Tag 7 nach Osten – Auf der Kreuz
22.Mai.25, Pazifik, Tag 4.009, 28.859 sm von HH
Wir lassen die Maschine noch einmal sechs Stunden arbeiten. Dann kehren neun Knoten Wind zurück. Wir wollen Diesel sparen und packen die Segel aus. Es geht so gerade eben: mit 2,5 Knoten 25 Grad nach Norden. Friedlich schwebt Atanga mit Vollzeug über den Ozean.
Ich mache es mir während meiner Nachtwache gemütlich im Salon, Süßigkeiten und Getränk in Reichweite. Plötzlich höre ich mehr Wind. Prima! 13, 14, 15 Knoten. Wir können höher an den Wind. Die Freude währt eine Viertelstunde. Der Wind nimmt weiter zu. Es ist stockdunkel. Ein Squall? Ich kann es nicht wirklich erkennen.
Dann zwanzig Knoten Wind. Ich übernehme das Ruder, gehe so hoch an den Wind wie möglich, um Druck aus den Segeln zu nehmen. Das kann ich besser als die Windsteueranlage.
Die lebende Windsteueranlage
Atanga liegt auf der Backe. Ich mag es lieber, wenn Schräglage sich langsam steigert. Hab ich schon mal erzählt, dass ich ein Krängungs-Schisser bin? Zehn Jahre, elf Monate, und zwanzig Tag unterwegs mit dem Kahn und ein kleiner, dummer Teil in meinem Gehirn glaubt noch immer, dass das Schiff umkippen könnte. ![]()
Ich steuere Atanga zwanzig Minuten durch die Nacht. Ein Squall ist es wohl nicht. Es regnet auch nicht. Der Wind nimmt weiter zu. 24 Knoten. Pfui. Grade als ich Achim rufen will zum Reffen, erscheint sein verschlafenes Gesicht im Cockpit.“Ich roll aus dem Bett, was ist los?“
Nach dem Reffen kehrt wieder Ruhe ein. Zu Lasten von Höhe und Geschwindigkeit. Wir sind nicht viel schneller als mit wenig Wind. Dieser starke Wind existiert in der Vorhersage nicht. Eigentlich sollte wieder Totenflaute kommen.
Zum Morgengrauen geht der Wind spontan zurück auf neun Knoten. Wir reffen aus. Versuchen einen Schlag nach Süden zu machen. Ein hoher Schwell, der von sonst wo kommt und die noch vorhandene Windwelle vereiteln diesen Plan. Mit 1,5 Knoten auf 170 Grad. Das ist grober Unfug. Wir wenden nach Norden. Das geht besser. 2 Knoten, 30 Grad. Gegen diese Welle von vorne anzumotoren hat keinen Sinn.
Das Kreuzen hat begonnen, Freunde der Sonne. Nicht mal die Hälfte unserer heute gesegelten Meilen haben wir zum Ziel gut gemacht.
Tag 7: etmal 63 Meilen, davon 27 gut gemacht zum Ziel; 195 Meilen Rest; bereits gesegelt 647 Meilen.
Die Pantry serviert Nudelsuppe mit Würstchen.


















Guten Morgen Bobby,
Sehr geehrter Herr Förthmann, vor 4 Jahren habe ich die OVNI gekauft, die in den Bildern auf Ihrer Seite noch den Namen MoBoe trägt. Wir sind mit dem installierten Windpilot Pacific erfolgreich über den Atlantik und zurück gesegelt. Keine Probleme während der Fahrt, sie hat uns sicher in allen Windlagen gesteuert. Wenn das Schiff mal aus dem Ruder gelaufen ist, lag es am falschen Trimm und der Luvgierigkeit.
Auf dem Rückweg über Schottland hat die Windfahne wohl doch etwas zu viel Regen abbekommen und hat sich leider mit Wasser vollgesogen und verzogen. Sie wiegt nun 680g und ist gebogen und in sich verdreht. Mehrere Versuche, die Windfahne zu wässern und beim Trocknen mit Gewichten wieder gerade zu biegen sind gescheitert.
Windfahne. Ist diese dann bereits lackiert, oder steht das noch aus?

Dear Peter, A quick note to say I’m delighted with the windpilot. It’s worked perfectly. Do you recommend I carry/buy any spare parts for it?
Dear Mister Foerthmann, On our Contest 42 we are using a Windpilot Pacific Plus and are very happy with it.
Hi Peter, I just installed my Windpilot light. It was the winter inside of the cabin in shelter. The windblade does not move freely and squecks. See video. How to lubricate? Thanks for fast advice. My trip starts.
Hi Peter, Thank you for the rapid answer. I was hesitating between WD-40, oil and silicon. Silicon did it and the movement feels normal now 