Kategorie: News & Blogs

Cannes losgehen! Die schönsten Boote an der Côte d‘Azur sehen

Port Canto Cannes Yachting Festival

Port Canto, der neue Hotspot des Cannes Yachting Festivals © RX Global

Cannes losgehen! Die schönsten Boote an der Côte d‘Azur sehen

Continue reading Cannes losgehen! Die schönsten Boote an der Côte d‘Azur sehen at float Magazin.

Next Generation Sailing sucht Miniisten

Lennart Burke und Melwin Fink suchen Nachwuchs für die Minitrans-Kampagne 2027 © Next Generation Sailing

Next Generation Sailing sucht Miniisten

Continue reading Next Generation Sailing sucht Miniisten at float Magazin.

Too big to trailer

Die Prestige am Ziel in Werder © aqua marin

Too big to trailer

Continue reading Too big to trailer at float Magazin.

So sehen die 25 besten Motorboote des Jahres 2024 aus

Finalisten Best of Boats Award 2024

Die Finalisten des BOB Awards 2024 stehen fest © Werften / Collage: float

So sehen die 25 besten Motorboote des Jahres 2024 aus

Continue reading So sehen die 25 besten Motorboote des Jahres 2024 aus at float Magazin.

Der Wind weht aus Wedel

Yachthafen Hamburg

Ruhe vor dem Bootsfest im Yachthafen Hamburg. © Yachtfestival 365

Der Wind weht aus Wedel

Continue reading Der Wind weht aus Wedel at float Magazin.

Längste Abkürzung in Australien

30.08-02.09.24, Australien/NT/Jervois+Gemtree, Tag 275-277 Roadtrip, 22.122 km total, Tages-km 469+209

Die 750 Kilometer von Boulia bis zum Stuart Highway – der Lebensader von Nord nach Süd, die genau durchs Zentrum führt – teilen wir ebenfalls in zwei Etappen auf. Die Landschaft wird roter, bleibt aber platt. Ab und an taucht am Horizont eine flache Gebirgskette auf.

Die Schotterstraße ist ziemlich gut befahrbar. Besonders auf der Queenslandseite. Als wir die Grenze zum Nothern Territory überschreiten, wird es schlechter.

Auf der gesamten Strecke gibt es keinen Ort, kein Internet, keinen Telefonempfang. Uns kommen auf dem Abschnitt in zwei Tagen 25 Autos, zwei Motorradfahrer (leicht Verrückte), zwei Fahrradfahrer (komplett gaga – die Hitze, der Staub, die schlechte Straße) und drei Viehlaster entgegen. Die Hälfte der Strecke ist unbefestigt, aber meistens in einem guten Zustand. Selten Wellblech. Damit die Landkarte nicht nur aus weißem Papier besteht, ist jede Rinderfarm rechts und links der Strecke aufgeführt.

Alle Namen in Anführungszeichen sind Stations – Rinderfarmen – keine Orte.

In der Mitte im Nichts eine Notlandebahn.

Riesiger Termitenhaufen. Selfie von der Motorhaube.

Überflutungsmarke. Die höhe der Überflutungen ist schwer nachzuvollziehen, denn die durchschnittliche Regenmenge in dieser Gegend beträgt keine 30 cm. Alle paar Kilometer stehen Warnhinweise am Rand, dass wieder eine Senke mit Überflutungsgefahr folgt.

Träge bewegt der Waran sich von der Straße runter.

Varanus giganteus – bis 2,50 Meter lang wird dieser prächtige Waran.

 

Unser erstes Camp schlagen wir auf einer dieser Rinderfarmen – Stations genannt -auf. Die ‚Jervois Station‘ wurde als eine der letzten in dieser Region erst 1960 gegründet. 1977 und 1980 weiterverkauft und scheint nun glückliche Besitzer gefunden zu haben. Die Großfamilie hat es sich in der Mitte von Nirgendwo gemütlich gemacht. Die Kinder haben eine Rasenfläche zum Fußballspielen, eine Ritterburg aus Plastik und zwei Kinder-Motorräder stehen an die Hauswand gelehnt. Enduros natürlich. Starlink auf dem Dach verbindet mit der Welt und ermöglicht Home Schooling auf komfortable Art.

Der Campingplatz liegt etwas abseits vom Wohnhaus. Ist nur ein kleiner Nebenverdienst der Jervois Station. Dusche und Toilette sind in einem Container installiert. Zwanzig Dollar pro Nacht – inklusive Besuch einiger Kälbchen, die über den sandigen Platz strolchen. Es gibt keinen Strom auf dem Campground und das Starlink der Station reicht nicht bis hierher.
Der Abend ist phantastisch. Es ist absolut windstill. Bewegungslos hängen die Blätter am Baum. Wir haben unseren eigenen Starlink: einen direkten Blick auf die Mitte der Milchstraße. Keine Lichtverschmutzung trübt das Vergnügen. Die Milchstraße ist so hell, dass man große Schrift auf einer Flasche entziffern kann. Bombastisch.
Wir sind die einzigen Camper. Allerdings übernachten noch ein paar Straßenarbeiter in drei windschiefen Containerhütten. Die Jungs sollen wir am nächsten Tag noch einmal wieder sehen. Zu unserem großen Glück wird gerade die Straße glatt gezogen. Es fährt sich leiser als auf jedem Asphaltbelag.

Unsere Freunde vom Campingplatz bei der Arbeit. Am nächsten Morgen holen wir sie ein.

Abendstimmung – kein Windhauch – absolute Stille

Varanus spenceri – Spencers Waran wird ungefähr 1,20 lang.

 

Beim zweiten Halt bleiben wir zwei Nächte. Wir sind fast in der Zivilisation zurück, nur noch 140 Kilometer von Alice entfernt, die Straße ist asphaltiert è bedeutet gleich 35 Dollar die Nacht. Rinderzucht wird hier nicht mehr betrieben. Die Eigentümer von ‚Gemtree‘ setzten auf Touristen. Von Alice Springs ist der hübsche Campingplatz schon als Wochenendausflug zu erreichen.
Zum Gemtree gehört ein nahegelegener Steinbruch in dem man gegen Gebühr nach Zirkonia, Rosenquarz  und anderen Halbedelsteinen buddeln darf. Man findet wohl tatsächlich welche. Kleine Brocken meistens. Der Shop neben der Rezeption verkauft auch Steine. Beutel mit Zirkonia kosten fünf oder zehn Dollar. Reichtum ausgeschlossen bei der Buddelei mit 35 Grad im Nacken.

Ein ganz besonderer Service vom Camingplatz: man kann Burger und andere Kleinigkeiten an der Rezeption (500 Meter entfernt) bestellen und die Lieferung erfolgt an den Stellplatz.

Wir konzentrieren uns auf den Rundweg um den Campingplatz, der eine dreiviertel Stunde durch den Busch führt. Bäume und Büsche sind beschriftet. Ein Büchlein mit Erklärungen kann man sich in der Rezeption ausleihen.
Selten war die Gelegenheit so einfach vom Zelt aus loszumarschieren. Direkt nach Sonnenaufgang sind wir unterwegs. Eine schöne Tour – viele Wildblumen und Büsche blühen gerade. Es soll die letzte Zeit mehr Regen als üblich gefallen sein. Der Frühling ist nah. Trotz der frühen Stunde zeigen sich keine Tiere. Eine kleine Echse ist unser einziger Begleiter.

Viele Wildblumen blühen zur Zeit. Es ist Regen gefallen vor Kurzem.

Der Zwerg ist gut getarnt und keine zehn Zentimeter lang.

Rosa Kakadus sitzen neben dem Zelt – Die häufigen weißen Kakadus sind scheuer.

Unterm Strich können wir sagen, dass sich die längste Abkürzung für uns gelohnt hat. Durch fortschreitende Asphaltierung des Highways auch eine echte Abkürzung geworden ist. In naher Zukunft wird die gesamte Strecke keine ‚Dirt Road‘ mehr sein. Entsprechende Schilder der Regierung am Wegrand zeigen die Pläne.

Rindertransport Talk

Bis in die 50er/60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden die Viehherden in Australien getrieben. Klassisch mit Pferd und Stockman – so heißen Cowboys in Australien. Dies erfolgte nur zu bestimmten Jahreszeiten. Zehntausende Rinder waren dann gleichzeitig unterwegs.
Heute funktioniert der Transport per Roadtrain. Allein in Queensland soll es zehn Millionen Rindviecher geben. Eine riesige Logistik-Maschinerie sorgt für einen reibungslosen Transport. Drei Anhänger pro Roadtrain sind üblich. Kühe werden zweistöckig  verladen – bis zu 144 Stück auf einem Roadtrain.

Die hinteren Tiere stehen nonstop im Staub. Nicht schön. Da bleibt nicht viel Luft zum Atmen. Bei Treiben mit Pferden sah es nicht besser aus.

Eine Saison gibt es nicht mehr. Ganzjährig rattern die Viehlaster über Schotterstraßen und asphaltiere Highways. Die Regularien schreiben vor, dass die Tiere nicht länger als 48 Stunden ohne Pause transportiert werden dürfen. Die Entfernungen sind hoch. Viele Schlachthäuser wurden geschlossen, da sich ein Lebendtransport per Schiff etabliert hat. Die verbliebenen Schlachthöfe liegen weit verstreut.
Von unserer Pervois Station zum nächsten Schlachthof, nach Rockhampton, sind es 1.700 Kilometer. Allerdings gibt es in Winton eine Erleichterung für die Tiere – eine Verladestation auf die Schiene.

An der Verladestation in Winton gibt es ein Gewirr aus Gattern und Schleusen.

‚Cattle Train‘ von Winton nach Rockhampton.

Zweigeschossige Entladestation – Hightech. Alles sieht sauber und gepflegt aus – kein Kuhdung liegt herum.Wasser und Heu für die Tiere stehen bereit.

Entladung vom Vieh in Winton.

Kälber bekommen statt Ohrmarke das gleiche Muster ins Ohr getackert – fies! Wie wird das gemacht, frage ich mich?

Als die Rinder noch per Pferd durchs Land getrieben wurden (kann man heute als Stockman-Urlaub buchen – kleine Herden von 600 Tieren werden dann für Touristen gegen den Einwurf kleiner Münzen getrieben), verloren sie mehr Kilo an Gewicht als heutzutage. Stressfrei ist das damals auch nicht gewesen. Die Roadtrain-Tiere verlieren so viel Gewicht, dass sie im Schnitt zehn Tage in die Mästung müssen, um auf ihr Ursprungsgewicht zurück zu kommen. Diese Mästung erfolgt am Schlachthof oder vor dem Lebendtransport per Schiff. In Australien steht der Schifftransport unter hartem Beschuss. Was nachvollziehbar ist, mir fällt kein Grund ein, warum man nicht Fleisch gefroren transportieren kann, statt den Tieren auch noch eine Seereise zu verordnen.


17

Alinghi trotzt dem frühen Aus

Alinghi Red Bull Racing hat gegen Frankreich den wichtigen Sieg gelandet © 37 America’s Cup

Alinghi trotzt dem frühen Aus

Continue reading Alinghi trotzt dem frühen Aus at float Magazin.

Goose 53 – Peter Foerthmann – Portrait

STEUERFREIES SEGELN – HANDS – OFF SAILING
He may not be the inventer of wind-selfsteering units, but he is very probably the one who most successfully developed these systems to perfection.

Goose #53

Ein Motorboot, das glücklich macht?

Yamarin Cross 55 BR

Die Cross 55 BR führt die neue Bowrider-Generation bei Yamarin an © Yamarin

Ein Motorboot, das glücklich macht?

Continue reading Ein Motorboot, das glücklich macht? at float Magazin.

Armin Horn – nie mehr Dieselpest

KOPFSCHMERZHABLETTE FÜR SEGLER – INTRAVENÖS WIRKSAM

Nie mehr Dieselpest

America’s-Cup-Yacht gecrasht, laminiert und zurück auf Kurs

Die Kiwis sind wieder im Spiel beim America’s Cup. © 37 America’s Cup

America’s-Cup-Yacht gecrasht, laminiert und zurück auf Kurs

Continue reading America’s-Cup-Yacht gecrasht, laminiert und zurück auf Kurs at float Magazin.

Schon etwas ab vom Schuss – unser Weg ins Zentrum

27.08.-29.08.24, Australien/QLD/Middleton+Boulia, Tag 272-274 Roadtrip, 21.434 km total, Tages-km 189+192

Hinter Winton gibt es landschaftliche Veränderungen. Zögerlich zuerst. :mrgreen: Wir bleiben im Weideland, allerdings ist dies jetzt nicht mehr eingezäunt. Hinter jeder Kurve – ein seltenes Ereignis – kann eine Herde Kühe stehen. Die Straße ist asphaltiert, aber so schmal, dass wir runter vom Belag fahren müssen, wenn uns ein Viehlaster entgegenkommt. Im Grunde existiert diese Straße überhaupt nur für den Viehtransport und ein paar bekloppte Touristen.

Rindvieh im Weg

Hier passt nur einer auf die Fahrbahn – und das ist der Truck!

Diese Weite!

Immer mal Emus am Weg. Viele Echsen morgens, die sich auf dem Asphalt aufwärmen. Und eine fassungslos machende Anzahl an Kadavern von Kängurus. Hier fahren nur 50 Autos am Tag, trotzdem liegt alle zwei Kilometer ein Känguru tot am Straßenrand. Sehr traurig.

Vor Middleton zeigen sich erste Berge – die Hütte wurde für einen Film hier errichtet

Wir teilen die vierhundert Kilometer bis nach Boulia durch eine Übernachtung nach der Hälfte der Strecke. Am Hotel Middleton. Hotel nannten sich die Stationen, als hier noch Kutschen statt Automobile fuhren. An den Hotels, die ungefähr 30 Kilometer auseinander lagen, wurden die Pferde gewechselt. Hier in der Region fuhren die Kutschen der Firma ‚Cobb & Co.‘ . Sie war die Lebensader im Outback bis 1915.
In Spitzenzeiten hatte Cobb & Co. neuntausend Pferde, verteilt auf 7.750 Kilometer. Die Tagesstrecke – ungefähr 80 Kilometer – kostete einen durchschnittlichen Wochenlohn. Viele Reisende konnten sich das nicht leisten, aber Post und Waren aller Art wurden ebenfalls durch Cobb & Co. transportiert.

Middleton ist eins der letzten originalen Hotels aus der Kutschenzeit und gleichzeitig einer der abgelegendesten Pubs in Australien. Betrieben von drei Leuten. Einem älteren Ehepaar und ihrem Sohn. Die „Hotel“-Unterkünfte sind bessere Verschläge neben dem Hauptgebäude.
In der Mitte von Nichts taucht auf einmal eine kleine Ansammlung von Häusern und Schuppen auf. Jeder Besitzer von Middleton scheint etwas an- oder umgebaut zu haben. Camper wie wir dürfen auf der anderen Straßenseite kostenlos übernachten. Eine baufällige Überdachung und ein paar windschiefe Tische stehen zur Verfügung. Wer Dusche und Toilette des Hotels benutzen möchte, wird um eine Spende für die australischen ‚Flying Doctors‘ (die es noch immer gibt) gebeten.
Cooler Ort, der ein wenig das Gefühl vermitteln kann, wie es zu Kutschenzeiten gewesen sein kann.

Unser Stellplatz für die Nacht – am Ende haben wir noch vier weitere Mitcamper.

Hotel Middleton auf der anderen Straßenseite.

Die Duschräume – eine Wellblechhütte – heißes Wasser und alles blitzsauber. Nur das Klopapier darf man nicht benutzen – nur für Hotelgäste. :mrgreen:

 

Die Kutsche von Cobb & Co. hat schon bessere Zeiten gesehen. Hinter der Kutsche die Zimmer vom Hotel. Fensterlose Butzen mit einem Bett. Duschen muss man auch als Hotelgast in der Wellblechhütte.

Früher gab es auch mal eine Tankstelle hier – alles vorbei. Hoffentlich finden sich immer Leute, die Middleton Hotel weiter betreiben. Eine komplett andere Welt. Heute gibt es hier Internet. Ein Glasfaserkabel liegt neben dem Highway verbuddelt.

 

Nach Middleton verändert sich die Landschaft nun aber wirklich. ;-)
Die Weiden sind immer spärlicher mit Gras bewachsen. Aber es bleibt Rindvieh-Land. Einsam stehen Briefkasten-Tonnen an der Piste. Irgendwo hinter einer staubigen Straße liegt das Wohnhaus der Farmer. Wer hier wohnt, der sucht die Abgeschiedenheit.

Hinter Middleton tauchen immer häufiger kleine Gebirgsketten auf.

Blüten in der Wüste. Bald kommt der Regen. Dann soll die Blüte explodieren.

Boulia ist wegen der Rindviecher komplett eingezäunt. Über die Straße führt ein Gitter – Auto und Menschen kommen rüber, Tiere nicht.
Der Campingplatz in Boulia liegt an einem dauerhaft wasserführenden Fluss. Männer der glücklosen und etliche Leben kostende Expedition um Burke & Wills, die Australien 1862 von Süd nach Nord queren wollten, haben bereits hier campiert.
Boulia hat 314 Einwohner und einmal im Jahr ist hier die Hölle los, wenn im Juli ein Kamelrennen statt findet. Uns zeigt sich Boulia verträumt. Ein Dutzend Mit-Camper stehen auf dem hübschen Platz mit großer Rasenfläche. Dank Fluss und der riesigen Wasserblase unterhalb Australiens, wird Tag und Nacht der Rasen gesprengt.
Im Spätwinter – jetzt – folgt kühlen Temperaturen eigentlich eine Übergangszeit mit moderatem Klima. Nix da. Wir haben nachmittags bereits 37 Grad. Die Frau im Souvenir-Geschäft weiß Bescheid: „Wenn es mal auf über 35 Grad gestiegen ist, bleibt es auch so. Der Frühling fällt aus dieses Jahr.“
Na, das sind ja erwärmende Aussichten für die nächste Zeit. Die nächste Etappe wird Schotterpiste und Internet frei.

Das ist Boulia! Foto credit: Shire Council of Boulia

Boulia hat einen Kehrwagen. In der staubigen Wüste. :lol:

Auf dem Campingplatz laufen Schafe, Esel, Ziege als lebende Rasenmäher herum. Das Schaf ist scharf auf unser Frühstück.

Schafflüsterer Achim. Leider stellt sich das Tier stur. Wirft sich einfach auf die Vorderbeine. Beinahe kippen Frühstückstisch und Kocher um. :lol:


4