Archiv der Kategorie: News & Blogs

News und Blogs aus der Segelszene

DesTopNews 2012-20

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Yeehaaaa!

Freitag ist DIGGER das erste Mal auf die Ostsee gegangen. Nach vielen kalten Tagen und bis zu 7 Windstärken wurde das Wetter endlich Frühlingshafter. Es wartete das offenste Stück bis Oslo. Man mag es kaum glauben, aber die rund 25 Seemeilen nach Marstal/Ærø über den Belt sind der längste Schlag, der nicht an der Küste entlang führt.

Angesagt waren 2-3 Windstärken aus SO. An der Schleimündung allerdings war uns schnell klar, dass diese Ansage nicht ganz richtig war. Vor uns tanzende 32 Fuß Schiffe zeugten von einer ordentlichen Welle. Und die Windanzeige pendelte zwischen 15-25 Kn Wind. Ein büschn mulmig war mir schon. Ich habe das Boot noch nie bei solchen Verhältnissen gesegelt und wusste nicht, wie sich die 750 Kg und 5,75m überhaupt verhalten werden. Und wie der Außenborder bei solchen Wellen läuft. Dazu wurde der Wind direkt in Marstal produziert, und da wollten wir hin. Also bei 4-5 Bft. Gegenan. Egal, Gashahn voll aufgedreht und durch die Wellen raus auf die Ostsee. Der Mercury gab alles und wir kamen mit 4 Knoten durch die Mündung, ohne den Propeller einmal aus dem Wasser zu bekommen.

Bin zunächst im 1. Reff so rund 60 Grad am Wind gesegelt um zu sehen, was überhaupt passiert und eventuell doch nach Søby mehr nördlich zu laufen. Dann immer Höher rangegangen, so bis 45-40 Grad. Geile Scheisse! Ab nach Marstal. DIGGER hat das alles überhaupt nichts ausgemacht. Die kleine Kiste rennt wie ein Großer. Die Wellen waren von der Länger her perfekt zum abreiten, sind beständig hoch am Wind mit durchschnittlich 5 Kn SOG gelaufen. Hammer. Ich hatte einen meiner allerbesten Segeltage überhaupt. Der Skipper der etwa 30 Fuß Yacht, dem wir sowohl Höhe als auch Seemeilen abgenommen haben, wohl eher nicht. Der Amerikaner würde sagen: What a ride!

Kathleen ist überhaupt erst das 2te Mal gesegelt und fand die 6 Stunden von Kappeln bis Marstal großartig. Polly hat unter Deck gepennt. Und DIGGER hatte einen riesen Spaßtag!

Hab mit einer GoPro das ganze vom Heckkorb aus gefilmt, hänge hier einen Screenshot dran.

Mittlerweile sind wir schon wieder weiter. Hier ist seit 2 Tagen bestes Segelwetter. 2-3 Bft. bei 20 Grad und Sonne. Und es soll so bleiben. Wir sind gen Norden unterwegs.

Ahoi!

 

 


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SV Dolphin Dance, Antti Laine+Minna Valtari FI


Young Finnish couple cruising to Norway in 2011 and to the Med in 2012. Continue reading>

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Dornier 24 Att – Flugzeug im Bodensee

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Citylife

Muerto Montt?

Der Lonely Planet verliert kaum ein gutes Wort über unser neues zu Hause auf Zeit. Muerto Montt, das tote Montt, sei der Spitzname der Stadt Puerto Montt, womit alles gesagt sei, was man wissen müsse. Eine langweilige Stadt, gerade mal gut genug, um von hier in den Absprung in die zahlreichen Nationalparks zu machen, oder sich auf dem Rückweg noch mit ein paar Souvenirs zu versorgen. Hm. Wie gut, dass solche Betrachtungen Ansichtssache sind. Zugegeben, Puerto Montt hat keine idyllische Altstadt, keine imposanten Kathedralen und auch keine Strandpromenade mit schicken Cafes in denen man Milchkaffeegetränke mit Karamellsirup schlürfen kann, aber von tot kann keine Rede sein. Im Gegenteil. Gestern Morgen werden wir zur Abwechslung von Sonnenschein geweckt und verlegen die Schule spontan auf den Nachmittag. Ab 14 Uhr soll das Barometer fallen, für den Abend und die Nacht ist Wind mit bis zu 55 Knoten vorhergesagt, warum also nicht die Ruhe vor dem Sturm nutzen um in die Stadt zu fahren. Mit dem Collectivo, dem lokalen Bus, fahren wir für 50 Cent in die Stadt, verpassen die Haltestelle und machen stattdessen eine halbe Stadtrundfahrt bis ins Unigelände und zurück. Am Busbahnhof im Zentrum der Stadt steigen wir aus und stürzen uns ins südamerikanische Getümmel. An jeder Ecke bieten Gemüsefrauen ihre Waren aus dem Landesinneren an, 5 Maiskolben für 1000 Pesos, 1,20 Euro, Avocados, Tomaten, Chili, Koriander, geräucherte Muscheln, Äpfel, Weintrauben. Die Hände der Marktfrauen sind von der Arbeit auf dem Land gezeichnet, die Gesichter ebenso. Zwischen den vielen kleinen, chaotischen Läden, in denen man von der Plastikblume über den Regenschirm bis zur Bratpfanne alles kaufen kann, finden sich immer wieder Markthallen in denen Klamotten verkauft werden. Es ist sehr bunt, sehr laut und sehr südamerikanisch. Wir fühlen uns wohl. An einer Straßenbude halten wir an, um Pommes in Papiertüten zu kaufen. Maya und Lena sitzen glücklich mit ketchupverschmierten Gesichtern auf der Theke, als eine Truppe Gaukler vorbeikommt. 100 Jugendliche, wahrscheinlich ein Schulprojekt, ziehen jonglierend, tanzend und singend in Kostümen an uns vorbei, und drücken den verdutzten Kindern zwei Luftballons in die Hand. Wolken ziehen auf, Zeit zur Marina zurückzukehren. Am Horizont färbt sich der Himmel lila, dem Barometer kann man beim Fallen zusehen und pünktlich auf die Minute setzt der Wind ein. Zur Sicherheit legen wir eine weitere Leine auf die Klampen und machen die Türen zu. Was für ein Luxus, dieses Unwetter sicher im Hafen abwettern zu können. Die Lady zieht und zerrt an ihren Festmachern, der Wind heult im Rigg. In der Nacht wird aus dem Heulen ein Kreischen, wenn die heftigsten Böen durch den Kanal zwischen Festland und der vorgelagerten Insel Tenglo pfeifen. Die Marineros des Clubs laufen in Schwimmwesten mit Kopflampen über die Stege, um die Leinen zu kontrollieren, gut zu wissen, dass auf die Boote achtgegeben wird, wenn die Eigner nicht an Bord sind. Heute Morgen ist der Spuk dann vorbei, Ententeich und Sonnenschein, als wäre nie etwas gewesen. 50 Knoten Wind mit Böen auf 70 wurden letzte Nacht auf Tenglo gemessen, viel weniger werden wir hier auch nicht gehabt haben. Die Kinder verziehen sich nach einem Besuch bei Eva und Hans mit ausgeliehenen Kinderbüchern in die Leseecke, Micha bekommt quadratische Augen von zuviel Computerarbeit und ich sage den Schimmelkolonien im Vorschiff den Kampf an. Noch eine Woche, dann sitzen wir im Flieger Richtung Sonne, Spargel und Erdbeeren.

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Gedruckt und Digital zusammen ergeben das Printabo+

Schon seit Januar ist der Palstek auch als E-Paper erhältlich. Jetzt hat der Palstek Verlag sein Angebot erweitert. Leser, die bereits ein Abonnement des Palstek besitzen und sich sechsmal im Jahr über die gedruckte Ausgabe im Briefkasten freuen, können zusätzlich nun den Palstek als digitales E-Paper dazu buchen. Zusätzlich zum normalen Abo-Preis werden nur 11,99 Euro im Jahr fällig, also knapp 2 Euro pro Ausgabe. „Immer mehr unserer Palstek- Abonnenten nutzen ihren Laptop oder das iPad als Bordbibliothek.

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