Monatsarchive: Mai 2017

Schweden 2

Hihi aus dem Espressohouse in Vestävik. Ich habe gerade einen köstlichen Kyckling Hickory Bagel verschlungen und dazu einen Eimer Kaffee inhaliert. Da es in der Marina mal ausnahmsweise wieder kein Internet gibt, bin ich eben in die Stadt getapert. Hier gibts gleich so viele Netzwerke, dass man gar nicht weiß, in welchen Laden man denn nun gehen soll. Zeit also, ein paar Zeilen zu schreiben. Eins vorab. Ich weiß nicht genau, wie lange der Akku des Laptops hält und schreibe daher so flink wie es geht. Sollte der Beitrag plötzlich abbrechen, wurde ich nicht erschossen, sondern mir ist schlicht und ergreifend der Saft ausgegangen. Also los …

Mein letzter Stopp im Blog war ja Kalmar mit der nervigen Kabeltrommel-Story. Nach einer bemerkenswert lauten Nacht (die Promenade scheint der allgemeine Treffpunkt für Halbstarke, Autoraser und sonstige Spezialisten zu sein) stieg ich morgens wie gewohnt ins Cockpit und staunte nicht schlecht über die allgegenwärtigen Müllberge, welche die nächtlichen Besucher hier zurückgelassen haben. Und während ich noch so staune, rückt eine kleine Putzkolonne an und macht in nullkommanix wieder klar Schiff. Ich hab das Ganze mit dem üblichen Kaffee beobachtet und überlegt, warum die doch eigentlich sehr ordnungsliebenden Schweden hier nachts so ne Sauerei veranstalten. Gestern Abend hatte ich noch eine ausgedehnte Runde mit der Kamera durch den großen Hafen von Kalmar gedreht. Dabei traf ich auch wieder auf den Segler, welcher mich bei meiner Einfahrt in den Hafen so freundlich begrüsst hatte. Da geh ich doch gleich mal hin. Der grauhaarige Lockenkopf winkt mich gleich heran und fragt, ob ich Lust auf einen Teller Spaghetti mit Tomatensauce habe. Das lehne ich zwar dankend ab, gehe aber trotzdem zu ihm an Bord. Dort werde ich erst mal von seiner lieben Hündin Jamie abgelutscht und beschnüffelt. Dann beginnt Thomas zu erzählen, dass er sich wegen meiner Filme dazu entschlossen hat Segler zu werden, alle Scheine gemacht hat und sich vor zwei Jahren dann seinen stattlichen höllandischen Segelkutter gekauft hat. Mittlerweile lebt er sogar auf dem Boot und ist ein echter Vollblut-Segler geworden. Vor sechs Wochen ist er im Ijsselmeer gestartet und nun steht er schon im Kalmarsund .. Respekt! Die ganze Geschichte macht mich ziemlich platt. Nie hätte ich gedacht, so viele Menschen mit meinen doch eher dilletantisch gedrehten Filmem zu erreichen und am Ende noch den einen oder anderen zum segeln zu bringen. Das macht mich froh, ein bißchen stolz aber auch irgendwie verlegen. Jedenfalls quasseln wir noch ein wenig, ich unterziehe Jamie einer ausgedehnten Kraul-Kur und dann verabschieden wir uns wieder voneinander. Das war wirklich nett Thomas !

Zurück zum nächsten Tag. Es geht eine gute Stunde nach dem ersten Kaffee los. Heute solls nach Figeholm gehen. Ein Name der irgendwie für komische Assoziationen sorgt. Laut Revierführer soll es auch hier schön ruhig und muckelig sein. Außerdem führt ein schönes Schärenfahrwasser zu dem kleinen Ort. Das will ich natürlich befahren und meine ersten wirklichen Schärenmeilen – möglichst unter Segeln – sammeln. Und so kommt es dann auch. Der Wind bläst erneut aus Süd und dengelt schon nach kurzer Zeit mit guten 25 Knoten von achtern. Wieder ein Kurs nur für die Genua. Schmetterling geht bei der Welle und dem Windpilot als Steuermann nicht wirklich. Ist aber sowieso nicht nötig, denn mit der großen Genua läuft Carpe auch so wie der Teufel Richtung Norden. Bei Borghholm komme ich dann an einem entsprechend betonnten Sperrgebiet vorbei. Dahinter ein imposantes Anwesen mit eigenem Bootshaus und Steganlage. „Das muss das Feriendomizil der schwedischen Königsfamilie sein“, plappere ich mal wieder mit mir selbst. Und genau so isses. Im Revierhandbuch steht nämlich, dass hier ein entsprechendes Sperrgebiet eingerichtet ist, in das man nicht einfahren sollte, wenn man keine Bekanntschaft mit dem schwedischen Geheimdienst machen möchte. Also belasse ich es bei einem staunenden Blick durch das Fernrohr. König, Königin oder einen der Sprösslinge kann ich aber nicht entdecken. Also weiter …

Es beginnt die Anfahrt ins Schärenfahrwasser. Ich bin doch ein bißchen aufgeregt, zumal ich unter Segeln da durch fahren will. Immer wieder bläue ich mir im Geiste ein: „Die grünen rechts, die roten links“. Denn man kommt in den engen Fahrwassern doch schneller Durcheinander als man es vorher für möglich hält. Am Ende klappt es aber echt gut. Kreuz und quer durch eine echte Lönneberga-Landschaft mit hunderten kleinen Inseln, schroffen Felsen und kleinen urigen Ferienhäusern gleite ich lautlos nach Figeholm. Die letzten anderthalb Meilen schalte ich dann doch den Jockel ein. So habe ich noch genug Zeit alles für den Anleger vorzubereiten. Auch hier legt man mit den quietschorangen Heckbojen an. Das klappt wieder verdächtig gut und so langsam weicht meine diesbezügliche Unsicherheit immer mehr.

Figeholm hält dann auch was es versprochen hat. Ein netter kleiner Ort, mit sehr freundlicher Hafencrew (Kaffee und Kekse inklusive), einer parkähnlichen Hafenanlage, Top-Sanitäranlagen und einer Pizzeria mit eigenem Hausbier in Spuckweite. Was will man da mehr. Hier bleibe ich doch gleich mal zwei Nächte. Denn auch wenn ich zuletzt nicht die wirklich wahnsinnig langen Schläge rausgehauen habe, merke ich die letzte Woche doch schon ganz gut. Also erst mal n büschen ausruhen. Am Boot gibts wie üblich auch was zu fummeln .. aber nix Ernstes. Den kommenden Tag verbummele ich also im Hafen, besuche ausgiebig die Dusche, lasse Drohne und Kamera fliegen und und und. Ein bißchen anstrengend ist dann noch ein Segelkollege der sich trotz leerem Hafen genau neben mich quetschen muss, mich dabei fast rammt und sein Boot anschließend so merkwürdig vertäut, dass es die ganze Zeit vom Wind auf mich getrieben wird. Mein entsprechender Hinweis wird aber geflissentlich irgnoriert und so belasse ich es eben dabei. Manchen ist halt nicht zu helfen.

Die nächste Etappe ist wieder ein überschaubare mit etwa 30 Seemeilen. Es geht nach Vestävik, einem Tipp von Schärenbsegler Claus Aktoprak. Wieder durch die Schären geht es hinaus aufs freie Wasser und hier unter vollen Segeln etwa 17 Meilen bis zur Schärenzufahrt vor Vestävik. Ein abslolut traumhaftes Fahrwasser! Oft weit und unter Segeln ohne Probleme zu managen, dann plötzlich sehr eng und das ganze umgeben von einer wahren Modelleisenbahnlandschaft. Knappe 10 Meilen geht es so noch einmal nach Vestävik, wo dann die Suche nach einem Liegeplatz beginnt. Als erstes fahre ich kurz die Vestsävik Marina an (die mittlerweile Pampas Marina heisst). Dort sieht es aber nicht wirklich schön aus. Also gehe ich erst mal auf die andere Seite der Bucht in den großen Gasthamn. Hier liegen gleich Duzende Boote längsseits an den Stegen, die normalerweise fürs anlegen mit Heckboje gedacht sind. Ergebnis .. alle halbwegs vernünftigen Plätze sind voll. Nur der Außensteg mit zentnerweise Vogelkacke und eine halbe Weltreise vom Ufer entfernt ist noch frei. Der Rest des Hafens besteht aus Stegen ohne Landverbindung und privaten Landebrücken an denen man nicht festmachen darf. „Hmmmm ….“, denke ich und fahre kurzentschlossen nochmal zurück zur Pampas Marina. Die ist zwar wie gesagt auch nicht viel schöner, aber dafür zumindest stadtnäher. Ich fahre also hinein, mache irgendwo fest und werde keine 3 Minuten später von einem Hafen-Jonny wieder rausgeschmissen. „No Gasthamn here ..“, heisst es und ich solle wieder auf die andere Seite fahren. „Mann ey ..“, meckere ich kurz und fahre wieder raus. Jetzt weiß ich auch, warum der Laden „Pampas Marina“ heisst. Um dke Ecke seh ich dann noch einen ganz kleinen Hafen mit zwei Schwimmstegen. Mir ist langsam alles wurscht weil es mittverweile auch angefangen hat zu regnen. Ich fahre also zu dem offensichtlich privaten Yachthafen und lege einfach mal an. Danach drehe ich eine Runde über den Werfthof, finde aber niemanden. „Ich bleibe jetzt einfach mal ne Nacht hier“, denke ich noch, da erscheint Magnus. Magnus ist der Hafenbetreiber und er gibt mir mehr oder weinger deutlich zu verstehen, dass er mich hier nicht gerne sieht. So ganz langsam reicht es mir hier. Zum dritten mal lege ich wieder ab und fahre wieder in den großen Gasthamn auf der anderen Seite. Es schüttet wie aus Eimern. Am erstbesten Platz mit seitlichem Schwimmfinger mache ich fest, steige von Bord und bekomme augenblicklich einen Fön. Dort steht nämlich in grossen Buchstaben PRIVAT auf dem Steg. Das kann doch wohl echt nicht wahr sein. Dennoch entscheide ich mich hier jetzt stehen zu bleiben und es drauf ankommen zu lassen. Als um halb acht der nette Hafenmeinster kommt, gibt dieser dann auch Entwarnung. Ich darf stehen bleiben und alles ist gut. Der Rest ist eine Dusche, ne Dose Schweinegulasch mit Eiernudeln und eine Cola. Denn selbst zum Bier trinken habe ich heute keine Lust mehr.

Nun werde ich heute Abend mal überlegen wie es weiter geht. Das Wetter ist gerade nicht so optimal und von daher werde ich in den kommenden Tagen wohl wieder mal eine lange Etappe Richtung Alands oder Finnland raushauen. Dort wartet am 10. Juni ja bekanntlich Viktor auf mich.

Bald mehr …Ahoi !

Next Generation. Zukünftige Weltumsegler.

Letzter Landgang in Dnemark

Von der Weltumsegelung trumen viele. Diese beiden jungen Menschen haben frh angefangen. Mit knapp ber 20 Jahren schon besitzen sie ein Schiff. Nun. Noch nicht ganz. Aus Karton ist es schon lange fertig, die Reinke 13M. Aber auch aus Aluminium ist der Rumpf kurz vor seiner Vollendung. “Wie knnen die sich das denn in dem Alter leisten?” Diese Frage liegt Dir jetzt auf der Zunge. Auch ich war neugierig. David war kreativ und hat zuknftige Charterreisen an Familie, Bekannte, Verwandte, Freunde und deren Bekannte verkauft, bevor das Schiff berhaupt Realitt war. Interessantes Geschftsmodell. Zwischen Vertrag und Realisation liegen ja nun mal Jahre. Aber anscheinend kann David berzeugen. Vor allen Dingen aber macht er auf mich den Eindruck, dass er sein Ziel ein Schiff zu besitzen zumindest so hartnckig verfolgt wie ich es getan habe. Stefanie, auch aus der Schweiz, untersttzt ihn tatkrftig und auch mit ihrem letzten Penny. Na dann. Dann wird das wohl klappen.Auf der MARLIN zumindest fhlen sie sich mehr als pudelwohl. David inspiziert mein Schiff bis ins kleinste Detail, immer auf der Suche nach etwas, was er noch abgucken kann, was er als Optimierung fr sein Schiff nach diesem Trn mit zu seiner Werft und nach Hause nehmen kann.

“Wollt ihr in den Hafen oder lieber vor Anker? Wenn wir morgen vor Anker liegen, werden wir einen Tag auf Legerwall liegen. Das wird ganz schn schaukeln. “Vor Anker. Am besten dort”, und zeigt auf einen Platz weit, weit weg von der Hafeneinfahrt. Ich grinse. Du gefllst mir David, denke ich mir im Stillen. Und so verbringen wir den Tag tanzend mit der MARLIN. Nun gut. So viel tanzen tut sie eigentlich nicht bei 10-15 Knoten Wind. Die Welle hlt sich in Grenzen. Gestern Abend haben wir schon das rote NAIAD Dinghy Beiboot zu Wasser gelassen und den 30PS Auenborder montiert. Mit dem neuen Kran am Radarmast jetzt ein Kinderspiel. David, sein Vater Martin und Stefanie habe wieder eine Einweisung von mir bekommen und schon mal eine Runde gedreht. Nach dem heutigen Frhstck geht es dann mit sechs Leuten im Beiboot doch in den Hafen. Am lokalen Ruderklub docken wir an und gehen auf dem Simms der hohen weien Kalkfelsen wandern, denn der Wind zum Segeln kommt erst heute Abend. David ist von mir schnurstracks zum Co-Skipper befrdert worden und wir haben gemeinsam beschlossen erst morgen frh loszusegeln. Fr die unerfahrene Crew besser so. Der mehrstndige Spaziergang tut allen gut und Ende finden wir unweit des Hafens einen gut sortierten Supermarkt. “Eigentlich brauchen wir ja gar nicht einkaufen”, vermeldet das TEAM DAVID. Dreiig Minuten spter haben alle, je zwei Einkaufstaschen voll in den Hnden. Tja. Segeln und Wandern macht eben hungrig und hungrig solle man nicht in den Supermarkt gehen.

Die Rckfahrt ber fast eine Meile wird doch feucht. Gischt kommt ber den Bug des voll besetzten Beiboots. Alle lachen. Alle freuen sich auf das Abendessen. Denn Koch Thomas und Micha kochen heute gemeinsam. Ein vegetarisches Gemseallerlei. Thomas zeigt mir ein paar Tricks aus seiner Kochzauberkiste. Dazu gibt es Kochwein. Wie alle Tage bisher endet der Tag satt, zufrieden und gut gelaunt. Ich falle zuerst in die Koje, denn TEAM DAVID beschliet am nchsten morgen um fnf aufzustehen. Sie wollen wirklich, wirklich jede Minute auf der MARLIN nutzen. Es ist Wind bis zu 35 Knoten in Ben aus West angesagt. Das wird sportlich. Na dann. Gute Nacht.

 


 

<aclass=“link signature_website-input sig-hide“ style=“text-decoration: none; display: inline;“ href=“https://www.marlin-expeditions.com/routenplan-2017-buchung/“> Du willstauch mal mit? www.marlin-expeditions.com

Download Flyer

Zeppelin Torilla

Hab ich wieder ein Glück mit meiner Crew

“Tomaten und Zwiebeln in Butter anbraten. Und dann. Hmm. Eiweiß von sechs Eiern aufschlagen zum Eischaum (mit der Hand!). Eigelb darunter ziehen. Die Masse auf die Tomaten und Zwiebeln geben und von beiden Seiten braten. So steht es in Fräulein Smillas Gespür für Schnee von Peter Hoeg.“

Das ist Thomas. Thomas ist ein echter Glücksgriff. Meine Schweizer Crew hat den gelernten Koch mitgebracht. Er hat keine Ahnung vom Segeln und fragt mich Löcher in den Bauch. Zum Beispiel ob Bei Südwind der Wind aus Süd kommt oder nach Süd bläst. Da kommt der alte Seebär Wnuk dann ins Nachdenken. Am Schluss kommt meist heraus: „Weil es so ist.“ Und ich kratze mich am Kopf, frage mich, ob er sich die Fragen ausdenkt um mich aus der Reserve zu locken. Aber ich glaube es ist nicht so. Thomas übernimmt die Master-Rolle in der Küche. Schon beim Hacken von Zwiebeln schaue ich ihm neidisch über die Schulter. Thomas hat, wie ich keine festen Rezepte im Kopf. Thomas schaut in den Kühlschrank und nimmt was da ist. Dort habe ich drei große Tupperdosen plaziert und beschriftet: „Gegossen, Gefüttert, Gemolken“ steht in 28 Punkt News Gothic Lettern drauf. Thomas verbindet noch etwas mit mir. Thomas ist Grafiker und hat der Agentur den Rücken gekehrt, ist zum Koch geworden. Nur etwas unterscheidet uns: Thomas könnte vom Alter her mein Sohn sein ;-)

“Hmm!“ Das ist aber köstlich. Nennen wir dieses köstliche Gericht doch einfach „Zeppelin Torilla“, weil es so schön fluffig ist. Ich denke an den Song Fluffy Clouds von The Orb, den muss ich jetzt spielen. Aber Thomas hört mir nicht zu. Er steht schon wieder in MEINER Küche und interpretiert MEINEN Krautsalat. Wichtig dabei ist anscheinend immer die Pfanne erst zum Glühen zu bringen und dann mit lautem Zischen die Zutaten hineinzugeben. Kochstudio MARLIN.

Was sonst noch passierte: Meine Schweizer können jetzt Segeln. Wenden, Halsen, Aufkreuzen, Anker werfen, Dinghy fahren und Knoten. Schnellkurs Segeln. Haben sie alles kurz und knapp gelernt. Ich dafür verstehe immer nur Bahnhof, wenn sie sich in ihrer eigenartigen Sprache am Solontisch unterhalten. Alle lachen. Nur ich nicht. Ich bin noch beim „Grüezi“ üben. In Wikipedia steh: gryəʦi ausprechen. Alle lachen laut wenn ich übe. Aber wartet. Ich lerne das noch.

Wir liegen vor Anker. Eine Regenfront wird durchziehen morgen früh, gefolgt von Sonne, Winddrehung und am Mittwoch stehen wir um fünf auf und segeln nach Schweden in die Schären. Das ist der Plan. Und ich bin der Planwahrmacher. Spaß macht es mit aktuellen Crew. Finden die übrigens auch. Bei Lunatronic habe ich ja auch viele Schweizer als Kunden. Mit der MARLIN sollte das auch klappen.

 


 

<aclass=“link signature_website-input sig-hide“ style=“text-decoration: none; display: inline;“ href=“https://www.marlin-expeditions.com/routenplan-2017-buchung/“> Du willst auch mal mit? www.marlin-expeditions.com

Download Flyer

SV Shalom – Christoph Vougessis GER

VON DEN BAHAMAS ZU DEN AZOREN

Moin,Herr Foerthmann. Tag 9 auf See neig sich dem Ende zu und ich stehe genau südlich von den bermudas. Biher lief alles gut,sieht man von dem unkonstanten Wetter und einem treffen mit einem pottwal ab. Heute schwamm das riesen tier an der oberfläch,keine 5m am boot vorbei. Alleine der rücken war doppelt so gross wie shalom. Seine blasfontäne hat shalom geduscht. Hat mich an die Alsterfontäne in hamburg erinnert. Mein herz pocht immer noch wie wild. Habe gerade gedöst als es passierte. Von 0 auf 100 in einer sekunde. Buffa,mein untreuer pilotfisch hat sich dem wal angeschlossen. Shalom und ich sind wieder alleine.
Nun geht es weiter gen osten. Viele grüsse! Christoph tracking

SV Lopto – Kerstin Neermann + Helmut Siebrecht GER

VON ST.HELENA ZU DEN AZOREN – ANGEKOMMEN

Die letzten drei Tage waren so lala, es laesst sich nicht schoen reden.
Zwei Tage beidrehen und gestern, kurz vor dem Ziel noch einmal auf die Muetze. Bis zu 40 Knoten Wind. Dazu ein graues Allerlei aus Wolken und Wellenbergen. Dazwischen irgendwo LOP TO. Zunaechst warten wir beigedreht, bis die Front uns ueberholt hat, was natuerlich nachts passiert. Fronten ‚passieren ‚immer nachts. Dann segeln wir hinter der Front in Richtung Nordwest. Wir kneifen hoch am Wind. Kommen voran, aber es ist ruppig. Wir haben Nasenwind. Und das noch immer mit 25 Knoten und starken Boen. Ab und an kracht eine Welle uebers Doghouse.

Ab und an scheint LOP TO mit all ihren 16 Tonnen kurz abzuheben, dann kracht sie ins naechste Wellental. Aber sie haelt Kurs. Sie macht ihre Sache super. Unter Deck kein Knarzen, kein Knirschen. Erzaehl das einem Lagoon Segler….. Am Nachmittag wird die Welle ein wenig moderater. Wir koennen den Besan im zweiten Reff setzen und das Grosssegel vom dritten ins zweite reffen. Damit machen wir um und bei 5,5 Knoten in Richtung Hortha. Noch 99 Seemeilen. Zweistellig. Sagenhaft! Irgendwann sehen wir eine Segelyacht auf unserer Steuerbordseite. Unser AIS zeigt eine englische 17 Meter Yacht. Sie quaelt sich sehr, um uns zu ueberholen. Eine kleine Privatregatta, die Freude macht. Das hier ist LOP TO Wetter. Da laesst sie die Sau raus.

Die Stimmung an Bord, irgendwo zwischen Muedigkeit und riesiger Vorfreude. Worauf freut man sich, nach 50 Tagen? Wir traeumen von einer heissen Dusche. Ohne Zeitlimit….und von einer Nacht ohne Wache. Vorher eine schoene Flasche Rotwein und ein gutes Essen. Blick aufs Meer muss dabei nicht unbedingt sein….. Ankommensfreude – und die ist RIESIG! WEITERLESEN

Schweden und erster Video-Gruß

Da muss ich bis nach Figeholm (ja, daß heisst wirklich so) fahren, um das bislang pfeilschnellste Internet meines Lebens zu nutzen. Und das obwohl man hier mitten in den Schären liegt, das Dorf sehr klein ist und man hier eher mit Pipi Langstrumpf als Hitec rechnet. Mich freuts natürlich und so nutze ich die Gelegenheit für einen weiteren Blog-Eintrag. Wer weiß schon was da als nächstes kommt.

Wo waren wir stehen geblieben ? Ah ja genau .. auf Utklippan. Ich weiß ja auch nicht genau was gerade mit mir los ist. Aber auch auf Utklippan war die Nacht bereits um 7 Uhr vorbei. Und zwar freiwillig. Etwas verknittert aber dennoch putzmunter stand ich im Salon und schon bald saß ich mit einem Kaffee im Cockpit und bestaunte einmal mehr die urige Umgebung dieses tollen Felsens. Wenig später gings dann los. Die Wettervorhersage meldete für heute im Grunde keinen Wind. Wenn überhaupt sollte es mit 4-5 Konten aus wechselnden Richtungen wehen. Von daher stand heute eine überschaubare Etappe unter Maschine auf dem Programm. Mein Ziel: Kristianopel an der westlichen Seite zu Beginn des Kalmarsunds. Ungefähr 20 Seemeilen galt es zu bewältigen, was mit der neuen Schiffschraube natürlich „ein Klax“ ist :-). Kroch ich früher bei knapp 2000 Umdrehungen mit 4 Knoten durch die Gegend sind es heute an die 5. Sehr gut. Die Fahrt an sich verläuft dann auch undramatisch. Die Sonne hämmert einmal mehr und frittiert mich im Cockpit und schon bald taucht backbord voraus die jetzt bewaldete Küste Schwedens auf. “Yeah !“, denke ich. Ich bin bis nach Schweden gesegelt. Das ist doch schon mal was. Hier war ich zuvor noch nie gewesen. Weder zu Lande, zu Wasser und auch nicht in der Luft. Umso mehr freue ich mich jetzt auf das Land von Königin Silvia und Astrid Lindgren.

In Kristianopel angekommen stand dann eine weitere Premiere auf dem Programm. Nämlich das anlegen mit einer der hier üblichen Heckbojen. Dazu hatte ich mir zu Hause einen der dazu gängigen Bojehaken besorgt. Also los .. langsam den Liegeplatz mit der Boje an Steuerbord ansteuern, beim vorbeifahren den Haken einfädeln und die Leine aus der Hand fieren, während Carpe weiter auf den Steg zu hält. Der Wind pustet leicht von der Seite, stellt aber kein Problem dar. Etwa eine guten Meter vor der Pier stoppe ich die Fahrt langsam aus der Hand mit der Bojenleine auf. Jetzt die Leine auf die Klampe und erneut vorwärts einkupplen um Zug auf der Boje zu halten und sich zu das letzte Stück an den Steg heranzuziehen. Als letztes dann nach vorne die Vorleinen überbringen und geschafft. Das hat doch wirklich gut geklappt fürs erste mal. Ich habs natürlich auch gefilmt und werd`s bei Gelegenheit mal zeigen.

Kristianopel hatte ich im Revierfürer als netten kleinen Hafen gefunden. Und das ist er auch. Die typischen kleine und großen Holzhäuser und -hütten in Rot- und Gelbtönen säumen das Ufer und die wenigen Straßen des Orts. Der Hafenmeister ist ein netter kauziger Mann mit Buckel, der es leider auch nach 5 Versuchen nicht schafft, eine meiner Karten für die Bezahlung der Liegegebühr zu nutzen. Also darf ich ausnahmsweise in bar mit Euro zahlen. Etwas später gelingt es mir am nahen Campingplatz dann doch mit einer Karte etwas Bargeld zu bekommen. Im Hafen selbst ist nicht viel los. Gerade mal eine gute Handvoll Boote liegt hier. Es ist eben noch früh in der Saison. Im Juli und August soll hier die Hölle los sein. Von daher bin ich echt froh so früh hier unterwegs zu sein. Merkwürdig ist nur der leiche AA-Geruch der hier eigentlich den ganzen Tag durch den Hafen weht. Irgendwann hat man sich aber auch daran gewöhnt und so wird Kristainopel zu einem schönen Stopp, den ich hier empfehlen möchte.

Der nächste Tag beginnt wieder früh (watt soll datt ?). Draußen weht bereits eine schöne Brise aus südlichen Richutngen. Das passt bestens zu meinem heutigen Kurs nach Norden. Es soll nach Kalmar gehen. Der hier in der Gegend größten Stadt die dem Sund seinen Namen gegeben hat.Der gemeldete Wind hält was er versprochen hat. Von anfangs 15, geht’s über 20 bis auf 25 Konten. Nur unter Genau und mit der Brise genau von achtern machen wir so gut Strecke. Die knapp 30 Meilen bis zur Anfahrt nach Kalmar vergehen so quasi in Windeseile. Während der ganzen Zeit steuert der Windpilot wie gewohnt sicher und souverän Carpe durch die zunehmend höheren Wellen. Nach zwei Halsen beginnt schließlich die Ansteuerung von Kalmar. Auch ier gibt’s natürlich einige Untiefen und vor allen Dingen dicke Steine und Felsen im Wasser. Also halte ich mich penibel an die Kardinals- und Fahrwassertonnen. Auch wenn die ein oder andere Untiefe laut Karte für mich nicht wirklich gefährlich sein sollte. Aber .. sicher ist sicher. Der Hafen von Kalmar ist dann doch größer als erwarten. Quer durch den Vorhafen mit seinen großen Fracht- und Passagierterminals geht es in eine der hintersten Ecken. Dort befindet sich die große Marina mit sicher gleich 100 Liegeplätzen. Wieder mit Heckbojen. Während der Zufahrt in das große Becken treffe ich übrigens auf ein Segelboot mit deutscher Flagge, dessen Skipper mich gleich beim Namen nennt und freundlich winkt. Echt lustig … da werde ich später doch gleich mal vorbei schauen.

Ich entscheide mich für einen Platz neben einer weiteren deutschen Yacht. Der Eigner Martin hilft mir dann auch gleich beim Anleger, gefolgt von einem kurzen Schnack. Von Hafen zu Hafen hat es ziemlich genau 6 Stunden gedauert. Das ist echt ok und so habe ich durch meine frühe Ankunf noch etwas Zeit für Müßiggang. Denke ich zumindest. Denn es beginnt mal wieder eine Episode aus „der verstecketen Kamera“. Als erstes muss ich aber erst mal was essen. Was trifft es sich da gut, dass gleich zehn Meter von meinem Liegeplatz entfernt ein McDonalds ist. Der Hafen liegt nämlich tatsächlich mitten im Zentrum Kalmars, quasi direkt an der Hauptpromenade an der sich zahlreiche Leute versammeln. Also nix wie rein in den Burgerladen und erst mal was für die Speckrolle getan. Danach will ich mich wieder ums Boot kümmern und zunächst mal Landstrom legen. Alles wird verlegt, eingestöpselt und angeschaltet. Ergebnis: Kein Saft im Boot. „Hmm .. komisch.“, denke ich und fummele erst mal zigfach an den Kabeln und Steckern herum. Aber auch das ändert nichts an dem Problem. Dann kommt mir ein Gedanke. Am Mmorgen in Kristianopel war mir aufgefallen, dass ich das Kabel meiner Kabeltrommel im Backkistendeckel eingeklemmt hatte. Das war demnach etwas gequetscht, wenn meiner Meinung nach auch nicht kaputt. Also messe ich mit dem Stromprüfer mal alles durch. Langer Rede kurzer Sinn: Es geht zwar voller Sstrom in die Trommel rein, am Ende kommen aber nur 160 Volt an. Das ist natürlich zu wenig um das Ladegerät und auch alles andere in Wallung zu bringen. Zwischenzeitlich bin ich sicher eine ganze Stunde mit dem Scheiß beschäftigt und die nach wie vor brennende Sonne beginnt mich lagsam auszudörren. Aber es hilft ja nix. Ich suche die vermeintlich schadhafte Stelle des Kabels , schneide das Stück heraus und überbrücke das Ganze provisorisch. Wieder messe ich und erneut kommt nur die Hälfte des Stroms am Boot an. So langsam bin ich mit meinem Latein dann doch am Ende. Außerdem habe ich ehrlich gesagt keinen großen Bock jetzt hier noch stundenlang an dem ohnehin schon maroden Kabel herumzufummeln. Nächste Idee: Ein Baumarkt. Wer aber schon mal in Schweden war, weiß, dass Samstags um 12 Uhr fast überall der Hammer fällt und alle Geschäfte zu haben. Im Internet finde ich dennoch einen Baumarkt. Sogar ein BAUHAUS, der zudem bis 18 Uhr geöffnet haben soll. Nun ist es bereits kurz nach 17 Uhr und ich muss leider feststellen, dass ich die doch etwas weitere Strecke bis zu dem Markt bis dahin nicht zu Fuß schaffen werde. „Ich brauche ein Taxi“, denke ich. Also versuche ich zunächst via Telefon ne Taxe zu bekommen. Mehr als unverständliche schwedische Bandansagen kann ich allerdings nicht erreichen. Also wetze ich zum Bahnhof. Dort wird’s doch wohl `n Taxi geben. Denkste .. auch hier ist nix mehr los. Auf dem Rückweg zur Marina überholt mich dann tatsächlich doch ein Taxi. Ich pfeife und rufe, sehe aber gleich, dass der Wagen proppenvoll ist und der Fahre abwinkt. OK. Dass wars dann wohl mit einem neuem Kabel heute. Dann lebe ich die nächsten Tage eben in der 12-Volt-Welt und muss versuchen irgendwo anders ein neues Kabel zu erstehen.Doch wieder kommt es anders. Als ich gerade zurück aufs Boot steigen will, hupt es hinter mir. Der Taximann ist wieder da und winkt mich heran. Ich schildere mein Problem und ab geht die Fahrt mit rasanten 30 km/h Richtung Baumarkt. Rasen scheint in Schweden sehr teuer zu sein. Nun denn … um zehn vor sechs erreichen wir tatsächlich den noch geöffneten Baumarkt und ich erstehe eine neue Kabelrolle für 600 Kronen (schätze mal so 60 Euronen). Die ganze Aktion hat mich nicht nur Nerven, unnütze Rennerei und einen geruhsamen Nachmittag gekostet, sondern am Ende zusammen mit dem Taxi-Gedöns über hundert Öcken. Aber egal. So isset halt eben und nun habe ich wenigstens ne brandneue Rolle und wieder Strom im Boot. Morgen solls dann weiter Richtung Norden und erstmals in die Schären gehen .. ich in gespannt.

Und noch was. Es wird langsam Zeit für die erste Video-Botschaft aus dem „UM DEN TIGER“ Crowdfunding. Mein ruß geht nach Österreich zu Horst Hwala, der sich als Erster eine Video-Botschaft als Dankeschön für seine Unterstützung ausgesucht hat. Also dann .. liebe Horst Hwala, vielen Dank für deine Unterstützung und viele Grüße aus dem schwedischen Figeholm:



Ahoi !

Schweizer Crew aufgenommen

Kopenhagen erleben

Mehr als dreißig Jahre liegen meine teils wilden Kopenhagen, Christiana Erlebnisse zurück. Unwirklich kommt es mir jetzt vor, dass wir seit zwei Nächten bereits mitten in der Stadt am Kvæsthusbroen gegenüber der pittoresken Oper am Pier liegen. Direkt vor uns, mal wieder die HUGO BOSS aus Portsmouth. Der Kai ist eine verkleidete Spundwand, der Deckel eines riesigen Parkhauses über drei Etagen, dass sich hier in die Erde verbirgt. Die Kopenhagener hatten schon immer besondere Arten und Weisen mit ihren Platz-Problemen umzugehen. Auf dem Deckel den Parkhauses ist eine groteske, riesige Betonfläche entstanden, die von den Kopenhagenern zum Sonnenanbeten genutzt wird. So kommt es zumindest vor, den mit unserer Ankunft, kommt auch der Sommer in Kopenhagen an.

Für Nathalie und MayaLena ist eine Woche Urlaub auf der MARLIN hier zu Ende. Meine neuen Mitsegler sind gestern angereist um mich auf der Tour nach Warnemünde zu begleiten. Ein neues Blind Date: Skipper trifft David, Stefanie, Martin, Magrit und Thomas. David, Stefanie, Martin, Magrit und Thomas treffen auf Skipper Micha. Ich habe mir vorgenommen vieles anders zu machen in dieser Saison. Viele Kleinigkeiten die in der Summe zusammenzufassen sind: Leben und leben lassen – Segeln und segeln lassen. Ich hatte wirklich so gut wie keine Ahnung was mich mit dem „Team David“ erwartet. Zwei Telefonate haben wir geführt. Oder waren es drei?

Gestern noch lagen unsere Freunde Christian und Maren mit ihrer MELUSINE im Päckchen mit der MARLIN. Christian war so nett uns bei der Buchung des Liegeplatzes behilflich zu sein. Danke noch mal an dieser Stelle, lieber Christian. Viel Zeit ist uns ja nicht geblieben, am Donnerstag ein gemeinsamer Abend und am Freitag lief die Waschmaschine auf der MARLIN rund. Nathalie hat mir tatkräftig geholfen das Schiff für die neue Crew auf Vordermann zu bringen. Zeit und tolle Erlebnisse zum bloggen bleiben da nicht. So ein Schiff frisst nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Lebenszeit, zu der ich ja nun mal ein nicht mehr ganz so entspanntes Verhältnis habe. Aber gut. Alles ist gut. Auch an Nathalie noch mal eine dickes Dankeschön für ihre Hilfe. Wenn jede Crew so toll bei der Endreinigung helfen würde, wäre mein Leben einfacher.

Mit meiner neuen Crew aus St. Gallen geht es in den kommenden Tagen Richtung Bornholm und Südschweden. Der erste Tag beginnt wie immer mit Verproviantieren, Beschnuppern und Sicherheitseinweisung im Schiff. Maren meint: Ich solle doch ein Video machen, dann würde ich mir die Zeit sparen. Ich bin da eher gespalten. Gehört doch einfach dazu, so eine Sicherheitseinweisung. Einer der neuen Crew, Thomas, ist gelernter Koch. Na, da bin ich ja mal gespannt. Sobald ich in der Küche stehe und Thomas mir lächelnd zuschaut bei meiner Hobbykocherei, fühle ich mich irgendwie beobachtet. Wie kommt’s?

Am Freitag Abend zieht es mich dann nach Christiania. Allein. Ein Bier in der Hand, mit Semannsgang ziehe ich durch die Gassen, lasse mich von Google Maps leiten. In Christiana hat sich viel verändert und eben gar nichts. Auch wenn es um 22:00 immer noch hell ist, so wird es doch schnell dunkel und mein Tag endet in der Hängematte unter dem Geräteträger der MALIN.

 


 

<aclass=“link signature_website-input sig-hide“ style=“text-decoration: none; display: inline;“ href=“https://www.marlin-expeditions.com/routenplan-2017-buchung/“> Du willst auch mal mit? www.marlin-expeditions.com

Download Flyer

ROUND BRITAIN: Ein neues Abenteuer

Im Frühling 2012 ging mein erster Törn der Saison ebenfalls nach Helgoland. Mit von der Partie war mein Vater. Die Nonsuch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange in meinem Besitz und im hinter uns liegenden Winter in mühevoller Kleinarbeit von mir aufgearbeitet und an meine Wünsche angepasst. Trotzdem, kein Vergleich zu ihrem Zustand heute. Auf Helgoland unternahmen wir so die üblichen kleinen Landausflüge, bis wir, genau wie vor wenigen Wochen, auf dem Oberland standen und raus auf die Nordsee blickten.

„Ein traumhafter Sonnenuntergang“, meinte mein Papa während er an seiner Kamera rumnestelte. Von ihm hab ich nämlich die Fotografiersucht übernommen.
„Schon witzig wenn man sich vorstellt, dass da so 600km erst einmal gar nichts hinter dem Horizont kommt, und dann gleich England. Wär ja auch eigentlich mal ein Ziel mit meinem neuen kleinen Schiffchen, oder?“, witzelte ich nur halb ernst gemeint rum. Die Nonsuch ist ein Kielschwerter, nur knapp unter 8 Meter lang und der Respekt vor dem Nordatlantik, den britischen Gezeiten und der Nordsee, dem „Blanken Hans“ wie es hier oben heißt, den ich als Cuxhavener Eingeborener von kleinauf gelernt habe, vielleicht doch etwas zu groß. Trotzdem, jeder kennt das Gefühl wenn man auf seinem, am besten neuen, Schiff steht und denkt die ganze Welt steht einem offen.
„Scherzkeks. Fahr doch erst mal nach Schweden oder so und schau wie der Kahn sich schlägt“, kam es von meinem Papa. Und Recht hatte er.
„Hehe hast ja Recht, war ja auch nur so ein Hirngespinst, aber man darf ja noch träumen“, entgegnete ich nur. Einige Lacher und Frotzeleien folgten noch, und wir genossen den Sonnenuntergang und liefen den Weg zurück zum Hafen.

Und genau an diese Unterhaltung musste ich vor wenigen Wochen, fünf Jahre später, bei meinem Besuch auf Helgoland denken. Ich würde wohl im Sommer durch diverse Umstände ein paar Monate Zeit haben. Sofern die Kohle reichen würde stand für mich von Anfang an fest, dass es Zeit zum Segeln sein musste. 2014 war ich mit der Nonsuch ein halbes Jahr auf der Ostsee unterwegs. Die zahllosen Begegnungen und Erlebnisse prägen mich bis heute und der Gedanke an diese Reise lässt mich immer sofort lächeln und in Erinnerungen schwelgen. Ich habe so ziemlich alles dort im Osten erkundet, bin bis hoch zum Polarkreis nach Haparanda gefahren und habe mich aber auch mit Müdigkeit auf Nachtfahrten, Nebel, viel Wind und so einigen anderen kleinen Problemchen arrangiert. Es ist wohl nicht falsch zu sagen, dass ich mich nicht nur rumgetrieben habe, sondern an dieser Reise auch gewachsen bin. Vor allem aber machen solche Reisen absolut süchtig. Und nun könnte wieder genug Zeit für eine sein. Nur wo sollte es hingehen? So überlegte ich lange hin und her, wog verschiedene Optionen ab. Bis es dann vor wenigen Wochen nach Helgoland ging.

Spätestens als ich an das Gespräch mit Papa dachte stand für mich fest: Wenn es nur irgendwie möglich sein sollte, muss es nach England gehen! Ich fühle mich deutlich erfahrener als noch vor fünf Jahren, das Schiff wurde in den letzten Jahren konstant renoviert und aufgerüstet und befindet sich in einem Top-Zustand. Mittlerweile traue ich ihm die Route in meinem Kopf ohne lange nachzudenken zu. Zumindest wenn es mal wieder richtig Sommer wird. 😉 Mal grob im Kopf überschlagen – „Könnte zeitlich und vom Weg her passen!“ – Und auf dem Weg zurück zum Schiff liefen in meinem Kopf schon Bilder von grünen britischen Hügeln, rustikalen Fischerhäfen, edlen südenglischen Marinas und den weißen Felsen von Dover ab. Rund England sollte es sein.

Und obwohl ich im Moment schon beruflich einen rauchenden Kopf habe, bin ich seit einiger Zeit dabei Karten, Führer und Ausrüsterkataloge zu studieren. Es geht nach Großbritannien. So viel Zeit wie vor drei Jahren werde ich leider nicht haben, aber egal, Hauptsache raus auf See. Zugegeben, das größte Schiff  ist die Nonsuch immer noch nicht, und sollte das Wetter so aussehen, dass es pausenlos nur auf die Nase gibt, dann fahre ich ob der begrenzten Zeit lieber woanders hin als nur auf Helgoland zu sitzen und auf bessere Bedingungen zu hoffen, aber Träume sind ja auch da um sie zu leben. Und meiner soll jetzt eben Rund England sein. Auch wenn der Wind vielleicht mich am Ende in eine völlig andere Richtung wehen sollte. 🙂

Bis es dann in wenigen Wochen losgehen kann muss noch mal richtig geackert werden und auch am Boot sind noch einige Anpassungen wieder nötig. So richtig glauben kann ich es auch noch nicht, dass ich noch einmal Zeit für eine große Segelreise haben soll, aber welche Vorwürfe könnte man sich in einigen Jahren machen wenn man so eine Gelegenheit nicht beim Schopfe greift! Dass die Zeit der Vorbereitung so kurz ist, ist mir egal, so hat man wenigstens keine Zeit um ins Grübeln zu kommen. Rund England ich komme! Wenn alles glatt läuft geht es am 1. Juli los!

Über diese Reise werde ich hier in gewohnter Manier so aktuell und ausführlich wie möglich berichten. Würde mich freuen wenn ihr mich wieder einmal  auf meinen Reisen mit Nonsuch begleitet. (Die würde sich übrigens auch freuen hat sie mir letztes Wochenende erzählt 😉 )

 








 

Doppelausgabe

Ich bin online ! Also nutze ich die seltene Gelegenheit gleich mal für eine Doppelausgabe. Hier also zunächst ein paar kurze Eindrücke und ein Resümee zum Schlag von Fehmarn nach Bornholm. Anschließend geht’s weiter mit meinem weiteren Weg nach Schweden.



Von Bornholm bis Kristianopel

Dieser Christian oder Kristian scheint ja in der skandinavischen Geschichte eine große Nummer gewesen zu sein. Warum sonst sollten wohl gleich zwei Orte die ich zuletzt besucht habe nach ihm benannt sein. Aber der Reihe nach. Ich sitze hier gerade in Kristianopel in Carpes Bauch, der Heizlüfter sorgt für muckelige Stimmung und draußen riechts gerade streng nach AA. Warum weiß ich nicht. Mein Tank ist es jedenfalls nicht :-). Ich schreibe diesen Text in der Hoffnung ihn morgen in Kalmar endlich hochladen zu können, denn das Thema Internet entwickelt sich hier echt zu einem Dauerbrenner. Schon auf Bornholm war das WLAN out of order. Auf Christansoe und Utklippan gabs schlichtweg kein Internet. Das ist wohl zum einen der Infrastruktur als auch der abgelegenen Lage geschuldet. Irgendwie würde das auch nicht so richtig passen. Das nun auch in Kristianopel ausgerechnet heute die WIFI Anlage „gewartet“ wird ist schon ein echter Zufall. Nun denn … wo fange ich an.

Nach zwei erholsamen Tagen in Roenne auf Bornholm habe ich am Dienstag erneut die Leinen losgeworfen und bin Richtung Christiansoe gestartet. Der gemeldete Wind ließ jedoch auf sich warten und so ging es zunächst unter Maschine bis zur Nordspitze Bornholms. Hier konnte ich dann endlich „anluven“, habe volles Zeug gesetzt und bin mit wahnsinnigen 3 Knoten gen Osten geschippert. Nach einer guten Stunde war allerdings auch hier Ende im Gelände. Der Wind war weg und der Motor wieder an. Schon wenig später zeigte sich am Horizont die Silhouette von Christiansoe. Schon viel habe ich von diesem schroffen Felseneiland gehört und gelesen. Jetzt sollte ich es also endlich auch selbst besuchen können. Nach der Einfahrt in die südliche Zufahrt des kleinen Kanals der Christiansoe von der ebenso winzigen Nachbarinsel Fredericksoe trennt, staune ich nicht schlecht. Der Hafen ist voll. An der Pier an steuerbord liegen bereits zig Boote auf Päckchen und auch auf der linken Seite sind die meisten Heckbojen bereits belegt. „Sonmist ..“, denke ich mir und entscheide sogleich es erstmal an einer der Heckbojen zu versuchen. Zur Sicherheit manövriere ich vorher ganz langsam an eines der benachbarten (deutschen) Boote heran und erkundige mich nach der Tiefe. Die Karte gibt da nämlich nicht wirklich viel her. „Bei uns so um die zweifuffzich“, erhalte ich als Antwort. Der andere Skipper meint ebenfalls, dass das wohl reicht, obwohl sein Tiefenmesser „fürn Arsch“ ist. So richtig wohl fühle ich mich nicht bei der ganzen Sache, entscheide mich dann aber doch für einen Versuch, da die benannten Boote allesamt ein gutes Stück länger sind als ich und ich daher von ähnlichem oder sogar größerem Tiefgang ausgehe. Mit dem Bojenhaken im Anschlag geht es also ganz langsam Richtung Liegeplatz. Die Boje erwische ich gut und weiter geht es im Schneckenspeed Richtung Pier. Dort steht bereits eine helfende Hand und will meine Leine annehmen. Und dann .. ihr ahnt es schon … passiert es: Rumpel-Pumpel-Grundberührung. Gott sei Dank nur ganz leicht und sehr langsam. Sofort ist die Maschine im Rückwärtsgang, der Bojenhaken wieder geborgen und ein amtlicher Fluch über die Insel geplärrt. Mann ey, sowas ärgert mich bis auf die Knochen. Besonders wenn die zuvor befragten Skipper mit dem Kopf schütteln und sogar lachen. Von weiteren Bojenexperimenten habe ich nun verständlicherweise die Nase voll. Also gehe ich bei einer deutschen Studenten-Truppe und einem einheimischen Taucherboot aufs dritte Päckchen. So richtig happy bin ich damit nicht. Zumal ein wirklich guter Platz von nur einer einzigen Yacht aus Polen blockiert wird. Deren Besatzung hatte zuvor meine Päckchen-Anfrage mit dem Hinweis „wir laufen in einer Stunde aus“ abgelehnt. Als wenig später eine weitere polnische Yacht einläuft und auch diese zunächst an meinem Erstanlegeplatz kurz den Grund touchiert, gibt es einen kurzen und beachtlichen Schlagabtausch mit der blockierenden Yacht. Und siehe da .. nur Minuten später legt der zuvor uneinsichtige Blockierer ab und gibt den Platz frei. Richtig so .. als Zeichen meiner Anerkennung helfe ich den Neuankömmlingen gleich mal bei ihrem Anleger und kurz darauf liege ich schon bei Ihnen auf Päckchen. Das gefällt mir schon besser. Erstens nur zweites Päckchen und außerdem habe ich eine Einladung zum grillen bekommen. Den Abend verbringe ich also mit Darek, Viethold und Rafael auf deren Boot. Es gibt reichlich Bier und Wein und noch mehr Fleisch. Denn ursprünglich sollte die Crew aus 6 Personen bestehen. Nun sind sie nur zu dritt unterwegs haben aber entsprechend viel Proviant an Bord. Mein Glück :-). Der Abend ist wirklich klasse und ich höre nicht nur interessante Segelgeschichten aus Polen, sondern kann auch von meinen zurückliegenden und geplanten Abenteuern berichten.

Der nächste Morgen ist dann etwas pelzig. Obwohl ich mich persönlich beim Bier zurückgehalten habe, bin ich doch leicht angeschlagen. So ist die Entscheidung noch einen Tag zu bleiben schnell gefallen. Wind soll es heute sowieso keinen geben. Also verhole ich mich kurz nach dem aufstehen an die jetzt wieder völlig leere Pier und beobachte anschließend wie die erste Fähre des Tages Passagiere und reichlich Fracht ausspuckt. Das ganze Zeug wird von den Einheimischen mit kleinen elektrischen Kettenfahrzeugen (kein Scherz) abtransportiert. Das macht einen Höllenlärm der meinen Schädel zusätzlich brummen lässt. Also muss schnell Ablenkung her. Ich bewaffne mich mit der Gopro, befestige diese an einem Selfie-Stick und filme damit mein Unterwasserschiff, um doch auf Nummer sicher zu gehen, dass die Grundberührung vom Tag zuvor keine Schäden verursacht hat. Das Ergebnis meiner Bemühungen betrachte ich später auf dem Laptop. Alles OK. Noch nicht mal ein Kratzer ist zu sehen. Die Kielbolzen und alles andere sind auch unbeschadet und bombenfest. Da soll nochmal einer was über Bavarias sagen :-).

Utklippan
Utklippan voraus
Christiansoe
Christiansoe
Christiansoe
Christiansoe
Ein polnischer Abend auf Christiansoe
Utklippan von oben

Den Tag verbummele ich anschließend mit einer Dusche im „Bad“ Hus, einem Hotdog im Kiosken sowie einer ausgedehnten Wanderung über beide Inseln. Dabei filme ich viel und lasse auch die Drohne fliegen. Die Aufnahmen sind wirklich gut geworden. Umso mehr ärgert es mich, als ich diese abends aus Versehen lösche bevor ich sie auf den Laptop überspielen kann. Hmmmpf. Also schnappe ich mir die Drohne noch einmal und marschiere zu einem guten Punkt ganz am Ende von Fredericksoe. Dort stelle ich fest , dass ich ein Kabel vergessen habe. Aaaargh !! Wieder zurück zum Boot, Kabel eingepackt und wieder zurück gelatscht. Als ich dann wenig später die Drohne endlich in der Luft habe, erscheint der Dorf-Sheriff und Hafenmeister und meint „it`s not allowed „. Da ist es wieder, dass Gefühl bei der versteckten Kamera zu sein. Aber gut .. ich akzeptiere auch das natürlich, packe mein Geraffel wieder ein und verkrümmel mich an Bord. Ein paar Aufnahmen konnte ich ja doch schießen und ich hoffe daraus was schönes basteln zu können.

Next stopp .. Sweden ! Die senile Bettflucht treibt mich schon um halb sieben aus der warmen Koje. Im Boot ist es doch ganz schön frisch. Das liegt wohl in erster Linie an den noch lausigen Wassertemperaturen. Um die zehn Grad soll die Ostsee hier nur haben. Das „kühlt“ natürlich ganz gut von unten durch. Nach Kaffee und Dosen-Vollkornbrot-Frühstück geht’s auch schon bald los. Mein heutiges Ziel heißt Utklippan. Eine noch kleinere Felseninsel als Christansoe, die einen kleinen unbewirtschafteten Nothafen beherbergt. Auf den Bildern im Revierführer siehts jedenfalls schon mal klasse aus .. da muss ich hin ! Die Überfahrt verläuft alles in allem gut ist aber wechselhaft. Bei zunächst halbem Wind um die vier Beaufort kommen wir gut voran. Die Sonne will sich heute noch nicht so wirklich zeigen. Das ändert sich erst mittags. Leider geht mit dem Sonnenschein aber auch der Wind flöten. Das hatte ich schon befürchet. Für mittags war nämich ein kurze Flaute mit anschließendem Winddreher auf Südwest gemeldst. Und so kommt es dann auch. Mit guten 15 Knoten erfasst mich ein schöner raumer Wind und nur unter Genua gehen wir die letzten Meilen an. Nach guten 8 Stunden zeigt sich dann am Horizont der Leuchtturm von Utklippan. Das AIS vor mir zeigt außerdem, dass sich wohl mindestens zwei weitere Yachten hierhin verirrt haben. Gespannt und auf alles gefasst (Tiefe ?) fahre ich langsam durch die Molenköpfe. Die Tiefe ist hier allerdings ausreichend, obwohl im Revierführer vor Versandungen gewarnt wird. Im Schutzbecken liegen dann vier Boote. Ein älterer Holländer hilft ir dann auch beim Anleger, gefolgt von einem kurzen Schwatz über ihre und meine Reisepläne.

Utklippan ist echt der Hammer. Anders kann man es nicht sagen. Meint man Christiansoe wäre klein, dann soll man erst mal hierhin kommen. Ein winziger zweigeteilter Felsen mit eine paar kleineren Schären ringsherum. Ein Leuchtturm und ein paar versprengte Häuser auf der „Südinsel“. Der Rest sind Flechten, Sträucher und Möwen. Im Norden liegen au0erdem einige Robben oder sogar Seelöwen gemütlich auf einem Felsen und blöcken die Sonne an. Die hatte ich auch schon auf Christansoe gesehen. Scheinbar gibt es hier doch eine ganze Menge von den kauzigen Schwimmwürsten. Auch hier streife ich einmal überr die südliche Insel , mache viele Aufnahmen und lasse einmal mehr das Dröhnchen fliegen. Dieses mal gibts keinen Mecker. Denn hier gibt es weder nen Hafenmeister noch sonst irgendwas. Einfach ein Becken mit ein paar Eisenringen zum festmachen, ein Plumpsklo und einen kleiner Aufenthaltsraum …fertig, Und genauso muss es hier auch sein. Mein Abend endet mit einem kurzen Schnack mit meinem zahnlosen schwedischen Nachbar, einem Teller Spaghetti mit Tomatensauce und einer Folge Fargo, meinem neuen Langfahrt-Serien-Highlight aus den USA. Echt gut aber nix für schwache Nerven,

So das muss erst mal reichen. Bald mehr von meinem Weg nach Kristianopel und der nächsten Etappe nach Kalmar. Ahoi !

Kristianopel

Tjor was soll ich sagen. Das mit dem Internet gestaltet sich in Schweden schwieriger als gedacht. Klar, auf Utklippan gibt’s sowas nicht. Aber selbst hier in Kristianopel ist derzeit kein WLAN verfügbar. Na wurscht… heute ging’s unter Maschine über gut 20 Seemeilen nach Norden Richtung Kalmarsund. Das Wetter ist nach wie vor unglaublich geil, auch wenn es wegen des Hochs gerade nur wenig Wind gibt. Morgen geht’s mit hoffentlich besserer Brise nach Kalmar. Eine größte Stadt. Wenn’s da mit dem Internet nicht klappt, weiß ich es auch nicht mehr. Also bis dann …. Ahoi !

Von meinem iPhone gesendet

Utklippan

Ich bin im Paradies. Nach 45 Seemeilen bin ich eben auf dem kleines Felsen Utklippan gelandet. Eine Mini-Insel etwa 10 Meilen vor der schwedischen Küste. Ein Traum. Natürlich ohne Strom, Hafenmeister und Internet. Von daher eine kurze schnelle Meldung via Handy. Hoffe morgen auf Internet. Dann mehr …. Ahoi.

Von meinem iPhone gesendet

SV Nomade – Dominique Trutet FRA

SINGLE HAND ROUND ATLANTIC – BEN HUR AT THE HELM

HI Peter,
So, just a few words about my trip , alone .. or … not really as I always have my best companion, never tired, always ready to drive Nomade, my Windpilot. I left South Britannia in august last year. Spain, Portugal, Madeira, Canarias, Cape Verde, Carribean from Martinique to BVI’s, back to Guadeloupe, and now on my way back, stopped in Horta. I can say that I probably should not have been able to do this single handed trip without « Ben Hur » (This is The name I gave to my windpilot, when I was searching a word which rhymes with « regulateur d’allure » in french.) Benhur was still there.
There were sometimes exceptions like in strong winds with gusts and rough seas, navigating crosswind, it was hard to keep the boat on its course in unstable conditions, and I did it manually or sometimes with the electric pilot, but in a big majority, Benhur does the job … and I even just go to sleep at night as much as I can… let it at work.
Kind regards
Dominique WEITERLESEN