Archiv der Kategorie: News & Blogs

Premiere III: J/Boats 121 – Sportler für kleine Crews

J121 boot Düsseldorf 2018 BSc

Die US-Werft spricht von einem Offshore-Speedster. Aber sie folgt nicht dem Trend zu breiten Hecks, Chines und Doppelrudern. Stattdessen an Bord: Wasserballast

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Kann sich noch jemand an diesen Teaser erinnern?

Lang ist’s her, dass wir euch den Teaser zu Teil 2 gezeigt haben und der ein oder andere wird mittlerweile nicht mehr daran geglaubt haben, dass Teil 2 jemals fertig wird. Ich übrigens zwischenzeitlich auch nicht.
Es gibt einfach so viel Filmmaterial, so viel zu erzählen, dass es für mich allein wirklich schwierig war (und ist) daraus einen Film zu machen, mit dem ich selbst zufrieden bin.
Mit diesem Teil komme ich an meine Grenzen. Sowohl was die Technik angeht, als auch die Zeit, die in das Projekt fließt.
Gut ein Jahr lang habe ich so gut wie nichts mehr am Film gemacht, nachdem er zur Hälfte geschnitten war. Kurz nachdem wir Eos gegen Nomade getauscht haben, war einfach keine Zeit mehr übrig.

Vor wenigen Wochen hatte ich dann endlich mal etwas Leerlauf. Ich habe mich wieder eingearbeitet und mache seit einiger Zeit kaum noch etwas anderes, als an Teil 2 zu werkeln.
Mit dem Schnitt werde ich sehr wahrscheinlich noch diesen Monat fertig werden. Für die Nachbearbeitung plane ich etwa 4 Wochen ein. Dann ist Anfang März. Es könnte also durchaus klappen, dass der Film fertig wird, bevor ich wieder zurück an Bord gehe. Wenn das gelingt, könnt ihr ihn bei Vimeo On Demand bekommen.

Die DVD plane ich mal vorsichtig für Herbst 2018…

Das Chaos hat begonnen

Sa., 20.01.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1330, 12.255 sm von HH

Die Versicherung hat ihr ‚go‘ für die Demontage der kaputten Geräte gegeben.
Zehn Minuten später reißt Achim die ersten Verkleidungen von der Decke. Gemütlich.
Aber wohin mit den 2,50 Meter langen Teilen? Wir finden keinen Platz, wo wir sie lagern könnten.
Draußen an Deck geht ebenfalls nicht – habe ich schon berichtet, dass es jeden Tag regnet und das Wetter eine Katastrophe ist?

Die Marina verleiht abschließbare Kammern und Butzen. 1,23 x 1,23 x 1,23 ist das größte Loch, was zur Zeit frei ist. Na, super.
Da fällt uns der Segelmacher ein, der etwas abseits seine Arbeits-Halle stehen hat. Dort dürfen wir für eine Woche unsere Deckenverkleidung unterstellen. Eine Woche wird nicht reichen, aber was erst mal irgendwo steht, fällt nach kurzer Zeit nicht mehr auf. Tot stellen, lautet die Devise.
Und vielleicht werden ja Lager-Räume in Kürze frei.

Schöner wohnen

Schöner wohnen

Die Liste mit den Ersatz-Geräten ist fertig und liegt der Versicherung zur Entscheidung vor.
Was noch fehlt, sind die dazu gehörigen Kabel. Achim erstellt ein Installations-Layout. Dieses bespricht und verfeinert er mit Rudi. Die Recherche, welches Gerät mit welcher Kabellänge und Kabelart (Spur-Kabel, Raynet-Kabel, Devicenet-Kabel oder Backbone-Kabel) geliefert wird, verbleibt bei ihm. Einige Geräte kommen standardmäßig mit zu kurzen Kabeln. Sollte man im Auge behalten, sonst ist man bei der Installation der Voll-Doofe. :mrgreen:

Installations Layout Atanga

Ich lege zu ‚Blitzschaden‘ noch ‚Kabel‘ als Unwort in die Auswahl für 2018.

Wo neue Kabel rein sollen, müssen zunächst die alten Kabel raus.
Hinter der Verkleidung findet Achim Kabelleichen, ohne Anfang und Ende, und Kabel unbekannter Funktion. Kabel, die hinter Deckenverkleidungen verschwinden und andeuten, dass noch mehr von der Verkleidung runter muss.

Strippen finden und ziehen

Strippen finden und ziehen

Gemütlicher Arbeitsplatz

Gemütlicher Arbeitsplatz

Außerdem zeigt unser Schaltkasten drollige Phänomene seit dem Blitz: Wenn man den Knopf für die Duschpumpe drückt, leuchten die Sicherungen bei AIS und Gaswarner auf. Das lässt auf einen Kurzschluss hinter der Wand schließen und auf Kabel, die zusammengeschmort sein könnten.
Hier möchte Achim nicht so gerne ran, sondern will das Rudi überlassen.
„Ein ‚paar Geräte‘ installieren ist eine Sache“, sagt er, „aber da soll ein echter Fachmann ran“.

 

Premiere II: Bavaria zeigt die Neuheiten C 45, C 50 und C 65

Bavaria C50 boot Düsseldorf 2018 BSc

Die Werft aus Giebelstadt klotzt mit drei Neuheiten, dem größten Schiff der Firmengeschichte und einem riesigen Stand, der „Bavaria World“

Seamaster Award für François Gabart

Gabart MACIF_2334-1513526496_©Yvan Zedda  ALeA  PR

Zum Auftakt der boot Düsseldorf wurde der Rekord-Weltumsegler aus Frankreich mit dem Preis für herausragende Leistungen im Segelsport ausgezeichnet

Die fabelhaften Fünf – Europas Yachten des Jahres 2018

Vergeben! Die Trophäen für Europas Yacht des Jahres 2018

Bei der Flagshipnight des Delius Klasing Verlags und der boot wurden die Oscars des Yachtbaus verliehen – Wer die Gewinner sind und was sie auszeichnet

Ein Glückstag

Heute vor genau einem Jahr bin ich mit einem Mietwagen auf das Werftgelände in Kilada gefahren, als Er dort lag.
Bei unserer ersten Begegnung hat er auf dem Schotterweg zwischen den Booten im Staub geschlafen. Ich habe ihn mit dem Auto geweckt und er ist etwas ängstlich zur Seite gelaufen und hat mir lange nachgeschaut.
Mein erster Gedanke war: „Na hoffentlich ist der Kerl friedlich.“
Sein Blick hat mich allerdings nicht mehr losgelassen. Dieses lange hinterherschauen…

Wie es weiter ging wisst ihr. Falls nicht, hier könnt ihr die Geschichte lesen: Herz vs. Kopf

Jetzt ist ein Jahr vergangen und Filou hat sich prächtig entwickelt. Aus dem Streuner ist ein wunderbarer, neugieriger und ausgeglichener Begleiter geworden. Es gibt keinen Tag, an dem ich mich nicht über ihn freue. Kein Tag, an dem Sabrina und ich ungern mit ihm die Runde drehen.
Einige Abenteuer haben wir bereits gemeinsam erlebt und wir hoffen auf viele weitere erlebnisreiche Jahre.

Filou hatte Glück, wir hatten Glück. Dieser 20. Januar vor einem Jahr war ein Glückstag für uns alle.

Ein Streuner im Januar 2017.

Filou im Januar 2018.

Volvo Ocean Race: „Vestas“ kollidiert nachts mit Fischerboot – ein Fischer stirbt

Das USA/Dänemark-Team „Vestas“ lag an zweiter Position dieser vierten VOR-Etappe, als sie um 1:23 Uhr Ortszeit in der Nacht zum Samstag, 20 Januar mit einem chinesischen Fischerboot kollidierten.
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Heimsieg für Hongkong-Team, Drama um Vestas-Kollision

Volvo Ocean Race 2017/2018

Ein Außenseiter-Team hat Etappe 4 gewonnen. Der Jubel darüber aber wird von der Vestas-Kollision und den Folgen überschattet – AKTUALISIERT

Premiere I: Hanseyachts zeigt das neue Volumenmodell

Hanse 348 boot Düsseldorf 2018 BSc: <p>
	Hanse 348 boot D&uuml;sseldorf Messepremieren 2018</p>

Mit der Hanse 348 bringt Deutschlands größte Segelbootswerft die kleinste der neuen Yachten. Sie ist mit einer oder zwei Heckkabinen zu haben

Volvo Ocean Race: „Scallywag“ kurz vor historischem Etappensieg

Nach einer nervenaufreibenden (für die Teams) und höchst abwechslungsreichen (für die Zuschauer) Etappe, scheint „Scallywag“ der Sieg im Heimathafen Hongkong so gut wie sicher.  Weiterlesen

Panama Kanal – jetzt geht es in den Pazifik

Di., 16.01.2018, Panama/Kanal, Tag 1326, 12.255 sm von HH

Auf einer normalen Langfahrt-Yacht richten es sich zwei Menschen häuslich ein. Platz für drei weitere Übernachtungsgäste ist da nicht vorgesehen. Birgit und Bernd schaffen es trotzdem, Ferry und Achim bequem im Salon unterzubringen. Für mich bleibt ein Platz im Cockpit. Der wird mir kuschelig hergerichtet: wenn man will, dann geht alles.
Die Nacht ist trotzdem kurz und unruhig. Für alle.

Der Advisor kommt etwas zu spät, aber um 7.00 Uhr geht es los. Ein super Frühstück mit Ei, Wurst, Toast und Speck gibt es unterwegs. Birgit verwöhnt alle Gäste und schöpft aus dem Vollen.
Fünf Stunden dauert die Fahrt durch den Gatún-See.
Dieser See ist beim Bau des Panama-Kanals durch den Stau des Rio Chargres entstanden. Kurz vor der Mündung des Rio Chagres in die Karibik gab es eine natürliche Engstelle zwischen zwei Bergen. Diese nur zwei Kilometer breite Lücke wurde durch einen künstlichen Damm geschlossen. Der Chargres staute sich zurück und bildet heute den Gatún-See. Auf der 29 Kilometer langen Strecke zwischen den Schleusen musste nur vereinzelt die Fahrrinne ausgebaggert werden.

Aus unerfindlichen Gründen bleibt das Hubschrauber-Motorboot zurück. Auf der Schiffs-Liste unseres Advisors ist die Yacht vermerkt und vorgesehen, um erneut ein Dreier-Päckchens zu formen. Aber sie kommt nicht.
Somit bilden die ‚Rebell‘ und die ‚Seven Seas‘ heute alleine ein Paket.

Im Zweier-Paket auf dem Weg zur ersten Pazifik-Schleuse

Im Zweier-Paket auf dem Weg zur ersten Pazifik-Schleuse

Wieder binden wir uns kurz vor der Schleuse zusammen. Beide Segelboote sind in etwa von gleicher Größe und Gewicht, also müssen beide Skipper Gas geben und lenken.
Der Chef Advisor befindet sich auf der ‚Rebell‘ und übernimmt das Kommando über beide Schiffe.
Er gibt genaue Anweisungen, wer mehr Schub geben soll und welches Segelboot dagegen halten muss.

Die Jungs mit ihren Affenfäusten stehen schon bereit. Ferry und Achim bedienen die Leinen. Alles geht glatt über die Bühne, keiner bekommt den Stein an den Kopf.

Bei dem dicken Pott, der hinter uns in die Schleuse kommt, übernehmen kleine Elektro-Lokomotiven die Aufgabe der Leinenhalter. Winden an den Loks straffen Drahtseile zwischen Schiff und Lok.
Diese Loks übernehmen komplett die Führung der großen Schiffe.
Als Winzling hinter so einem Frachter wünscht man sich, dass die Bremsen der Loks auch wirklich funktionieren.

Der Frachter wird mit Schleppern in die Schleuse gebracht

Der Frachter wird mit Schleppern in die Schleuse gebracht

Hier haben die Loks die Arbeit übernommen

Hier haben die Loks die Arbeit übernommen

 

Hoffentlich halten die Bremsen

Hoffentlich halten die Bremsen

Viel Platz ist nicht übrig

Viel Platz ist nicht übrig

Zwischen der ersten und zweiten Schleuse liegen knapp zwei Seemeilen, die wir als Verbund zurück legen. Die beiden letzten Schleusen liegen wieder unmittelbar hinter einander.
Das bergab schleusen ist nicht halb so spannend wie bergauf. In der Schleusenkammer wird ein ‚Stöpsel gezogen‘, der das Wasser unspektakulär abfließen lässt.

Erst wenn sich das letzte Tor zum Pazifik öffnet, wird es noch mal spannend. Die Vermischung von Salz-und Süßwasser kann zu heftigen Turbulenzen führen. Bei der Fahrt der ‚Rebell‘ bleibt alles ruhig, so dass sie ihren Eintritt in den neuen Ozean ausgiebig genießen können.

Hinter der letzten Schleuse trennen wir uns von der ‚Seven Seas‘, die ‚Rebell‘ spendiert für alle noch ein leckeres Mittagessen und der Advisor wird von seinen Leuten abgeholt.
Ferry, Achim und ich gehen in der nächsten Marina von Bord. Es ist später Nachmittag und wir haben noch mindestens zwei Stunden Fahrt zur Atlantik-Seite zurück.

Liebe Birgit und Bernd, Euch wünschen wir eine tolle und sichere Reise in den Pazifik und danke für den Job auf Eurer ‚Rebell‘.

Das Tor zum Pazifik, was für Atanga noch eine lange Zeit verschlossen bleibt

Das Tor zum Pazifik, was für Atanga noch eine lange Zeit verschlossen bleibt