Kategorie: News & Blogs

The Ocean Race Europe: Warum Biotherm so dominant segelt und Malizia umgedreht hat

Die Spitzenboote von The Ocean Race Europe nähern sich der Ziellinie in Portsmouth – und manche auch nicht. Malizia und Be Water Positive zeigen am Morgen mit dem Bug Richtung Kiel. Was ist da los?

The Ocean Race Europe Kollision: Skipper Beccaria beschwert sich – Protestverhandlung in Cartagena

Während das Geschehen auf dem Wasser bei der ersten Etappe des TORE auf dem Weg nach Portsmouth aktuell sportlich wenig Spektakuläres zu bieten hat, steht immer noch die Start-Kollision im Blickpunkt. Dazu äußert sich insbesondere der italienische Skipper erstaunlich und macht der Rennleitung Vorwürfe.

The Ocean Race Europe: Biotherm-Turbo Amelie Grassi/Bouttell – Crew macht den Unterschied

Klar, die Skipper, sozusagen die Stars des TORE kennt jeder. Doch was ist mit den anderen, den Namen, die man eher selten liest und hört? Erste Folge eines Blicks auf die vermeintlich zweite Reihe an Bord der TORE-IMOCA. Wer beschleunigt den souveränen Spitzenreiter Biotherm?

The Ocean Race Europe: Update von Holcim PRB – Fieberhafte Arbeit bei der Knierim Werft

Team Holcim PRB

Rosalin Kuiper wird von ihrem PR-Team schon wieder lachend gezeigt. Die Niederländerin ist auch wegen ihrer positiven Art als neues Gesicht von Holcim PRB verpflichtet worden. Aber können die Reparaturen tatsächlich rechtzeitig abgeschlossen sein? 

America’s Cup Protokoll: Keine Neubauten, Kostenobergrenze 75 Millionen Euro

Der America’s Cup schien am Ärger zwischen dem Verteidiger Team New Zealand und dem Challenger of Record Athena von Ben Ainslie zu zerbrechen. Nun soll das Schlachtschiff wieder auf Spur sein. Es gibt ein neues Protokoll. Das Spiel startet neu.

The Ocean Race Europe: Warum Biotherm so schnell ist – Malizia kommt näher

In der ersten Nacht auf See hat die dezimierte TORE-Flotte am frühen Morgen Skagen gerundet. Aus dem schnellen Foil-Kurs ist eine mühsame Kreuz geworden. Malizia konnte ein schnelles 20-Meilen-Defizit am Kap auf 6 Meilen reduzieren, hat nun aber wieder verloren.

Ein unfreundlicher Besuch

08.08.25, Neukaledonien/Île Quen, Port Koube, Tag 4.087, 29.243 sm von HH

Wir sind gerade mit dem Frühstück fertig, da hören wir ein Motorengeräusch. Mit schneller Fahrt nähert sich ein Schlauchboot. Ein Blaulicht geht an. „Bonjour“, ruft Achim. Sein Gruß wird erwidert und die Frage gestellt, ob wir Französisch sprechen. Ein paar lockere Sprüche von Achim über unsere schlechten Sprachkenntnisse ignoriert die Besatzung. „Wir sind vom Zoll und wollen an Bord.“
Das ist erlaubt. Fast überall auf der Welt hat der Zoll das Recht auf solche Maßnahmen. Man stelle sich aber vor, wenn vier Männer das Hotelzimmer stürmen, in dem man drei Wochen Urlaub macht (danke, Inga für diesen Vergleich). Ein Eindringen in die Privatsphäre ist immer unangenehm.

Mit eisigen Mienen und wortkarg entern die vier Herren unser Boot. Einer behält seine Sturmhaube auf. Vermummt bleibt er an der Badeleiter stehen. Die anderen drei drängen ins Cockpit. Zwei führen die Unterhaltung mit uns, einer bleibt stumm.

Sie wollen wissen, wie lange wir schon in Neukaledonien sind. Ob und wo wir einklariert hätten. Und ob wir nur zu zweit an Bord seien. Achim berichtet, dass in Nouméa ein Mann von der Biosicherheit an Bord war, dass die Marina die Zoll-Formalitäten für uns übernommen hätte und dass wir selber zur Immigration gegangen seien, um einzuklarieren. „Nein, eine schriftliche Bestätigung vom Zoll haben wir nicht von der Marina erhalten.“

Die Unterhaltung zieht sich, da das Englisch der Zöllner nicht so fließend ist. Da entdeckt einer der Herren Achims Leathermen im Gürtelhalfter. Unser Cockpit wird zur Messerverbotszone: „Bitte das Taschenmesser rausnehmen und abgeben.“ Wir bekommen runde Augen. Die vier Männer sind mit schusssicherer Weste und Pistolen ausgerüstet. Was könnte Achim da wohl für einen Angriff starten?

„Wir gehen jetzt nach unten“, verkündet der Wortführer. Ich mache Anstalten vorweg zu gehen, werde aber in meinen Sitz zurück genötigt. Die beiden steigen laut rufend den Niedergang herunter: „Hallo, Zoll Neukaledonien. Hallo, Zoll Neukaledonien. Ist jemand da?“

Sehr albern. Wir können uns ein Grinsen kaum verkneifen. Ich erwarte jeden Moment ein „gesichert, alles sauber“ zu hören. Wir bekommen mit, dass ein paar Schapps geöffnet werden. Die beiden gehen nach hinten, werfen einen Blick ins Bad und Vorschiff. „Wir möchten die Pässe sehen und die Einklarierungspapiere“, schallt es von unten. Achim geht runter und holt die gewünschten Unterlagen. Leider passiert ihm ein kleines Missgeschick. Er zieht aus Versehen seinen zweiten Pass hervor, mit dem er nicht einklariert hat.

Als alle wieder im Cockpit sitzen, fällt beim Vergleich der Unterlagen auf, dass Achim den falschen Pass erwischt hat. Er will nach unten gehen, um den richtigen Pass zu holen. Alleine darf er nicht, einer der Zöllner begleitet ihn.
Als Achim aufsteht, gibt er den Blick auf die Nautilusse frei, die wir gestern gefunden haben. Die ganze Zeit habe ich sie wegen der Grauzonen-Problematik schon im Hinterkopf. Die beiden Exemplare liegen unschuldig auf der Sitzbank und sind bislang unentdeckt geblieben. Der stumme Mann Nummer drei wird jetzt auf sie aufmerksam und nimmt sie in Gewahrsam.

Zunächst ist aber noch der doppelte Pass Stein des Anstoßes. Warum, wieso, weshalb wir den haben, wird gefragt. Achim erklärt, dass wir vielleicht durchs Rote Meer zurück nach Europa wollen und wenn wir zuerst in einem arabischen Land waren und dann nach Israel möchten, könnte es Probleme bei der Einreise geben.

Eine lebhafte Diskussion auf Französisch entbrannt. Sogar Sturmhaube quetscht sich jetzt noch ins Cockpit. Wir verstehen, dass einer der Männer die Problematik zu kennen scheint und dass er versucht, seinen Kollegen die Sachlage zu erklären.
Sturmhaube schüttelt den Kopf. Er weiß nichts davon. Achim sagt, dass es in Deutschland legal sei, zwei Pässe zu besitzen. Sturmhaube lässt das nicht gelten: „Wir sind hier in Frankreich. Hier gibt es so etwas nicht. ***  Mich interessieren die Regeln in Deutschland nicht.“
Achim hält dagegen, dass wir ja nun aber mal Deutsche seien. Er habe diesen zweiten Pass zu Recht. Harsch gebietet Sturmhaube, der sich als der Chef der Viergruppe entpuppt, Achim ruhig zu sein. Er wird den Vorfall prüfen lassen. Sich an seine Vorgesetzten wenden.
Da fallen ihm die zwei Nautilusse wieder ein. Dass wir die an Bord haben, sei auch illegal. Wo wir sie herhaben? Ob wir noch mehr haben? Oder andere verbotene Substanzen? Waffen? Drogen? Schildkröten?

Als ich ansetzte, um zu erklären, was wir mit den Nautilussen vorhaben und dass ich gelesen habe, alte Schalen dürfte man behalten, wird Sturmhaube ungehalten. „Hier wird nicht diskutiert. Basta!“

Er gibt seinen drei Männern Anweisungen, noch einmal das Schiff zu durchsuchen. Achim muss mit nach unten. Er muss die Arme heben und wird auf Waffen abgetastet (direkt neben der Magnetleiste mit den Fleischermessern; Anmerkung der Redaktion).
Vermeintlich wird jetzt gründlicher gesucht. Das ist auf einem Boot eine fast unlösbare Aufgabe. Somit öffnen sie noch einmal die gleichen Schränke. Wieder ohne auf verdächtige Gegenstände zu stoßen. Solange, bis einer auf unsere Mehrvorräte stößt. Umgefüllt in 5-Liter Wasserflaschen sieht das nun wirklich nach Drogen aus. Achim erzählt ihm, dass es sich nur um Mehl handeln würde. Auf eine Krimi typische Geschmacksprobe verzichtet der Mann vom Zoll.

Ich muss derweil bei Sturmhaube im Cockpit bleiben. Eine Leibesvisitation hält er für entbehrlich. :mrgreen: Er ignoriert mich komplett. Dafür blättert er intensiv in unseren Pässen. Vergleicht Achims Pässe akribisch. Sogar die eingeprägten Sterne auf den Außenseiten der Pässe tastet er ab.
Gedanken sind frei und meine formulieren immer häufiger das Wort ‚Spinner‘.
Dann telefoniert er zweimal. Er spricht nicht mit Mutti, so viel bekomme ich mit. Jemand erhält die Nummern der Pässe. Er macht Fotos. Viel Palaver, viel Aufregung seitens Sturmhaube.

Ich höre wie unten die Klappe vom Motorraum auf unsere Bodenbretter knallt. Das Öffnen der zweiten Motorraumklappe verhindert Achim gerade noch. Baut man vorher nicht die Leiter vom Niedergang ab, verbiegt man alle Scharniere. Das erscheint den Herren dann doch zu viel Mühe, auf das Öffnen wird verzichtet.

Endlich scheinen die drei mit ihrer Durchsuchung zufrieden. Alle nehmen wieder im Cockpit Platz. Sturmhaube steigt wortlos auf das Schlauchboot über, um dort weiter zu telefonieren.
Der vorherige Wortführer belehrt uns, dass sie die skandalöse Passangelegenheit an die Behörden in Nouméa weiterleiten. Das regt uns nicht auf, denn bei der Einreise wurden wir nicht nach dem Besitz von weiteren Pässen gefragt. Es gibt Länder wie Neuseeland, die dies abfragen und dort haben wir stets alle Pässe angegeben.

Der Besitz von Nautilussen sei verboten, belehrt uns der Wortführer weiter. Achim gibt die einzig richtige Antwort auf diesen Umstand: „Das haben wir nicht gewusst.“ Das wird mit einem wohlwollenden Nicken quittiert. Ich verzichte auf weitere Erläuterungen zur Causa Nautilus.  Zur großen Freude vom Skipper. ;-)

„Wir beschlagnahmen die Nautilusse. Sie kommen in die Asservatenkammer. Oder sie werden als abschreckendes Beispiel in den öffentlichen Büros beim Zoll ausgestellt.“
„Man könnte sie auch ins Meer zurückwerfen. Dann würden sie an den Strand gespült und blieben dort, wo sie hin gehören“, findet Achim.
„Nein, das ist nicht möglich“, entgegnet der Zollmann. Aber sie sehen davon ab uns eine Strafe zu verhängen. Und das, obwohl der Besitz von einem Nautilus – jetzt wird es unglaubwürdig – gleichzusetzten sei mit Waffen oder Drogen.
Wir rollen innerlich mit den Augen.

Es werden handschriftlich und langatmig zwei Protokolle aufgesetzt. Einer über die Kontrolle an sich und eins über die Nautilus-Schalen. Noch zweimal wird betont, dass auf eine Strafe verzichtet wird. Viel Lob von unserer Seite bekommen die Herren für ihre Großzügigkeit nicht. Unser Dank wird ihnen ewig nachschleichen müssen.

Der unfreundlichste Besuch vom Zoll, den wir bislang erlebt haben, findet nach 90 Minuten ein Ende.

 

Da dampfen sie ab. Sturmhaube und seine drei Freunde.
Leider ohne Blaulicht, aber sinnlos mit zwei Perlboot-Schalen im Gepäck.

*** Eine unrichtige Aussage, wie uns später das Internet bestätigen soll. Frankreich hat mehr oder weniger das gleiche Passrecht wie Deutschland. Sturmhaube ist also nicht nur unfreundlich, sondern auch unwissend.

The Ocean Race Europe: Wie der Malizia-Start ablief – So war das nicht geplant

Boris Herrmann machte vor dem Start von The Ocean Race Europe einen gelösten Eindruck. Er plauderte schon übers seine Taktik für die Renneröffnung machte aber auch auf die Gefahren aufmerksam, die durch den geringen Platz und das nahe Scoring Gate entstehen. Schließlich ging der Start ziemlich daneben.

The Ocean Race Europe Start: Crash zwischen Holcim-PRB und Allagrande Mapei – Beide zurück im Hafen

Beim Start des Ocean Race Europe ist es zu einer erschreckenden Kollision gekommen. Zwei der Favoriten sind beschädigt. Holcim PRB ist mit einem schweren Schaden zurück nach Kiel gesegelt. Wie es zu dem Unglück kommen konnte. Wer Schuld hat.

SR Podcast: Livepodcast aus Kiel vom The Ocean Race Europe

Das hat Spaß gemacht. Wir hatten den ersten Live-Podcast mit Publikum direkt neben den IMOCAS in Kiel beim Segelclub Baltic. Die Hütte war voll, die Gäste in Form. Simon Koster gibt spannende Einblicke in die Szene, ins Team und hat viele Insights rund um das The Ocean Race Europe. Oli Schmidt-Rybandt und Speedsailing kamen mit gleich zwei legendären Volvo 60 vorbei. Und Sebastian Wache hat Infos zum Wetter, zum Routing und zu den Möglichkeiten der Beratung der Teams.

Der Nautilus Strand

07.08.25, Neukaledonien/Île Quen, Port Koube; Tag 4.086; 29.243 sm von HH

Unsere Abfahrt aus den Mangroven-Flüssen verschiebt sich. Ein Tiefdruckwirbel in der Tasman-Sea erreicht Neukaledonien. Die vorhergesagten 39er Böen bleiben in der Front aus, dafür bringt uns die Rückseite kräftigen Wind mit viel Regen. Wir bleiben auf dem Schiff. Nach drei Tagen Home-Office ist das Schlimmste vorbei, wir wollen weiter. Als wir Anker aufgehen, bleibt die befürchtete Schlacht mit dem roten Schlamm aus. Kette und Anker sind blitzsauber. Das mag verstehen, wer will. Unser Cruising-Guide hält wilde Beschreibungen darüber parat.

Typisches Tief im Winter in der Tasmansee. Riesig groß wird der halbe Westpazifik mit viel Wind erfreut. Und auf der Rückseite hinterlässt er ein Chaos an Winddrehern. Plus Regen. foto credit: windy

Die Leinen für die Ankerentlastung sind stark verfärbt. Schlamm ist also unterwegs in der Mangrovenbucht.

 

Der kräftige Westwind hält an, wir brauchen eine Bucht mit Schutz. Nur dreizehn Meilen weiter finden wir das Richtige für uns. Die Einfahrt zwischen den Riffen ist schmal, aber auf die Franzosen ist Verlass. Die Navionics-Karten sind exakt.

 

Neukaledonien erscheint uns relativ arm an Riffen,  aber eng an Riffen vorbei zu fahren, fördert den Blutdruck.

Wir haben die große Bucht für uns alleine. Mit dem Kajak geht es an Land. Der Strand ist rot-braun. An den Rändern wachsen Mangroven. Bei Ebbe bietet das herrliche Matsch-Wanderungen.

Nicht klassisch schön, aber ein interessanter Strand.

Glücklicher Kapitän :-)

Der Matsch saugt so sehr, dass ich kurzfristig dachte, ich käme nicht wieder raus. :-)

 

Noch Osten offene Bucht. Nach langer Zeit finden wir wieder Müll am Strand.
Neuseeland und Australien sind, dank glücklicher Strömungen, fast Müll frei.

 

Die echten Schätzchen der Bucht finden wir am Ufersaum. Schon halb vom Sand vergraben: Perlboote. Oder auch Nautilus-Schalen. Erst eine – wir zählen uns schon zu den Glückspilzen – dann schauen wir genauer hin. Am Ende entdecken wir mehr als zwei Dutzend Stück. Alle sind stark verwittert. Die braunen Streifen ausgebleicht. Und alle haben Beschädigungen.

 

Fundstücke.
Die Färbungen sind nur so deutlich zu erkennen, weil wir die Schalen angefeuchtet haben.

 

Nautilusse oder Nautili sind erstaunliche Tiere. Sie leben tagsüber in 300 bis 500 Meter Tiefe. Nachts steigen sie bis auf 50 Meter auf und suchen hier nach Futter. Aas, Krebse und kleine Fische.
Als Kopffüßler sind sie mit Tintenfischen verwandt. Nur die Tentakeln und Augen schauen aus der Öffnung der Schale. Der gesamte Körper – eher ein Verdauungssack – steckt in der letzten Kammer Richtung Öffnung der Schale.
Bei Gefahr kann diese Kammer mit einem Horndeckel verschlossen werden. Die anderen Kammern der Schale sind mit Luft oder Wasser gefüllt und dienen dem Perlboot zur Steuerung. Ähnlich wie ein U-Boot mit Ballasttanks: Wasser rein – sinken; Wasser raus, Gas rein – steigen.

Die Schale wächst spiralförmig mit. Jede neue Kammer ist 1,25-mal größer als die vorherige. Eine perfekte logarithmische Spirale entsteht. Wenn der Nautilus zu groß für seine Wohnkammer wird, verlängert er das Ende seiner Schale. Sobald der Anbau fertig ist, zieht er um. Hinter sich fängt er an, eine Kalkwand zu errichten, die ihn von der alten Kammer trennt. Ist diese Wand fertig, wird sie zur Auftriebskammer umfunktioniert. Bis zu dreißig Mal passiert dieses Bauwunder im Leben der Nautilusse.
Fressfeinde wie Haie und Barrakudas knacken die Schalen kaputt. Kraken können den Nautilus ohne Beschädigung seiner Hülle fressen. Um ihren Bewohner beraubt, schwimmen diese Schalen auf und landen am Strand.

 

Die einzelnen Kammern. In der Mitte gut zu sehen die Tarierungs-Röhre, der Siphunkel.

Der Siphunkel zieht sich durch alle Kammern.

Querschnitt einer Nautilus-Schale.
Mit Chat-GPT erstellt – Grafik credit.

Wir suchen die zwei besten Schalen raus und nehmen sie mit an Bord. Besonders selten scheinen Perlboot-Schalen ja nicht zu sein in Neukaledonien.  Ich bin skeptisch, ob wir die Schalen behalten dürfen. Eine Recherche im Internet gibt eine halbe Entwarnung. Das Thema ist eine Grauzone.
Perlboote stehen unter Artenschutz. Das Fangen und Töten ist verboten. Frische Schalen sind ebenfalls geschützt, weil sie als Teil des Tieres gelten. Alt, verwittert und angespült wird der Besitz meistens toleriert.

Hmm, „Grauzone und meistens“, das klingt nicht vertrauenserweckend. Außerdem sind die Schalen sehr groß. Wohin damit? Und sie sind schon arg kaputt. Lohnt sich das Aufbewahren oder stauben sie nur voll?

Auf einigen Pazifikinseln glaubte man, dass die Schalen einem Ohr gleichen mit dem die Götter die Gebete der Seefahrer hören. Ein Kapitän, der ein Perlboot mitführte, sollte immer Glück auf See haben. Dieser Mythos spricht für „behalten“. Ein bisschen Aberglaube kann ja nicht schaden.

Wir legen die beiden Schalen ins Cockpit auf die Bank für ein paar Fotos am nächsten Tag. Und dann wollen wir entscheiden: behalten oder Seebestattung.
Dieser Fehler soll uns am nächsten Morgen noch in Schwierigkeiten bringen. :mrgreen:

The Ocean Race Europe: Wer ist Scott Shawyer, der mit einem der schnellsten IMOCA startet?

Scott Shawyer

Der Kanadier Scott Shawyer will bei The Ocean Race Europe groß auftrumpfen. Bisher segelte er trotz Alex Thomson Hilfe der IMOCA-Flotte hinterher, nun aber verfügte er über eine der schnellsten Yachten der Szene – und hat Pip Hare an seiner Seite.