Archiv der Kategorie: News & Blogs

Video: Kommt überall durch – Wanderjolle im engen Schärengarten

Schären, Wanderjolle, Fahrtensegeln

Es gibt Skandinavier, die schwören auf Jollen und nichts als Jollen, wenn sie zwischen den Schären segeln. Ein Drohnen-Video zeigt, wie man damit durch jede Enge flutscht. Weiterlesen

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Alinghi gewinnt – die Highlight-Videos

GC 32 Kiel: "Alinghi" im vollen Flugmodus auf der Förde

Team “Alinghi” siegt auf der Kieler Förde, Team “Sultanat von Oman” bleibt Gesamterste. Die Video-Highlights der Flugshow von Kiel

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Rettung: 84-jähriger TP52-Eigner trieb mehr als vier Stunden im Wasser

TP 52 Eigner gerettet

Jacinto Rodríguez (84) ist bei der Überführung seiner TP52 “Duende” zur Copa del Rey Regatta nach Palma in der Nacht von Bord gestürzt. Er schwamm über vier Stunden ohne Rettungsweste. Weiterlesen

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Lokale Größe aus Vollholz

Weserjolle Steinhuder Meer 2014_HeinrichHecht_COPTOGRAPH__MG_6112: Drei Versionen: Treffen der Sechseinhalber auf dem Steinhuder Meer

Die auch Sechseinhalber genannten Jollen des Konstrukteurs Ferdinand Grünhagen zählen zur deutschen Segelkultur. Das Porträt im PDF-Download

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GC32 in Kiel: 65.000 Zuschauer waren begeistert – Alinghi gewinnt vor Spindrift

GC32 Alinghi, Kiel

Die GC32 Katamarane haben in Kiel eine große Show geboten und das Foiling auf höchstem Niveau auch in Deutschland sichtbar gemacht. So sieht Profisegeln in Zukunft aus. – Drohnen Video Weiterlesen

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Das Blau des Atlantiks ist erreicht

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Old friends – New friends

Nach dem early bird Aufstehweckrufs des iPhones bin ich einfach wieder eingeschlafen. Dann doch von allein um drei Uhr aus den Federn gefallen. Von der Mouring weg mit der Tide durch den Needle Channel in die große Freiheit – Zurück in den Atlantik. Das Wasser wird blauer und blauer. Ich fühle mich wie wiedergeboren und schaue auf den Horizont. Mein Atlantik. Da isser wieder.

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Aus der neuen Crew werden von Stunde zu Stunde neue Freunde, nicht einfach „nur“ Mitsegler. Das kann man ja nie wissen. Jan und ich, wir verstehen uns eh blendend. Durch sein Dabeisein habe ich endlich mal wieder Zeit zu schreiben, zu lesen, Sachen abzuarbeiten und zu fotografieren. Den Atlantik. Was sonst. Neptun ist uns gut gesonnen. Er schickt uns passende Strömungen und Wind von der Seite. Doch weit gefehlt. Kein Wetterfenster. Wind ist auf die Nase angesagt. Für heute Nacht soll er drehen und aus den restlichen 100 Meilen nach Brest 200 Meilen Aufkreuzen werden lassen. Ein Fahrtensegler würde in den nächsten Hafen segeln, wir planen durchzusegeln. Hätte ich auch nie gedacht, dass ich die Biskaya bei Südwind durchqueren will. Man wird sehen.

 


Nächste Abfahrtmöglichkeit mit der MARLIN: Derzeit ist fast alles dicht bis September. Dann geht es von Faro nach Madeira. Da sind wieder Plätze frei und von Madeira zu den kanarischen Inseln. Im Oktober kannst Du noch auf den Kapverden mitsegeln. Die Atlantiküberquerung ist ausgebucht. www.marlin-expeditions.com

 

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Heute in Griechenland (12): Bäcker, Bus und Krise.

Die Marina von Agios Nikolaos auf Kreta: Wer vom Boot geht, findet gleich außerhalb der Marina zwei Strände. Leben in Griechenland: Wie fühlt sich das an für einen Reisenden?
In einem früheren Post schrieb ich über das Busfahren in der Türkei. Und darüber, wie viel eine Gesellschaft in ihren Bahnhof, an denen Reisen stattfindet, über sich selbst verrät. Wie sie sich organisiert. Wie sie funktioniert. Was wichtig ist.
Also los: Heute in Griechenland – mit dem Bus von Agios Nikolaos nach Heraklion.
Früh am Sonntag Morgen verlasse ich die Marina von Agios Nikolaos auf Kreta. Der einsame Schrei einer Möwe im gleissenden Sonnenlicht, sonst nichts. Selbst die Fallböen, die immer über die Marina hinwegfauchen, sie haben sich an diesem Morgen noch einmal schlafen gelegt. Ich gehe durch das fast menschenleere Agios Nikolaos – ein paar Alte, wie immer, im Cafeneion an der  Straßenkreuzung vor der Marina, auf ihre Stöcke gestützt, vor ihrem Kaffee. Ein Pizza-Lieferant auf einem Mofa, der den Hügel hochknattert.

 

Nur der Bäcker hat schon geöffnet, die Türen sperrangelweit auf, es riecht verführerisch, als hätte er gewusst, dass ich derlei willenlos ausgeliefert bin und nicht anders kann, als meiner lebenslangen Leidenschaft für die Bäckersfrau nachzugeben. “Was kauf ich mir?” Es tut nichts, dass die Bäckersfrau in diesem Fall ein Kerl ist, es tut fast nichts, dass sie frisches Brot erst in zehn Minuten aus dem Ofen holen. Denn: ist gibt:
Warme Blätterteigtaschen, mit Schafskäse und Nüssen gefüllt.
Heiße Käse-Stängelchen mit Sesam.
Trockene Knabberstangen mit Karottengeschmack.
Süßes Mürbgebäck in achterlei Sorten, der Bäcker hat sofort erkannt, dass ich ihm wehrlos gegenüberstehe – und läßt mich zwei probieren. Nein, heute lieber salzig. Da können die daheim schreiben, was sie wollen: die Krise hat den Bäcker von Agios Nikolaos auf Kreta noch nicht erreicht. Nur mit dem Wechselgeld herausgeben: da hapert es. Der Bäcker muss schon lang kramen und drei mal seine Bäckersfrau anrufen, die sich wie eine Gottheit irgendwo in hinteren Räumen birgt. Und drei mal ungeduldig zurückkeift.
Frohen Mutes überlasse ich den Bäcker seinem weiteren Schicksal und stapfe mit einer großen Tüte hügelan, Richtung Busbahnhof. Aber der ist heute nicht da wo er sein soll, da die Straßen leer sind, kann ich auch niemand fragen, kein Schild weist mir den Weg. Also stapfe ich weiter den Hügel aufwärts, am Krankenhaus vorbei, zum Kreisel, rechts oder links? Ich entscheide mich für links, nach fünf Minuten deutet der Besitzer des Lebensmittel-Ladens nach hinten, dorthin: wo ich herkam. Also zurück zum Krankenhaus. Eine alte Frau, in tiefes Schwarz gekleidet, weist lamentierend ins Krankenhaus hinein, als ich nicht gleich folgsam bin, läuft sie weiter hinter mir her, bis sich hinter mir zischend die Schiebetüren des Krankenhauses schließen. Nein, hier wollte ich nicht sein. Links Chirurgie, rechts Frauenheilkunde, ich such’ doch nur den Busbahnhof? Aber die Entschlossenheit der Frau in Schwarz tut ihre Wirkung, ich lasse mich nicht verunsichern und schreite einfach an allen Wegweisern vorbei. Und komme zum Ausgang. Der Pförtner blickt mich verschlafen an, tippt mit dem Finger der linken Hand müde fünfmal in die Luft, Richtung Ausgang. Als ich nach der “Bus-Station” frage, erhalte ich ein mattes “Left. Left.” Noch zwei Mal muss ich fragen, obwohl der Busbahnhof nur 50 Meter entfernt ist. Er hat sich gut versteckt, in einer Seitenstraße.
Und schon bin ich drin. Hinter dem Schalter drei Männer, zwei davon beschäftigen mit etwas, was aussieht wie ein Lottozettel, aber vermutlich ein neues Formular ist, das sich die griechische Bürokratie letzte Nacht ausgedacht hat. Ich stehe drei Minuten vor den beiden am geöffneten Schalter, nur einmal schaut einer von den beiden kurz auf, nimmt mich wahr wie ein Insekt, das gerade vorbeifliegt. Bis sich der dritte am anderen Schalter meiner erbarmt. Leider habe ich nur einen Zwanzig Euro-Schein dabei, ich fürchte das Schlimmste, dass er mir auf die 7 Euro nicht herausgeben kann, von wegen “den Händlern geht wegen der Bankenkrise das Kleingeld aus.” Doch diesmal ists genau anders herum: Der Mann hinterm Schalter hat keine Scheine. Dafür aber jede Menge Kleingeld. Und die zählt er mir jetzt vor. Die Krise, sie treibt an jedem Baum andere Blüten.

 

Mein Bus rollt ein. Das modernste vom Modernen aus deutscher Produktion, genauer: der Stuttgarter Nutzfahrzeug-Sparte, vollklimatisiert, mit Toilette, die geschlossen ist und Video-Screens über den Sitzen, die nichts anzeigen. Außer, dass sie mit einem Zettel beklebt sind, der sinnig ausgerechnet darüber informiert, dieser Platz sei “under video control”. Mich beschleicht der Gedanke, dass vielleicht ja doch etwas dran sein könnte an der These von Mikhalis Farsaris, dass die EU in Griechenland nicht fair spielen würde, sondern die in Griechenland tätigen EU-Mittler ganz eigenen ökonomischen Zielen nachjagen würden. “Lobby-Arbeit”, nannte er es, und lächelte traurig. Oder ist es wieder einmal die deutsche Wirtschaftsmaschinerie, die einfach dort, wo EU-Gelder reichlich fließen, mit Know-How und richtigem Vertriebshändchen die richtigen Entscheider zu richtigen Produktentscheidungen motiviert?
Endlich im Bus, freue ich mich auf meine Tüte vom Bäcker. Die Blätterteigtasche, die mit dem Schafskäse und den Nüssen, fühlt sich noch warm an, als ich sie in die Hand nehme. Vorsichtig wickle ich eine Serviette drumherum, will gerade hineinbeissen: da steht der Ticketcontroller vor mir: “Its forbidden to eat in the bus”, sagt er staubtrocken, und deutet auf MEINE Tüte.
“Und was ist, wenn jemand vor Hunger stirbt im Bus?”, frage ich ihn.
Aber er bleibt kalt. “It’s a rule”, sagt er, und ich kaue schon auf einem Wortpfeilchen mit der Aufschrift “Von Schäuble?” herum. Aber ich lasse es. Griechische Bürokratie, die Menschen das Essen während einer Busfahrt untersagt.
Und so rollt der Bus langsam die zwei Stunden Richtung Heraklion, er füllt sich mehr und mehr, nicht mit Griechen. Dafür aber mit: Israelis, Holländern, Russen, Engländern. Solange, bis die Menschen im Durchgang des Busses stehen und sitzen.
Nein. Irgendwie ist sie nicht sichtbar, die Krise. Und doch ist sie da, die Krise: Als Kampf im Alltag, als lähmender Dauerzustand eines Landes, das sich auch mit noch so viel Geld-Infusion nicht berappeln wird.
“If we want to make revolution: we first have to change ourselves”, sagt Mikhalis Farsaris. Und mit diesem Satz liefert er vielleicht das beste Summary aus meinen bisherigen Interviews und Geschichten unter dem Titel HEUTE IN GRIECHENLAND.
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Vom Autor von MARE PIU:
Ein Mann verliert seinen Job.
Aber statt zu resignieren, begibt er sich einfach auf sein kleines Segelboot.
Und reist in fünf Monaten: Von München nach Antalya.

 

 

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Angekommen und Crewwechsel

20150801

Großer Bruder

In Portsmouth gab es keinen Platz für uns in der Marina. „Da ist doch Platz neben der Open 60, der HUGO BOSS. Eh MARLIN. Nicht so schnell.“ Uns Marlin nimm brav Platz neben dem High-Tech Segler, der uns am Morgen in der Höhe von Dover mal eben überholt hat, als wenn die Beiden sich grade angefreundet hätten. Am Freitag dann geschäftiges Treiben auf der HUGO BOSS und ebenso bei uns. Die alte Crew räumt auf und putzt alles blitzblank, die neue Crew kämpft sich mit Zug und Bus zur Marina. Auf der HUGO BOSS ebenso. Zum Kennenlernen hat es leider nicht gereicht und heute Morgen sind wir gegen Mittag ausgelaufen. Hochwasser. Mit dem ablaufenden Wasser kreuzen Moritz, Matthias und Jan durch den Solent Richtung Needles Channel. Eine Wende nach der anderen legt die MARLIN hin, wir müssen aufpassen, dass wir keinen plattsegeln, es ist voll wie auf dem Ijsselmeer. 20 Knoten aus SW stehen auf dem Ausgang des Needles Channels. „Für die Nacht gehen wir in die Marina von Yarmouth.“ Ich kenne den Solent sehr gut, 2008 habe ich hier meinen Yacht Master gemacht. Die Ausfahrt bei Wind gegen 4 Knoten Strömung zu machen braucht meine Crew nicht. Die weiß das nicht, aber ich weiß das. Für morgen ist 12 Stunden lang SO bis Ostwind angesagt. Das hört sich doch besser an. In Yarmouth gibt es Mourings vor dem Hafen. Das ist eine echte Alternative zu nervenden Hafenmanövern für ein paar Stunden. Jan nimmt seine erste Mouring auf. Ich denke mal die anderen auch und schon ist alles gut. Glück geht durch den Magen. Es gibt Ente und gute Kost. „Morgen früh drei Uhr stehen wir auf. Also dann mal alle die Augen zu und ne Mütze Schlaf holen!“ Frankreich ruft. Unser Weg wir uns in die Bretagne führen.

 


Nächste Abfahrtmöglichkeit mit der MARLIN: Derzeit ist fast alles dicht bis September. Dann geht es von Faro nach Madeira. Da sind wieder Plätze frei und von Madeira zu den kanarischen Inseln. Im Oktober kannst Du noch auf den Kapverden mitsegeln. Die Atlantiküberquerung ist ausgebucht. www.marlin-expeditions.com

 

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Meinung: Weder IOC noch Brasilianer werden die Kloake vor Rio säubern

Rio, Olympia, Verschmutzung

Segeln in ungeklärten Abwässern, im Müll eines Molochs, im Dreck von Millionen Menschen. Warum das IOC es auch diesmal nicht schaffen wird, zum Wohle der Sportler zu handeln. Mikus Meinung Weiterlesen

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Mit Rundumblick in die Weite

Discovery 55 Mk II Segeln 2015 PR_D55 sailing

Ihr Deckssalon eröffnet fantastische Perspektiven. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit der Blauwasseryacht. Der Test im PDF-Download

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Opti-Meisterschaft: Starke Bilder vom Ammersee – Daniela Bartelheimer gewinnt

Daniela Bartelheimer

Eine Segel-Meisterschaft im Sommer am Ammersee? Da haben sich die 211 Optisegler auf Badespaß eingerichtet. Von wegen. Bei Starkwind zeigt eine Einheimische den Konkurrenten das Heck. Weiterlesen

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Video: SAP Highlights der Travemünder Woche – was die IT-Profis auf die Beine stellten

SAP, medien, Zukunft

50 Millionen GPS-Daten, mehr als 1000 Sportler und 200 gecheckte Rennen – der SAP-Aufwand ist enorm, der Nutzen für alle Beteiligten aber auch! Weiterlesen

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