Archiv der Kategorie: News & Blogs

Knrarrblog: Champions League mit Hindernissen – Deutscher Doppelsieg auf der Newa

Sailing Champions League, St. Petersburg
Der 3. Champions League Qualifier in St. Petersburg war irgendwie anders. Das Land vermittelte ungewöhnliche, spannende Einblicke. Am Ende lagen wieder die deutschen Teams vorne. Weiterlesen

Revierprofil Costa Dorada

Revier: Ein abwechslungsreiches Revier, indem man je nach Lust und Laune kurze Schläge aber auch täglich 50 Meilen segeln kann.
Seekarten: Französische Seekarten F7664, 7669,7785 oder Imray M13.
Nautische Literatur: Steve Pickard: „Mediterranean Spain“, von der RCC Pilotage Foundation.
Wind & Wetter: Meist windarmes, heißes Sommerwetter. In der Vor- und Nachsaison gibt es oft guten Wind, man muss aber auch auf Gewitter und Fronten einstellen.
Leuchtfeuer & Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert.
Gezeiten & Strom: Tidenhub und Gezeitenstrom sind vernachlässigbar. Starker auf- bzw. ablandiger Wind kann jedoch zu größeren Wasserstandsschwankungen führen.
Navigation: Terrestrisch. Wegen der meist flachen Küsten ist der Plotter eine wichtige Navigationshilfe.
Beste Zeit: Mitte Mai bis Ende September.
Anreise: Barcelona wird von allen größeren Flughäfen angeflogen. Den Transfer nach Roda de Bará mussten wir noch selbst organisieren.
Einreise & Zoll: EU- und Schengenland.
Sprache: Spanisch. Englisch wird nicht überall verstanden.
Klima: Mediterran.
Kleidung: Leichte Baumwollkleidung im Sommer. An Bord sollten immer ein Pullover und ein leichtes Ölzeug sein.
Fischfang: Ende August scheint die Zeit der Goldmakrelen zu sein.
Sicherheit: Im Segelrevier weitgehend gut. Problematisch in Barcelona.
Reiseführer: Thomas Schröder: „Barcelona“, im Michael Müller Verlag / Hans-Jürgen Fründt:“ „Costa Dorada mit Barcelona“ (bei Reise Know How) / „Spanien“, bei Baedeker.

Windverhältnisse

Tramontana (Maestral):

Dieser von Tiefdruckgebieten über Mitteleuropa ausgelöste NW-Wind tobt sich meist an der Costa Brava aus. Er kann aber auch die nördliche Costa Dorada heimsuchen und aus dem Tal des Ebro pfeifen. Im Sommer macht er sich selten bemerkbar, in der Vor- und Nachsaison kann er Sturmstärke erreichen.

Vendaval:

Vom Atlantik herein ziehende Fronten bewirken diesen SW-Wind. Begleitet von Gewittern und Regen, dreht er bei Durchzug der Front auffrischend über W auf NW. Im Herbst und im Frühjahr kann er stärker blasen als manchem Segler lieb ist.

Sirocco:

Schwüle Wärme kündigt diesen S bis SE-Wind an. Er sorgt für schlechte Sicht und kann die Ansteuerung mancher Häfen gefährlich machen und sogar verhindern. Selten im Sommer.

Levante:

Tiefdruckgebiete über Nordafrika sind der Motor dieses Ostwindes. Oft rollte er so hohe Wellen gegen die Küste, dass die Einfahrt in manche Marinas gefährlich bis unmöglich ist.

Sommerwetter:

Im Sommer setzt am späten Vormittag eine auflandige Thermik ein, die sich bis zum Nachmittag zu einem guten Segelwind auswächst. Die Nächte sind meist windstill, an manchen Stellen macht sich eine ablandige Thermik bemerkbar.

Das Boot zum Aufblasen aus dem Kofferraum: die Tiwal 2 im SR-Test

Die Tiwal 2 ist der jüngste und kleinste Spross der Tiwal-Familie. Die Firma erweitert ihr Angebot damit um ein segelbares Beiboot. Wir haben das kleine Boot gesegelt. Weiterlesen

Schleuse Zaaren bis auf Weiteres gesperrt

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde hat mit seiner Pressemitteilung vom 12.07.2019 bekanntgegeben, dass die Schleuse Zaaren in der laufenden Saison 2019 nicht mehr befahrbar sein wird.

„Die Schleuse Zaaren kann nach derzeitigem Kenntnisstand bis zum Ende der Saison 2019 leider nicht mehr in Betrieb gehen.  Infolge eines plötzlich aufgetretenen Baugrundproblems mussten am 05.07.19 die Bauarbeiten am Oberhaupt zunächst eingestellt werden. Beim Herausziehen der 16 m langen Baugrubenspundbohlen hat sich
das gesamte Oberhaupt aufgrund des Fließsandes um ca. 2 cm gesetzt. Das WSA Eberswalde hat die Bundesanstalt für Wasserbau, Sachgebiet Baugrunddynamik, hinzugezogen und einen Gutachter beauftragt, um
die Ursache feststellen zu lassen und geeignete Maßnahmen zum sicheren Weiterbau festzulegen.
Somit kann infolge erforderlicher Messprogramme, Untersuchungen und Gutachten nach derzeitigem Kenntnisstand die Schleuse bis zum Herbst 2019 wahrscheinlich nicht mehr eröffnet werden.
Damit bleibt die Schleuse bis auf Weiteres gesperrt und wird spätestens zum 01.04.2020, dann aber voll automatisiert zur Selbstbedienung, allen Nutzern wieder zur Verfügung stehen.“

Die Mecklenburger Seenplatte ist somit nicht mehr auf direktem Weg auf Wasserstraßen vom Berliner Raum aus erreichbar. Ein möglicher Umweg führt über die Untere Havel, die Elbe und die Elde-Müritz-Wasserstraße, damit ist die Strecke mit mehr als 400 Kilometern fast doppelt so lang wie der direkte Weg über die Obere Havel. Für die Seenplatte gibt es keine Einschränkungen bei der Befahrung.

In unserer letzten Meldung zur Sperrung der Schleuse Zaaren berichteten wir bereits über die Auswirkungen und die Forderungen des ADAC und BVWW sowie des Bündnis für Wasserstrassen.

Die YACHT feiert ihren 115. Geburtstag!

115 Jahre YACHT: <p>
	Die YACHT feiert 115 Jahre</p>

Am 15. Juli 1904 erschien die erste YACHT – und wird bis heute gedruckt. Zum Geburtstag gibt es ein besonderes Heft für die Leser

Aktivitas auf großem Törn

AC75 im April 2020 vor Sardinien

Nach dem Absprung zweier Herausforderer (Dutch Sail und Malta Altus) wird es zum Treffen von fünf AC75 kommen. Neben dem America’s Cup-Verteidiger Emirates Team New Zealand, sind noch die Herausforderer von Luna Rossa Prada Pirelli Team (Italien), Ineos Team UK (Großbritannien), American Magic sowie Stars + Stripes Team (beide USA) im Spiel.

„Sardinien hat einen guten Ruf als Austragungsort für erstklassige Yachtrennen“, sagte Vasco Vascotto, der das in Cagliari/Sardienen beheimatete Team vertritt. „Das ist einer der Gründe, warum wir die Insel als Basis für unsere Herausforderung für den 36. America’s Cup gewählt haben. Wir freuen uns darauf, die anderen Teams und die Fans der America’s Cup World Series zu einem spektakulären Eröffnungsereignis begrüßen zu dürfen.“

Der Chief Operating Officer von Emirates Team New Zealand, Kevin Shoebridge (Neuseeland) hob die Bedeutung des ACWS-Events auf Sardinien für alle Teams hervor: „Das Wesentliche an dieser Regatta ist, dass sie eine sehr klare Vorstellung davon gibt, wo sich die einzelnen Teams in ihren Entwürfen und Vorbereitungen für die entscheidenen Ereignisse in 2021 befinden. Mit nur acht Monaten zwischen Sardinien und dem Beginn des Prada Cup und zehn Monaten bis zum America’s Cup bleibt den Teams jedoch nur sehr wenig Zeit, die notwendigen Änderungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass sie auf dem neuesten Stand sind.“

Patrizio Bertelli, Vorsitzender des Prada Pirelli-Teams von Luna Rossa und CEO der Prada-Gruppe, sagte bei der Vorstellung der Terminpläne: „Es wird großartig sein, bald die erste Generation der AC75 auf dem Wasser zu haben. Wir freuen uns auf April 2020, wenn die Teams zum ersten Mal bei der America’s Cup World Series in Cagliari, Sardinien, an den Start gehen.“

Die 60 gefährlichsten Untiefen der schwedischen Westküste

Gundkollen: <p>
	Die 60 gef&auml;hrlichsten Untiefen an der schwedischen Westk&uuml;ste</p>

Die Zahl der Grundberührungen ist im letzten Sommer um 20 Prozent gestiegen, ein Datensatz mit den am häufigsten besuchten Steinen soll Unfälle vermeiden helfen

Kompakt, konzentriert und einzigartig

Die Philosophie ist klar: kompakt, konzentriert und einzigartig auf die Aktiven abgestimmt. So lauten die Ziele des Organisationsleiters der Warnemünder-Woche-Regatten, Peter Ramcke. Der 60-jährige Kieler zieht seit 2016 bei der Warnemünder Woche die Fäden und hat klare Vorstellungen: „Wir wollen den Aktiven den bestmöglichen Service bieten und uns auf hohe Qualität auf dem Wasser konzentrieren. Gigantismus ist ohnehin nicht machbar.“

Und diese Qualität möchte Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hansestadt Rostock und Warnemünde, näher an die Besucher der Warnemünder Woche herantragen. „Wir haben die Wettfahrten direkt vor unserem Strand in Sichtweite, unsere natürlichen Tribünen, aber wir bringen Segeln auch mit unserer LED-Wand weiter an Land“, so Fromm. Seit diesem Jahr ist die Tourismuszentrale federführend für die Warnemünder Woche verantwortlich. Dafür hat die Stadt Rostock 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Es wurde ein Bindeglied zwischen veranstaltenden Vereinen und der Stadt geschaffen, das nach Aussage beider Seiten stimmig ist und harmonisch zusammenwächst.

So wurde das Ehrenamt durch die engere Zusammenarbeit mit der Tourismuszentrale entlastet. „Unser Ziel ist es, dass die Warnemünder Woche langfristig auf sicheren Beinen steht und wir den Warnemünder Segel-Club entlasten, der in all den Jahren hervorragende Arbeit geleistet hat. Die ehrenamtlichen Organisatoren stoßen an Land irgendwann an ihre Grenzen. An dieser Stelle soll das Hauptamt ansetzen und die Last vom WSC nehmen, damit sich die Ehrenamtler voll auf die Segelwettbewerbe konzentrieren können“, beschreibt Matthias Fromm die Arbeitsteilung. Die richtige Mischung aus gutem Segelsport und dem Landprogramm für alle mache die Warnemünder Woche aus, so Fromm.

Matthias Fromm, Tourismus-Direktor, möchte das Segeln näher an den Besucherbringen.

In diesem Jahr wurden die sportlichen Highlights mit der Raceboard-WM, der WM der J/22, dem Laser Europacup und der Langstreckenregatta Rund Bornholm gesetzt. Dabei wurden die beiden größten Felder der Raceboarder und der Laser entzerrt und auf die beiden Wochenenden verteilt.

Die Begeisterung der Seglerinnen und Segler bei den Siegerehrungen und das Lob für die Veranstalter gibt Ramcke bei diesen Vorgaben für eine Warnemünder Woche recht. Dabei zeigte das Wetter schon viele Kapriolen und mache den Veranstaltern die Planung der Wettfahrten nicht leicht. Sturm am ersten Sonntag bis zu flauen Winden am Freitag. Der Wind spulte wirklich sein ganzes Programm ab, ohne die gute Stimmung zu dämpfen.

Die Wettfahrtleiter-Leistungen auf dem Wasser und der Service an Land stimmen. So gibt es bei der Warnemünder Woche am Standort Mittelmole einen besonderen Service für die Segler: einen organisierten Slipwagen-Parkdienst. „Dieses System ist bei einer Segelgroßveranstaltung in Deutschland einzigartig“, sagt Sportdirektor Peter Ramcke, der dieses System in Italien entdeckt hat.

Jeder Teilnehmer auf der Mittelmole erhält beim Check-In zwei identische Slipwagenkennungen, eine um sie am Slipwagen zu befestigen und eine, um sich die Nummer zu merken. Ist das Boot im Wasser, bleibt der Aktive beim Boot und die Helfer kümmern sich um den Slipwagen. Nach der Regatta bringen die Helfer dann den Slipwagen zum Segler und dessen Boot.

Organisationsleiter Peter Ramcke setzt auf Meisterschaften im Rahmen der Warnemünder Woche. Foto: Pepe Hartmann

Ein natürlicher Standortvorteil des Segelreviers sind die kurzen Wege. „Es gibt in Deutschland kein Revier, auf dem der Weg zur Startline für alle Teilnehmer so kurz ist“, erklärt Ramcke. Dazu passt eine Warnemünder Woche mit drei Segelstandorten: der Strand für Kiter und Surfer, die Mittelmole für die Jollenklassen und die Hohe Düne für die Kielboote.

Und so ganz nebenbei stimmt auch das Abendprogramm. Bodenständige Partys für die Aktiven und Ehrenamtlichen, nennt es Ramcke. Doch es gibt keine Großveranstaltung, bei der es keine Herausforderungen gibt. So wird an der Mittelmole gebaut. Zehn Millionen werden investiert und sichern eine großartige Zukunft, doch damit einher gehen Probleme in der Gegenwart. Denn die Bauarbeiten werden auch die nächste, die 83. Warnemünder Woche treffen und für logistische Aufgaben sorgen.

Und auch der personelle Wechsel in diesem Jahr sorgte für Herausforderung im Sponsoren-Umfeld. Mit Ralf Bergel aus dem Ramcke-Team, zuständig für die Sponsoren-Betreuung der Segelregatten, wurde zwar schnell der richtige Mann gefunden, doch es gibt noch viel Liegengebliebenes aufzuarbeiten.

An Land werden dank des Einsatzes erfahrener Mitarbeiter der Tourismuszentrale größere Schritte gegangen, um die Etmale perfektes Landprogramm und Nachhaltigkeit zu erreichen. „Kein Plastik bei die Fische ist unser Slogan und auch unsere Zielsetzung“, erklärt Fromm. Ein einheitliches Pfandsystem, wie es auf der Hanse Sail 2019 (8.-11 August) schon eingeführt wird, soll es auch 2020 zur Warnemünder Woche geben. Bereits in diesem Jahr wurden die Standbetreiber aufgefordert, ein Pfandsysteme einzusetzen. 2020 wird es vereinheitlicht.

Zur Nachhaltigkeit passt auch das Thema Anreise. „Natürlich bringt eine Großveranstaltung wie die Warnemünder Woche ein erhöhtes Verkehrsaufkommen mit sich. Das ist uns bewusst. Wir empfehlen daher allen Besuchern, möglichst davon abzusehen, mit dem Pkw in den Ortskern von Warnemünde zu fahren. Wir haben großzügige Park-and-Ride-Möglichkeiten außerhalb Warnemündes, über die sich die Warnemünder Woche hervorragend erreichen lässt. Aber vor allem die Anreise mit der Bahn ist sehr zu empfehlen. Die Bahn hält mitten in Warnemünde“, setzt Fromm auf die öffentlichen Verkehrsmittel.

Und während noch die letzten Siegerehrungen anstehen, laufen bereits die Vorbereitungen für die 83. Warnemünder Woche (4. bis 12. Juli 2020). Die Kontakte zu den Klassenvereinigungen und die Akquise von Meisterschaften braucht Vorlauf. Mit der Soling EM (auch verbunden mit der Hoffnung auf große Namen und deutsche Olympiasieger in dieser Klasse), der IDM der Flying Dutchman, dem  Laser Europa Cup sowie der Rund Bornholm sind einige Eckpfeiler gesetzt. „Es wäre nur schön, wenn die Meldemoral besser würde. Natürlich wird man nervös, wenn zwei Wochen vor der Veranstaltung nur 85 Laser gemeldet haben. Die Zahl ist dann in knapp zwei Wochen auf 220 explodiert, aber man wird schon unruhig“, so Ramcke. „Vielleicht können die Aktiven mit früherer Meldung uns den Druck nehmen und vielleicht so ihren Dank an die Organisatoren ausdrücken“, richtet Ramcke seinen Appell an die Aktiven, damit Qualität auf dem Wasser und an Land auch 2020 wieder stimmen und geplant werden kann. – Hermann Hell

Übrigens: Bis zur 100. Warnemünder Woche werden noch fünfmal die Worlds und viermal Olympische Spiele (einschließlich 2040) vergeben. Darauf wies der ausscheidende Oberbürgermeister Roland Methling hin. Was Rostocks Partnerstadt Aarhus im Vorjahr geschafft habe mit den Worlds in allen olympischen Bootsklassen, könne man sich auch in Warnemünde vorstellen, so Methling zum Abschied.

Von England nach Irland und Schottland (15): Dublins Norden: In Howth und auf der Insel Irelands Eye.

Meine diesjährige Segelreise führt mich seit Juni  
die englische Südküste vom Solent nach Westen zu den Scilly Isles. Von dort kam ich in einem langen Schlag im River Suir in Waterford an und segle nun von Dublin 
an der irischen Küste entlang langsam nordwärts, 
Richtung Nordirland und Schottland.



Was macht man eigentlich an einem x-beliebigen Donnerstag in Dublin? 

Man könnte sich das BOOK OF KELLS ansehen. Oder durch eines der Dubliner Museen treiben lassen. Oder sich einfach mal hinsetzen und alle Gedanken aufschreiben, die einem an diesem Donnerstag durchs Hirn schießen. Vom Ersten bis zum Letzten. Alle nacheinander. Den ganzen Strom eines Bewusstseins aus Assoziation, Erinnerung, Vorurteil.

Aber halt. Das hat doch schon einer gemacht? Ausgerechnet hier in Dublin, und ausgerechnet ein Ire. James Joyce beschreibt in seinem ULYSSES einen einzigen Tag, den Donnerstag, den 16. Juni 1904, an dem er seine Helden auf ihren Gängen und ihren Gedanken kreuz und quer durch Dublin begleitet. Den Anzeigenverkäufer Leopold Bloom ebenso wie den jugendlichen Stephen Dedalus. Was diesen Tag den Iren so prominent macht, dass sie nur wegen dieses Buches aus dem 16. Juni einen Feiertag machten, den Bloomsday, der ihnen genauso wie der St. Patricks Day einen Eintrag im Kalender wert ist.

Man könnte aber auch hinauffahren in den Nordosten Dublins an die Küste und an die Strände von Howth und Malahide, wo man eben hinfährt wie die Dubliner es an einem Wochenende tun. Howth liegt eigentlich auf einer Halbinsel, die nur über eine schmale Sandbank oben im im Foto mit dem Festland verbunden ist. Howth heute ist vor allem ein Fischereihafen, 


was nicht weiter bemerkenswert wäre, denn Fischer gibt es wirklich in jedem irischen Hafen. 

Aber unter den vielen Berufsständen, die ich mir im Leben genauer ansah, was denn nun der Richtige für mich wäre, beeindruckten mich Fischer, weil es einfach der wandlungsfähigste und anpassungsfähigste Berufsstand ist. Vielleicht, weil es einer der ältesten ist? Wenn wir das Wort Fischer hören, denken wir an jemanden, der halt einen kalten Fisch aus dem kalten Wasser zieht. Schon richtig. Aber es ist ein Unterschied, ob jemand netzweise Sardinen oder Makrelen in Dosen schaufelt. Oder ob er sich auf Krabben und Hummer und Seeteufel und Austern spezialisiert hat. Für die, die eben gerne sowas essen.



In Howth haben sie sich auf Letzteres spezialisiert, und das mit ungeheurem Raffinement. Die „Fishmonger“, die Fischhändler sind hier einer neben dem anderen, man wähnt sich im Paradies. Natürlich gibts bei ihnen auch Cod oder Haddock, den Kabeljau für „Fish ’n Chips“. Aber neben Hummer, Langusten und Austern entdecke ich im Regal der Fischhändler ebenso Brie de Meaux, erlesenen Roquefort oder Stilton. Mit der in Butter geschwenkten und leicht mit Pfeffer bestreuten Hammelniere wie James Joyce‘ Held Leopold Bloom gibt sich in Howth keiner mehr zufrieden, hier ist schlemmen angesagt. Und die Zeilen auf dem Fischrestaurant lassen den genußsüchtigen Segler natürlich juchzen, es könnte kein schöneres Motto geben für einen Tag unter Segeln:

„Where there’s always a breeze and there’s never a gale
and the fish jump on board with a swish in their tail
and lie at your leisure, there’s nothing to do
and the captain is below making tea for the crew.“

Nein, auf die britische Küche ist auch kein Verlass mehr. Sie ist weit besser als der miese Ruf, der ihr vorauseilt, jedenfalls verblüfft sie mich manchmal heftig. Howth ist ein kulinarisches Paradies. Und ein


landschaftliches dazu, denn vor der Küste liegt die unbewohnte Insel Ireland’s Eye, vor der wir ankern und den Strand hinauf laufen nach oben, auf den Gipfel von Irelands Eye, wo man eine herrliche Aussicht hat. Auf Howth, den Fischerort. Aber auch auf die einzigen 


beiden Gebäude auf der Insel oder das, was von ihnen übrig geblieben ist. Den Ruinen des kleinen Kirchleins aus dem 8. Jahrhundert. Und dem Genuesenturm, einem der vielen „Martello-Towers“ auf einem Felsvorsprung, der die irische Küste einst vor der Landung napoleonischer Truppen bewachen sollte.


Martello-Tower gibt es viele vor Dublin. Und eigentlich kam ich ja nur nach Howth, weil hier zwei von ihnen stehen, der eine eben auf der unbewohnten Insel und der andere in Howth selber. Ich bin auf der Suche nach dem einen Martello-Tower, auf dem das erste Kapitel des ULYSSES spielt, in dem sich der unnachahmliche Buck Mulligan im Morgenmantel auf ebenso unnachahmliche Weise rasiert.


Nein, gelesen haben muss man den ULYSSES nicht. Aber dies Dublin lieben, dies Dublin mögen, das fällt einem schon ungemein leichter, wenn man Abends an Bord mit dem ULYSSES in der Hand nach Austern aus Howth und einem Absacker-Bier einschläft. 

Man kann seine Tage auf jeden Fall unnützer verbringen als in Dublin. 
Vor allem x-beliebige Donnerstage.






Gründl Bootsimport auch in Flensburg

Die Gründl Bootsimport GmbH & Co. KG eröffnet am 1. August den Gründl Servicepoint Flensburg in Wees. Der neue Servicepoint bietet umfassende Beratung, eine Anlaufstelle für Zubehöranfragen und sämtliche Serviceleistungen rund ums Boot.

Das Gebäude steht, die Crew auch: Gründl in Flensburg. Foto: gel

Der Gründl Servicepoint Flensburg wird in bewährter Kooperation mit dem Maritim Yachtservice Flensburg von Addi Bauer, dem Bootsbauer Scott Maley und dem Bootsfolierer Jan Jelinek betrieben. Bootseigner können sich auf das leistungsfähige Netzwerk von Gründl Bootsimport im hohen Norden freuen und werden schnell vom neuen Gründl Servicepoint Flensburg überzeugt sein.

Mit dem Gründl Servicepoint Flensburg werden Kundenwünsche von Motorbooteignern,  Fahrtenseglern oder ambitionierten Regattaseglern schnell, zuverlässig und kompetent erfüllt. Mit der gemeinsamen Kooperation werden Dienstleistungen rund ums Boot angeboten, die konkurrenzlos sind.

“Mit Addi Bauer, Scott Maley und Jan Jelinek haben wir Kooperationspartner, deren Expertise immer wieder unsere Erwartungen übertrifft. Aus diesem Grund ist der Gründl Servicepoint Flensburg in Kooperation mit den Dreien folgerichtig und wird Erfolg haben.” sagt Richard Gründl, Geschäftsführer von Gründl Bootsimport. 

Die Gründl Bootsimport GmbH & Co. KG in Hamburg/Bönningstedt handelt mit Motor- und Segelyachten, Motor- und Segelbooten, Sport- und Angelbooten und Schlauchbooten. Das Angebot umfasst Neu-, Ausstellungs- und Gebrauchtboote. Zusätzlich zu den Booten wird eine breite Palette an Boots- und Wassersportzubehör im Ladengeschäft in Bönningstedt und über den Onlineshop angeboten. In der Kombination Boote- und Zubehörverkauf ist Gründl Bootsimport in Deutschland einzigartig und bietet damit seinen Wassersportfans alles aus einer Hand an. Gründl Bootsimport ist die Welt des Wassersports. Bereits 1957 gegründet, beschäftigt Gründl inzwischen rund 35 Mitarbeiter, war mehrfach und ist auch aktueller preisgekrönter Dealer of the Year, der weltweit angesehenen Werft Jeanneau.

Kooperationen des Gründl Servicepoint Flensburg: Gründl Bootsimport, Maritim Yachtservice Flensburg Addi Bauer, Scott Maley Bootsbau, Bootsfolierungen Jan Jeline   

• E-Mail: info@gruendl.de

Hamburg Boat Show: Kurs gesetzt

Voll auf Kurs befindet sich die zweite Auflage der Hamburg Boat Show, die vom 23. bis 27. Oktober auf dem Messegelände der Hansestadt stattfindet.

HDie Halle B6 gehört wieder den Segelyachten. Foto: Messe

„Der Anmeldestand ist überaus zufriedenstellend. Der Charter- und Reisebereich macht uns dabei sehr viel Freude und wir verspüren in allen Segmenten eine große Zustimmung aus der Branche für die Veranstaltung“, berichtet Bereichsleiter Dirk Kreidenweiß von der Messe Friedrichshafen. Rund 300 Aussteller und eine große Markenvielfalt werden erwartet.

Bis jetzt schon neu an Bord sind unter anderen: Bénéteau, Bavaria und Sargo.

Die Bootsmesse im Norden zeigt im Oktober die ganze Bandbreite des Wassersports. Highlights der zweiten Hamburg Boat Show werden wieder die großen Promenadenstege mit Segel- und Motoryachten sowie das SUP-Testbecken sein. Auf den 30.000 Quadratmetern werden sich zahlreiche bekannte Marken des Wassersports präsentieren: Von Dehler, Galeon, Hanse, Sealine, Sunbeam, Targa bis hin zu Aquador, Axopar, Bella, Cobrey, Four Winns, Elling, Hellwig, Jeanneau, Nimbus oder UMS. Auch der Ausrüstungs- und Zubehör-Bereich glänzt mit einem geschlossenen Auftritt der relevanten Unternehmen im Markt. Neben vielen weiteren haben sich bereits die Firmen A.W. Niemeyer, Bukh Bremen, Gotthardt, Peter Frisch, Lindemann, Elvstrøm Sails, Faber + Münker, North Sails sowie One Sails für eine Präsenz in Hamburg entschieden.

geballten Know-How der Branchenkollegen das Vortrags- sowie
Seminarprogramm für die Besucher weiter aus“, so Claus-Ehlert Meyer,
Geschäftsführer des DBSV.

Die Hamburg Boat Show liegt von Mittwoch, 23. bis Sonntag, 27. Oktober 2019 auf dem Messegelände in Hamburg vor Anker. Die Veranstaltung hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag bis 20 Uhr. Die Tageskarte kostet online 12 Euro, an der Kasse 14 Euro. Kinder von 6-16 Jahren zahlen 6 Euro. Die Familienkarte gibt es online für 26 Euro an der Kasse für 29 Euro. Neu ist das Sunset-Ticket für 6 Euro, gültig täglich ab 16 Uhr.

Die Hamburg Boat Show wird von der Service GmbH des Deutschen Boots-und Schiffbauerverbandes (DBSV) veranstaltet und ist somit die einzige Wassersportmesse in Deutschland im Besitz eines Branchenverbandes. Die Wassersportmesse von der Branche für die Branche wird ermöglicht durch den Zusammenschluss von DBSV, der Messe Friedrichshafen und der Hamburg Messe und Congress. Weitere Informationen unter

www.hamburg-boat-show.de