SV Selene – Kjell Litwin SE
NEXT HARBOUR FALMOUTH

Das Ende der Geschichte von Kjell Litwin wurde vor wenigen Tagen erzählt.
Der Anfang begann mit einem Hilferuf aus Schweden, der mich kürzlich von Per Runhammar aus Schweden erreichte:
Good morning Peter!
Hope this letter finds you well. I’m the swedish yachting journalist who pestered you with questions regarding wind vanes some while ago. Anyhow, here is an unusual question for you:
How long would it take to ship a Windpilot to Tasmania?
The backgound: My good friend and fellow club member Kjell Litwin has been forced to make an unplanned call at Hobart/Tasmania on his attempted non-stop-circumnavigation. Kjell is not participating in the Golden Globe Race, but sails along the same route outside of competition. At 71 ears old, he is certainly a very accomplished and skilled sailor, with one circumnavigation to his name already, but along a more leisurely route. However, he has run in to some trouble in the Indian ocean that he cannot solve out at sea. Firstly he unexpectedly run out of fresh water. He has since then collected rain water and was also assisted by Istvan Kopar of the Golden Globe Race, a bit of mid Indian ocean drama that can be read about here: https://goldengloberace.com/istvan-kopar-aid-solo-yachtsman/,. Furthermore, his boat’s underwater hull is covered in goose barnacles and, most importantly, his home built wind vane self steering has broken down beyond repair. I am now in contact with some good people at Royal Yacht Club of Tasmania and they have assured me that they will help him out. I have now taken it upon me to organize as much as I possibly can to prepare for his stay from my desk here in Stockholm, in order to make it as short and inexpensive as possible. he is now at 103 degrees 16 minutes east, on Hobart’s lattitude, which is just over 2 000 NM from Hobart. As he is severely slowed down by the barnacles, I expect this will take him between 20 and 30 days.
Right now, I’m trying to locate a second hand self steering unit for Kjell to pick up at Hobart, which would definately be easier on his wallet, but as I realize this is a slim chance, I will now turn every stone in search of a solution. Hence my question: how long would a shipment to Tasmania take, and what would be the cost of unit and shipment? Kjell’s boat is a Vagabond 31, long keeled and double ender (as I’m sure you know, since you seem to be familiar with all swedish sail boat constructions!). I am assuming that a Windpilot Pacific would be the right choice for him, but you might be able to correct me on that. I am also aware that whatever unit he ends up with his boat will need some sort of structure to support it aft of the rudder, but I seem to remember he already has that, for his old unit.
Anyway, there you go! A long shot and, as I said, turning every stone. I’t may well turn out that a local solution will be more practical than sending a unit from Germany, but at this stage I want to keep all possibilities open.
Thank you in advance and have a nice weekend!
Per Runhammar
Gota Sail Yacht Society
Stockholm/Sweden
Mit Kjell entwickelte sich ein vergnüglicher Mail Wechsel in dessen Verlauf wir viele Gemeinsamkeiten entdeckten, abgesehen davon, dass er, als Mann in gleichem Alter zur zweiten Weltumsegelung unterwegs … und ich immer noch bei der Arbeit bin … was allerdings ohne Zwang erfolgt, weshalb ich bester Laune bin.
Kjell´s letzte Worte:
I hope to arrive in one piece in Stockholm but a lot can go wrong it is still about 15 000 M to go. Yes, I enyoj every second out there.
/Kjell











































Moin Amos,
Moin, moin oder wie man hier sagt BULA, BULA,




Der 1970 geborene Guido Dwersteg ist seit einigen Jahren ein bekanntes Gesicht in der deutschen Segler- und insbesondere Einhand-Szene. Als er 2008 mehr durch Zufall zum segeln kam, war das so nicht geplant. Vielmehr wollte der in Koblenz lebende Alleinsegler „nur“ den Führerschein für ein kleines Motorboot machen, um damit auf der heimischen Mosel seine Runden zu drehen. Doch dann kam alles anders: Zunächst absolvierte er im gleichen Jahr seine einwöchige SKS-Ausbildung am holländischen Ijsselmeer und nur ein Jahr später kaufte er sich schon seine „CARPE DIEM“. Eine Bavaria 32 Holiday von 1997 die ihn bis heute auf seinen abenteuerlichen Reisen begleitet. Erstmals öffentlich bekannt wurde Dwersteg, als er 2012 zu einer klassischen Einhand-Atlantikrunde von Fehmarn in die Karibik und zurück aufbrach. Über 11.000 Seemeilen legte er dabei zurück bevor er zwei Jahr später erneut die Leinen in Holland festmachte. 2017 folgte dann sein nächster Streich, als er zumeist alleine „UM DEN TIGER“ segelte. Die Reise führte Ihn dabei zunächst quer durch die Ostsee nach St. Petersburg, hinein ins russische Binnenrevier und später in die Barentsee. Vorbei am Nordkap und entlang der norwegischen Küste segelte er anschließend zurück Richtung Süden, wo er das Skagerrak überquerte und nach gut 5 Monaten wieder auf Fehmarn eintraf. Über seine Reisen sind in der Zwischenzeit verschiedene Film-Dokumentationen, ein Buch sowie ein Hörbuch entstanden. Daneben erfreuen sich insbesondere seine Praxis-Videos mit leicht verständlichen Anleitungen zu den gängigen Segel- und Hafenmanövern großer Beliebtheit. Nicht zuletzt deshalb sind wir vom ADAC besonders froh, dass wir Guido Dwersteg mit seiner Erfahrung aus mehr als 30.000 Seemeilen als Praxis-Coach für unser Skipper-Portal gewinnen konnten.
Wenn die Messe boot Düsseldorf vom 19. bis 27. Januar 2019 die Wassersportlerinnen und Wassersportler zum mittlerweile 50. Mal begeistern wird, darf selbstverständlich auch der Fachverband Seenot-Rettungsmittel (
Funktafel am Stand FSR in Halle 11 / D36 abholen
Es herrscht Hochsaison in Tasmanien, weil zu X-Mas der Sommer am Start jeden Segler dort ans Wasser lockt, zumal Hobart als Ziel legendärer Regatten im Kalender steht, und auch als Stop Over Hafen für Weltumsegler seine Reize hat. Bislang sind dort 6 GGR Segler vorbeigekommen, weil der Veranstalter ihnen auferlegt, ein paar Stunden Minuten weise endlose Runden um eine Boje zu drehen, damit die Welt hautnah und Bilder trächtig erfahren möge, was die Einsamkeit auf See hier angerichtet hat: Erstaunliches! Weil man sehen konnte, wie sehr 5 der 6 Matadore ihre innere Ruhe gefunden haben, bevor sie zur zweiten Hälfte ihrer langen Reise aufgebrochen sind.
Ein Drama, das sie alle vereint, hat einen glitschigen Namen. Barnacles haben der Welt gezeigt, wer der Chef vom Ring ist, wenn man lange unterwegs. Es ist tragisch, wenn man in Hobart einem der GGR Segler verweigert hat, sein Schiff zu säubern, und er mit seiner segelnden Muschelfarm, im Schneckentempo, zum Weitersegeln gezwungen, noch viele einsame Monate vor sich hat, obwohl er eigentlich eines der schnellsten Schiffe hat. Das
Kjell Litwin, ein schwedischer Weltumsegler, ist vor wenigen Tagen ebenfalls nach Hobart eingekehrt, auch er ein Opfer seiner glitschigen Begleiter, die ihn im Indischen Ocean derart abgebremst haben, dass im unterwegs das Wasser ausgegangen war, und er um Hilfe bitten musste. Istvan Kopar hatte ihm mit einem Kanister geholfen. Die SV Selene, eine schwedische Vagabond 31 – ähnlich einer OE 32 – ist im Mai in der Heimat aufgebrochen, um sich abseits aller Veranstaltungen seinen Traum einer Weltumsegelung zu erfüllen. Kjell ist 71 und hat sich entschlossen, seinen selbstgebauten Steuerautomaten gegen eine Windpilot auszutauschen, die am 4.Januar Hobart erreichen wird.