Der 20.te Hochzeitstag
Di.,16.Jun.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2207, 20.254 sm von HH
Hochzeitstag in der Südsee. Na, wenn das nicht ein romantischer Traum-Ort ist für so ein rundes Jubiläum, dann weiß ich auch nicht. Ohne Corona würden wir jetzt zwischen den Gesellschaftsinseln kreuzen. In meiner Phantasie sah ich uns beim Abendessen auf Bora Bora in einem der Luxus-Hotels: Fackeln am Strand, ein weißes Tischtuch flattert leicht im Abendwind. Kerzen funkeln in den Champagner-Kelchen, es gibt gegrillte Languste und auserlesene Weine. Früher in Hamburg haben wir zum Hochzeitstag die besten Restaurants der Stadt abgeklappert. Kulinarische Feste gefeiert – zumindest meistens.
Nun, man kann nicht alles haben. Es ist die Südsee, der Punkt stimmt. Mangels Restaurant auf Mangareva muss ich selber kochen. Die örtliche Pizzeria hat nur am Wochenende geöffnet. Die Languste fällt etwas kleiner aus, es gibt tief gefrorene Shrimps – immerhin Pacific-Prawns. Dazu der gehütete Metternich Rosé, der über die Jahre nicht gewonnen hat und billigen Wein aus der Plastik-Flasche. Unbezahlbar – unvergessen. Ein schöner Abend.
Heute auf den Tag genau vor 21 Jahren haben Achim und ich das erste Mal telefoniert. Zwei Tage später gab es das erste Treffen. Kennen gelernt haben wir uns durch eine Kontaktanzeige im Stadtmagazin von Hamburg (Internet gab es schon, aber es steckte noch in den Kinderschuhen). Ich war vom Dorf nach Hamburg gezogen und kannte niemanden mit dem ich hätte ausgehen wollen.
Bei unserem ersten Treffen haben wir von abends um acht bis morgens um vier gequatscht, ohne einen Schluck Alkohol zu trinken. Das erste Lokal hat uns rausgeschmissen also mussten wir uns noch ein neues suchen. Ich konnte Achim gleich gut leiden und habe ihm gebannt gelauscht, obwohl er viel Zeug gequatscht hat, was mich nicht wirklich interessiert. Von Schrödingers Katze zum Beispiel. ![]()
Am nächsten Mittag stand Achim direkt wieder vor meiner Tür. Unangemeldet. Ich war gerade dabei in Radlerhosen (jaaa, das war damals so) mit Margeriten-Muster, schlapprigem T-Shirt und ungekämmt den Küchenboden zu wischen. Peinlich bis zum Umfallen. Auch unvergessen. Angeblich war er gerade auf einer Spritztour mit seinem Motorrad und ist zufällig bei mir vorbei gekommen. Klar, Hamburg Wandsbek/Eilbek ist bekannt als gute Motorrad-Stecke. Die Ausrede war so platt, dass ich wusste: „Hey, der kann dich auch gut leiden.“
Der Rest ging schnell: am 16. Oktober kam der Heiratsantrag, am 16. Dezember haben wir unseren ersten Mietvertrag unterschrieben und am 16. Juni 2000 geheiratet. Dann muss es wohl Liebe sein.
Gerne hätte ich ein Foto vom Brautpaar gezeigt. Aber das einzige Foto, was an Bord existiert, darauf ist der Bräutigam leider abgeschnitten. Ich habe das Foto seit ewigen Jahren im Portemonnaie, um beim Friseur besser zeigen zu können, wie ich mir meinen Haarschnitt in etwa vorstelle. Der Gatte wurde kurzerhand entfernt. Dieser Frevel hat unserer Ehe nicht geschadet, die ihre Tücken, ihre Tiefen und Höhen hat, wie jede Beziehung. Achim quatscht noch immer gerne von dieser Katze und ähnlichen Phänomenen und ich höre ihm noch immer gerne zu.
Die glückliche Braut
Falls einer unser Hochzeitsgäste zufällig noch ein Bild liegen hat, ein Handy-Foto davon wäre sehr willkommen.

Moin Herr Förthmann, was soll ich sagen, ohne zu lügen? Mit Ihrem Windautomat braucht man gar nicht mehr an Bord zu sein, denn das Ding steuert von ganz allein. Keine andere Nase arbeitet auch nur annähernd mit der gleichen Genauigkeit und Durchhaltekraft wie unser windiger Pilot. Dafür unseren Dank, wir bleiben Ihnen treu – auch mit unserer Bumblebee, einer Lagoon, die wir gerade unserer Familie hinzugefügt haben.

Dear Mister Foerthmann, after sailing to the Caribbean and back we crossed twice the North Atlantic Ocean and sailed more than 11.000 miles. We where very happy with our Windpilot Pacific.




Es gibt tausende von Blogs, deren Machart nahezu stets unterschiedlich ist. Da existieren endlose Beschreibungen von der See, dem Land, den Menschen … die anstelle von Fotos dann schon mal langweilig werden können. Als Augenmensch sind mir Eindrücke wichtig, darum sind schöne Fotos für mich untrennbar mit Blogs verbunden.
Ein Highlight, wenn Text dabei unwichtig geraten kann, weil die gesamte Geschichte bereits durch Fotos transportiert. Ein wunderbares Beispiel ist der Blog von der SV MadMax, in dem wundervolle Fotos die Eindrücke einer Reise von Holland ins Mittelmeer innerhalb von 6 Monaten spiegeln. Ob Britta oder Dirk hier die Feder geführt hat, dass weiss ich nicht, ich erkenne nur ein wundervolles Geschick, mit den richtigen Blick Farben und Stimmungen einer ganzen Reise einzufangen, weshalb ich hier ein wenig Augenfutter aneinander reihe … und nicht mehr dazwischen quatsche. Mein Kompliment geht an Beide – Britta und Dirk!














Hallo Peter, unser Windpilot „Windsbraut“ ist für unser Zweier-Team gerade beim Langstrecken-Segeln absolut unverzichtbar. Wenn das elektrische RayMarine-Mädel kreischend den Geist aufgibt, hat sie so richtig Spaß. Letztes Jahr sind wir mit ihrer Hilfe 4.000 sm in 6 Monaten gesegelt. Ein Boot ohne dieses Crew-Mitglied kommt für uns nicht mehr in Frage. Grossartige Erfindung, die uns immer wieder staunen lässt. Danke an Dich, Peter Düsentrieb 







Hallo Herr Förthmann, Ihr mail gibt mir gleich den Anlass, mich endlich bei Ihnen zu bedanken für die umgehende und kostenlose Lieferung des Pendelruderblattes nach unserem Ruderbruch vor Südafrika, bei dem Ihre Anlage unversehrt blieb(!). Das war sehr grosszügig von Ihnen. Vielen Dank. Unsere Geschichte, dass wir auf der nonstop-Fahrt von Kenya nach Durban unbemerkt Ruderbruch erlitten, weil die Pacific einfach mir nichts dir nichts weitergesteuert hat, weckt in jeder Yachtie-Runde immer wieder Erstaunen!