Kategorie: News & Blogs

Der Fall Escoffier: Holcim-PRB-Skipper beim Ministerium gemeldet – “sexueller Übergriff”

Der französische Segelverband (FFV) hat Kévin Escoffier offiziell beim Sportministerium Abteilung für sexuelle Gewalt angezeigt. Damit gibt es offenbar weitere Anhaltspunkte, die den Verdacht gegen den Skipper erhärten. Weiterlesen →

Ausflug mit zwei Unbekannten

Karnic SL 702 bei unserem Test vor Werder © Jan Lange / float

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Der Admiral’s Cup kommt zurück: Auch die Blütezeit des Deutschen Hochseesegelns?

Der Admiral’s Cup ist eng verbunden mit der Blütezeit des deutschen Hochseesegelsports. Bis zu 19 Nationenteams nahmen teil, viermal gewann Deutschland. 2003 war Schluss. 2025 kommt es zur Neuauflage. Weiterlesen →

Guyot Team Europe ist bereit fürs Rennen

Letzte Handgriffe am Boot in Kiel © Guyot Environnement – Team Europe

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Inport-Race in Aarhus: Sieg als Lebenszeichen von Biotherm – Malizia Letzter

Das Inport-Race war eine wichtige Möglichkeit für Boris Herrmann vielleicht doch noch die Minimalchance für einen Sieg bei The Ocean Race wahrzunehmen. Er konnte sie nicht nutzen, dafür macht eine andere Entwicklung Hoffnung. Weiterlesen →

Zum Welttag der Ozeane: Not Today startet Aufräumaktion für saubere Meere

Zum Welttag der Ozeane startet die gemeinnützige Organisation Not Today eine Aufräumaktion für saubere Meere. In und um München sowie remote ist es möglich, einen Beitrag zum Schutz der Meere zu leisten. 

Am 8. Juni ist der Welttag der Ozeane. Der 2009 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Aktionstag soll auf die ökologische Bedeutung der Ozeane und auf deren Bedrohung durch Klimawandel, Verschmutzung und Überfischung hinweisen.

Die in München beheimatete gemeinnützige Organisation Not Today nimmt den Tag in diesem Jahr zum Anlass, um eine Aufräumaktion gegen Plastikmüll zu starten. Damit soll unter anderem ein stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung des Recyclings und zur Einschränkung des Plastikmülls geschaffen werden. Unterstützt wird Not Today in ihrem Vorhaben unter anderem von der Umweltorganisation Ozeankind e.V.

Aufräumaktion am Welttag der Ozeane

Die Aufräumaktion findet am Welttag der Ozeane vor allem an den Ufern von Münchens Gewässern und in den Naturgebieten der Stadt – z.B. am Flaucher – statt. Es ist aber auch möglich, „remote“ an der Aktion teilzunehmen und bei sich zu Hause Plastikmüll zu sammeln. Die Ergebnisse können über Instagram mit dem Hashtag #dontbetrashy mit der Community geteilt werden. Wer am 8. Juni am meisten Müll sammelt, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes – es gibt auch ein T-Shirt von Not Today zu gewinnen.

Eckdaten zur Aufräumaktion

Wann: Donnerstag, 8. Juni 2023, 09:30 – 15:30
Wo: München und remote (Treffpunkt für die Gemeinschafts-Aufräumaktion in München ist die Tierparkstraße in München, danach geht es weiter zum Flaucher.)

Zur besseren Planung bittet der Veranstalter um Vorab-Anmeldung. Zur Anmeldung

Über Not Today

Not Today ist ein gemeinsames Projekt von Janik Prottung und Danny Schleicher. Die beiden Schulfreunde aus Deutschland haben es sich zum Ziel gesetzt, an der Talisker Atlantic Challenge 2023 teilzunehmen und dabei Spenden für den guten Zweck zu sammeln.

Die Gründer von Not TodayDie beiden Gründer von Not Today: Janik Prottung und Danny Schleicher. Foto: Not Today

Die Talisker Atlantic Challenge findet im Dezember statt und gilt als härteste Ruderregatta der Welt. Auf mehr als 3.000 Seemeilen wird dabei der Atlantik mit einem Ruderboot durchquert. Teilnehmende verbringen zwischen 45 und 60 Tage auf See und müssen sich ohne äußere Unterstützung selbst versorgen.

Insgesamt will Not Today 300.000 € an Spenden- und Sponsoringgeldern erwirtschaften. 100.000 € davon sollen zur Finanzierung der Überfahrt genutzt werden. Die restlichen 200.000 € gehen an die zwei Non Profit Organisationen Ozeankind e.V. und Bali’s Children Project. Während sich Ozeankind e.V. der Umweltbildung verschrieben hat, setzt sich das Bali’s Children Projekt für Bildungsprojekte im ländlichen Bali ein.

 

Foto Titelbild: Not Today

Auf Wiedersehen mit Whitbread

Weltumsegler 1973: In der Badehose am Äquator © ASV Kiel

Auf Wiedersehen mit Whitbread

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Der Fall Escoffier: Verband untersucht “unangemessenes Verhalten” gegenüber einer Frau

Einen Tag vor dem Start des wichtigen TOR Inport-Races am Sonntag in Arhus sorgte Holcim-PRB-Skipper Kévin Escoffier mit der Verkündung seines Abschieds für Erstaunen. Was dahinter steckt. Weiterlesen →

Opti-Klasse: Rund 340 Aktive segelten um den Sieg beim “Goldenen/Silbernen Opti”

Der Mühlenberger Segel-Club (MSC) feierte bei der Traditionsveranstaltung „Goldener Opti“ in Kiel-Schilksee einen Doppelsieg. Punktgleich holten die Clubkameraden Jacob Ottmann und Noah Schweichler Platz eins und zwei. Die Entscheidung fiel erst im letzten Rennen. Weiterlesen →

Guyot setzt The Ocean Race fort: Reparaturen bei Knierim-Werft – Mast von 11th Hour

Das Guyot hat das Boot auf der Kieler Knierim Werft in fünf Tagen reparieren lassen. Der Mastbruch hat Schäden an Foils, Rudern und Schotten verursacht. In Aarhus erfolgt der Neustart. Weiterlesen →

Das segelnde Designobjekt

Bei der sportlichen Elan E6 will man ganz genau wissen, wie das Segel steht © Julijan Visnjevec

Das segelnde Designobjekt

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Orca Update: Spanische Behörden ändern Richtlinien für Verhalten bei Orca-Interaktionen. Neue Erkenntnisse.

Bereits vor zwei Wochen veröffentlichte ich ein erstes Update 
über die Orca-Interaktionen, das über die Zunahme der Orca-Interaktionen 
im Frühjahr 2023 berichtet. Hier ein weiteres Update.

Die spanischen Behörden revidieren ihre bisherigen Verhaltens Maßregeln bei Orca-Attacken und formulieren sie neu. Die obige Karte der aktuellen „Hot Spots“ der Orcas vor dem Fischerort Barbate entstammt den vom Ministerium veröffentlichten „Empfehlungen“.
Quelle: Ministerio de Transportes, Movilidad y Agenda Urbana https://www.mitma.gob.es/marina-mercante/seguridad-maritima-y-contaminacion










1. Spanische Behörden ändern Richtlinien für das Verhalten im Fall von Orca Ruder-Attacken.
Bereits im Mai hat das Spanische Ministerium für Transport (Ministerio de Transportes, Movilidad y Agenda Urbana) in Madrid seine offiziellen Richtlinien für Skipper und Kapitäne im Fall einer Ruderattacke durch Orcas geändert. Mit seinen jüngsten Empfehlungen vollziehen die Behörden eine Abkehr von der seit 2020 empfohlenen Praxis, im Fall einer Interaktion von Schwertwalen die Yacht zu stoppen, Maschine und sämtliche Geräte abzustellen, um sich dadurch für die Orcas so uninteressant wie irgend möglich zu machen. Seit Sommer 2020 wurden vor der iberischen Halbinsel nach offizieller Schätzung mehrere Hundert Yachtruder als durch Schwertwale demoliert und drei Yachten als „gesunken infolge Orca-Interaktion“ gemeldet. Inoffizielle Schätzungen in meinem Buch DAS RÄTSEL DER ORCAS gehen in beiden Fällen von weit höheren Zahlen aus.

Statt Stillhalten empfehlen die Behörden nun jeder Yacht im Fall einer Orca-Interaktion die Segel zu bergen und so schnell es geht unter Maschine in möglichst flache Gewässer abzulaufen, „bis die Orcas das Interesse verlieren.“

Zugleich veröffentlichte das Ministerium die obige Karte des aktuellen Hot Spots der Orca-Ruder-Attacken vor Barbate und rät in seinen Empfehlungen dringend, vor den dort aktiven Schwertwalen bei Passagen die unmittelbare Küstennähe und Flachwasser zu suchen, soweit dies Bauart sowie Wind- und Seebedingungen erlauben.

Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass an Interaktionen beteiligte Orcas zu fotografieren sind und für jeden Skipper die Pflicht zur Meldung von Orca-Interaktionen besteht.
   
    Alle weiteren Punkte der Richtlinien finden Sie auf der Webseite des Ministiums     
    https://www.mitma.gob.es/marina-mercante/seguridad-maritima-y-contaminacion 
    sowie im Originalwortlaut in deutscher Übersetzung des ministeriellen Erlasses am Ende dieses  
    Artikels.

2. Diskussion um Sand und Knallkörper als Abwehrmittel
Während im vorangegangenen Update noch von Paul Linguard von CRUISING ASSOCIATION die Wirkung von Sand als Mittel der Abwehr der Orcas fundiert erklärt wurde, hält die Diskussion über die Zuverlässigkeit von Sand weiter an. Der spanische Orca- und Cetaceen-Forscher Renaud de Stephanis, einer von 10 für mein Buch befragten Orca-Experten, beurteilte die Wirkung von Sand unverändert skeptisch. Die Orcas hätten als intelligente Tiere längst herausgefunden, wie sie der Wirkung des Sandes auf ihre empfindliche Sonarortung aus dem Weg gehen. Davon abgesehen zeigen meine eigenen Beobachtungen von Seglern, die Sand einsetzen, in vielen Video deutliche Anwendungsfehler. Sand in voller Fahrt abzuwerfen ist sinnlos, denn der der Sand vertreibt bei fünf Knoten Fahrt durchs Wasser sofort wie jede andere ausgebrachte Substanz und sollte nur stillliegend ausgebracht werden. Manche Videos zeigen auch viel zu geringe Mengen Sand, die von Seglern aus kleinen Beuteln ausgebracht werden. Fischer führen Sand in größeren Mengen mit sich und bringen ihn von ihren stillliegenden Booten  säckeweise ins Wasser aus, um die Orcas zu verwirren.

Über die Wirkung von Knallkörpern, sogenannten „Robben-Bomben“, die Fischer zur Abwehr von Robben von ihren Netzen einsetzen, hat jüngst Ex-TRANSOCEAN-Vorstand Martin Birkhoff auf seiner Website berichtet. Er erlebte zwei kurze, heftige Orca-Attacken und setzte als letztes Mittel nach dem Ablaufen sogenannte „Fire-Cracker“ ein, was die Interaktionen beendete. Er versuchte zudem, die juristische Verbindlichkeit des Verbots von „Fire-Crackern“ auf seiner Website zu verifizieren und recherchierte dessen Quellen. Mehr darüber unter https://www.sy-magodelsur.de/2023/05/10/orcas-rechtliche-einschaetzung-von-abwehrmassnahmen/

Mehr Informationen über die rätselhaften Hintergründe des Verhaltens:


Zum Buch

In deutscher Übersetzung:
Empfehlungen für Schiffsführer, wenn Schwertwale mit dem Schiff interagieren

Wenn Sie auf See sind und auf Schwertwale oder andere Wale treffen und die Schwertwale mit dem Schiff interagieren, muss der Schiffsführer/Kapitän des Schiffes, soweit möglich und sofern die Orcas keine größere Gefahr darstellen, die folgenden Maßnahmen ergreifen:

Verhindern Sie, dass sich Personen an Bord der Reling nähern. 

Stellen Sie sicher, dass sie sich auf dem Schiff an Orten aufhalten, die größtmöglichen Schutz vor abrupten Schiffsbewegungen bieten, die zu Verletzungen auch durch lose Gegenstände verursacht werden oder zum Über-Bord gehen führen könnten.

b. Im Fall einer Interaktion es besser, zu motoren als zu segeln, das Schiff nicht zu stoppen sowie auf direktem Weg mit größtmöglicher Geschwindigkeit, soweit es die Wind und See dem betreffenden Fahrzeug erlauben, in Richtung flacherer Gewässer zu laufen, bis die Schwertwale das Interesse verlieren.

c. Bei Schiffen unter Segel ist auf die Unversehrtheit des Kiels sowie alles, was sich auf die Stabilität des Schiffes auswirken könnte, zu achten. Deshalb wird empfohlen, im Fall einer Interaktion die Segel zu bergen und unter Motor zu abzulaufen.

d. Es wird empfohlen, so nah wie möglich an der Küste zu fahren, soweit es Sicherheit und bauliche Eigenschaften des Fahrzeugs erlauben. Dies gilt insbesondere vor der Bucht von Barbate, wo die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung mit Schwertwalgruppen in unmittelbarer Küstennähe geringer ist.

e. Jedes Schiff oder Boot, das die Anwesenheit von Schwertwalen oder anderen Walen beobachtet, muss sich – egal ob Interaktion oder nicht – strikt an die Bestimmungen des Königlichen Erlasses 1727 vom 21. Dezember 2007 halten. Darin sind Maßnahmen zum Schutz der Wale festgelegt, insbesondere solche, die darauf abzielen, jedes Verhalten zu vermeiden, das den Tod, Schaden, Belästigung oder Unbehagen der Wale verursachen können, sowie im Allgemeinen alle Verhaltensweisen, die in den Artikeln 4 und 5 des genannten Königlichen Erlasses aufgeführt sind.

f. Die an einer Interaktion beteiligten Schwertwale sind zu beobachten und nach Möglichkeit zu fotografieren. Diese Tätigkeiten dürfen nur unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen und in Ausübung guter Seemannschaft durchgeführt werden, ohne die Sicherheit der Schifffahrt oder entsprechende Regeln zu beeinträchtigen. Und nur dann, wenn es möglich und sicher ist, das Schiff oder Boot, die Personen an Bord sowie die Wale keinen größeren Risiken auszusetzen.

g. Was auch immer an neueren Anweisungen oder Empfehlungen besteht, sollte an Seeleute weitergegeben werden.

h. Es wird daran erinnert, dass jeder Kapitän oder Skipper verpflichtet ist, Ereignisse zu melden, die eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen. Daher sollten Interaktionen mit Schwertwalen der zuständigen Koordinierungsstelle des Seerettungsdienst gemeldet werden.