Archiv der Kategorie: Stegfunk

Bilderrätsel KW 49 – Wo ist es?

Zu kniffelig? Sloten, Enkhuizen, Zierikzee, Medemblik – alles war dabei. Das alles war es jedoch nicht in der letzten Woche. Stegfunk.de war in Harlingen. Im Noorderhaven genau genommen, einige von euch haben es erkannt. Es war an einem Freitagabend im Oktober. Dem letzten Freitag im Oktober. Denn an diesem Tag treffen sich dort gut 100 Yachten für das Nacht en Ontij Race, einer Regatta mit der perfekten Mischung aus Spaß und Ernst, aus Schwachsinn und Segeln, um am Samstag nach Terschelling zu regattieren. Dort wird dann erstmal ausführlich….nachbesprochen. Ja, OK, zugegeben: Es wird auch ein Bier auf zwei vertilgt. Zur Preisverleihung trifft man sich im Café Braskoer. 2020 fand das Rennen nicht statt, 2019 eiegntlich auch nicht. Sturm. Gefahren sind trotzdem einige Boote. Das war sehr schließlich sehr gemütlich auf Terschelling. Die Stegfunk.de – Redaktion war auch dort.

OK, weiter. Auch in dieser Woche gibt es natürlich ein neues Bilderrätsel. Wo ist es? Wer es weiß, schreibt an [email protected] Viel Spaß!

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Leser und ihr Heimathafen: Iselmar in Lemmer

Der Hafen Iselmar ist ein Hafen, der schon viele Jahre den Ruf hat, dass er teuer und elitär ist. Er ist aber preislich vergleichbar oder teilweise etwas günstiger als umliegende Häfen. Er bietet innerhalb des geschlossenen Bereichs Booten zwischen 20 Fuß und 38 Fuß sichere und geschützte Jahres- und Saisonliegeplätze. Größere und wirklich große Boote finden an der Außenseite im Stromkanal Platz. Zum Hafen gehört ein größeres Sporthotel mit Bar und Restaurant.

Niederländer und Deutsche halten sich die Waage bei den Liegeplatzinhabern und gehen sehr freundschaftlich miteinander um. Eben so, wie es sein soll.

Aus NRW ist der Hafen mit dem Auto in 2 ½ Stunden zu erreichen.

Um aufs IJsselmeer zu kommen, muß nach ca. 10 min. Motorfahrt durch die Princes Margietsluis. Aber auch binnen hat man bei Starkwind sehr gute Möglichkeiten die Friese Meere zu erkunden. Alle Ijsselmeerhäfen sind bequem mit einer Tagestour zu erreichen.

Im Sommer, bei passender Tide und gutem Wind, sind die Inseln Texel, Vlieland und Terschelling an einem Tag machbar (besser 2 Tage)

Wir liegen hier mittlerweile 10 Jahre und sind sehr zufrieden.

Das Hafenambiente und die Einrichtungen sind wirklich gut. Dauerlieger und auch Gastlieger können das kleine Schwimmbad, die Sauna und das Dampfbad kostenlos benutzen.

Die Sanitäreinrichtungen sind zwar nicht mehr ganz neu, aber überdurchschnittlich. Sie sind ganzjährig (allerdings im Winter nur mit halber Duschanzahl) geöffnet. Der Hafenmeister ist sehr freundlich und hilfsbereit. Er ist immer mobil, per Email und WhatsApp zu erreichen.

Freies WLAN ist zwar an jedem Steg vorhanden, aber nicht zum Streamen geeignet. Wetterberichte und Surfen sind aber ok. Strom und Wasser gibt es auf jedem Steg. Das Holz der Stege ist zwar schon etwas älter aber solide und wird gepflegt.

Zu Saisonbeginn und Saisonende veranstaltet der Hafen jedes Jahr ein Hafenfest mit Livemusik, bei dem der Gast nur Getränke bezahlen muß, das sehr große Themenbuffet ist kostenfrei. (Und Maurice singt, d. Red.)

Wir mögen den Hafen und nutzen die gute Infrastuktur von Lemmer, das vom Hafen in. ca. 5 min mit dem Rad zu erreichen ist.

Die freien (Jahres)Liegeplätze sind beschränkt. Es gibt eine Warteliste. Gastlieger sind aber immer willkommen.

www.iselmar.nl

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YouTube-Serie: Magic Carpet Sailing in Holland

Die Reise führt sie quer durch Frankreich und den Rhein hinab bis nach Kampen. Dort beginnt ihre Reise durch Holland. Jeden Freitag gibt es eine neue Episode, am 27.11. geht der Prolog online.

Den Kanal findet man hier. Die Texte sind auf Englisch, die Inhalte aber sehr liebevoll gefilmt und geschnitten. Musikalisch ist Maya auch und Aladino ist ein virtuoser Bootsbauer. Der Stegfunk.de -Redaktion gefallen die Videos seit jeher gut, jetzt kommen die beiden in unser Heimatreivier. Ideal gegen schwere Entzugserscheinungen im Winter, helfen die beiden durhc die trübe Zeit. Viel Spaß dabei!

 

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Stresstest für Friesische Gewässer

Dabei geht man von einem Anstieg des Meeresspiegels von 85 Zentimetern aus. Die Folge: Niederschlagswasser kann nicht mehr wie bislang über die Schleusen im Abschlusseich abgelassen werden, es muss in die Wattensee gepumpt werden. Das ist teuer.

Bei dem Test wurden sechs mögliche Szenarios, um auf die Veränderungen zu regieren, getestet. Die reichten von einer andauernden Anpassung des Pegels im friesischen Oberflächenwasser, über die Erhaltung des jetzigen Pegels mit dem Bau vieler neuer Pumpwerke bis hin zur Absenkung des Wasserspiegels in Friesland um etwa zwei Meter. Zum Glück wurde all das nur auf dem Papier, beziehungsweise im Computer geprüft, dennoch werden die Erkenntnisse bereits ab 2023 zu ersten Handlungen führen.

Neben der Verändeung des Seeniveaus sorgen auch trockene Sommer und sehr feuchte Winter für Probleme. Darauf muss die Wetterskip, also die Wasserschaft, die die Gewässer pflegt und verwaltet, reagieren. Wassersportler müssen sich zunächst keine Sorgen machen: Die Bedeutung des Wassertourismus für die Region wird in den Szenarien berücksichtigt.

Quelle: Omroep Fryslan

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Bilderrätsel KW 48 – Wo ist es?

Letzte Woche schauten wir auf den lange Jan in Middelburg. Die hübsche Stadt war Teil der Ostindischen Compagnie und als solche sehr wichtig im goldenen Jahrhundert. Den Reichtum aus der Zeit erkennt man auch heute noch im Statdkern. Keine Frage: Die Hauptstadt der Provinz Zeelnad ist immer eine Reise wert.

Und weiter: Auch heute sind wir wieder in den Niederlanden unterwegs. Aber wo? Wer es weiß schreibt an [email protected] Viel Spaß!

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Kollision zwischen Fähre und Frachter in Amsterdam

Zwei der Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht, die anderen beiden vor Ort behandelt.

Die Fähre war unterwegs von Buiksloterweg in Noord zum Hauptbahnhpf. Ein unbeleuchtetes Rundfahrtboot soll die Aufmerksamkeit des Fährskippers auf sich gezogen haben. Der hat dadurch das Binnenschiff, das dem IJ folgte, offenbar übersehen. Der Frachter trifft die Fähre an Steuerbord im Bugbereich. Beide Schiffe bleiben schwimmfähig. Der Sachschaden ist jedoch, besonders an der Fähre, erheblich.

Bilder des Unglücks und sogar ein Video gibt es hier.

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Restauranttipp: Da Roberto in Scharendijke

Die Lage ist schonmal vorzüglich. Ein Pavillion oben auf dem Deich mit Blick auf den Yachthafen und das Grevelinger Meer. Anlegen kann man in besagtem Hafen. Wenn man den Hafenmeister fragt, ob es während des Essens OK ist, kann man meist gratis liegen. Das ist fein. Dann die Begrüßung: Italienisch. Bißchen chaotisch (so bleibt der Service während des gesamten Besuchs), charmant, mit einem Lächeln. Dann kommt Brot mit Oliven auf den Tisch. Fein.

Die Karte: Typisch Italienisch, logisch bei einem Italiener. Aber es ist eben echt typisch. Carpaccio, Caprese, Vitello Tonato. Auch eine Burrata gibt es. Erwartbar. Aber: Es ist echt schmackhaft und nicht wie sonst schon mal irgendwie aus der Dose. Das passt. Tipp: Gemischte Vorspeisen für alle.

Pasta? Logisch, auch mit Zeugs aus dem Wasser drin. Gut. Ansonsten Fisch und Fleisch und eine Tageskarte. Da gibt´s dann auch mal frisches Seegetier aus der Gegend oder Trüffel (genau der Geschmack der Redaktion…). Die Karte ist nicht echt außergewöhnlich, aber was es gibt ist gut. Pasta auf den Punkt, ebenso Rind. Das hat uns echt gut geschmeckt.

Hmm: Pasta mit Trüffel. Gut und von der Tageskarte.

Und danach gab es -wieder erwartbar- typische Toetjes (Nachtische) aus Italien. Tipp: Affogato…hmmm.

Ach ja: Die Pizzen. Gab es bei uns nicht, die Nachbarn aber wurden damit versorgt und das sah gut aus. Reste gab es nicht, muss also geschmeckt haben.

Was ist das Besondere an Roberto? Roberto. Er verleiht mit seinem Team dem Laden einen italienischen Flair mitten in Zeeland in der Nähe des Massentourismus-Bungalowparks. Das Chaos ist landestypisch, die Kellner setzen sich mal mit an den Tisch, Kinder dürfen rumflitzen und nen Lutscher gibts nachher eh. Das macht Spaß.

Nicht so viel Spaß machen die Preise. Die sind heftig, sogar für Niederländische Verhältnisse. Wegen der scheinbar guten Zutaten und der tollen Location geht das aber in Ordnung. Man muss ja nicht jeden Tag hin.

Wer also mal einen Italienischen Moment im Zeelandurlaub sucht: Da Roberto in Scharendijke kann helfen.

www.da-roberto-trattoria.nl

EDIT: Die Redaktion war dort essen, hat sich nicht als solche zu erkennen gegeben und hat alle Speisen und Getränke voll bezahlt. Auch dieser Artikel wurde nicht vom Restaurant bezahlt.

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Bilderrätsel KW 47 – Wo ist es?

Grou. Meine zweite Heimat und scheinbar auch die vieler Stegfunk.de-Leser. Sehr viele von euch haben das genau richtig erkannt. Glückwunsch! Und schon geht es weiter. In dieser Woche sind wir in…? Wer es weiß, schreibt an [email protected] Viel Spaß beim Raten!

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NL: Kameras kontrollieren auf Handy am Steuer

Eines von drei Unglücken ließe sich auf den Gebrauch eines Handys am Steuer zurückführen. Kontrollen durch Polizisten am Straßenrand lieferten zwar viele Treffer, seien aber sehr Personaläufwändig, so die Polizei.

Schlaues Kamerasystem, hohes Bußgeld für Handy am Steuer

Nun haben die Niederlande als eines der ersten Länder Europas ein neuartiges Kamerasystem im Einsatz, das in einem ganz speziellen Winkel Aufnahmen der Fahrer macht. Dadurch sind deren Hände und das Lenkrad zu sehen, nicht aber das Gesicht. Hält man nun das Handy in der Hand, so bekommt der Halter des Fahrzeuges direkt vom Centraal Justitieel Incasso Bureau, kurz CJIB (die mit den hübschen lila Umschlägen), Post mit einer Zahlungsaufforderung. Die enthält keine Fotos, die kann der Halter des Fahrzeuges beim CJIB anfragen. Das Bußgeld beträgt 240 Euro.

Erfolgreiche Testphase abgeschlossen

Kontrolliert werden alle Fahrzeuge, die unter den Kameras hindurch fahren, egal, ob Tagsüber oder Nachts. Unauffällige Fotos werden sofort gelöscht. Die Kameras sind mobil, sodass sie überall in den Niederlanden eingesetzt werden können. Derzeit sind zwei Kamerasysteme im Einsatz, es sollen aber zügig weitere Systeme angeschafft werden, da eine jetzt abgeschlossene Testphase sehr erfolgreich verlief. 400 Vergehen in sechs Stunden sprechen eine deutliche Sprache.

Bitte lesen Sie Stegfunk.de in Ruhe daheim oder an Bord, nicht aber am Steuer des Autos! Denn schlißleich, so sagt es auch die Polizei, sei das gemeinsame Ziel: Sicher ankommen!

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Diverse Sperrungen in Zeeland

Wegen Arbeiten an der Schleuse ist die Roompotsluis am 27. und 30.11. jeweils von 7 bis 17 Uhr gesperrt.

Die Zandkreeksluis ist vom 8.-11. und 14.-15. Dezember jeweils von 7 bis 17 Uhr gesperrt. Der Grund: Wartungsarbeiten.

Die Grevelingensluis ist vom 16.-20. und am 23. November jeweils von 7 bis 17 Uhr gesperrt. Hier sind Inspektionsarbeiten die Ursache. Weiterhin wird die Schleuse ab dem 13. November bis auf Weiteres ohnehin nur um 10, 14, 20 und 23 Uhr geöffnet. Der Grund: Ein Schaden an der Brücke, die dauerhaft offen steht. Der Straßenverkehr wird über den Bypass geleitet.

Bereits seit dem 22. Oktober ist die nördliche Kammer der Krammerjachtensluis gesperrt. Die südliche Kammer ist in Betrieb.

Die Sloebrug in Vlissingen bleibt ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen. Bereits im September wurde dort bei einer Routineinspektion festgestellt, dass eine Verankerung der Brücke aus dem Betonfundament gerissen ist. Wie lange die Reparatur dauewrn wird, ist bislang unklar, die Gemeinde Vlissingen hofft jedoch, Mitte November mit den Arbeiten fertig zu sein. Klugerweise hat man in der Zwischenzeit weitere Wartungsarbeiten ausgeführt, die sonst zu einem anderen Zeitpunkt für eine Sperrung gesorgt hätten.

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Regierung stimuliert Baggern im IJsselmeergebiet

Um besser auf Klimaveränderungen reagieren zu können, wurde im Jahr 2018 der sogenannte Peilbesluit, der Pegelbeschluss, angepasst. Bis zu diesem Zeitpunkt sank der Pegel des IJsselmeers immer erst ab Mitte September auf seinen Winterstand. Der ist 10-20 Zentimeter niedriger als der Pegel im Sommer. So will man im Winter leichter Wasser aus dem neidriger gelegenen Friesland pumpen können. Auch dient das IJsselmeergebiet als Aufnahmedepot bei Hochwasser von den Flüssen. Das geht besser, wenn der Pegel niedriger ist.

Umgekehrt wird der Pegel im Frühjahr erhöht, um genügend Süsswassererserve für trockene Sommer zu haben.

Diese Flexibilisierung des Wasserstands führte zu Problemen bei Häfen. Sank der Pegel schon im August, so  konnten einige Häfen mitten in der Urlaubszeit nicht angefagren werden. Dem wirkt man nun entgegen. Häfen, die baggern oder gebaggert haben, aber auch Gemeinden und Waterschappen (Wassergenossenschaften) können Geld aus dem Topf erhalten. Es handele sich um rund 242 Häfen mit insgesamt 36.000 Liegeplätzen, die in Frage kommen. Immerhin stehen damit pro Hafen, wenn alle das Geld abrufen, rund 30.000 Euro zur Verfügung. Da meist im Winter gebaggert wird, sind die Auswirkungen auf die Wassersportler gering, außer, dass die Häfen und Zufahrten wieder tiefer werden. Das Programm endet 2025. Genaugenommen am 30. September um 17 Uhr. Kein Witz, so steht es in der öffentlichen Verlautbarung.

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Recht-Kolumne: Aufgepasst beim Einwintern!

Frits Hommersom ist seit 20 Jahren als Rechtsanwalt spezialisiert auf alle Themen rund um die Freizeitschifffahrt. Denn leider geht auch beim liebsten Hobby nicht immer alles reibungslos vonstatten. In seiner Kolumne bearbeitet er für Stegfunk.de heute das Thema Frostschäden auf.

Wichtig: Für den Inhalt ist Frits Hommersom verantwortlich. Meinungen und Auslegungen müssen nicht zwangsläufig den Ansichten von Stegfunk.de entsprechen. Diese Kolumne erstellt Frits Hommersom für Stegfunk.de kostenlos im Austausch für die Sichtbarkeit auf der Seite.

Hier der Text von Frits Hommersom:

Winterklar machen? Glattes Eis!

Die Wintersaison hat bereits begonnen, als dieser Artikel erscheint, und der begeisterte (Motor-)Bootsbesitzer wird ausreichende Vorkehrungen getroffen haben, um Schäden, etwa durch Frost, zu verhindern. Besonders, wenn das Schiff nicht an Land sondern im Wasser überwintert.

Wie selbständig, praktisch und technisch begabt der durchschnittliche Bootsbesitzer auch sein mag, das winterklar machen verlangt besondere Umsicht. Die folgenden Geschichten skizzieren eine Reihe von Fallstricken, auf die Sie stoßen können und die Sie nach der Lektüre dieses Artikels vermeiden können.

Selbst Hand angelegt

Herr De Wit besaß eine Luxusschaluppe, die er jedes Jahr selbst für den Winter präparierte. Er entlüftete die Schläuche, leerte die Kühlsysteme, alles war in bester Ordnung. Er war schockiert, als er im Frühjahr feststellte, dass der Motor einen Frostschaden erlitten hatte und dass die Reparatur mehr als sechstausend Euro kosten sollte. De Wit meldete den Schaden seiner Versicherung, die kühl reagierte: „Die Wintervorbereitung muss von einer anerkannten Firma durchgeführt werden, in Ermangelung dessen ist eine Frostschadensdeckung ausgeschlossen“. De Wit konnte sich noch so ärgern, gezahlt wurde nicht.

Auftrag immer schriftlich

Herr De Hond hatte seine Versicherungsbedingungen sorgfältig gelesen. Als er sein Schiff am Ende der Segelsaison einer Werft für einige Wartungsarbeiten übergab, stimmte er mündlich zu, dass die Werft das Schiff auch wintertauglich machen würde. Im Frühling gab der Motor seiner Yacht nur ein paar Töne ab, erbrach etwas schwarzen Rauch und gab dann den Geist auf. Ein Schaden von vielen tausend Euro. „Keine Panik“, dachte De Hond, „schließlich habe ich das Boot von einem Profi winterfest machen lassen“. Der Versicherer verlangte daraufhin einen Nachweis dafür, woraufhin De Hond seine Rechnung hervorkramte. Es stellte sich heraus, dass die konkrete Stelle nicht darauf angegeben war. Auf Nachfrage bestritt die Werft kategorisch (wie überraschend), dass man sich darauf geeinigt habe, dass die Überwinterung Teil der Vereinbarung sei. De Hond konnte daher nicht nachweisen, dass ein Profi sein Boot winterfest gemacht hatte und konnte daher auf eine Entschädigung pfeifen.

Trotzdem: Sorgfaltspflicht!

Schließlich die Geschichte von Herrn Van Lochem. Er hatte für den Winter alles richtig gemacht: Eine professionelle Firma hatte sich um die Überwinterung gekümmert, und er hatte eine ordentliche Rechnung, auf der alles klar beschrieben war. Er ließ sein Schiff, eine schöne halboffene Vlet, im Winter draußen liegen. Das Schiff war mit einer Persenning ausgerüstet. Auch hier ging Van Lochem im Frühling gut gelaunt in den Jachthafen und stellte fest, dass das Schiff halb voll mit Wasser stand, mit katastrophalen Folgen für einen Teil des Hausrats und den Motor. Eine Rekonstruktion zeigte, dass viel Schnee gefallen war und dass die Plane unter dem Druck der vielen Zentimeter Schnee zusammengebrochen war. Nach dem Frost hatte sich der Schnee in Wasser verwandelt und sein verheerendes Werk getan. Der Anspruch an den Versicherer wurde unterkühlt repliziert, mit der Begründung, er sei wegen „unzureichender Versorgung“ abgelehnt worden. Nach Angaben des Versicherers hatte Van Lochem das Schiff zwar professionell und korrekt winterfest machen lassen, aber er hatte auch die Sorgfaltspflicht, das Schiff in der Zwischenzeit zu inspizieren, sicherlich unter Berücksichtigung der extremen Wetterbedingungen. Selbst der Autor konnte in diesem Fall keinen besseren Ausgang für den Mandanten erreichen. Obwohl der Versicherer am Ende immer noch eine teilweise Kulanz-Zahlung leistete, blieb der größte Teil des Schadens auf Rechnung von Herrn Van Lochem.

Kleingedrucktes lesen!

In einem in diesem Jahr ergangenen Urteil versuchte ein Versicherter, seine Frostschäden von seinem Versicherer gerichtlich einzutreiben, wobei er argumentierte, dass die Vertragsbedingung des Ausschlusses von Schäden durch Einfrieren zu weit gefasst gewesen wäre, aber das Gericht entschied, dass die Bestimmung klar formuliert sei und dass es einem Versicherer grundsätzlich freistehe, die Einschränkung des Deckungsumfangs zu bestimmen.

Der Versicherte warf dem Versicherer auch vor, ihn nicht über die Risiken von Frostschäden oder zumindest über die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, informiert zu haben, aber das Gericht entschied, dass ein Versicherer eine solche Sorgfaltspflicht nach dem Versicherungsvertrag nicht hat.

Das Gericht befand: Es liegt in der Verantwortung des Eigners, zu prüfen, was dafür notwendig ist. Wenn er nicht über ausreichende Fachkenntnisse in der Angelegenheit verfügt, ist er verpflichtet, dabei Hilfe zu suchen oder Informationen darüber einzuholen.

In diesem Zusammenhang vertrat das Gericht auch die Auffassung, dass ein Versicherter im Allgemeinen verpflichtet ist, seinen Schaden so weit wie möglich zu begrenzen.

Was lernen wir aus diesen Vorfällen?

(Fast) alle Versicherer in den Niederlanden haben eine „Entlastungsklausel“ für Frostschäden. Als Versicherter müssen Sie in jedem Einzelfall nachweisen können, dass Sie ausreichende Vorkehrungen getroffen haben, so dass der Schaden nicht Ihnen angelastet werden kann. Wenn Sie die Wintervorbereitung nicht von einem professionellen Unternehmen haben durchführen lassen, ist der Nachweis, dass Sie ausreichende Vorkehrungen getroffen haben, eigentlich unmöglich.

Egal, wie gut, handwerklich begabt und vorsichtig Sie sind, lassen Sie es einen Profi machen! Stellen Sie sicher, dass Sie auch eine Rechnung haben, aus der diese Arbeit hervorgeht. Dies hilft Ihnen nicht nur bei der Geltendmachung Ihres Anspruchs, sondern hält Ihnen auch den Weg frei, das betreffende Unternehmen haftbar zu machen.

Und schließlich: Glauben Sie nicht, dass Sie sich zurücklehnen können, wenn Sie das Schiff winterfest gemacht haben. Wie auf dem Wasser besteht auch im Winter die Sorgfaltspflicht, Ihr Schiff regelmäßig zu überprüfen (oder überprüfen zu lassen) und es vor Schäden zu schützen.

Wenn es aufgrund von (Corona-)Umständen schwierig oder beschwerlich ist, Ihr Schiff persönlich zu besuchen, kann aus der Not eine Tugend gemacht werden, indem die Arbeiten und die erforderliche Inspektion von einer Firma im Hafen durchgeführt werden.

https://hommersomadvocatuur.nl/

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