Archiv der Kategorie: Windpilot

Hanseboot – in schwerer See

HINTER DEM ZENIT WIRD´S DUNKEL

Presseveröffentlichungen von Messe Organisatoren weltweit lesen sich alle gleich, es geht stets immer nur bergauf, auch wenn das Wasser schon von achtern in den Keller läuft. Journalisten unterliegen nahezu sämtlich den Interessen ihrer Auftraggeber und werden dafür bezahlt, dies in flüssige Worte zu verkleiden. Die Nahrungskette der hier miteinander am Markt verbundenen Parteien folgt einer Hierarchie, die in Art und Qualität der Aussagen sich in Abhängigkeiten widerspiegeln, die leicht zu erkennen sind. Grundregel ist stets eine positive Berichterstattung – der die Entschuldigung, daß negative Botschaften ringsum nur schädlich sind, bereits über die Schulter grinst.
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Cruising in Maine via Cape Cod to Tenant Harbor

Peter´s Flotte

Die Sucht begann schon als kleiner Bubi, der sich an Wasserkanten die Augen wund gekuckt, sich später mit Witz und Trick Zugang auf Bootsmessen über Zäune oder Hintertore sich verschafft und der der eigenen Familie durch eine Bootsbaustelle auf dem Balkon, Ausblick und Nutzung desselben für Monate unmöglicht gemacht hat. Geranien hatten damals eine trockene Zeit und verloren am Ende Farbe und Leben in dieser Reihenfolge.

Dank erheblicher Toleranz vom Muttertier blieb die Familie in Balance und es entstand eine prächtige Yacht von 173 cm Länge, hergestellt aus Fichtenlatten von 15 x 30 mm mit einem Hemd aus Nesseltuch, das in Opas Näherei für B.H.Förthmann Schlachter Berufskleidung von Tante Heidorn genäht und hernach dann solange mit Leinölfirnis getränkt, bis Wasser keine Chance mehr hatte, durch das Gewebe sich hindurch zu vermogeln. Am Ende wurde die rauhe Walfisch Haut mit Dukolux Lack – nicht zu verwechseln mit Agiolax! – in Nato Tarnfarbe endversiegelt. Das Ganze war mit einem Arm zu transportieren, der Fahrrad Anhänger wurde nur für Expeditionen eingesetzt, weil man sonst auf allen Vieren. Hier geht´s weiter zur ganzen Geschichte

SV Belzebub, HR Monsun31 inmitten von Walen

SV Grace – John Otterbacher US

BROKEN HEART – EINE HERZENS GESCHICHTE

CHICAGO im Januar 1998. Es war tiefer Winter, minus 25 Grad Celsius, viel Schnee zwischen den Hochhäusern.

Ich hatte meinen Stand auf der CHICAGO BOAT SHOW – NAVY PIER – aufgebaut und mich in mein Schicksal eingerichtet, für ein paar eisige Tage im Pendelverkehr zwischen Hotel und Convention Centre am Hafen nicht in Depressionen zu verfallen – oder zu verfrieren!

Boat Shows in Oakland, Ft. Lauderdale oder Miami machten vergleichsweise mehr Lust und Laune, auch wenn das dort umgekehrte Temperatur Gefälle Drinnen-Draussen für einen Europäer zum Schock geraten kann. Aber Florida ist nun eben ein heißes Land, in dem selbst Superyachten Im Convention Center tiefgekühlt werden – damit Mensch und Material nicht zu leiden haben – zumindet, solange sie chic flanieren! Denn Schwitzen gildet nicht, Schweiß will man gern vermeiden, denn: kalt ist cool, zumindest in Amerika!!

Wie gesagt, Chicago, wo der Verkehr prima praktisch in Etagen rollt und bei Schnee eben nur in den unteren Decks gefahren wird.

STRICTLY SAIL war damals wie heute im SEMINARWESEN überaus aktiv, Convention Centres in den USA haben mehr zu bieten, als öde Deutsche Messe Hallen Planer, die Congress Hallen immer noch gerne separieren, weil man ja hofft, damit doppelt zu verdienen. Damals wie heute gab es in Chicago ca 200 Seminare, die im Stundentakt die Säle füllten.

Ich war als Dompteur zum Thema. SELFSTEERING UNDER SAIL, jeden Tag zu gleicher Zeit im gleichen Saal und bin dabei ins Schwitzen geraten.

Und es ergab sich, dass mich ein freundliches US couple zur Seite zog, um konkreter zu besprechen, wie man denn eine 50 Fuss BILL TRIPP Beauty steuerfrei würde bestücken können, damit der Autopilot vom Dienst entlastet, die Ohren unter Deck in Ruhe schlafen ließe…

Wir fanden Gefallen aneinander, keineswegs nur selbststeueranlagentechnisch! Wir verbrachten Zeit, besprachen das Leben, das Segeln, die Familien Imponderabilien und ich merkte schnell, dass ich einen ganz besonderen Menschen vor mir hatte. Professionelle Psychologen besitzen bekanntlich eine besondere Gabe, ihr Gegenüber mit radiologischen Augen zu durchrennen, kurz: wir haben uns beide etwas geben, uns gegenseitig beraten können.

John´s Gesicht liess erkennen, das ein schweres Schicksal hinter ihm zu liegen schien. Mehr als das!

Denn John hatte, nach vielen Jahren Siechtum, Krankheit und Scheidung kurz zuvor nach einer Herz Transplantation ein Zweites Leben geschenkt bekommen.

Gemeinsam mit seiner zweiten Frau Barbara, wie er eine Spezialistin für psychische Erkrankungen in Michigan, kauften die Beiden SV GRACE und wollten mit den gemeinsamen Töchtern Kathie und Erin segeln gehen, so lange dies gesundheitlich möglich sei.

Wer wagte zu ahnen, dass daraus ist eine 4 jährige Atlantik Rundreise hat werden können?

Wir blieben in Kontakt, auf der ANNAPOLIS SAILBOAT SHOW lag die SV Grace direkt vor der Tür und 2 Jahre später trafen wir uns dann in Deutschland, vor meiner Tür – und auch dahinter. Das Schiff lag wochenlang in ARNIS auf der Werft und wir haben viel Zeit miteinander verbringen können.

Barbara, Kathie, John, Simon+Peter Foerthmann in Arnis 2001

Barbara, Kathie, John, Simon+Peter Foerthmann, Arnis 2001

Ganz erkennbar ging es John im Laufe der Zeit zunehmend immer besser.

Nach einem ausgiebigen Besuch nahezu aller europäischer Länder mit ihrem schwimmenden Zuhause, ist die Familie nach 4 Jahren wieder in die Heimat zurückgekehrt. Die Töchter sollten zur Schule gehen.

John und Barbara arbeiten seither wieder in ihrem Beruf als selbstständige Psychologen.

John hat seine Geschichte aufgeschrieben und im Selbstverlag aufgelegt : SAILING GRACE, (Samadhi Press) ist in den USA zum Bestseller geraten.

OUTRAGEOUS GRACE wurde bei ADLARD COLES, London 2009 veröffentlicht

Die Zeitschrift SOUNDINGS in Maryland hat diesen Bericht veröffentlicht:

Eine deutsche Übersetzung ist derzeit in Arbeit.

RYAN OTTERBACHER John´s Sohn aus erster Ehe, hat als Filmemacher Kontakte nach HOLLYWOOD aufgenommen. Die unglaubliche Geschichte seines Vaters wird demnächst in Hollywood verfilmt.

John´s Herz schlägt dauerhaft und stark, nach immerhin nun 14 Jahren!

Eine außergewöhnliche Geschichte

meint

Peter Foerthmann

Mast zu lang – schlau muss man sein

Moby Dick – Heute

Glenn Wilson und Nerida Higgins lagen ruhig vor Anker vor der Küste von QUEENSLAND AUSTRALIEN.

Aber die Nacht verlief anders als gedacht!

Ein Wal kam vorbei, schnappte sich die Ankerleine und zog die entsetzten Skipper samt Boot auf das offene Meer. Immerhin waren die Beiden cool genug, diesen ungewöhnlichen Schlepp zu dokumentieren. Hier gehts zum Bericht und dem Video von SKYNEWS

Überprüfung der Funkanlage

EINLEITUNG
Die Funkanlage an Bord einer Segeljacht – bestehend aus Antenne, Tuner sowie Sende und Empfangsanlage – kann als harmonisches Ganzes nur dann gute Leistung bringen, wenn die verwendeten Bauteile von guter Qualität und die Installation fehlerfrei ist. Kabel und Stecker sollten hochwertig, Kabelquerschnitte richtig dimensioniert sein.

Eine Überprüfung der Anlage ist mit Bordmitteln in 5 Minuten vom Segler selbst durchzuführen, man sollte dies nicht anderen überlassen. Insbesondere gilt es zu prüfen, ob die Anlage dem Zusammenspiel von Antenne, Tuner und Radio standhält.

Die Prüfung wird schnell zeigen, ob eine vielleicht vom Fachmann vorgenommene Installation tatsächlich fehlerfrei arbeitet. Die Praxis zeigt immer wieder, dass hier nicht immer sorgfältig gearbeitet wird.

Eine Aussage; “ich höre dich laut und deutlich”, hat keinen Prüfwert!

Hier geht´s zur Prüfung

Sailing Conductors – Expedition Music Concept

Sailing Conductors – CRIBS from Sailing Conductors on Vimeo.

Während unserer zweijährigen Reise von Australien nach Deutschland, sollen auf fünf Kontinenten in etwa dreißig Ländern hunderte Musiker aufgenommen werden. Über die Zeit entstehen so Lieder von mehreren Künstlern, die sich persönlich nie begegnet sind. Denn jede Aufnahme findet zeitlich‐ und räumlich getrennt von der anderen statt.
Von Benjamin Schaschek und Hannes Koch in der Planungsphase des Projekts entwickelt, versteht es sich als Enkel der Konzeptkunst der späten 60er Jahre. Wie bei der Objektkunst von Marcel Duchamp, steht nicht das Werk im Vordergrund, sondern die Gedanken um dessen Bedeutung. Hier geht´s zum Blog

SV Riri – Strandung und Aufgabe in Palmerston Cook Islands

Reported by Claudia+Edi SV Cul8r in August 2011 – Wie ein Lauffeuer verbreitet sich eines Tages die Nachricht am Funk, dass einer von „uns“ in der letzten Nacht auf ein Riff aufgelaufen sei. Die amerikanische Yacht RiRi, mit Frank und Gale an Bord, gibt, so wie wir, schon seit Monaten in der Funkrunde täglich ihre Position bekannt – wir kennen die beiden auch persönlich von einem Strandfest in Papeete. Details der Strandung sind vorerst nicht zu erfahren, aber die beiden seien jedenfalls wohlauf, die äußeren Umstände und der Zustand ihres Schiffes unbekannt.

Passiert ist das Unglück in Palmerston, einem zu den Cooks zählenden Atoll, auf dem nur 64 Menschen leben.

Immer wieder hören wir am Funk von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einheimischen, von deren Bemühen mit sehr spärlichen Ressourcen den Yachties jede nur erdenkliche Hilfeleistung zu geben. Allerdings wird auch immer wieder gewarnt, den Bojen nicht zu vertrauen, die auf der W-Seite der Insel für Yachten ausgelegt wurden, unmittelbar vor dem einzigen Pass, der in die Lagune führt.


Dieser Pass ist allerdings keine 10 m breit, nur 60 cm tief und auf Grund der starken Strömung nicht einmal mit gut motorisierten Beibooten befahrbar. Die „freundlichen Locals“ holen die wenigen Besucher mit ihren offenen Alubooten mit 2-Takt-Außenbordern ab und bringen sie wieder zurück auf ihre Yachten, wenn sie das wollen.

Wir waren zur Zeit des Unglücks unterwegs in Richtung Palmerston und daher an allen Informationen sehr interessiert. Allerdings wollte oder konnte niemand am Funk die Ursachen für die angebliche Strandung mitteilen.

Als sich einige Tage später Frank selbst am Funk meldet, denken wir an eine makabre „Ente“, ein Missverständnis, das bei der oft schlechten Übertragungsqualität schon einmal entstehen kann. Leider war dem nicht so – Frank berichtet, dass er alles Brauchbare aus seiner Yacht geborgen und an Land geschafft hat, so auch sein Funkgerät, von dem er jetzt spricht. Seine Yacht RiRi musste er aufgeben und hofft nun auf eine befreundete Yacht, die ihn und Gale von Palmerston weg bringen kann. Flughafen gibt es auf Palmerston keinen und das Versorgungsschiff kommt sehr unregelmäßig, 2 Mal pro Jahr.


Erst nach unserem Eintreffen in Palmerston erfahren wir die äußeren Umstände, wie es zu der Strandung gekommen ist – die „Locals“ sprechen – im Gegensatz zu den Yachten am Funk – ganz offen von „Franks Verschulden“: Frank habe in der Nacht nicht bemerkt, dass der Wind von O auf N gedreht und zugelegt hat, dass die Muringleine der Boje gebrochen und sein Schiff in Richtung Riff getrieben ist. Er wurde erst munter, als RiRi vom Schwell auf das Riff gedrückt worden ist – ein wahrer Albtraum.

Den Motor zu starten war dann bereits sinnlos, das Riff hatte längst sein Ruder zerbrochen und begonnen den GFK-Rumpf in Einzelteile zu zerlegen. Vermutlich war es Glück, dass eine besonders hohe Welle bei Hochwasser RiRi auf das Riff gehoben und damit einerseits eine weitere Zerlegung verhindert hat und Frank die Möglichkeit gab, bei Niedrigwasser (fast) trockenen Fußes auszusteigen und an Land zu gehen. Gale, seine „Angestellte“ (paid Crew wie er sagte), blieb dieses Schicksal erspart, sie hat diese Nacht an Land verbracht und war nicht an Bord.

Frank lebte seit 10 Jahren auf seiner RiRi, hat sein zu Hause längst aufgegeben und weiß nicht, was er weiter machen wird. Die Locals sind ihm sehr „behilflich“, alle verwertbaren Gegenstände an Land zu bringen, nicht ohne immer wieder zu fragen, ob er dieses und jenes noch benötige. Man zimmerte für ihn eine große Kiste, worin er die wertvollsten Teile seiner Ausrüstung stauen und bei nächster Gelegenheit, also Monate später, mit dem Versorgungsschiff kostenpflichtig in die Hauptstadt Rarotonga und von dort als internationale Fracht an einen noch zu bestimmenden Ort bringen lassen kann.

Gezwungenermaßen musste er den weitaus größten Teil der Ausrüstung in Palmerston zurück lassen – nicht unbedingt zum Schaden der Inselbewohner, die alles und jedes gebrauchen können und nicht zuletzt deshalb den Kontakt zu den Yachten suchen. So wie auch wir bringen viele Yachten Güter des täglichen Bedarfs nach Palmerston und lassen gerne ihre nicht mehr benötigten Dinge und Verpflegung dort.

Die Weiterfahrt von Frank und Gale klappte recht bald, als wir 2 Wochen später auf die Insel kamen, waren die beiden schon unterwegs in Richtung Tonga. Das verlassene Wrack wurde (in Teilen) von den Einheimischen mit einem Bagger an Land zur weiteren Verwertung gebracht, und an vielen ihrer Boote finden sich nun Klampen, Beschläge, Leinen von RiRi, in einigen Häusern deren Einbauschränke und Holzteile.

Leider können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, dass den „freundlichen Einheimischen“ der Bruch der Muringleine gar nicht so unangenehm war. Dies umso mehr, da zur selben Zeit, als wir dort waren, beim 55‘ Katamaran OFF COURSE nochmals eine Muringleine gebrochen ist. Vater Reynold mit seinem Sohn und dessen Freund haben, wie auch wir, den ganzen Tag an Land verbracht. Kaum eine Stunde nachdem sie wieder an Bord waren, ist bei 25 kn Wind die Leine gebrochen und sie trieben in der Finsternis ins offen Meer hinaus. Keine unmittelbare Gefahr also, aber doch fehlte uns danach das Gefühl auf einem sicheren Ankerplatzes zu sein – alle drei zu dieser Zeit an Bojen hängenden Yachten verließen Palmerston am nächsten Morgen.

Wir wollen niemand vom Besuch Palmerstons abraten, ganz im Gegenteil, es ist wirklich interessant zu erfahren, wie das Leben auf einer „einsamen Insel“ ohne Flughafen funktionieren kann. Aber bitte nur bei O-Wind, mit eigenen Leinen die Muring sichern und in der Nacht einen Ankeralarm nicht vergessen – so wie wir das auch gemacht haben.

Mit der Axt auf dem Mond?

Wie die TRANS OCEAN Geschichte weitergegangen ist?
Das ist schnell erzählt:
Vom Vorstand aufgefordert, meine Vorschläge zu Veränderungen des TO nun einmal zu konkretisieren, habe ich am 25.09.2011 folgenden Brief verfasst:

Meine 3 Blogs schildern alle meine Gedanken zum Thema der Restrukturierung des Trans Ocean.

Hier meine Vorschläge fuer einen NEUEN TRANS OCEAN

Funkanlagen – Hinweise vom Praktiker – Günter S.Hamacher, Pacific Island Net, Panama

Wir, die ehrenamtlichen Betreiber von Seefunknetzen, sind auf eine gute Kommunikation mit Segelyachten angewiesen. Daher möchte ich hier den Seglern einige Anleitungen und Ratschläge geben, die für Installation und Betrieb von Sende- und Empfangsanlagen unverzichtbar und wichtig sind.

Denn – nicht wahr – welchen Sinn macht gute Technik, wenn sie nicht sachgemäss installiert und dies fachgerecht überprüft worden ist? Auch WINLINK und SAILMAIL können nur störungsfrei arbeiten, wenn die technischen Voraussetzungen dies zulassen.

Hier ist die ganze Geschichte