Das Lackier-Projekt
Mo.,10.Okt. 22, Neuseeland/Whangarei, Tag 3054, 24.696 sm von HH
Als wir im Juli bei Dina und Andries als Air B&B Gäste übernachtet haben, kam Dina plötzlich mit einem Vorschlag auf uns zu: sie würden im Oktober für drei Wochen in den Urlaub fahren. Ob wir nicht Lust hätten das Haus zu bewohnen, damit es nicht leer steht die ganze Zeit.
Sofort fing es an zu rattern. Wir haben doch noch das Projekt ‚schöner wohnen‘, sprich im Schiff muss noch alles lackiert werden, was nicht ausgebaut werden kann. Im Oktober ist bereits Frühling, es sollte dann wärmer sein und somit dürfte der Lack über Nacht gut trocknen. Und keine fünf Minuten Fahrweg. Und dann das schöne große Haus …
Wir haben keine Viertelstunde gebraucht und zugesagt.
Haus mit Aussicht und kurzer Weg zu Atanga – die könnte man vom Fenster aus sehen – wäre der Baum in der Mitte nicht im Weg
Zwei Tage vor dem vereinbarten Termin gab es eine Nachricht von Dina. Ob wir es wohl einrichten könnten noch einmal vorbei zu kommen? Sie würde uns gerne von Paul erzählen. Paul entpuppt sich als Air B&B Gast, der im zweiten Gastzimmer (mit eigenem Bad) untergebracht ist. Wir würden Paul gar nicht merken, versichert uns Dina. Sie hätte ihm alles gezeigt und wir hätten mit ihm nichts zu tun. Am Sonntagabend reist er an und übernachtet nur zweimal zwei Tage im Haus, da er in Whangarei einen neuen Job übernehmen würde. Pflegeleicht sei Paul. Da sind wir wohl ein wenig geleimt worden. Wir sind nicht begeistert, aber was soll’s.
Wie angekündigt trifft Paul am Sonntagabend ein. Ein großer Mann mittleren Alters. Er hält nicht lange hinter dem Berg: „Hi! How are you? Ich habe einen 125.000 Dollar Tesla. Den würde ich gerne unter dem Carport-Dach parken.“ Wir gucken verdaddert. Wie ist der denn drauf? Unter dem Dach steht bereits unser 3.900 Dollar Toyota. Und unser Fiedl steht auch gerne im Trocknen. Weiß Paul das etwa nicht? ![]()
Achim und Paul begutachten den Tatort. „Du könntest den Wagen von Dina und Andries umparken“, schlägt Paul vor. Achim hat zwar die Schlüssel, weil er die beiden mit dem Auto zum Flughafen gefahren hat. Aber Achim lehnt das ab. Andries hat ihm genau gesagt, wo sein und unser Auto stehen sollen. Nach etwas hin und her parkt Paul dann seinen Tesla schräg hinter Fiedl. Thema durch.
Dachten wir. Am nächsten Tag kommt eine SMS von Dina mit der Bitte, ihre eigene Familienkutsche anderswo zu parken. Paul, die alte Petze. ![]()
Statt zwei Tage bleibt Paul dann fünf. Er verschwindet immer schnell in seinem Zimmer und stört nicht weiter unseren Hausherren-Frieden. Am Freitag packt er seine Sachen und hinterlässt einige Spuren. Verschmierte Sauce und Salatreste im Kühlschrank und die nur von ihm benutze Nespresso-Maschine mit einem verklebten Milchschäumer und Behälter. Uns wurde das Haus anvertraut, also fühlen wir uns auch verantwortlich und putzen hinter Paul her. Mit viel Einweichen werden auch die Milchschläuche der Maschine wieder sauber.
Nie, niemals könnte ich Air B&B Vermietung machen.
Großes Haus – Dolby Surround – Netflix – und Küche mit allem Zipp und Zapp
Das Lackier-Projekt läuft hervorragend. Man könnte meinen, wir hätten das so geplant. Leider kann ich nicht alles auf einmal lackieren. Die Enge im Schiff lässt das nicht zu. Zu leicht reiße ich mit dem Hintern wieder ein, was ich vorne aufgebaut habe. Somit zieht es sich. Fünf, sechs Schichten sollen es schon sein.
Aber die Hälfte ist heute fertig geworden und zwei Wochen haben wir noch.
Was für ein Glücksfall mit dem Haus, besser könnte es nicht laufen. Auch wenn Paul heute wieder kommt. Mal sehen, wie lange er diesmal bleibt. Milch ist jedenfalls keine mehr im Kühlschrank
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Lackieren – schleifen – lackieren – schleifen
Der mühsam entferne Staub nach der Halle – da ist er wieder – nützt nix – so eine Gelegenheit gibt es nie wieder
Am frühen Nachmittag bin ich fertig – am nächsten Morgen ist alles schleiftrocken
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Die Pacific hat es gut zu uns nach Mallorca geschafft. Tatsächlich ist zufällig ein Verwandter mit dem Auto gefahren und hat sie mitgebracht.
Moin Peter, Ich habe vor kurzem auf Ihrer HP geschnuesstert. Da hat sich einiges veraendert in den letzten Jahren, vor allem der Blog. Man wird beim lesen ordentlich rumgeschubst, sie haben echt eine sehr eigene Art. Jedenfalls habe ich es genossen, in Ihren Formulierungen gebadet, Spass gehabt und auch nachgedacht.











Eine Heckverzierung zu montieren funktioniert manchmal schon im Schlaf, wenn ich denn wirklich selbst das Werkzeug aus der Tasche holen sollte. Bei Gunnar musste ich das nicht, vielleicht hatte er Ehrfurcht vor meinem Alter !? Nein joking, aber an seiner MALÖ 45 gab es interessantes Kuckzeug zum Denken.
Zwar altbekannt und wohl aus der Mode gekommen, oder hochaktuell auch für moderne Schiffe.
– Ein zentraler Sumpf im Maschinenraum als einziger Borddurchbruch für sämtliche Zu und Abwassersysteme im gesamten Schiff.
Hallo Peter, wir haben es bis nach Lissabon geschafft, dort 120l Diesel aus dem Tank gepumpt, (musste erstmal Kanister besorgen und reinigen) dann alles so gut es ging, gereinigt. Leider kommt man schlecht hin und es hat eine eingebaute SloshStop Wand, hinter die man überhaupt nicht kommt. Sklavenarbeit, wie du richtig bemerkt hast.
Man wird da genügsam. Im Winter hätte ich vor, da mit einem Power Cleaner dahinter zu gehen, und mir den Tank nochmal vorzuknöpfen, aber bis dahin fahren wir so…
Da hier überhaupt kein Wind war und trotzdem 2m Schwell, hatten wir die Kiste die ganze Zeit an. Motor geht, hat aber immer mehr Mühe anzuspringen.
Und da der Alternator zur Zeit auch nicht mag, und wir nur mit Solar und Wind die Batterien laden und hier grad ein Wetter wie in England ist, Nebel, bewölkt, grau und windlos, sind wir jetzt froh, es bis Porto geschafft zu haben. Wir werden hier versuchen, einen Alternator und neue Injectors zu bekommen.
Je mehr wir dran arbeiten, desto mehr lerne ich ind desto besser verstehe ich das Teil. Und es interessiert mich im Prinzip sehr, wie die Dinge funktionieren. Was etwas anstrengend ist, dass man hier so nicht auskommt.
Wir wohnen auf dem Dieselmotor, der Tank steht in der Küche, das Werkzeug im Wohnzimmer. Wenn Wind ist, stresst es mich gar nicht, weil ich weiss dass wir in jeder Lebenslage segeln können, bloss wenn kein Wind ist und wir motoren an einer felsigen Küste entlang, das ist ein blödes Gefühl. Wir halten Sicherheitsabstand und ich kann jedes Diesel-Geräusch im Schlaf erkennen, das neu oder anders ist. Wir checken laufend Öl, ich halte meine Nase hin, um zu riechen, ob es irgendwo was zu heiss ist, wir checken die Instrumente und natürlich schaue ich in regelmässigen Abständen auf alle Schrauben, Verbindungen, Filter und Leitungen. Ich würde sagen, es ist im Moment im Griff. Und die windlose Portugiesische Küste haben wir fast in der Tasche. Allerdings, das Ganze ist nix für schwache Nerven, aber die hab ich nicht
Nachtrag: In Lissabon habe ich ja alle möglichen Leute wegen Dieselkanistern, Gefässen usw angequatscht. Unter anderem 2 nette Franzosen kennengelernt. Sie haben ein stattliches Boot und sind einen Tag später damit nach Madeira abgezischt. Sie wollen nach Neufundland, weil da eine Franzosen Kolonie ist, wo sie entweder wen kennen oder weil sie das sonst spaßig finden (so gut ist mein Französisch wieder nicht).
Gestern haben wir einen neuen Alternator bekommen, und nachdem ich dem freundlichen Herren erklärt habe, dass es für uns etwas umständlich ist, 2,5h zu Fuss oder 1,3h mit Bussen oder sonstwie zu ihrem Shop im Industriegebiet zu kommen, hat er sich kurzerhand ins Auto gesetzt und uns das Teil 10 min später am Steg in die Hand gedrückt! Glenn hat alles eingebaut und die Kabel angeschlossen usw. Und jetzt läuft es und lädt die Batterien wieder. Nice!
Fergus („thank you for talking to me“, „oh yes, my dinghy has a pinch somewhere“, „I felt really lucky a brise took me in until I could see the town“, usw) ist ein Abenteurer, der mich wieder daran erinnert hat, dass Schwierigkeiten, mit einem Lächeln und einer guten Portion Willenskraft zu Herausforderungen werden, die, wenn gemeistert, einen irgendwie verändern. Möglicherweise dankbar und selbstsicher machen, weil man irgendwie seinen Platz im Universum besser findet. War nett gestern.
Hi Peter, just a quick note, it’s working perfect now! I didn’t change the set-up yet with a crossbar (which we have onboard). It doesn’t seems necessary yet. Off course the wheel coupling is the other way round, I might have done that wrong just for the photos I send you but also on one of the test runs. Oops.
Hello Peter, greetings from Finnland. I have owned pacific windpilot 15 years and it has been working absolutly well. There is nothing like pacific.
Good day Peter, Really like the gear after 1500 miles of sailing since I got it. I have had the boat in Alaska, New England, the Pacific Northwest, a solo to Hawaii (2014 Singlehanded Transpacific Race), and up and down the California coast. The boat is a Capri 25 that has been extensively rebuilt and strengthened over the two decades I have owned her.
The name Jack comes from the name of my father’s lead dog, Jack the Giant Killer, while he was with the Second Byrd Expedition to the Antarctic. I had an Hasler fitted in earlier times, quite a big unit for my small seatoy. The Pacific Light has been fitted by use of a small turning device to accomodate the use of the AB engine easily.