Kategorie: News & Blogs

SV Maud – Helena + Martin Trockels GER

MIT EINEM KOMMENTAR FING ES AN – ABER DANN GING ES WEITER

Martin Trockels

SV Sini – Mika Pukari FIN

RUSTLER 42 – HELSINKI – KIEL – HELSINKI
Hi Peter, after your fixes in Kiel, the windpilot steers fine. Due the covid issues and restrictions we decided in Rendsburg, to turn home to Finland. Your book Myth Circumnavigation gives invaluable information to bluewater sailors. Thank you very much for writing it, you have made a Good job!
Kinds regards
Mika

Aus der Heimat zurück nach Hause

Sa.,11. Sep.2021, Franz.Polynesien/Tahiti/Papeete, Tag 2659, 22.204 sm von HH

Nur 33 Stunden dauert der Ritt von Haustür zu Boottür. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass ich einmal um die halbe Welt fliegen muss. Leider gibt sich Air France in Paris viel Mühe eine Verspätung heraus zu arbeiten. Beim Bording wird von jedem Passagier neben dem Pass und der Bordkarte noch das Ergebnis eines PCR Testes, die Einreisegenehmigung von Französisch Polynesien (etis) und ein (wenn vorhanden) Impfnachweis kontrolliert. Chaos pur. Einige haben ihre Nachweise auf dem Handy, andere zeigen gedruckte Zettel hervor. Jede Bescheinigung sieht anders aus. Für eine dritte Gruppe kommt die Kontrolle völlig überraschend und es wird in Rucksäcken nach den geforderten Unterlagen gesucht. Der Kontrolleur in meiner Reihe guckt grimmig und schwitzt. Er hält es unter seiner Maske nicht mehr aus. Die hängt ihm sinniger Weise unter dem Kinn. Die Menschen in den Schlangen stehen dicht gedrängt. Die gleichen Personen, die zuvor mit einem gesperrten Sitzplatz zwischen sich gewartet haben. Ein schönes Beispiel für Absurditäten. Das Bording zieht sich über zweieinhalb Stunden und generiert eine Verspätung von anderthalb Stunden.
Dafür brauche ich in Paris nicht durch die Sicherheitskontrolle. Nicht zu verstehen, aber recht so. Einige Akkus, ein neuer Laptop und ein verdächtig aussehender Spannungs-Stabilisator für unser Kurzwellengerät machen mein Handgepäck brisant. Die Passkontrolle erfolgt mit hochgezogener Maske. In Covid-Zeiten zählt nur noch ein Impfnachweis, alles andere fällt durchs Sicherheits-Netz. Der erste Langstreckenflug von zehn Stunden vergeht schleppend. Die Maschine ist voll. Das Film-Angebot ist das gleiche wie auf dem Hinflug vor einem Monat. Die besten Stücke sind also weg. Dafür spendiert Air France Champagner als Aperitif. Geht doch.

Die Air-France-Kollegen in Vancouver holen die Verspätung wieder rein. Es wird nur schnell getankt und einmal kurz durchgewischt. Der zweite Langstreckenflug von 10 Stunden beginnt. Wie beim Hinflug habe ich Glück und einen Dreier-Sitz für mich alleine. Schnell den zweiten Champagner getrunken und einen Rotwein dazu. Ich schlafe wie auf Wolken. Der Pilot gibt Gas und pünktlich landet meine Maschine um fünf Uhr morgens in Papeete. Willkommen in der Südsee: eine dreiköpfige Band mit Blumenkränzen spielt auf der Ukulele. Die Mädchen bei der Kontrolle meines etis und Impfpasses lächeln und schwitzen nicht.

Ich bekomme einen Selbst-Test in die Hand gedrückt. Da ich geimpft bin, muss ich nicht in Quarantäne. Der Selbst-Test reicht aus. Meine beiden Koffer liegen bereits nach zehn Minuten auf dem Laufband, die Zollkontrolle ist so früh am Morgen nicht besetzt. Die letzte Hürde ist somit geschafft. Am Ausgang vom Flughafen soll man den Selbst-Test abgeben. Ich bin im Testen unerfahren und die Anweisungen auf dem mitgelieferten Beutel mit Röhrchen und zwei Stäbchen sind auf Französisch. Daher lasse ich mir helfen. Nicht, dass ich den Test verhaue und es unangenehme Folgen nach sich zieht. Ich muss ein kleines Zelt betreten. Meine Koffer bleiben draußen auf dem Vorplatz stehen. Kann man hier machen, in Südamerika hätte ich Schiss gehabt. Dann einmal im Rachen und in der Nase geprockelt. Das war’s, ich kann gehen. Das nächste Taxi gehört mir und fünfzehn Minuten später und dreißig Dollar ärmer (die heftigen Preise hatte ich schon fast vergessen :lol: ) bin ich bei Achim und Atanga.

Wer so begrüßt wird, dem soll es wohl gut gehen

Schön war’s in der Heimat. Hat sich was verändert in den letzten drei Jahren? Ja! Ein paar mehr graue Haare bei einigen Freunden – ich nenne keine Namen  :mrgreen: – und Berge an Elektro-Rollern in der Stadt. Eine Pest, die an jeder Ecke steht, den Fußweg versperrt und einen zum Slalom-Laufen zwingt. Eine Pest, bis man mal damit gefahren ist. Sauschnell. Saugeil.
Zum ersten Mal hatte ich beim Heimatbesuch kein Auto zur Verfügung und habe auf Bus und Bahn gesetzt. Das war ein Fehler! Nicht nur, dass es tageweise einen Bahnstreik gab, auch ohne Grund fallen S-Bahnen einfach aus. Auch an meinem letzten Tag bei der Anreise zum Flughafen. Ein Totalausfall. Erst sind wir auf der Strecke stehen geblieben und dann . rückwärts zum letzten Bahnhof zurück gerollt worden. Ein Taxi und eine gute Zeitreserve haben mich vor dem Super-Gau eines verpassten Fluges bewahrt.
Hamburg ist schön. Hamburg ist aber auch voller Menschen. Viel Verkehr, viele Autos, diese Hektik – ich bin es einfach nicht mehr gewöhnt. Die Supermärkte quellen über. Auch hier entwöhnt, frage ich mich, ob das Überangebot wirklich sein muss. Muss es zwanzig verschiedene Erdbeer-Joghurts geben? Von morgens bis abends? Darf niemals etwas ‚aus‘ sein?

Hamburg ist schön. Aber am Wetter muss gearbeitet werden. Zwei gute Tage am Anfang und fünf am Ende. Eine schlechte Quote. Es war so kalt, dass ich mir Schuhe kaufen musste. Und trotzdem, es war eine wunderbare Zeit. Alte und neue Freunde, die Familie wieder zu sehen. Unbezahlbar. Ich danke Euch allen, dass Ihr mir so eine tolle Zeit bereitet habt. Ich komme wieder!

Jawohl – das ist ein Versprechen


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Tom Cunliffe

TOM CUNLIFFE – A SAILOR TO THE CORE

Tom Cunliffe

SV Otter II – Jean + Mario Lumaye BE

DRITTE WELTUMSEGELUNG BEENDET – ARZAL de MORBIHAN
Nach einem Iridium Hilferuf aus dem Südatlantik, einer unkonventionellen Reparatur hat die Windpilot Heckverzierung am Ende ihre dritte Weltumsegelung bis zur Ankunft durchgehalten, wenn gleich optisch nicht mehr so attraktiv wie vor ungefähr 10 Jahren.

L’émotion et la joie étaient palpables dans le petit groupe de proches et d’amis, à l’arrivée, sur la Vilaine, du joli cotre familial, l’Otter II, qui arborait fièrement son drapeau belge. Dimanche 29 août 2021, à 10 h, le bateau franchit avec élégance l’écluse du barrage et s’arrime à quai, à Arzal (Morbihan).
À bord du bateau, Jean et Marjolein Lumaye Van Ettro arborent le sourire heureux de ceux qui touchent au but. « Arriver, c’est un bonheur suprême ! » s’écrie cette dernière en apercevant Manon et François, ses enfants, leurs conjoints et la petite Ava, qui vient d’agrandir la famille CONTINUE READING

Julia Jones – Yachting Monthly

YACHTING MONTHLY Book review

Kommentare

SV Polonez – Krzysztof Baranowski PL

ZWEI LEGENDEN UNTERWEGS – NEIN DREI!

Krzysztof Baranowski

SV Maselle – Gabrielle Heggli Guerra und Thomas Guerra CH

31 TAGE ZURÜCK NACH EUROPA – IN EINEM RUTSCH

SV Maselle

Bootssport News-Logbuch September ’21: Wichtiges in Kürze.

In unserem Bootssport News-Logbuch fassen wir die wichtigsten, aktuellen Meldungen in Kürze zusammen.

Bootssport News-Logbuch September 2021

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02.09.2021 – Brücke Kappeln erneut gesperrt

Aufgrund von Reparaturarbeiten kann die Klappbrücke Kappeln in folgenden Zeiträumen nicht geöffnet werden.

Dienstag, 12.10.2021 – 22:00 Uhr bis Donnerstag, 14.10.2021 – 05:30Uhr
 Dienstag, 19.10.2021 – 22:00 Uhr bis Donnerstag, 21.10.2021 – 05:30Uhr
 Dienstag, 26.10.2021 – 22:00 Uhr bis Donnerstag, 28.10.2021 – 05:30Uhr
 Dienstag, 02.11.2021 – 22:00 Uhr bis Donnerstag, 04.11.2021 – 05:30Uhr

Die Durchfahrt unter der nicht gehobenen Brücke ist jederzeit möglich.

Quelle: Elwis.de, Zur Meldung

 

Klappbrücke in Kappeln

02.09.2021 – Gorch Fock bricht Probefahrt ab

Sechs Jahre dauert bislang die Sanierung des Segelschulschiffs „Gorch Fock“. Am gestrigen Mittwoch lief das Schiff aus der Bremer Lürssen-Werft auf, um zum ersten Mal wieder auf Fahrt zu gehen. Die Fahrt dauerte jedoch nur kurz: Wegen eines defekten Regelventils des Dieselmotors musste die aus Sicherheitsgründen gestoppt werden. Das Segelschulschiff wurde nach Wilhelmshaven geschleppt, da die Reparatur auf See nicht möglich ist.

Gorch Fock

 

Messen: Interboot feiert Jubiläum

Nach einer pandemiebedingt abgespeckten Interboot 2020 verzeichnet die 60. Interboot in diesem Jahr wieder mehr Aussteller und Fläche.

Ein runder Geburtstag ist immer ein Grund zum Feiern. Die Interboot findet in diesem Jahr zum 60. Mal statt und präsentiert im Rahmenprogramm eine Sonderausstellung als Zeitreise durch die Messejahre seit 1962. Aber nicht nur das feierliche Jubiläum bringt Veranstaltern und Ausstellern der Interboot eine überaus gute Laune, auch die Rahmenbedingungen der traditionell ersten Hallen-Wassersportmesse in der Saison machen optimistisch. Der Markt boomt, laut Bundesverband Wassersportwirtschaft blicken 86 Prozent der Branchen-Unternehmen positiv wie nie zuvor in die Zukunft. Dementsprechend groß ist Erwartung an die Messe, die vom 18.-26. September 2021 auf dem Friedrichshafener Messegelände stattfindet.

 

Interboot MotorboothalleOptimistisch: Die Interboot ©Foto: INTERBOOT Friedrichshafen
Mehr Aussteller, mehr Fläche

Nachdem die Interboot im vergangenen Jahr wegen der Pandemie stark verkleinert als sogenannte „Special Edition“ durchgeführt werden musste, präsentieren sich nun 40 Prozent mehr Aussteller auf 50 Prozent mehr Fläche als im Vorjahr. Auch die Zahl der ausgestellten Boote liegt mit einem Plus von 40 Prozent deutlich über dem Vorjahr. „Nachdem die Geschäfte bereits im vergangenen Jahr ausgesprochen gut gelaufen sind, ist die Vorfreude der Unternehmen auf die weltweit erste große Indoor-Veranstaltung des Jahres sehr groß“, sagt Projektleiter Dirk Kreidenweiß.

Die Interboot 2021 präsentiert von Samstag, 18. bis Sonntag, 26. September 2021 unter Berücksichtigung des Schutz- und Hygienekonzeptes die ganze Welt des Wassersports. Die Messe ist von Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets sind online erhältlich. Die Tageskarte kostet dreizehn Euro, ermäßigt zehn Euro. Die Familienkarte gibt es für 29 Euro. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen fünf Euro. Besucher, die im Jahr 1962 geboren wurden, haben freien Eintritt.

IB2021_HallenübersichtHallenplan Foto: INTERBOOT Friedrichshafen

 

Urs Schoenbaechler CH

ETAP 22i – PROBLEME UNTERWEGS – SCHNELL GELOEST
Guten Tag Herr Foerthmann, ich habe den ersten Törn mit dem Windpilot gesegelt. War 2 Monate auf der Ostsee 1495 sm und wäre einhand nie soweit gekommen ohne Pacific Light. Hatte viel Spass. Dieser Kauf hat sich sehr gelohnt für mich. Etwas zu meckern habe ich trotzdem:

Die Windfahne ferstellte sich ab und zu von selbst, auch wenn die Fernsteuerbensel gleichmässig gespannt waren. Die Klemme getraute ich nicht, mehr festzuziehen. Haben Sie einen Tipp?
Freundlicher Gruss
Urs
Moin Urs Schoenbaechler, solche Zeilen sind Honig fuer einen schon ergrauten Mann … weshalb – und nicht nur darum – ich mich herzlich bedanke… Die Klemme war konstruktiv damals die Idee, ganz ohne Fernbedienung auszukommen … diese Idee habe ich spaeter verworfen, weil mit der FB insbesondere bei Schiffen wie den Ihren … alles eenorm viel eleganter geht, der Grund, weshalb die Fernbedienung seit vielen Jahren Standard ist.
Die Lösung Ihres Problems ist schnell beschrieben: mit beiden Leinen in Curry- oder Kammklemme den Windfahnenmast festsetzen … fertig!
Allerbest
Peter Foerthmann

Lockdown … Essen, schlafen und wieder essen und trinken

So.,29. Aug.2021, Franz.Polynesien/Tahiti/Papeete, Tag 2646, 22.204 sm von HH

„Die Ausgangssperre wird durch den Freiheitsentzug beendet …“. So kam die Übersetzung aus dem Französischen an, nachdem entschieden wurde, dass auf den Gesellschaftsinseln nachts eine fast absolute Ausgangssperre von 20:00 bis 04:00 herrscht und wir uns in der restlichen Zeit im Lockdown befinden. Ich allein und Bine in Deutschland – Super Timing.

Nicht, dass Kochen ein Problem für mich wäre… ich bin/war schließlich Chemiker und sklavisch nach Rezept kochen habe ich mal gelernt. Allerdings waren die Zutaten andere und die Anleitungen genauer. Aber das sind nur graduelle Unterschiede.
Leider gibt es für die meisten Sachen, die ich mir bei Bine abgucken konnte keine Rezepte. Fragt mal jemand, der kochen kann, wie er etwas kocht. Da kommt nichts Brauchbares. Nur Sätze wie „Man müsse das nach Gefühl machen“ und „ich kann das so nicht sagen„…

Egal …
Sieht man vom Frühstück ab, das nach wie vor aus Brot, Butter, Wurst und Käse besteht, so haben sich die anderen Mahlzeiten verändert. Da gibt es zwischendurch auch schon mal Tomaten- oder Weißkohlsalat. Als Snack.

Eines meiner Lieblingsessen zur Zeit ist Kichererbsenmus (mit Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer) mit Möhrchen, Tomaten und Sriracha eingerollt in Tortillas. Das ist schnell gemacht und selbst für einen Kochlegastheniker machbar. Wahlweise gehen in die Tortillas auch scrambled eggs mit Sriracha …. eigentlich geht fast alles mit Sriracha und Tortillas.

Ein zweites Top Rezept ist Papaya Salat in Pfannkuchen. Super schnell und recht einfach. Man backe Pfannkuchen. Dann stückelt man eine reife Papaya mit dem Löffel und gibt reichlich klein gewürfelte Zwiebeln dazu. Mit Olivenöl, etwas Salz und gestückelten Chilischoten abrunden und in einen Pfannkuchen einrollen. Fertig.

Papaya Salat ... die kleinen Punkte sind Chili
Ich könnte mir vorstellen, dass auch eine Mango ginge, sollte man gerade keine auf den Punkt reife Papaya zur Hand haben.

Samstag wollte ich mir richtig etwas gönnen. Ente mit Gnocchi. Klingt gut, oder? Schon als die Dose mit dem Konfit öffnete kamen mir Zweifel. Irgendwelche Stücke in Fett/Öl schwimmend kamen zum Vorschein. Brust oder Keule war das nicht. Eine genauere Kontrolle der Dose ergab, dass es sich um Gésiers de Canard handelt …. Kaumägen. Das Ende der Geschichte war, dass ich die Gnocchi ohne Beilage gegessen habe und Erdnüsse zum Nachtisch.

Heute ist Sonntag und somit ist, wie jeden Sonntag in Papeete, Schweinebraten angesagt. Das kulinarische Highlight der Woche. Das Business scheint fest in Chinesischer Hand zu sein. Jeden Sonntag bringen sie ihre frischen Schweinebraten auf den Markt. Herrlich, köstlich, lecker … ein wahrer Traum, bedenkt man, was es zur Zeit sonst zu Essen auf dem Schiff gibt, während ich das Schiff hüte.
Und Montag geht es dann wieder von vorne los …