Kategorie: News & Blogs

Preise 2024 in kroatischen Nationalparks Kornaten, Krka, Telascica, Mljet und Lastovo.

 Kroatien und die Preise: In dieser losen Folge will ich in den kommenden Wochen die Preisentwicklung in Nationalparks, Bojenfeldern, Marinas und Restaurants kurz vorstellen.

Die Brijuni-Inseln vor Pula. Eigentlich sind sie mit einem Liegegeld von 270 € für 11-17 m Bootslänge die teuerste Marina in Kroatien. Auch wenn kleine Crews bei diesem Preis den Kopf schütteln: Für große Crews mit Kindern kann der Nationalpark mit seinem Zoo ein Highlight sein. Im genannten Preis sind 10 Nationalparktickets enthalten. Doch bleiben die Preise so? Wie entwickeln sich die Preise für den Sommer 2024? Die Abbildung zeigt alle Anlegemöglichkeiten auf den Inseln, auf denen Ankern verboten ist sowie die erlaubten Ankermöglichkeiten im Nationalpark sowie in der Umgebung. Die Abbildung entstammt dem neuen REVIER KOMPASS KROATIEN NORD, den wir auf der AUSTRIAN BOATSHOW TULLN am Stand 31 in Halle 10 vorstellen.

So ganz vollständig ist das Bild, wie sich die Preise in den kroatischen Nationalparks entwickeln, noch nicht. Während der traditionsreiche Nationalpark Mljet im Süden bereits die Preise 2024 veröffentlicht hatten, hinken Krka, Telascica oder Lastovo Ende Februar noch hinterher. Von einem Poker um die Ticketpreise berichtet Kristijan Antic auf seinem lesenwerten Blog über die Kornaten: Die Besucherzahlen gehen nach oben, der Nationalpark will dementsprechend erhöhen, „man spricht von einer Tagesabgabe von 50 € für ein Boot unter 7 Meter … das stößt jedoch auf den massiven Widerstand der Gastronomen“, die einen Rückgang befürchten. Und weiter schreibt Antic: „Ob dabei wirklich die 5 oder 10 Euro mehr an Tagesgebühr schuld sein werden oder das teilweise exorbitante Preisniveau mancher Konoben, sei dahingestellt.“

Berücksichtigt werden sollte, dass in vielen Konoben sowohl der Liegeplatz an Steg oder Boje kostenlos ist und mancher Wirt auch das Kornaten-Tagesticket vergünstigt herausgibt. Wir haben im neuen REVIER KROATIEN NORD 2024 vermerkt, welche Konoben das sind; und wie hoch der durchschnittliche Pro-Kopf-Kreis für ein Standard-Abendessen bestehend aus Vorspeise und kleinem Hauptgang, Hauswein, Wasser ist. So kann jeder Leser schon vor dem Konoba-Besuch selber schnell ausrechnen, ob sich die „kostenlose“ Boje samt Abendessen für seine 5-köpfige Crew lohnt oder nicht.

Denn wie auch immer: Überrascht werden von hohen Preisen sollte man nicht. Deshalb auch der nachfolgende erste Überblick über die Online-Tagesticketpreise in den National- und Naturparks für Bootslänge 11-18m:

Krka und Brijuni-Inseln verzichten auf Erhöhung, Mljet erhöht um12% Soviel ist an dieser Stichprobe jedenfalls schon mal zu erkennen: Richtig heftig dürften die Preiserhöhungen nur vereinzelt ausfallen. Wir werden sehen, wer sich bei den Kornaten in der Diskussion durchsetzt: Nationalpark oder Konoben?

REVIER KOMPASS KROATIEN 2024
Lieferbar ab 1. März auf der AUSTRIA BOATSHOW TULLN, Halle 10 Stand 31,
Hier bestellen:




Meine Live Vorträge auf der AUSTRIAN BOATSHOW TULLN 2024 in Halle 8:

Donnerstag, 29.2.2024
10:45 WETTER IN KROATIEN
11:15 SEGELN BEI STARKWIND & STURM
14:00 ANKERN – SO KLAPPTS IM MITTELMEER
14:45 DAS RÄTSEL DER ORCAS

Freitag, 1.3.2024
10:45 WETTER IN KROATIEN
11:15 TRAUMREVIER KROATIEN

Samstag, 2.3.2024
11:15 TRAUMREVIER KROATIEN
14:00 Live-Podcast mit Ümit Uzun: SEGELN – VERÄNDERT DAS DEIN LEBEN?
16:30 DAS RÄTSEL DER ORCAS

Sonntag, 3.3.2024
10:45 Live-Podcast mit Ümit Uzun. Das Thema bringt diesmal der Ümit mit. ;-)

Arkéa Ultim Challenge: Caudrelier siegt bei erster Solo-100-Fuß-Regatta um die Welt

Charles Caudrelier hat die Ziellinie der Arkéa Ultim Challenge überquert. Er benötigte 50 Tagen und 19 Stunden. Was der Sieg bedeutet. Was er über diese Veranstaltung aussagt. Wie es weitergeht. Weiterlesen →

Charles der Erste, König der Meere

Klarer Sieger Charles Caudrelier © Vincent Olivaud / Alexis Courcoux

Charles der Erste, König der Meere

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Tod eines Einhandseglers

Magnus Reslow lebt nicht mehr © Jens Brambusch

Tod eines Einhandseglers

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SailGP Sydney: Erik Heil feiert mit GER historischen Rennsieg – Wie es zum Penalty kam

Ein Raunen geht durch die Mengen der Zuschauer auf Shark-Island. Das ist der Action-Höhepunkt das SailGP-Wochenendes in Sydney. Das deutsche Team weicht in letzter Sekunde aus – scheint zu kentern und fängt sich doch noch. Weiterlesen →

SailGP: Slingsby triumphiert vor Heimpublikum – Dänen verlieren dramatisches Finale

Australien feiert seinen ersten SailGP-Saisonsieg. Im Finale gegen starke Dänen und Neuseeländer gewinnt Tom Slingsby mit einem gewagten Manöver. Dabei begann er mit einem erstaunlichen Fehler. Weiterlesen →

Blutspuren an Deck

Das Ehepaar Brandel und ihr Katamaran Simplicity © Jessica Mause/Robert Osborne

Blutspuren an Deck

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Team Germany landet sensationellen Sieg

Nach einer knappen letzten Luvtonnen-Rundung steuert das deutsche Team dem ersten Sieg entgegen © Simon Bruty for SailGP

Team Germany landet sensationellen Sieg

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Fünf-Sterne-Kutter Tally Ho

Schön muggelig unter Deck der Tally Ho © Leo Sampson

Fünf-Sterne-Kutter Tally Ho

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Blog als Augenfutter

DIE STILLEN UND DIE LAUTEN
Ich bin ein Crossover zwischen beiden, 
derweil ich schreibe, ergo bleibe
Allerdings laufen bei mir die Dinge kreuz und quer,
weil bei mir der Web Verkehr 
gegen den Strom verläuft, wie beim Lachs
weil es mir nicht um´s Geldverdienen geht,
was nicht jeder versteht, der meine Elogen liest 
und sich fragen mag,
was will der Peter bloss?
Warum tut er das?

Blog als Augenfutter

SV Carmina – Thomas Rettenmund CH

STROMVERSORGUNG AUF BLAUWASSERJACHTEN
Ein endloses Thema und jeder Skipper hat seine eigenen Vorstellungen. Der Strombedarf scheint Hochkonjunktur zu haben. Man will ja möglichst den Versorgungsgrad wie zu Hause auf dem Wasser beibehalten. Ist das wirklich nötig?

Die Balmar Story

Flucht aus den Bergen

18.-19.Feb.24,  Australien/WA/Stirling NP, Tag 80+81 Roadtrip,  8.158 km total, 280 Tages-km

Parallel zur Südpazifik-Küste ziehen wir weiter westwärts. Die öden Stoppelfelder bleiben uns erhalten. Als die Landschaft hügelig wird und am Horizont die Stirling Ranges erscheinen, sehen die Felder auf einmal prächtig aus. Unsere Wahl ist auf ein Busch-Camp gefallen, direkt an der Kante zum Stirling Nationalpark und nur über eine wellige Buckelpiste zu erreichen. Der Platz ist toll gelegen (40 Dollar – aber die Lage rechtfertig dies) und ein super Wanderweg führt direkt in den Nationalpark hinein.

Stoppelfelder nett in Szene gesetzt

Anfahrt zum Camp – Stirling Ranges im Hintergrund

Wunderschöner Weg – direkt vom Zelt losgelaufen

Am Nachmittag setzen wir uns in den tiefen Schatten des netten Gemeinschafts-Platzes.  Obwohl #Stirlingranges Erwähnung bei Instagram findet, ist der Campingplatz sehr leer. Das führt zu einer unglücklichen Verknüpfung von Hitze und dem Opi, der im Busch-Camp nach dem Rechten guckt. Mangels anderer Gäste schießt er sich auf uns ein. Er ist ja grundsätzlich ganz nett, aber ungefragt bombardiert er uns mit Ratschlägen. „Morgen wird es sehr heiß, da könnt ihr nicht wandern. Ihr solltet heute noch mal los fahren. Oder ihr Fahrt ans Meer. Ist nur zwei Stunden Fahrt. Wie lange wollt Ihr noch bleiben?“
Weder sanfte Seufzer, noch etwas deutlichere Genervtheit können ihn stoppen.

Wir schauen selber in den Wetterbericht. Und ja, es werden 45 Grad vorhergesagt. Für ein paar Stunden zieht eine Hitzewelle über Westaustralien und trifft mittags in Stirling ein. Da können wir unmöglich in den Bergen herum kraxeln. Wir überlegen,  den Tag im Camp zu „überbrücken“ mit süßem Nichtstun. Abends kann man Kängurus und Emus sehen.
Nein, da kommt schon wieder der Opa angelaufen und erzählt uns seine Stories. Er ist nur schwer bis gar nicht zu ertragen. Wir lassen uns tatsächlich vertreiben und bleiben nur zwei Nächte.

Emus auf der Farmweide neben dem Campingplatz

Im Frühjahr sollen hier Wildblumen und etliche Orchideen blühen – es kommen dann Gäste in das Camp, die für einen Bush Walk 40 Dollar bezahlen. Im Sommer ist der Weg kostenlos, aber ohne Blüten.

 

Feuer Talk

In Australien sind Buschfeuer im Sommer allgegenwärtig. Schon immer. Aktuell schafft es ein Feuer in der Nähe von Melbourne sogar in die Tagesschau.
Wer plant durch Buschland zu fahren, soll sich vor Antritt der Fahrt über Feuer auf der Strecke erkundigen. Gute Dienste leistet die App ‚Fire near me‘. Man wird über vier Farb-Eskalationen vor Feuern im Umkreis von 50 Kilometern vom eigenen Standort gewarnt. Ein komisches Gefühl, sich vor dem Start um Feuergefahr kümmern zu müssen.

Screenshot aus der ‚Fire near me App‘. So sieht es aktuell in der Nähe von Melbourne aus. Rot bedeutet: „Gegend umgehend verlassen“.

Die Hitzewelle, die jetzt über Westaustralien rollt, wird von starken bis stürmischen Winden begleitet. Das hat Konsequenzen im Alltag. Ein kompletter Fire Ban wird ausgerufen. Metallarbeiten, wie Schweißen und Flexen sind bei solch einer Kombination verboten. Off Road Aktivitäten (in Australien ist off-roaden ein normales Hobby – wie schwimmen gehen oder angeln) nicht erlaubt. Es sei denn für landwirtschaftliche Zwecke.
Die Behörden meinen das ernst. Die Strafen sind heftig. Es drohen 25.000 Dollar Belohnung oder ein Jahr Kittchen.

Etwas westlich von Stirling ist Holzwirtschaft seit über einhundert Jahren etabliert. Eine Eukalyptus-Art, der Karri,  wächst besonders grade und wird über 75 Meter hoch. In der 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat man auf drei besonders stattlichen Exemplaren Feuer-Wachposten errichtet. Spiralförming sind Eisenstangen in den Stamm getrieben worden. In der Krone wurde eine Plarrform gebaut.

Feuerbaum in Manjimup. Bis vor ein paar Jahren durfte jeder, der mutig genug war, den Baum bis in 53 Meter Höhe erklettern. Aber im unteren Bereich wurde Rott im Stamm festgestellt, so dass er nun für die Allgemeinheit gesperrt ist. Die Feuerwehr nutzt ihn aber noch immer als Feuer-Warnbaum.

Fast auf allen Campingplätzen gibt es sogenannte Fire Pits in denen man Lagerfeuer machen darf oder auch grillen kann. In den Genuss sind wir noch nicht gekommen. Im Sommer ist die Nutzung absolut verboten. Alle haben Angst vor Buschfeuer. Sie kosten Menschenleben, Vieh und Wildtiere verenden jämmerlich und tausende Hektar Wald oder Agrarflächen werden jährlich zerstört.

Fire Pits auf Campingplatzen – jeder Platz hat seinen eigenen Pit. Im Augenblick ist die Nutzung striktens verboten.


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