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WMRT übernimmt Match Race Super League

Die Match Race Super League wurde 2017 als eine Reihe von Monohull-Wettbewerben vom Dänen Morten Lorenzen sowie den beiden Macher des Match Race Germany, Eberhard Magg und Harald Thierer, gegründet. Dieses Jahr umfasste die Match Race Super League zehn Veranstaltungen, darunter das Match Race Germany.

Nach dem Eigentümerwechsel der World Match Racing Tour zu Beginn dieses Jahres und der anschließenden Ankündigung, dass die Tour wieder Einrümpfer-Events beinhalten wird, war es ein logischer Schritt, die beiden internationalen Match-Rennserien zu kombinieren, sagte WMRT-Geschäftsführer James Pleasance: „Eine unserer Schlüsselaufgaben bei WMRT ist es, eine starke Pyramide von Matchracing-Events aufzubauen, damit Teams auf allen Ebenen antreten und Punkte für die jährliche Weltmeisterschaft sammeln können. Unsere Vereinbarung mit der Match Race Super League wird dazu beitragen, eine solide Plattform für die Teilnahme von mehr Teams zu schaffen, von denen einige auch als offizielle Qualifikation für die höherstufigen Weltmeisterschaften ausgewählt werden. “

„Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit mit WMRT“, fügte Eberhard Magg hinzu. „Wir teilen die gleichen Ziele wie WMRT, nämlich Matchracing international zu fördern und auszubauen, und stellen außerdem sicher, dass es einen klaren Weg für Teams gibt, um zur Weltmeisterschaft aufzusteigen.“

Der sechsmalige Match Racing-Weltmeister Ian Williams (Großbritannien) glaubt daran, dass die Partnerschaft zwischen WMRT und Super League dazu beitragen wird, die Attraktivität von Matchracing zu steigern: „Die Struktur und das Format der World Match Racing Tour im Laufe der Jahre waren ein wesentlicher Grund für meine fortgesetzte Teilnahme auf dem Match-Race-Parcous. Für neue Teams, die in den Sport einsteigen, ist die Möglichkeit, an mehr lokalen Matchracing-Events teilzunehmen und Punkte für die Weltmeisterschafts-Bestenliste zu sammeln, enorm wertvoll, und ich hoffe, dass viele neue Teams für die Tour gewonnen werden.“

Im Rahmen der neuen Vereinbarung werden Morten Lorenzen und Eberhard Magg beide beratend zur World Match Racing Tour gehören, um die Entwicklung der neuen Reihe von World Tour-Events zu überwachen, die in Kürze für die WMRT-Saison 2020 angekündigt werden.

„Sportsfreunde“ sind Segler des Monats

Die „Sportsfreunde“ waren bei der EM in Schweden in der Gruppe B eine Klasse für sich, wie die Konkurrenz neidvoll anerkannte. Gerade auf den Kurzwettfahrten spielte die Mannschaft ihre Leistungsfähigkeit aus und segelte in einem deutschen Trio auf dem Podium zum Titel. Es war die Krönung einer starken Saison der „Sportsfreund“, die nach dem Wiedereinstieg in das Regattageschehen zu dieser Saison bei den Regatten zur Maior und Kieler Woche schon gewonnen hatte und sich dann zur EM ihren Titeltraum erfüllte.

Wie es in der kommenden Saison weitergeht, steht noch nicht fest, da die internationalen Höhepunkte wie WM (vor Newport/USA) und EM (vor Capri/Italien) weit entfernt ausgetragen werden. Doch mittelfristig peilt die „Sportsfreund“ weitere Erfolge an. Der große Wurf bei der WM steht noch aus.

Die Konkurrenz bei der Wahl zum Segler des Monats war angesichts des abstimmungsfreudigen Fankreises der „Sportsfreund“ chancenlos.

Die Ergebnisse:
Axel Seehafer und die Crew der „Sportsfreund“ (ORC Europameister): 87,36 Prozent
Harm Müller-Spreer und die Crew der „Platoon“ (TP52 Weltmeister): 6,69 Prozent
Tim Fischer/Fabian Graf (49er, Worldcup Bronze): 5,95 Prozent

Silverrudder: Alleine mit 107 qm Gennaker – Wie Hans Genthe seine Farr 280 zum Sieg prügelt

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Hochseesegeln: Wie es da draußen auf See ist – Den 60 Fußer über die Biskaya prügeln

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Sturm im Hafen: Die Yacht richtig sichern

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	&Auml;rgerlich. Ein simpler Zeising h&auml;tte den teuren Schaden leicht verhindern k&ouml;nnen</p>

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Halbzeit am Bodensee

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Die Perle vom Wolfgangsee

Ein schöner Morgen auf dem Markt

So., 22.Sep.19, Franz.Polyn./Tahiti/Papeete, Tag 1939, 18.962 sm von HH

oder ‚Wie ich das teuerste Fleisch meines Lebens kaufte‘. :mrgreen:
Dabei dachte ich, nach über fünf Jahren auf den Welt-Märkten alle Tricks zu kennen.

Unter der Woche ist der Markt in Papeete ganz nett, aber erst am Sonntag tobt dort das Bärchen. Die Händler und Bauern aus den umliegenden Dörfern bieten ihre Produkte an.
Man findet fertig gekochte Gerichte und die Chinesen verkaufen gegrilltes Fleisch. Knusprigen Schweinebraten in kleine Stücke gehackt.
Den will ich haben. Mit einer Preisinformation im Kopf von 1000 Franc (gleich 10 USD) pro Kilo bestelle ich ein halbes Kilo. Regina von der ‚Jasina‘ spricht Französisch und hilft beim Dolmetschen.

Fertig gekochte Mahlzeiten – leider alles in Plastik

Zahlen fliegen durch die Luft, ich verstehe nicht richtig. Der Chinese auch nicht. Er legt ein Kilo Fleisch auf die Waage. Das sagt zumindest die Waage. Der Berg sieht klein aus für ein Kilo. Das registriere ich ohne, dass die Info meinen Verstand erreicht.
Ich soll plötzlich 3000 Franc bezahlen. Hm, warum das denn, wenn ein Kilo doch nur 1000 kostet? Regina übersetzt, dass der Kilopreis 2800 Franc beträgt. Okay, ich möchte noch immer den köstlichen Schweinebraten, der mir das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Ich deute meinem Verkäufer, dass ich aber nur die Hälfte haben will. Wieder fliegen Zahlen durch die Luft. Die 500 Gramm irritieren, da alle anderen Kunden wohl nach einem bestimmten Geldbetrag (meistens 500 Franc) ihr Fleisch ordern, nicht nach Gewicht.
Es wird Fleisch von der Waage genommen. Der verbleibende Rest auf der Waage sieht nun endgültig mickrig aus (wieder erreicht diese Info nicht mein Gehirn).
Ich gebe einen großen 10.000 er Schein zum Bezahlen. Das ist kein Problem. Mein Verkäufer deutet einen Kollegen, den Schein wechseln zu gehen. Es wird weiterhin viel gesprochen. Viele Zahlen schwirren durch die Luft. Ich bin bei Bahnhof angekommen. Mein Fleisch wird in Papier eingeschlagen. Das Wechselgeld wird mir korrekt überreicht: 8.500 Franc.
Regina und ich schlendern weiter über den Markt. In meinem Unterbewusstsein fängt es an zu klingeln -irgendwas stimmt nicht mit dem Fleisch.

Köstliche Braten – dieser Verkaufsstand war es nicht

Zurück an Bord erzähle ich Achim, dass es abends Schweinebraten geben wird. Er nimmt das Paket in die Hand: „Warum hast du kein Fleisch für dich mitgebracht?“ Ich gucke ihn an. „Du willst mir doch nicht erzählen, dass du für das Häufchen 15 USD bezahlt hast?“ Ich nicke unglücklich. Um noch Salz in die Wunde zu streuen, holt Achim eine Waage. Es sind 200 Gramm inklusive Papier. Macht einen Kilopreis von 75 Dollar. Trau, schau, wem. :mrgreen:

Nachtrag zum Geschmack: Natürlich war der Braten vortrefflich. Musste er ja sein, bei so einem Preis.

Viel zu kleine Riff-Fische im Angebot – wie überall auch hier keine Nachhaltigkeit

Blumenkranz-Produktion auf dem Markt