Eines Tages werden wir reisen wie Ihr
15.09.2026; Vanuatu/Espiritu Santo/Palikulo Bay; Tag 4.490; 30.106 sm total
Wir ankern in der Palikulo Bay. Von hier kommen wir per Anhalter oder mit dem Bus in die Stadt. Es sind nur zehn Kilometer. Der Besuch bei der Immigration ist halb erfolgreich. „Euer Visumsantrag wird in der Hauptstadt bearbeitet.“ Der Beamte in Luganville zuckt mit den Schultern. „Das System funktioniert heute nicht. Ich gebe Euch eine Nummer von Ella, der könnt Ihr eine Nachricht schreiben.“
Immerhin gibt er Entwarnung: Solange unser Antrag läuft, sind wir legal im Land. Auch über unseren ursprünglichen Ablauftermin hinaus.
Von Ella erhalten wir bisher keine Antwort.
Den Stadtbesuch nutzen wir aus und decken uns mit ein paar frischen Lebensmitteln ein. Rund um die Bucht gibt es nur ein paar Dörfer mit Verkaufsbuden.
Shop Nummer eins hat geschlossen.
Shop Nummer zwei hat gebackene Teigteilchen im Angebot.
So nah an Luganville haben die Siedlungen nicht mehr den Kustom-Charakter, wie auf den kleinen Inseln. Das bedauert auch Tahi, der uns anspricht, als wir an seinem Haus vorbeispazieren. „Heutzutage macht keiner mehr etwas freiwillig für den Nachbarn. Alle wollen Geld.“
Er lädt uns auf sein Grundstück ein. Stellt uns seine Frau und drei Töchter vor, die im Garten arbeiten oder aufs erste Enkelkind aufpassen. Seine zwei Brüder mit ihren Familien wohnen hier ebenfalls. Die Gräber der Vorfahren liegen zwischen den Häusern.
Am Grundstücksende haben wir Blick auf Atanga. Tahi wird philosophisch, als wir erzählen, dass wir die ganze Strecke aus Deutschland gesegelt sind: „Wir reisen so nicht. Bleiben auf unseren Inseln. Ich war noch nie in Fiji. Dabei stammt mein Vater von dort.“ Er erkundigt sich nach unseren Familien. „Keine Kinder? Oh, das tut mir schrecklich leid.“ Als wir ihm von den kleinen Familien in Deutschland erzählen, dass unsere Eltern verstorben sind und ich keine Geschwister habe, ist sein Gesicht ein einziges Bedauern. „Wir leben eng mit der Familie zusammen. Ohne geht es nicht. Aber eines Tages werden unsere Familien auch kleiner werden. Und wir werden reisen wie Ihr.“
Tahi macht sich viele Gedanken. Betont, dass er sich sehr freut, uns bei sich begrüßen zu können.
Zum Abschied schenkt er uns Trinknüsse. So ganz ist ‚Kustom‘ doch noch nicht verschwunden. Wir haben zum Revanchieren nichts dabei, aber dann fallen Achim die Müsliriegel ein, die wir als Snack eingepackt haben. Tochter, Mutter und Tahi freuen sich. Alle drei nehmen gerne die ungewohnten Leckerbissen.
Nüsse schlachten auf Atanga bitte in Vanuatu-Manier. Knochen und Fleisch heilen von alleine, der Decksbelag nicht.
Wir streifen durch die weitläufig verstreuten Siedlungen. Einige hundert Menschen wohnen hier. Es wird gerufen und gewunken, wenn man uns entdeckt. Wenn wir wollten, könnten wir an jedem zweiten Haus ein Schwätzchen halten. Ob wir Hilfe brauchen, fragen uns die Leute.
Für den Kirchgang werfen sich alle in ihr bestes Kleidungsstück.
Und sehen sehr adrett aus. Die Alltagskleidung der Ni-Vanuatu ist oft in einem schlechteren Zustand – mit Löchern und Flicken haben wir gesehen. Vollzeit arbeiten bringt beim Mindestlohn keine 400 Euro im Monat. Da wird Kleidung bis zum Ende getragen.
Die Infrastruktur rund um die Bucht ist einfach. Das öffentliche Stromnetz aus Luganville reicht nicht bis in die Außenbereiche. Treibstoff für Generatoren ist teuer und kommt selten zum Einsatz. „Unser Trinkwasser sammeln wir mit Regenwassertanks an den Dächern. Ist das aufgebraucht, geht man zum Nachbarn“, hat uns Tahi erzählt. „Nutzwasser zum Wäschewaschen oder zur Gartenbewässerung holen wir aus Brunnen.“
Wasser holen in ausrangierten Eimern – ehemals Behälter für Frühstücks-Cracker.
Balkon-Kraftwerk auf vanuatisch. Das reicht zum Handy laden und für ein paar Lampen.
Öffentliche Minibusse verkehren unregelmäßig. Die Einheimischen nutzen wie wir Pick-ups per Anhalter als Transportmittel. Oder es wird ein Taxi gerufen. Tahi geht zu Fuß nach Luganville: „Ich kenne die Abkürzung durch den Wald. Früher konnte man auch über die Landebahn vom Flughafen laufen. Da steht jetzt ein Zaun.“ Er tritt gegen einen Baumstamm. Den Zaun findet er überflüssig.
Die meisten Anwohner der Bucht haben kein Auto. Pkw-Taxen quälen sich auf schlechten Wegen durch die Siedlungen. Wir sind zu Fuß häufig schneller.
Einmal haben wir Glück auf unserem Weg nach Luganville, dass wir einen Bus erwischen. Das andere Mal trampen wir und müssen zwei Kilometer zu Fuß gehen.
















Krzysztof Baranowski´s THIRD SOLO CIRCUMNAVIGATION AGED 88
aufgeschnüffelt und gekauft. Ein Renner der Sonderklasse, Renommée und Vorzeige Schiff seines Konstrukteurs, der seiner Konkurrenz auf Regatten die Harke zeigen wollte. Hat auch geklappt! Ein Schiff, das eigentlich so garnicht für ausgedehnte Reisen ideal, weil das gewaltige Kielgewicht ungewwöhnliche Bewegungen zur Folge hat. Als wir Chris auf dem Heimweg von UK in
Kiel getroffen haben, waren Fender in Holtenau nicjt nötig, weil der Kiel bereits im Boden steckte. Die Meteor ist schnell unterwegs, die Pausen unterwegs konnten länger dauern, für einen Segelgenießer wie Chris, der Lebens Honig, denn recht sicher wird es keine weitere Weltumsegelung geben. Vermutlich gehört dieser Mann auf seinen Segel Pausen zu den am meisten besuchten Männern auf den Weltmeeren, überall wid von freundlichen Menschen
geholfen, die Wäsche gewaschen, Reparaturen freundschaftlich organisiert. Polnisch scheint an Bord die Landessparche, obgleich Chris Englisch perfekt beherrscht.




Hallo Herr Foerthmann, ich segele seit vielen Jahren eine Pacific Plus, die einwandfrei funktioniert. Bei einer Wartung habe ich festgestellt, dass ein V-Ring am Schaft gerissen ist. Können Sie mir bitte zwei neue zusenden, dann habe ich eine in Reserve. 
Good morning Peter, I must first apologise to you – we have been let down by technology – mail adrift, computer up-dates and loss of addresses etc. and it has only been by chance we have met up with relatives etc. We have, indeed , sold ‚Irene‘ – after living aboard for over 35 years it was only with the greatest of regrets. Your ‚Windpilot‘ was still in action and ready to carry on where we left of. We have never joined the ‚blogosphere‘ as we prefer a quiet low profile life – now living ashore in New Zealand the last news we had of you was that life had been kind to you and we hope that it continues to do so.


Moin Peter,