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Zu guter Letzt noch Hobart

09.-11. März 2026; Australien/Tasmanien/Hobart; Tag 29-31, Tageskilometer 128, gesamt 1.824 km

Es geht gemütlich zu in Hobart, obwohl an unserem ersten Tag ein Kreuzfahrer an der Pier liegt. Die Passagiere werden von energischen Damen mit Warnweste so geleitet, dass sie nicht den Autoverkehr behindern. Wir werden kräftig angeschnauzt, weil wir uns nicht an die Cruiser-Regeln halten.

Gemütlicher Hafen – viel erinnert an Neuseeland, an Wellington. Viele Segelboote und Langustenfischer liegen im Hafen.

Hobart ist nach Sydney die zweitälteste Stadt Australiens. Die alten Sandsteinspeicher beherbergen heute schicke Bars und Galerien. Jeden Samstag findet dort ein prachtvoller Markt statt, den wir leider verpassen. Aber die Atmosphäre schwappt über.

Salamanca – die ehemaligen Lagerhallen.

Salamanca hat eine schöne Atmosphäre.

Statue: die Jagd nach dem perfekten Foto.

Oberhalb des Hafens liegt Battery Point. Ein Dorf in der Stadt. Zu erreichen über steile Steintreppen, direkt in die Klippen gehauen. Die alten Lagerhäuser hatten Keller, die direkt mit dem Wasser verbunden waren. Ideal, um Rum-Fässer an der Polizei vorbeizuschleusen. In den verwinkelten Gassen gab es Geheimgänge zwischen den Häusern. Razzia im Vorderhaus? Kein Problem, man spazierte mit seinem Drink einfach durch eine versteckte Tür im Kleiderschrank zum Nachbarn rüber. Die örtliche Kirche wurde von einem verurteilten Fälscher namens James Blackburn entworfen. Er hat die Architektur einfach so gut „nachgemacht“, dass Hobart heute wie ein englisches Dorf aussieht, das versehentlich hier gelandet ist.

Battery Point

In Battery Point finden wir den Arthur Circus. Es ist einer der wenigen Orte weltweit, an dem die Häuser in einem perfekten Kreis um einen Dorfplatz gebaut wurden. Ursprünglich war es für pensionierte Offiziere gedacht, die sich nichts Großes leisten konnten. Eines der Häuser ist gerade mal sechs Meter breit. Heute kosten diese „Puppenhäuser“ bis zu eine Million Euro.

Arthurs Circus

Der zweite Tag gehört dem Naturkunde-Museum. Eine kleine Ausstellungen bei freiem Eintritt. Die Hauptattraktion ist die Galerie über den tasmanischen Tiger.

Lange Zeit dachte man, die Überreste des letzten tasmanischen Tigers, der 1936 im Hobart-Zoo starb, seien verloren gegangen. Erst 2022 hat man das Fell und das Skelett dieses Tieres in einem Museumsschrank wiederentdeckt! Es war dort jahrzehntelang gelagert, ohne korrekt als „das Letzte seiner Art“ katalogisiert zu sein.
Wer kennt das nicht? Nie hat man Zeit, um Ordnung im Keller zu machen. :mrgreen:

Der letzte seiner Art.

 

Besonders eindrücklich sind die Original-Dokumente aus dem 19. Jahrhundert. Die Regierung zahlte damals 1 Pfund pro totem Tiger. Man zahlte den Jägern also mehr als einen Wochenlohn, um eine Spezies auszurotten. Nur 20 Jahre später waren Zoos bereit, über 150 Pfund pro lebendem Tier zu zahlen. Zu spät. :cry:
Das Museum zeigt diese Belege als mahnendes Beispiel dafür, wie schnell eine systematische Jagd zum Aussterben führt.

Tasmanische Tiger im Zoo von Hobart. Wie es sich für einen Australier gehört, haben die Tiere natürlich einen Beutel.

Während die Wissenschaft den Beutelwolf offiziell für ausgestorben erklärt hat, sieht die Realität in den Köpfen der Australier ganz anders aus. Besonders die „Doppelköpfigen“ auf Tasmanien lassen sich ihren Tiger nicht nehmen – und die Gerüchteküche brodelt 2026 heftiger denn je.

Die neuesten Berichte kommen plötzlich vom Festland! Im Riverland und bei Melbourne wollen Zeugen das markante Hinterteil und diesen seltsam „hüpfenden“ Gang gesehen haben. Ein Wärmebild-Clip aus den Yarra Ranges sorgt für Schnappatmung. Man sieht… etwas. Experten streiten: Ist es ein räudiger Fuchs oder das Wunder mit dem gestreiften Fell?

Statistisch liegt die Chance bei unter ein Prozent, dass der Tiger noch da draußen ist. Aber solange es noch unentdeckte Täler gibt, bleibt der Tiger der ultimative Star der tasmanischen Wildnis. Man sieht ihn nie, aber jeder kennt jemanden, der ihn gesehen hat.
Wir haben tatsächlich eine Frau in Cradle Mountain gesprochen, die uns erzählte, dass ihr Mann „besessen sei von Sichtungen“.

Am letzten Tag regnet es. Das spart uns, den Wagen noch einmal in die Waschanlage zu fahren. Wir packen unsere Sachen, gehen noch einmal „Power-Shoppen“ (Klamotten kaufen, funktioniert super in Australien) und liefern das Auto ab.
Die Abnahme verläuft absolut entspannt. Der ältere Herr lässt nicht mal die Leiter runter, um in die Wohnkabine zu gucken. „Getankt, Gast aufgefüllt?“ Wir nicken.
Er nickt ebenfalls und fährt uns dann auch noch zu unserer Cabin am Flughafen. Das entschädigt für die etwas raue Übergabe vor einem Monat.

Typische Cabins auf australischen Campingplätzen. Hier in Hobart weltklasse. Super sauber und gut ausgestattet in der Küche.

Unser Flug zurück zu Atanga geht um 6:00 Uhr morgens. Eine undankbare Zeit. Unser bestelltes Taxi soll um 4:15 Uhr kommen. Wir stehen bei frischem Wind am Eingang vom Campingplatz. Das Taxi kommt nicht. Wie lange sollen wir warten? Ich sehe mich schon im Stechschritt mit Koffer und Rucksack die zwei Kilometer zum Flughafen stapfen. Dann die Erleichterung: Scheinwerfer tauchen in der Dunkelheit auf.
Zwölf Stunden später sitzen wir wieder auf unserem schwimmenden Zuhause.

Schön war‘s. Ein Fazit folgt …

SV Meteor – Krzysztof Baranowski PL

BEERICHT AUS DER WÄRME VON PAPEETE
Der 87-jährige polnische Segel-Veteran Krzysztof Baranowski unternimmt derzeit auf der 14-Meter-Holzyacht „METEOR“ seine dritte Solo-Weltumseglung. Die Reise startete im November 2025 von Teneriffa, führte über die Karibik und den Panamakanal in den Pazifik.

Nach kurzer Pause auf den Marquesas ist er vor wenigen Tagen in Papeete angekommen, wo er Land und Leute, vor allem von vielen Landsleuten eingeladen und reich beschenkt wird. Chris ist der erste Pole, der eine Solo Weltumsegelung erfolgreich beendet hat … und mit Sicherheit bleibt er der einzige, der diese Reise im Laufe seines langen Lebens dreimal beenden wird, wenn er denn diese Reise unbeschadet zu Ende bringt …dann wird er vermutlich sogar einen Eintrag ins Guiness Book of Records erhalten.
Chris segelt ein enorm schnelles Schiff, ist allerdings ausgesprochen ruhig und ohne jedweden Druck unterwegs … er geniesst überall enorme Gastfreundschaft … noch ungewöhnlicher: die große Menge an Freunden und Bewunderern spendet auf sein Spendenkonto für den Erfolg seiner Reise, denn Chris ist ausgesprochen nur mit kleinem Budget unterwegs.

SV Polonez – Krzysztof Baranowski PL

SV Polonez – Krzysztof Baranowski PL

Honig für Peter

DIE MONETARISIERUNG DER BLAUWASSER BERATUNG

Hallo Peter, ich weiß nicht, wie ich Dich sonst kontaktieren kann, deswegen schreibe ich es öffentlich: schöne Seiten hast Du hier. Viel, viel Wissen und Erfahrung, leider nur schwer zugänglich durch eigenwillige Orthographie, verschwurbelten Satzbau und mir oft auf den ersten Blick nicht nachvollziehbare Gedankengänge.
Vielleicht finde ich Deine Seite aber auch gerade deswegen im Zeitalter rundgelutschten KI-Blablas als so wohltuend?
Danke, dass Du Deine Erfahrungen hier so bereitwillig teilst.
Liebe Grüße
Thomas

Monetarisierung

In den Highlands: Wo Rindviecher auf Roboter treffen

8. März 2026; Australien/Tasmanien/Bethume; Tag 28, Tageskilometer 55, gesamt 1.696 km

Wir fahren eine gute Stunde weiter und finden einen weiteren Stausee. Und einen weiteren kostenlosen Stellplatz. Auch dieser gehört zu „Hydro Tasmania“. Dieses ist der staatliche Energieversorger und einer der größten Land- und Wasserbesitzer Tasmaniens.
Hydro bewirtschaftet die Seen für Wasserkraft und stellt die Uferbereiche für die Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung – quasi als Gegenleistung dafür, dass sie die Natur für die Energiegewinnung nutzen. Ein moderner Ablasshandel für die Energiegewinnung: Solange ihr euren Müll mitnehmt, haben wir einen Deal mit euch.

Der Blick aus der Camper-Tür. Der nächste Ort ist acht Kilometer entfernt. Ein netter Platz mit zwanzig Mitcampern auf trockener Wiese.

Dass es sich um einen Stausee handelt, ist nicht mehr zu erkennen. Malerisch liegt dieser eingebettet in die hügelige Landschaft der Highlands. Die Waldgebiete liegen hinter uns. Viehwirtschaft dominiert. Früher hauptsächlich Schafe, heutzutage Black-Angus-Rinder. Diese stehen fotogen in der Landschaft und ahnen nichts von ihrer Zukunft: zartschmelzendes Fleisch auf tasmanischen Grills.

Wir sind keine zwei Autostunden von Hobart entfernt. Die Vögel über dem Camper sind Kakadus.

Angus – noch ahnungslos und glücklich drein schauend.

Die gesamte Region hat seit Jahrzehnten mit abnehmenden Niederschlägen zu tun. Abhilfe schaffen effiziente Beregnungsanlagen, die „Center-Pivot-Anlagen“. Das System besteht aus einem mobilen Rohrarm, der an einem festen Mittelpunkt verankert ist. Der Arm ruht auf fahrbaren Türmen mit Elektromotoren. Damit sich der Arm nicht verbiegt, steuert ein Computer die Geschwindigkeit jedes einzelnen Turms. Der äußerste Turm muss logischerweise viel schneller fahren als der innerste. Entlang des Rohrs hängen Sprinkler. Die Düsenöffnungen werden nach außen hin immer größer oder die Abstände geringer, weil die äußeren Düsen in derselben Zeit eine viel größere Fläche abdecken müssen als die inneren.

Hightech vom Feinsten. Es gibt gigantische Anlagen mit über 800 Metern Radius, die bis zu 200 Hektar mit einer einzigen Umdrehung abdecken. Eine Grenze setzt nur die Statik des Rohrarms. solche Anlagen gibt es schon Jahrzehnte, aber die neuen Generationen sind KI-gesteuert. Kontrolliert mit dem Smartphone vom Sofa aus.

Dies ist eine kleine Anlage.
Sie entscheidet basierend auf integrierten Wetterstationen in Echtzeit, ob sie die Geschwindigkeit drosselt oder erhöht. Wenn eine Gewitterfront aufzieht, stoppt das System automatisch, um Wasser zu sparen.

Die Highlands von Tasmanien.
Ohne Bewässerung ist das Gras im tasmanischen Sommer oft braun und im Wachstums-Stopp. Mit Bewässerung kann die Menge der Tiere pro Hektar locker verdoppelt oder sogar verdreifacht werden. Kostenpunkt einer kleinen Beregnungsanlage: 100.000 Euro.

Auch der Ackerbau in der Region wird ‚remote‘ kontrolliert. Selbstfahrende Trecker pflügen exakte Furchen in die Erde. Bis auf zwei, drei Zentimeter genau. Mit Drohnen werden die Felder überwacht. Sensoren messen die Photosynthese-Aktivitäten der Pflanzen.
Bauer Harms sieht auf einer digitalen Karte, welche Stellen auf dem Feld Stress haben (Wassermangel, Stickstoffmangel oder Schädlingsbefall). Dann kommt eine zweite Drohnengattung zum Einsatz: die Dünger- und Pestizid-Sprüher. Bis 50 Liter Flüssigkeit können diese Drohnen tragen und sprühen nur die Bereiche auf dem Acker, die es nötig haben.

Von dem digitalen Wettrüsten merken wir nicht viel. Es ist ländlich-idyllisch. Die Schafe grasen unbeeindruckt auf der Weide. Brombeerranken haben die Feldränder erobert. Innerhalb einer halben Stunde könnten wir zwei Kilo Früchte sammeln. Hagebutten zeigen erste rote Bäckchen. Beide Pflanzen gehören hier nicht her. Es sind echte Pestpflanzen, im 19. Jahrhundert von den Siedlern aus Europa mitgebracht worden.
Für uns wirken sie vertraut. Und plötzlich weht ein Hauch Dänemark über die Hightech-Felder der Highlands. Wir könnten auch auf Fünen sein, wäre da nicht das laute Kakadu-Geschrei.

Das Wetter droht seit zwei Tagen mit Regen – aber es bleibt trocken :-) Sehr lange Brücke mit nur einer Fahrbahn zum Campingplatz.

Diese Verkaufsanzeige sehen wir beim Ströpern durch die Feldmark.
25 Hektar Land, zum Teil mit Wein. Hübsches Haus mit sechs Zimmern und zwei Bädern. Das Haus ist von der Straße aus nicht zu sehen.
Zufällig finden wir ein paar Tage später in Hobart beim Immobilienmakler im Fenster dieses Angebot wieder: knapp 2,5 Millionen Euro.
Aber schon schön. Und Tasmanien kann auch grün sein. ;-)

Sollen wir das Prachtgrundstück kaufen oder doch lieber zum Schiff zurückkehren?

Campen am See

6. März 2026; Australien/Tasmanien/Tungatinah; Tag 26, Tageskilometer 134, gesamt 1.641 km

Wir verlassen Queenstown ostwärts. Die Straße windet sich von jetzt an in engen Kurven die Berge hinauf. Innerhalb weniger Kilometer schrauben wir uns 550 Meter hoch. 99 Kurven sollen es sein. Zunächst sind die Berge noch kahl. Ein Schaden des exzessiven Minenbaus in Queenstown. Zögerlich erobern sich robuste Akazien und Eukalypten den kargen Boden zurück. Es ist mehr struppiges Gebüsch als Wald.

Wilde, kurvige Strecke

Dann erreichen wir „kühlen Regenwald“. Kein Tropen-Dschungel, sondern ein verwunschener Nebelwald. Alles – wirklich alles – ist von einer dicken, weichen Schicht aus smaragdgrünem Moos überzogen. Es dämpft jedes Geräusch, sodass im Wald eine ehrfürchtige Stille herrscht. Mächtige Baumfarne recken ihre Wedel wie grüne Sonnenschirme in die Höhe.

Moos – Tonnen an Moos

Zum Ende der Strecke wird der Wald offener. Der feuchte Regenwald weicht trockenem Eukalyptuswald. Hier dominieren riesige „Gum Trees“ (Eukalyptus auf Australisch). Deren Rinde hängt in langen Streifen herab. Am Boden wächst Knopfgras, das in den sumpfigen Hochebenen riesige Flächen bildet.

Der Wald öffnet sich zu einer wunderschönen Landschaft.

Warum heißt das Knopfgras Knopfgras? ;-)

Eine bezaubernd schöne Strecke. Hier ist Tasmanien nur 250 Kilometer breit und trotzdem fahren wir auf 130 Kilometern durch keinen einzigen Ort. Das muss man auch erst einmal schaffen.

Wir wählen einen Campingplatz an der Tungatinah Lagoon ohne Infrastruktur – außer einem Plumpsklo. Eine ausgezeichnete Entscheidung. Ein Stellplatz direkt am See. Diese „Lagoon“ gehört zu einem komplexen System aus Kanälen, Stauseen und Rohrleitungen. Für ein Wasserkraftwerk, bereits in den 50er Jahren angelegt. Die Natur hat sich die Lagune längst zu Eigen gemacht. Forellen schwimmen im See und Wombats wohnen am Ufer.

Der Blick aus dem Auto. Unser Nachbar hat ein Boot dabei und fährt direkt ans Ufer. Typisch Australien.

Wir stehen auf 650 Metern. Es wird abends schnell kühl. Unser feines Auto hat einen Heizlüfter und eine Gasheizung. Auf Campingplätzen mit Stromanschluss haben wir bisher nur den Heizlüfter benutzt. Der ist schnell in Betrieb genommen und keiner muss morgens aus dem warmen Bett in die Kälte, um das Gas anzudrehen.
In Tungatinah testen wir das erste Mal die Gasheizung. Fein. Fein. Der Thermostat funktioniert tadellos und der kleine Innenraum verwandelt sich schnell in eine warme Höhle.

Mit glänzenden Augen schauen wir trotzdem auf die sicher aufgeschichtete Feuerstelle neben unserem Stellplatz. Darf man oder darf man nicht um diese Jahreszeit kokeln? Geldstrafen starten bei 3.000 Euro und die größte Belohnung sind 12 Monate Gefängnis.
Wir befragen das Internet und unseren angelnden Camping-Nachbarn. Beide geben „Feuer frei“.

Die Umgebung vom Seeufer ist abgegrast. Außer kleinen Stöckern ist hier nicht viel zu finden. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang und kommen mit genug Beute für einen netten Abend zurück. Am meisten Spaß machen die abgefallenen Rindenstreifen der „Gum-Trees“. Helles Schlohfeuer vom Feinsten. Perfekt für kleine Feuerteufel.

Nachmittags gehen wir sammeln. Leider keine Wombats zu sehen und auch keine Schlangen. Dabei sind die Bedingungen perfekt.

Jeder Knüppel zählt!

Unsere Beute, sauber sortiert …

Noch eine Werbefoto für Autorent. Ein so tolles Auto.

Erst wollte Achim nicht. Das Ergebnis sieht man. :-)

 

Internet Talk

In Tungatinah (und bereits einigen anderen Standorten) haben wir keinen Internetempfang. Kein Problem! Wir haben ja unsere Starlink-Mini mit nach Australien genommen. :mrgreen:
Die passt gerade in Achims Handgepäck-Rucksack. Und mit einem guten Kilo ist sie auch noch schlepp-tauglich.

Unseren Vertrag hätten wir für einen Monat sowieso nicht gekündigt, da Starlink in Neukaledonien eigentlich gar nicht zur Verfügung steht. Wir hätten viel zu viel Angst gehabt, dass wir den Vertrag nicht wieder aktiviert bekommen.
Da kam uns die Idee: Wenn wir sowieso schon bezahlen, dann können wir den Starlink auch mitnehmen. Und es spart uns, eine lokale SIM-Karte kaufen zu
müssen. ***
Voilà! Es funktioniert perfekt. Eine ziemlich coole Erfindung, der Starlink.

Der Starlink auf dem Schrank – Empfang durchs Dach der Wohn-Shell kein Problem. Der Monitor auf der Ablage ist ein Fernseher. Er hat keinen Empfang, macht nichts, den brauchen wir absolut gar nicht.

 

*** Dass wir trotzdem eine SIM-Karte kaufen mussten, ist eine andere Geschichte. Es liegt an der australischen Liebe zum Telefonieren. In ländlichen Gebieten nutzen die Aussies und Tasmanier das Handy überdurchschnittlich oft für echte Anrufe. Angeblich fast zu 99 %. Wenn man sich selten sieht, wird am Telefon ausgiebig gequatscht.
Und somit brauchten wir eine australische Telefonnummer zum Reservieren von Campingplätzen und für andere Auskünfte. Online-Buchungssysteme sind häufig schlecht gepflegt und fehlerhaft.

Der leere Westen

05.-06. März 2026; Australien/Tasmanien/Queenstown; Tag 25-26, Tageskilometer 131, gesamt 1.407 km

Tassie hat die Form eines recht gleichmäßigen Dreiecks. Teil man die Insel in der Mitte, dann wohnen im Westen weniger als fünf Prozent der Tasmanier. Krass.
Wir verlassen unseren wilden Campingplatz und kommen durch Zeehan.

Geteiltes Tasmanien. Stanham und Queenstown erfahren immerhin noch eine Erwähnung auf der Karte. Das sind nicht mal Kleinstädte.Der Rest ist Nationalpark oder Schutzgebiet. Und Holzwirtschaft.

In seiner Blütezeit war Zeehan so reich durch Silber- und Bleifunde, dass es einen fast absurden Luxus bot. Es gab über 20 Hotels und eine prächtige Oper, das Gaiety Theatre. Man erzählte sich, dass die Bergleute so viel Geld hatten, dass sie Champagner aus Eimern tranken und die Schauspielerinnen mit Silbermünzen bewarfen, wenn ihnen der Auftritt gefiel.
Über 20.000 Menschen wohnten hier, jetzt sind es keine tausend. Der Verfall der Stadt ist an jeder Ecke zu sehen. Tourismus auf kleiner Flamme, ein paar Mountain-Bike-Strecken werden beworben.

Ein paar hübsche Details sind noch erhalten in Zeehan – das meiste sieht vergammelt aus.

Fast alle alten Häuser stehen leer.

Unser nächster Stopp liegt wieder am Wasser: Strahan. Keine Minenstadt, sondern das einstige Sägewerk-Zentrum von Tasmanien. Die begehrte Huon Kiefer wurde hier verarbeitet. Sie wächst extrem langsam (oft nur 1 mm pro Jahr) und kann über 3.000 Jahre alt werden. Das Holz enthält so viel Methyl-Eugenol, dass es fäulnisresistent ist. Es riecht herrlich und ist für den Schiffbau perfekt. Die Mühlen in Strahan verarbeiteten dieses Holz im Akkord, um Schiffe für das gesamte Britische Empire zu bauen.

Der Hafen von Stranhan. Witziger Weise haben wir hier die Teilnehmer der ‚Rund Tasmanien Rally‘ wieder getroffen. Einige Boote waren eine Woche in Stanley an der Nut gefangen.

Heute profitiert die Stadt von ihrem idyllischen Hafen und der Tatsache, dass die ‚Coast Wilderness Railway‘ hier ihre Endstation hat. Die Bahn wurde nicht gebaut, um Touristen die schöne Aussicht zu zeigen. Sie war eine reine Kupfer-Autobahn, um das Metall aus Queenstown verschiffbar zu machen. Da es keine Straßen gab und der Fluss zu wild war, blieb nur die Schiene. Die Arbeiter mussten sich mit Äxten und Schaufeln durch einen der dichtesten Dschungel der Welt graben.

Das Foto ist während des Baus entstanden. 1899.
Die Herren im Anzug wollten den Erfolg dokumentieren, und die Arbeiter wurden oft als Zeichen der „Bezwingung der Natur“ mit ins Bild genommen. Dass sie auf einer Brückenkonstruktion stehen, sollte die technische Meisterschaft unterstreichen – man blickte buchstäblich auf die Wildnis herab, die man gerade besiegt hatte. [Abfotografiert im Bahnhof von Queenstown]

Die Strecke zwischen Strahan und Queenstown ist so steil, dass normale Lokomotiven einfach abrutschen würden. Man importierte das Abt-Zahnstangensystem aus der Schweiz. Zwischen den Schienen liegt eine gezackte Stange. Die Lokomotive hat ein drittes Zahnrad unter dem Kessel, das sich dort einhakt. So „klettert“ der Zug den Berg hoch. Es war die erste Bahn dieser Art in Australien und ist heute eine der wenigen weltweit, die noch mit den Original-Dampflokomotiven aus den 1890ern betrieben wird.

Zu sehen bekommen wir die Bahn in Queenstown. Hier quartieren wir uns zwei Nächte ein und unternehmen ein paar Streifzüge durch den Ort. Die Bahn ist die Hauptattraktion. Selbst wenn wir mit ihr fahren wollten: „Ausgebucht bis Ende März.“

Queenstwon – in einem schmalen Tal gelegen.

Mitten im Ort – prominent der Bahnhof für den Zug.

Zu unserer Enttäuschung kommt die Lok rückwärts nach Queenstown eingedampft. Das sieht uncool aus.

Es gibt eine Drehscheibe hinter dem Bahnhof. Die wird aber nicht genutzt.

Vielleicht schaut der Heizer deswegen auch so verzweifelt, weil er weiß, dass er gleich wieder aus dem Bahnhof fährt, die Lok abkoppeln, Weichen stellen und alles wieder zusammenfügen muss.

Hochglanzpolierte Waggons. Drei Stunden mit dem Zug kosten 100,00 Euro.

Werbefoto für die Zugfahrt – schade dass keiner der Fahrgäste das so sieht. [abfotografiert im Bahnhof von Queenstown]

Unsere Nachbarn vom Campingplatz.

Campingplatz: 33,00 Euro

Camp Kitchen Talk

Da unser kleines Wohnmobil kein Raumwunder ist, kochen wir, wenn möglich, in den Camp-Küchen. Das ist meistens sehr brauchbar. Je mehr Dauergäste und Wiederholer ein Platz hat, desto besser die Küchen. Dann gibt es auch oft die Gelegenheit für ein Schwätzchen. Vor ein paar Tagen wurden wir sogar eingeladen, unbedingt in Horbart vor unserem Abflug bei unseren Tischnachbarn vorbeizuschauen. Sehr angenehm.

Kommen viele Touristen, sprich viel Durchgangsverkehr, ändert sich häufig das Bild. Benehmen ist Glücksache. Gäste sitzen mit dem Hintern und barfuß auf dem Esstisch und kochen ein Süppchen auf ihrem eigenen Kocher. Wer das macht, wischt auch mit dem Lappen in der Spüle den Fußboden (selber gesehen!). Augen auf beim Lappengebrauch. :mrgreen:

Und manchmal schämen sich auch die Camp-Betreiber nicht. ein Dreckloch als Küche anzubieten. So in Queenstown. Bäh. Dann kochen wir in unserer Puppenstube.

Bähhh – der Preis für eine Übernachtung sagt nichts aus über die Qualität. Dieser Platz kostet 33,00 Euro.

 

Tarkine – Albtraumstrecke für Autovermieter

4. März 2026; Australien/Tasmanien/Tarkine/Granville Harbour; Tag 24, Tageskilometer 141, gesamt 1.376 km

Hinter dem letzten Haus von Arthur River hört alles auf, was man Straße nennt: Asphalt, Verkehr, Orte. Auf der Piste durch die ‚Tarkine‘ fährt man automatisch langsamer, selbst wenn man gar nicht müsste. Links Regenwald, rechts Regenwald. Mächtige Scheinbuchen und Huon-Kiefern. Überzogen mit Moos und Flechten. Dazwischen offene Buttongrass-Flächen. Die sehen aus, als hätte jemand eine grün-goldene Steppe in den Wald gemalt. Die Tarkine ist der größte zusammenhängende Regenwald in Australien. Ein Naturerbe vom Ur-Kontinent Gondwana.

Der Blick auf die Landschaft ist phantastisch.

 

Enge Straßen – macht nichts, es kommen uns in Summe nur drei Autos entgegen.

Vor 13 Monaten hat es leider großflächig gebrannt – ein neuer Austrieb von knapp 50 Zentimetern ist schon zu sehen.
Die Brände wurden durch Trockengewitter (Blitzeinschläge) ausgelöst und durch eine extreme Hitzewelle und Trockenheit im Januar und Februar 2025 angefacht. Besonders kritisch war, dass das Feuer bis auf wenige Meter an uralte Huon-Pine-Bestände herankam, die teilweise über 3.000 Jahre alt sind.

Für unsere Geduld zwei Nächte in Arthur River ausgeharrt zu haben, bekommen wir fetten Lohn. Die Sonne strahlt vom Himmel. Das macht die Fahrt einfacher. Vor uns liegen über einhundert Kilometer Schotterstraße. ‚Maps.me‘ sagt, wir sollen vier Stunden planen. Ein Schild am Straßenrand behauptet: Eine Stunde und 55 Minuten. Wir rätseln über die 55 Minuten. Wird das Schild jedes Mal ausgetauscht, wenn jemand einen neuen Rekord gefahren hat?
Am Ende brauchen wir gute drei Stunden.

Ich hatte uns diese Strecke vom Autovermieter extra genehmigen lassen. Nach den drei Stunden wundern wir uns, dass wir die Erlaubnis bekommen haben. Viele Schlaglöcher und einige heftige Steigungen überraschen uns. Es ist nicht so, dass unser Vehikel das nicht schaffen könnte. Aber die Schüttelei hält zehnfach aufs Material, wie wir leidvoll im großen Australien selber feststellen durften. Außerdem sind die Reifen am Mietauto keine echten Offroader. Ihnen fehlt ‚more aggressive‘.

Es wird bergiger.

Die vier Spanner, die unsere Wohnkabine auf dem Auto-Chassis halten, haben sich los gejackelt.
Mit dem Leatherman kann Achim Schlimmeres verhindern. Splinte fehlen. Bei zwei Spannern sind nur ein paar Gewindegänge genutzt.
Vielleicht sollte da mal ein Rigger oder Bootsbesitzer drauf schauen. ;-)

Wir erreichen Corinna am Pieman River gelegen. Die einzige Siedlung auf der Strecke.
Corinna wurde im Jahr 1881 gegründet, nachdem in der Region Gold entdeckt worden war. In seiner Blütezeit war es eine Pionierstadt mit über 2.500 Einwohnern. Es gab zwei Hotels, mehrere Läden, ein Postamt, eine Schule und sogar eine eigene Zeitung.

Da es damals keine Straßen in diesen Teil der Westküste gab, war Corinna der wichtigste Versorgungshafen für Minenarbeiter. Schiffe fuhren vom Meer kommend die Mündung des Pieman River hinauf, um Vorräte zu bringen und Erz abzutransportieren. Der Goldrausch hielt nicht lange an. Anfang des 20. Jahrhunderts war Corinna fast vollständig verlassen und verfiel zur Geisterstadt.
Heute ist Corinna ein geschütztes historisches Juwel: Einige der ursprünglichen Holzgebäude wurden restauriert oder im passenden Stil wiederaufgebaut. Man hat die Möglichkeit, im Urwald zu übernachten. Das würden wir gerne, aber der Zeltplatz (nur zehn Plätze) ist ausgebucht bis Ende März.

Eines der Resthäuser. Heute Eco Lodge. Ausgebucht auf Wochen.

Wir lassen uns in Corinna von der ‚Ein-Auto-zur-Zeit-Fähre‘ auf die andere Flussseite übersetzen. Die Fähre ist an dicken Stahlseilen geführt, die über den Pieman River gespannt sind. Ein alter Dieselmotor treibt die Fähre an. Früher musste man sich per Hand selber rüber ziehen.

Auf Knopfdruck kommt der Fährmann. Kostenpunkt stolze 18,00 Euro.

Wir fahren noch dreißig Kilometer weiter nach Granville Harbour. Eine kleine Gemeinde, vielleicht zwanzig Häuser, keine Geschäfte, keine Kneipe. Wir schauen uns den dazugehörigen Campingplatz direkt am Wasser an.
Liebe auf den ersten Blick. Der Weg zum Campingplatz ist sehr schlecht. Aber hier wollen wir unbedingt bleiben! Wir suchen uns einen Stellplatz noch vor dem eigentlichen Campingplatz. Es sind noch zweihundert Meter. Wir verzichten auf die Holperpiste. Unser Vermieter soll doch keinen Herzinfarkt erleiden, falls er in seinem Büro auf den Tracker schaut, wo sich sein Fahrzeug gerade befindet. :mrgreen:

Fast leer Platz – nur zwei weitere Camper stehen mit uns am Wasser.

Diese Strecke wollen wir dem Leihwagen nicht antun.

Ich mache noch ein paar Werbefotos für den Vermieter. Damit der weiß, wo sein Auto überall stehen kann.

Leise ist der Platz nicht – die Brandung tobt.

Wir schätzen drei Meter.

Neben der Bootrampe dieses Schild. Ungefährlich ist der „Hafen“ nicht. Die Wellen dürften hier 360 Tage im Jahr rollen.

Der Abend endet toll. Vor uns der Sonnenuntergang. Hinter uns ein paar Stunden später eine (fast) totale Mondfinsternis. Zu sehen im Osten Australiens diese Nacht.

Der Platz ist kostenlos. Es gibt eine Toilette und hinter den Dünen liegt ein weitverzweigter Off-Road-Spielplatz für Quads und andere 4×4-Fahrzeuge. Morgens kommt eine nette Dame mit einem Quad und reinigt die Toilette.
Warum die kleine Gemeinde Granville Harbour den Platz und die Rennpiste kostenlos zur Verfügung stellt? Sie könnten doch wenigsten 20 Dollar in einer Ehlichkeits-Box sammeln.
Wir haben keine Idee. Vielleicht um sichtbar zu bleiben/zu werden? Damit die Infrastruktur dort erhalten bleibt, wie Müllabfuhr und Handymast?

Wer dort durch ihre Dünen pflügt, ist den Anwohnern nicht ganz egal. Das Fahrzeug muss eine Straßenzulassung haben und der Fahrer einen Führerschein besitzen. Die bereits angelegten Tracks dürfen nicht verlassen werden. Und ganz wichtig – wir zählen drei Schilder: „Bitte fahrt unsere Kinder nicht tot.“

Eine nicht zu viel verlangte Bitte der Granville Harbour Bewohner.

Die brüllenden Vierziger: Einmal Sandstrahlen bitte!

01.-02. März 2026; Australien/Tasmanien/Arthur River; Tag 22-23, Tageskilometer 99, gesamt 1.235 km

Wir stehen an der Mündung des Arthur River. Auf 41° Süd. Am offiziellen „The Edge oft he World“. Wenn man hier nach Westen schaut, kommt erst mal … gar nichts. Dann, nach 15.000 Kilometern, kommt Argentinien. Es gibt auf diesem Breitengrad nichts dazwischen. Kein Inselchen, kein Felsen, kein Sandkorn.

Die Luft, die hier beständig aus Westen kommt, ist so rein, dass man sie ein paar Kilometer weiter in Flaschen abfüllt. Als Referenzluft für Labore. Sozusagen die ‚Nullmessung‘ der globalen Atmosphäre.
Forscher füllen die Luft in versiegelte Glasflaschen.
Diese werden im sogenannten „Air Archive“ gelagert.
Damit kann man später historische CO₂-Konzentrationen vergleichen. Methan, Ozon und Aerosole messen und
langfristige Veränderungen der Atmosphäre analysieren

Außerdem wird die Luft (hauptsächlich) nach Asien exportiert. In Metropolen mit hoher Luftverschmutzung wie Peking oder Shanghai. Dort wird die „Tasmanian Air“ als Luxusartikel verkauft. Eine Dose enthält etwa 130 bis 140 tiefe Atemzüge.

Die brüllenden Vierziger heißen nicht umsonst so. Wind von 8 bis 9 Stärken sind auch im Sommer an Tasmaniens Westküste keine Ausnahme. Eine übliche Brandung von drei Metern knallt an die ‚Kante der Welt‘.

Wir sind vorbereitet für die Schlacht der Westwinde. In Regenjacken und Mütze gehüllt, stellen wir uns den „Brüllenden Vierziger“. Und dann passiert‘s: Uns bläst eine steife Brise aus Osten in den Nacken. Den Wind haben wir von der Nuss aus Stanley mitgebracht und er hat noch eine Schippe draufgelegt. 45er Böen, manchmal vielleicht sogar noch mehr.

Die südliche Seite vom Arthur River ist steinig Die Brandung wird platt gedrückt vom Wind.

Das Nordufer hat weitläufigen Strand.

Da fliegt einem die Mütze vom Kopf. Etwas später habe ich die Kapuze über die Mütze gezogen. Der Wind hat es geschafft, mir unbemerkt die Mütze unter der Kapuze vom Kopf zu ziehen. Die ist dem Meer übergeben.

Es ist nicht wirklich kalt, wir halten noch an kurzer Hose fest.

Die Szenerie ist absolut wild. Der Strand sieht aus wie ein Mikado-Spiel für Riesen. Überall liegen massive, silbrig gebleichte Baumstämme herum, die der Ozean ausgespuckt hat. Es ist Ebbe. Am Flussufer schaffen wir es, zum Meer zu gelangen.
Aber was ist mit den Wellen? Der ablandige Wind drückt gegen die Brecher und zieht die Wellen regelrecht glatt. Gleichzeitig fliegt der Sand waagerecht über den Strand. Sandstrahlt uns die Beine. Wenn uns heftige Böen erreichen, ist es kaum auszuhalten.
Wir genießen es trotzdem (oder gerade deswegen) – schließlich ist es die sauberste Ost-Brise, die wir je erleben werden.

Wind gegen Welle.

Der fliegende Wind sandstrahlt uns die Beine.

Selbst der Arthur River sieht wild aus.

Zwei Tage keine Touren wegen Ostwind.

Die Nacht verbringen wir auf einem schlichten Campingplatz. Viele Leute kommen hier nicht her.                In Arthur River wohnen 32 Leute. Durchschnittsalter 51. Die Menschen, die hier leben, schätzen offensichtlich die Ruhe und haben vermutlich ein dickes Fell und gute Windjacken.

In der Nacht schläft der Wind ein. Vormittags regnet es. Das sitzen wir im Camper aus. Diesmal mit Salted-Caramel-Küchelchen. Wie versprochen (auf den australischen Wetterbericht ist echt Verlass), ist es trocken am Nachmittag. Wir gehen noch einmal zur Mündung des Arthur Rivers. Ordnungsgemäß kommt der Wind jetzt aus Westen. Die Rückfront vom Sturmtief hat uns erreicht. Jetzt darf sie auch wieder in Flaschen abgefüllt werden. :mrgreen:

Am nächsten Nachmittag kommt der Wind wieder ordnungsgemäß aus Westen und etwas schwächer. Die Masse ein Treibhokz ist beeindruckend. Und schön zu sehen, kein Platikmüll dazwischen.

Uns gefällt es riesig.

Eine Tafel mit Gedicht an ‚The Edge of the World‘:
„I cast my gaze toward the west
Across the lonely sea
No island, no land is there
To provide a sanctuary
Only the rolling surf
In its wild and restless play
Until it strikes the shores
Of Argentina, far away.“
Brian Bremner

– Campingplatz 18,00 Euro mit Strom und Dusche

Reve d‘Antilles – Finot – Stahlbau – for sale € 12.500.–

Baujahr 1974, 10,80 x 3,20 x 1,60 m Ruder am Skeg
40 PS Yanmar von 2010, starre Welle, ca 2.700 HRS
Dinghi 2,60, Outboard Mercury 3.3 HP
Stormsail, Spinaker
Epirb, Simrad AP,
Windpilot Pacific ( recently new € 4.900.– )
Anchor 70 chain
second anchor aft, Seeanchor
Raymarin instrument speed and depth, Radar
VHF portable
Gas cooker 2 bottles
AIS System
Electric heater front
Berth: Marina Alcaideca in La Linea de la Conception Spanien
Verkauf über den Eigner.
Franz-Josef GLAS,
+49 151 720 13581.
[email protected]

Die Reve d´Antilles wurde von der GROUPE FINO entwickelt, sie wurde in großer Stückzahl professionell von Werften gebaut und sodann vielfach von den Eignern in Eigenarbeit fertiggestellt. Unzählige Reisen wurden erfolgreich absolviert. Die Leukothea hat gerade eine 2 jährige Reise beendet und liegt klar zur nächsten Reise in Marina Alcaideca in La Linea de la Conception Spanien in südlicher Sonne. Ein Schiff mit solider Substanz, starker Maschine ohne Wartungsstau und solide ausgerüstet mit allen wichtigen Sicheerheitsausrüstungen sowie neuwertiger Windpilot Anlage.

Stanley und seine windige Nuss

26.-28. Februar 2026; Australien/Tasmanien/Stanley; Tag 19-21, Tageskilometer 91, gesamt 1.136 km

Wir kehren aus den Bergen wieder an die Küste zurück. Landen weit im Nordwesten, in Stanley. Der Norden ist geprägt von Land- und Viehwirtschaft. Rollende Hügel, weizengelb. Schon herbstlich. Es hat zu wenig geregnet in diesem Sommer. Hübsch anzusehen. Immer wieder kommt uns die Landschaft Neuseelands in den Sinn.

Hügel an Hügel reiht sich im Norden aneinander .Viele Weiden werden bewässert, um die Rindviecher und Schafe bei Laune und in Form zu halten.

Typischer Blick mit Landwirtschaft. Allerdings stehen knapp 50 Prozent der Fläche Tasmaniens unter Naturschutz.

Wer erkennt, was hier wächst? Schlafmohn! Vergiss Afgahansitan. Tasmanien ist der größte (legale) Lieferant von Opium für pharmazeutische Zwecke. Die Bedingungen sind hier optimal.
Die Felder mit Warnschildern versehen und Stacheldraht gesichert. Aber nicht wirklich einbruchsicher.

Das gute Wetter der letzten Tage hat sich verabschiedet. Es ist bewölkt und vor allem windig, extrem windig. Orkanböen sind vorhergesagt.
Stanley liegt am Fuße des ‚The Nut‘. Das ist ein ehemaliger Vulkanschlot, in Jahrmillionen zu einem klassischen Tafelberg verwittert, der nun wie ein gestrandeter Wal am Strand liegt.

The Nut. Man hat versucht, Felsen vom Klotz zu sprengen. Vergeblich. „Hart wie eine Nuss“, war der Kommentar der Arbeiter. Daher stammt der Name.

Es gibt einen steilen Pfad, der auf den Gipfel des ‚The Nut‘ führt. Dieser Pfad hat es in sich. Ein Schild warnt: „Warum willst du zu Fuß gehen, wenn es einen Sessellift gibt?“ Wir ignorieren das: „Warum willst du mit dem Sessellift fahren, wenn du 13,00 Euro pro Person sparen kannst?“ :mrgreen:

Die Strecke ist kurz. Nur 430 Meter. Aber Freunde der Sonne, sie hat es in sich. Mit Steigungen von 45 Grad ist der Beiname ‚Höllenpfad‘ gerechtfertigt.

430 Meter Steigung für 150 Höhenmeter … puh!

Sessellift – in 3 Minuten oben.

Auf dem Plateau bringen uns einzelne Böen ins Straucheln. Fast können wir uns in den Wind legen. Ein pustiges Vergnügen mit grandioser Aussicht.

Die Brandung mal bei ablaufendem Wasser ein schönes Muster. Drei Meter Tidenhub im Durchschnitt.

Ein winziger Fischereihafen am Fuß der Nuss.

Am Ende vom zweiten Strand liegt der Friedhof.

Penibel gucken alle Gräber auf die See.

Im Windschatten kann man es aushalten auf ‚The Nut‘

 

Stanley ist ein hübscher Ort. Ein typisches britisches Dorf des 19. Jahrhunderts. Tatsächlich wurden etliche der Häuser als Fertighäuser von England aus nach Tasmanien verschickt, weil es zu der Zeit noch wenige verlässliche Handwerker auf der Insel gab.

Stanley sieht so perfekt aus, dass Hollywood anklopfte. 2014 wurde hier der Film „The Light Between Oceans“ gedreht. Viele Bewohner wurden als Komparsen engagiert. Die Filmcrew musste kaum Kulissen bauen, weil die historischen Cottages so gut erhalten sind. Viele Einwohner behielten ihre „Film-Outfits“ noch Wochen nach dem Dreh an, weil sie fanden, dass der 20er-Jahre-Look eigentlich ganz gut zum Ort passt.

Die ideale Filmkulisse. Für die Dreharbeiten wurden die Bordsteinkanten mit Sand verschüttet.

Die Häuser stammen aus den 1830er bis 1890er Jahren.

Ein Cottage ist schöner als das andere.

Auf dem Campingplatz, der direkt an der langen Bucht liegt, kommen abends die Pinguine an Land gehüpft. Sie haben ihre Höhlen unter den Cabins vom Campingplatz. Das hätten wir also einfacher haben können. ;-)
Weil der Wind so stark ist, macht die Brandung einen enormen Lärm, aber das I-Ah der Pinguine ist trotzdem zu hören. Das sind echte Krachmacher.

Draußen steht der Schwell. Ein knappes Dutzend Langusten- und Austernfischer haben in dem kleinen Hafenbecken von Stanley Platz. Zurzeit pausiert dort eine Rally ‚Rund Tasmanien‘. Gefangen bei steifem Nord-Ostwind.

Die Langustenkörbe sind noch aus Holz geflochten.

Ein halbes Dutzend Austern für mich. Achim mag nicht. Köstliche frische Dinger. Aber wo ist der Champagner?

Die Suppenkasper

DIE ALLES BESSER WISSER

Die Suppenkasper

Cradle Mountain: Teufel, Moor und “Year-Year“-Mädchen

22.-25. Februar 2026; Australien/Tasmanien/Cradle Mountain; Tag 15-18, Tageskilometer 91, gesamt 949 km

Wir wechseln von der Küste in die Berge. Wie vorher gesagt, gießt es wie aus Eimern an unserem Ankunftsnachmittag. Das sitzen wir mit Heizlüfter und Himbeer-Muffins locker in unserem Camper aus. Unser Vertrauen in den Wetterbericht wird belohnt: Am nächsten Morgen strahlt die Sonne vom blauen Himmel.

Wettervorhersage nach dem Regen. Die gefühlten Temperaturen waren zum Glück nicht so niedrig. Gute Decken im Auto und ein Heizlüfter haben uns gerettet.

Wir stehen im Cradle-Mountain-Nationalpark auf 900 Metern. Einem Touristen-Liebling. Trotzdem haben wir problemlos für drei Nächte einen Platz reservieren können. Das Informationszentrum und die Busse in den Park liegen nur 700 Meter vom Campingplatz entfernt. Das Bus-Ticket von 9,00 Euro ist nicht in unserem Parkpass enthalten. Es gilt allerdings für drei Tage, somit ist der Preis total okay.
Vor über 20 Jahren wurde ein Shuttle-Bus eingeführt, da die schmale Straße in den Nationalpark den zunehmenden Besuchermengen nicht mehr gewachsen war.
Ein tolles System. Auf der zehn Kilometer langen Strecke gibt es vier Möglichkeiten, um auszusteigen. Separate Wanderwege verbinden die Stationen. Man kann auf und abspringen nach eigenem Belieben. Alle fünf bis zehn Minuten kommt ein Bus.

Am ersten Tag wandern wir ein paar „Schnupperwege“ an der Talstation und laufen von Station drei einen der Bordwalks. Es ist phantastisch. Eine urwüchsige Landschaft. Im Hintergrund zeigen sich schon mal schüchtern der Cradle Mountain. Kaum jemand, der uns begegnet. Außer Wallabies und herzigen Mini-Beutler: ein paar Pademelons.
Wir sind begeistert und verlängern um eine Nacht.

Endlich ein Pademelon, was nicht sofort abhaut. Diese kleinen Kängurus sind grade groß wie eine dicke Katze.

Cradle Mountain im Hintergrund – die grüne Wiese besteht aus Farn.

Die Gräser wirken wie hingetupft – wie bei einer Modeleisenbahn-Landschaft.

 

Am nächsten Tag fahren wir bis zur Endstation. Die Kulisse ist der Hammer. Mutter Natur hat aus den Vollen geschöpft. Wunderschön angelegt.
Die Wanderung um den See ist Pflichtprogramm. Gehört dazu. Klar. Der Weg ist schmal und führt durch wechselnden Bewuchs. Mal offene Landschaft, mal Wald, mal Nadelholz, dann wieder Eukalyptus. Schön. Sehr schön.

Kaiserwetter für drei Tage. Ein seltenes Ereignis in den Bergen. Es überwiegt Regenwetter.

Der Weg um den See ist schmal – es ist nicht möglich nebeneinander zu laufen.

Cradle Mountain

Die Wanderung kann trotzdem nur drei von fünf Sternen bekommen: Man soll im Uhrzeigersinn laufen. Die zehn Prozent, die das nicht lesen können, kommen uns entgegen. Kurzer Blick. Selbsterkenntnis. Sie machen verlegen Platz. Oder auch nicht verlegen, sondern dümmlich grinsend. An Spitzentagen laufen bis zu 1.500 Leute um den See. :roll:
Wir haben hinter uns zwei junge Frauen, Schnatterlinchen und ihre beste Freundin. Die Freundin läuft hinten und gibt alle zehn Sekunden ein „year“ von sich, um zu zeigen, dass sie noch zuhört. Wir lassen die beiden mehrfach überholen. Müssen aber wieder an ihnen vorbei, weil sie Selfies, ein Picknick oder einen Kleiderwechsel vornehmen. Sie rücken dann von hinten wieder auf … „year, year“.

Deswegen wechseln wir an Tag drei wieder auf die Bordwalks zurück. Fünf von fünf Sternen. Ruhe, noch mehr Tiere. Moorlandschaft. Unwirklich schön. Viele Kilometer und nur zwei Dutzend Leute unterwegs. Die Bordwalks sind der Geheimtipp in Cradle Mountain.

Echidnas (Ameisenigel) sind zusammen mit dem Schnabeltier die einzigen Säugetiere der Welt, die Eier legen statt lebenden Nachwuchs zu gebären.

Sie sind recht scheu. Drehen einem sofort den Rücken zu und tun so, als könne man sie nicht mehr sehen.

Abwechslungsreiche Landschaft

Heide, Moor, Farne, Moose, Gräser.

Hier nur Farn.

Womats sind nachtaktiv. Manchmal scheint eins keinen Schlaf zu finden. Dann strolchen sie auch tagsüber auf den Wiesen umher.

Parallel zur Straße gibt es endlose Wanderwege – alle auf Holzwegen plus Karnickeldraht als Antirutsch.

Die Holzwege sind total sinnvoll – im Grunde läuft man durch Moorlandschaft

Teuflische Begegnung

Im Park befindet sich eine Tierschutz-Einrichtung für den Tasmanischen Teufel. Die armen Tiere leiden unter einer ungewöhnlichen und aggressiven Krankheit: Der „Devil Facial Tumour Disease“.
DFTD ist ein übertragbarer Krebs. Das ist extrem selten in der Natur. Bei den Teufeln verhalten sich die Krebszellen wie ein Parasit oder ein Virus. Die Krankheit wird durch Bisse übertragen. Da Tasmanische Teufel beim Fressen oder bei der Paarung sehr aggressiv sind und sich gegenseitig oft ins Gesicht beißen, gelangen die Krebszellen direkt in die Wunden des anderen Tieres.
Es bilden sich Tumore im Gesicht, am Kiefer und im Maul. Diese wachsen so schnell, dass die Tiere irgendwann nicht mehr fressen oder trinken können und qualvoll verhungern. Die Krankheit ist zu 100 % tödlich. Seit ihrem ersten Auftreten im Jahr 1996 ist die Population der wildlebenden Teufel um schätzungsweise 80 % bis 90 % zurückgegangen.

Ein großes Problem ist die geringe genetische Vielfalt der Teufel. Ihr Immunsystem erkennt die fremden Krebszellen nicht als „fremd“ an und bekämpft sie daher nicht.

Die ‚Devils@Cradle Sanctuary‘ im Park züchtet gesunde Teufel, die genetisch so vielfältig wie möglich sind. Falls die wilden Teufel aussterben sollten, dienen diese Tiere als „Backup“, um die Art später wieder auswildern zu können. Die Sanctuary kümmert sich um verwaiste oder verletzte Tiere. Wenn eine Teufelsmutter überfahren wird (leider ein häufiges Problem in Tasmanien), werden die Jungtiere im Beutel oft gerettet und in der Sanctuary von Hand aufgezogen.

Da für solche Rettungs-Einrichtungen immer zu wenig Geld zur Verfügung steht, zeigt ‚Devils@Cradle‘ zweimal am Tag eine Fütterung der Teufel. Einnahmen für die Züchtung. Wir gehen davon aus, dass wir in der Wildnis keinen Teufel sehen bekommen und nutzen die Gelegenheit.

Die Tiere wohnen in schön gemachten Gehegen. Alle haben Namen und man kann einzelne Tiere ‚adoptieren‘. Die Teufel müssen nichts anderes machen als fressen und sich vermehren. Kein schlechtes Leben. Die Vermehrung ist relativ erfolgreich, so dass die Sanctuary kontinuierlich wächst. Austausch mit anderen Einrichtungen und Zoos sorgt für genetischen Mix.
Während der Führung wird uns erst klar, wie knapp diese Art vor dem Aussterben steht.

In der Sanctuary gehört zum Eintrittspreis eine einstündige Führung mit Erklärung über die Teufel und Qualls und die Arbeit die dort geleistet wird Höhepunkt ist die Fütterung. Die Teufel sind überwiegend Aas-Fresser. Hier ein bisschen Wallaby.

Der Tasmanische Teufel ist nachtaktiv. Die Chancen ihn in der Natur zu sehen, gleich Null. Zumal er schwarz wie die Nacht ist, außer zwei individuelle Streifen an den Flanken und der Brust.

Das besondere am Devil sind seine Ohren: Sie werden feuerrot, wenn ihm warm ist. Er nutzt die haarlosen Ohren als Wärmetauscher, da er anders nicht schwitzen kann. Auch wenn er sauer ist und aggressiv sein Futter verteidigt, erröten die Ohren.
Eigentlich sind sie dauer-rot. :mrgreen:

Die zwei hatten ohne erkennbaren Grund Stress miteinander. Lauthals wurde gekreischt, geheult und geschrien.
Wegen dieser unheimlichen Laute nannten die ersten Siedler sie ‚Teufel‘.

Neben den Teufeln kümmert sich das Zentrum auch um ihre nahen Verwandten, die Beutelmarder (Quolls). In Tasmanien gibt es den Tüpfelbeutelmarder und den Riesenbeutelmarder, die ebenfalls bedroht sind. Hier ist die Zucht noch erfolgreicher. Regelmäßig können Tiere in die Natur entlassen werden. Verwilderte Hauskatzen sind ihre größten Feinde.

Die Quolls hüpfen in ihren Gehegen wie aufgezogene Plüschtiere umher. Der niedliche Eindruck mit großen Kulleraugen, dem rosa Näschen und gepunktetem Fell täuscht:  Quolls sind das perfekte Beispiel für das Prinzip „Small, but deadly“. Quolls sind hocheffiziente Raubtiere. Während ein Tasmanischer Teufel eher der „Panzer“ ist, der alles mit roher Gewalt zermalmt, ist der Quoll der „Ninja“.

Quoll mit Punkten auf dem Schwanz (Fleckschwanz-Beutelmarder). So niedlich, aber eine Kampfmaschine.

Dieser Tüpfelbeutelmarder – keine Punkte auf dem Schwanz – ist wie ein aufgezogenes Stofftier durch sein Gehege geflitzt.

Quolls haben eine extrem kräftige Kiefermuskulatur für ihre Größe. Ihre bevorzugte Jagdmethode ist ein gezielter, blitzschneller Biss in den Nacken oder den Hinterkopf der Beute, um das Rückgrat zu durchtrennen oder den Schädel zu knacken. Beutelmarder sind  furchtlos. Er jagt nicht nur kleine Echsen, sondern erlegt Tiere, die deutlich größer sind als er selbst, wie zum Beispiel Wallabys, junge Kängurus oder schwere Possums.
Ein Quoll im Hühnerstall ist ein Albtraum: Er tötet oft nicht nur ein Huhn zum Essen, sondern verfällt in einen Blutrausch und erlegt alle Vögel im Stall. Das hat ihnen in der Vergangenheit leider den Ruf eines Schädlings eingebracht.

– Campingplatz: 38 Euro pro Nacht, teuerster Platz bisher. Bäder sind beheizt und in den Campküchen brennt ein Kaminfeuer. Angenehme Details.

– Devils@Cradle: 18 Euro pro Person (Senior-Rabatt).

Eine tolle Camp-Küche mit Kamin.