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In der Segel-Sackgasse oder was passiert 2020/2021?

Fr.,10.Jul.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2231, 20.254 sm von HH

Unser nächster Schritt ist Hao. Soweit steht der Plan. Nur noch auf den richtigen Wind warten :roll: , dann geht es nun wirklich los (wir haben es übrigens richtig gemacht, denn ein Schiff, was letzte Woche mit uns starten wollte, ist wieder umgedreht – so garstig war das Wetter).
Aber was kommt danach? Wohin können wir? Wohin wollen wir? Alles Ziele liegen tausende Meilen entfernt …

Neuseeland
Unser erklärtes Ziel für Ende 2020 hält weiterhin die Grenzen strikt geschlossen. Es gibt einen Anbieter für Segler, der mit den Behörden in Neuseeland in Verbindung steht und im Rahmen einer ‚Rally‘ eine Einreise-Genehmigung bewirken möchte. Leider läuft dieser Idee etwas die Zeit davon. Bis spätestens Ende September müsste Neuseeland eine Entscheidung getroffen haben, anderenfalls wäre es zu spät Neuseeland noch vor der nächsten Zyklon-Saison zu erreichen. Käme es rechtzeitig so weit, würden wir ohne Zwischenstopp die ca. 2.600 Meilen abreiten.

USA
Wir haben kein US-Visum, weil wir nie geplant haben in die USA zu reisen. Ein Fehler, der sich jetzt als etwas betrüblich herausstellt: Hawaii, ein attraktives Ziel, bleibt für uns unerreichbar.

Kanada
Boote, die von hier aus nach Kanada reisen, machen einen hübschen Zwischenstopp auf Hawaii, um die lange Strecke in den Norden (knapp 5.000 Meilen) zu verkürzen und zu versüßen. Würden wir den langen Non-Stop-Ritt auf uns nehmen, würden wir in Vancouver bei der US-Botschaft ein US-Visum beantragen, so dass danach auch die USA für uns offen stünde. Die Saison für die Fahrt nach Kanada ist allerdings bereits gelaufen – dorthin ist eine Anreise im Mai/Juni angesagt.

Australien
Hat geschlossene Grenzen. Es gibt auch hier einen Anbieter, der für Segler an einer Einreise-Genehmigung arbeitet.  Da wollen wir aber eigentlich so gar nicht hin. Zumindest nicht mit dem eigenen Boot. Australien liegt bereits weit im Westen (ca. 4.000 Meilen), ein Zurück in den Pazifik wäre keine Vergnügungsreise.

Kap Hoorn
Klingt verwegen, ist aber schon häufig von hier aus erfolgreich gesegelt worden. Die richtige Zeit wäre für die knapp 4.000 Meilen der November und Dezember.
Für diese Route fehlen uns leider zwei entscheidende Dinge: eine Heizung an Bord und der Arsch in der Hose!

Wo können wir hin? Alle Strecken sind tausende Meilen lang

Französisch Polynesien
Wenn Neuseeland sich nicht rechtzeitig öffnet, bleibt uns für die nächsten zehn Monate nur übrig in Französisch Polynesien zu bleiben. Bis November sind wir noch vogelfrei, soll heißen, keine Wirbelstürme in Sicht. Von Gambier aus kann man mit dem vorherrschenden Wind ganz leicht alle Atolle erreichen. Und die nächste Zyklon-Saison könnten wir sicher auf den Marquesas verbringen.
Die Sache hat einen kleinen Haken, jeden Meter, den wir jetzt nach Westen segeln, müssten wir im November mühsam nach Osten zurück. Deshalb sind wir auch so zimperlich zögerlich nach Tahiti zu segeln. Das würde uns 800 Meilen nach Westen tragen. Eigentlich müssten wir hin, uns fehlen so einige Sachen, die wir weder in den Tuamotus noch hier kaufen können. Aber wegen „Haferflocken“ nach Tahiti segeln. Brrr, wir kneifen.

Also, was tun nach Hao? Wir wissen es nicht. Jedes weitere Atoll liegt noch ein Stück weiter westlich und so richtig doll  lieben wir die Tuamotu außerdem nicht. Wenn wir wüssten, dass Neuseeland aufmacht, könnten wir nach Tahiti segeln, einkaufen und die Warterei auf die Grenzöffnung prima auf den Gesellschaftsinseln verbringen. Bora Bora und andere klangvolle Namen warten dort. Öffnet Neuseeland nicht, sind wir die Gekniffenen.
Wir stecken fest in einer Sackgasse der Entscheidungen.

In Französisch Polynesien liegen die Ziele auch nicht grade nebenan

Friends & More

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Kiten auf Spanisch

Vor lauter Freude in den Süden fliegen zu können, habe ich glatt vergessen, dass es ja grade Urlaub-High-Season ist. Es ist nicht nur heiß, sondern auch richtig voll an den Stränden. So wie in Tarifa. Was meint. Es gibt eine Kitezone, durch Bojen abgesperrt, die extrem klein ist und überall sind Badegäste. Die Kiter fahren durch die Badezone. Es ist grade mal 14 Konten Wind, eher weniger und Diego drückt mit seinen 17qm Schirm in die Hand. Ich baue ihn auf. Will ja nicht unfreundlich sein. Stehe im Wasser, dass Kite-Monster über mir und weiß nicht, wie ich starten soll, direkt in meiner Startrichtung eine Gruppe von Badegästen im Wasser. Der Wind wird noch weniger und das Thema erledigt sich von alleine. Toller Sport. Nicht? Ich würde wirklich lieber euphorischer schreiben. Die Polizei kommt mit einem Jetski, an Land mit einem Quad und verjagt die letzten untergewichtigen Kids-Kiter, vielleicht grade 10 Jahre alt, die entlang des Strandes in der Badezone kiten. Finde ich jetzt nicht grade falsch. An der Moskito Strand Bar stehen wir uns nun die Beine in den Bauch und trinken Bier. Könnte auch in Tarifa sein oder irgendwo anders auf der Welt. Zumindest klappt es heute mit der Essensverabredung. Fernab der vollen Fußgänger- und Touristenzone und des moskitoverseuchten Strandbouleward, finden sich ein paar spanische Plastiktische mit Plastikstühlen und Papiertischdecken. Authentisch. Es gibt plattenweise Mariscos, Meeresfrüchte und Thunfisch. Bis ich wieder anfange zu frieren ist alles gut. Das Thema erledige ich mit einem Barfuß Spaziergang. Der Boden ist noch warm. Elena, Sergio, PinPin und Diego legen aber auch eine Geschwindigkeit beim Sprechen mit andalusischem Slang vor, dass ich mit offenem Mund am Tisch sitze. Ich komme kaum zu Wort und irgendwann höre ich nicht mehr zu. Spanier sind laut. Andalusier sind noch lauter. Ich bin froh, mir die Decke des Bettes über den Kopf ziehen zu können. Toller Abend, aber eben auch echt anstrengend.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandgegenKoje. Vielleicht gibt es ja jemanden unter meinen Lesern der sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

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Die Urlaubs-Top-Tipps von und für Stegfunk.de-Leser

Sie sehen etwas Tolles, das ihnen gut gefällt? Sie wollen es anderen Holland-Wassersportlern mitteilen? Gerne! Schreiben Sie uns mit einem Foto und schon geht es hier online. Von uns für uns. Los geht´s: [email protected]

Dabei muss es nichts großes sein. Wenn es Sie erfreut, dann wird das bei anderen auch so sein. Ich fange mal an: Vor Sint Annaland liegen fünf gelbe Tonnen neben dem Fahrwasser. Dort kann man sich heranknoten und übernachten. Das Ganze ist gratis. Ein toller Service der Wassersportvereinigung. Die Wassertiefe beträgt rund 3 Meter bei LAT

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Holland: Der Wassersport-Überblick zum Wochenende 10.-12.7.20

Der Wochenüberblick über alles Relevante für den Wassersport in den Niederlanden zum Wochenende 10.-12.7.2020. Das Wetter wird scheinbar endlich besser, die Sommerferien in NRW sind im Gange, noch ist es ruhig in NL.

Wasserstrassen: Sperrungen wegen Corona gibt es nicht mehr, lediglich die Bedienzeiten können noch abweichen, etwa in der Provinz Groningen. Dort wird seit dem 29.6. von 9-17 Uhr bedient, so sagt es Vaarweginformatie. #Die Provinz Friesland meldet Arbeiten an der Brücke Burgum am 12. Juli. Sie wird vormittags nicht bedient. Vorsicht beim Passieren # In (oder „op“) Urk wird ab dem 10. Juli die Zwolsebrug nicht bedient. Dies gilt bis auf weiteres #Die Wilheminaschleuse in Zaandam ist bis auf weiteres für die Freizeitschiffahrt gesperrt #Provinz Zeeland. Die Stationsbrug in Middelburg wird jeweils um 7:07/11:37/15:38/19:37 passend zum Durchgang der sogenannten „Blauwe Golf“ (Blockabfertigung ab Vlissingen) geöffnet #Die Schleusen von Maas, Wilhelminakanaal und Zuidwillemsvaart werden baw. seltener bedient. Die Ursache: Zu wenig Wasser das über die Maas in Maastricht angeführt wird, sodass niedrige Wasserstände durch Schleusenvorgänge entstehen können

Eine ruhige Woche mit wenigen Medungen, die bei Redaktionsschluss bekannt sind.

Sperrungen und besondere Behinderungen sind darüberhinaus bei Redaktionsschluss nicht gemeldet.

Allgemein: Es ist immer empfehlenswert, vor Fahrtantritt zu prüfen, ob die geplante Route Hindernisse enthält. Das geht am besten auf vaarweginformatie.nl

Straßen an Land:

A 20 zwischen Kreuze Gouwe und Kreuz Terbregseplein ab Freiatg Abend 22 Uhr bis Sonntag Nacht geschlossen

A 8 zwischen Amsterdam und Zaandam gesperrt bis zum 8. August

A4 Zoetrewoude Rijndijk bis Den Haag gesperrt von Freitag 22 Uhr bis Montag morgen 5 Uhr

Keine weiteren Sperrungen geplant.

Wetter:Wetterbestimmend ist ein Hoch über Irland, an dessen Nordseite kühle Luft zu uns gelangt, das Hoch dehnt sich aus und nimmt auch Holland unter seine Fitiche. Freitag bis Montag, sonnig meist trocken aber um und unter 20°C, allgemein zu kalt. Wind umlaufend maximal 10 Knoten (3 Bft), in Böen bis zu 19 Knoten (5 Bft). Am Wochenende wieder besser. Zur Wochenmitte wartet die nächste Front.

Häfen:WCs und Duschen im ganzen Land geöffnet. Päckchenliegen in Stadthäfen, wie in Lemmer, Veere, Zierikzee oder Medemblik üblich, wird toleriert und teils sogar gefordert. Besucher müssen sich darauf einstellen, eventuell keinen Platz zu bekommen. Alternative dann: Ankern. Die Häfen der Watteninsel sind nur sehr eingeschränkt erreichbar. 200 Plätze stehen je nach Insel für Passanten zur Verfügung, das ist wenig. Voranmelden ist nicht mehr Pflicht, die E-Mails werden nicht mehr bearbeitet, wegen zu großen Andrangs. Generell: Es wird voll werden. Darauf sollten sich Wassersportler einstellen. Bevor man auf die Inseln fährt, lohnt es sich, die dortige Lage unter waddenhavens.nl zu checken

Tide: Harlingen und Roompot binnen

Besonderheiten: Keine. Oder doch? Das Wetter wird besser…

Events: Nee, erstmal immer noch nicht…und besser auch keines spontan draus machen im Hafen.

Generell gilt:

– 1,5 Meter Abstand halten!

– Belebte Orte meiden!

– Bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben!

– Bei Fieber auch nur einer Person bleiben alle aus dem Hausstand zu Hause!

– Auf Schiffen gelten diese Regelungen

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Podcast im Deutschlandfunk

Unter dem Titel „Türkisch für Anfänger – Deutsche Auswanderer im Reich Erdogans“ ist im Deutschlandfunk eine Radio-Reportage erschienen, verfasst von der ARD-Istanbul-Korrespondentin Karin Senz. Ich durfte einer von drei Protagonisten sein.

Wer reinlesen oder besser noch reinhören möchte, der findet den Beitrag hier. 

Andalusien

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Heiß

Meinen ersten Tag in Andalusien verschlafe ich erst einmal. Statt um um vier Uhr nachts mit Blasendrang aufzuwachen, erstarre ich um 9:00 im Anblick der Uhrzeit. Scheint mir gut zu tun. Es folgt Cafe mit Diego, der sich kurze Zeit später Business hübsch anzieht und weg ist. Ich glaube nicht daran, ihn sobald wieder zu sehen. Es sei denn es gibt Kite Wind. Auch ich bin schon wieder auf Windfinder unterwegs. Wenn Tarifa nur nicht immer so voll wäre. Mein weiterer Tag vergeht mit Telefonaten, Angeboten und ToDo Listen. Der Rubel muss ja nun auch noch rollen. Schon schwierig genug in diesen COVID Zeiten. Nachdem bei LUNATRONIC der Status wieder aktuell ist, wende ich mich MARLIN zu. Mit Thomas, telefoniere ich, der eventuell im September nach Curacao kommen will. Dann finde ich endlich mal die Gelassenheit mit Christiane zu telefonieren. Sie ist auch schon mal mit der MARLIN letztes Jahr nach Klein Curacao gesegelt, wohnt in Curacao und hilft mir gerne wenn es notwendig ist. Mir geht es vor allen Dingen um Infos zu der Insel Klein Curacao. „Ja, die Schiffe fahren wieder nach Klein Curacao. Die kleine Insel ist wieder auf.“ Das ist genau die Info, die ich benötige. Denn ab August will ich ja wieder auf’s Schiff und auch wieder Mitsegler gewinnen. Nur in der Marina zu liegen ist ja nun keine besonders reife Frucht, die meine meist deutschen Mitsegler auf HandgegenKoje, abflücken wollen. Nach Klein Curacao segeln zu können und Bonaire zu besuchen, läßt sich ja nun fast schon als Törn anbieten.

Hier in der Gegend um Huelva ist alles fest in spanischen Händen. Man sieht keine nordeuropäischen Touristen. Die Spanier ziehen mit Sonnenschirm, Campingstuhl und Kühltasche, mit Oma, Tochter und Kindern an den Strand. Zulange waren sie eingeschlossen und mit Ausgangssperre versehen. Bei El Portil steige ich am Nachmittag aus dem Auto. Es ist dunstig. Schade. Ich starte trotzdem meine Drohne und kaum bin ich auf fünfzig Meter Höhe, höre ich hinter mir, mitten in den Dünen ein Auto. Die Polizei. Was zum Teufel wollen die den nun. Ich entscheide mich die beiden Beamten zu ignorieren. Und siehe da. Statt der erwarteten Anzeige, Aufklärung oder Schlimmeren retten sie einen kaputten Campingstuhl aus dem trockenen Gestrüpp und wieseln neugierig um mich herum. Ich such das Gespräch und als sie merken, dass ich ihre Sprache spreche, kommen neugierige Frage zu meiner Drohne. „Auch mal fliegen?“ Ne. Es folgt Kopfschütteln. Mit der Konzentration war es dann nun. Ich greife meine Drohne in der Luft ab, anstatt sie auf dem staubigen Sand zu landen. Die netten Polizisten fahren von dannen und verhören den verdächtigen Campingstuhl. Mein Tag ist gelaufen. Ich lande mich selbst auf der Terrasse meines Domizils und geniesse die warme Nachluft.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandgegenKoje. Vielleicht gibt es ja jemanden unter meinen Lesern der sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

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Wegfliegen

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Ankommen

Das Check-in System blinkt rot. Nervös telefoniert das Personal. Na. Was kommt jetzt? „Sie können einsteigen!“ Egal. Was immer das war. Das Flugzeug ist zu 60% ausgelastet. Ich habe schon den ganzen Morgen meine FFP3 Atemmaske an. Dadrunter bekomme ich echt nur schlecht Luft. Nach dem Aufstehen hat sich Bärbel Zeit genommen mir zwei Yoga Atemübungen beizubringen. Beim Vishnu Mudra hält man sich die Nase zu. Geht nicht mit der Maske. Pranayama schon eher, aber ich weiß nicht, was mein Sitznachbar davon hält. Nicht, das der das Personal ruft. Lassen wir dann auch mal. Also schliesse ich die Augen und hoffe mal, dass es einfach gut geht. Neben mir der Platz ist frei und ich sitze am Gang. Gegenüber ist auch frei. Alles gut Micha. Ich presse den Nasenbügel dichter. Lauda-Air hebt ab und zwei Stunden später steige ich in Faro aus. Der Flughafen ist menschenleer. 20 Leute am Gepäckband. Zwei Leute bei der Autovermietung. Von mir aus könnte es immer so sein. Der brandneue Nissan Straßenflieger hat mir zu viele Knöpfe. Los geht es und binnen 30 Minuten bin ich in Spanien. Eine weitere Stunde vergeht und mein Freund Diego steht vor mir. Beidseitiges Grinsen. Wir fallen uns in die Arme. „Schön das Du lebst. Du machst Sachen“, begrüßt er mich. „Alles gut!“ An der Strandbar „Moskitos“ eine Handvoll von Diegos Kite Freunden. Kein Küsschen. Gar nicht spanisch. Ich gönne mir ein Bier. Man verabredet sich und dann funktioniert doch nichts. Um 23 Uhr finden wir uns auf dem Dorfplatz des kleinen Örtchens El Rompido wieder. 23 Uhr. Genau die richtige Zeit um erst mal ein alkoholfreies Bier und ein riesige Platte Gambas, Tost mit Thunfisch und Muscheln zu bestellen. Ich denke an meine mögliche Histamin Insuffizienz. „Ach was. Das ignorieren wir jetzt mal einfach“, rede ich mit mir selbst. Alles gut. Es geht mir bestens. Was lernen wir daraus. Immer nur Fisch am Meer essen.

Hier in El Romido hat Diego eine Schwester, die ein Haus am Meer hat. Na ja. Am Fluß zu Meer. Das Haus sieht aus wie in Cuba. Überdachte Terrasse. Einstöckig. Gitter vor den Fenstern. Schatten. Kommt das gleiche bei raus. Die Schwester lebt in Stockholm und kann nicht nach Spanien kommen. Einreiseverbot für Schweden. Verständlich. Covid. „Das ist Dein Zimmer.“ Der Deckenventilator surrt leise vor sich hin. Ich falle tot ins Bett und schlafe wie ein Murmeltier sofort ein.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandgegenKoje. Vielleicht gibt es ja jemanden unter meinen Lesern der sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

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Drei Freunde

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Altes Haus

Quasi zum feierlichen Abschluss meines Besuchs des Dorf’s an der Düssel, klingel ich bei Gudrun und Guido. „Mensch, bist Du pünktlich!“ „Dank E-Roller. Die stehen hier ja wie Müll auf der Straße rum. Ich hab verschlafen.“ In der Küche sprechen wir mal wieder über Krankheiten. Das ist das Thema 1, der letzten Tage, sobald ich meine alten Freunde besuche. Schlimm finde ich das. Aber so ist das, wenn man Ü50 ist. UND: Was soll man mich, Micha, auch sonst als allererstes fragen, bei den Erlebnissen der letzten 9 Monate, wenn man mich 9 Monate nicht gesehen hast. „Gut siehste aus. Hast ja sogar Haare“, kommt meist als nächstes. Eine Zeitlang reden wir also auch bei Gudrun und Guido darüber, wen es wo drückt. Gehört eben dazu. Dann Thema Nr. 2: Corona. Dann Thema Nr. 3: Hunger. Passt. Wir wechseln zum Vietnamesen. Da wir es spassig und die Bedienung schüttet die Suppe auf den Gehweg, statt sie auf den Tisch zu stellen. Den Laden merke ich mir. Wir haben Spaß im Florapark und es entsteht ein wunderschönes daypic aus 177 iphone Bildern mit Handystick. Ich war schon wieder zu faul die Backstein EOS mitzunehmen. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch mal irgendwann an die GudrunGuido Ahnengalerie im Flur ihrer Wohnung. Auf jeden Fall wünsche ich den Beiden an dieser alles Gute für die kommenden Jahrzehnte. Gegen 22:30 verlasse ich den Ort des Geschehens. Ich bin drüber. Zuviel Inger Tee statt Rotwein, scheint mein Sprach- und Energiezentrum auch nicht mehr zu schaffen. Ich atme tief durch als ich auf der Straße bin, fühle mich nicht mehr E-Roller fahrtüchtig und mache zu Fuß einen großen Bogen um’s Frida an der Bilker Kirche.

Blog Leserin Dorothee von der INVIA, schreibt: „Hallo Michael, was du nach dem “Genuss” der Fischsuppe erlebt hast, entspricht den Symptomen einer Histaminintoleranz. Verdorbener Fisch enthält viel Histamin. Normalerweise baut ein Enzym im Dünndarm das ab. Bei zu großen Mengen oder bei Menschen, deren Dünndarm nicht genug von diesem Enzym bereit hält, kommt es zu vielerlei Symptomen. Übelkeit, Blutdruckabfall, Durchfall, Kopfschmerzen und so weiter und so weiter. Sprich es muss gar nicht an deiner durchgemachten Erkrankung als solcher liegen, was du erlebt hast. Gute Besserung jedenfalls und auf dass du nur noch frische Fischsuppe vorgesetzt bekommst!“ Nun. Danke für die Info Dorothee. Ich habe ja schon überlegt dem Inhaber von „Roberts Bistro!“ einen satten Brief zu schreiben. Entlastung gegen 1.000 Euro MARLIN Soforthilfe oder Einladung zum Ausgleichsessen für acht Personen. Da habe ich heute beim Brunch mit meinem Sohn Lukas erzählt. Worauf der meinte: „Papa, ich bin froh nicht Deinen Nachnamen zu haben!“ Jetzt bin ich sichtlich verunsichert. „Was macht man, wenn man mit Fischsuppe vergiftet wird und im Krankenhaus landet?“ Darüber muss ich wohl noch mal nachdenken.

Es gibt den ersten Versuch von mir ab August nicht alleine in Curacao auf der MARLIN zu sein. Derzeit sichtbar bei HandgegenKoje. Vielleicht gibt es ja jemanden unter meinen Lesern der sich zutraut mit dem alten Wnuk eine Zeit X vor Ort zu verbringen.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

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Weniger Wasserpflanzen im Markermeer – Mähen verschoben

Weil das Fonteijkruid im Markermeer in diesem Jahr langsamer wächst und Wassersportler weniger Behinderungen durch Pflanzen melden, wird der Beginn der Mähsaison erst einmal verschoben. So wird das vorhandene Budget optimal genutzt

Die Stiftungen, die das Entfernen der Pflanzen koordinieren, wundern sich: Kaum Meldungen von Wassersportlern über Probleme mit Wasserpflanzen. „In anderen Jahren war das Wachstum jetzt schon intensiver, dieses Jahr wächst das Fonteijnkruid nicht so explosionsartig. Das ist neu für uns“, berichtet Gerdina Krijger vom Branchenverband Hiswa Recron und ergänzt: „Also beginnen wir später, um das Budget optimal zu nutzen“.

Wissenschaftler hatten damit gerechnet, dass sich das Problem mittelfristig von selbst erledigen könnte, weil das sogenannte Kranswier, ein bodendeckendes Kraut, das schnellwachsende Fonteijnkruid verdrängen könnte. Ob das geringere Wachstum in diesem Jahr bereits damit zu tun hat, ist derzeit noch unklar.

Wassersportler die sich über die Situation informieren oder Wasserpflanzen melden wollen, können das auf der Website waterplantmelder.nl tun.

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Take a walk on the Rhein side

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Mäh

Ich ziehe heute für die nächsten beiden Tage bei meiner alten Freundin Bärbel ein. Ihre 18qm Meter Besenkammer, Umziehraum und ehemaliges Katzenklo ist jetzt ausgestattet mit einem schönen harten Futonbett. Das beste für meinen Rücken. Wir kennen uns schon so lange, wie ich Guido kenne, mit dem sie fast ebenso lange verheiratet war. „Komm. Wir gehen am Rhein spazieren.“ Am Rheinturm vorbei, geht es am Ufer des Düsseldorfer Flusses, Richtung Hamm. „Bärbel. Nun renn doch nicht so. Wir haben doch keinen Termin. Du bist ja genau so schlimm wie Nathalie.“ Ich sehe mehr Bärbels Schultern. Vorbei am Golf Platz und der Lausward. Hier bin ich jahrzehntelang mit meinen Hunden und Freunden, meinen Freundinnen und Bekanntschaften spazieren gegangen. Meist nach durchzechten Düsseldorfer Altstadtnächten, mit dickem Kopf. Heute habe ich keinen dicken Kopf. Trinke ja keinen Alkohol. Wir ziehen an Shaun dem Schaf vorbei. Der Bauer ist nicht da und am Horizont erschein die Terrasse des Hammer Ruderclubs. Da sitzen wir. Ich friere. Mal wieder. Bärbel und ich haben viel zu erzählen. Von damals, von gestern von heute und sogar von morgen. Wir sind in die Jahre gekommen, verstehen uns immer noch so wie früher. Schön ist es in Düsseldorf. Nicht bei Guido zu übernachten hat auch was. Mal was anderes.


Mitsegeln auf der MARLIN.

Ab November soll es wieder auf große Fahrt gehen. Die BVI’s, Sint Maarten, Antigua, Guadeloupe, Martinique, St. Vincent & the Grenadines, Grenada stehen auf dem Plan. Ab Mai 2021 geht es über die Bermudas und die Azoren nach Europa.

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Heiva auf Gambier

Fr.,03.Jul.20, Franz.Polyn./Gambier/Insel Mangareva, Tag 2224, 20.254 sm von HH

Heiva nennt sich das jährlich stattfindende Festival was im Juli auf allen Inseln in unterschiedlicher Form stattfindet. Auf Grund von Corona fällt dieses Jahr auf Tahiti die größte und kommerziellste Heiva. Gambier, weit weg von Tahiti und Corona frei, will sich dem nicht anschließen und komplett auf eine Feierlichkeit verzichten (Hao übrigens auch nicht, wie wir erfahren haben). Allerdings gibt es wenig Musik und Tanz, sondern das Programm der Heiva klingt eher wie Bundesjungendspiele: Volleyball, Kanu fahren und ein Tischtennis-Turnier stehen an. Und die Kleinsten werden mit Sackhüpfen und Tauziehen beglückt. Nur der Eröffnungstag wartet mit etwas Tanz und traditionellen Spielen auf.

Uns gefällt, dass wir nach der langen Zeit auf der Insel die Hälfte der Teilnehmer bereits kennen. Mit Thomas ist Achim schon auf Bäume geklettert, Nicolas besorgt uns Bananen und eine der Tänzerinnen ist uns doch bereits letztes Jahr aufgefallen.  Irgendwie gehören wir dazu, so kommt es uns vor, na, zumindest nicht ganz fremd. :-)

Wie die Bast-Röcke entstehen haben wir beim Wandern im Wald gesehen: Von jungen Schößlingen wird noch vor Ort die Rinde abgezogen und dann auf einer Leine zum Trocknen gehängt

Zwischen Tanz und Bananen-Wettrennen gibt es ein Fingerfood-Buffet. Ganz kann man sich nicht dem Eindruck verwehren, dass die meisten Zuschauer nur deswegen gekommen sind. Wie Kokosnüsse geschlachtet werden, kennen sie. Aber kleine Köstlichkeiten scheint es seltener zu geben. Und es gibt reichlich zu essen! Platten über Platten werden über einen Tresen gereicht. Süße Küchelchen und Zucker-Pasteten liegen neben Mini-Würstchen im Schlafrock, Sushi-Rollen und Speck-Törtchen.
Die Geschwindigkeit in der die Mengen verschlungen werden, ist beeindruckend. Ich sehe Jungs, die sich von zwei Platten gleichzeitig bedienen. Ungeniert werden sich auf mitgebrachte Pappteller die Teilchen gehäuft. Zehn Stück und mehr, kein Problem, es wir so lange zugelangt bis ein Berg auf dem Teller entstanden ist.  Die Mädchen, die mit den Platten umhergehen, sind unbeeindruckt: ‚wenn der junge Mann Hunger hat, soll er nur reinhauen‘, verraten ihre Mienen.

Fingerfood in rauen Mengen

Besonders spektakulär sind die Spiele und Vorstellungen auch für uns nicht, aber da ansonsten jeder Abend an Bord dem anderen gleicht und wir wenig Abwechslung geboten bekommen, fühlen wir uns gut unterhalten. :-)

Auf einer in den Boden gerammten Spitzhacke wird der Bast von den Nüssen gepuhlt

Mit Hilfe einer Raspel wird das Kokosfleisch aus den Hälften geschabt – man achte auf die Dame rechts ;-) mit den Socken in den FlipFlops

 

Durch ein Tuch wird die Kokosmilch aus dem Fleisch gepresst.

Wer noch immer denkt, ich mache Witze über die Kälte hier. Südsee … hahahaha!

 

 

 

 

Bilderrätsel KW 28 – Wo ist es?

Jede Woche stellen wir ein Bilderrätsel online. Irgendwo in den Niederlanden ist dieser Ort. Wer als erster rät wo, gibt sich als Revierkenner preis. Also los: Mitraten!

Zierikzee. Das wussten viele von Euch. Einige glaubten auch zu wissen, was der Fotograf zuvor gegessen hatte. Kibbeling. Denn der ist da auf der Ecke besonders lecker. Auch in dieser Woche sind wir natürlich wieder in den iederlanden unterwegs. Aber wo? Wenn Sie es erkennen, schreiben Sie uns unter [email protected] Viel Spaß beim raten.

Het bericht Bilderrätsel KW 28 – Wo ist es? verscheen eerst op Stegfunk.de | Wassersport. Holland..