Monatsarchive: November 2016

SV Shalom – Christoph Vougessis DE

KREUZ UND QUER SITZEN

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Auf der Schulbank schaut der Schüler den Ereignissen gemeinhin quer ins Gesicht, weil der Lehrer dicht vor der Nase ist, beim Segeln hingegen sieht man quer nur ins Meer, weshalb der Skipper sich dort eher Richtung vorne orientiert. Nun mögen Wendewinkel von 90 Grad für Segler nur ein müdes Lächeln verursachen, für das Leben des jungen Hamburgers Christoph Vougessis ( 18 ) hingegen, hat dieser Wechsel der Blickrichtung enorme Folgen nach sich gezogen.

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Der junge Mann hat diese Lebenswende nämlich überaus rasant vollzogen, ist er doch von der Schulbank direkt abrupt ins Cockpit seiner Yacht umgezogen. Opti Segeln und ein Törn mit Vaters CARINA 20 nach Helgoland, haben die Lampe in seiner Birne angeknipst und damit eine Lebens Lawine ins Rollen gekickt.

Im Dezember 2015 wurde für kleines Geld die SV SHALOM, eine HURLEY 22 erworben und mit eigenen Händen für die Reise vorbereitet, deren Start nach dem Abitur für Juli 2016 im Kalender stand. Gesagt, getan, auf Los ging´s los! Hätte hätte Fahrradkette, wer zu viel denkt, kommt niemals los! Es gehört zum Privileg junger Menschen, dass sie ihre ganz eigenen Erfahrungen zu machen habe, Eltern, Bedenkenträger und Besserwisser müssen dabei tapfer sein – und die Klappe halten, selbst wenn sie meinen, um jede Ecke sehen zu können. Learning by doing – das Nix-Wie-Wech-Programm, andere kleben noch im doppelten Lebensalter bei der Mami unter´m Rock … Pardon: Küchentisch. Dieser junge Mann jedenfalls läuft in einem anderen Programm.

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Im August erreicht mich ein Hilferuf vom Vater, ob ich bei der Reparatur der Windpilot Atlantik Anlage helfen könne, sein Sohn sei zwischenzeitlich in England angekommen? Mit einer Konstruktionszeichnung wurde dem jungen Mann dann vermutlich von hilfsbereiten Technikern einer Bohrinsel geholfen, sodass die Reise jedenfalls weitergehen konnte.

Das Wetter erwies sich als gnädig und freundlich, die Tracking Punkte zeichnen eine saubere Perlenkette nach Gomera, wo der junge Mann kürzlich heil eingetroffen ist.

Ein einfacher Plan, vom Segler selbst erzählt:

Zu meiner Reise kann ich Ihnen nur sagen, was ich bis jetzt auch weiß:
Mal sehen wie weit man kommt. Der ursprüngliche Plan war, einen ehemaligen Schulfreund in Ecuador zu besuchen. In den Pazifik soll es also gehen. Und wenn man schon mal da ist, wieso denn nicht auch noch weiter. Ich bin schließlich nur einmal jung und habe vielleicht nur einmal die Chance dazu.

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Auf Bildern, die ich vor wenigen Tagen erhalten habe, wurde dann deutlich, dass die vermeintliche Windpilot Atlantik, nur ein „nachempfundenes“ Selbst-Bau-Opus ist. Damit soll es also nun über den Atlantik gehen, ein Pinnenpilot steht als Backup zur Verfügung, denn für den Wechsel auf einen professionelleren Steuergehilfen … war die Barschaft … und auch die Zeit zu knapp. Eilige junge Leute eben!

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So bleibt nur, alle Daumen zu drücken, damit der junge Mann am anderen Ende vom grossen Wasser um viele Erfahrungen reicher und möglichst ohne Schlafdefizite, zur grossen Erleichterung der ganzen Familie, heil ankommen möge.

ich schliesse mich den Wünschen an
Peter Foerthmann TRACKING

JA zu NOMADE

img_1637-flug-nach-griechenlandWir sind wieder zurück in Deutschland und alles ist anders. Es ist soviel passiert, es war so viel zu erledigen und jetzt erst realisieren wir so langsam, wie sich unser Leben in den 7 Tagen, die wir in Griechenland waren, verändert hat.

Eos ist nun nicht mehr unser Segelboot.

Alles hat angefangen, als wir vor etwa 3 Monaten eine E-Mail von unserem Freund Thomas aus Böblingen bekamen. Er hatte ein Schiff gefunden. Eines, das auf dem Papier genau so war, wie wir unser nächstes Boot irgendwann einmal vor längerer Zeit festgelegt hatten. Thomas war einer der wenigen, die wussten was wir eines Tages mal haben wollten. Allerdings hatten wir zu der Zeit, Eos stand gerade erst zum Verkauf, weder den Markt intensiv beobachtet, noch hätten wir das Geld gehabt, ein solches Boot zu kaufen. Eigentlich hatten wir vor, noch ein paar Jahre zu sparen, bevor wir unser nächstes Boot kaufen wollten.
Die Eckdaten auf dem Wunschzettel waren aber schon fix: Langkieler, Stahl, Ketsch, Center Cockpit, maximal 12,90m Rumpflänge.
So sollte unser Traumschiff einmal aussehen.
Dann kam diese Mail und Thomas war so optimistisch, dass die Überschrift lautete: „Mensch! Ich hab euer neues Boot gefunden!“

Zu dem Zeitpunkt hielten wir das noch für ein wenig übertrieben, aber es passte tatsächlich genau ins Profil. Das besondere: Der Eigner würde evtl. einen Tausch gegen ein kleineres Boot akzeptieren.
Das problematische: Das Schiff liegt in Griechenland, der Eigner wohnt in Österreich und Eos liegt in Rees.
Wir haben es deshalb auch zunächst gar nicht so ernst genommen, aber trotzdem mal einen vorsichtigen Kontakt geknüpft. Was folgte waren etwa 2 Monate, in denen wir immer mehr über das Schiff und die Gründe des Verkaufs erfahren haben. Dann haben wir eine gute Woche überlegt und uns schließlich mit dem Eigner auf eine Besichtigung von Eos geeinigt.
Er hat den weiten Weg aus Österreich bis an den Niederrhein auf sich genommen und Ende Oktober war es soweit. Ein erstes Kennenlernen, ein ganzer Tag an Bord und schließlich grünes Licht seinerseits, was den Tausch angeht.
Zwei Tage später hat Sabrina Urlaub eingereicht, genehmigt bekommen und wir haben die Flüge nach Griechenland gebucht!
Was waren wir zu dem Zeitpunkt aufgeregt! Umso näher der Tag des Abfluges rückte, umso unruhiger wurden wir. So richtig glauben konnten wir das alles noch nicht richtig.

Am 12. November fuhren wir dann mit dem Auto zum Flughafen Charleroi in Belgien. Unser Auto dort geparkt, ab in den Flieger und 3 Stunden später waren wir in Athen. Dort ging es mit dem Mietwagen weiter auf die Peloponnes Halbinsel, genauer gesagt, nach Kilada.
In einem Hotel dann ein herzliches Wiedersehen mit Konrad und Ani. Die beiden sind kurz vor uns gelandet und Ani hatten wir bereits im Flughafen begrüßt, während Konrad im Mietwagen draussen gewartet hat.
Als nächstes: Schlafen! Der Tag war lang. 2 Uhr Morgens Aufstehen, 21 Uhr Ankunft am Hotel…

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Wo wir gelandet sind haben wir erst am nächsten Tag gesehen. Ein sehr hübscher kleiner Küstenort in einem geschützten Segelrevier auf der Peloponnes, fern ab vom Touristenrummel. Das Wasser noch warm, der Himmel blau. Wunderschön…
Und dann ging es nach einem gemeinsamen Frühstück los. Wir sind zum Boatyard gefahren. Dorthin, wo das Schiff stehen sollte. Noch ein paar Kurven, aussteigen und dann: „Riesig!“ Das war das erste was uns beiden durch den Kopf ging. Das zweite war: „Wow!“

Da stand sie vor uns: Nomade

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Was dann folgte war ein langer Rundgang. Konrad und Ani haben uns alles gezeigt. Anschließend waren wir allein. Allein mit dem Schiff, um eine Entscheidung zu treffen…
Ganz kurz haben wir noch gezögert. „Ist sie nicht eine Nummer zu groß für uns?“

Dann haben wir ja gesagt. Ja zu Nomade!

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Der Tauschvertrag, den wir schon längst vorher in Deutschland für den Fall ausgearbeitet hatten, wurde unterschrieben und im Anschluss haben uns Konrad und Ani die Gegend gezeigt. Den schönen kleinen Hafen mit den vielen Fischerbooten, wo man was zu Essen bekommt und wo man sich gut versorgen kann.
Am Abend wurden wir von den beiden dann zum gemeinsamen „Captains Dinner“ eingeladen. Bei Taki, einem Wirt, den die beiden schon länger kennen. Dort haben wir auch bereits jemanden vom Boatyard kennengelernt. Ein toller Abend mit viel gutem Essen und leckerem Wein…

Am Montag haben wir gemeinsam die Formalitäten bei Angelo im Boatyard erledigt und im Anschluss noch mit Konrad und Ani ein paar persönliche Dinge aus Nomade ausgräumt. Alles andere ist so geblieben. Mit „Pött & Pann“ und noch viel mehr haben wir sie bekommen.

Dann noch ein gemeinsamer Abend, ein Abschied und schließlich waren wir mit ihr allein. Zwei Sonnensegler und eine Suncoast 42 Ketsch.

 

Ein besonderes Schiff, wie wir finden. Eines mit dem man überall hin kann. Ein Schiff auf dem man auch auf Dauer leben kann.
Und ein Schiff das hoffentlich unser letztes ist! So ist es jedenfalls gedacht. Das war der Grund weshalb es so eine große Ketsch sein sollte.
Wir wollen nur noch einmal die Arbeit auf uns nehmen ein Schiff zu restaurieren und auszurüsten.

Nachdem klar war, dass wir einen Wechsel wollen, hatten wir zunächst auch überlegt, ob nicht 10,50m fürs Fahrtensegeln völlig ausreichend sind. Und die Antwort darauf ist: „Ja, definitiv!“
Aber für wie lange?
Wenn man sich so umhört und genau hin schaut, dann wechseln die meisten Crews im Laufe ihres Lebens doch öfter das Schiff, weil es nach einer gewissen Zeit immer ein wenig zu klein wird. Man wird schließlich älter und brauchts ein wenig bequemer. Dann wird das nächste Schiff gekauft und das nächste…
Jeder Wechsel kostet eine Menge Energie, bis man irgendwann dort angekommen ist, wo man genügend Platz und Stauraum hat, wo man an Bord duschen kann, genügend Wasser und Diesel dabei hat, eine kleine Werkstatt an Bord ist und auch mal Freunde einladen kann, ohne dass es gleich überfüllt ist. Ein Schiff zum darauf leben, das war es was wir wollten.

Wir haben kein Haus und wir haben keine Eigentumswohnung. Ab jetzt haben wir Nomade. Sie soll irgendwann für lange Zeit unser zu Hause werden.

Der Sprung von 8,90m auf 12,80m ist natürlich ziemlich gewaltig. Noch dazu hat Nomade einen Bugspriet, mit dem sie auf 14,40m Gesamtlänge kommt. Wir sind jedenfalls gespannt, wie wir mit ihr zurecht kommen, wenn es im nächsten Jahr ins Wasser geht.

Und was kommt dann?
Dann werden wir ein paar Wochen die Peloponnes erkunden und sie anschließend zu uns an den Niederrhein bringen. Dort soll sie dann ein umfangreiches Refit bekommen.

Und jetzt noch etwas besonders zu Eos.
Eos bleibt zunächst weiterhin im Mahnensee und sie steht weiterhin zum Verkauf. Denn der Tausch mit Nomade war in erster Linie ein Tausch uns zu Liebe, das muss man ganz klar so sagen. Konrad hätte aus gesundheitlichen Gründen eigentlich lieber ein gleichwertiges Motorboot (Verdränger).
Wenn ihr also Interesse an Eos habt, dann könnt ihr euch gerne an mich wenden. Ich habe nach wie vor einen Satz Schlüssel fürs Boot und kann euch Eos zeigen.
Das heißt, ich unterstütze Konrad beim Verkauf (bzw. Tausch gegen ein Motorboot), weil der Aufwand doch ziemlich groß wäre, wenn er jedes Mal bei einer Besichtigung aus Österreich anreisen müsste.

Sündenfälle – Notfälle

BALANCERUDER, RADSTEUER SYSTEME, NOTPINNEN

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Sind wir allesamt übermütig geworden? Haben wir den Respekt vor den Naturgewalten verloren? Sind wir blauäugig Werbeversprechen erlegen? Sind neue Besen wirklich besser als die alten? Sind Schiffe heute besser als gestern?

Fragen, deren Antworten uns innewohnen, weil sie im Speicher vernünftigen Verhaltens, genannt Erfahrung, ihr Zuhause haben, über deren Sinn und Zweck Besserwisser sich all zu gerne streiten, vorzugsweise solange sie auf dem Sofa sitzen. WEITERLESEN

BIG NEWS for 2017

MARLIN’s Törnplan für das nächste Jahr steht fest.

1. Für das nächste Jahr gibt es entscheidende Änderungen für die Abenteuer unserer MARLIN. Ich gebe meinen Skipperjob ab an Jan Hupatsch, der die MARLIN grade sicher und mit großem positiven Anklang der Crew, von den Azoren nach Flensburg gebracht hat. Nun. Ganz gebe ich meinen Job nicht ab. Wir teilen uns den Job, wechseln uns ab, um unseren Gästen jeweils, einen frischen, motivierten und erholten Skipper zu ihrem Wahltörn zur Verfügung zu stellen.

2. Wohin segeln wir? Wie aus der Karte ersichtlich geht unser Weg jeweils von einer Stadt – Into the wild – zu einer Stadt. Einfache An und Abreise. In der ersten Phase erobern wir den Kattegat mit seinen dänischen Inseln Anholdt und Vesterø. Durch den sportlichen Skagerrak geht es dann weiter bis nach Oslo. Von da aus geht es über die Wochen immer weiter südlich am Wind entlang über Göteburg und Kopenhagen zu der beliebten Insel Bornholm. Einige Schläge ab Stockholm in und um die Schärengärten schließen sich an. Im July wir das schnelle Schiff mit Skipper Michael in den finnischen Meerbusen einlaufen. Drei Wochen Expeditionstörn! Ziele weitestgehend unbekannt und nach Wünschen der Mitsegler. Im August geht es dann von Stockholm Richtung St. Petersburg, dem absoluten Highlight der 17er Planung. Von Januar bis März, bieten wir Wochenend Schnuppertörns durch die Flensburger Förde nach Sonderburg an, wo Du Skipper und Schiff schon mal kennenlernen kannst.

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3. Um den Interessen unserer Mitsegler professioneller entgegenzukommen, haben wir ein Kooperation mit der bekannten „Sailing Island“ Segelschule in Mönchengladbach, alias Markus Seebich, in der letzten Woche unter Dach und Fach gebracht. Sailing Island ist für die Kundenberatung und Betreuung zuständig. Wer auf der MARLIN mitsegeln will meldet sich dort um mehr zu erfahren. Den aktuellen Plan gibt es immer gespiegelt auf der Marlin-Expeditions Internet Seite. Natürlich stehe auch ich Interessierten Mitseglern gerne per e-mail zur Verfügung.

Buche jetzt Deinen Törn mit der MARLIN 2017

HANSEBOOT Tag 3: Übernachten auf dem Boot. Wie auf dem Boot ein neues Buch entsteht. Und: Bootsnächte in Hamburg. Bootsnächte in Venedig. Ein Vergleich.

Auf der HANSEBOOT 2016 nächtigten wir von millemari.
nicht im Hotel, sondern auf einer 28er DUFOUR, 
einer 8-Meter-Segelyacht im Hamburger Hafen. 
Wie das so ist im November, welchen Menschen man im Hafen begegnet, 
darüber geht diese Reihe von Posts von der HANSEBOOT 2016.


1. Aufwachen. Und Aufstehen. Auf dem Boot.

Stellen wir uns an einem Morgen wie diesem – Außentemperatur etwa 6 Grad, drinnen auf Klaus‘ LA MER nicht viel mehr, und drüber Nebel – die Frage: Was macht ein Leben wirklich lebenswert?

Und? Ist Ihnen etwas eingefallen? Denken Sie nach… und merken Sie sich Ihre Antwort.

Beginnen wir mit einer Hypothese: Am richtigen Ort sein ist wichtig. Dem Ort, an dem man sich zuhause fühlt. Dem Ort, an dem vor allem unsere Sehnsüchte wachsen und gedeihen können. Wenn wir Wünsche haben, fühlen wir uns am Leben. Auf Klaus‘ Boot in Hamburg fühlte ich mich am Leben. Das Gefühl, jederzeit ablegen zu können, auch wenn es draußen gerade lumpige sechs Grad über Null hat und der Ebbstrom im Hamburger Hafen gerade mit zweieinhalb Knoten an LA MERs Festmachern rüttelt. Was macht das schon. Der morgendliche Gang Richtung Dusche, zehn Minuten über die nebelklamme, knarzende Pier. Und unter die Brause erst mit heißem, dann eiskalten Wasser.

Fürs Frühstück lernte ich im Hamburger Hafen, ein paar Schritt hinauf von LA MER Richtung Baumwall, etwas Nettes kennen und lieben. Es heißt: Franzbrötchen. Es sieht aus wie ein Croissant. Es ist innen auch so. Es ist außen platt gewalzt. Und es ist dummerweise in karamelisiertem Zucker gebadet. Der nette Trost meines Morgens, mit Blick auf den Hamburger Hafen, bevor es an die Arbeit geht.

 2. Arbeiten auf dem Boot: Wie millemari.’s neues Buch STURMSEGELN entsteht.

Es ist schon eine Weile her, dass Susanne Guidera in den Communities und Segelforen um Beiträge  zum Thema STURMSEGELN bat und dazu aufrief, uns für ein gleichnamiges Buchprojekt ihre Erlebnisse in Sturm und Starkwind zu schicken. Mittlerweile sind über 50 Beiträge eingegangen, eine enorme Anzahl, und es gilt jetzt, nach dem Erfolg von GEWITTERSEGELN eine geeignete Gliederung zu finden. Denn eines ist klar: Ein zweites Projekt in genau dem gleichen Stil wie das erfolgreiche Buch GEWITTERSEGELN aufzusetzen, wird nicht unbedingt ein Hit. Das haben uns auch erste Vorgespräche mit den Segelzeitschriften, allen voran der YACHT, klargemacht. Ein Gewitter kommt, wie es kommt. In Sturm und Starkwind kann man etwas tun. Immer.

Also machen sich Susanne und ich auf LA MER an erste Vorgespräche, wie denn das Thema aufzuziehen wäre. Dass derlei auch unter Leuten, die lange Jahre gemeinsam Bücher machten, nicht immer harmonisch läuft, ist auch klar. Wo man mit Argumenten nicht weiterkommt, hilft dann schon mal der erhobene Zeigefinger. Nur blöd, wenn beide ihn im selben Moment heben. Das ist, als würde Megaphon gegen Megaphon antreten.

Am Ende siegt dann aber die Vernunft: STURMSEGELN wird zur BOOT in Düsseldorf Ende Januar 2017 erscheinen, so der Plan, den wir in den nächsten Wochen verfolgen werden. Der Grundstein ist in Hamburg gelegt – und jetzt geht es an die Umsetzung. Und die wird hoffentlich nicht nur bierernst:

3. Von Hamburg an die nördliche Adria.

Von Hamburg nach Triest sind es – Luftlinie – nur 500 Seemeilen. Keine 1.000 Kilometer. Im Kopf verbinden wir „Hamburg“ mit „kühl“. Und „Norditalien“ mit „warm“. Weit gefehlt! Bei der Ankunft am Boot in San Giorgio di Nogaro ist es fast noch kühler als in Hamburg, die Nächte auf LEVJE an Land sind mindestens ebenso frisch. Nix da sonniger Süden. Am Morgen sit die Pier mit Rauhreif bedeckt, wer nicht aufpasst, der kommt auf den Holzplanken der Schwimmstege schnell ins Rutschen. Und auch hier, ganz im Norden der Adria, zerren die Gezeiten am Schiff. Zwar sind es maximal nur 1,50 Tidenhub, aber wer mit nur 19 PS die Flusshäfen im Norden von Piave, Isonzo, Tagliamento oder den Lagunen ansteuert, sollte nicht ohne Blick in die Gezeitentabelle starten.

So groß ist, was das Leben am Meer angeht, der Unterschied zwischen Hamburg und Triest oder Venedig auch nicht unbedingt. November ist November.

 __________________________________________________

millemari.
Wir leben Segeln.

Das Thema exklusiv bei millemari.:
Sehenswerte Bilder und Texte aus diesem Buch haben wir 
auf unserer millemari.-Bestellseite für Sie zusammengestellt. 
Klicken Sie rein.


HANSEBOOT Tag 3: Übernachten auf dem Boot. Wie auf dem Boot ein neues Buch entsteht. Und: Bootsnächte in Hamburg. Bootsnächte in Venedig. Ein Vergleich.

Auf der HANSEBOOT 2016 nächtigten wir von millemari.
nicht im Hotel, sondern auf einer 28er DUFOUR, 
einer 8-Meter-Segelyacht im Hamburger Hafen. 
Wie das so ist im November, welchen Menschen man im Hafen begegnet, 
darüber geht diese Reihe von Posts von der HANSEBOOT 2016.


1. Aufwachen. Und Aufstehen. Auf dem Boot.

Stellen wir uns an einem Morgen wie diesem – Außentemperatur etwa 6 Grad, drinnen auf Klaus‘ LA MER nicht viel mehr, und drüber Nebel – die Frage: Was macht ein Leben wirklich lebenswert?

Und? Ist Ihnen etwas eingefallen? Denken Sie nach… und merken Sie sich Ihre Antwort.

Beginnen wir mit einer Hypothese: Am richtigen Ort sein ist wichtig. Dem Ort, an dem man sich zuhause fühlt. Dem Ort, an dem vor allem unsere Sehnsüchte wachsen und gedeihen können. Wenn wir Wünsche haben, fühlen wir uns am Leben. Auf Klaus‘ Boot in Hamburg fühlte ich mich am Leben. Das Gefühl, jederzeit ablegen zu können, auch wenn es draußen gerade lumpige sechs Grad über Null hat und der Ebbstrom im Hamburger Hafen gerade mit zweieinhalb Knoten an LA MERs Festmachern rüttelt. Was macht das schon. Der morgendliche Gang Richtung Dusche, zehn Minuten über die nebelklamme, knarzende Pier. Und unter die Brause erst mit heißem, dann eiskalten Wasser.

Fürs Frühstück lernte ich im Hamburger Hafen, ein paar Schritt hinauf von LA MER Richtung Baumwall, etwas Nettes kennen und lieben. Es heißt: Franzbrötchen. Es sieht aus wie ein Croissant. Es ist innen auch so. Es ist außen platt gewalzt. Und es ist dummerweise in karamelisiertem Zucker gebadet. Der nette Trost meines Morgens, mit Blick auf den Hamburger Hafen, bevor es an die Arbeit geht.

 2. Arbeiten auf dem Boot: Wie millemari.’s neues Buch STURMSEGELN entsteht.

Es ist schon eine Weile her, dass Susanne Guidera in den Communities und Segelforen um Beiträge  zum Thema STURMSEGELN bat und dazu aufrief, uns für ein gleichnamiges Buchprojekt ihre Erlebnisse in Sturm und Starkwind zu schicken. Mittlerweile sind über 50 Beiträge eingegangen, eine enorme Anzahl, und es gilt jetzt, nach dem Erfolg von GEWITTERSEGELN eine geeignete Gliederung zu finden. Denn eines ist klar: Ein zweites Projekt in genau dem gleichen Stil wie das erfolgreiche Buch GEWITTERSEGELN aufzusetzen, wird nicht unbedingt ein Hit. Das haben uns auch erste Vorgespräche mit den Segelzeitschriften, allen voran der YACHT, klargemacht. Ein Gewitter kommt, wie es kommt. In Sturm und Starkwind kann man etwas tun. Immer.

Also machen sich Susanne und ich auf LA MER an erste Vorgespräche, wie denn das Thema aufzuziehen wäre. Dass derlei auch unter Leuten, die lange Jahre gemeinsam Bücher machten, nicht immer harmonisch läuft, ist auch klar. Wo man mit Argumenten nicht weiterkommt, hilft dann schon mal der erhobene Zeigefinger. Nur blöd, wenn beide ihn im selben Moment heben. Das ist, als würde Megaphon gegen Megaphon antreten.

Am Ende siegt dann aber die Vernunft: STURMSEGELN wird zur BOOT in Düsseldorf Ende Januar 2017 erscheinen, so der Plan, den wir in den nächsten Wochen verfolgen werden. Der Grundstein ist in Hamburg gelegt – und jetzt geht es an die Umsetzung. Und die wird hoffentlich nicht nur bierernst:

3. Von Hamburg an die nördliche Adria.

Von Hamburg nach Triest sind es – Luftlinie – nur 500 Seemeilen. Keine 1.000 Kilometer. Im Kopf verbinden wir „Hamburg“ mit „kühl“. Und „Norditalien“ mit „warm“. Weit gefehlt! Bei der Ankunft am Boot in San Giorgio di Nogaro ist es fast noch kühler als in Hamburg, die Nächte auf LEVJE an Land sind mindestens ebenso frisch. Nix da sonniger Süden. Am Morgen sit die Pier mit Rauhreif bedeckt, wer nicht aufpasst, der kommt auf den Holzplanken der Schwimmstege schnell ins Rutschen. Und auch hier, ganz im Norden der Adria, zerren die Gezeiten am Schiff. Zwar sind es maximal nur 1,50 Tidenhub, aber wer mit nur 19 PS die Flusshäfen im Norden von Piave, Isonzo, Tagliamento oder den Lagunen ansteuert, sollte nicht ohne Blick in die Gezeitentabelle starten.

So groß ist, was das Leben am Meer angeht, der Unterschied zwischen Hamburg und Triest oder Venedig auch nicht unbedingt. November ist November.

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Wir leben Segeln.

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SV Vaguebond – Ivan Steenhuyse BE

DIE HALBE KUGEL IST GESCHAFFT

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Hi Peter,
after sailing more than 15000 miles in 16 months, we’ve arrived in New Zealand. Our Windpilot did almost every mile of steering during our trip and she is one of the best purchases we made before leaving! We’d never take off without a Windpilot, that’s for sure.
regards
Ivan onboard SV Vaguebond CONTINUE

SV Sea Otter – Bob Rouner US

CRUISING WITH A KOOPMANS 43

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Hello Peter,
I have now sailed my Koopmans 43, Sea Otter, to the Eastern Caribbean from Texas several times, about 14,000 miles total, always using the Windpilot, and I was always sailing singlehanded. I could not do that without the Windpilot.
I have attached a photo that was taken as I approached Bequia. Unfortunately, I was hand steering and did not have the servo rudder in the water. I plan to head towards Panama soon.

You have a great product, but what makes it even better is your personal attention, dedication and incredible service and advice, all of which is very difficult to find these days. I enjoy reading the website, and it is good to see someone with a sense of humor.

Kind Regards,
Bob Rouner

Wieder im Krankenhaus

Der Traum von der Heilung

Nachdem die MARLIN nun sicher vertäut ist, bin ich wieder für ein paar Tage in der Heilanstalt, dem Heilerhaus, der Besserungsstation, wie auch immer man dieses Gebäude mit den vielen Betten nennen mag. Mir zugeteilt ist diesmal Zimmer 6321. Das Nachbarbett ist leer. Wer also noch keine Bleibe hat bis Sonntag, ist herzlichst eingeladen sich mein Schnarchen anzuhören. Natürlich nur unter Vorbehalt. Kann ja jederzeit ein anderer Bedürftiger, ein anderer zu Heilender auftauchen.

Ich lache. Noch. Der Grund meines erneuten Aufenthalts ist die planmäßige zweite Konsolidierung, also Chemotherapie. Die zweite, von dreien. Vorgestern hat der leitenden Oberarzt eine Knochenmarksprobe aus meinem Hüftknochen gebohrt. Ich in Kurznarkose, da konnte er voll zustechen. So sehr, dass ich davon geträumt habe. Manchmal ist das ganze Leben wie ein Traum oder mir kommt es zumindest so vor. Unter dem Mikroskop werden keine Blasten, Tumorzellen im Blut, mehr gefunden. Bin ich geheilt? Es ist wie mit jedem Krebs. Er kann wieder kommen. Morgen, in einer Woche, in zwei Jahren oder in zwanzig. Gut. Sterben werden wir alle. Irgendwann. Cytarabin fließt tropfenweise in meinen Körper. Heute, Morgen, bis Sonntag. Dann All-Trans Retinsäure, weitere zwei Wochen als Tabletten zu Hause. Die grade gewachsenen Haare fallen dann wieder aus. AML heißt meine Leukämie. Westerwelle hatte auch AML, wollte zwanzig Jahre, schaffte zwei. Der Traum von der Heilung, der Traum vom Überleben dem Sieg gegen den Krebs.

Ich muss zugeben, ich habe mich während meiner letzten Therapiepause abgelenkt, meine AML verdrängt, mich um MARLIN gekümmert, bin auf die Azoren geflogen und habe jede Minute mit meiner Familie genossen. Jetzt, wo ich wieder im Geheiltenzimmer sitze, werde ich wieder nachdenklich, greife zu Stift und Papier, besser Tastatur und Notebook, hier fällt es schwer sich abzulenken. Theoretisch bin ich gesund. 99,9% der Blasten sind entfernt, keine neuen sind nachweisbar. Die Konsolidierung soll die verbleibenden 0,1% behandeln. Ob nun Cytarabin oder All-Trans Retinsäure, beide Stoffe sind aggressiv mit vielen Nebenwirkungen, greifen Leber und Gehirn an. Da gibt es eigentlich nichts weiter zu diskutieren. Wie lebt man am besten mit dieser Krankheit? Es gibt nur eine Antwort: „Genieße jeden Tag und lebe für den Moment.“ Dieser Antwort folge ich, wenn ich grade nicht im Geheiltenhaus bin. Ich trinke gerne einen guten Wein, konsumiere bei positiver Stimmung zu blauem Himmel und guter Laune ein paar Krümmel lustiger Kräuter, koche für Freunde, treffe Bekannte und rede immer weniger über meine Krankheit. Gut so. Das Leben ist zu kurz, als dass man es zu ernst nehmen sollte. Ich übe mich selbst darin, einem möglichen Tod im o.g. Zeitraum möglichst wenig Bedeutung zu geben. Von Jetzt bis Sonntag ist das eine besonders schwere Aufgabe, denn dem blühenden Leben begegnetet man im Geheiltenhaus weniger oft. Da geht die Tür auf und Nathalie stolziert im Kellnerinnenschritt zu dem kleinen runden Tisch am Fenster, an dem ich vor meinem MacBook sitze und die Zeit mit diesem Post vertreibe. „Hallo Schatz!“ Ich bekomme ein Kuss, ein paar Streicheleinheiten von Frau Doktor, die das blühende Leben an sich darstellt. Draußen regnet es. Wen interessiert es? Wird schon. Meine Behandlung, meine Heilung ist Bestandteil unseres Familienlebens geworden. Nathalie hat nicht unerheblich dazu beigetragen. Weder sie noch die Onkologen, weder Menzel noch Sabrina oder Petra, wie sie auch alle heißen. Keiner schaut mich sorgenvoll an. Auf der MARLIN würde ich sagen. „Wir können Kurs anliegen. Das Tief liegt hinter uns. Zu meinem Geburtstag werden wir Land sehen und zum Jahresende in den sicheren Hafen einlaufen.“

SV Kairos – Menno van Loon NED

YOUR PRODUCT IS JUST TOO GOOD

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Dear Peter,
Just a quick update.
Depending on your perspective, I have either good or bad news. Your product is simply too good. Despite being several decades old and having been rammed by a 36 ton motor yacht, I got it working fine again. I just arrived in New Zealand after a 7 day passage from New Caledonia, including some pretty rough weather. My trusted mechanical helmsman got me safely to Opua. So, unfortunately for me, I feel I cannot justifiably claim a replacement.
Anyway, thanks for getting the pro forma invoice to me so quickly.
Cheers,
Menno van Loon continue

Winterimpressionen

Neue Seemänner ans Steuer der MARLIN

Jetzt sind es eigentlich schon Erinnerungen. Ich sitze am Rechner zu Hause und schaue, bearbeite die Bilder der letzten Tage auf See, auf der Förde. Markus hat eine Bitte, seine Kinder und Mitsegler Micha stehen im Glücksburger Hafen um die letzten fünf Meilen noch mit zu erleben. Jan steuert souverän die 60 Fuss Alu in den kleinen Hafen, vorrausschauend um auch wieder rauszukommen. Das muss er auch lernen, denn zumindest 2017 wird die MARLIN als Heimatrevier die Ostsee befahren. Dazu aber meer in den nächsten Tagen hier an dieser Stelle. Heute übernimmt Markus Sohnemann Lasse das Steuer der MARLIN und steuert gelassen 27 Tonnen Alu Richtung Flensburg. Gut gemacht Lasse. Hast Steuermannblut in Deinen Adern. Papa kann stolz sein auf Dich.

Angekommen im karibischen Flensburg

Heimathafen

Nein, schreibfaul bin ich nicht. Es war einfach nur ein bisschen viel und jetzt, jetzt genau ist der Moment um „endlich“ mal bekanntzugeben: Wir haben Flensburg Heimathafen sicher erreicht. Unser Liegeplatz in der Marina Yachtkontor ist eng, aber passt. Warum jetzt hier und nicht mehr imJaich? Das wichtigste Argument: Schwimmsteg. Daneben ein eigener Stromzähler mit relativ annehmbaren Konditionen.

Markus, Micha und Jan sowieso helfen beim Abschlagen der Segel. Die Genua weigert sich vehement zum Segelmacher zu kommen, bis fast Sonnenuntergang. Jan ist der Held des Tages und verbringt Stunden im Masttop. Beneiden tut ihn keiner bei den Temperaturen. Nur mit seinem Gewicht von oben bewegt sich der Schlitten langsam die 27 Meter in bis zum Bug. Jan rutscht langsam am Vorstag herunter. Weder er, noch ich wollen heute noch wissen, warum der Schlitten so klemmt. Another day.

Punkt zwei, bevor Jan nach Hause geht, ist die Heizung. Die knallt verdächtig, schaltet ab und wieder neu. Gesund kann das nicht sein. Mit etwas Grips und langer Diskussion auf dem Weg nach Hause, bei 8.5 Knoten in der Flensburger Förde, geht ein Licht auf. Der Heizungskreislauf ist einfach verstopft. Dreck, Rost etc. Und wo kann der stecken? Genau. Im Wärmetauscher zum Motorkreislauf. Hier sind die Kapillaren so eng, dass es wie ein Sieb wirkt und der Dreck, der vor allen Dingen beim Segeln aufgewühlt wird, sich sammelt und alles verstopft. Am Morgen, wir sind schon eingestellt darauf, den gesamten Tag im Motorenraum zu verbringen, geht es los. Aber es soll anders kommen.

Maya kommt um halb Fünf mit ihrer Freundin Hanna und entert die MARLIN – Ihre MARLIN. Letzteres kommt mir so vor. Stolz wird jede Ecke der MARLIN vorgeführt. Fast schon eine komplette Sicherheitseinweisung präsentiert meine Tochter. Auch Keller und Motorenraum werden nicht ausgelassen, die Klappe von der Segellast geöffnet. Die Beiden übernachten gemeinsam auf dem Schiff. Jan und ich dürfen auch dabei sein. Mittagessen, Abendessen, Frühstück, alles wird mir abverlangt. Mehr als zwei Jahre war das Schiff nicht in Flensburg. Na denn, steht meinen Töchtern das Recht zu, mit ihren Freundinnen auf der MARLIN zu übernachten. Solange es noch nicht Klaus, Lars und Ramirez sind, ist Papa damit einverstanden.

“Ach Du Scheiße!“ Durch den Ablassschlauch läuft rostgefärbte dunkelbraune Brühe in die Süllkante und ins Wasser. Ein paar hundert Gramm Rost, Korrosion, Gummistücke. „Kein Wunder, dass das System verstopft war.“ Aber nicht genug. Bei der Gelegenheit spülen Jan und ich alle Heizkörper und Wärmetauscher einzeln durch. „Jetzt ist alles gut. Schmeiß die Kiste mal an und wir sehen ob es der Grund war.“ Die Webasto ST90 Wasserheizung springt an und fährt hoch, wie ein Flugzeug, zumindest vom Geräuschpegel her. Kein Knacken und Knallen mehr. „Cool! Jan, wir lagen richtig mit unserer Diagnose!“ Alle, aber wirklich alle, alle Heizkörper werden Stück für Stück so heiß, dass man sich fast verbrennt, wenn man sie anfasst. Alle Kabinen, der Salon, das Vorschiff, heizen sich langsam aber stetig auf. Na endlich. Problem gelöst. „Das sollte nun auch beim Segeln mit Schräglage funktionieren.

Maja und ihre Freundin Hanna verbringen eine warmen Nachmittag und Abend auf der MARLIN. Alles ist gut. Für morgen hat sich schon die Capitana angemeldet, hoher Besuch also. Lena will in der kommenden Woche direkt mit drei Freundinnen am Freitag kommen. O.K. Dann machen wir halt ein Hotelschiff auf! Jetzt, wo die Heizung geht. Draußen schneit es grade wieder.