Archiv der Kategorie: Windpilot

Moby Dick – Heute

Glenn Wilson und Nerida Higgins lagen ruhig vor Anker vor der Küste von QUEENSLAND AUSTRALIEN.

Aber die Nacht verlief anders als gedacht!

Ein Wal kam vorbei, schnappte sich die Ankerleine und zog die entsetzten Skipper samt Boot auf das offene Meer. Immerhin waren die Beiden cool genug, diesen ungewöhnlichen Schlepp zu dokumentieren. Hier gehts zum Bericht und dem Video von SKYNEWS

Überprüfung der Funkanlage

EINLEITUNG
Die Funkanlage an Bord einer Segeljacht – bestehend aus Antenne, Tuner sowie Sende und Empfangsanlage – kann als harmonisches Ganzes nur dann gute Leistung bringen, wenn die verwendeten Bauteile von guter Qualität und die Installation fehlerfrei ist. Kabel und Stecker sollten hochwertig, Kabelquerschnitte richtig dimensioniert sein.

Eine Überprüfung der Anlage ist mit Bordmitteln in 5 Minuten vom Segler selbst durchzuführen, man sollte dies nicht anderen überlassen. Insbesondere gilt es zu prüfen, ob die Anlage dem Zusammenspiel von Antenne, Tuner und Radio standhält.

Die Prüfung wird schnell zeigen, ob eine vielleicht vom Fachmann vorgenommene Installation tatsächlich fehlerfrei arbeitet. Die Praxis zeigt immer wieder, dass hier nicht immer sorgfältig gearbeitet wird.

Eine Aussage; “ich höre dich laut und deutlich”, hat keinen Prüfwert!

Hier geht´s zur Prüfung

Sailing Conductors – Expedition Music Concept

Sailing Conductors – CRIBS from Sailing Conductors on Vimeo.

Während unserer zweijährigen Reise von Australien nach Deutschland, sollen auf fünf Kontinenten in etwa dreißig Ländern hunderte Musiker aufgenommen werden. Über die Zeit entstehen so Lieder von mehreren Künstlern, die sich persönlich nie begegnet sind. Denn jede Aufnahme findet zeitlich‐ und räumlich getrennt von der anderen statt.
Von Benjamin Schaschek und Hannes Koch in der Planungsphase des Projekts entwickelt, versteht es sich als Enkel der Konzeptkunst der späten 60er Jahre. Wie bei der Objektkunst von Marcel Duchamp, steht nicht das Werk im Vordergrund, sondern die Gedanken um dessen Bedeutung. Hier geht´s zum Blog

SV Riri – Strandung und Aufgabe in Palmerston Cook Islands

Reported by Claudia+Edi SV Cul8r in August 2011 – Wie ein Lauffeuer verbreitet sich eines Tages die Nachricht am Funk, dass einer von „uns“ in der letzten Nacht auf ein Riff aufgelaufen sei. Die amerikanische Yacht RiRi, mit Frank und Gale an Bord, gibt, so wie wir, schon seit Monaten in der Funkrunde täglich ihre Position bekannt – wir kennen die beiden auch persönlich von einem Strandfest in Papeete. Details der Strandung sind vorerst nicht zu erfahren, aber die beiden seien jedenfalls wohlauf, die äußeren Umstände und der Zustand ihres Schiffes unbekannt.

Passiert ist das Unglück in Palmerston, einem zu den Cooks zählenden Atoll, auf dem nur 64 Menschen leben.

Immer wieder hören wir am Funk von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einheimischen, von deren Bemühen mit sehr spärlichen Ressourcen den Yachties jede nur erdenkliche Hilfeleistung zu geben. Allerdings wird auch immer wieder gewarnt, den Bojen nicht zu vertrauen, die auf der W-Seite der Insel für Yachten ausgelegt wurden, unmittelbar vor dem einzigen Pass, der in die Lagune führt.


Dieser Pass ist allerdings keine 10 m breit, nur 60 cm tief und auf Grund der starken Strömung nicht einmal mit gut motorisierten Beibooten befahrbar. Die „freundlichen Locals“ holen die wenigen Besucher mit ihren offenen Alubooten mit 2-Takt-Außenbordern ab und bringen sie wieder zurück auf ihre Yachten, wenn sie das wollen.

Wir waren zur Zeit des Unglücks unterwegs in Richtung Palmerston und daher an allen Informationen sehr interessiert. Allerdings wollte oder konnte niemand am Funk die Ursachen für die angebliche Strandung mitteilen.

Als sich einige Tage später Frank selbst am Funk meldet, denken wir an eine makabre „Ente“, ein Missverständnis, das bei der oft schlechten Übertragungsqualität schon einmal entstehen kann. Leider war dem nicht so – Frank berichtet, dass er alles Brauchbare aus seiner Yacht geborgen und an Land geschafft hat, so auch sein Funkgerät, von dem er jetzt spricht. Seine Yacht RiRi musste er aufgeben und hofft nun auf eine befreundete Yacht, die ihn und Gale von Palmerston weg bringen kann. Flughafen gibt es auf Palmerston keinen und das Versorgungsschiff kommt sehr unregelmäßig, 2 Mal pro Jahr.


Erst nach unserem Eintreffen in Palmerston erfahren wir die äußeren Umstände, wie es zu der Strandung gekommen ist – die „Locals“ sprechen – im Gegensatz zu den Yachten am Funk – ganz offen von „Franks Verschulden“: Frank habe in der Nacht nicht bemerkt, dass der Wind von O auf N gedreht und zugelegt hat, dass die Muringleine der Boje gebrochen und sein Schiff in Richtung Riff getrieben ist. Er wurde erst munter, als RiRi vom Schwell auf das Riff gedrückt worden ist – ein wahrer Albtraum.

Den Motor zu starten war dann bereits sinnlos, das Riff hatte längst sein Ruder zerbrochen und begonnen den GFK-Rumpf in Einzelteile zu zerlegen. Vermutlich war es Glück, dass eine besonders hohe Welle bei Hochwasser RiRi auf das Riff gehoben und damit einerseits eine weitere Zerlegung verhindert hat und Frank die Möglichkeit gab, bei Niedrigwasser (fast) trockenen Fußes auszusteigen und an Land zu gehen. Gale, seine „Angestellte“ (paid Crew wie er sagte), blieb dieses Schicksal erspart, sie hat diese Nacht an Land verbracht und war nicht an Bord.

Frank lebte seit 10 Jahren auf seiner RiRi, hat sein zu Hause längst aufgegeben und weiß nicht, was er weiter machen wird. Die Locals sind ihm sehr „behilflich“, alle verwertbaren Gegenstände an Land zu bringen, nicht ohne immer wieder zu fragen, ob er dieses und jenes noch benötige. Man zimmerte für ihn eine große Kiste, worin er die wertvollsten Teile seiner Ausrüstung stauen und bei nächster Gelegenheit, also Monate später, mit dem Versorgungsschiff kostenpflichtig in die Hauptstadt Rarotonga und von dort als internationale Fracht an einen noch zu bestimmenden Ort bringen lassen kann.

Gezwungenermaßen musste er den weitaus größten Teil der Ausrüstung in Palmerston zurück lassen – nicht unbedingt zum Schaden der Inselbewohner, die alles und jedes gebrauchen können und nicht zuletzt deshalb den Kontakt zu den Yachten suchen. So wie auch wir bringen viele Yachten Güter des täglichen Bedarfs nach Palmerston und lassen gerne ihre nicht mehr benötigten Dinge und Verpflegung dort.

Die Weiterfahrt von Frank und Gale klappte recht bald, als wir 2 Wochen später auf die Insel kamen, waren die beiden schon unterwegs in Richtung Tonga. Das verlassene Wrack wurde (in Teilen) von den Einheimischen mit einem Bagger an Land zur weiteren Verwertung gebracht, und an vielen ihrer Boote finden sich nun Klampen, Beschläge, Leinen von RiRi, in einigen Häusern deren Einbauschränke und Holzteile.

Leider können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, dass den „freundlichen Einheimischen“ der Bruch der Muringleine gar nicht so unangenehm war. Dies umso mehr, da zur selben Zeit, als wir dort waren, beim 55‘ Katamaran OFF COURSE nochmals eine Muringleine gebrochen ist. Vater Reynold mit seinem Sohn und dessen Freund haben, wie auch wir, den ganzen Tag an Land verbracht. Kaum eine Stunde nachdem sie wieder an Bord waren, ist bei 25 kn Wind die Leine gebrochen und sie trieben in der Finsternis ins offen Meer hinaus. Keine unmittelbare Gefahr also, aber doch fehlte uns danach das Gefühl auf einem sicheren Ankerplatzes zu sein – alle drei zu dieser Zeit an Bojen hängenden Yachten verließen Palmerston am nächsten Morgen.

Wir wollen niemand vom Besuch Palmerstons abraten, ganz im Gegenteil, es ist wirklich interessant zu erfahren, wie das Leben auf einer „einsamen Insel“ ohne Flughafen funktionieren kann. Aber bitte nur bei O-Wind, mit eigenen Leinen die Muring sichern und in der Nacht einen Ankeralarm nicht vergessen – so wie wir das auch gemacht haben.

Mit der Axt auf dem Mond?

Wie die TRANS OCEAN Geschichte weitergegangen ist?
Das ist schnell erzählt:
Vom Vorstand aufgefordert, meine Vorschläge zu Veränderungen des TO nun einmal zu konkretisieren, habe ich am 25.09.2011 folgenden Brief verfasst:

Meine 3 Blogs schildern alle meine Gedanken zum Thema der Restrukturierung des Trans Ocean.

Hier meine Vorschläge fuer einen NEUEN TRANS OCEAN

Funkanlagen – Hinweise vom Praktiker – Günter S.Hamacher, Pacific Island Net, Panama

Wir, die ehrenamtlichen Betreiber von Seefunknetzen, sind auf eine gute Kommunikation mit Segelyachten angewiesen. Daher möchte ich hier den Seglern einige Anleitungen und Ratschläge geben, die für Installation und Betrieb von Sende- und Empfangsanlagen unverzichtbar und wichtig sind.

Denn – nicht wahr – welchen Sinn macht gute Technik, wenn sie nicht sachgemäss installiert und dies fachgerecht überprüft worden ist? Auch WINLINK und SAILMAIL können nur störungsfrei arbeiten, wenn die technischen Voraussetzungen dies zulassen.

Hier ist die ganze Geschichte

SV Janila, Jochen Beusker GER

Sommer 2011 – zumindest in Scandinavien ein guter Sommer!

SV Lynn Rival, Rachel+Paul Chandlers UK

CAPTURED BY PIRATES IN SOMALIA published by Elaine Bunting YACHTING WORLD on september 27.2011

388 Days held captive in Somalia – Paul and Rachel Chandler’s gripping account of captivity in Somalia is food for thought

At first glance, a new book by British sailors Paul and Rachel Chandler has a happy ending. The couple, who were attacked by Somali pirates off the coast of the Seychelles in 2009 and held in captivity for over a year, were eventually released safe and sound.

After reading their book and talking to them last week, however, my lasting impression of their experience is its sheer senselessness and inhumanity. ‘Hostage’ tells plainly of the pain and shock of being treated as no more chips in a drawn out game of negotiation. This is a sailing tale with only hard lessons.

Hostage: A Year at Gunpoint with Somali Gangsters by Paul and Rachel Chandler with Sarah Edworthy, Mainstream, £9.99. More info here

Worth visiting the website SAVE THE CHANDLERS to see what kind of support of private parties and hostage helpers they got and which uncommon way has turned out to be the successful way out of this kidnap situation.

Please read the entire comment of Elaine Bunting here

Joli Morgann, tribute to a sailing beauty #2

SV Bavaria, Wolfgang ( Gangerl ) Clemens GER

Thailand -Afrika-Madagaskar-Malediven-Sri Lanka-Indonesien-Malaysia-Thailand

Eine abenteuerliche Reise mit Seewolf Gangerl

Zur Erinnerung: Wolfgang Clemens hatte seine Stahl Yacht KING OF BAVARIA durch Strandung auf den Seychellen in 2007 verloren und ist seitdem mit einer GFK Yacht SV Bavaria zu weiteren Abenteuern unterwegs. Hier die weitere Geschichte:
Im Dezember 2009 flog ich zurück nach Tansania, wo meine Yacht Bavaria auf mich wartete. Die Yacht brauchte dringend einen neuen Unterwasseranstrich, denn in meiner 6monatigen Abwesenheit hate sich ein Unterwasser-Biotop am Rumpf entwickelt. Deshalb nahm ich das Problem gleich in Angriff und stellte sie an drei Stahlstützen am Ufer, um mit der Tide trocken zu fallen. Dabei rutschte eine Heckstütze weg und durch das Gewicht der Yacht, rammte sich der Kiel durch den Schiffsboden. 4 Bodenstreben waren gebrochen und es herrschte Alarmstimmung bei mir. Schnell wurden Polyesterstreifen über die Bruchstellen geklebt, da in 6 Stunden das Hochwasser zurück kam und dann mein Schiff voll Wasser laufen würde. In letzter Minute konnte ich verhindern, dass meine Yacht absoff.
Nach 2 Monatiger Improvisations-Arbeit, hatte ich meinen Kahn endlich soweit, dass ich auf die Reise gehen konnte. Mein Ziel war zum dritten Mal Madagaskar, die Trauminsel im Indischen Ozean.

Drei Wochen kämpfte ich mich gegen Strom und Wind nach Süden. Die Afrikanische Küste mit ihren vielen Inseln, bot mir viel traumhaftes, aber auch viel Ärger. Sonnenschein, Gewitter, und hässliche Stürme, waren ein Wechselbad der Gefühle, die mir das Leben schwer machten.

Zwei Mal musste ich mich Dieben erwehren, aber trotzdem bot mir die Reise auch viel Erfreuliches. Täglich wurde ich von den Einheimischen mit Langusten, riesigen Bären-Krebsen und Fischen verwöhnt, im Tausch gegen nutzlosen Krimskrams, denn eine Yacht in dieser Region ist eine Seltenheit.

In Mosambik, nahm ich dann Kurs zu den Komoren, wo ich meine Rute exakt zwischen den Inseln Moheli und Anjuoan festlegte, da ich hier schon mal, vor 12 Jahren, im Gefängnis saß. Plötzlich schoß ein Boot auf mich zu und wieder versuchten sie mich zu zwingen, in den Hafen Fomboni einzulaufen, was ich aber mit Gewalt verhindern konnte.
In Mayotte nahm ich dann drei Freunde aus Ingolstadt an Bord, die mit mir nach Madagaskar segelten.
Drei Monate verbrachte ich auf meiner Trauminsel Nosy Komba, die absoluten Südseecharakter aufweist. Hätte ich nicht einen Charter in den Malediven gehabt, wäre ich sicherlich in meinem kleinen Paradies geblieben.

Am Nordkap erwischte mich dann ein gewaltiger Sturm, der mich wegen Materialschlacht zwang, zurück nach Tansania zu segeln. Hier traf ich wieder Segler, die schon vor Monaten zu den Seychellen segeln wollten, aber aus Angst vor den Somalia-Piraten, immer noch hier waren. 3 Yachten sollen hier vor der Küste, oder auf dem Weg zu den Seychellen, in der letzten Zeit gekapert worden sein. Doch „wer nicht wagt der nicht gewinnt“!

Als ich meine Sturmschäden beseitigt hatte, nahm ich erneut Kurs zu den Malediven auf. Da die Piraten auf der Linie Kenia-Tansania zu den Seychellen auf der Lauer liegen, segelte ich nach Nord-Osten und querte schon lange vor den Seychellen den Äquator. Es ging gut, ich wurde nicht erwischt. Nach 22 Tagen erreichte ich das Taucherparadies der Malediven. Bereits nach zwei Wochen waren mir wieder Kiemen und Flossen gewachsen, da ich mich ständig Unterwasser aufhielt.

Mein nächstes angesteuertes Ziel war dann Sri Lanka, wo ich mir einen Toyota mietete und damit zwei Wochen lang, die wunderschöne Insel durchstreifte. Das Land ist sicher, die Leute freundlich und die Natur hat hier ihr Bilderbuch aufgeschlagen. Danach setzte ich Segel und legte meinen Kurs in Richtung Sumatra in Indonesien. Gewitter mit heftigen Stürmen, unglaublich starker Seeverkehr, Piraten und Seezigeuner die an Bord kommen wollten, ließen mich die nächsten zehn Tage kaum schlafen. Am Nordkap von Sumatra trat wieder ein starker Sturm auf, wobei das Ruder und der Segel-Baum brach. Fünf Tage später erreichte ich dann, völlig geschafft, die Insel Lankawi in Malaysia. 42 Tage auf See lagen nun hinter mir. Hier kam die Bavaria an Land, um die Schäden der 15.000 Kilometer langen Seereise in den nächsten 3 Wochen zu beseitigen. Hier traf ich ein Deutsches Segler-Ehepaar, die aus dem Roten-Meer kommend, an der Küste von Oman gekapert wurden, wo man sie dann in die Berge von Somalia verschleppte. Erst nach 2 Monaten Horrorerlebnissen, wurden sie von der Deutschen Regierung frei gekauft.
Pünktlich zum berühmten Lichterfest, wo Millionen Lichter auf das Meer hinaus und in den Himmel geschickt werden, war ich dann in Phuket. Hier ließ ich mich, durch die mit vielen hübschen Mädchen gefüllten Bars treiben und hatte so einige Tage meinen Spaß. „Paradiese muß man sich verdienen, sie werden nicht geschenkt“

Die nächsten 4 Monate war dann meine Yacht ausgebucht mit Freunden aus Regensburg und Ingolstadt. Ich zeigte meinen Gästen die schönste Küste der Welt, zwischen Malaysia und Burma. Unzählige Inseln, die Weltruhm erreichten, wie z.B. der James-Bond-Felsen aus dem Film >der Mann mit dem Goldenen Colt< in der Phang Nga Bucht, die zum UNESCO-Welt-Kultur-Erbe zählt, oder die berühmten Insel „Pipi Island“, wo der preisgekrönte Film THE BEACH gedreht wurde, oder das Tauchparadies SIMILAND ISLAND, mit seinen traumhaften Tauchgründen, all das zeigte ich meinen begeisterten Gästen.

Anfang April 2010 erwischte mich meine ständig wiederkehrende Krankheit, an der ich schon mein ganzes Leben lang leide. Das „Reisefieber“, es packte mich wieder mit brutaler Gewalt.

Ich verankerte meine Yacht in einem Mangroven-Dschungel auf der Insel Lankawi in Malaysia und schulterte meinen Tracking-Rucksack, nach dem Motto: träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume!
So durchstreifte ich ganz Thailand von Süd nach Nord und von West nach Ost. In den 4 Monaten legte ich alleine in Thailand 13.000 Km zurück.

Leider erlebte ich nicht nur Höhen, sondern auch einige Tiefen. Mein oftmals zerlegtes geistiges Innenleben, wurde aber durch die freundliche Frömmigkeit der Menschen, wieder in die richtigen Bahnen gelenkt. Wochenlang durchreiste ich das faszinierende Land, besuchte alle wichtigen Tempel und Naturschönheiten und vergaß dabei nicht, meinen angeborenen Abenteuer-Tick zu stillen. Elefantenreiten, Wildewaterrafting, sich mit einer Herde Affen balgen, ausgewachsene Tiger streicheln, genau dass ist es, was der Tramp Gangerl braucht.

Trotz Behinderung durch den Ärztemurks an meinem Bein, motivierte mich Thailand und letztlich wohl auch die Energie der Götter, die dort walten. Mein Power war unglaublich und nicht normal!

Mein Wahlspruch lautet, ALLES IM LEBEN IST KOPFSACHE, DER WILLE VERSETZT BERGE!
Mit dem Nachtbus fuhr ich das erste Mal am 05.12. nach Bangkok, es war genau der Geburtstag von König Bhumiphol. Ganz Bangkok war 3 Tage auf Party getrimmt. Mein Besuch galt natürlich dem riesigen Königspalast, der an diesem Tag zum Teil geöffnet war. Gleich daneben glänzt der gewaltige Tempel Wat Phra Kaeo. Es folgten Wat Pho, Wat Suthat, Wat Arun, der Lak Muang Shrine, der Wat Traimit, mit seinem 3 Meter hohen Buddha aus purem Gold. Selbstverständlich durfte ein Thai-Boxkampf nicht fehlen und eine Bootsfahrt durch die Kanäle von Bangkok. Danach fuhr ich mit dem Zug nach Bang Pa In, wo der Märchen-Sommerpalast von König Rama V. steht. Per Anhalter ging es weiter nach Ayutthaya der alten Königsstadt. 33 Könige regierten einst in dieser Hauptstadt Thailands. Gewaltige Tempelruinen zeugen von der einstigen Macht der Herrscher. Am besten erhalten ist die gewaltige Klosterstadt Wat Chaiwattanaram. Wieder mit dem Nachtbus ging es nach Chiang Mai. Schon in den ersten Morgenstunden bin ich unterwegs zum dreifach gestaffelten Tempel Wat Phra Sing, der das religiöse Zentrum hier im Norden ist. Hier trifft man konzentriert, die meisten Mönche Thailands. Es folgen Wat Chiang Man und Wat Chedi Luang. Mit einem Taxi fuhr ich dann zum Bergtempel Wat Doi Suthep, mit seinem goldenen Chedi. Es ist die wahre Tempelpracht in Gold. 290 Stufen führen hinauf zum wichtigsten Tempel im Norden Thailands. Pilger en mass, bevölkern diese prächtige Anlage

Als nächstes geht es nach Chiang Rai, wo in der Nähe der wunderschöne weiße Märchen-Tempel steht, der jedem Zuckerbäcker Ehre macht. Von hier aus starte ich zu den Bergstämmen im Westlichen Bergland. Ziel waren die Stämme der Akha und Padaung in Huei Pukeng. Die Frauen der Langhals Karen, geben ein abstraktes Bild wegen ihrer langen Hälse, die durch viele Messingringe gestreckt werden..

In Mae Sai und Sob Ruak bin ich dann am Goldenen Dreieck am mächtigen Mekong, der ein Grenzfluss zwischen Burma-Thailand-Laos ist. „You Like Marlborou“ tönt es aus vielen Mündern. Gemeint ist natürlich Rauschgift. Zurück geht es dann nach Lampang, wo ich eine Elefantensafari mache

DER WEG IST DAS ZIEL und der führt mich weiter nach Sukhothai mit den prächtigen Ruinen ais der Sukhuthai-Perjode. Die erste Königsstadt Thailands gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der schreitende Buddha hier, symbolisiert den Aufstieg in den Himmel. Mein nächstes Ziel ist Phitsanulok mit seinem prächtigen, vor lauter Gold strotzenden Wat Phra Si Ratana Mahathat.

Zurück zu meinem Schiff ging es wieder über Bangkok nach Malaysia und mit der Yacht nach Phuket.
Kaum hatte ich wieder ein Loch, was das Chartern betraf., war ich auch schon wieder auf den Hufen und gallopierte nach Kanchanaburi , zur Brücke am Kwai. Und weiter Tiger-Kloster.

Dort traute ich meinen Augen nicht, wie die Mönche ihre Tiger an der Leine führten, genauso wie wir unsere Hunde. Bald streichelte ich in einem Abgegrenzten Gehege, riesige ausgewachsene Tiger, deren riesige Pratzen, ich mit gemischten Gefühlen betrachtete.

In Nakhon Pathom besuchte ich die größte Stupa Thailands und den riesigen ruhenden Buddha im Phra Pathom Chedi. Das nächste Highlight, war dann Lopburi, wo die Affen die Stadtgewalt übernommen haben. Das Phra Prang Sam Yod mit den 3 prächtigen Prangs im Khmer-Stil, ist total in der Hand der Affen. Der Gang fürchtet sich kaum vor etwas, aber die Affen-Invasion die über mich da her viel, als ich das Gelände betrat, flößte mir Angst ein. Das Problem hier ist, die Affen sind heilig und werden gefüttert. Weiter zieht der rastlose Seewolf nach Pak Thong Chai, mit seiner historischen Seidenherstellung und nach Prasat.
Auf dem Rückweg zu meinem Schiff, welches in Lankawi auf mich wartet, besuchte ich noch und Nakhon Si Thamarat mit dem Tempel Wat Phra Mahathat.

Weitere Informationen über die Abenteuer und Reisen von Wolfgang -Gangerl- Clemens sind hier zu finden

Fortsetzung folgt

Seabreacher – like a dolphin