Kategorie: News & Blogs

Chartern in Kroatien zu Zeiten von COVID-19

Kroatien ist sicherlich eines der beliebtesten Reviere für Freizeit-Skipper und nach wochenlangem Shutdown ist die Sehnsucht nach einem Törn in der dalmatinischen Inselwelt größer denn je – sei es auf eigenem Kiel oder mit einer gecharterten Motor- oder Segelyacht.

Wenn auch Auslandsreisen Stand heute gefühlt in weiter Ferne scheinen, so könnte Yachtcharter nach ersten Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine Quarantäne-Variante der angenehmeren Art darstellen. Gerade bei Törns mit Bewohnern des eigenen Hausstands wäre maximal mögliche Sicherheit gegeben, insbesondere wenn die Charteryacht mit dem eigenen Auto erreicht werden kann und der Proviant bereits vorab vom Flottenbetreiber an Bord gebunkert wurde. Wie sich die aktuelle Situation im Revier darstellt und wie die Chancen für einen Last-Minute-Törn im Sommer 2020 stehen, hat Stefen Breck von Splendid Yachting in Sibenik mit dem ADAC in einem Interview besprochen.

ADAC: Wie ist die Situation bei Splendid Yachting und mit welchen Fragen und Sorgen kommen Charterkunden gerade auf Sie zu?

Stefan Beck: Viele Gästen sorgen sich, dass die schönsten Tage des Jahres an Bord Ihrer gecharterten Yacht ausfallen könnten und fragen sich, was dann mit der bereits getätigten Anzahlung geschieht, was aufgrund der allgemeinen Unsicherheit vollkommen nachvollziehbar ist. Flottenbetreiber haben in den letzten Monaten hart für die Saisonvorbereitungen gearbeitet und z.B. auch massiv in neue Yachten investiert, bei komplexeren Motoryachten liegen diese Kosten noch weit höher als bei Segelyachten. Nun kämpft die gesamte Branche wegen Unsicherheit, etwaigen Rückerstattungsansprüchen und fehlenden operativen Einnahmen um ihr Überleben. Für Charterunternehmen ist es dabei fast unmöglich, ein langfristig gutes Krisenmanagement zu planen und umzusetzen. In unserem Fall sind die Saisonvorbereitungen wie geplant gelaufen und 11 Motoryachten stehen startklar in der Marina D-Marin Mandalina Sibenik.

ADAC: Gibt es erste Verlautbarungen, wann Crews in Kroatien wieder mit der Charteryacht in See stechen könnten?

Stefan Breck: Ein Blick in die Glaskugel ist uns leider nicht möglich und verbindliche Termine haben wir derzeit nicht, jedoch gab es in Rahmen einer Pressekonferenz von Premierminister Plenkovic am 21.4.2020 erste Konkrete Aussagen zur Grenzöffnung und wie der Tourismus langsam wieder hochgefahren werden könnte. Demnach gibt es erste Pläne zur Öffnung der Grenzen ab 18.05. für Tourismus in der Natur, d.h. für Campingplätze, Ferienhäuser den nautischen Tourismus, Hotels werden von diesen Grenzöffnungen vorerst nicht profitieren können. Zudem soll eine Einreise nach Kroatien nur für Touristen aus Ländern mit guten Corona-Quoten gestatten werden. Wenn ab 04.05.20 mehr Klarheit über die Entwicklung der Pandemie herrscht, will die Regierung eine finale Entscheidung zum weiteren Vorgehen treffen. Sofern wieder Reisefreiheit bestehen sollte, rechnen wir mit zahlreichem, kurzfristigem Buchungsaufkommen.

ADAC: Wie geht Splendid Yachting damit um, wenn wider Erwarten gebuchte Reisen nicht angetreten werden können?

Stefan Breck: Wir nehmen aktiv Kontakt zu unseren Gästen auf, um eine gemeinsame, individuelle Lösung zu finden. Dabei forcieren wir gebührenfreies Umbuchen innerhalb der Saison 2020, bei einer Preisdifferenz bedingt durch den Wechsel in eine andere Saison streben wir eine individuelle und einvernehmliche Lösung an und sind bislang sehr erfreut, dass im Grunde alle Gäste dem sehr offen gegenüberstehen. Für diejenigen die in 2020 nicht mehr kommen können, arbeiten wir mit einer Kombination aus Vouchern und einem Rabatt bzw. Treuebonus mit Gültigkeit für die Saison 2021 und 2022.

Um unseren Kunden mehr Sicherheit zu ermöglichen, sind bei Buchung für 2020 ab sofort nur 15% Anzahlung nötig und die Restzahlung wird erst 14 Tage vor Charterantritt fällig. Sollte 14 Tage vor Charterantritt eine Reisewarnung bestehen oder in Kroatien oder im eigenen Herkunftsland Quarantänemaßnahmen anstehen, würden wir die Anzahlung in Gänze zurückzahlen.

Für Buchungen für die Saison 2021 arbeiten wir auch mit einer reduzierten Anzahlung von 15%, die zweite Zahlung von 35% steht dann zum 31.12.2020 und die restlichen 50% 30 Tage vor Charterbeginn. Grundsätzlich ist jedoch zwischen Pauschalreisen – hier ist eine Stornierung auch bei Ausfall nur einzelner Leistungen möglich – und Individualreisen wie Charter zu unterscheiden, die unter das Mietrecht fallen und somit nicht automatisch Anspruch auf kostenlose Stornierung geben, wenn die Unternehmen in der Lage sind die Leistung zu erbringen. Auch eine Stornierung der ggf. gebuchten Flüge berechtigt nicht zwangsläufig zum Storno der Charter, da Kroatien ja mit dem eigenen Kfz in überschaubarer Zeit erreichbar ist.

ADAC: Viele Charterkunden sorgen sich auch bei deutlich verringerter Anzahlung vor etwaigen Insolvenzen des Flottenbetreibers, kann Splendid Yachting diese Sorge nehmen?

Die vereinnahmten Anzahlungen bzw. Voucher sind bei uns über die UNIQA im Rahmen eines Sicherungsscheins gegen Insolvenz versichert. Aktuell sind das 100.000 Euro und dies werden wir kurzfristig auf 300.000 Euro aufstocken, was mit dem zeitlichen Versatz der Zahlungsflüsse nach Buchungseingang ausreichend Sicherheit bietet.

ADAC: Grundsätzlich eignet sich eine Yacht ja hervorragend um sich z.B. in abgelegenen Ankerbuchten von Menschenmassen zu isolieren, welche zusätzlichen Maßnahmen trifft das Team von Splendid Yachting um Kunden & Crews maximal mögliche Sicherheit vor dem Corona-Virus zu bieten?

Bei Anreise mit dem eigenen Fahrzeug und dem Urlaub auf einer Yacht muss man nicht zwangsläufig mit vielen Menschen in Kontakt kommen und je nach Törnplanung kommt das einer freiwilligen Quarantäne gleich. Auch in der nautischen Infrastruktur, wie z.B. in Badebuchten, an Tankstellen und in Restaurants ist es für die dortigen Betreiber mit überschaubarem Aufwand gut machbar, ein Social Distancing umzusetzen, auch wenn das dann ggf. mit etwas mehr Wartezeit verbunden ist.

Wir bieten unseren Kunden einen Food & Beverage Service und unsere Crews finden bei der Ankunft in Sibenik die gewünschten Getränke und Nahrungsmittel bereits gekühlt auf dem Schiff. So ist nicht einmal ein Supermarktbesuch nötig und bei einer Selbstverpflegung der Crew an Bord ist höchste Kontaktvermeidung gegeben.

Zudem bereiten wir uns schon jetzt auf strenge Hygienemaßnahmen vor. Dies betrifft insbesondere die intensive Reinigung und Desinfektion der Yachten vor jeder Charter und an Bord werden ausreichend Hygiene- und Schutzmaterialien wie Desinfektionsmittel, Masken, Handschuhe & Co. vorgehalten. Bettwaren, Handtücher, Küchenutensilien und Lüftungssysteme werden vor jeder Charter besonders sorgfältig gereinigt und behandelt.

Aufgrund der absehbaren Lockerungen sind wir guter Dinge, Wassersportliebhabern mit umsichtigem Verhalten, sinnvoll geplanten Törns und gut vorbereiteten Yachten auch diesen Sommer die schönsten Tage des Jahres auf einer gemieteten Yacht ermöglichen zu können.

Covid-19 / Update

Erste Entspannungen im Sportbootbereich?

Der Geduldsfaden der Wassersportler muss vielerorts noch halten. Die Nation ist geteilt in Sachen Wassersport. In einigen Bundesländern wird die bundesweite Allgemeinverfügung im Großen und Ganzen immer noch angewandt. Dies bedeutet, dass Häfen und Marinas in Deutschland für Privatpersonen nach wie vor geschlossen bleiben, wie auch viele andere Bereiche mit sportlicher Betätigung. Nur für gewerbliche Zwecke, wie Reparaturen o.ä. ist der Zugang zu maritimen Einrichtungen erlaubt.

Doch nun ist Land in Sicht – auch für Privatpersonen. Die ersten Länder weichen die Regelung auf.

Mecklenburg-Vorpommern

Artikel 1 der Ersten Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Schutz-VO MV wurde wie folgt angepasst. Seit 22.04.2020 gilt:

„(5) Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportboothäfen ist untersagt. Dies gilt nicht für den Individualsport und den Sport zu zweit auf Sportplätzen und Sportaußenanlagen. Der Zutritt zu Sportboothäfen ist lediglich dem verantwortlichen Betreiber und Eigentümer sowie den Eigentümern von Wasserfahrzeugen unter Beachtung von § 1 Absatz 1 und 2 (Einhaltung des Mindestabstands) gestattet. Erlaubt ist, eigene Wasserfahrzeuge ins Wasser zu verbringen, zu warten, zu sichern, sich auf ihnen aufzuhalten oder zu übernachten, auf Gewässer zu fahren und vom Wasserfahrzeug aus zu angeln und ähnliche Betätigungen auszuführen. Nicht gestattet sind die Vermietung von Wasserfahrzeugen, Regattafahrten und gemeinschaftliche Feierlichkeiten in Sportboothäfen.

Rheinland-Pfalz

Die Vierte Corona-Bekämpfungsverordnung vom 17.04.2020 ist auf der Seite der Sportbootfahrer. Die Auslegung zu dieser Verordnung erwähnt ausdrücklich Sportboothäfen, deren Zutritt gestattet ist. Insofern ist auch der Zugang zum Boot gewährleistet.

 

NRW (Pressemitteilung Polizei NRW)

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Pandemielage ist die individuelle Ausübung des Wassersports (Führen eines Sportbootes, Angeln, Kanufahren, Surfen, etc.) unter Beachtung der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierung mit dem Coroanavirus SARS-CoV-2“ (CoronaSchVO) grundsätzlich erlaubt.

Darüber hinaus ist die Inanspruchnahme von Handwerks- (z.B. Werftarbeiten) oder Dienstleistungen (z.B. Kranen von Booten) nicht beschränkt, soweit durch die beauftragten Betriebe Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen getroffen werden.

Es wird jedoch um die Beachtung der folgenden Beschränkungen gebeten:

Untersagung des Sportbetriebs (§ 3 CoronaSchVO)
z.B.: Segeltraining im Verein, Angelwettkämpfe, organisierte Sportbootausfahrten im Verein, Kanupolo, Rudertraining bzw. Regatten etc.
Untersagung von Zusammenkünften in Vereinen und Sport-/Freizeiteinrichtungen (§ 3 CoronaSchVO)

Unter Vermeidung von Zusammenkünften bleibt jedoch der Zugang zu Sportbooten bzw. der Zugriff auf Sportgeräte (Kanu, Ruderboot, Segelboot etc.) möglich.

Kontaktsperre (§ 12 CoronaSchVO)
z.B.: Bootfahren mit mehr als zwei Personen (ausgenommen u.a. in gerader Linie verwandte oder in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen)
Beherbergung, Tourismus (§ 8 CoronaSchVO)
Das Anbieten von Übernachtungsangeboten zu touristischen Zwecken ist untersagt

Hessen, Bayern, Baden-Württemberg

In diesen Bundesländern ist nach wie vor jeglicher Betrieb mit Sportbooten untersagt.

Hoffen auf den Mai

Letztendlich bleibt nur zu hoffen, dass sich alle Bundesländer den Lockerungsmaßnahmen von Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland -Pfalz, und NRW anschließen, um mit diesen ersten Schritten, den Wassersport langsam wieder auf das alte Niveau zu bekommen.

Auch der Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW) und der Deutsche Boots- und Schiffbauerverband  (DBSV) sprechen sich für eine baldige Lockerung der Maßnahmen im Bereich Wassersport aus.

Da sich die Vorgaben und Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie täglich ändern können wird dringend empfohlen, sich bei der zuständigen Wasserschutzpolizei vor Fahrtantritt zu erkundigen, welche Gewässer befahren werden dürfen.

 

 

 

 

Holzköpfe – Holzwege

HOLZHAMMER NICHT ZU VERGESSEN

Holzköpfe – Holzwege

Vorschläge von BVWW und DBSV für Lockerungsmaßnahmen im Wassersport und Wassertourismus

Köln/Hamburg, den 24. April 2020. Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V. und Deutscher Boots- und Schiffbauer-Verband e.V. (DBSV) haben sich mit konkreten Vorschlägen für einen Neustart des Wassersports und Wassertourismus an Bund, Länder und Abgeordnete gewandt.

Die weitgehend touristisch geprägte Wassersportwirtschaft in Deutschland steht vor dem Kollaps und, falls sich ab Mai keine deutliche Lockerung der tourismusbeschränkenden Maßnahmen ergibt, vor einer massiven Insolvenzwelle.

Aktuelle wirtschaftliche Situation im Wassertourismus

Bei den rund 3.700 Unternehmen handelt es sich zu über 90 % um Unternehmen mit weniger als 15 Beschäftigten. Die durch die Bundesregierung und die Bundesländer beschlossenen Soforthilfen für Solo-Selbständige und kleine Unternehmen sind längst aufgebraucht. Liquiditätshilfen durch die KfW stellen für unsere Unternehmen bis auf sehr wenige Ausnahmen keine sinnvolle Unterstützung dar. Die Kredittragefähigkeit der Unternehmen ist in aller Regel zu gering, sodass Kredite perspektivisch zu einer Überschuldung und damit in die Insolvenz führen würden. Für viele Unternehmen ist die Lage bereits heute prekär. Rund 20% der Jahresumsätze entfallen auf den Zeitraum von Ende März bis Anfang Mai. Diese Umsätze sind unwiederbringlich verloren, da sie nicht nachgehpolt werden können.

Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen sind in Gefahr

Die Wassersportbranche generiert jährlich einen wassertouristisch induzierten Bruttoumsatz von rund 7 Mrd. Euro. Rund 100.000 Arbeitsplätze hängen von wassertouristischen Aktivitäten ab. Zu einem großen Teil in strukturschwachen, ländlichen Regionen. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg entfallen rund 15% des gesamten Tourismusumsatzes auf die maritime Wirtschaft. Beide Bundesländer haben in den letzten Jahren zig Millionen Euro in den Ausbau der maritimen Infrastruktur gesteckt. Das kann sich nun sehr schnell als teures Investitionsgrab erweisen. Es geht hier nicht nur um Tourismus, sondern auch um Lebensqualität im ländlichen Raum.

Wassertouristische Aktivitäten sind ein reines Saisongeschäft. Der Gesamtumsatz eines Jahres muss innerhalb der kurzen Zeitspanne zwischen Ende März und Ende September generiert werden. Da zählt jeder Saisontag!

Nachdem sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Covid-19 Virus drastisch verlangsamt hat, muss es nun darum gehen, die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder aufzunehmen, ohne die erzielten Erfolge zu gefährden. Gleichwohl, und darauf weisen die Verbände mit aller Dringlichkeit hin, ist ein Anlaufen der wassertouristischen Aktivitäten ab Anfang Mai unbedingt erforderlich. Dies kann und sollte in mehreren Schritten erfolgen.

Wassertouristische Aktivitäten (wie Segeln, Wind- und Kitesurfen, Stand up Paddling, Motor- und Hausbootfahren, Kanufahren, Tauchen etc.) stellen Outdoor-Aktivitäten dar, die an der frischen Luft mit einer sehr beschränkten Personenzahl stattfinden. Wassertouristischen Aktivitäten bieten daher alle Voraussetzungen dafür, dass die im Rahmen der Covid-19 Epidemie erlassenen Regeln des Gesundheitsschutzes eingehalten werden können:

Stufe 1 : Lockerungsmaßnahmen ab 4. Mai 2020
Hafenanlagen / Hausboot- und Yachtcharterbasen / Kanuverleihstationen und Kanubasen

Öffnung der Häfen bzw. Kanubasen und Aufhebung des Ein- und Auslaufverbotes. (Dies wurde bereits ab 20. April 2020 in verschiedenen Bundesländern und Regionen vollzogen). Das setzt die Aufhebung des Einreiseverbotes nach Mecklenburg Vorpommern und Schleswig-Holstein voraus.
Erlaubnis von Übernachtungen auf Segel- und Motorbooten entsprechend den jeweils geltenden kontaktbegrenzenden Maßnahmen. Schriftliche Zusicherung durch die Bootsführer.
Begrenzte Öffnung der Sanitärgebäude. Öffnung von vorerst einer Toilette und einer Dusche pro im Wasser/Hafen befindlicher Boote/Dauerlieger unter der Auflage, dass diese in den Geschäftszeiten zweimal täglich gereinigt und desinfiziert werden und Desinfektionsmittel in den Toiletten/Bädern bereit gestellt werden. Da die meisten Bootseigner ihre Bordtoiletten benutzen und ohnehin derzeit nur begrenzt Boote in den Häfen liegen, wird ein Infektionsrisiko maßgeblich verringert.
Grundversorgung mit Wasser und Elektrizität vom Steg aus, sowie mit Gas (aus dem Gasflaschenlager) und Treibstoff (Hafentankstelle bzw. Bunkerstation).
Entsorgung von Müll und Abwasser im Hafen (zentrales Mülllager bzw. Absaugstation). Entsorgung von Chemietoiletten, sofern außerhalb der Sanitärgebäude zugänglich.
Gestattung der Vermietung von Ferienwohnungen und schwimmenden Häusern in Häfen unter Einhaltung der allgemeinen kontaktbegrenzenden Maßnahmen (max. 2 Personen oder Personen aus einem gemeinsamen Haushaltes).

Generelle Hygienemaßnahmen: 

Einhaltung der Abstandsregeln (mind. 1,5 m) auf Stegen, von Boot zu Boot, im Hafengebäude (Hafenmeisterei) und im Hafengelände. Kontrolle und Sicherstellung von beauftragten Hafenmitarbeitern während der Hafenöffnungszeiten.
Spukschutz am Bedienungstresen im Hafengebäude (Hafenmeisterei). Tragepflicht von Mund- und Nasenschutz durch Mitarbeiter bei Kundenkontakt. Zugangssteuerung und Abstandsregelungen entsprechend den Regelungen im Einzelhandel.
Zweimal täglich Reinigung und Desinfektion aller Einrichtungen, die von Gästen benutzt werden (z.B. Sanitäranlagen, Entsorgungsstation für Chemietoiletten, Empfangstresen etc.)
Reinigungshygiene entsprechend den Empfehlungen des RKI.
Öffnung der Außenflächen der Hafengastronomie unter Abstandsauflagen.

Vermietung von Hausbooten, Segel- und  Motoryachten und Kanus

Vermietung von Booten und Kanus (wird bereits von einigen Bundesländern und Regionen praktiziert) an Gäste unter den folgenden Voraussetzungen:

Kontaktbeschränkungen gemäß den jeweils geltenden Vorschriften.
Erfassung der sämtlicher Personen pro Boot, sodass die Nachverfolgung von Kontaktpersonen bei Infektionen jederzeit möglich ist.
Mieter können durch Reservierungssysteme, Zuweisung von Zeitslots und kontrollierte Ausgabe des Materials gelenkt werden und haben zum Personal und zueinander hinreichend räumliche Distanz.

Generelle Hygienemaßnahmen: 

Reinigung und Desinfektion von Booten und Ausrüstung nach jedem Mieterwechsel.
Bereitstellung von Desinfektionsmitteln für den Bordgebrauch (bei Booten und Yachten).
Kontaktlose Übergabe der Boote und Ausrüstung. Einhaltung des Mindestabstandes bei Übergabe der Boote und Einweisung in deren Gebrauch. Tragen von Mund-und Nasenschutz durch die Mitarbeiter des Vermieters.

Gewerbliche Sportbootschulen 

Möglichkeit zur Vermietung von Windsurf- und Kitesurfmaterial, von SUP’s (Stand up Paddling) sowie Segelbooten und Katamaranen.
Praxisausbildung in den jeweiligen Sportarten. In Motorbooten und Segeljollen mit einer Belegung von maximal zwei Personen (Rudergänger und Vorschoter) und somit Wahrung des Mindestabstands von 1,5 m und Tragen von Mund-Nase-Masken. Bei Segelyachten mit einer Minimalbelegung von einer Person pro Kabine und Tragen von Mund-Nasen-Masken. Bei Einzelsportarten wie Windsurfen, Kitesurfen und Stand up Paddling erfolgt die Schulung durch Lehrer von einem separaten Boot oder Board,  in Stehrevieren mit dem notwendigen Sicherheitsabstand.
Theorieausbildung soll, wenn möglich, im Freien stattfinden unter Einhalten der Abstands-und Hygienemaßnahmen. Theorieunterricht in geschlossenen Räumen nur mit Mund-Nasen-Maske, bei geöffneten Fenstern und unter Einhaltung der Abstandsregel.
Vermietung von Booten und Ausbildung finden unter den o.g. Voraussetzungen und Hygienemaßnahmen statt, insbesondere der Abstandswahrung, dem Tragen von Mund und Nasenschutz, ständiger Desinfektionsmaßnahmen in der Infrastruktur sowie Desinfektion  nach Benutzerwechsel des Sportgerätes und des Bootes.

Stufe 2: Zusätzliche Lockerungsmaßnahmen ab 18. Mai 2020 

Erweiterte Öffnung der Sanitärgebäude unter Auflagen:

Zugangskontrolle und Sicherstellung der Abstandsregeln gemäß den jeweils gültigen Regeln für gastronomische Betriebe.
Stilllegen jeder 2. Duschkabine bzw. WC-Kabine, vorzugsweise Nutzung der Familienbäder und sanitären Einrichtungen an Bord.
Ausstattung der Sanitärgebäude mit Desinfektionsmittelspendern zur Handdesinfektion und Papiertaschentücher.

Vollständige Öffnung der Hafengastronomie (im Innenbereich unter Auflagen)

Die allgemeinen kontaktbeschränkenden Maßnahmen und Hygieneempfehlungen bleiben bis auf weiteres in Kraft bzw. sind den zukünftigen gesetzlichen Regelungen und Empfehlungen anzupassen.

SV Esmeralda – Katrin Homann + Hans Gliem GER

DICK ZAAL PINICAL – EIN DANKESCHÖNGRUSS AUS BRASILIEN

Liebe Peter, du wirst dich vermutlich nicht mehr erinnern bei deinen vielen Kontakten zu Seglern. Du hattest uns mal vor einigen Jahren bei der Bootssuche geholfen und später natürlich auch uns beim Umgang mit der Windpilot unterstützt.


Wir sind mittlerweile in Brasilien angekommen und haben uns gerade 3 Wochen gegen den Wind und Guyana-Strom von Franz.-Guyana hierher durchgekämpft.

In diesem Zusammenhang kam uns der Gedanke, dir noch einmal für deine Hilfe (das Boot ist immer noch unsere 1. Wahl)  und für die WP zu danken. Ohne Windsteuerung wäre unser Bootsleben nicht denkbar und wir verstehen nicht, warum viele Segler nur mit Autopilot (der im Gespräch mit diesen Seglern sich meist als Hauptärgernis herausstellt) unterwegs sind.

Wir haben die WP zum Mitarbeiter des Monats – ach was, des Jahres – gekürt. Keiner arbeitet so viel an Bord und verlangt so wenig Zuwendung!

Wir sind sehr glücklich, dass wir uns für deine Steuerung entschieden haben. Vielen Dank!
 

Momentan gibt es auch hier die Corona-Probleme. Brasilien ist eigentlich zu und wir müssten den Hafen baldmöglichst wieder verlassen. Aber wohin? Es bliebe dann wohl nur die Rückkehr nach Deutschland.

Wir sind aber guter Hoffnung, dass sich irgendein Nebenweg finden wird.
Hoffentlich bist du nicht allzusehr involviert von all dem!
Pass´ auf dich auf, alles Gute!
Liebe Grüsse von Katrin und Hans
SV Esmeralda

Guten Morgen Katrin und Hans,
ueber Eure Mail freue ich mich aufrichtig, denn das sind die Fruechte meiner Arbeit, die ich seit bald 50 Jahren gerne leiste … die mir zeigen, dass die Botschaften auch im Herzen angekommen sind. Und deutlich, auch wenn ich viele Beratungsgespräche führe, so sind mir die Details in meiner Birne stets geläufig … was mich auch mit bald 73 Jahren noch fit erhält: sinnvolle Arbeit mit Menschen, die dies zu schaetzen wissen.

Freut mich besonders, dass das Schiff Euch treu dient … und Ihr nicht an den Imponderabilien des Seglerlebens gescheitert seid. Und nicht wahr, in Bezug auf die Schiffsberatung bin ich bei Euch in offene Tueren gerannt … so ganz anders, als bei einigen anderen Seglern, bei denen ich manchmal schwerere Waffen in Stellung bringen muss, um sie von den FALSCHEN SCHIFFEN zu den RICHTIGEN zu schieben … manchmal ein Hard Core Job.

So gesehen also: Alles Gut …

Allerbest aus dem Norden … wo uns die Schiffe weggenommen wurden … Haefen dicht, Politiker doof, die Welt ist ausser Rand und Band …
Peter

SV Barracuda – Kate + Graham Walker UK

UPDATE FROM GALAPAGOS – STARTING WEST TOWARDS TAHITI

We woke this morning to find an e-mail from our agent in French Polynesia saying that we had been cleared to go to Tahiti, possibly via Nuka Hiva. This is very good news and just what we hoped for. We laid out the logic for wanting to make this trip a few days ago. So now it’s action stations, as we complete our preparations.
19th April 2020 reading the blog

SV Midnight – Niki + Ben Coulson UK

PACIFIC PLUS 20 YEARS ON DUTY

Hello Peter, thank you for support on Easter Monday! We have cleared for Banjul. ( The Gambia ). We’ve taken our vessel there 3 times.
Reading in your blog .. I have to say, that we’ve been in some of  the same waters my friend !

I recall meeting you on about 2000 at London Boat show. I was enquiring about your unit for my Colin Archer. I was concerned about the windpilot coping with that boats weather helm  You said.  “ Ben, your boat is a toy compared to my equipment “ it was funny then (and true). We still laugh about that comment .
         
Best wishes from Ben

SV Jonathan III – Caro + Mark van de Weg NED

LONGTERM ARTIC SAILOR COMMENTS THE WINDVANE REPORT

Again a very clear explanation with excellent diagrams by Peter, to tell us high latitude long-distance sailors on how things work. It tells you all the detail that goes into the design of modern WSS systems.

Windvane report

Having developed from huge appendages hanging of the back of transom by way of medium sized systems to an efficient, compact, light, strong and powerful pendulum concept.

As high latitude sailors it is even more important that one does not have to hang down over the transom to sheer in new lines or replace shear pins or worse. Without gloves your fingers would be stiff in minutes. We sailed the Arctic, the NW passage and crossed the Drake Passage to Antarctica 22 times.

We never worried if the Windpilot would get through the ordeal when hit by bad weather. The pictures of Abhilash Tomy’s boat after the knock down say it all. And if the Windpilot needed any tweaking or new steering lines things could be done easily from the aft deck without any Houdini acts.

If the innovative Dutch designer of boats like the Maltese Falcon, Gerard Dijkstra, chooses a Windpilot for his own 53 footer then one can be sure there is no better WSS around.

Mark van de Weg
SY Jonathan

Lockerung des Lockdown

Mo., 20.Apr.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2150, 20.254 sm von HH

Der Hohe Kommissar – der ‚Hout commissaire‘ wird doch nicht meinen Bericht „mehr Augenmaß, bitte“ gelesen haben? Nein, unwahrscheinlich. Er ist von alleine auf die Idee gekommen, dass die Inseln ‚draußen‘ eine andere Behandlung brauchen als die einzigen Inseln mit Corona-Fällen: Tahiti und Moorea. Nach vier Wochen gibt es erste Erleichterungen des Lockdowns. Die Ausgangsbeschränkungen tagsüber sind aufgehoben. Die Kinder gehen ab Morgen oder Übermorgen wieder zur Schule und die Locals und wir dürfen mehr oder weniger machen, was wir wollen. Versammlungen sind noch untersagt und in die Kirche darf nur die Hälfte der maximalen Kapazität, höchsten fünfzig Personen. Nachts zwischen 20:00 Uhr und 5:00 Uhr ist die Ausgangssperre bestehen geblieben. Man könnte denken, das Virus sei nachtaktiv. Egal, wir sind happy!

Der Alkoholverkauf ist – noch eingeschränkt – ebenfalls wieder erlaubt. Es gibt Wein und Bier von Montag bis Donnerstag zu kaufen. Die so liebenswürdigen Polynesier verhalten sich zu Hause wohl nicht ganz so freundlich. Häusliche Gewalt soll weit verbreitet sein. Das wollte man mit dem Verbot des Alkoholverkaufs unterbinden. Aber wir haben gehört, dass dies nicht recht geklappt haben soll. Die Einheimischen saufen nun selbstgebranntes Zeug und verprügeln noch immer ihre Kinder. Damit jetzt nicht alle blind oder doof im Kopf werden, hat man den leichten Stoff wieder freigegeben. Ein kleines Detail: Bier darf nur warm verkauft werden, um eine Sofortvernichtung noch an der Kasse zu verhindern.

Uns treibt es den ersten Tag der Bewegungsfreiheit in die Botanik. Es ist nicht so, dass wir an Bord nicht genug Zeit miteinander verbracht hätten. :mrgreen: Aber eine Wanderung zu zweit macht uns dann doch doppelt so viel Spaß. Wir gehen erst mal eine einfache Strecke ohne viel Steigung – aus Rücksicht auf die mangelnde Kondition von Oma und Opa Willner. Wir genießen und die Einheimischen genießen. Die Lethargie und die trübe Atmosphäre im Dorf sind verschwunden. Alle sind aufgeräumt, ja euphorisch. Am Gartenzaun wird ein Schwätzchen mit uns gehalten, wir sind wieder willkommen. Überall fröhliche Gesichter, Musik schalt durch den Ort. Die Kinder toben mit ihren Rädern auf der Straße. Das normale Leben ist zurück. Unsere englischen Nachbarn betätigen unseren Eindruck: „Es war heute toll im Dorf, war es nicht?“ Der Mensch ist nicht dazu gemacht, um eingesperrt zu sein.

Freude über unsere neue Freiheit am Lieblingsplatz

Quarantäne-Fakten

Fr., 17.Apr.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2147, 20.254 sm von HH

1. Der Schuld-Faktor
Das wichtigste zu erst. Es ist ganz einfach – Achim hat Schuld! :mrgreen:
Wenn er nicht auf eine zweite Saison in Französisch Polynesien bestanden hätte, könnten wir jetzt im superschönen Neuseeland weilen. Mit prall gefüllten Supermärkten und würden nicht vor Anker am Ende der Welt hängen mit einem Versorgungs-Schiff, was alle drei Wochen Kohl, Möhren und Zwiebeln bringt, die nach wenigen Tagen ausverkauft sind.

2. Der Alkohol-Faktor
Der Alkohol-Verkauf in Französisch Polynesien ist verboten seit, keine Ahnung, über zwei Wochen. Wein haben wir schon viel länger nicht mehr an Bord. Das ist blöd, gibt es doch im Netz den hilfreichen Tipp, bereits sein Frühstücksmüsli mit Rotwein statt Milch einzuweichen. Die Quarantäne bekäme dann bereits morgens einen rosa Schimmer und nach drei Tagen hätte man sich auch an den schlechten Geschmack gewöhnt.
Wir haben noch einen Bier-Vorrat für wenige Tage. Da wir selten harte Sachen trinken, konnten wir in der Bilge noch eine Flasche Rum aus Panama (zwei Jahre alt) und eine angebrochene Flasche Anis-Schnaps aus Gomera (5 Jahre alt) finden. Zunächst sind wir gerettet!

3. Der Ankerplatz-Faktor
Hier haben wir es richtig gut getroffen: Traumhaftes Wetter seit vier Wochen. Nicht zu warm, grad 25 bis 26 Grad, nachts kühlt es ab, so dass wir gut schlafen. Die Aussicht auf die Berge ist wunderschön und halbwegs türkis Wasser ist auch noch da. Der Ankergrund ist bombig haltender Schlamm, dadurch ist das Wasser etwas milchig und nicht kristallklar, aber trotzdem verlockend zum Reinspringen.
Wir sind hier sicher vor Wirbelstürmen – die Saison ist in gut vier Wochen endgültig zu Ende. Die Segel-Kollegen in der Karibik müssen sich Sorgen um die nahende Hurrikan-Saison machen. Wohin, wenn Dich kein Land aufnimmt? Das bleibt uns erspart. Außerdem haben wir die friedfertigsten Gastgeber der Welt. Kriminalität gleich Null – Französisch Polynesien gilt als eines der sichersten Länder der Welt. Wir schließen weder Kajaks, noch Dinghy ab. Der Niedergang bleibt nachts offen. Es wird hier nicht gestohlen und es haut einem auch keiner einen Stein an den Kopp.

4. Der Gefühl-Faktor
Eine der häufigsten Antworten auf die Frage, was ist am Langfahrsegeln das Schönste, lautet von vielen Crews: die Freiheit! Damit ist nun mal Schluss. Regierungen, die zufällig auf unserem weiteren Weg liegen, entscheiden über unsere Freiheit. „Du kommst hier nicht rein!“ Der Bürgermeister unserer kleinen Gastgeber-Insel befindet, dass wir nur eine Stunde täglich allein an Land gehen dürfen. Französisch Polynesien untersagt uns das Segeln in ihrem Land. Unfrei, gefangen, eingesperrt, bestraft, so fühlt es sich an.
Das Auswärtige Amt hat über 200.000 Deutsche heim ins Reich geholt. Manchmal denke ich, wir sind die letzten, die ‚draußen‘ geblieben sind. Das fühlt sich einsam an. Das stimmt natürlich nicht, hunderte, ja tausende Segler aus der ganzen Welt sind auf ihren Booten geblieben. Viele, so wie wir, haben zu Hause ja auch gar kein Zuhause mehr. Unser Boot ist unser Heim. Das könnten wir nicht irgendwo an einer Ankerkette zurück lassen und hoffen, dass wir es in einem oder zwei Jahren wieder sehen werden. Was mag dann übrig sein von unserem Zuhause? Somit war es nicht eine Sekunde eine Option für uns Atanga zurück zu lassen.
Das zweite große Gefühl ist die Ungewissheit. Was wird das Virus noch anrichten? Was wird aus uns werden? Wie lange wird es dauern? Wohin können wir? Und auch Kleinigkeiten beschäftigen uns: wie kommt eine Ersatzkreditkarte hierher? Jetzt schicken lassen oder später? Sind wir dann überhaupt noch hier? Wie lange reicht unser Bargeld (einen Automaten gibt es hier nicht – entweder du hast lokale Währung, US-Dollar oder du „hungerst“). Fragen über Fragen. Das fängt an zu bohren.

5. Der Zwischenmenschliche-Faktor
Wir sind ein Paar, was sich streitet (was aber nichts mit Punkt 1 zu tun hat ;-) ).
Wir vertragen uns aber auch schnell wieder. Viele Paare streiten sich ja nie, wenn man ihren Blogs oder Aussagen Glauben schenken darf. Sie sitzen auf ihren Booten und ‚finden ihren Frieden‘ … ‚kommen zu sich selber‘ … ‚genießen die Reduzierung auf die Gemeinschaft‘. Da kann bei mir schon mal etwas Sozialneid aufkommen bei so viel Glück.
Denn bei uns ist das anders. Wir sind wie immer. Achim nervt mich, ich nerve Achim. Nicht mehr und nicht weniger als sonst. Und natürlich nicht immer. Ab und an gibt es eine Diskussion über etwas oder eben sogar einen Streit. Dann beruhigen sich alle wieder, es folgt die Versöhnung und gut. Wir haben uns in den letzten sechs Jahren zusammen gerauft, unseren Rhythmus gefunden, wie wir auf engem Raum miteinander auskommen können. Wir schätzen uns, wir schenken uns Freude, wir achten uns. Und während ich das schreibe, vergeht der Neid auch schon wieder, weil wir andere Menschen meistens für glücklicher halten als sie sind.

6. Der Zukunfts-Faktor
Wenn man realistisch darüber nachdenkt, erscheint es uns ziemlich sicher, dass wir das nächste halbe Jahr hier nicht wegkommen. Darüber kann ich schon mal eine Träne ins Kissen quetschen. Gefangen! Nicht nach Hause fliegen. So sehr hatte ich mich im Mai darauf gefreut nach fast zwei Jahren mal wieder in Deutschland zu sein.
Aber es ist unwahrscheinlich. Die Inseln zwischen uns und Neuseeland sind zum größten Teil Viren-frei. Das wollen die mit Sicherheit auch bleiben und werden somit wohl niemanden rein lassen die nächsten Monate. Und nach Neuseeland können wir erst im November, weil die Wetterbedingungen es erst dann erlauben.
Nichts ist gewiss im Augenblick, alles möglich. Und vielleicht wendet sich alles noch zum Besseren. Wir warten gespannt und nicht immer nur geduldig.

Unser täglicher Quarantäne-Blick ist vom Feinsten

Corona Zwischenbericht

HOME OFFICE – OLGALOU – WINDPILOT

Corona Zeiten

SV Bonnie af Stockholm – Helene + Tommy Larsson SE

FROM ST. HELENA TO BRAZIL DUE TO CORONA

Hi Peter, the repair of our Windpilot worked fine during our trip to Brazil where we are now due to the Cornona situation.
We have been sailing around the world and one of the most reliable things we have is a windpilot Pacific plus that is helping us over all oceans, we also have raymarine autopilot that we use only for help if we do a day sailing. Pacific plus is quiet and take no power and fell more reliable. We have lots of time sailing together with friends that only have an electronic autopilot that have failed and they have to hand steer. And if we need support, Peter is always there for a quick response.
Best Regards Tommy and Helene Larsson from Bonnie af Stockholm