Archiv der Kategorie: News

Corona Schleswig-Holstein: Lockerung ab 4. Mai – ancora-Marina zieht vor Gericht

Ab dem 4. Mai hoffen Segler in Schleswig-Holstein auf die neue angekündigte Entspannung – Die Betreiber der größten Ostsee-Marina Ancora ziehen gegen die aktuelle Schließung ihres Hafens vor Gericht. Weiterlesen

Erste Decksbalken für Tally Ho

Vorschläge von BVWW und DBSV für Lockerungsmaßnahmen im Wassersport und Wassertourismus

Köln/Hamburg, den 24. April 2020. Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V. und Deutscher Boots- und Schiffbauer-Verband e.V. (DBSV) haben sich mit konkreten Vorschlägen für einen Neustart des Wassersports und Wassertourismus an Bund, Länder und Abgeordnete gewandt.

Die weitgehend touristisch geprägte Wassersportwirtschaft in Deutschland steht vor dem Kollaps und, falls sich ab Mai keine deutliche Lockerung der tourismusbeschränkenden Maßnahmen ergibt, vor einer massiven Insolvenzwelle.

Aktuelle wirtschaftliche Situation im Wassertourismus

Bei den rund 3.700 Unternehmen handelt es sich zu über 90 % um Unternehmen mit weniger als 15 Beschäftigten. Die durch die Bundesregierung und die Bundesländer beschlossenen Soforthilfen für Solo-Selbständige und kleine Unternehmen sind längst aufgebraucht. Liquiditätshilfen durch die KfW stellen für unsere Unternehmen bis auf sehr wenige Ausnahmen keine sinnvolle Unterstützung dar. Die Kredittragefähigkeit der Unternehmen ist in aller Regel zu gering, sodass Kredite perspektivisch zu einer Überschuldung und damit in die Insolvenz führen würden. Für viele Unternehmen ist die Lage bereits heute prekär. Rund 20% der Jahresumsätze entfallen auf den Zeitraum von Ende März bis Anfang Mai. Diese Umsätze sind unwiederbringlich verloren, da sie nicht nachgehpolt werden können.

Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen sind in Gefahr

Die Wassersportbranche generiert jährlich einen wassertouristisch induzierten Bruttoumsatz von rund 7 Mrd. Euro. Rund 100.000 Arbeitsplätze hängen von wassertouristischen Aktivitäten ab. Zu einem großen Teil in strukturschwachen, ländlichen Regionen. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg entfallen rund 15% des gesamten Tourismusumsatzes auf die maritime Wirtschaft. Beide Bundesländer haben in den letzten Jahren zig Millionen Euro in den Ausbau der maritimen Infrastruktur gesteckt. Das kann sich nun sehr schnell als teures Investitionsgrab erweisen. Es geht hier nicht nur um Tourismus, sondern auch um Lebensqualität im ländlichen Raum.

Wassertouristische Aktivitäten sind ein reines Saisongeschäft. Der Gesamtumsatz eines Jahres muss innerhalb der kurzen Zeitspanne zwischen Ende März und Ende September generiert werden. Da zählt jeder Saisontag!

Nachdem sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Covid-19 Virus drastisch verlangsamt hat, muss es nun darum gehen, die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder aufzunehmen, ohne die erzielten Erfolge zu gefährden. Gleichwohl, und darauf weisen die Verbände mit aller Dringlichkeit hin, ist ein Anlaufen der wassertouristischen Aktivitäten ab Anfang Mai unbedingt erforderlich. Dies kann und sollte in mehreren Schritten erfolgen.

Wassertouristische Aktivitäten (wie Segeln, Wind- und Kitesurfen, Stand up Paddling, Motor- und Hausbootfahren, Kanufahren, Tauchen etc.) stellen Outdoor-Aktivitäten dar, die an der frischen Luft mit einer sehr beschränkten Personenzahl stattfinden. Wassertouristischen Aktivitäten bieten daher alle Voraussetzungen dafür, dass die im Rahmen der Covid-19 Epidemie erlassenen Regeln des Gesundheitsschutzes eingehalten werden können:

Stufe 1 : Lockerungsmaßnahmen ab 4. Mai 2020

Hafenanlagen / Hausboot- und Yachtcharterbasen / Kanuverleihstationen und Kanubasen

  • Öffnung der Häfen bzw. Kanubasen und Aufhebung des Ein- und Auslaufverbotes. (Dies wurde bereits ab 20. April 2020 in verschiedenen Bundesländern und Regionen vollzogen). Das setzt die Aufhebung des Einreiseverbotes nach Mecklenburg Vorpommern und Schleswig-Holstein voraus.
  • Erlaubnis von Übernachtungen auf Segel- und Motorbooten entsprechend den jeweils geltenden kontaktbegrenzenden Maßnahmen. Schriftliche Zusicherung durch die Bootsführer.
  • Begrenzte Öffnung der Sanitärgebäude. Öffnung von vorerst einer Toilette und einer Dusche pro im Wasser/Hafen befindlicher Boote/Dauerlieger unter der Auflage, dass diese in den Geschäftszeiten zweimal täglich gereinigt und desinfiziert werden und Desinfektionsmittel in den Toiletten/Bädern bereit gestellt werden. Da die meisten Bootseigner ihre Bordtoiletten benutzen und ohnehin derzeit nur begrenzt Boote in den Häfen liegen, wird ein Infektionsrisiko maßgeblich verringert.
  • Grundversorgung mit Wasser und Elektrizität vom Steg aus, sowie mit Gas (aus dem Gasflaschenlager) und Treibstoff (Hafentankstelle bzw. Bunkerstation).
  • Entsorgung von Müll und Abwasser im Hafen (zentrales Mülllager bzw. Absaugstation). Entsorgung von Chemietoiletten, sofern außerhalb der Sanitärgebäude zugänglich.
  • Gestattung der Vermietung von Ferienwohnungen und schwimmenden Häusern in Häfen unter Einhaltung der allgemeinen kontaktbegrenzenden Maßnahmen (max. 2 Personen oder Personen aus einem gemeinsamen Haushaltes).

Generelle Hygienemaßnahmen: 

  • Einhaltung der Abstandsregeln (mind. 1,5 m) auf Stegen, von Boot zu Boot, im Hafengebäude (Hafenmeisterei) und im Hafengelände. Kontrolle und Sicherstellung von beauftragten Hafenmitarbeitern während der Hafenöffnungszeiten.
  • Spukschutz am Bedienungstresen im Hafengebäude (Hafenmeisterei). Tragepflicht von Mund- und Nasenschutz durch Mitarbeiter bei Kundenkontakt. Zugangssteuerung und Abstandsregelungen entsprechend den Regelungen im Einzelhandel.
  • Zweimal täglich Reinigung und Desinfektion aller Einrichtungen, die von Gästen benutzt werden (z.B. Sanitäranlagen, Entsorgungsstation für Chemietoiletten, Empfangstresen etc.)
  • Reinigungshygiene entsprechend den Empfehlungen des RKI.
  • Öffnung der Außenflächen der Hafengastronomie unter Abstandsauflagen.

Vermietung von Hausbooten, Segel- und  Motoryachten und Kanus

  • Vermietung von Booten und Kanus (wird bereits von einigen Bundesländern und Regionen praktiziert) an Gäste unter den folgenden Voraussetzungen:
    • Kontaktbeschränkungen gemäß den jeweils geltenden Vorschriften.
    • Erfassung der sämtlicher Personen pro Boot, sodass die Nachverfolgung von Kontaktpersonen bei Infektionen jederzeit möglich ist.
    • Mieter können durch Reservierungssysteme, Zuweisung von Zeitslots und kontrollierte Ausgabe des Materials gelenkt werden und haben zum Personal und zueinander hinreichend räumliche Distanz.

Generelle Hygienemaßnahmen: 

  • Reinigung und Desinfektion von Booten und Ausrüstung nach jedem Mieterwechsel.
  • Bereitstellung von Desinfektionsmitteln für den Bordgebrauch (bei Booten und Yachten).
  • Kontaktlose Übergabe der Boote und Ausrüstung. Einhaltung des Mindestabstandes bei Übergabe der Boote und Einweisung in deren Gebrauch. Tragen von Mund-und Nasenschutz durch die Mitarbeiter des Vermieters.

Gewerbliche Sportbootschulen 

  • Möglichkeit zur Vermietung von Windsurf- und Kitesurfmaterial, von SUP’s (Stand up Paddling) sowie Segelbooten und Katamaranen.
  • Praxisausbildung in den jeweiligen Sportarten. In Motorbooten und Segeljollen mit einer Belegung von maximal zwei Personen (Rudergänger und Vorschoter) und somit Wahrung des Mindestabstands von 1,5 m und Tragen von Mund-Nase-Masken. Bei Segelyachten mit einer Minimalbelegung von einer Person pro Kabine und Tragen von Mund-Nasen-Masken. Bei Einzelsportarten wie Windsurfen, Kitesurfen und Stand up Paddling erfolgt die Schulung durch Lehrer von einem separaten Boot oder Board,  in Stehrevieren mit dem notwendigen Sicherheitsabstand.
  • Theorieausbildung soll, wenn möglich, im Freien stattfinden unter Einhalten der Abstands-und Hygienemaßnahmen. Theorieunterricht in geschlossenen Räumen nur mit Mund-Nasen-Maske, bei geöffneten Fenstern und unter Einhaltung der Abstandsregel.
  • Vermietung von Booten und Ausbildung finden unter den o.g. Voraussetzungen und Hygienemaßnahmen statt, insbesondere der Abstandswahrung, dem Tragen von Mund und Nasenschutz, ständiger Desinfektionsmaßnahmen in der Infrastruktur sowie Desinfektion  nach Benutzerwechsel des Sportgerätes und des Bootes.

Stufe 2: Zusätzliche Lockerungsmaßnahmen ab 18. Mai 2020 

  • Erweiterte Öffnung der Sanitärgebäude unter Auflagen:
    • Zugangskontrolle und Sicherstellung der Abstandsregeln gemäß den jeweils gültigen Regeln für gastronomische Betriebe.
    • Stilllegen jeder 2. Duschkabine bzw. WC-Kabine, vorzugsweise Nutzung der Familienbäder und sanitären Einrichtungen an Bord.
    • Ausstattung der Sanitärgebäude mit Desinfektionsmittelspendern zur Handdesinfektion und Papiertaschentücher.
  • Vollständige Öffnung der Hafengastronomie (im Innenbereich unter Auflagen)
    • Die allgemeinen kontaktbeschränkenden Maßnahmen und Hygieneempfehlungen bleiben bis auf weiteres in Kraft bzw. sind den zukünftigen gesetzlichen Regelungen und Empfehlungen anzupassen.

Sparen mit B&Gs C-MAP-Aktion

B&G, Hersteller von Navigations-, Autopilot-, Radar- und Kommunikationslösungen für die Schifffahrt, bietet Kunden beim Kauf eines Geräts mit einer C-MAP MAX N+ Karte einen Rabatt von bis zu 300 Euro auf ausgewählte Kartenplotter.

Die neueste Version der C-MAP MAX N+ Karte bietet eine Vielzahl von Aktualisierungen und Verbesserungen. Zu den Verbesserungen der neuen Version dieser Karten gehören detaillierte Hafenpläne sowie zusätzliche Details zu vorhandenen Häfen, Easy Routing und detailliertere Informationen auf allen Zoomstufen. Die neue Version der Local MAX N+ Karten soll außerdem bis zu dreimal so viel Abdeckung wie die Vorgängerversionen bieten.

Die in diesem Angebot enthaltenen Produkte sind die “Vulcan”-Plotter in 7, 9 und 12 Zoll, sowie die “Zeus 3”-Plotter in 7, 9, 12 oder 16 Zoll. Bei den “Vulcan”-Plottern werden maximal 200 Euro erlassen, bei den “Zeus 3”-Plottern bis zu 300 Euro.

Das Angebot gilt bis zum 31. Mai 2020 bei teilnehmenden Händlern. Ausführliche Informationen zu den Geschäftsbedingungen der Kampagne finden Sie unter: www.bandg.com/de-de/cmapoffer

Kalibrierung: Anleitung für Kompass, Echolot, Logge und Wind

Linjett43 Deck Details Schweden 2017 KAn_KA20171011_0675

Nur wenn die Geber richtig justiert sind, liefern die Instrumente brauchbare Werte. Wie man die Messfehler von Lot und Co. korrigiert, jetzt im PDF-Download

Wetter-Routing aus dem Homeoffice

WetterWelt Diplom-Meteorologe und Wetterrouter Sebastian Wache analysiert und erklärt (aus dem Homeoffice) von nun an in regelmäßigen Abständen die Wetterlage. Die Videos richten sich vor allem an die Segler in der Karibik, aber auch alle anderen Wetterinteressierten sind herzlich eingeladen.

Champions League muss umplanen

Der zweite Qualifier wird bei seiner Neuansetzung wieder auf J/70-Booten gesegelt. Ursprünglich war erstmals in der SCL der Einsatz der Bootsklasse RS21 geplant, was jedoch nur durch eine Einbindung in die Travemünder Woche ermöglicht wurde.

Die terminliche Ansetzung dieses Qualifiers als auch die noch ausstehende Bekanntgabe des Alternativtermins für den bereits verschobenen ersten SCL-Qualifiers in Marienhamn, Finnland, erfolgen unter genauer Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen und im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und den ausrichtenden Clubs.

Von diesen Neuansetzungen unberührt bleiben bis auf Weiteres der dritte Qualifier in St. Petersburg, Russland, vom 13. bis 16. August sowie das Finale in Porto Cervo, Italien, vom 24. bis 27. September.

„Die sportlichen Rahmenbedingungen sowie die Zuteilung der Vereine auf die drei Qualifier ändern sich nach aktuellem Stand nicht“, sagt Anke Lukosch, die sportliche Leiterin der SCL. „Wir setzen alles daran, allen für die Sailing Champions League qualifizierten Clubs die Teilnahme an dieser hochkarätigen Rennserie zu ermöglichen.“

Corona: Sommerurlaub an Bord in Kroatien? – Tourismusindustrie macht Druck

Während einige einheimischen Bootseigner die Aussicht haben, wieder an Bord gehen zu dürfen, herrscht für Eigner mit Boot im Ausland noch Ungewissheit. Dürfen sie in Kroatien jetzt vorsichtig hoffen? Weiterlesen

Big Picture: INEOS Team UK hat sein America’s Cup Design angepasst – Status der Teams

Die Rümpfe der vier neuen AC75-Cupper für den America’s Cup wiesen einen signifikanten Unterschied auf: Den Wulst unter dem Rumpf. Nun haben die Briten auch einen. Weiterlesen

Berlin segelt wieder

Transatlantik: Blauwasser-Segler Richtung Karibik 25 Tage offline – Corona-Krise nicht bemerkt

Nach einem Monat auf See war die Welt durch das Coronavirus eine andere: Nichtsahnend brachen die Weltumsegler Elena und Ryan zur Atlantiküberquerung auf. Angekommen in der Karibik folgte der Schock. Weiterlesen

eSailing Segeltalk: Weltranglisten 4. Jonathan Koch verrät seine Tricks – 2,5 Millionen Spieler

Wie schafft es Jonathan Koch aus Überlingen,  konstant so gute Ergebnisse auf dem virtuellen Wasser hinzubekommen? Felix Kling hat ihn in seinem Segeltalk ausgequetscht. SegelReporter durfte mitfragen. Weiterlesen