Archiv der Kategorie: News & Blogs

Letzte Etappe für Henrik Masekowitz

Henrik Masekowitz mit Crew auf der Rücküberführung: Erstmals mit Crew: Henrik Masekowitz auf der Rücküberführung mit Mitsegler Roland

Azoren – Hamburg. Solosegler Masekowitz über die letzten Meilen seiner Rücküberführung – und die ersten, die er nicht allein abspult

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Tipps für die Arbeiten zum Saisonstart

Winterlager-Arbeiten: Leben und Arbeiten – Tipps für das Winterlager

Das YACHT-tv-Archiv holt seine Schätze hervor… Wertvolle Tipps rund ums Reparieren, Lackieren sowie Antifouling entfernen und neu aufbauen

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Ein schöner Tag in Pauillac

IMG_4864 Pinne gebrochen(Das Folgende hat sich am 13.04. abgespielt.)

Eigentlich war alles vorbereitet für einen Törn nach Begles. Aber es sollte mal wieder anders laufen als geplant.
Der wohl kürzeste Törn mit Eos liegt hinter mir. Leinen fest nach… vielleicht 100 Metern.
Es lief zunächst ab wie im Bilderbuch, trotz ordentlich Strömung aufs Heck. Hab die Ruderpinne fixiert und so ausgetrimmt, dass Eos mit nur einer Leine schön gerade in ihrer Box geblieben ist. Wetter perfekt, Nico hellwach, Bukh auf Betriebstemperatur. Letzte Leine gelöst, Rückwärtsgang rein und die Pinne ausgeklinkt. Der Strom hat heftig geschoben, aber Eos ließ sich wunderbar in die richtige Richtung steuern. Als genug Fahrt im Schiff war und ich weit genug aus der Box raus war, hab ich ausgekuppelt und noch etwas nachgesteuert, dann gab es einen Knall!
Ich hatte die Pinne in der Hand und das ausgerechnet in diesem Hafen! Viel Zeit blieb nicht, sie hat sich sofort weggedreht. Binnen Sekunden ging es wieder vorwärts, oder besser gesagt, seitwärts und Eos hatte Kollisionskurs mit einer Dehler 39 CWS. Der Supergau nahm im Hirn bereits Gestalt an. Ich hab mich nach Abwägung aller Möglichkeiten in dieser einen Sekunde dann spontan für Vollgas entschieden. Eigentlich bin ich sonst der Meinung: Wenn ein Hafenmanöver schief geht, am besten nicht mit dem Gashebel versuchen das Boot doch noch in die richtige Richtung zu zwingen. Meistens gehen solche Manöver dann mit hoher Geschwindigkeit schief. Also besser irgendwo langsam herantreiben, in Ruhe überlegen und eventuell mit Leinen arbeiten.
Heute habe ich es anders gemacht. Volle Fahrt voraus, bloß weg von der Dehler. Unglaublich, wie schwer sich so eine Eos plötzlich steuern lässt, wenn der Hebelarm am Ruder nur noch 20 Zentimeter beträgt. Aber es ging und bevor ich jetzt hier noch ausführlich werde, ich hab sie ohne Kratzer in die Box gebracht. Hab sie sogar noch aufstoppen und sauber ausrichten können. Eos mit den Leinen danach auf die richtige Seite zu bringen und wieder festzumachen hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert.
Obwohl so ein Schaden natürlich übel ist, war der Törn trotzdem einer der besten. Es hätte nämlich alles weitaus schlimmer kommen können!
Die Actioncam lief  übrigens am Geräteträger und hat alles gefilmt!

Warum die Pinne gebrochen ist? Sie war innen morsch.
Merde!

Nach einem Kaffee hab ich mich an den Rechner gesetzt und gegoogelt. Welches Holz brauche ich, was kann ich hier bekommen. Dann noch schnell eine Zeichnung gemacht und oben drauf auf Französisch „Eschenholz“ geschrieben.
Ich wollte mit meiner Zeichnung eigentlich nur kurz bei meinen Nachbarn vorbei schauen und danach in der Capitainerie fragen.
Gerade so vom Ponton runter gekommen bin ich, da grüßt mich ein älterer Herr und fragt, wie es mir geht (ich hatte ihn ein paar Tage zuvor kurz gegrüßt). Ich sage, dass alles gut ist, ich aber ein Stück Eschenholz für eine neue Pinne suche. Keine 5 Minuten später saß ich mit in seinem Auto und wir waren auf dem Weg zum Schreiner Guillet, am anderen Ende von Pauillac. Der Schreiner war leider nicht da und er konnte ihn auch per Telefon nicht erreichen. Also sind wir weiter zum Baumarkt gefahren und haben zusammen nach einem Stück Holz gesucht und gefragt. Es gab aber leider nur Bauholz, mit zu vielen Ästen. Also wieder zurück zum Hafen. Allein die Fahrt war schon ein Erlebnis. Mit Autos kannst du mich ja eigentlich seit Jahren überhaupt nicht mehr locken, aber dieses Schätzchen hatte was. Ein 1970er Rover 3500 V8 in fast perfektem Zustand und mit einem Sound…
So, jetzt aber weiter mit dem Holz. Ich war kurze Zeit später in der Capitainerie. Die nette Mitarbeiterin hat gleich jemanden losgeschickt, um so ein Stück Holz im Lager des Hafens zu besorgen. Leider stellte sich nach einer Weile heraus, dass kein Eschenholz dabei war, aber ich könne gerne mal selber mit im Schuppen schauen, ob vielleicht ein anderes Stück Holz dabei ist, was für eine neue Ruderpinne geeignet ist. Also auf zum Schuppen, kurz gesucht und ein gutes Stück Nadelholz gefunden. Keine Äste, recht schwer und nicht gerissen.

Was das ganze am Ende gekostet hat? Ein Merci Beaucoup, oder zwei, oder Drei!

Anschließend habe ich mir von der S/Y IZAR noch zwei Hobel geliehen und es ging los. Schneiden, Hobeln, Bohren, Schleifen, Versiegeln, Essen, Schlafen, Lackieren, Einbauen…

Freitag will ich hier weg!

Wobei… So langsam gefällt es mir richtig gut in Pauillac.

IMG_4869 neue Ruderpinne
IMG_4873 neue Ruderpinne
IMG_4877 neue Ruderpinne
IMG_4884 Ruderpinne

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Hydroptère: Thébault spricht über das unwürdige Aus – Happy End ist in Sicht

"Hydroptère

Das Drama um das unwürdige Ende von „Hydroptère“ hat nun ein weiteres Kapitel geschrieben bekommen. Diesmal spielt auch der Skipper und Eigner Alain Thébault dabei seine Rolle. Weiterlesen

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J/70 Klasse: “Snuffer” als neues One Sails Spi-Bergesystem

J/70

OneSails Deutschland hat ein ein neue Methode entwickelt, um den Gennaker bei der J/70 zu bergen. Das Tuch wird in einen Schlauch an Deck gezogen. Weiterlesen

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Jollenkreuzer-Törn: Kumpels im Wattenmeer – das Zauberwort heißt “Trockenfallen”

Wattenmeer, Törn

Zwei Freunde leben ihren Traum vom Abenteuer nebenan. Auf dem Jolli bekommen sie ein wenig Abstand von der Familie und genießen einen Törn um die ostfriesischen Inseln. Weiterlesen

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Noch jung, aber schon Tradition

Noch jung, aber schon Tradition: Großer Andrang im Hafen von Neustadt

Am letzten Maiwochenende wird die 16. Max Oertz Regatta in Neustadt ausgetragen. Klassiker-Fans können nun für das besondere Event melden

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Bordtablet, Teil 2. Zubehör

Welches Zubehör ist sinnvoll, um ein Tablet an Bord zu benutzen? Das Ergebnis einer Problemkette. Als ich 2012 anfing, mit einem Tablet zu navigieren, habe ich das Gerät in eine teures Case gepackt, das es wasserdicht macht und gegen Erschütterungen sichert. Nachdem sich das iPad unterwegs in der prallen Sonne schnell verabschiedete („Temperatur zu hoch“) und kaum … Bordtablet, Teil 2. Zubehör weiterlesen

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Verkehrsmittel

Über Freunde in Cuba

Das ist Eddy. Eddy ist Profiradfahrer. Dreirad, da Personen und Sachgutbeförderung sein tägliches Brot sind. Mal gut, das in Cienfuegos die meisten Straßen keine Steigung haben, denn bei den Temperaturen ist Fahrradfahren hier eine recht schweißtreibende Angelegenheit. Eddy ist nicht alleine. Zwischen dem Stadtzentrum und dem touristischen Boca Grande sind nämlich keine Pferdekutschen erlaubt, wegen der Pferdeäpfel und der Verkehrsbehinderung der zwei anderen Autos, in zwei Minuten, auf dem vierspurigen Malecon, der Hafenpromenade Cienfuegos. Es sind immer zwei Dutzend Eddy’s unterwegs. Das Rad hat er gemietet für 10 Euro in der Woche. So ein Rad kaufen ist teuer, so um die 200 Euro. Hat Eddy nicht. Eddy hat zwei Kinder, seine Frau und seinen Vater, die er durchbringen muss. In Cuba nicht einfach. Tahina, mit einem Kind, alleinerziehend, die an der Tankstelle den Espresso für 25 Cent macht, mit ner richtigen Maschine, verdient 10 Euro – nicht in der Stunde – nicht am Tag – Im Monat. Eddy ist da schon wohlverdienend. Er schafft mit viel Strampelei 20 Euro die Woche. Und immer lächeln, immer freundlich sein. Cubanische Freundschaft mit Ausländern kann unter diesen Umstände nur einen kapitalistischen Beigeschmack haben. Auf dem Weg vom Marinaeingang bis zum Dinghy werden ich fünfmal nach einem Handy, Memorystick oder einer alten kaputten Kamera gefragt. Jeden Tag. Das ist nicht böse gemeint. Es hat sich herumgesprochen, dass ich spanisch rede. Und alle Segler helfen wo sie können, wenn sie es verstehen und verstehen wollen. Eddy’s Einkommen hat sich deutlich verbessert. Er hat ein deutsches Handy von Nathalie mitgebracht bekommen. Ein SIM Karte für 30 Euro hat er sich selbst geleistet und 10 Euro Guthaben. Jetzt ist er erreichbar und stolz erzählt er allen Seglern seine Nummer, die er schon eine Stunde nach dem Kauf der SIM Karte auswendig wusste. Eddy versteht auch wie man mit Kunden umgeht. Wenn er anruft erscheint seine Nummer ohne die 99 am Anfang. Was heißt das? Ganz einfach: Bekommt man einen Anruf von einer Nummer mit der vorangestellten 99, so zahlt man das Gespräch, wenn man es annimmt, weil der Anrufer kein Guthaben hat oder seins aufsparen will. Das mit der Volkswirtschaft sieht die Telefongesellschaft Ecstesa inzwischen auch globaler. Touristen können lokale Telefon und Internetaccounts, die man offiziell nicht haben darf ohne kubanischen Ausweis, via Internet und Kreditkarte aufladen. Und so kann man Freundschaft und Entwicklungshilfe, was ja in Cuba nah beieinander liegt easy auch aus der Ferne weiter betreiben ohne Pakete zu schicken, die vielleicht doch nie ankommen. Bei Eddy fahre ich jetzt eigentlich im verbilligten Tarif, aber ich bezahl meine Fahrten dann doch einfach weiter. Eddy hat eine großen Vorteil. Er kennt alles und jeden. Er weiß wo man Gas auffüllt, wo ein Fleischer ist, wenn der Markt zu hat, er kann Diesel besorgen, wenn es keinen Diesel gibt und den billigsten Taxifahrer sowieso. Immer wenn man nicht weiter weiß und ein Problem hat, wenn es denn eine Lösung gibt in Cienfuegos, dann weiß Eddy das. Also mitschreiben für die eigene Cienfuegos Cuba Segelreise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten: +53 55193607 mit Gruß von der MARLIN

 


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Kann Regattasegeln schöner sein?

Les Voiles de Saint Barth 2016 PR: Impressionen der Les Voiles de Saint Barth 2016

Verregnetes Deutschland? Dann ab in die Karibik, wenigstens am Bildschirm. Die Les Voiles de Saint Barth liefert traumhafte Segelbilder

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Fahrtenboot mit Klassiker-Charakter

Spirit 47CR: Spirit 47CR

Sie kommt im Herbst auf den Markt, sieht aber aus wie eine Alte: Spirit Yachts‘ erstes Modell der neuen Fahrtenlinie – wie immer aus Holz

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Lebensgefühl: Mit 75 Jahren – Ausreiten mit dem Enkel im-12 Fuß-Dinghy

Oma. segeln

Holländisch mag für viele Leser schwer verständlich sein, aber die Botschaft kommt in diesem Clip sofort rüber. Sie zaubert ein Lächeln in das Gesicht. Weiterlesen

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