Archiv der Kategorie: News & Blogs

6 Jahre – 2 Fazits

Mo.,01.Jun.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2192, 20.254 sm von HH

Wie jedes Jahr getrennt von einander geschrieben.

Joachim
Es war ein gemischtes Jahr. Es begann mit einem leichten Rempler, der unsere Zeit in den Tuamotu verkürzte und einem anschließend viel zu langen Aufenthalt auf Tahiti, der im wesentlichen mit Reparaturen und sonstigen Anschaffungen gefüllt war. Fairerweise muss ich noch unsere Zeit in Moorea erwähnen, die durch die Begegnung mit den Buckelwalen unvergesslich wurde.

Als wir wieder unterwegs waren und die Zeit auf den Gambier Inseln genossen, kam Corona, um uns einen Strich durch die 2020er Planung zu machen. Das Ganze erinnert ein wenig an Panama, als der Blitz unsere Pläne änderte. Belohnt wurden wir damals mit einer sehr schönen Zeit in Ecuador, die wir ohne den Blitzeinschlag nicht gehabt hätten. Welche positiven Dinge sich für uns noch aus dem Corona-Überfall ergeben, wird sich zeigen. Wir sind gespannt.

Als Langfahrer sollte man Geduld mitbringen und Zeit. Ereignisse, auf die man keinen Einfluss hat, ändern Pläne ohne Ansage. Es ist also alles normal und prima an Bord. Das Leben geht seinen Gang und wir sind dort Zuhause, wo wir gerade ist. Schön ist es fast überall. Oft gerade dort, wo wir es am wenigsten vermuten. Wir haben uns ja sogar schon ein paar Bauplätze auf Mangareva angesehen …

Sabine
Wir leben in einer verrückten Zeit. Nichts ist mehr so, wie vor ein paar Monaten. Noch immer hat die Corona-Krise die Gesellschaft im Griff. „Alle bekloppt geworden“, hört man ringsumher, „ausschließlich Covidioten und Verschwörungs-Schwurbler unterwegs“. Die Menschheit bestehe nur aus Egoisten, Konsum-Boomern, Faschisten und ätzenden weißen, alten Männern. Besonders die Online-Medien und ihre kommentierenden Anhänger streuen diese Botschaft.

Dabei stimmt das gar nicht. Die Welt ist nach wie vor wunderbar. Nicht ganz so heile und weichgespült wie in ‚unserer kleinen Farm‘. Eher eine Mischung aus ‚desperate housewives‘ und ‚Lindenstraße‘ – schräge Typen gehören zum Leben halt auch dazu. Auf unserer Reise sind uns so viele sympathische Menschen begegnet, dass die paar echten Trottel darunter nicht ins Gewicht fallen. Da ist es an der Zeit mal ‚Danke‘ zu sagen.

Danke an all die Bus- und Taxifahrer, die uns trotz (oder wegen) ihrer Bekreuzigung vor Fahrtantritt sicher ans Ziel gebracht haben. Mit einem unerschütterlichen Glauben an die eigene Fähigkeit. Busse sind für uns Umwege gefahren, beim Trampen hat man uns bis vor die Haustür gebracht. Mitreisende Passagiere haben uns die richtige Stelle zum Austeigen gezeigt. Unser Gepäck wurde uns stets abgenommen und über ganze Busbahnhöfe geschleppt.

Danke an die vielen Passanten, die ihre Arbeit unterbrochen, ihr Ladengeschäft verlassen haben, nur um uns den richtigen Weg aus ihrem Städtelabyrinth zu zeigen. Die Menschen, die uns etliche Häuserblocks begleitet haben, nur damit wir den richtigen Abzweiger nicht verpassen. Auch an diejenigen ein Dank, die uns in die Irre geführt haben. Ihr habt es zumindest versucht.

Die Gerüchte über Behördenwillkür, Amtsmissbrauch, Korruption und Schikane durch Offizielle, alles Gerüchte. Wir wurden stets mit Freundlichkeit und korrekt behandelt. Erst zweimal hatten wir überraschend Besuch auf Atanga für eine Überprüfung. Beide Erlebnisse sind uns in positiver Erinnerung. Ein Dankeschön an die Beamten dieser Welt. Nur an der Erreichbarkeit eurer Büros könnt ihr noch arbeiten. Unvergessen ist der stundenlange Staffellauf auf Curacao durch die halbe Stadt.

Wir sind von wildfremden Menschen bewirtet worden, haben Geschenke bekommen und wurden ins Haus gebeten. Neugierig sind die meisten Menschen auf uns. Ohne Berührungsängste wegen Hautfarbe, Herkunft oder Stand.  Woher, wie lange, das erste Mal im Land, Name, Anzahl der Kinder … der typische Fragenkatalog. Ein Dankeschön für euer Interesse an uns, dass wir so willkommen sind.

Danke an Atanga – du tapferes kleines Schiff. Dem Blitz haben wir dich ausgesetzt und an der Koralle entlang geschrappt. Sorry dafür. Du bist trotzdem unser zuverlässiges Zuhause.
Danke an den Skipper an Bord, den Wasser-Schlepper und den Eier-Koch. Danke, dass ich die Reise mit Dir unternehmen darf. Danke an das Leben. Danke für sechs herrliche Jahre.

Atanga am Tag der Abreise – geschmückt unter typisch grauem Hamburg-Himmel

Atanga sechs Jahre später auf der anderen Seite der Welt

SV MaxiSidorna – Jørgen Narvestad NO

NORWAY, CARRIBBEAN AND BACK WITH MAXI 77
Hi Peter! I´ve sailed with a Windpilot Pacific Light on a Maxi 77 some years ago and I was very happy with it for our trip from Norway the Caribbean Islands and back to our home place. Thank you for making such a fine product!
Sincerely,
Jørgen Narvestad

SV Altrove – Michele Piancastelli ITA

ROUND THE WORLD WITH 11 M STEEL ONE OFF
Hi Peter, I am sending you some photos and one video of my boat and my Windpilot, which I have called „OTTO“, during my trip around the world lasting 3 years. I hope you will enjoy.
kindest regards
Michele from Ravenna

Wolfgang Clemens – der Paradiesjäger

DER FAKTOR ZEIT UND DIE PARADIESE

Wolfgang Clemens

Bordhund oder Schiffskatze?

Wie ist es, mit Hund oder Katze zu segeln. Oder sogar mit beiden gleichzeitig. Für das Floatmagazin habe ich einmal die Vor- und Nachteile aufgedröselt. Und einen kleinen Einblick in die Historie der Vierbeiner an Bord zusammengefasst. Da ist zum Beispiel Oscar, die Schiffskatze der Bismarck. Sie überlebte drei Havarien und desertierte zu den Briten. Oder Judy, der einzige Bordhund, der jemals offiziell als Kriegsgefangener registriert war.

 

Und hier geht es zum Text.

Alles für die Katz?

Segeln auf der SY HUNKEPUNK

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Nathalie, der Pinnenstar

Nathalie hat sich von ihren Freuden Anke & Tobias das Folke Boot HUNKEPUNK ausgeliehen. Das liegt bis Oktober herrenlos ganz alleine im Flensbuger Hafen, weil die Eigner fremdsegeln Richtung schwedische Schären. Da sagt Nathalie natürlich nicht nein und ich darf auch mal mitkommen. „Damit Du auch mal wieder auf’s Wasser kommst.“ In der kleinen Marina „Hafen Kontor“ haben wir 2017 auch schon mal mit der MARLIN gelegen und den ganzen Winter Reparaturen ausgeführt, meine Reha verbracht. MARLIN ist diesmal nicht da. Dank Corona Scheiße.

Egal. Nathalie ist Capitana! und ich habe mein Maul zu halten, außer sie fragt mich, wie sie was machen soll! Hab ich verstanden. Also darf ich die Landleinen losmachen, ihr erklären wie sie mit dem Aussenborder ein lange und unkomplizierte Freundschaft schafft, ich darf das Großsegel hochziehen. Während die Capitana einen Schlag nach dem anderen aus dem Hafen hochkreuzt, freunde ich mich mit der Koje an und halte den wohlverdienten Mittagsschlaf. Wind ist kaum, Welle auch nicht. Super. Es gurgelt ein bisschen am Heck und mit vier Knoten ziehen wir am Ostseebad vorbei, wo die Flensburger ihre Badesaison ohne Ausnameregelung eröffnen. So sind sie die Flensburger. Corona – Nein Danke! Wir können uns dass leisten. Fast komplett verschont vom Wirbelsturm der Viren, merkt man in der Fördestadt nicht viel von der Pandemie.

Auch ich darf HUNKEPUNK ein bisschen steuern. „Halsen ist out“, erkläre ich Nathalie. Q-Wenden aus dem Halben Wind sind viel entspannter und cooler als Platt vorm Wind gefühlt auf der Stelle zu stehen. Was ich mit der MARLIN nur noch mache geht genauso mit der HUNKEPUNK. Die Technik wird angenommen und am Montag soll es wieder rausgehen. Der nächste schwierige Part. MayaLena aus der Home-Bildschirm-Zone aufs Wasser zu bekommen und Natur geniessen, Segeln, vielleicht sogar den dicken Zeh ins Wasser stecken. Ich bin ja mal gespannt, wie oft die Capitana nach der anfänglichen Begeisterung, HUNKEPUNK aus der Box, gen Ostsee steuert.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Wir müssen die MARLIN jetzt erst mal irgendwie erreichen. Dann wird die MARLIN ein weiteres Jahr in der südlichen Karibik bleiben. So bald es wieder vernünftige Fluganbindungen gibt, werden wir auch wieder Mitsegeln anbieten.

JOIN THE CREW

Ein Tag voller Hiobsbotschaften

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SPOII

Erst mal zu gestern. Da gibt es mal wieder kein Foto. Mich(a) hat es ja gepackt, mit SPO (Sankt Peter Ording) und es gibt an Johann’s Geburtstag wieder Wind. 15 Knoten sagt der Windfinder. Das reicht so grade eben. Ich also wieder über die Landstraße los an die Westküste. Heute mit 6,5mm Tauchneo. Da wird mir wenigstens nix kalt. Ich such mir einen Platz am Strand Richtung Hundestrand und versuche es erst mal mit dem 12er. Kite selber starten geht easy. Machen wir in der Karibik ja nun oft. Der 12er ist zu klein. Zu wenig Wind für Micha. Dafür hab ich die Waffe mit und schwupps steht der 15er am Himmel. Ich in die Fluten. Alles klappt schon viel besser heute mit den Wellen. Aber das mit dem Höhe laufen in den Wellen, dass muß mir Johann mal erklären. Dank dem langen SPO Strand kann man die Leinen aufwickeln und am Strand zu Fuß Höhe laufen. Anfängersport. Zurück zum Hundestrand. Nächster Versuch. Nach drei Stunden bin ich fertig mit der Welt. Breit grinsend tauch ich wieder in Flensburg auf. Grade rechtzeitig zum Abendessen bei Nathalie. Mit den Kids. „Hast Spaß gehabt. Sieht man!“

Heute geht es früh los. Lars hat einen Termin in Gelting. Auf dem Bild schon betäubt. Nach langem Hin- und Her haben wir in einer Familienentscheidung entschieden, dass Lars kastriert wird. Für alle Beteiligten besser. Hoffen wir. Lange Geschichte, die ich jetzt auch nicht breittreten will. Die Tierarztpraxis in Gelting kostet nur die Hälfte, zum schicken Gegenstück in Flensburg. Lars wird schlafen gelegt. Am Nachmittag darf ich ihn wieder abholen. Die kompetente Tierärztin macht das regelmäßig. Kaum sitze ich im Auto, kommen dann die schlechten Nachrichten. Die Swiss Air hat die Flüge der JanCrew zum 6.6. storniert, dazu aber auch direkt die alternativen Möglichkeiten zum 13. und 20. und 27ten. Ich fühle mich an den Pranger gestellt. Sämtlich Versuche die MARLIN rechtzeitig vor der offiziellen Hurricane Season zu erreichen und zu den Azoren zu schicken sind in die Hose gegangen. Tausende von Euros in Form von stornierten Flugtickets sind nun wieder einzufordern. Ein erheblicher Aufwand. Da hilft es auch nicht besonders, dass die DomRep offiziell verkündet am 1.7.20 die Flughäfen, wie Punta Cana wieder zu öffnen. Ich bin am Boden zerstört. Ich weiß wirklich nicht mehr was ich machen soll. Sollte ein Hurricane kommen, ist MARLIN nicht dagegen versichert. So langsam entwickelt sich das Ganze zu einem russischen Roulett.


Mitsegeln auf der MARLIN!

Atlantiküberquerung West – Ost 2020. Im Moment sind wir komplett.

CREW 65 Atlantik Crossing DomRep – Azoren 23.05.2020 – 31.07.2020. Warteliste.

JOIN THE CREW

{end}

Dufour 61: Neues Flaggschiff

Zu sehen ist ein sehr klares Deckslayout mit großzügigen, stolperfreien Laufzonen im Cockpit, auf den Seitendecks und auf dem Vorschiff. Möglich wird das durch plan verlegte Luken, eine unter Deck verlegte Vorsegel-Rollanlage und eine Großschotführung, die mittels Targabügel dafür sorgt, dass der Plichtboden frei von Travellerschiene und Fußblock bleibt.

Möglichst viele komfortable Entspannungsflächen zu schaffen, war ein wichtiges Designkriterium für die neue Dufour 61. Dazu zählt auch das Cockpit-Layout, das sich hinsichtlich seiner Anordnung klassisch präsentiert. Zu beiden Seiten sind bequeme Salonbänke aufgestellt, die auch als Liegen genutzt werden können. Dafür wurden die Rückseiten des Kajüt­aufbaus ergonomisch sinnvoll angeschrägt und die Sitzflächen extra lang bemessen.

© Dufour

Am mittig aufgestellten, festen Cockpittisch können bis zu sechs Personen sitzen, sofern die beiden Tischflügel hochgeklappt sind. Der anschließende Skipperbereich ist mit zwei Steuerädern und zwei Zentralwinschen in Reichweite des Rudergängers ausgestattet, wodurch die Yacht von einer kleinen Crew oder solo handelbar wird. Um das Vorsegel braucht man sich nur gelegentlich zu kümmern, denn eine Selbstwendeschiene gehört zur Serienausstattung.

Sein Abteil kann der Rudergänger allerdings nicht für sich allein beanspruchen, denn in der Mitte, bündig mit dem Spiegel, wird ein eine Liegewiese aufgebaut. Von hier sind es nur drei Stufen bis zur Badeplattform und zum Beiboot, das in einer Garage unter dem Cockpitboden auf seinen Einsatz wartet.

Für den Salon- und Kabinenausbau stehen zwei Hölzer zur Auswahl. Wer sich für Eiche entscheidet, mag es hell und luftig, Teak ist die „schiffigere“ Variante, aber dunkler in der Anmutung.

© Dufour

Wie schon bei der Dufour 53, die erst vor wenigen Monaten ihre Premiere feierte, ist Vielseitigkeit in Bezug auf Innenraum-Aufteilung ein herausragendes Charakteristikum. Die Dufour 61 spiegelt es in drei verschiedenen Einrichtungsplänen wider.

Variante eins zeigt drei Bäder und vier Schlafkammern mit jeweils zwei Kojen, die mal nebeneinander, mal als Stockbetten angelegt sind. Die Pantry ist als U geformt und liegt zwischen Salon und der sehr großzügig dimensionierten Vorschiffskabine. Im Salon sitzt man sich auf L- und Längssofas gegenüber.

Variante zwei hat nur drei Kabinen, dafür eine deutlich größere Pantry. Der Platz, der sonst für die vierte Kajüte genutzt wird, kommt dem Smutje zugute, dessen Arbeitsbereich beinahe doppelt so groß wird.

Layout Nummer drei umfasst vier Kabinen, vier Nasszellen und eine etwas kleinere Pantryzeile, die zwischen Salon und Backbord-Achterschiff liegt.

Technische Daten:

Konstruktion:Felci Yacht Design
Lüa:19,22 m
Rumpflänge:18,30 m
LWL:17,62 m
Breite:5,48 m
Tiefgang:2,80 m
Wassertank:780 l
Treibstofftank:830 l
Motor:180 PS
Groß:104 m²
Genua:80 m²
Werft:www.dufour-yachts.com

Download: das Desktop-Motiv für Juni 2020

American Magic: <p>
	Der America&#39;s Cup Herausforderer &quot;American Magic&quot; beim Training</p>

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Corona: Die Reisemöglichkeiten für den Sommer werden zahlreicher – Was in Europa möglich ist:

Kurz vor Pfingsten haben diverse Länder ihre Reisebestimmungen neu aufgestellt. Reisefreiheit wird es vielerorts ab Mitte Juni geben. Pfingsten sind die Beschränkungen weitgehend in Kraft. Weiterlesen

Der Wahnsinn geht weiter oder die Schweizer Botschaft – dein Freund und Helfer?

Jetzt sind wir insgesamt 3 Monate am gleichen Ort, hier in der Bucht von Telaga. Ein paar Mal haben wir überlegt, ob sich ein Tapetenwechsel lohnt, seit 2 Wochen dürften wir uns immerhin mit dem Schiff im Bereich Langkawi bewegen. Da die Alternativen im wesentlichen das schlammige Becken in Kuah oder eine unbewohnte Insel sind, haben wir es vorgezogen hier stehen zu bleiben.