Kategorie: News & Blogs

Untergang der „Bayesian“: Rund 20 Mio teure Bergung beginnt heute – So läuft sie ab

Nun ist es soweit: Die Bergearbeiten der im August 2024 gesunkenen Yacht „Bayesian“ beginnen heute, eine Sperrzone ist eingerichtet, der Hebekran auf dem Weg. Die Bergung der etwa 350 Tonnen schweren 184-Fuß Yacht ist eine der komplexesten und teuersten ihrer Art.

Pip Hare entscheidet sich für Kanada

Pip Hare geht bei Scott Shawyer an Bord © Canada Ocean Racing Inc

Pip Hare entscheidet sich für Kanada

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IMOCA-Flotte startet zum TORE in Kiel: Was sich Boris Herrmann vorgenommen hat

Ein Highlight im deutschen Segeljahr ist der Start von The Ocean Race Europe am 10. August. Dann rückt die IMOCA-Flotte wieder in den Blickpunkt. Beim KickOff in Hamburg erklärt Boris Herrmann, wie er die starke Konkurrenz schlagen will und eröffnet ein spannendes Detail zu den Foils.

Trump-Zölle: Warum ein US-Skipper die Segel für seinen Refit nicht mehr bezahlen kann

MAGA Flottille

Trump will mit seiner aktuellen Zollpolitik „America Great Again“ machen. Aktuell sind allerdings besonders im eigenen Land Preissteigerungen zu spüren. Die NYT hat den Fall eines Seglers recherchiert, der über die Verteuerung seines Hobbys klagt.

Gleich in See stechen oder erst Sicherheitstraining?

Erstes Containerschiff unter Segeln: Windcoop mit 1050 qm – Die Rolle von Malizia

Windcoop

Die französische Reederei Windcoop hat mit dem Bau ihres ersten Segelfrachters begonnen, der Container transportieren soll. Wie der 30-Millionen-Segler Projekt konkurrenzfähig sein will und was Boris Herrmann damit zu tun hat.

2. Grand Slam in Hyères: Diesch/Markfort holen überlegen Gold, Schultheis/Rieger erneut Silber

Diesch/Markfort

Mit zwei Medaillen glänzte das German Sailing Team bei der zweiten Sailing Grand Slam Regatta der noch jungen Saison 2025. Der Gesamtlohn war Platz drei in der Nationenwertung gleichauf mit USA hinter China und Italien.

Wächst mit Orca die Navigationswelt zusammen?

Orca

Die Orca-Recheneinheit Core nimmt nicht viel Platz weg © Orca

Wächst mit Orca die Navigationswelt zusammen?

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Das Internet – eine vorübergehende Erscheinung

28.April.25, Australien/QLD/Burnett Heads, Tag 3.985

Wem diese Aussage zuzuschreiben ist, ist nicht überliefert. Klar ist, nie war eine Aussage falscher. Internet ist auch für uns wichtig und deshalb begrüßen wir an Bord eine neue technische Spielerei: Starlink!

Unsere Internet-Karriere an Bord begann mit einer Fahrradtour. Die Marina in Ijmuiden, unserem ersten nicht deutschen Hafen, hatte kein W-Lan. Wir mussten fünf Kilometer zur Bibliothek strampeln, um ins Internet zu kommen. Es folgten erste Versuche mit einer ausländischen SIM-Karte (Kap Verden) für wenig Geld. Gefolgt vom Verzicht auf eine 200 Euro Karte in Französisch Guyana.
Wir sind durch Tränentäler des Empfangs gelaufen. Tiden abhängiges Internet hinter einer Hafenmauer – Empfang nur bei Hochwasser. Richt-Antennen-Internet – Achim musste auf die Kneipe an Land zielen in der wir uns das Passwort durch einen Besuch am Vortag erkauft hatten. Schnell haben wir gelernt, Mac Donald hat ‚Big Mac‘ als Passwort, man brauchte nicht mal den Laden zu betreten.
Irgendwann wurde der Einsatz von SIM-Karten zum Standard. Kein Empfang nur noch in einsamen Ankerbuchten. Inzwischen ist die Handy-Mast-Dichte so hoch, dass selbst das kaum noch vorkommt.

Und jetzt der neue heiße Scheiß: Starlink. Internet über Satellit. Empfang überall möglich. Egal, wie weit wir uns vom Land entfernt befindet. Ich wollte erst nicht. Fand die Überfahrten frei von einer Verbindung zur Außenwelt sehr reizvoll. Freiheit pur. Losgelöst vom Weltlichen.
Unsere Wettervorhersagen gab es kostenlos per Amateurfunk und Pactor-Modem. Damit konnte ich ja sogar den Blog füttern. Zwar ohne Fotos, mir hat das gereicht. Die technische Lösung des Funks einzurichten, hat Achim viel Spaß bereitet. Die Ära Satelliten-Telefon haben wir dadurch komplett überspringen können.

Nun also Internet auf See auf Atanga. Achim war der Antreiber, der alte Internet-Junkie. :mrgreen: Sein stärkstes Argument sind die zunehmenden Anforderungen der Immigration-Behörden der verschiedenen Länder. „Bitte melden Sie ihre Ankunft vier Tage vor Ankunft“. Am liebsten per E-Mail. Mehrseitige Formulare sind gewünscht. Diese Unsitte breitet sich immer weiter aus.

Ein erster Geschwindigkeitstest: 240 Mbit download! 2014 hatten wir im Süden von Hamburg in unserem Haus an guten Tagen 3 Mbit. :lol:

Ohne Internet geht fast gar nichts mehr. Um in Darwin mit dem Auto parken zu können, mussten wir uns eine App herunterladen.  Alles geht online. Steuererklärung, Navigation und Terminvergaben.
Durchschnittliche 6,5 Stunden täglich (!) verbringen Menschen weltweit im Internet. Mit Arbeit, Streaming, Gaming, Smartphone-Zeit, Shopping und Navigation. 2014 benötigte man für den weltweiten Internet-Stromverbrauch 100 mittlere Kohlekraftwerke, 2024 waren das bereits 300.
Den zusätzlichen Strom, den wir für unsere ‚Starlink Mini‘ benötigen werden, kommt aus Solar. Puh, Glück gehabt. Einmal im Leben keine Umweltsau.

Einen großen Anteil vom Strom verschlingt der zweite heiße Scheiß: Die ‚Künstlichen Intelligenzen‘. Die Nutzung von ChatGBT und Artverwandten verbraucht bereits 10 – 15 Prozent. Googlen war gestern, die KI’s wissen es schneller und besser.
Wenn man die KI über ihre eigene Zukunft befragt, sieht es finster aus. Der Energiebedarf für die KI wächst schneller als Strom nachwächst. Sie denkt, nur wenn weltweit jetzt investiert wird, in Fusionskraftwerke, Megabatterien und weltweite Stromnetzte, kann die KI-Revolution weiter wachsen. Sonst könnte es 2040 finster fürs Internet werden. Gegebenenfalls muss man dann zum Surfen wieder mit dem Rad in die nächste Stadt. :mrgreen:
Mit der KI höflich zu sprechen – bitte, danke, guten Tag – verbraucht geschätzte drei Millionen kWh pro Tag. Etwa zehnmal mehr als eine Google-Anfrage. Trotzdem könnte die Höflichkeit gut investierter Strom sein. Plötzlich steht der Terminator vor der Tür und er weiß, dass du unfreundlich zur KI gewesen bist.

In den letzen sechs Jahren hat Space X über 7.000 Satelliten in den Orbit geschossen. Sehr zum Leidwesen von Astronomen, deren Fotos mit langer Belichtung verschmieren und die Beobachtung  von fernen Galaxien wird erschwert. Eine Erweiterung auf 12.000 bis 45.000 Satelliten ist geplant. Bestimmte astronomische Projekte sollen dann kaum noch möglich sein. ‚DarkSat‘ Versionen wurden von Space X entwickelt, um dem entgegen zu wirken.

Elon Musk – Visionär der frühen 2010er Jahre. Spätestens seit er ins Weiße Haus eingezogen ist, wurde er zum Antihelden. Seine Tesla-Werke werden mit Parolen und Hakenkreuzen besprüht. Man muss den Mann nicht mögen, aber SpaceX hat neue Maßstäbe für schnelle und kostengünstige Raumfahrt gesetzt. Der Einsatz von Starlink hält Kommunikation in Krisengebieten und nach Naturkatastrophen aufrecht. Im Ouback von Australien verbindet er kleinste Dörfer mit der Welt.
Und jetzt auch Atanga auf See.

Starlink MIni. WIr haben uns für die kleine Version entschieden. Günstiger im Stromverbrauch (25 Watt statt 50), da der Router im Gerät eingebaut ist. Die Aktivierung war Kinderkram. Einen Platz zu finden schon schwieriger.
Unter Deck kann sie leider nicht installiert werden, da das Internet nicht durch unser Deck durch kommt. Die Starlink- Antennen wollen freien Himmel sehen. Da muss Elon noch mal ran.

Tommy Loewe hört: The Lee Shore

Lieblingsmusik

Von der Westcoast aufs Meer © Montage: float

Tommy Loewe hört: The Lee Shore

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Obdachlose kapern Yacht

Yachtdiebstahl

Ende einer Sufffahrt © Guardia Civil

Obdachlose kapern Yacht

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Containerschiff entmastet Großsegler: Wie es zu dem Crash kommen konnte

STS Leeuwin II Kollision

Die australische Transportsicherheitsbehörde (ATSB) hat einen Untersuchungsbericht veröffentlicht, der sich mit der schweren Kollision zwischen dem Container-Frachter Maersk Shekou und dem Dreimast-Schulschiff STS Leeuwin II beschäftigt. Dabei ist der Moment der Kollision aufgezeichnet worden.