YYachts: Erstes Boot mit Yanmars neuem Hybridantrieb im Bau
YYachts stattet die erste Y8 mit Yanmars Hybridsystem aus, das Dieselantrieb, Elektromotor und Generator in einer Einheit kombiniert.
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In Manhattan ist eine Sun Odyssey 44 Segelyacht am Steg ausgebrannt. Brand und Löscharbeiten sind von YouTubern erschreckend nah dokumentiert worden. Worauf müssen Feuerwehren besonders achten, wenn Yachten brennen?

Nach dem SailGP-Crash am Wochenende haben beide involvierten Teams Updates zum Zustand ihrer Segler veröffentlicht. Beide sind noch im Krankenhaus. Es ist auch bestätigt, dass beide Boote nicht rechtzeitig für den nächsten Start repariert sind. Die Franzosen veröffentlichen ein neues Video.
15. – 16. Februar 2026; Australien/Tasmanien/Binabong und Ansons Bay; Tag 8+9, Tageskilometer 125+46, gesamt 517 km
Wir fahren weiter Richtung Norden an der Küste entlang. Städte gibt es jetzt nicht mehr, die Dörfer werden kleiner. Unser Ziel ist ein fünfzig Kilometer langer Strandabschnitt: die sogenannte ‚Bay of Fires‘. Das ist einer dieser Orte, bei denen man denkt: „Das kann doch nicht echt sein.“ Weißer Sand wie Puderzucker, Wasser in Karibikfarben und dazwischen liegen knallorange Felsen herum. Als hätte jemand mit dem Textmarker dekoriert.
Die Flechten
Knalliger Kontrast. Die Granitfelsen bestehen aus viel Quarz und sorgen für schneeweißen Strand.
Seychellen-Feeling
Die Flecken sind keine Malerei, kein Rost, sondern Flechten. Eine geniale Gemeinschaft aus Pilz und Alge. Der Pilz baut die Pflanzenstruktur und schützt vor Austrocknung, die Alge betreibt die Photosynthese und sorgt für Farbe.
Warum wachsen die Flechten gerade hier so intensiv?
Saubere Luft: Flechten sind empfindlich gegenüber Schadstoffen, Tasmanien liefert Bestbedingungen. Der Untergrund sind Granitfelsen: rau genug zum Festhalten, mineralisch passend. Salzige Meeresluft und Sonne sind Stress für andere Pflanzen. Ort und Gelegenheit für Flechten.
Sie wachsen extrem langsam, meist nur einen halben bis drei Millimeter pro Jahr. Die leuchtenden Flecken auf den Felsen können Jahrzehnte bis über 100 Jahre alt sein. Keine Wurzeln, kein Boden nötig, nur Licht, Luft und Zeit.
Der Name ‚Bay of Fires‘ sorgt für Verwirrung. Man erwartet Lava, Drachen oder zumindest ein Buschfeuer. Tatsächlich geht er auf die Feuer der Aboriginal People zurück, die europäische Seefahrer damals von ihren Schiffen aus gesehen haben.
Eine Postkartenfalle, man möchte „nur kurz schauen“, drei Stunden später klettert man noch immer zwischen den Felsen umher. Es gibt nicht den einen Spot. Wir fahren mehrere Punkte an und jeder Strand sieht aus wie der schönste des Landes.
Wir haben für vier, fünf Tage Proviant dabei. Unser erster Campingplatz liegt in der Binalong Bay. Noch über asphaltierte Straßen zu erreichen. Wir bekommen trotzdem ohne Anmeldung einen Stellplatz. Der Platz hat ein paar Makel, die viele Camper verscheuchen: keine Dusche, keinen Strom und nur ein Plumpsklo. Wobei „Klo“ wörtlich zu nehmen ist. Nicht mal Wasser zum Händewaschen gibt es.
Im Baumarkt kaufen wir einen Gummieimer zum Duschen. Eine Tupperdose dient als Schöpfkelle. Plus eine 1-Liter-Blumenspritze mit Druckpumpe. Damit kann man prima die Hände waschen und muss das nicht im Wohnwagen im Abwaschbecken erledigen. Geht auch gut, um die Füße einigermaßen zu entsanden. Camping ![]()
Eine Art Plumpsklo – mit Fusspumpe zum Spülen – aber nur wenn der Wassertank gefüllt ist. Alles einfach, aber okay und überraschend geruchsarm.
Die Lage ist der Hammer. Links ein langgestreckter Strand mit ungezähmten Wellen, rechts – bei Ebbe – bilden sich türkise Buchten.
Wilder Strand zur linken Seite. So geht es endlos weiter. Bucht um Bucht.
Zahmer Strand rechts vom Campingplatz.
Baden ist für Mutige möglich, wenn man sich von 18 Grad Wassertemperatur nicht abschrecken lässt.
Die meisten, die baden gehen, schaffen es bis zum Bauch. Dann ist Schluss.
Das Wasser ist so kalt, dass sogar Pinguine erfrieren.
Dieser Zwergpinguin lag frisch angespült am Strand. Armer Kerl.
Das Hinterland direkt hinter den orangenen Steinen ist abgeholzt.
Einsame Farmer. Keine Orte weit und breit. Die glücklichen Angus-Rinder grasen im Hintergrund.
Nach einer Nacht fahren wir weiter Richtung Ansons Bay. Nur über fünfzig Kilometer Schotter zu erreichen. Die großen Wohnmobile haben wir abgeschüttelt. Auch die Besuchermengen. Ein Stellplatz, der glücklich macht. Nicht mal zur Hälfte belegt. Wohnen mit Meerblick. Vor schneeweißem Strand, der mit Hoch- und Niedrigwasser sein Gesicht verändert. Priele kommen und gehen. Sandbänke mit Möwen verschwinden wieder. Ein Farbenrausch.
Was wir im großen Australien nicht geschafft haben, gelingt in Tasmanien. Campen mit direktem Meerblick.
Sonnenaufgang. Das Wetter meint es gut mit uns. Viel Sonne.
Bei Ebbe wird schneeweißes Watt freigelegt. Ein Pril bleibt für kleine Boote befahrbar.
Im Unterholz am Ende der Lagune auf Schlangensuche
Kochen ist okay in der kleinen Pantry. Ich mache mir das Leben einfach und nehme zum Beispiel fertige Pizzasauce. Das spart tausend Gewürze.
Guten Appetit
Campingplätze: Null Euro ![]()
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