Archiv der Kategorie: Windpilot

Pedal the world – geht sogar in 365 Tagen

SV Muoza – Gerlinde Sailer + Gunther Redondo AT

fYkEejUeXtHvAtgx2HDcyLYQnBehyQyQ8g4uRfgaUKoDIE REISE IST JETZT
Was macht man mit all den Kenntnissen, die man im Beruf, in Ausbildungen, im Leben erworben hat? Wie geht man mit dem Bedürfnis um, einen Schritt weiter zu gehen, seine Lebenserfahrung zu vertiefen, über das klassische Berufsleben hinaus anzuwenden? Das Büro mit der Welt zu tauschen? 2001 entdeckten Gerlinde und Gunther während einer Auszeit in Australien das Segeln. Seither hält sie das Thema in ihrem Bann.

Klar zur JungfernfahrtEs kommt wie es kommen muss: Interesse wird zu einer Idee, wird zu einem Entschluss, wird zur Umsetzung, wird Wirklichkeit. Ein handliches, seetüchtiges und für weite Reisen ausgestattetes Segelboot wird angeschafft und bezogen. Die Reise ist jetzt. WEITERLESEN

Wharram Pahi 42 – for sale – zu verkaufen € 48.000,–

mahinepahidesign1DAS BESONDERE ANGEBOT
SV Mahuini ist nach 12 Jahre Singlehand Weltumsegelung zu verkaufen. Deutscher Eigner Ingo Baumann übergibt sein Schiff seeklar für weitere Langtörns in jedem beliebigen Hafen in Europa. Derzeit noch in der Karibik, wird das Schiff im Frühjahr 2015 nach Europa überführt.

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Die Spezifikation:
MAHUINI was built 1995-1998 with the best materials (all invoices available) and to a very high standard. The present owner has sailed her for 12 years and has just finished a singlehanded circumnavigation.
MAHUINI is optimized for a small crew or singlehanded sailing. This includes some slight modifications to the plans: a conventional rig for easy handling, less bunks and more comfortable living space, there is even a desk with a comfortable office chair. With little effort you can bring her back to the plans, then she is great for cruising with family. For outside living in warm climate there are 2 large cockpits under a Bimini of 10 sqm/110sqft. I had the command pod when I bought her – and never missed it after removal, but I would miss my huge cockpit every day, for safe reefing, meeting friends, laying in the hammock, gymnastics, sleeping under the stars…
MAHUINI is in absolutely sound condition, well maintained and “ready to go” immediately. Sails and outboards are from 2012.

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2x Mainsail (1998 and 2012), Lazybag (2014)
3xGenoa (1998, 2006 and 2012), roller reefing
2xStaysail (1998, 2012), roller furling
1xYankee (1998) on additional forestay
2x YAMAHA 15hp 4 stroke with high thrust props, electric starters and remote control
Hydraulic steering, Windpilot wind steering, electric autopilot (Autohelm)
Electric anchor windlass and 2 anchors (CQR and Bruce) with chain/rope
Fresh water tankage 270 l, black water tankage 45l, fuel tankage 200 l.
8x55AH AGM Batteries (2011), 4x85W solar panels, 2KW inverter (230V), towing generator
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Compass, Log, depth sounder, GPS, navigation software and worldwide charts on a laptop
1x double bunk, 1x double bunk (convertible), 2 bunks presently used as stowage
All windows (Lewmar) opening
Large well insulated fridge with water cooled Danfoss compressor
Asking price: 48,000 EURO, building plans included.
MAHUINI is German registered (European VAT paid) and available for inspection in the Caribbean until April 2015 and in South West England from July 2015. Delivery possible to any other place in Europe or the US east coast after purchase.
Please write an email to for additional information or more photos.
Informationen direkt beim Eigner Ingo Baumann: [email protected]

Vassilingalou – Die Profis

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WIR SIND PROFIS
(Crotone – Italien)
Es ist Oktober und wir sind so spät dran. Die letzten bissigen Ostwinde treiben dichte Wolken beladen mit bleiernen Schauern. Über dem hohen Wellenbrecher sehen wir hin und wieder eine Windhose in der Ferne wüten und sind dankbar, nicht auf See sein zu müssen. Das Bild ist schon seit Tagen grau in grau. Natürlich liegen wir nicht im Yachthafen. Obwohl es dort keine weiteren Segler gibt und die Piere verlassen liegen – fast wie nach einer Epidemie – wird man uns erbarmungslos zur Kasse bitten. Wir liegen im Kommerzhafen. Porto Nuovo. Kostenlos. Zwischen rostigen Service Barkassen, ausrangierten Fischerkähnen, Schleppern und allerlei Tauwerk kreuz und quer. An den Liegeplatz haben wir Hand über Hand verholt, hüpfend von Bord zu Bord. Die katzengroßen Ratten staunen jede Nacht über unser weißes Deck und haben sicher Angst um ihre grauen Pfötchen.

Vier Mächte machen sich die Herrschaft über den dreckigen Hafen streitig: die Polizia Locale, die Carabinieri, die Douane und die Guardia Costiera. Die einen netter als die anderen, mit gebügelten Uniformen, mit polierten Knöpfen, mit großen Motorbooten und Maschinenpistolen. Wir sind sicher.

Seit drei Tagen sind wir hier, warten auf das passende Wetterfenster und flicken in den Regenpausen hoch oben auf der Steinpier unser Dingi. Von unserer Werkstatt aus sieht man die majestätische Burg, das Fischerviertel, unseren Mast über den Salingen und den Vorhafen mit den konfiszierten Schiffen, die auf die Einschmelzung warten. Der Italienische Staat will sie nicht wieder verkaufen, um die Gefahr weiteren Schmuggels zu verringern. Sie werden von ihren Wächtern geplündert und unter dem Tresen verhökert. Schraube für Schraube, Tag für Tag. Die Sonnenbrillen der Mächtigen haben viel zu dunkle Gläser, um Licht auf diese Spiele zuzulassen. „Alles Banditen“, sagt ein Freund, der mit seinem Büs´chen wöchentlich Saisonarbeiter transportiert und uns Grüsse aus der alten Heimat bringt. Ein letzter warmer Gruß, ein letztes Fläschchen Traubenschnaps, bevor uns die Ferne schluckt. „Alles Banditen“, sagt unser bärenhafter Freund und seine Karre wirbelt den Hafenstaub hoch.

Der stämmige, krummbeinige Nachbar von der dreck-orange farbenen Serviceplattform lächelt freundlich und zeigt mir seine Raucherzähne, oder was von ihnen übrig geblieben ist. Ob wir was bräuchten? Nein, danke! Wir tauschen Floskeln, während der Kleber am Dingi trocknet. Ich bin der Meinung, dass die obere Hälfte des Mastes vom konfiszierten Segler, der an seinem Kahn festgebunden ist, mit dem nächsten stärkeren Wind auf seine Schlafstätte runter knallen wird. Er guckt hin und es scheint, als wenn er die knarzenden sieben Meter Aluminium Spiere, die völlig losgelöst durch die Gegend wedelt, zum ersten mal tatsächlich sieht. Wir müssen kleben, er zieht sich zurück. Meine Bemerkung scheint aber tiefen Eindruck auf ihn hinterlassen zu haben, denn er starrt fortan des öfteren ehrfürchtig zur Mastspitze hoch. Als wir am Nachmittag einen blauen Riss in der Wolkendecke und drei Sonnenstrahlen mit einem Kaffee feiern, hält er es nicht mehr aus und kommt nach Hilfe fragen. Die Angst hat ihn gepackt und da ich dies unwollend in die Wege geleitet habe, fühle ich mich irgendwie verantwortlich. Wir sind doch Segler, gibt es denn nicht einen Weg? Können wir den nichts tun? Er sei zu schwer und unbeholfen, aber wir seien doch Profis. Wir gucken uns an, es ist keine große Sache. Inga sichert mich, ich klettere, haben wir schon so oft gemacht.

Der Nachbar trippelt aufgeregt umher und kann vor lauter Freude nicht aufhören, zu plaudern. Wir dürfen uns dann auch nehmen, was wir brauchen, sagt er zufrieden. Ich bin schnell oben an der Saling. Die hängenden Stücke Hauptwant verlängere ich mit Schoten und Inga verspannt sie unten am Deck. Es muss ja nicht gesegelt werden. Kaum mit der Steuerbordseite fertig, steht am Ufer die Guardia Costiera und winkt mich charmant vom Mast herunter. Der Nachbar ist verschwunden wie altes Geld aus dem Umlauf. Kontrolle! Sind wir hier angemeldet? Wann? Papiere, Stempel. Was habe ich da oben verloren? Es scheint alles in Ordnung zu sein, denn sie entfernen sich rasch. Wieder im Mast, Backbord Seite. Die Spiere steht wie angewurzelt. Wir vertauen den russischen Stahlkahn noch räsonabel, denn jedes schwimmende Objekt verdient Respekt, auch wenn damit hungrige Emigranten geschmuggelt wurden. Fertig. Das kahl-rasierte Deck bietet nicht viel Lohn und mir ist nicht nach Werkeln. Was können wir den brauchen? Neue Schoten, oder zumindest welche, dessen Mantel nicht schon in Fetzen hängt. Und zwei Blöcke. Kahn, auch wenn man dich einschmilzt, wirst du mit uns weiter über die Weltmeere segeln.

Früh am nächsten Morgen spleiße ich im Cockpit eine Leine zum Frühstück, als mich das Gefühl einnimmt, dass ich beobachtet werde. Die Raucherzähne. Blut angelaufene Augen zeugen von nächtlicher Feier. Er muss da schon länger gestanden haben, offenbar um zu überlegen. Aber Was? Dann zeigt er auf einen der Blöcke und auf sich – MEINS ! Ich staune. Er wird ungeduldig und zeitgleich ungemütlich. Das Grau der Wolken ist nichts gegen die Farbe meiner Gedanken: Wem werden die Mächtigen hinter den Sonnenbrillen wohl glauben, wenn er erzählen sollte, dass er mich nicht in den Mast geschickt habe? Wo würden sie suchen, wenn er eine Liste der am Bord der russischen Yacht fehlenden Gegenstände und Ausrüstung vorlegen sollte? Wie könnten wir nachweisen, dass unsere lieben Winschen auch wirklich die unseren sind? Ich gebe ihm also den Block hoch – und er entfernt sich watschelnd und murmelnd:“ ..Banditi..“

Eine halben Stunde später scheint die Sonne in unsere Segel. Die alten Schotten summen vergnügt unter ihren Fetzen. Wir sind so spät dran, auf Los gehts los.
Pointe-à-Pitre, 14.01.2014
Vassilingalou

SV Olgalou – Inga Beitz–Svechtarov GER + Vassil Svechtarov BG

prostVASSILINGALOU – LEBENS – KÜNSTLER – UNTERWEGS
Eine geheimnisvolle Geschichte, die ich hier bruchstückhaft erzählen möchte, die sich mir, fast wie ein Lebenspuzzle im Verlauf von fast 4 Jahren selbst nur langsam erschlossen hat, denn sie kam langsam und zaghaft, Stück für Stück ganz vorsichtig um die Ecke: Sie begann im Jahre 2011 und handelt von SV Olgalou – Inga Beitz–Svechtarov GER und Vassil Svechtarov BG, wobei BG für Bulgarien stellvertretend steht, was ich hier nur der Vollständigkeit halbe nenne, weil ich das Kürzel selbst erst auffinden musste. WEITERLESEN

SV Single Malt – Almuth Ottersted, Edi Keck CH

2150746_pic_970x641SEIT 25 JAHREN RUND UM DIE WELT UNTERWEGS – und immer noch nicht fertig.
Meine Geschichte mit Almuth und Edi ist schnell erzählt. Wir kennen uns seit dem Tag, als ein neuer Steuerknecht an Bord der AMEL SHARKI geliefert werden sollte. Das war ungefähr vor 20 – 23 Jahren. Dies exakt zu bestimmen, ist in den Zeiten elektronischer Aufzeichnungen manchmal schwierig, wenn der Liefertag so weit zurück liegt.

Keck
Wir haben uns allerdings nicht aus den Augen verloren, spätestens wenn der Knecht am Heck seinem Herrn den Dienst versagte, weil irgendwo was klemmte oder hakte, weil Salz sich still und heimlich an verboteten Stellen eingenistet, oder man den Knecht zu lange den Liebesdienst versagte… dann kam ein freundlicher Hilferuf … der mir kollateral erzählte, wie das Leben an Bord inzwischen weiter gegangen war. Immerhin werden auf diesem Schiff bis heute alle Reisen auf Papier dokumentiert und als Mail an Freunde und Familie versandt, zeichnerisch liebevoll von Almuth aufgewertet, wurde jeder Bericht damit ein besondere Dokument, das man gern aufbewahrte.

Hier ein Bericht über Almuth und Edi, der vor wenigen Tagen in der BERNER ZEITUNG zu lesen gewesen ist.

Sadler 32 – zu verkaufen – for sale – € 29.000.–

29 Admetus vor AnkerSADLER 32, 9,6 x 3,2 x 1,37m, Bj 1980
Yanmar 3YM30 30PS, neu 2006, 1750h, Totalrefit und Aufrüstung für Langfahrt 2011.
Umfassendes Zubehör. Windfahne, SSB+Pactor, Rettungsinsel, Epirb, AIS Transponder, RIB, 325W Solar, Windgenerator,…
Seit 2011 auf Langfahrt, derzeit South Pacific
Liegeplatz / berth: Copra Shed Marina Savusavu, Fiji.
Price € 29.000.–
for further detailsSadler 32 Expose_deutschplease contact the owner David Sturm [email protected]
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SV Admetus – Bellinda + David Sturm AT

5 David geht auf die PalmeFIJI – EINDRÜCKE AUS DER SÜDSEE
Je weiter man man Westen kommt, desto freundlicher werden die Menschen. Dies ist unser Eindruck nach vielen Monaten im Pacific.
Wir waren vor kurzem in einem kleinen Dorf auf der Nordküste in Vanua Levu. Hier ist es Brauch, dass man zuerst zum Dorfältesten geht und um Erlaubnis bittet, vorm Dorf zu ankern. Nach einem Begrüssungs Trunk aus mitgebrachten Wurzeln galten wir als in die Dorfgemeinschaft aufgenommen. Ob man wollte oder nicht, der Kontakt zu den Dorfbewohnern war hergestellt und wir fühlten uns zur Familie gehörend, inkl. der Versorgung mit Obst und Fisch, für die offenbar keinerlei Gegenleistung erwartet wurden. WEITERLESEN

SV Athos – Marie+Raoul Boisrame FRA


Hi Peter,
We thank you for your help throught the “Gros Dave” the Pacific windpilot.
Our travel Le Grau du Roi to Martigues, by road it’s near 50 km!!! For Athos it was 1660 days & 13000 Nm!!
Grau du Roi / Spane / Ceuta / Canaria islands / Cabo Verde / Senegal (Casamance) / Cabo Verde / Brasil / French Guyana / Surinam / Grenade / Caraïbean Island / Barbuda / Acores / Gibraltar strait / Minorque / Martigues
Please, found here below some links of our third man on board, the most important, the only crew member without request of food and rum!!!
Thank you to you Peter and all members of your team.
Raoul & Marie-Ange from SV ATHOS

SV Tara – Roel van Schaik NED

SEGELN UND REISEN – HAPPY NEW YEAR aus EDEN CHILE
Koopmans41Peter,
the attached photo shows Tara in Canal Smith/Patagonia. This is our favourite way of sailing: the windpilot doing the work while we enjoy the views and the sun.
Best regards,
Roel
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SV High Flight – Wolfgang Jauss GER

CATAMARAN Bloadblue 435 on her way from CABO VERDE to TRINIDAD

Biografie 1984 – 1989

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DIE FÜNF SÄULEN
Zweieinhalb Jahre sind verflitzt und es wird höchste Zeit, dass ich mich hier auf die Hose setze, um ein weiteres Kapitel meiner Bio auszuschwitzen, denn, nicht wahr, Bio ist Psychoanalyse at it´s best, für die man nix zu bezahlen hat, weil man auf offene Fragen die Antworten auf der Stelle selbst zu erfinden hat. Zwei Fliegen mit derselben Klappe – besser geht´s nicht – oder habe ich was übersehen, stehe ich hier bereits mit einem Bein in einer veritablen Mausefalle? Oder werde ich hier gejagt von der einzigen Beute, die ihrem Jäger aufzulauern pflegt, um ihn zu erlegen, zu verspeisen und unter den Teppich zu verschieben – der Frau an jeder männlichen Seite? WEITERLESEN