Kategorie: News & Blogs

„Nie dachten wir, dass eine Welle vom Land uns mehr Schaden zufügen könnte als jede Welle vom Meer.“

Eine Flutwelle zerstörte innerhalb einer halben Stunde die Gebäude und Einrichtungen des befreundeten Segelclubs im sizilianischen Küstenort Sciacca. Nachfolgend ein Bericht von Franco Galuzzo über die Flutwelle. Wir wissen nur zu gut, wie schnell so etwas auch im eigenen Land geschehen kann und haben deshalb jetzt ein Spendenkonto auf GOFUNDME eingerichtet, um dem kleinen Segelclub zu helfen, der unversichert von der Naturkatastrophe getroffen wurde. 

Wir danken für jeden Euro, den Ihr spendet.

Aus ihren Verankerungen gerissene Gebäude, Schlamm und Unrat:
Nur eine halbe Stunde hatte sich eine Welle vom Land aus auf die Hafenpier ergossen und die beiden Segelclubs von Sciacca zerstört.

„Es war eine ‚Bomba d’acqua’, eine Bombe aus Wasser, die in dieser Nacht auf uns runterkam“, berichtet Franco Galuzzo, Chef des örtlichen Segelclubs CIRCOLO NAUTICO IL CORALLO in Sciacca an der Südküste Sizilien.

Als wir wir am Sonntag nach Nikolaus telefonieren, erzählt Franco von jener Nacht, in der der Regen über Sciacca kam. Die Altstadt liegt oben am Berg, doch der Hafen mit dem Supermarkt und den beiden Segelclubs liegt unten auf Meereshöhe. Dort, wo der örtliche Bach, der Cansalamone, den Berg herunterkommt. Den Cansalamone kenne ich gut – ich verbrachte den Sommer 2016 auf LEVJE im Circolo Nautico und den Winter 2017/18. In sizilianischen Sommern ist er nichts weiter als ein weites, schilfbestandenes Tal zwischen den Hochhäusern. Doch in jener Nacht wurde der eingequetschte Bach zum großen Ablauf ins Meer, dem auf dem Weg ins Meer nur die Gebäude der beiden Segelclubs im Weg standen.

Franco Galuzzo: „In Sciacca fallen das Jahr über 40 Zentimeter Wasser. Allein n dieser Nacht kam die Hälfte eines ganzen Jahres runter. Wir waren in der Nacht noch oben im Arcobaleno, dem „Regenbogen“, unserem Clubrestaurant von Maurizio, dem Fischer und Mitglied im Club. Weil es so regnete, hat uns Maurizio schon um 10 Uhr rausgeworfen und sein Restaurant zugemacht. 

Das fast ins Meer gespülten Clubgebäude mit Clubbüro und Bergen von Unrat auf der Pier.
Die Mitglieder haben mittlerweile den Unrat in freiwilliger Arbeit beseitigt.Wir sammeln nun für die Wiederinstandsetzung  der Clubgebäude und Neubeschaffung der Einrichtung. Der Circolo Nautico von Sciacca macht auch regelmäßig Veranstaltungen mit behinderten Kindern aus der Region Agrigent.

Als ich nachts um eins zuhause auf die Terrasse trat, regnete es heftig. Ich sah von oben, wie eine gewaltige Welle durch das Tal des Cansalamone nach unten brach – Wasser, Schlamm, Baumstämme, Schilfrohr, Zweige. Wie die Welle im Nu die Brücke vor dem Meer verstopfte. Wie sie über die Brücke stieg, sich einfach darüber wälzte. Sich in an den Wellenbrechern brach, die ja eigentlich das Meer draußenhalten sollten, aber jetzt die Welle des Cansalamone drinnen aufstauten. Ich sah von oben, wie die Welle den einzigen Weg nahm, der ihr blieb: Hinaus auf die breite Pier, die ins Meer hinausragt, auf der ihr nur die nachts geparkten Autos im Weg standen. Und unsere beiden Segelclubs auf der Innenseite der Pier. Denn die breite Deichmauer außen verhinderte, dass das Wasser ablaufen konnte.“

Ich kenne den Circolo Nautico und habe viele Posts über den Circolo auf diesem Blog geschrieben. Über die Regatta VELA LATINA, die sie jedes Jahr auf ihren restaurierten Holzbooten unter den dreieckigen Lateinersegeln veranstalten. Über Clubfeiern, über die Herzlichkeit, mit der mich Franco und die anderen auf Vereinsabende ins „Arcobaleno“ einluden. Mein Buch AUF DEM MEER ZU HAUSE beginnt mit einem typischen Vereinsabend des Circolo Nautico in Sciacca und mit drei Kapiteln über die Menschen in Sciacca.

„Es muss eine etwa 2 Meter hohe Welle aus Wasser Schlamm, Detritus gewesen sein, die über die Pier und die beiden Marinas hinwegging“, sagt Franco Galuzzo über die Flut, über die auch italienische Fernsehsender berichteten. „Ungefähr 1 Million Kubikmeter Wasser. Der Cansalamone erschuf eine Welle von 2 Metern, die 

alles unter sich begrub und mitriss, was herumstand: Autos, abgestellte Motoren, Zementblöcke. Manches fanden wir bei uns im Club wieder. Sie machte nieder, was ihr in den Weg kam, riss Teile unserer Clubgebäude mit, versenkte ein Fischerboot. Die übrigen Boote und unsere Schwimmpier blieben unbeschädigt. Aber die Elektronik, alle baulichen Einrichtungen im Club sind teilweise unterspült, verschoben, zerstört und müssen abgebaut werden.“

„Habt Ihr eine Versicherung?“, frage ich Franco. Er verneint. „Wir hatten bisher keinerlei Grund, eine Versicherung gegen Elementarschäden abzuschließen. Wir haben keine Versicherung. In 2018 hatten wir schon mal so eine Welle, aber sie beschädigte nur den Supermarkt am Fuß der Mole. Nie dachten wir, dass eine Welle vom Land uns mehr Schaden zufügen könnte als jede Welle vom Meer.

Wir haben einen Schaden an Gebäuden, an Einrichtungen und vor allem an der Elektronik und Computern in Höhe von 40.000 bis 50.000 Euro. Manches können wir durch Eigenleistung reparieren. Die Clubmitglieder haben zumindest schon mal den Schlamm rausgeschafft, der überall auf dem Gelände zurückblieb und alles einzuzementieren drohte.“

Jetzt ist es an mir, dem Circolo Nautico zu helfen. Susanne Guidera und ich haben von unserem Verlag millemari. aus auf GOFUNDME eine Spendenkampagne ins Leben gerufen, die den Circolo Nautico von Sciacca wieder auf die Beine helfen soll. Bitte unterstützt uns – und sei es nur mit 1 Euro. Denn wie Franco Galuzzo am Ende des Telefonates sagt:

„Ich freue mich über jeden Euro und bin sehr gerührt, dass Segler in Deutschland an uns in Sizilien denken. Das bewegt mich sehr.“

Der Link auf unser Spendenkonto auf GOFUNDME: hier klicken!

Apropos Home Office

MEIN ALLTAG SEIT 45 JAHREN

Apropos Home Office

Monsun 31 versus Orca

RUDERKONSTRUKTION DER MONSUN 31 – DAS MASS DER DINGE

Havarien

SV Sea MagiX – Benedikt Vonlanthen CH

DRITTE ATLANTIK RUNDE VORAUS – LEONIE MACHT DEN JOB AM HECK
Moin Peter, ich danke Ihnen bestens für den kurzen Wellness Aufenthalt unseres Windpiloten Pacific in Ihrer Werkstatt. Unsere «Leoni» hatte ja kein Facelifting nötig obwohl sie unsere X37 «sea magiX» schon auf vielen Reisen aus der Elbe nach Norwegen, Schottland und einer Atlantikrunde begleitet hat. Die Jugendjahre hat Leoni bereits am Heck einer X 382 auf meiner ersten Atlantikrunde verbracht.

Leoni heisst der WP übrigens weil meine Ehefrau meint, die Eigenschaften des WP seien eindeutig weiblich – ausdauernd, arbeitsam, sehr genügsam etc. Ich weiss nicht recht, aber um es mir mit niemandem zu verscherzen heisst der WP seit den ersten gemeinsamen Meilen eben Leonie und ist eine sie.
Bei aller Genügsamkeit brauchen natürlich auch Sie’s gelegentlich etwas TLC und das hat Leonie nun von Ihnen in Form von neuen Lagerstreifen, etwas Teflon und einer Grundreinigung bekommen – und ist nun hoffentlich wieder bereit, die anstehende 3te Atlantikrunde vom Heck aus zu steuern. Den Job erledigt sie seit ein paar Jahren in trauter Gemeinsamkeit mit dem SailingGen Hydrogenerator von Armin Horn.
Zu Anfang mussten sich die beiden (der WP und Hydrogen) etwas aneinander gewöhnen. Es gab jedenfalls, je nach Position und Einsatz von Leonie und Gisela (Hydrogen), Reibereien unter und über Wasser zwischen den beiden. Das war jedoch nach ein paar Schlichtungsversuchen mit Werkzeug rasch behoben.
Dass die beiden Heckverzierungen vollwertige Crewmitglieder sind ist nun dokumentiert, falls ein notarieller Beweisstemnpel notwendig sein sollte … haben wir auch in der Schweiz gute Notare. Ansonsten sind unsere Reisen bestens sortiert auf der unserer Homepage des Bootes dokumentiert. Ich wünsche Ihnen ruhige Advents- und schöne Feiertage.
Beste Grüsse aus den frisch eingeschneiten Alpen
Benedikt

Elektrische Antriebe für Boote: wann es sich lohnt

Egal ob Einbaumotor oder Außenborder – elektrische Bootsantriebe setzen sich immer mehr durch. Wir erklären, wann die Anschaffung eines E-Motors in Frage kommt.

Leben auf der Werf und geplante Arbeiten

Di., 07.Dez.21, Neuseeland/Whangarei, Tag 2747, 24.688 sm von HH

Wo sind wir denn eigentlich gelandet? Das Norsand Boatyard liegt in Whangarei mitten im Industriegebiet. Wir sind umzingelt von Handwerksbetrieben und Kleinindustrie, wie die Beton-Fabrik gleich hinter dem Zaun. Keine Restaurants, keine Wohnhäuser, keine Geschäfte. Bis zum nächsten Supermarkt sind es drei, bis in die City von Whangerei vier Kilometer. Dort ist die Auswahl an Geschäften mehr als ausreichend. Alles vorhanden, was wir benötigen.

Die Betonfabrik sorgt gut für Staub – im Hintergrund der Fluss

Der Weg mit dem Fahrrad verläuft an einer viel befahrenen Ausfallstraße entlang und ist Radler unfreundlich. Gesamt Whangarei (50.000 Einwohner) ist komplett aufs Auto fahren eingestellt. Zebrastreifen und Fußgängerüberwege sind Mangelware – Fahrradwege existieren gar nicht, Fahrradständer ebenso wenig. Der Vorteil, dass man nicht auf Radler eingestellt ist, es gibt auch keine Verbote für uns. Quer durch die Fußgängerzone mit dem Rad –  erlaubt. Na, zumindest nicht verboten.

Auf der Werft gibt es gute Duschen (heißes Wasser – 0,60 Cent für 6 Minuten) und saubere Toiletten. Außerdem Waschmaschinen und Trockner für einen anständigen Preis. Wenn die Werftarbeiter Feierabend haben, dürfen wir Auf-dem-Schiff-Wohner die Pausenecke der Arbeiter benutzen – inklusive kostenlosem Gasgrill.

Grillen am Sonntag mit Carla und Alex – gleich beschlossene Sache – das machen wir jetzt jeden Sonntag

Die Leute, einschließlich der Besitzer des Boatyards, sind freundlich und der Laden ist aufgeräumt. So ordentlich, dass ich über das komplette Gelände ziehen musste, um altes Holz für die Konstruktion eines kleinen Arbeitstisches unter Atanga zu finden.

Aus Holzresten entsteht ein passabler Tisch

Farbe, Antifouling oder Abwasser auf den Grund zu leiten, ist strikt untersagt. Da wird hier – untypisch für Werften – sehr darauf geachtet. Aber jedes Boot bekommt alte Kanister, in denen Grauwasser aus der Spüle und dem Waschbecken aufgefangen werden kann. Unsere Toilette ist natürlich nicht nutzbar. „Jedes Boot an Land mit einer Crew über 50 braucht einen Pipi-Eimer für die Nacht“,  so ein Segelfreund. Wir haben jetzt auch einen. :mrgreen:
Ich bin kein Held auf der Leiter. An einem Abgrund von 1500 Metern zu turnen, ist mir egal. Ich kann auch auf den lustigen Glasfenstern mit Blick in die Tiefe in Wolkenkratzern stehen, aber der Übergang von der Badeplattform auf die Leiter – da gruselt es mich. Dann noch im Dunkeln, nein danke, ich nehme den Eimer.

An guten Tagen geht es zwanzig Mal am Tag die Leiter hoch – die hat runde Sprossen – wer baut denn so etwas?

Achim und ich haben bereits mit unseren Arbeiten angefangen. Wellendichtung getauscht, Holzrahmen zum Lackieren demontiert, Segel abgeschlagen und vieles mehr. Bislang sind wir aber die einzigen, die an Atanga arbeiten.

Zwei große Projekte sollen von Norsand übernommen werden.

1. Der Rumpf – der wird komplett von Antifouling-Resten befreit und bis auf die GFK-Fasern abgeschält. Dann muss der Rumpf trocknen, damit die Osmose-Behandlung überhaupt erfolgreich durchgeführt werden kann. Nach dem Trocknen wird der Rumpf gespachtelt und er erhält eine wasserdichte Sperre (um erneute Osmose zu vermeiden). Diese Arbeiten erfolgen in einer Halle. Spätestens ab dem Zeitpunkt dürfen wir nicht länger an Bord wohnen.
Da der Rumpf nun einmalig neu aufgebaut wird, haben wir uns entschieden nicht wieder Antifouling zu streichen, sondern Copper Coat als Schutz gegen Bewuchs auftragen zu lassen. Das soll mindestens zehn Jahre halten.

Das Schälen des Rumpfes soll noch vor Weihnachten fertig werden. :lol:

2. Das Deck – der alte Teakbelag kommt runter. Damit das passieren kann, müssen alle Beschläge, Klampen und der Mast demontiert werden.
Anschließend werden die Löcher im Deck mit denen das Teak im Augenblick noch verschraubt ist, zugespachtelt. Anschließend werden eventuell vorhandene Wasserschäden beseitigt. Der neue Belag kann aufgebracht werden. Wir haben uns gegen Holz entschieden. Es soll ein Teak-Imitat aus Kunststoff (Flexi-Teak nennt sich das Produkt) aufgeklebt werden. Dies erfolgt ebenfalls in der Halle.

Mit den Arbeiten soll im nächsten Jahr begonnen werden. :lol:

Standzeit auf dem Trockenen – drei bis vier Monate, wenn alles gut klappt.
Wenn es in dem Tempo weiter geht wie bisher … unendlich.
Ich glaube fest daran, dass sich die Kiwis bereits im Weihnachtsmodus befinden. Die Weihnachtszeit fällt in den Hochsommer und die Haupturlaubszeit. Alle Neuseeländer haben frei, treffen die Familie und fahren in die Ferien. Also, wird schon. Geduuuuld.


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Neu: Online Muster-Kaufvertrag für gebrauchte Boote

Sie wollen ein Boot oder eine Yacht privat kaufen oder verkaufen? Unser ADAC Muster-Kaufvertrag für gebrauchte Boote ist juristisch geprüft und online ausfüllbar.

Irgendwann ist bei einem privaten Kauf oder Verkauf eines Wasserfahrzeuges der Punkt erreicht, an dem sich Käufer und Verkäufer einig sind und ein Kaufvertrag unterzeichnet werden soll. Muster-Kaufverträge für gebrauchte Boote gibt es viele im Netz. Nicht alle sind jedoch juristisch geprüft. Im Falle von späteren Streitigkeiten oder gar gerichtlichen Auseinandersetzungen kann es daher bei einem Kaufvertrag, der wichtige Bestandteile nicht enthält oder fehlerhaft formuliert ist, zu bösen Überraschungen kommen. Bei einem Kauf bzw. Verkauf von zum Teil hochpreisigen Yachten sollte daher möglichst gewissenhaft und auf Basis der gesetzlichen Vorgaben vorgegangen werden. Alle Infos zu Verkauf, Kauf und Abwicklung finden Sie hier.

Unser neuer ADAC Muster-Kaufvertrag für Privatpersonen ist von unseren Juristen geprüft und kann ganz bequem online über einen Internetbrowser PC ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden.

Hier geht es zum ADAC Muster-Kaufvertrag für den Verkauf von gebrauchten Wasserfahrzeugen.

Sie suchen ein gebrauchtes Boot? Auf unserer Bootbörse in Kooperation mit boat24.com finden Sie eine riesige Auswahl von weltweit angebotenen Segelyachten, Motorbooten, Schlauchboote, Trailer usw.

 

 

boot Düsseldorf setzt NRW-Coronaschutzverordnung konsequent um

Die boot 2022 orientiert sich an den Corona Bestimmungen für den Einzelhandel und findet wie geplant statt

Findet sie statt oder nicht? Viele Aussteller und Besucher haben sich diese Frage in den letzten Wochen im Zusammenhang mit der boot Düsseldorf gestellt. In Absprache mit den Ausstellerbranchen und der Ankündigung der konsequenten Umsetzung der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 4.12.2021 (hier als PDF zum Download) hat die Messe Düsseldorf nun entschieden, die boot 2022 durchzuführen.

Bemerkenswert ist dabei, dass nicht die Bestimmungen für Großveranstaltungen, sondern die für den Einzelhandel umgesetzt werden. Somit dürfen Besucher nur nach der 2G-Regel (vollständig geimpft oder genesen) während der Messe das Gelände betreten. In den Hallen ist das Tragen einer FFP2- bzw medizinischen Maske erforderlich. Die Hallen sind mit neuen Luftaustauschregulatoren versehen, die für eine ständig frische Luftzufuhr sorgen.

Die Zustimmung aus der Wassersportbranche für die boot 2022 ist gut

(Wolfram Diener, Messe Düsseldorf)

 

Messechef Wolfram Diener: „Die Messe Düsseldorf trägt, sowohl den Ausstellern als auch der großen Wassersport-Community gegenüber, eine Verantwortung die boot 2022 stattfinden zu lassen. Da wir schon vor zwei Wochen unsere Zugangsregelungen hinsichtlich der 2G-Bestimmungen aktualisiert haben, liegen wir mit der boot 2022 auch unter den Regularien der aktuellen Coronaschutzverordnung voll auf Kurs. Mit unserem erprobten Hygienekonzept ‚PROTaction‘ werden wir allen Beteiligten eine sichere Messe bieten können. Die Zustimmung aus der Wassersportbranche für die boot 2022 ist gut. Wir werden auch 2022 wieder eine boot aufstellen können, die den Startschuss in die neue Saison gibt.“

ADAC Stand auf der Boot 2019ADAC-Stand auf der boot. ©Constanze Tillmann, Messe Düsseldorf
ADAC mit Premiere

17 Hallen, 220.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 1.500 Aussteller aus über 50 Ländern – die größte Wassersportmesse der Welt öffnet vom 22. bis 30. Januar 2022 ihre Tore. Der ADAC e.V. bietet auf dem großen Messestand  in Halle 14, Stand Nummer D35 seinen Besuchern ein großes Angebot und eine Premiere. Einzelheiten folgen im ersten Newsletter 2022.

Tickets können nur Online tagesgebunden bestellt werden. ADAC-Mitglieder erhalten einen Rabatt. Bitte dazu die Tickets über diesen Link buchen: eTickets boot Düsseldorf für ADAC Mitglieder. Bitte halten Sie Ihre Mitgliedsnummer bereit.

 

 

In der Tierarztpraxis

Filou im Aufwachraum.

Filou wird wieder wach und hat alles gut überstanden!

Er wurde heute erfolgreich an einem Bein und am Rücken operiert, weil sich nach Verletzungen gefährliche Hautveränderungen entwickelt hatten.
Das entfernte Gewebe wird nun noch in der Pathologie untersucht.
Da Filou sowieso eine Vollnarkose bekam, wurde auch gleich noch eine umfangreiche Zahnreinigung durchgeführt und geröntgt. Ergebnis: Alle Zähne perfekt, die Füllung an einem abgebrochenen Zahn, die er vor einigen Jahren bekommen hat, ist völlig in Ordnung.

Alles in allem also ein guter, wenn auch anstrengender Tag für Filou. Gerade hat er wieder etwas gegessen.
Gleich bekommt er noch Schmerzmittel, morgen dann Antibiotika und am Mittwoch wird der Verband gewechselt.

Wir haben großes Glück, eine so tolle Tierärztin in der Nähe zu haben! Die Behandlung und der Umgang mit den Patienten ist immer erstklassig in der Tierarztpraxis Dr. med. vet. Simone Möllenbeck.

Boréal Yachten

FRANKREICHS SPECIAL – INTEGRALKIELSCHWERT MIT INNENBALLAST

Boreal

Port of Amsterdam

AMSTERDAM AUF DEM WASSER – IST EINE REIE WERT

Covid-19 Maßnahmen in Neuseeland

Fr., 03.Dez.21, Neuseeland/Whangarei, Tag 2743, 24.688 sm von HH

Ab heute gilt in Neuseeland ein Ampelsystem gegen Corona. Und das neu eingeführte Prinzip von „No-Covid“. Diese Ampel kennt allerdings nur zwei Farben. Die Südinsel ist komplett orange (orange ist das neue gelb in NZ) und die Nordinsel ist rot-orange gestreift. Northland, der Distrikt in dem wir uns befinden, wurde auf rot gesetzt. Grün wurde gar nicht vergeben. Bislang gab es ein Drei-Level-System mit diversen Unter-unterstufen und der Grundsatz „Zero-Covid“.Ob sie es nun Ampel oder Level nennen – uns egal, wir sind ja geimpft. Dachten wir.

Achim, bei uns der Mann für Formulare und Anträge, hat die leidvolle Aufgabe uns für „my-vaccine-pass“ anzumelden. Diesen Impfpass benötigt man mit Einführung der Ampel, wenn man als Geimpfter z.B. ins Restaurant oder zum Friseur gehen möchte. Pflicht-Impfung ist in Neuseeland kein Thema, hier sollen Impfunwille durch Ausschluss und Zutrittsverbote in die Knie gezwungen werden.

Im ersten Schritt wird unsere ausländische Impfung geprüft und im zweiten Schritt werden wir dann ins Gesundheitssystem aufgenommen. Die Anmeldung scheitert schon mal daran, dass wir keine Neuseeländische (oder Australische) Gesundheits-Ident-Nummer nennen können. Eine Führerscheinnummer genügt ebenfalls, haben wir aber auch nicht.
Die Internetseite hilft: „Können Sie sich nicht anmelden, dann wenden Sie sich an eine Apotheke oder Sie stellen einen schriftlichen Antrag – Bearbeitungszeit und Prüfung der ausländischen Impfung mindestens drei Wochen.
Na prima, und dann ist Weihnachten, da arbeitet doch kein Mensch. Ich bekomme eine mittelschwere Zornes-Krise. Für meine Freiheit habe ich mich impfen lassen und nun stecke ich als Geimpfte in einem Lockdown, der Ungeimpfte bestrafen soll! Ahhhrrrggh …

Wir versuchen es erst mit dem Apotheken-Tipp und steigen aufs Rad. In der ersten Apotheke kann uns die junge Dame nicht helfen. Sie kommt gar nicht ins System –auch nicht, wenn wir eine NZ-ID hätten.
Die Kiwis gelten als neugierig. Zum Glück. Die Dame in der Schlange hinter uns, die unser Gespräch mit der Apothekerin belauscht, hat das Wissen, das Ärzte ins System kommen können. Wir bräuchten nur einen Arzt aufsuchen.

In der zweiten Apotheke (mit großem Impfbereich am Eingang) kann uns der freundliche Mann ebenfalls nicht helfen. Achim versucht es mit Trick 17: „Wie wäre es, wenn wir uns Boostern lassen, bekommst du uns dann ins System eingetragen?“ Nein, er schüttelt den Kopf.  Ohne Erstimpfung und Registrierung der entsprechenden Chargen-Nummern sieht er keine Möglichkeit. Achim zieht das volle Register: „Nehmen wir an, wir wären gar nicht geimpft und würden uns jetzt an Ort und Stelle impfen lassen, was wäre dann?“ Diese Dreistigkeit macht den jungen Mann nervös. Dann ginge es, nickt er widerwillig.
Gut, soweit wollen wir nicht gehen. Es brächte uns auch nicht wirklich weiter. Mindestens drei Wochen Abstand zwischen den Impfungen plus zwei Wochen Wartezeit auf die sogenannte Vollimmunisierung, da wären fünf Wochen ins Land gezogen. Da ist ja die Antragsbearbeitung schneller.

Impfbereich in der Apotheke

Zufällig ist neben der Apotheke ein Ärztezentrum. Wir erinnern uns an den Tipp der Kundin und treten an die Rezeption. Zufällig ist die Dame hinter dem Tresen Deutsche. Sie hätten Patienten-Aufnahme-Stopp :roll: , sie kann uns leider nicht helfen. Aber sie kennt einen Arzt, zufällig Deutscher, der nimmt noch Patienten. Sie gibt uns seine Telefonnummer.

Wir rufen den Arzt an. Wendy, eine freundliche Stimme am anderen Ende hört sich unsere Sorgen an. Ja, sie hat Zugang zum System und sie ist sofort bereit uns zu helfen. Wir sollen ihr unsere Impfausweise und Pässe schicken. Sie will es versuchen. Am Abend kommt eine SMS: heute noch kein Erfolg, sie hat aber eine Anfrage an die zuständige Stelle geschrieben. Sie meldet sich morgen wieder. Parallel schicken wir nun doch den Antrag zum Gesundheits-Ministerium. Besser zwei Eisen im Feuer.

Von unseren neu eingetroffenen Schiffs-Nachbarn, Carla und Alex (Engländerin und Österreicher), die die gleichen Probleme haben, dass jeder, der bei der Einreise getestet wurde eine Gesundheits-ID angelegt wird. Die bräuchte man nur heraus bekommen. :mrgreen:

Am nächsten Morgen bekommen wir eine Mail vom Gesundheits-Ministerium. Hurra! Angehängt sind unsere vorläufigen „My-vaccine-Pässe“ – gültig bis 14.Dezember. Was danach passiert, wird nicht ausgeführt.
Ob nun unsere eigene Initiative oder die von Wendy zu diesem Erfolg geführt hat, ist nicht heraus zu bekommen. Vielleicht müssen wir noch mal die Idee von Carla und Alex aufgreifen.
Wir nehmen, was wir bekommen. Elf Tage dürfen wir uns jetzt frei bewegen. ;-)

Schon mehrfach in größeren Orten haben wir mobile Impfstationen in Campervans gesehen


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