Kategorie: News & Blogs

SR Podcast The Ocean Race Spezial. Leg 4: Darum segelt Boris Herrmann nur hinterher

Das The Ocean Race Europe hat bereits vor der letzten Etappe einen Sieger: Biotherm liegt uneinholbar auf Platz 1. Dahinter entwickelt sich ein offener, spannender Kampf um die Podiumsplätze. Malizia hat auf der letzten Etappe sehr enttäuscht und ist als Vorletzter noch hinter den eigentlich unterlegenen Kanadiern ins Ziel gekommen. Warum schneidet das Team um Boris Herrmann so enttäuschend ab?
Dieses und mehr Themen in der heutigen Episode

The Ocean Race Europe: Was ist bloß mit Malizia los?

Malizia

Boris Herrmann mag dieses Gefühl von der Vendée Globe kennen. Malizia liegt in der Flaute und die Konkurrenz rast davon. So war es damals kurz nach der ersten Äquator-Passage, so auch diesmal nach nur knapp 19 Stunden im Rennen. 

Spaß am Segeln: Fröhliche Kids beim Abenteuertörn mit ihrem „Katamaran“

Zwei Kanus zusammengebunden, eine Planke dazwischen, fertig ist der Multihull. Eine Gruppe Kinder zeigt, wie wenig nötig ist, um große Freude beim Segeln zu haben. Dem Törn ist der Höhepunkt ihres Selbstbau-Projekts. 

The Ocean Race Europe: Beccaria gewinnt Heimspiel – Biotherm vorzeitig Gesamtsieger – Malizia 6.

Ambrogio Beccaria

Für Ambrogio Beccaria war mit seinem Allagrande Mapei Team nach dem verschuldeten Crash vor Kiel, den fehlenden Punkten und einer erfolglosen zweiten Etappe kaum noch etwas zu holen bei The Ocean Race Europe – außer einem Heimsieg. Er hat es geschafft.

Segler stirbt beim Hafenmanöver: Er fiel in die Schraube seiner Yacht

Im Hafen von Ancona hat sich ein tragischer Segelunfall ereignet. Ein bekannter regionaler Unternehmer und passionierter Segler kam dabei ums Leben, weil er in seinen Schiffspropeller geriet. 

Mapei wie entfesselt zum Heimsieg

Freude pur beim Team Allagrande Mapei nach dem Sieg von Genua © Lloyd Images / The Ocean Race Europe 2025

Mapei wie entfesselt zum Heimsieg

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Chaos am „Tag des Sieges“: Crash-Start unter der Fatih Sultan Mehmet Brücke auf dem Bosporus

Borusan Cup in Istanbul.

Beim TAYK BMW Borusan Cup, der am 30. August im Rahmen des türkischen Feiertages zur Schlacht von Dumlupınar ausgesegelt wurde, ist es unter der Bosporus-Brücke zu Kollisionen und Schäden gekommen. Die Gründe.

SR Podcast: Segeln in Tidengewässern, Rückblick auf den SailGP und ein eigentlich ungewollter Bootsverkauf

Die bretonische Küste und die Gewässer vor der Normandie sind berüchtigt für ihre starken Tidenströmungen. Carsten war dort gerade mit einem echten Traumboot unterwegs. Er berichtet vom Törn. Außerdem blicken wir kurz zurück auf den SailGP in Sassnitz und die Erlebnisse vor Ort. Stephan erklärt, warum Gisela nun verkauft wird.

Ein Kompass im Epoxybett – eine gewagte Reparatur

30.08.25, Neukaledonien/Nouméa, Tag 4.109, 29.265 sm von HH

Das Innenleben unseres Kompasses ist auf dem Weg von Australien kaputt gebrochen. Die Kompassrose hing auf halb acht und etliche Kleinteile klöderten unter der Glaskuppel. Ursprünglich war der Kompass mit Dämpfungsflüssigkeit gefüllt. Die ist schon seit Generationen verdunstet. Somit ist zu vermuten, dass der Kompass seit dem Stapellauf von Atanga – April 1989 – noch nie geöffnet wurde.

Alles geht kaputt auf Langfahrt. Aber doch nicht ein Kompass. Made in Germany. Ein Cassens & Plath.
Unser hat nun Schieflage. Ob man das reparieren kann?

 

Entsprechend verhalten sich die Schrauben. Achim rückt denen mit diversen Schmier- und Hilfsmitteln aufs Gewinde. Ohne Erfolg. Am Ende hilft nur Aufbohren. Das Deckglas bekommt dabei auch ein paar Riefen verpasst, bleibt aber heil.

Die Kompassrose, Kardanringe, Magnete und Halterungen ergeben ein hübsches Puzzle. Der innere Kunststoffring zum Halten der Rose ist in mehrere Teile zerbrochen. Das sieht nach Totalschaden aus!
Eine Mail an Cassens und Plath bringt die Erleuchtung, dass dieser Kompass nicht mehr hergestellt wird. „Aber es soll eine Firma geben, die Kompasse repariert.“
Ein Blick ins Sortiment von Cassens und Plath verdirbt einem die gute Laune. Ein neuer Kompass liegt bei knapp eintausend Euro.

Ein hübsches Puzzle – links die vier Teile vom inneren kardanischen Ring.

Obwohl Kompasse aus der Mode gekommen sind, weil Elektronik den Kurs viel präziser anzeigt, entspricht es guter Seemannschaft, einen funktionierenden Kompass an Bord zu haben. Fällt die Elektronik aus – Blitzschlag  – findet man trotzdem nach Hause zurück.

Achim nimmt sich das Puzzle vor.
Der zerbrochene Kunststoffring ist das größte Problem. Ein Ring bedient die Schwingung der Rose auf der Längsachse, der andere die Querachse. Gebrochen ist der innere Ring mit nadeldünnen Stiften, die in einen zweiten Ring gehängt werden, der im Kompass-Gehäuse steckt. Die vier Kunststoff-Teile mit Klebstoff zusammenzufügen, scheitert. Die Flächen sind zu filigran, um Haftung zu erzeugen.

Damit die Ringe gut schwingen, sind sie aus gelochtem Kunststoff gefertigt, um möglichst leicht zu sein. Den Gewichtsvorteil möchte Achim nicht zerstören. Also tränkt er einen Wollfaden in Epoxy und fügt mit diesem klebrigen Faden die vier Teile des Ringes wieder zusammen. Wider Erwarten hält das gut.

Der mit einem Epoxy-Wollfaden zusammengefügte kardanische Ring.

Die Kompassrose selber – mit ihren Magneten auf der Unterseite – balanciert auf einer Spitze. Die Spitze ist nötig, damit sich die Rose möglichst reibungsfrei drehen kann. Damit die Kompassrose bei Seegang nicht von der Nadel springt, ist die Nadel von einer vierblättrigen „Rosette“ umgeben.
Zwei dieser Blätter sind ebenfalls abgebrochen. Auch die klebt Achim mit Epoxy fest. Hier ist ‚nicht überschmieren‘ wichtig. Die Kompassrose soll beim Tanzen möglichst wenig die vier Blätter berühren. Sonst würde die Rose nicht rund laufen und man navigiert besser nach Sonnenuntergang.

Die Magneten kleben wieder unter der Kompassrose.

Zwei der vier Blütenblätter waren abgebrochen – Epoxy sei Dank.

Überflüssiges Epoxy wird in der Küchenspüle mit dem Dremel abgeschliffen.

Ein erster Testlauf in der Lagune ist vielversprechend. Der Kompass macht, was er soll: Er zeigt nach Norden. Nur mit der Längsachsen-Bewegung ist Achim noch nicht ganz zufrieden. Zu träge erscheinen ihm die Schwingungen.
Er nimmt noch einmal das Deckglas ab, um die kurzen, nadelfeinen Steckverbindungen an den kardanischen Ringen etwas zu bewegen. Knack. Das, was bislang noch nicht gebrochen war, ist jetzt kaputt. :mrgreen:

Am äußeren Ring ist eine Wand des Aufnahmelochs der nadeldünnen Aufhänger des inneren Rings abgebrochen. Ein neues Loch bastelt Achim wieder aus getränktem Epoxy-Wollfaden (was Blöderes sei ihm nicht eingefallen, sagt er). In die reparierte Stelle bohrt er ein neues, einen Millimeter starkes Loch. Noch einmal schleifen. Fertig.

Was für eine coole Reparatur. Der Bastel-Held auf Atanga. Filigranes ist nicht sein Lieblings-Spiel. Zu ungeduldig er ist. Schon zu Kinderzeiten waren, nach eigenen Angaben, seine geklebten Falla-Häuschen mit Uhu verschmiert und die unordentlichsten neben der Modelleisenbahn.

Warum der Kompass auf einer Seegangs armen Strecke so zerbrochen ist, können wir uns nicht erklären. Es scheint, dass der Kunststoff vom Kompass am Ende seiner Lebenszeit angekommen ist. Die Reparatur funktioniert zunächst einmal. Ob sie starken Seegang überlebt, muss noch bewiesen werden. Wir brauchen wohl mittelfristig einen neuen Kompass.

Hatte schon mal jemand einen ähnlichen Kompass-Verfall? Und habt Ihr ihn auch reparieren können? Und wie?

Alles läuft wieder – Atanga auf dem richtigen Kurs. ;-)

Familienboot für 12.900 Euro

Roto Hydra

Die Hydra 530: aus einem gedrehten Guss © Roto Nautica

Familienboot für 12.900 Euro

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The Ocean Race Europe Analyse: Malizia in der Defensive – Verwirrung um Casiraghi

Boris Herrmann und sein Team Malizia finden nach der guten ersten Etappe beim Ocean Race Europe weiterhin schwer in den Tritt. Nach einer kurzfristigen Zu- und Absage von Mitbegründer Pierre Casiraghi als Mitsegler erlebte das Team auf dem Weg von Nizza nach Genua eine schwierige Nacht.

RC44 WM vor Scheveningen: Dronen-Video zeigt harten Crash mit Mastbruch

Bei der RC44 WM in Scheveningen ist es zu einer heftigen Kollision zwischen den beiden Mitfavoriten Peninsula (GBR) und Charisma (MON) gekommen. Die Situation erscheint auf den zweiten Blick ein wenig knifflig. Wie sie entschieden wird.