Archiv der Kategorie: News & Blogs

Segeltag

So viele weiße Wolken am blauen Himmel

Pünktlich zur Atlantiküberquerung streikt die Dieselpumpe für den Stromgenerator. Defekter Generator, Reparatur, Ersatzteilbesorgung… So what? Im letzten Moment bevor das Abenteuer Ersatzteilbeschaffung mit einem Mietroller los gegangen wäre, ist der wahre Fehler für das Problem zum Glück lokalisiert und schnell behoben. Das übliche Problem: Die Korrosion hatte am Relaiskontakt für die Dieselpumpe sporadisch zugeschlagen.

Dank der guten Crew, ging es schnell ein paar mal den Mast rauf und runter. Zwischendurch noch verschiedene Tests und der Windmesser geht. Die Aussicht aus dem Mast hat ihren Reiz und auch Gabi lässt sich für einen Augenblick in die Höhe befördern. Natürlich doppelt gesichert vom Micha (Skipper) und Ulli.

Letzte Besorgungen von Land stehen noch an. Als diese erledigt sind freue ich mich nochmal auf die andere Seite der Insel zu laufen. Den Flair der Insel spüren und die noch übrige Zeit an Land genießen. An vielen Stellen wachsen essbare Zitronenzypressenblüten und ich entdecke einen besonders schönen Platz am Meer. Zum Plaudern über das Fischen und das Leben treffe ich drei Locals in meinem Alter. Auf dem Rückweg begegne ich Roberto. Schon von weitem sehe ich seine Modellflug- Segler elegant am Hang entlang durch die Luft gleiten. Da kommen bei mir bekannte Gefühle auf und die Zeit vergeht wie im Flug. Er erzählt mir, dass er fast jeden Tag hier her kommt um eine Runde zu fliegen. Seine Frau sitzt dabei im Auto und liest. Unerwartet darf ich mit vollem Vertrauen eine Runde sein Modellflugzeug fliegen. (Dank Bermuda Airlines) Das macht viel Spaß und ist mir eine besondere Ehre. Als die Sonne tiefer sinkt, besteht Roberto darauf mich in seinem Auto nach St. Georges mit zu nehmen und der Abschied fällt schwer.

Auf der MARLIN genießen wir den Abend bei netter Unterhaltung mit einer Mulata, das ist der Rum aus Cuba, den die Fischer gerne trinken. Wir liegen in der Bucht bei St. Georges vor Anker, die See beruhigt sich, es ist Zeit zum Schlafen. Morgen segeln wir über das Meer zu den Azoren. 1.780 Meilen. So what?

Bootsjunge Michi

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Trans-Ocean e.V. – Verlautbarungen und Meinungen

NEUES VOM POPANZ

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Acht Monate sind verflogen wie der Wind, es ist an der Zeit, ein Update zu verfassen, damit nicht der falsche Eindruck überwiegt, der Vorstand habe seine Mitglieder nun plötzlich lieb´- denn er zieht es erkennbar vor, seine eigene Ausdeutung der Ereignisse darzulegen. Deutlich immer wieder, wie mit unliebsamen Kritikern umgegangen wird, wie der Fall Milan Rataj ( TO Stützpunkt Mindelo ) beispielhaft zeigt, der es gewagt hatte, des Vorstand zu kritisieren. Liegen hier schon wieder die Nerven blank? WEITERLESEN

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Licht- und Schattenseiten – das Bimini

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von Sönke Roever

Mit jeder Meile, die man näher an den Äquator heransegelt, nimmt der Sonnenschein zu. Allerspätestens beim Erreichen des Mittelmeeres oder der Subtropen ist ein Sonnenschutz über dem Cockpit in Form eines Biminis unumgänglich. Zu stark ist die Sonnenstrahlung, zu groß die Gefahr von Sonnenbränden und Sonnenstichen. Mit anderen Worten: Ohne Schatten geht es in diesen Regionen nicht, da wir uns beim Segeln oder am Ankerplatz in der Regel im Freien aufhalten. Folglich ist ein Bimini in diesen sonnenreichen Teilen der Erde als Schutz quasi unerlässlich.

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Fahrtenyacht mit Bimini

Biminis von der Stange werden zwar angeboten, passen aber meistens nicht zum Schiff. Daher empfiehlt es sich, eine auf das eigene Boot abgestimmte Konstruktion zu wählen. Das kann eine einfache Plane sein, die am Ankerplatz oder im Hafen über den Baum gespannt wird oder ein professionelles Sonnensegel, das vom Segelmacher maßgeschneidert wurde. Der Nachteil der Plane über dem Baum ist, dass sie beim Segeln für gewöhnlich nicht aufgespannt werden kann und daher nur im Hafen oder am Ankerplatz zum Einsatz kommt. Auf Katamaranen ist ein Bimini meist nicht von Nöten, da ein festes Dach über dem Cockpit dieses oft ersetzt.

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Auf diesen beiden Yachten wird eine Plane über dem Baum als Sonnenschutz genutzt.

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Auf den meisten Katamaranen ersetzt ein festes Dach das Bimini.

Idealerweise ist das Bimini mit einem Klappmechanismus ausgestattet, sodass es bei Schwerwetter oder Nachtfahrten unkompliziert weggeklappt werden kann. Das erleichtert den Blick in die Segel und vor allem auf die Sterne. Ich persönlich liebe es, auf der Cockpitbank zu liegen und auf das Firmament über mir zu blicken. Das Bimini würde hierbei nur stören. Bei uns an Bord kann es innerhalb von einer Minute weggeklappt werden, so dass wir uns in der Regel jeden Abend auf See die Mühe machen.

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Idealerweise ist das Bimini mit einem Klappmechanismus ausgestattet, sodass es weggeklappt werden kann.

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Sternegucken während der Wache. Das geht normalerweise nur ohne Bimini über dem Cockpit.

Wichtig: Bei der Montage des Biminis muss auch darauf geachtet werden, dass im aufgeklappten Zustand die Großschot noch frei bewegt und bedient werden kann. Es nützt ja nichts, wenn bei einer Patenthalse das Bimini von der Schot mitgerissen und abrasiert wird. Daher sollte die Schot in jedem Fall nicht durch das Bimini geführt werden. Vielmehr wird sie vor oder hinter dem Bimini angeschlagen.

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Die Großschot sollte frei vom Bimini sein.

Je Aufbau des Cockpits kann es sinnvoll sein das Bimini modular zu gestaltem, damit es bei Bedarf verlängert werden kann. Auf unserer Hippopotamus setzen wir ein eher kleines Bimini ein, das den Cockpitbereich abdeckt und auch beim Segeln genutzt werden kann. Am Ankerplatz hingegen verlängern wir es nach vorne, um eine größere Schattenfläche zu erhalten. Dazu wird einfach ein zweites Tuch mittels Reißverschlüssen an das Basis-Bimini angeknüpft und zum Mast hin abgespannt. Beim Segeln können wir die Verlängerung nicht nutzen, da dann die Großschot im Wege ist – am Ankerplatz oder im Hafen hingegen schon.

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Modular aufgebautes Bimini. Die Fläche kann bei Bedarf nach vorne verlängert werden.

Tipp: Reißverschlüsse am Bimini sollten auf einer Blauwasseryacht immer aus Kunststoff sein. Andernfalls werden sie früher oder später dem Salzwasser zum Opfer fallen, korrodieren und festsitzen. Zwar kann man sie manchmal noch mit kochendem Wasser wieder gangbar bekommen. Aber auf Dauer wird das Salz den Kampf gegen das Metall gewinnen.

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Reißverschlüsse sollten auf Langfahrtyachten aus Kunststoff sein, da Metall oxidiert.

Bei Form und Ausstattung des Biminis sind der Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Für unsere Zeit im Inselreich von Vanuatu, den Salomonischen Inseln und Papua-Neuguinea hat meine Frau sich sogar die Mühe gemacht und ein Mückennetz genäht, das unter dem Bimini befestigt werden kann und das gesamte Cockpit überspannt. Da die Inselgruppen in einem Malaria-Hochgebiet liegen, war das ein Segen. So konnten wir in dieser tropisch-heißen Ecke unseres Planeten den Sundowner hinter feinmaschigem Gitter im luftigen Cockpit genießen, anstatt abgeschottet im schwülen Schiffsinneren zu sitzen.

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Bimini mit Mückennetz. In Malaria-Gebieten ein Segen.

Wurde das Sonnensegel, welches seinen Namen aller Wahrscheinlichkeit nach von einer Inselgruppe in den Bahamas erhalten hat, über dem Cockpit aufgespannt, kann der Steuermann in der Regel nicht mehr Mast und Segel sehen. Das ist gewöhnungsbedürftig. Vor allem wenn wir wissen wollen, in welchem Winkel zum Wind wir segeln oder ob die Segel vernünftig getrimmt sind. Es gibt zwei Möglichkeiten, diesem Missstand zu begegnen. Erstens kann vom Segelmacher eine Scheibe als Ausguck in das Bimini eingenäht werden — wovon ich allerdings abraten möchten, da die Scheiben meist schnell verwittern und undurchsichtig werden. Zweitens kann — sofern der Geldbeutel mitmacht — ein elektronischer Windanzeiger montiert werden. Das ist ein zusätzliches Navigationsinstrument im Cockpit, das Windstärke und Richtung zum Schiff anzeigt (wahr und scheinbar). Damit weiß man immer dann, wenn die Mastspitze samt Windex nicht zu sehen ist, woher der Wind weht — vor allem auch wie stark. Zu Beginn ist es etwas ungewohnt, Rigg und Segel nicht zu sehen und stattdessen die Informationen auf dem Display abzulesen, aber das vergeht. Von den Anschaffungskosten einmal abgesehen, möchte ich nicht mehr ohne diesen Helfer segeln. Vor allem nachts!

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Das Bimini versperrt die Sicht auf Rigg und Segel. Hier hilft eine elektronische Windanzeige.

Achtung: Ein Bimini verhindert nicht, dass sich eingecremt oder anderweitig vor der Sonne geschützt wird, da die UV-Strahlung vom Wasser reflektiert wird und so indirekt unter das Bimini gelangt. Eine trügerische Geschichte. Da denkt man, unter dem Bimini ist Schatten, und bekommt trotzdem einen Sonnenbrand. Kritiker könnten jetzt anführen, dass man dann ja eigentlich kein Bimini braucht. Das stimmt so nicht. Das Gefühl der prallen Sonne entwichen zu sein und sich im Schatten aufzuhalten, bleibt davon unberührt und rechtfertigt die Anschaffung allemal (Stichwort: Sonnenstich).

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Verschiedene Bimini-Varianten auf Blauwasseryachten.

Je nach Bauform kann das Bimini zudem genutzt werden, um Regenwasser aufzusammeln. So lassen sich die Trinkwasservorräte unter Umständen schnell aufstocken. Vorsicht ist allerdings beim Dauerkonsum von Regenwasser geboten – es enthält keinerlei Mineralien (Stichwort: Elektrolytmangel). Folglich sollte die Nahrungsaufnahme um Elektrolyte ergänzt werden – was bei vielen Blauwasserseglern in den Tropen ohnehin üblich ist. Je nach Größe des Biminis kommen schnell große Mengen Wasser zusammen. Wir erinnern uns noch gut, wie wir in den Salomonen in einem heftigen tropischen Schauer in kurzer Zeit 60 Liter Wasser eingesammelt haben. Da wir auf Hippopotamus keinen Wassermacher haben — ein Segen.

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Mittels dieser einfachen, selbstgebauten Regenrinne haben wir viel Regenwasser gesammelt.

Fazit: In sonnenreichen Gebieten wie den Subtropen, Tropen oder dem Mittelmeer ist das Bimini ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand und sollte an Bord nicht fehlen. Unabhängig davon, ob es sich dabei um eine einfache Plane handelt, die über den Baum gespannt wird oder ein professionelles Bimini vom Segelmacher – Sonnenschutz hat Priorität.

Der Beitrag Licht- und Schattenseiten – das Bimini erschien zuerst auf Blauwasser.de.

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SV Hideout – Lisa + Horst Mösbauer GER

FACE THE WORLD – ABENTEURER ZU LAND UND WASSER

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Servus Peter,
ich habe nun die Windfahnensteuerung angebaut und auf den ersten 180 sm von Kroatien nach Süditalien bei achterlichem Wind 18-23 Knoten ausprobiert. Das man mit dem Windpilot derart genau steuern kann hätte ich nicht gedacht. Ich bin froh mir den Windpilot angeschafft zu haben.
Anbei ein paar Bilder vom Windpilot an unserer Ovni.

Viele Grüße 
Lisa und Horst WEITERLESEN 

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SV Dagmar Aen in den roaring forties

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Bol d’Or: “Ladycat” vor “Alinghi” – Ungarn gewinnen Monohull-Wertung

Bol d'Or

Dona Bertarelli hat die 78. Langstreckenregatta Bol d’Or auf dem Genfer See gewonnen. Nach 135 Meilen und lag sie knapp vier Minuten vor ihrem Bruder Ernesto. 428 Boote kamen ins Ziel. Weiterlesen

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Oceanis Yacht 62: Größte der Größten

Oceanis 62 Beneteau segeln Les Sables 2016 JML_0196

Weltmarktführer auf Wachstumskurs: Mit dem neuen Topmodell will Beneteau ins Luxusegment vorstoßen – Exklusive Einblicke vom YACHT-Test

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Kloake vor Rio: Superbakterien im Olympiarevier nachgewiesen – Keine Abwasserklärung

Olympische Spiele, Kloake, Müll, Superbakterium

Reuters hatte Einblick in neue Testergebnisse und schlägt erneut Alarm. Heiko Kröger richtet sich direkt an IOC-Präsident Bach, Windsurf-Legende Bruce Kendall sieht keine Besserung vor Ort. Weiterlesen

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„Red“ nimmt Kurs auf Shetland-Inseln

Die "Red" mit Kurs auf die norwegische Küste: Die "Red" mit Kurs auf die norwegische Küste

Das Pantaenius Shetland Race verspricht spannend zu werden. Die deutsche Class 40 „Red“ zählt zum Favoritenkreis – wenn der Wind mitspielt

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Olympia 2020: Tragflächen-Segler für Tokio – Foiler machen Druck auf Traditionsklassen

Kite Foiler

Der Wettbewerb um die Olympia-Disziplinen im Segeln 2020 ist neu eröffnet. Das IOC macht Druck, und Kitesurfen dürfte relativ sicher eine andere Segel-Disziplin aus dem Programm drängen. Weiterlesen

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Oldies auf der Außenalster

Holzboot-Regatta: Holzboot-Regatta

Es ist alles Holz, was glänzt, wenn der Norddeutsche Regatta Verein zur Klassiker-Regatta bittet. Wolf Hansen präsentiert seine besten Fotos

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Alte Werte ganz neu definiert

Sunbeam 22.1 alt neu Segeln 2016 NKr_036: <p>
	Risszeichnung der Sunbeam 22.1</p>

40 Jahre trennen das erste Kajütboot der Schöchl-Werft vom jüngsten: die Neue im Vergleich der Generationen. Der Test jetzt im PDF-Download

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