Kategorie: News & Blogs

9 Jahre – 2 Fazits

Do.,01.Jun. 22, Pazifik, Tag 3287, 24.696 sm von HH

Wie immer getrennt von einander geschrieben.

Achim:
Wieder ein Jahr weg. Eines, das so ganz anders war, als die vorangegangen acht Jahre.
Gefühlt war es ein Leben mit und auf einer Baustelle. Air BnB wechselte sich mit House Sitting und dem Wohnen auf dem aufgebockten Schiff ab. Dazu kam unser Fiddel, unser geliebter 2004er Corolla. Es war ein Leben wie  „Rentners“  es führen. Rumtüddeln, einkaufen, essen, schlafen.

Wir haben es dennoch genossen. Neuseeland ist unser Land. Die Einfachheit, die fehlende Eitelkeit, das Tempo, die Freundlichkeit, die wenigen Menschen. Wir wären wohl geblieben, wenn es einen realistischen Weg gegeben hätte. So schlimm, wie es sich oben anhört, kann das Rentner-Leben dann wohl nicht gewesen sein.
Das einzig Problematische ist, dass die Behörden das nicht so sehen. Immigration funktioniert hier nur, wenn es zum Nutzen des Landes ist. Zumindest, wenn es sich um so alte Menschen wie mich handelt. Somit ist es nicht der Ort, an dem wir den Anker endgültig eingraben werden. Eigentlich schade, aber vielleicht auch ganz gut. Wir sind ja auch noch zu jung.

Jetzt stehen wir nach 18 Monaten ohne Segeln kurz vor dem wohl anspruchsvollsten Törns unserer Reise. Das macht schon etwas Bauchgrummeln. Jetzt heißt es wieder, den Stier bei den Hörnern zu greifen und weiterzufahren. Raus aus der Komfort-Zone, wie das so schön heißt.

Also los, Jahr zehn kann kommen und Französisch Polynesien lockt.

Sabine:

Wir sind träge geworden in dem Jahr auf dem Yard. Zu bequem war das Leben mit einem Auto unter dem Schiff. Zu bequem das Leben in Häusern an Land -beim House Sitting und im Air B&B. Zum Glück haben wir die Landreisen im Zelt unternommen, sonst wären wir total verweichlicht. ;-)
Mir fällt der Start deshalb schwer wie nie. Entwöhnt vom Segeln und dann auch noch unsere wohl anspruchsvollste Segel-Etappe. Zu gerne hätte ich es weiterhin bequem. Der Abschied fällt schwer, die Reiseknochen sind müde.

Zum Glück lauern dann Fotos im Internet. Blogs anderer Segler schwärmen von exotischen Zielen. Wenn wir uns gegenseitig die Geschichten vorlesen, fängt sofort das Reisefieber an zu lodern: „Sollen wir das auch wagen, dahin zu segeln? Würde uns das gefallen?“
Gefallen ja, aber wir haben faulen Speck angesetzt. Es fallen Sätze wie: „Das kann man auch ganz bequem per Flieger erreichen.“
Zum Glück wurde uns die  Entscheidung von den Einreisebestimmungen Neuseelands abgenommen. Wir müssen raus.

Wir gehen zurück nach Osten, um noch eine große Runde im Pazifik drehen zu können. Wunderschöne Orte warten auf uns. Abenteuer. Kletterpartien. Tolle Menschen und tolle Begegnungen. Aufregung, Spaß und Begeisterung. Sonnenuntergänge zum Niederknien. Spektakuläre Tauchgänge.
Meine Aufregung steigt, während ich das schreibe.

Aber es warten auch Anstrengungen auf uns. Üble Tage auf See und nächtliche Ankerwachen in angeblich sichern Buchten. Wäsche waschen mit der Hand und zu Fuß die Einkäufe schleppen. Dinghy Ritte bei denen wir nass bis auf die Knochen werden. Vielleicht auch mal leere Supermärkte und wenig Komfort. Plage, schlechte Laune und Mühsal. Tagelangen Regen. Wind aus der falschen Richtung.

„Siehst du“, ruft mir mein fauler Schweinehund zu, „und dafür willst du dich quälen?“ „Ja genau, leg dich wieder schlafen, du Hund. Genug gefaulenzt. So lange das Positive überwiegt, macht mir die Quälerei nichts aus. Auf zu neuen Abenteuern – möge das zehnte Jahr so wundervoll werden, wie es die letzten neun gewesen sind.“

Willner gegen den Rest der Welt – Navigation für Fortgeschrittene. Unser kleiner Weltatlas ist total abgegriffen und weckt immer Sehnsüchte. 

PS: Noch ein kleines Wetter- und Abreise-Update: Mittwoch sollte es los gehen (wir hatten sogar schon einen Termin beim Zoll vereinbart). Dann haben die Wetterheinis plötzlich einen Wirbel in die Karte gezeichnet, der uns nach ein paar Tagen überholt hätte. Der war so heftig, dass wir unsere Abfahrt abgesagt haben:
Dieser Wirbel ist drei Tage später komplett verschwunden. :evil:
Die Warterei, die Anspannung, die Enttäuschung helfen ausreichend dabei, dass uns mehr und mehr der Mut für unseren Plan verlässt.
Aber noch bleiben wir dran: Montag ist nun im Visier.


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Ankerbuchten und Ziegenpfade

Blick von der Mastspitze auf Vathy © Wolfgang Kahl

Ankerbuchten und Ziegenpfade

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Kanal von Korinth öffnet am 1. Juni 2023

Der Kanal von Korinth ist ab 1. Juni 2023 wieder für die Dauer der diesjährigen Tourismussaiso für den Schiffsverkehr freigegeben. Aufgrund von Reparaturarbeiten in Folge von mehreren Erdrutschen war der bedeutsame Kanal in Griechenland zuletzt seit Oktober 2022 gesperrt.

Am 1. Juni 2023 wird der Kanal von Korinth wieder für den Schiffsverkehr öffnen. Das berichtet die dpa unter Berufung auf die Website des Kanals. Der heute insbesondere für den Tourismus bedeutsame Kanal, der in Griechenland die Halbinsel Peloponnes vom griechischen Festland trennt, war zuletzt im Oktober 2022 für Reparaturarbeiten geschlossen worden. Zuvor hatte es mehrere Erdrutsche gegeben, die die sichere Durchfahrt unmöglich machten.

Kanal von Korinth als Touristenattraktion

Schon seit 1893 erleichtert der Kanal von Korinth den Schiffsverkehr in Griechenland. Die 6,3 Kilometer lange Wasserstraße verbindet den Saronischen Golf mit dem Golf von Korinth und verkürzt die Fahrt von der Adria und dem Ionischen Meer in die Ägäis um mehrere hundert Kilometer. Durch seine bis zu 85 Meter hohen, fast senkrecht abfallenden Wände ist der Kanal heute vor allem in der touristischen Schifffahrt beliebt. Schiffe dürfen den Kanal bis 17 Meter Breite passieren.

Mehr zum Revier Griechenland

Kanal von Erdrutschen und Felsstürzen beeinträchtigt

In den letzten Jahren wurde die Durchfahrt durch den Kanal von Korinth immer wieder von Erdrutschen und Felsstürzen beeinträchtigt. Ein Erdrutsch im Januar 2021 hatte zu einer längeren Sperre für Wiederherstellungsarbeiten geführt. Erst 2022 wurde der Kanal wieder für die Dauer der Tourismussaison von Juli bis Oktober geöffnet. Für weitere Wiederherstellungsarbeiten war der Kanal von Oktober 2022 bis Ende Mai 2023 erneut geschlossen. Auch 2023 wird der Kanal voraussichtlich nur bis zum Ende der Tourismussaison am 30. September geöffnet bleiben.

Die Beendigung der Reparaturen – und damit die dauerhafte Öffnung des Kanals – ist nach offiziellen Angaben für Anfang 2024 geplant.

Jetzt weiterlesen: Yachtcharter in Griechenland

Vorsicht auf der Ostsee: Abstand halten bei LNG Gebieten

Die neuen Flüssiggas-Terminals auf der Ostsee ziehen an zwei Reeden Befahrensverbote mit sich, die es unbedingt zu beachten gilt. Die Wasserschutzpolizei verhängt hohe Strafen.

Zwischen 150 bis 450 Euro Strafe werden fällig, wenn die neue Allgemeinverfügung (Bekanntmachungen für Seefahrer 135 und 136/23) vom 8. Mai 2023 missachtet wird. Hintergrund sind die neuen LNG-Flüssiggasterminals, genauer gesagt die LNG-Frachter, die auf Reede liegen. Wenn sich ein solcher Gas-Tanker auf den beiden Reeden befinden, dürfen Sportboote sich nicht in dem Bereich aufhalten oder ihn befahren. Auf der Ostsee sind zwei Gebiete betroffen:

Nordperd-Reede

Diese Reede befindet sich an der Ostseite der Insel Rügen, südöstlich der Bucht „Prorer Wiek“ in der Nähe von Sassnitz. Liegt hier ein LNG-Tanker vor Anker, dürfen sich keine anderen Fahrzeuge in dem Bereich befinden. Sportbooten ist ein Sicherheitsabstand von einer Seemeile vorgeschrieben.

Die Nordperd-Reede befindet sich innerhalb der der Verbindungslinien folgender Koordinaten (Fassung vom 26.05.2023):

54° 25,0000’N  013° 46,6420’E
54° 25,0000’N  013° 48,3580’E
54° 24,0000’N  013° 48,3580’E
54° 24,0000’N  013° 46,6420’E

Bitte beachten: diese Koordinaten sind am 26.05.2023 geändert worden (BfS 158/23).

Hier geht es zur Meldung der Wasser- und Schifffahrtstraßenverwaltung

 

Lubmin-Reede

Das zweite betroffene gebiet, die Lubmin-Reede befindet sich im Greifswalder Bodden, nordwestlich der Marina Lubmin, etwa in Höhe des ersten Tonnenpaares (LU2) des Fahrwassers. Das kreisförmige Gebiet erstreckt sich in einem 350 Meter Radius um die Position 54° 10,50‘ N  013° 35,70‘ E. Auch diese Reede darf bei ankernden LNG Frachtern nicht befahren werden. Der vorgeschriebene Sicherheitsabstand beträgt hier 0,5 Seemeilen.

Direkt zur Meldung auf Elwis

Da zwischen den Tankern und dem Hafen Lubmin ein starker Shuttle- und Versorgungsverkehr besteht, sollten Sportbootfahrer generell in diesem Bereich sehr aufmerksam sein. Die Berufsschifffahrt hat im zu querenden Fahrwasser gemäß §25 Seeschifffahrtstraßen-Ordnung Vorfahrt.

Bereits einige Strafen verhängt

Die Wasserschutzpolizei kontrolliert in beiden Gebieten verstärkt. Laut Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern hat die Wasserschutzpolizei Sassnitz bereits mehrere Verstöße registriert. Die Strafen können hier bis zu 450 Euro betragen. Schiffsführer werden gebeten, sich auch über die UKW Meldungen der Verkehrszentralen zu informieren.

 

Titelbild: Venti Views/ Unsplash

Die Interboot wird kürzer … aber erst später

Felix Klarmann, Projektleiter der Interboot © Messe Friedrichshafen

Die Interboot wird kürzer … aber erst später

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Taktik gewinnt

Dicke Decke an Deck

Eine warme Decke und ein gutes Buch machen die Sonnenuntergänge auf dem Boot besonders schön © Jan Lange

Dicke Decke an Deck

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SV Sea Pearl – Luisa + Matthias Werb GER

DREIECKSVERHÄLTNIS BEI WELTUMSEGELUNG
Es begann, wie es so häufig beginnt, wir hatten Mail Verkehr in Sachen Steuerbefreiung, meinem täglichen Brot, das mir immer noch nicht langweilig geworden, weil Menschen so unterschiedlich und meine Neugierde unerschöpflich, weshalb ich einfach immer weiter mache – nur eine Randbemerkung!

Luisa + Matthias Werb

Dufour 455 Grand Large for sale € 150.000.-

NACH DER WELTUMSEGELUNG IST VOR DER WELTUMSEGELUNG!
Dufour 455 Grand‘ Large, Baujahr 2008,
Eignerversion mit 3 Kabinen
LOA 13,76m, Breite 4,30m, Tiefgang 2,00m

Sonnen-/Wetterschutz und Segel: 
Roll-Großsegel, Triradial-Schnitt, neu 2020
Roll-Genua, neu 2019 
Parasailor, 120qm, einfarbig rot, inklusive aller Leinen, Blöcke und Umlenker, neu 2021
Spibaum mit Umlenkblock
Sprayhood, neu 2021
Bimini über die komplette Schiffsbreite
Regenschutz zwischen Bimini und Sprayhood, zippbar, neu 2022 
Außenpolster für Cockpitbänke, neu 2021

SV Coop 4 – Alexander Beck GER

KOOPMANS 32 AUF OSTSEERUNDE
Hallo Herr Förthmann,

Ein sehr positives Feedback von der Ostseerunde.

Sowohl durch die russischen Gewässer zwischen Danzig und Klaipeda als auch heute!

Der Windpilot steuert präzise und entspannt.

Danke für ein klasse Produkt.
Alexander Beck

SV Lille Oe – Suski + Henri Bergius FIN

GRUSS AUS LAPPLAND!
Hallo Peter, Wir sind mittlerweile rund 500 Seemeilen mit dem Windpilot gesegelt und sind mit der Steuerung sehr zufrieden.

Eine Frage betrifft das Kunststoffteil im Servoruder (Teilenummer 410). Es bleibt nicht an Ort und Stelle und rutscht beim Steuern der Windfahne an der Welle herunter

Gibt es einen Trick, um es an Ort und Stelle zu halten? Das Servoruder klappert manchmal, wenn es nicht angebracht ist.
Henri Lille Ø

Guten Morgen in den hohen Norden,
Donnerwetter seid Ihr schon seit gekommen fueer diese fruehe Jahreszeit. Ohhhppps … das Problem ist schnell behoben: einen Klecks SIKA auf das Lager und reingeschoben an seinen Platz. Diese Buchsen besitzen ein ganz geringes UEBERMASS, um fest zu sitzen. Vielleicht ist es einfach zu kalt … und das schwarze Lager ist von der Kälte geschrumpft …
Kleine Ursache … grosse Wirkung.

Beste Gruesse von der Schlei … und Frohe Pfingsten
Alles Gute
Peter

Team Malizia knackt den Rekord!

Das begeisterte Team um Boris Herrmann feiert den Rekord: mehr als 640 Seemeilen in 24 Stunden © Team Malizia

Team Malizia knackt den Rekord!

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