Kategorie: News & Blogs

Stephan Bodens Kolumne: Aufs Wetter verlassen ist mittlerweile sinnlos

Unbeständig. Anders kann man Wetter und Wind auf der Ostsee nicht mehr bezeichnen. Segler können sich in ihren Planungen kaum noch auf Rasmus verlassen, weil der scheinbar von Jahr zu Jahr immer launischer wird. Was tun?

Mini Globe Race: Seit sechs Tagen in der 10.000 sm-Etappe – Sauers Pechsträhne reißt nicht ab

Ist das nicht irre? Die dritte Etappe des 24.000 Seemeilen langen Mini Globe Race hat es „in sich“: 10.000 Seemeilen im Pazifik und Indischen Ozean, 130 -140 veranschlagte Segeltage, solo auf einem 5,80 m kurzen Sperrholzboot.  Auch wenn sich die verbleibenden 12 Teilnehmer zwischendurch etwas ausruhen dürfen – diese Maxi-Regatta auf Mini-Booten wird in die Geschichte eingehen.

Südseeträume

DA WOLLEN WIR ALLE HIN – WIRKLICH WIRKLICH

Südseeträume

Admiral’s Cup: Yacht Club Monaco mit Pierre Casiraghi und Malizia gewinnt – vor Hong Kong

Mit einer starken Leistung beim dreifach zählenden Fastnet Race gegenüber den direkten Konkurrenten hat der Yacht Club Monaco beide Klassen und damit überlegen den Admiral’s Cup gewonnen. Bei der Langstrecke trumpften insbesondere auch die deutschen Amateur-Teams groß auf  – Daniel Baums Elida (Platz zwei!), Imagine (Streckenbach) und X-Day (Hückstädt) jeweils Dritter.

Umweltschutz: Kommt die THG-Quote auf dem Wasser? Verband gibt Stellungnahme ab

Bootstankstelle THG Quote

Ein Entwurf eines zweiten Gesetzes des Bundesumweltministeriums zur Treibhausgasminderungs-Quote (THG) sorgt für Diskussionen. Sind die Regelungen aus dem Straßenverkehr einfach so auf das Wasser übertragbar?

IMOCA beim Fastnet: Bonafous & Co siegen knapp – wird sie der neue Star im Zirkus?

Das geht ja gut los mit der Karriere im IMOCA-Zirkus! Nach einem überraschenden zweiten Rang beim „Courses des Caps“ rund Britische Inseln siegten Elodie Bonafous und ihr Team nun auf dem IMOCA Petits Princes-Queguiner beim prestigeträchtigen Fastnet Race.

Sehenswerte Segeldoku: Women & the Wind

Drei Frauen, ein alter Katamaran und 4.000 Seemeilen offene See: Das ist die Essenz des Projekts „Women & the Wind“. Was zunächst nach romantischem Segeln klingt, entpuppt sich als eindrucksvolles Manifest für Umweltschutz, weibliches Empowerment und kreative Selbstverwirklichung. Im Rahmen einer Filmnacht-Tour ist die Doku im August in Open Air Kinos zu sehen. 

Video-Tipp: Abenteuer-Törn statt Wohlfühl-Oase im kalten Nord-Pazifik

Der Segeltrip der kanadischen Profi-Surferin Mathea Olin in die wilden Gewässer Vancouver Islands ist ein Jahr her. Nun macht sich die junge Wassersportlerin wieder auf den Weg. In der zweiten Episode von „Transports of Delight“ liegt der Fokus auf dem Segeln und dem Erforschen des Unerforschten.

Eine Gipfelwanderung unter untreuen Gefährten

– 26. Juli 2025, Neukaledonien/Île des Pins; Baie de Kuto , Tag 4.073-4, 29.184 sm von HH

Direkt vor unserer Nase liegt der höchste Berg der Insel, der Pic N’Ga. Da wollen wir hin. Wir binden das Dinghy fest und stoßen schnell auf die kleine Hündin von neulich. Sie scheint versöhnt, dass wir sie stehen lassen haben und läuft wieder eifrig vor uns her. Da wir offensichtlich den Vormittag gemeinsam verbringen werden, geben wir ihr den Namen ‚Jacky‘.

Der Pic N’Ga von Bord aus gesehen.

Nach einem Kilometer erreichen wir den eigentlichen Wanderweg zum Berg. Jacky kennt sich aus. Sie läuft vorweg und kennt Abkürzungen, um schwierige Passagen zu umgehen. Der Weg ist steil. Jacky hechelt, wir hecheln. Aber sie wartet brav im Schatten, wenn wir eine Verschnaufpause machen.
Die Belohnung für die Kraxelei ist ein traumhafter Ausblick auf die Küste. Phantastisch.

Der Weg fängt harmlos an mit einer Dschungeltour.

 

Dann wird der Bewuchs spärlicher – Jacky immer dabei.

 

Kurz vor dem Gipfel war die Welt noch in Ordnung.

 

Atanga rechts – nur zwei Schiffe liegen aktuell in der Bucht

 

Die Gelegenheit hat man seltener als man denkt – Selfie mit Boot im Hintergrund.

 

Der Blick nach Osten ist ebenso schön.

Wir machen eine kleine Rast am Gipfelkreuz und überlegen, wie wir Jacky etwas von unserem Wasser abgeben könnten. Ohne recht eine vernünftige Lösung zu finden.

Nummer zwei am Gipfel – Jacky war die Erste.

Viel Geröll liegt auf dem Weg – ein etwas rutschiger Abstieg. An dieser Stelle verlässt Jacky uns.

Grade haben wir das Kreuz wieder verlassen, da hören wir Stimmen. Eine Familie kommt uns entgegen geschnauft. Kurzer Gruß, wir lassen sie passieren und gehen weiter. Jacky nicht. Jacky hat andere Pläne. Ohne einen Blick, einen Gruß dreht sie sich um und läuft hinter der Familie hinterher.  Treulose Tomate!
„Ich bin euch gar nichts schuldig“, wedelt der Schwanz zum Abschied. „Wer hat mich vor zwei Tagen einfach stehen lassen?“ Recht hat sie, ich rufe sie trotzdem noch einige Mal. Sie kommt nicht, ist ja klar, sie heißt ja wahrscheinlich gar nicht Jacky. Ohne Hund kommen wir zurück ins Dorf.

Am nächsten und letzten Tag unserer Woche auf der île des Pins laufen wir noch eine Runde um die Halbinsel an der östlichen Flanke unserer Bucht. Zuerst schauen wir, ob Jacky zu finden ist. Wo genau sie wohnt, wissen wir nicht. Keine Jacky. :cry:
Noch dreimal schauen wir am Dinghy-Dock vorbei. Sie ist bestimmt mit der Crew vom Katamaran unterwegs, versichern wir uns. Der schlaue Hund kennt alle Wege ganz genau.

Diese Halbinsel macht auch von unten Spaß.

 

Sie hat rundherum kleine Strände

 

Pandanuss-Bäume und Araukarien wechseln sich ab.

 

Panda Nüsse – Fußball groß – werden von den Kanak viel und gerne gegessen

 

Korallenkalk-Verkarstung – ein ehemaliges Riff wird jetzt unterspült.

 

Nach einer Woche sagen wir Au revoir zur île des Pines. Gerne hätten wir noch einmal Jacky gesehen.

 

Eine schmale Mondsichel kündigt eine neue Mondphase an. Eine tolle Zeit liegt hinter uns.

 

Knarrblog Pre Worlds Malscesine: Faszination Contender-Segeln – Ärger mit dem Robotertonnen

Am Mittwoch startet die Container WM am Gardasee mit 170 Teilnehmern. Segelreporter ist dabei. Bei der Vorregatta mit 109 Booten ließen sich schon erste Eindrücke sammeln. Zwei Rennen waren brutal, aber auch beeindruckend. Die irren Bilder.

Heftiger Unfall: 70 Fuß Yacht außer Kontrolle und kracht in die Pier. Fast Segelboot erwischt.

Crash in der marina del Rey

Was wie eine Szene aus „Pleiten, Pech und Pannen“ wirkte, war in Wirklichkeit ein ziemlich cleveres Manöver: Am Samstagnachmittag krachte eine 70 Fuß Motoryacht im Hafen der Marina del Rey nahe Los Angeles gezielt gegen eine Betonmauer –  keine Dummheit, sondern ein ziemlich kühnes und überlegtes Rettungsmanöver.

Orca Vorfall: Selbst schuld? Ahnungslos? Spanischer Skipper beschuldigt Crew eines Havaristen.

Eine Firma, die Yachten überführt, hat ein Video veröffentlicht, in dem ein Orca Angriff auf eine Segelyacht zu sehen ist. Einen Tag später erscheint ein kritisches Statement-Video eines anderen Seglers dazu, der in dem Gebiet unterwegs war, den Fall mitbekam. Fazit der Kritik: Selber schuld.