesen

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New Bedford

Buzzards Bay can be a nasty son of a … to get through in the wrong conditions, and instead of the predicted NW 10-15 knots, it quickly turned into SW 25-30 on the day we had planned to get to Newport. South West which was exactly the direction we were heading and instead of fighting currents and banging into steep waves for an eternity, we decided to call it quits and ducked into safe harbour in New Bedford. These photos are from when we arrive in the late afternoon, tied up just before sunset, an early morning wake up and headed right back out to the bay.
We have a friend sailing with us, on his lovely Fuji 35 that you can see in the photos. We’ll be sailing much of the trip down to Florida together. Christian who is from Montpellier in France, has lived in Boston for approx. fifteen years for work and love, but though it seemed a good idea to escape the cold now as well. It’s a very nice new thing for us. We have never really sailed much with other people/boats, and although our boat is a little faster,  it’s pretty sweet having someone to hook up with on arrival to various ports and anchorages.
We stayed at Pope’s Marina in New Bedford for a very reasonable winter rate of $0.50/ft. A great place and friendly service, but the dock we pulled into didn’t have 30 amp shore power so we slept the whole night without heater which was a freezing experience, somewhere under zero degrees Celsius. I guess we could have moved to another dock but you know you’re tired when you rather choose to sleep in freezing cold bedded under two hundred wool sweaters, than having to move and re-tie up the boat. Or maybe we’re just getting used to the cold?
We’re now finally in Newport after a night at anchor by Cuttyhunk island, and have finally got a hold on propane bottles for our MrHeater space heater so the nights at anchor will be less chilly. Luckily we have the cold Cape Cold behind us now and air and water is already a tad warmer. We’re thinking of sailing over to Long Island Sound tonight or early tomorrow morning so we get that leg done before the arrival of a new Nor’Easter that is fast approaching.
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“Kommt und feuert uns an!”

ACWS: <p><br />
	ACWS-Regatta 2013: Begeisterte Zuschauer</p>

Der Cup rückt näher: Zwei von bis zu zehn ACWS-Regatten finden 2015 und 2016 vor Portsmouth statt – im Heimatrevier der britischen Cup-Jäger

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Ein neuer Preis für Fahrtensegler

Sieger der Geschicklichkeitsspiele: Karsten Dreyer: <p><br />
	Fahrtensegler und GFK-Klassiker-Mitglied Karsten Dreyer auf seiner Bianca 27 &quot;Kaipuu&quot;</p>

Der GFK-Klassiker e.V. vergibt künftig im “Törn-Award” eine Auszeichnung für die vom Publikum am besten bewertete GFK-Klassikerreise

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