Archiv der Kategorie: News & Blogs

Comeback für geschassten AkzoNobel-Skipper Tienpont?

Volvo Ocean Race 2017/2018

Holländische Medien berichten, dass der entlassene AkzoNobel-Skipper die Verhandlung vor dem Schiedsgericht als Sieger verlassen hat. Die Folgen bleiben unklar

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Schwierige Zeiten

Meine Fahrt nach Tekirdag und den weiteren Törn in die West-Istanbul-Marina, beschreibe ich hier nur am Rande. Vielmehr ist dieser Beitrag eine Art Erklärung, warum es in letzter Zeit unter anderem keine Videoupdates und weniger Selfies mit Happyface gab. Uns war einfach nicht danach.

Fangen wir mit Tekirdag an. Es war, mal wieder, ein Motortörn. Eine Weile gegen den Wind, dann Flaute. Problemlos mit dem neuen Lager und auch problemlos im Hafen in Tekirdag. Dort wurden freundlich die Leinen angenommen und der junge Mann von der Firma, die in Kürze den Hafen zu einer Marina umbaut, meinte gleich, dass ich für eine Nacht nichts bezahlen muss. Falls ich etwas wissen möchte oder Hilfe brauche, kann ich jederzeit zum Büro kommen.
Tekirdag selbst ist sehr quirlig. Viele Geschäfte, viele Fischer und eine Promenade mit gepflegter Parkanlage, wie ich sie selten gesehen habe. Marmorkunstwerke, Pavillions, Bänke, Leihräder in Hülle und Fülle. Fahrradwege, Steingehweg und gummierte Joggingstrecke, sowie dutzende öffentliche Sportgeräte, alles da. Hat mir sehr gefallen.

Am nächsten Tag bin ich noch vor Sonnenaufgang weiter. 52 Seemeilen lagen bis zur West-Istanbul-Marina vor mir.
Ein Flautentag größtenteils. Dazu zeitweise Nebel und viele Fischer, auf die ich achten musste. Für mich war dieser Törn einer der schwierigsten. Ich hasse Nebel sowieso wie die Pest, mehr noch als Starkwind. Es hat nicht viel gefehlt und ich wäre Seekrank geworden, zum ersten Mal auf Nomade, bei Flaute und kaum Seegang. Aber das lag nicht an der See und ich war es auch nicht, dem es an diesem Tag am schlechtesten ging. Sabrina hatte es an diesem Tag am schwersten. Denn der 20. Oktober war der Tag, an dem sie operiert werden sollte. Der Tag stand schon eine Weile fest und dieser Termin hat uns beide zermürbt.
Es war etwas in Sabrinas Bauchraum, was dort nicht hin gehört. Davon wussten wir bereits, als ich zurück nach Griechenland geflogen bin. Damals gingen die Ärzte allerdings davon aus, dass es zunächst nur weiter beobachtet werden muss und eventuell mit Medikamenten in den Griff zu bekommen ist. Aber Sabrina hatte im Laufe der Zeit mehr und mehr Schmerzen. Gutartig nennen es die Ärzte, immerhin, das ist etwas über das wir uns beide freuen. Und wir freuen uns, dass es nun raus ist. Zwei kleine Schnitte und eine Bauchspiegelung unter Vollnarkose waren nötig. Meine Mama hat den Teil übernommen, der eigentlich meiner gewesen wäre. Sie ist mit Sabrina ins Krankenhaus gefahren. Und mein Papa hat sich um Filou gekümmert. Dafür bin ich beiden dankbar.

Wir haben zuvor lange hin und her überlegt. Ich wollte eigentlich Nomade woanders lassen, die Reise schon vor ein paar Wochen unterbrechen und zurück nach Deutschland kommen, um da zu sein, denn es hätte passieren können, dass sie länger im Krankenhaus bleiben muss, weil die Operation vielleicht schwieriger wird als man nach der Computertomographie annehmen konnte. Aber Sabrina wollte das nicht. Sie wollte, dass ich weiter mache, sie war überzeugt, dass sie schnell wieder nach Hause kann. Es war ihre Entscheidung.
Und so habe ich eben weiter gemacht. Habe gepusht und hatte Anfangs noch die Hoffnung das geplante Winterlager in Sosopol in Bulgarien irgendwie vor dem 20. zu erreichen. Aber das war nicht zu machen. Selbst wenn das Kugellager nicht kaputt gegangen wäre, ich hätte es nicht geschafft.

Und so war ich eben an diesem Tag auf See, während Sabrina unterm Messer lag. Habe vergessen zu tanken und erst auf halber Strecke gemerkt, das die Nadel fast ganz unten ist. Noch nie zuvor ist mir so eine Nachlässigkeit passiert, aber ich war durch den Wind. Habe rumgeheult und gehofft, dass in Wesel im Krankenhaus alles gut geht.
Es ging gut! Am späten Nachmittag kam endlich die erlösende Nachricht von meiner Mama, dass Sabrina wieder wach ist und die OP gut verlaufen ist. Es musste nicht mehr entfernt werden als geplant und das erste was Sabrina im halbwachen Zustand nach der Narkose gesagt hat war: „Mein Hund, der wird mich schon nicht anspringen, der ist ein ganz lieber.“

Man, was war ich erleichtert!

Danach Leinen fest und am Abend mit Sabrina quatschen. Schmerzen hatte sie, verständlich. Aber sie ist ziemlich tapfer, war sie schon immer.
Jetzt hat sie den ersten Teil überstanden. Die weitere Behandlung wird langwierig, aber man kann es behandeln. Wir sind optimistisch!

Und die Reise mit Nomade? Auch langwierig, aber machbar. Für dieses Jahr geht die Reise allerdings dem Ende zu. Eigentlich wird vom Schwarzen Meer bereits im Oktober abgeraten, die Empfehlung lautet sogar: Nach dem ersten Sturm im September sollte man es besser sein lassen.
Jetzt haben wir den 21. Oktober und ich kann den wichtigen Törn nach Tsarevo im Schwarzen Meer unmöglich in der momentanen Schönwetterphase schaffen. Zuviel ist hier noch zu tun. Nomade bräuchte eine Reinigung des Unterwasserschiffs, um überhaupt vernünftig durch den Bosporus zu kommen. Vielleicht habt ihr es ja auf dem AIS gesehen, wir machen nur noch 5 Knoten, bei einer Drehzahl, bei der sonst 6,5 drin wären. Ich habe zwar unterwegs immer wieder den Rumpf abgekratzt, aber mittlerweile wächst das  Zeug schneller als ich Luft anhalten und kratzen kann. Das Ausklarieren nimmt auch Zeit in Anspruch. An einem Tag wäre das alles nicht zu schaffen. Und für nächste Woche stehen die Trends auf Sturm im Schwarzen. Danach ist November…

Zeit fürs Winterlager, Zeit nach Hause zu gehen.

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Feurige deutsche Drachen erfolgreich vor St. Tropez

Drachen Gold Cup 2017: <p>
	Drachen Gold Cup 2017: Vorweg mit lilafarbenem Spinnaker, Steuermann Reemt Reemstma, Petra Reemtsma udn Lorenz Jensen die Sieger der Amateur-Wertung</p>

In der Gesamt- wie in der Amateur-Wertung siegten vor St. Tropez deutsche Segler. Das Drachen-Gold erkämpften Stephan Link, Frank Butzmann und Michi Lipp

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Extreme Sailing Series: Ben Ainslie ist zurück für Land Rover BAR – Live aus San Diego

Ainslie Extreme Sailing Series

Alinghi übernimmt Führung vor Land Rover BAR Academy an Tag eins in San Diego. Ben Ainslie startet bei seiner Rückkehr mit einer eindrucksvollen Siegesserie. Weiterlesen

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Bayern-Brumme

Gebr.Boot Bavaria 890 Lemmer Aug 2017 AWo_ 117: <p>
	Damals modern. Beige und schwarz sind Geschmackssache. Die Linien hingegen gehen auch heute noch in Ordnung</p>

Solide Verarbeitung, gute Segeleigenschaften: Die Bavaria 890, ein gelungener Wurf aus den Anfangszeiten der Werft. Der Gebrauchtboot-Test im PDF-Download

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Schwerwettertraining mit der YACHT. Friends going sailing.

Das sind Michael und Jan.

Jan ist nicht meine Alter, könnte mein Sohn sein und ist aber mein Freund. Lucky me – Würde ich mal so sagen. Jans Ankunft war ein bisschen schwierig. Wieder mal so ein Atlantiktief. Ich mit einem Mietwagen unterwegs versuche am richtigen Ort in Loraine zu sein, wenn Jan vom Himmel fällt. Das sind mal locker 150 km mit dem Mietwagen gewesen. Dunkle Nacht. Viel Regen. Zweimal geblitzt worden. Kaum habe ich meinen Ricard und Cafe Midi an der Flughafenbar getrunken, blitzt es am Himmel und die Durchsage aus den Lautsprechern der übersichtlichen Flughafenhalle fällt statt Jan auf meinen Tisch. Der Ryanair Flug erhält wegen des starken Windes keine Landeerlaubnis und wir nach Rennes weiterfliegen. Wieder sitze ich im Auto. 150 km nach Rennes. Hatte ich mir anders vorgestellt. Ich puste das mitgebrachte Fallkissen auf. Jan fällt hinein und darf zur Belohnung die 100 km nach Portiche selber fahren. What a day?

Vom YACHT Schwerwetterteam ist nur noch Thomas übriggeblieben. Alle anderen hatten andere Pläne als die restlichen 340 sm nach La Coruna mit Micha & Jan als Skipper zu segeln. Ob sie was verpassen? Man wird sehen. Morgen gibt es das einzige Wetterfenster, dass Jan und ich so sehen. 33 Knoten wahrer Wind aus West. Na ja. Also wenn ich jetzt nicht grade in La Coruna 5 Gäste hätte sitzen, die und heißblutig erwarten, ich würde die Abfahrt verschieben. Aber so ist das. Wir werden morgen früh mal über die Hafenmauer schauen und wenn da keine brechenden Grundseen bis zum Horizont sind, machen wir mal Schwerwettertraining gegenan. Thomas ist dabei. Ich bin stolz auf Thomas.

Wir verbringen den Tag damit MARLIN für den Schlag vorzubereiten. Marinarechnung bezahlen. Mietauto wegbringen. Ein letztes Abendessen in der waagerechten. In den nächsten 24 Stunden wird man wahrscheinlich nichts von uns hören und sehen. Sechs Meter Welle ist angesagt. Das könnte zu unserem Problem werden. Nicht der Wind. Hmm. Grübel. Skippers delight ist das heute nicht grade.

An dieser Stelle muss jetzt mal ein bisschen Werbung sein. Die Atlantiküberquerung mit der ARC vom 12.11.2017 – 16.12.2017, Las Palmas nach St. Lucia hat noch zwei freie Plätze. Leider sind zwei Mitsegler, aus dem einst vollgebuchten Trip aus gesundheitlichen Gründen abgesprungen. Das ist Deine Chance. Wenn Du Zeit und Lust hast und den Mehrwert der MARLIN erkennst, meldest Du Dich am besten über das Kontaktformular.

 


 

Du willst auch mal mit? www.marlin-expeditions.com

 

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Die alljährliche Wahl zum „Mirabaud Yacht Racing Image“ des Jahres ist eröffnet. Bei der Publikumswahl können Sie selbst mitbestimmen

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