Vanuatu ==> Australien – Tag 10 – Einfach der Natur ihren Lauf lassen
25.10.2026; Pazifik / Coral Sea; Tag 4.530; 31.314 sm total
Um 23:00 Uhr beginnt der Spaß. Ich höre Geschnatter von Achtern. Zwei Tölpel sitzen bereits auf den Solarpanelen. Drei weitere sind im Anflug. Verpassen ihr Ziel oder werden von den Erstbesetzern unter Geschrei vertrieben.
Ich zögere. Es ist mir unter Androhung der Todesstrafe verboten, das Cockpit zu verlassen, während Achim schläft. Andererseits: Es ist ruhig. Ich bin schon groß. Was soll passieren?
Ich schnappe mir den Wanderstock und klettere aus dem Cockpit. Das erste Mal, dass ich unsere eiserne Regel missachte. Mit Erfolg, es ist ganz einfach, die inzwischen auf sieben angewachsene Menge von Tölpeln zu verjagen. Schacka!
Ich hangle mich ins Cockpit zurück. Keiner hat was gemerkt.
Es herrscht Ruhe für zehn Minuten. Da sehe ich im Mondschein die Vögel zurückkommen. Man soll sein Schicksal nicht herausfordern (wobei ich vor der [berechtigten] Mecker mehr Schiss habe als vor dem Überbordfallen). Unmöglich kann ich die halbe Nacht mit meinem Stock nach hinten klettern.
Ich lasse der Natur ihren Lauf.
Als ob die Vögel das ahnen. Es werden mehr und mehr. Die ersten weichen schon auf den benachbarten Kran aus. Äugen zu mir runter. „Rache ist Blutwurst“, lese ich in ihren Gesichtern.
Das Solarpanel ist jetzt rappelvoll. Einzeln gucken Hälse oben raus oder Bürzel hängen über. Wenn Atanga etwas mehr überholt, kommen die Tölpel ins Glitschen. Sie leiten Notstarts ein. Zwei Runden Orientierung. Happy Landing!
Tölpel auf dem Kran. Auf dem Panel ist schon kein Platz mehr.
Neuankömmlinge entdecken das freie seitliche Panel. Zwei Tiere nehmen Platz. Die kann ich mit meinem Stock verscheuchen. Sie kommen wieder.
Ich gebe auf, einfach der Natur ihren Lauf lassen.
Auf den Paneelen kein Platz mehr? Kein Problem, es gibt noch Restplätze am Boden.
Nach zwei Stunden ist Ruhe. Keine Neuankömmlinge mehr im Anflug. Alle Tölpel sind in die Hocke gegangen. Einige haben den Kopf im Gefieder. Sie schlafen den Schlaf der Gerechten. Als Achims Wache beginnt, könnten wir sie verscheuchen. Das bringt dann auch wieder keiner übers Herz.
Wir bekommen die Verdienstmedaille ‚Tölpelfreund‘ am gefiederten Band verliehen.
Die Putzkolonne am nächsten Morgen.
Viel Natur fällt aus so einem Vogel.
Dünnflüssig verteilt es seine Spritzer überall hin.
Tag 10
92 sm etmal
69 sm Rest
1.185 sm bereits gesegelt
Windstärke: 3+
Wellen: 1,0 Meter
Essen: Hühnersuppe – die letzte ihrer Art. Alles aufgefuttert
Position: 16°24,4 S / 147°05,6 E

















Moin Peter, hoffe du bist noch aktiv?!? Ich hab vor ca. 6 Jahren ein Pacific bei dir gekauft. Was soll ich sagen, vermutlich das best investierte Geld unserer gesamten Reise. Hat uns jedenfalls um die ganze Welt gebracht. Hierfür schon mal vielen Dank für deinen innovativen, visionären Geist.
Guten Tag lieber Peter Foerthmann, vielen Dank für den freundlichen Empfang in Eurer Wirkungsstätte. Es war sehr inspirierend, Euch persönlich kennen zu lernen und die Dynamik zu erleben, die Euch antreibt, wie der Wind die Segelnden. Endlich komme ich dazu, ein paar Fotos zu schicken, die für uns das Segeln mit dem Windpiloten ausmachen. Der Windpilot bedeutet für uns: Viel Meer, Augen frei zum Staunen, Hände frei zum Fotografieren. Ob windzerzaust, wie in Deinen Comics, im Squall, mit Containerschiff oder auf freier See, wir hatten die Chance und haben dies BoatLifeFeeling genossen, gemeinsam mit Blick nach vorn, auf unserer Dehler 31 über den Atlantik durch die Karibik und zurück zu segeln.
Good morning. Our Pacific system has been ravaged by the sun. After 35 years of superb helming our 10m steel boat.



