Monatsarchive: Oktober 2018

„So etwas haben wir nie zuvor gesehen“

36. America's Cup: <p>
	Das Ineos Team UK im Einsatz mit seiner Testyacht &quot;T5&quot;</p>

Das 36. Cup-Duell steigt zwar erst 2021, doch spannend ist es jetzt schon: das Wettrüsten im Kampf um das schnellste Boot der neuen Klasse hat längst begonnen

Blutiger Drohnenangriff

Lektion 1: Starte niemals eine Drohne vom Bug des Bootes aus, wenn das Schiff noch Fahrt hat. Sehr schnell klebt die Drohne am Fuss und die Rotoren kratzen an der Ferse. Aber nachdem zwei Blätter
ersetzt wurden, klappte es dann doch ganz gut. Die Landschaft ist einfach zu schön…

Weltsegler des Jahres: Carolijn Brouwer (NED) / Marie Riou (FRA) und Pavlos Kontides (CYP)

World Sailor of the Year

World Sailing hat Carolijn Brouwer (NED) / Marie Riou (FRA) und Pavlos Kontides (CYP) als weibliche und männliche Rolex World Sailors of the Year 2018 ausgezeichnet. Weiterlesen

Virginia – Bahamas: Dritter Tag auf See

Liebe Leser, wir sind wieder mal auf See, auf dem Weg vom Norden der USA hinunter in die Bahamas. Etwa 800 Seemeilen lagen vor uns, als wir am Montag gegen Mittag in Deltaville gestartet sind. Die Route führte uns zunächst…

„Habt keine Angst, Eure Träume zu jagen!“

Rolex Weltsegler des Jahres 2018

In der Nacht wurden in Florida die Weltsegler des Jahres gekürt und weitere Preise vergeben. Dabei stand das Dongfeng Race Team gleich zweimal im Mittelpunkt

Rückwärts Eingeparkt

{Time:12:00:00}
{Date:20181030}
{Position:28°40.4386’N, 017°45.5875’W}
{Direction/Speed: 260°/ 5kn}
{Place:La Palma, Canary Island}
{Target:Sal, Cabo Verde Islands}
{Temp Air/Pressure:28°C
{TempWater:22,8°} {Wind:10kn/N}
{Wave:2m}
{Vimeo:}
{Photo:20181030hd}
{Title:Rückwärts Eingeparkt}

La La La Palma…

Wir sind Nachts angekommen. Gut so. Denn unser zugewiesener Parkplatz liegt ganz am Ende der skurrilen Marina. Bis vor kurzem war es hier gähnend leer, denn aus irgendeinem Grund steht hier an manchen Tagen, in der Marina bis zu einem Meter Schwell, der Fender platzen und Leinen reissen lässt. Wusste ich nicht so. Ist aber auch Vergangenheit meint Hafenmeister Pedro. „Wir haben jetzt ein Schutztor!“, schreibt er stolz als email. Na ja. Also dann mal rein in die Mausefalle. Das Stahltor senkt sich an an Stahlseilen in die Tiefe und gibt uns mit drei grünen Lichtern den Weg nach innen frei. Es ist Windstille und schon dunkel. Ohne Bugstrahl wie immer ein Abenteuer. Die Marina hat kein Tender was helfen kann. Es geht alles leise ab. Ferdi und Markus haben schon etwas Kroatien Erfahrung. So wie Markus die Leine zu Werfen in zwei Hände aufteilt kann ich mich wohl auf ihn verlassen. „Passt!“, rede ich mit mir selbst…

Das war der letzte Versuch einen Logbucheintrag zu verfassen. Dann ging alles rappzapp… Aus dem Visit von La Palma mit einem schönen Walk würde nichts. Schon saß ich am Flughafen von Teneriffa und in der Condor Maschine nach Flensburg. Das Schönste war aufzuwachen und meine Töchter MayaLena im Arm zu haben. Wochenende mit Sonnenschein, Spaziergang mit Hund im dänischen Wald, gemeinsames Abendessen mit Segelfreunden Heike & Bernd und schon war das Wochenende vorbei. Da stehen wir bei Harald auf seinem Schiff und installieren einen Antennenwald, legen die Kabel durch den Mast und alles dauert, wie sollte es anders sein, viel länger als normal. MARLIN- und LUNATRONIC-Freund Andreas ist dabei, ohne dessen Hilfe alles noch mal viel länger gedauert hätte. Vielen lieben Dank noch mal an dieser Stelle. Nach drei Tagen ist alles an seinem Platz, aber noch nicht fertig angeschlossen. Harald hat es noch nicht eilig, hat Verständnis und wenn das Wetter passt, machen wir das fertig.

Den besten Spruch bringt Lars, den ich fast zufällig am Ballastkai treffe. „Na Micha. Haste Dich endgültig von Erika getrennt? Gut. Aber worüber schreibst Du jetzt in Deinem Blog?“ Ich lache. „Welcher Blog Lars?“ Seit dem 24.10 hat unser neuer Provider, den wir wegen dem Datenschutzschlamassel brauchten, PHP Version sowieso abgeschaltet und dieser Blog ist nicht mehr erreichbar. Freund Martin ist im Urlaub, meine Programmierinder Inder vollkommen überlastet. Und ich habe davon wirklich keinerlei Ahnung. 1.200 km in 12 Stunden sitze ich mit Andreas in seinem VW Caddy und wir fahren nach Lemmer in Holland um den neuen Generator abzuholen. Man sieht, ich kann weiter über Generatoren schreiben, die nach meiner Meinung viel zu viel Platz in meinem Leben einnehmen. Wir müssen um drei Uhr morgens losfahren und kommen um vier Uhr nachmittags wieder in Hamburg an, wo der Generator verladen wir in die nächste Maschine nach La Palma… Hergott. Ja Ich bin super gestresst. Ich kann einfach nicht mehr. Und so geht es dann am kommenden Tag weiter. Kunde Bernd steht um zehn auf der Matte im LUNATRONIC Büro und ich nehme mir die Zeit für ihn. Versprochen ist versprochen. Um 18 Uhr weiß er alles über was wir machen und verkaufen. Ein Handschlag. Wir lächeln uns an. Auch er hat es nicht ganz so eilig. Das ist auch gut so.

Ich könnte tonnenweise weiterschreiben, aber ich bin schon längst wieder in La Palma auf der MARLIN. Gestern haben wir Erika aus dem Motorraum entfernt. Platz und sauber gemacht für Arnold. Ich wusste garnicht wie einfach man die Bodenplatte im Cockpit herausnehmen kann. Arnold, so soll er denn heißen der neue. Ist übrigens ein Northern Lights Generator, auf dem meine ganze Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben liegt… Später meer…

Mitsegeln auf der MARLIN!

CREW 48 La Palma (Kanarische Inseln) – Kapverdische Inseln Rundtour 27.10.2018 – 15.11.18
CREW 50 Atlantiküberquerung Kapverden – Karibik 15.12.18 – 11.01.19
Danach geht es in der Karibik weiter. Im März im Antillenbogen nach Guadeloupe und im Mai zu den Bermudas und über den Atlantik zu den Azoren. 2019 geht es dann Rund England. Na? Lust mit zu segeln und den Platz schon mal zu reservieren?

Mensch wir freuen uns auf auf dich, der die du mitsegeln willst.
Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

{end}

VOR-Siegerinnen und Laser-Weltmeister sind Weltsegler des Jahres

Die beiden Frauen gehörten zur siegreichen Crew des Dongfeng Race Team, das das Volvo Ocean Race in einem dramatischen Finale gewonnen hat. Als Segler des Jahres wurde von World Sailing der Laser-Weltmeister Pavlos Kontides (Zypern) prämiert.

Erstmals wurden bei der feierlichen Zeremonie drei weitere Preise übergeben: Der Corpus Christi Yacht Club erhielt den World Sailing 11th Hour-Preis für Nachhaltigkeit, das Dongfeng Race Team gewann den Titel als Teams des Jahres und „Ran VII“ wurde zum Boot des Jahres gewählt.

Für Brouwer ist es nach 1998, als sie im Rahmen der Travemünder Woche Weltmeisterin in der Europe wurde, bereits das zweite Mal, dass sie zur Weltseglerin des Jahres gekürt wurde. Diesmal wurde sie mit ihrer Teamkollegin Marie Riou, die zuvor erfolgreich Matchrace und Nacra17 gesegelt war, für den spektakulären Erfolg beim Volvo Ocean Race ausgezeichnet. Mit einer taktischen Meisterleistung hatte sich das Dongfeng Team in der Schlussphase der letzten Etappe noch den Gesamtsieg geschnappt.

„Das ist ein großes Privileg“, kommentierte Brouwer. „Vor 20 Jahren habe ich es zum ersten Mal gewonnen. Diesen Preis erneut in einer anderen Disziplin gewonnen zu haben, zeigt, wie abwechslungsreich der Segelsport ist und dass es so viele unterschiedliche Disziplinen gibt. Sagen zu können, dass Marie und ich die ersten Frauen waren, die das Volvo Ocean Race gewonnen haben, ist etwas Besonderes. Wir sind Teil der Geschichte und werden es für immer bleiben.“

Marie Riou fügte hinzu: „Ich fühle mich großartig. Es ist ein Teampreis und es war eine großartige Leistung für ein Jahr harter Arbeit mit dem gesamten Team.“

Ihr männlicher Kollege Pavlos Kontides ist bereits ein Teil der Sportgeschichte Zyperns. 2012 war er der erste Olympiasieger seines Heimatlandes. Jetzt gelang ihm bei den Worlds vor Aarhus erneut ein großer Coup, als er sich gegen die gesamte Laser-Elite durchsetzte und Gold gewann. Es war bereits der zweite Titel in Folge für Kontides. „Es gibt viele großartige Legenden unseres Sports, die diese Trophäe gewonnen haben. Seit ich 14 Jahre alt war, habe ich davon geträumt, diesen Preis zu gewinnen. Ich habe ihn auf viele Zettel geschrieben. Ich wollte das. Vielleicht klang es ein bisschen zu weit weg, vielleicht war es ein zu großer Traum, aber heute bin ich hier.“

Passend zum Erfolg der Frauen wurde auch das gesamte Dongfeng Race Team mit dem erstmals vergebenden Preis für die Mannschaft des Jahres ausgezeichnet.

Den Nachhaltigkeitspreis erhielt der Corpus Christi Yacht Club für die Arbeit, die er bei den Youth Sailing World Championships 2018 geleistet hatte. Die „Ran VII“ erregte durch ihr außergewöhnliches Design Aufmerksamkeit.

Außerdem ging der Beppe Croce Trophy für die herausragende Arbeit als Ehrenamtlicher an Bryan Willis (Großbritannien) und der President’s Development Award an den Italiener Massimo Dighe, den Manager von Para World Sailing, für seine Verdienste um den Sport.

 

Wo die Stürme zuhause sind

Match Race: Das Ende des Multihull-Wahnsinns – Chinesen kaufen Duell-Weltmeisterschaft

Match Race

Im Zuge der America’s Cup-Veränderungen vom Mono- zum Multihull erfolgte auch derselbe Wechsel auf der Match Race Tour. Nun drehen die Chinesen die Entwicklung wieder zurück. Weiterlesen

AC-Herausforderer testen bereits auf dem Wasser

Ineos Team UK hat bereits im Sommer mit den ersten Probeschlägen auf seiner T5-Yacht, einer modifizierten Quant28, begonnen und dabei gezeigt, dass der Klappmechanismus der neuen Foils funktionstüchtig ist und die Yacht aus dem Wasser hebt. Inzwischen hat das Team von Ben Ainslie auch die ersten Manöver im Flugmodus absolviert.

Auch das Team des New York YC, American Magic, hat Ende Oktober Bilder von seiner Testyacht veröffentlicht. Anders als die Briten agieren die Amerikaner nicht nur mit einer Zweimann-Crew, sondern sind bereits mit einer vierköpfigen Mannschaft auf dem Wasser. Luna Rossa Challenge soll ebenfalls bereits auf dem Wasser testen. Allerdings haben die Italiener aus ihrem Testrevier in Cagliari/Sardinien noch keine Bilder veröffentlicht. Lediglich der AC-Verteidiger, das Emirates Team New Zealand, hat noch kein Boot im Wasser.

Aktuell dürfen die Mannschaften aber nur mit Yachten mit einer Länge unter zwölf Metern testen. Erst ab dem 31. März 2019 ist es nach dem Reglement erlaubt, Yachten in der Originalgröße von 75 Fuß auf das Wasser zu bringen.

Italien-Unwetter: Häfen bei Genua geschlossen – Rapallo Marina verwüstet

Bis zu zehn Meter hohe Wellen an der ligurischen Küste in Italien haben für dramatische Szenen gesorgt. Neun Menschen sind gestorben. Viele Yachten wurden auf die Steine geworfen. Weiterlesen

Startschuss für die YACHT-Leserinnen-Crew!

Helga Cup YACHT Team

Vom Casting zur Regattacrew – vier Seglerinnen starten beim Helga Cup 2019 für die YACHT. Kaum steht das Team fest, geht es zum Training aufs Wasser