Monatsarchive: Januar 2016

SV Civetta II – Vlado Porvaznik SK

HIMALAJA – EL CAPITAN – 4 x ATLANTIK UND DIE GANZE WELT

Himalaya

Wie das Ganze zusammenhängt? Hier eine interessante Geschichte aus dem wahren Leben:
Wenn ein eingefleischter Bergsteiger aus Slowenien fast alle Herausforderungen, die man weltweit im Hochgebirge bezwingen kann, bereits hinter sich gelassen hat, und dann das Segeln für sich entdeckt, kann man sicher sein, dass der Mann auch in diesem neuen Medium etwas Besonderes auf die Beine stellt. WEITERLESEN

Die Wnuk Müller Saga

Für die Ewigkeit gebaut

Wusstet ihr schon, dass die Wnuk Müller sich in der kommenden Woche vor 20 Jahren zum ersten Mal im Düsseldorfer Schnee stehend geküsst haben? Bestimmt nicht. „Wären wir verheiratet, hätten wir jetzt also quasi bald goldene Hochzeit“, meint Frau Müller. 10 Jahre auf See, sieben Tage die Woche 24 Stunden gemeinsam an Bord der IRON LADY, zählen doppelt. Dann wären wir jetzt auf 30 Jahren angekommen. Und? Fühlen wir den Alltag, die Gewöhnung? Vielleicht doch mal Lust auf was anderes? Oder kann man jetzt denn auch den Rest des Lebens mit dem gleichen Partner durchs Leben gehen. Proofed – Sozusagen. Mann und Frau zweifeln ja nun doch auch mal an sich selbst und an dem Partner. Das gehört doch dazu? Oder etwa nicht? Das ich dann letztes Jahr fast acht Monate auf See verbracht habe, war denn wohl ein bisschen zu lang und zu viel haben wir festgestellt. MARLIN hin und MARLIN her – unsere Familie ist uns doch auch wichtig. Den langen Flensburger Winter als Single durchzustehen ist eben auch kein Pappenstiel. Ich bin ja der Meinung, dass die MARLIN auch für zwei Skipper genug Anspruch bietet. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Also: Skipper gesucht für die MARLIN. Einer der mit einsteigt. Drei Monate Du, drei Monate ich. Das wär doch mal was. Leider gar nicht so einfach, denn mit den sechs Kojen, vier bis fünf Gästen, der See-BG mit ihren bescheuerten Regeln im Rücken und tausende von anderen Schiffen die sich nicht daran halten. Es wird einem echt schwer gemacht eine deutsche Fahne am Heck seines Dampfers über die Weltmeere zu segeln.

Aber wir wollen ja kein Trübsal blasen. Wir schauen in die Zukunft. Erst mal in die nähere Zukunft. Ich habe dieses Jahr die Törnplanung mit Nathalie zusammen gemacht und mit der Hinsicht darauf, dass wir uns als Familie mehr und länger sehen. Also kein Spitzbergen, keine Antarktis, einfach über den Teich. Wer mit will schaut sich unseren Törnplan an.

 


Mitsegeln auf der MARLIN. Buche jetzt Deinen Trip mit der MARLIN. Kuba ab Mitte April. Atlantiküberquerung 2016 von den Bahamas über Bermudas zu den Azoren oder sei bei der Atlantiküberquerung von den kanarischen Inseln nach Union Island in der Karibik im November dabei. www.marlin-expeditions.com

Mal kurz zur Apotheke … 

In Deutschland wäre alles so einfach: Am Morgen in die nächste Arztpraxis, eine Stunde warten, ein Blick des geschulten Arztauges – und ein Rezept für die passenden Medikamente. Dann ein paar Türen weiter in die nächste Apotheke, ein paar gute Pillen…

Der Trick mit der WCV (Waypoint-Closure-Velocity)

seonke_roever

von Sönke Roever

Navigationsgeräte an Bord liefern unterschiedliche Geschwindigkeitsangaben. Die am meisten genutzte stammt aus dem GPS-Gerät und heißt Speed over Ground (SOG) – also die Fahrtgeschwindigkeit über den Meeresboden. Nicht selten gibt es auf Segelschiffen auch ein klassisches Sumlog, das die Geschwindigkeit durch das Wasser anzeigt (Speed through water bzw. STW). Sie wiederum hilft beim Segeltrimm, da Veränderungen sofort sichtbar werden. Beim Speed over Ground hingegen vergeht immer ein wenig Zeit – je nachdem wie die Berechnung im GPS-Gerät eingestellt ist.

Daneben existiert noch eine dritte Komponente, die erfahrungsgemäß nur wenige Segler kennen oder nutzen – die Waypoint Closure Velocity (WCV) auch Velocity made good (VMG) genannt. Damit ist die gut gemachte Fahrt zu einem Ziel gemeint – quasi die Geschwindigkeit über Grund auf ein Ziel zu. Kreuzen wir gegen den Wind auf einen Wegpunkt zu, können wir ihn logischerweise nicht direkt anliegen. Stattdessen zeigt der Bug immer am Ziel vorbei, dennoch nähern wir uns ihm. Dies wird auf der nachfolgenden Abbildung sichtbar.

wcv3

Wie zu sehen ist, zeigt der Bug zunächst 35 Grad am Ziel vorbei, und das Schiff macht sechs Knoten Fahrt über Grund. In diesem Fall bewegt es sich mit einer WCV von 4,9 Knoten auf das Ziel zu. Später sind es 55 Grad Abweichung, und die WCV beträgt nur noch 3,4 Knoten. Diese Werte zu errechnen ist kein Hexenwerk. Hinter der WCV verbirgt sich eine einfache Formel, die sich aus der Geometrie eines rechtwinkligen Dreiecks ergibt. Sie lautet:

WCV = Cosinus (Winkel der Kursabweichung) x Geschwindigkeit über Grund.
Also cos 35 Grad x 6 Knoten = 4,9 Knoten

Diese Information hilft auf einer Langfahrt, wenn der Weg zum Wegpunkt noch relativ weit und der Wind wechselhaft ist oder eine Strömung das Leben schwer macht. Wer dann eine lange Kreuz vor sich hat, kann diesen Parameter sinnvoll nutzen und beispielsweise immer dann eine Wende einleiten, wenn der Wert eine bestimmte Grenze unterschreitet. Nicht selten läuft es danach auf dem anderen Bug besser.

Video, das die WCV zeigt (die Zahl in der unteren Zeile am linken Gerät)

Auch gibt es häufig an Bord die Frage, ob es zielführender ist, mit dem Schiff an der Kreuz maximal Höhe zu kneifen oder etwas abzufallen. Kneifen wir Höhe, segeln wir mit dem bestmöglichen Winkel auf das Ziel zu, sind dafür aber nicht so schnell. Fallen wir etwas ab und segeln stattdessen mit leicht gefierten Schoten, sind wir deutlich schneller, laufen aber auch weniger Höhe und dafür mehr am Wegpunkt vorbei. Die Wahrheit liegt dazwischen, und die Herausforderung ist, die optimale Kombination aus Winkel zum Wind und der sich daraus ergebenen Geschwindigkeit zu finden, um möglichst schnell zum Ziel zu gelangen. Dieser Optimalwert heißt in der Fachsprache »Target Boat Speed«.

wcv4

Auf einer langen Kreuz hilft die WCV, den optimalen Winkel zum Wind zu finden.

Der Trick bei einer Langfahrt ist, bei widrigen Verhältnissen über lange Distanzen einfach am GPS die WCV abzulesen und solange mit der Segelstellung und dem Winkel zum Wind zu spielen, bis sie maximal ist. Dann hat man den Target Boat Speed gefunden. Für kurze Strecken lohnt es sich in der Regel nicht nach WCV zu segeln, weil sich der Winkel zum Ziel zu schnell ändert und damit auch die WCV. Auf langen Strecken ändert sich der Winkel der Kursabweichung hingegen nur sehr langsam und ermöglicht daher einen besseren Vergleich bei der Wahl des richtigen Buges und des Winkels zum Wind.

Dazu ein Beispiel: Auf den letzten 146 Seemeilen der Überfahrt nach Neuseeland haben wir Gegenwind bekommen, und eine leicht versetzt laufende Strömung hat uns zusätzlich das Leben schwer gemacht. Wind und Strömung waren zudem sehr wechselhaft. Um unter diesen Bedingungen den schnellsten Weg zum Ziel zu finden, sind wir stur nach der WCV gesegelt. Immer wenn sie unter vier Knoten sank, haben wir mit den Segeln gespielt, und wenn das nichts brachte, eine Wende gefahren. Mit uns segelten etliche andere Yachten und nicht wenige Skipper haben sich gewundert, warum wir am Ende einen ganzen Tag eher in Neuseeland angekommen sind. Von einigen haben wir zu hören bekommen, »wie toll unser Schiff segelt«. In Wirklichkeit segelt es auch nicht besser als andere Schiffe – wir haben nur schlicht die moderne Technik genutzt, um den optimalen Weg zum Ziel zu finden. Wobei es uns dabei weniger um das Abhängen der anderen als vielmehr um das schnellstmögliche Ankommen ging. Zum einen ist Kreuzen nicht gerade unsere Lieblingsbeschäftigung und zum anderen zog bereits das nächste Tief auf und wir wollten schnell in den Hafen.

Uwe_Roettgering

Ergänzung von Uwe Röttgering

Entsprechendes gilt für Kurse vor dem Wind. Liegt das Ziel genau in Lee, ist man meist schneller, wenn man den Wind nicht genau von achtern nimmt. Als Faustformel gilt: je schwächer der Wind ist, desto vorlicher sollte man auf raumen Kursen den Wind für ein optimales VMG nehmen. Kompliziert? Dann ein Beispiel: Kann man das Ziel direkt mit dem Wind genau von achtern anliegen lassen wird man schneller sein, wenn man den wahren Wind aus z.B. 165 Grad nimmt und auf halbem Weg eine Halse fährt. Dass man mit dem Wind aus 165 Grad schneller ist, als bei genau achterlichem Wind (also 180 Grad) ist, liegt an der besseren Wirksamkeit der Segel bei diesem Einfallswinkel. Beispielhaft für viele Fahrtenyachten kann man dies schön am Geschwindigkeitsdiagramm einer Halber Rassy 37 sehen:

hr37

Bildquelle: Hallberg Rassy

Für das beste VMG bei 4 Knoten Wind sollte der wahre Wind aus 137 Grad kommen, bei 20 Knoten (TWS) dagegen aus 171 Grad. Auch wenn diese Werte für die HR 37 berechnet sind, dürften sie auf die meisten Fahrtenyachten annähernd übertragbar sein. Rennyachten müssen den Wind für ein optimales VMG noch deutlich vorlicher nehmen, da sie, einmal ins Gleiten gekommen, die zusätzlich zu segelnde Strecke durch einen überproportionalen Geschwindigkeitszuwachs wieder wettmachen.

Der Beitrag Der Trick mit der WCV (Waypoint-Closure-Velocity) erschien zuerst auf Blauwasser.de.

Es ist vollbracht

Die Musik kommt so laut aus den Boxen, das man glaubt live auf der Bühne zu stehen. Ich blicke nach links.
Dort steht Dara mit der Akustikgitarre am Mikro, daneben zwei glücklich strahlende Gitarristen. Fabi und Jürgen. 

Weiter hinten meine Frau Merih am Turm aus Fender Rhodes und NordStage. Ein Riesenlächeln im Gesicht. 
Hinter mir höre ich Olli an den Drums. Immer genau auf dem Beat, drückt das noch einmal extra. 

Ich schaue in die andere Richtung. Michael und Linda an den Saxophonen. Gefangen in der Musik.
Und dann kommen auch noch die fetten Backgroundgesänge aus den Boxen und ich drehe mich noch weiter um. An drei Mikrofonen strahlen Caro, Kati und Mario um die Wette. „Ich geh‘ segeln, a-ha-ha-hah“. 

Musik und Instrumente wohin ich höre und sehe. Und in diesem Augenblick treffen mich zwei Gedanken wie ein Blitz. 

Nummer eins: Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte lass es mich irgendwie schaffen diese tolle Band mit Männern und Mäuschen einmal live auf eine große Bühne zu bringen. Nur einmal!! Und in den Gesichtern sehe ich, dass ich wohl nicht alleine mit diesem Gedanken bin. Nicht die kleinen üblichen Besetzungen, sondern einmal das volle Programm vor ausverkaufter Halle. 

Nummer zwei: Meine kleine Idee ist erwachsen geworden. Eigentlich wollte ich nur ein wenig Musik unterwegs für meine Videos im Blog machen. Dann wurde daraus ein Film, dann ein ganzer Soundtrack. 15 neue Songs. Fertig aufgenommen und gemischt. Ich habe 30 Musiker motivieren können mich dabei zu unterstützen. Und die Songs können anhand der positiven Reaktionen auch so schlecht nicht sein. Und dann habe fast alle Musiker noch einmal motivieren können, heute in das elevate Studio in Hamburg zu kommen um einen letzten Dreh für mein Filmprojekt zu machen.  Alle Songs in einer anderen Besetzung. Der Dreh dann mit 7 Kameras, Licht, Essen und Trinken plus penible Terminkoordination. Das hat mich ein paar Tage vorher komplett aufgefressen. Werden alle kommen? Funktioniert die Technik? Habe ich an alles gedacht? Was wäre wenn? Wer trinkt was? Was wenn es viel länger dauert als geplant?
Und in diesem einen Augenblick ist es Realität. Die Kameras laufen, die Songs laufen, alles läuft…ich bin gleichermaßen ausgebrannt wie glücklich! Genau diese Bilder fehlten mir noch für meine Vision vom Film „Zeitmillionär“. Ein Film über kleine Träume, die ganz groß wurden. 
 
Draußen im Aufenthaltsraum des Studios ist es rappelvoll. Wie im Wartezimmer einer Notaufnahme. Jeder wartet brav auf seinen Aufruf ins brutal heiße Studio. Ich werde den Plan nicht halten können, denn dann kippen wir hier drin vor Hitze und Sauerstoffmangel um.
Wir; die Band, Tom, Lars und Mike an den Kameras, Alois an Licht und Ton. Wir müssen immer wieder lüften und Pausen machen, aber am Ende hängen wir dann doch nur 45 Minuten. Das passt noch wunderbar. Der Dreh rauscht an mir vorüber, ich sehe die Musiker kommen und gehen. Mit manchen spreche ich nur ganz kurz. Sie sind zwar alle zusammen auf den Tonaufnahmen, lernen sich aber heute das erste Mal kennen. Kontakte werden geknüpft, Fotos gemacht, Partystimmung kommt auf. Und ich bin ein wenig stolz. Stolz darauf, so tolle Menschen zu kennen. Stolz darauf, alle zusammenzubringen zu können um einfach etwas zu machen. Und einmal nicht nur mitmachen.
Es kostete zwar eine wahnsinnige Energie, und es dauerte auch noch zwei Tage nach dem Dreh bis ich endlich langsam runterkomme. Aber der Tag war absolut einzigartig für mich. Unvergesslich und für immer tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Mein eigenes „Nashville“. (Wer die TV-Serie noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern).  Nun kann ich es kaum abwarten die Bilder zu sehen, die Tom nun zusammenschneidet um dem Film die letzten Szenen hinzuzufügen.
Ich denke, ich werde mich nie genug bei allen Beteiligten bedanken können, denn es fehlen mir dafür einfach die passenden wenigen Worte. Und dann würden zu viele werden. 
Danke
Und wenn wir uns dann irgendwann einmal auf der oben erwähnten großen Bühne in die Augen sehen, sagt das mehr als 1.000 Worte. Oder den Echo verliehen bekommen. Oder meinetwegen auch Grammy und Oscar. 

Und was sagt der gute alte Kung Fu Mönch dazu?

Und nach all dem Pathos hier noch ein Klassiker zum Thema Gagenverhandlungen. So komme ich mir dann leider notgedrungen auch oft vor, um die Film- und Albumidee überhaupt realisieren zu können.  

Es ist vollbracht

Die Musik kommt so laut aus den Boxen, das man glaubt live auf der Bühne zu stehen. Ich blicke nach links.
Dort steht Dara mit der Akustikgitarre am Mikro, daneben zwei glücklich strahlende Gitarristen. Fabi und Jürgen. 

Weiter hinten meine Frau Merih am Turm aus Fender Rhodes und NordStage. Ein Riesenlächeln im Gesicht. 
Hinter mir höre ich Olli an den Drums. Immer genau auf dem Beat, drückt das noch einmal extra. 

Ich schaue in die andere Richtung. Michael und Linda an den Saxophonen. Gefangen in der Musik.
Und dann kommen auch noch die fetten Backgroundgesänge aus den Boxen und ich drehe mich noch weiter um. An drei Mikrofonen strahlen Caro, Kati und Mario um die Wette. „Ich geh‘ segeln, a-ha-ha-hah“. 

Musik und Instrumente wohin ich höre und sehe. Und in diesem Augenblick treffen mich zwei Gedanken wie ein Blitz. 

Nummer eins: Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte lass es mich irgendwie schaffen diese tolle Band mit Männern und Mäuschen einmal live auf eine große Bühne zu bringen. Nur einmal!! Und in den Gesichtern sehe ich, dass ich wohl nicht alleine mit diesem Gedanken bin. Nicht die kleinen üblichen Besetzungen, sondern einmal das volle Programm vor ausverkaufter Halle. 

Nummer zwei: Meine kleine Idee ist erwachsen geworden. Eigentlich wollte ich nur ein wenig Musik unterwegs für meine Videos im Blog machen. Dann wurde daraus ein Film, dann ein ganzer Soundtrack. 15 neue Songs. Fertig aufgenommen und gemischt. Ich habe 30 Musiker motivieren können mich dabei zu unterstützen. Und die Songs können anhand der positiven Reaktionen auch so schlecht nicht sein. Und dann habe fast alle Musiker noch einmal motivieren können, heute in das elevate Studio in Hamburg zu kommen um einen letzten Dreh für mein Filmprojekt zu machen.  Alle Songs in einer anderen Besetzung. Der Dreh dann mit 7 Kameras, Licht, Essen und Trinken plus penible Terminkoordination. Das hat mich ein paar Tage vorher komplett aufgefressen. Werden alle kommen? Funktioniert die Technik? Habe ich an alles gedacht? Was wäre wenn? Wer trinkt was? Was wenn es viel länger dauert als geplant?
Und in diesem einen Augenblick ist es Realität. Die Kameras laufen, die Songs laufen, alles läuft…ich bin gleichermaßen ausgebrannt wie glücklich! Genau diese Bilder fehlten mir noch für meine Vision vom Film „Zeitmillionär“. Ein Film über kleine Träume, die ganz groß wurden. 
 
Draußen im Aufenthaltsraum des Studios ist es rappelvoll. Wie im Wartezimmer einer Notaufnahme. Jeder wartet brav auf seinen Aufruf ins brutal heiße Studio. Ich werde den Plan nicht halten können, denn dann kippen wir hier drin vor Hitze und Sauerstoffmangel um.
Wir; die Band, Tom, Lars und Mike an den Kameras, Alois an Licht und Ton. Wir müssen immer wieder lüften und Pausen machen, aber am Ende hängen wir dann doch nur 45 Minuten. Das passt noch wunderbar. Der Dreh rauscht an mir vorüber, ich sehe die Musiker kommen und gehen. Mit manchen spreche ich nur ganz kurz. Sie sind zwar alle zusammen auf den Tonaufnahmen, lernen sich aber heute das erste Mal kennen. Kontakte werden geknüpft, Fotos gemacht, Partystimmung kommt auf. Und ich bin ein wenig stolz. Stolz darauf, so tolle Menschen zu kennen. Stolz darauf, alle zusammenzubringen zu können um einfach etwas zu machen. Und einmal nicht nur mitmachen.
Es kostete zwar eine wahnsinnige Energie, und es dauerte auch noch zwei Tage nach dem Dreh bis ich endlich langsam runterkomme. Aber der Tag war absolut einzigartig für mich. Unvergesslich und für immer tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Mein eigenes „Nashville“. (Wer die TV-Serie noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern).  Nun kann ich es kaum abwarten die Bilder zu sehen, die Tom nun zusammenschneidet um dem Film die letzten Szenen hinzuzufügen.
Ich denke, ich werde mich nie genug bei allen Beteiligten bedanken können, denn es fehlen mir dafür einfach die passenden wenigen Worte. Und dann würden zu viele werden. 
Danke
Und wenn wir uns dann irgendwann einmal auf der oben erwähnten großen Bühne in die Augen sehen, sagt das mehr als 1.000 Worte. Oder den Echo verliehen bekommen. Oder meinetwegen auch Grammy und Oscar. 

Und was sagt der gute alte Kung Fu Mönch dazu?

Und nach all dem Pathos hier noch ein Klassiker zum Thema Gagenverhandlungen. So komme ich mir dann leider notgedrungen auch oft vor, um die Film- und Albumidee überhaupt realisieren zu können.  

Branchenverbände befürchten Einschränkungen für Wassersport und Wassertourismus

Anlässlich der Wassersportmesse boot 2016 in Düsseldorf drücken die Spitzenverbände des Wassersports, der Wassersportwirtschaft und aus dem Tourismus ihre Besorgnis aus, mit der Umsetzung des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ traditionelle Reviere schon bald nicht mehr nutzen zu können. Zugleich setzen sie sich für ein verstärktes Miteinander von Wassersport und Naturschutz auf den deutschen Fließgewässern ein.

Schleuse

Nach einhelliger Meinung der Verbände muss das Bundeswasserstraßennetz in Gänze erhalten werden.

Zwar begrüßen die Verbände ausdrücklich den im Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) und des Bundesumweltministeriums (BMUB) formulierten Ansatz, mit Renaturierungsmaßnahmen der Fließgewässer sowohl zu deren ökologischer Qualität als auch zu deren Freizeit- und Erholungswert beizutragen und neue Akzente bei der Hochwasservorsorge zu setzen, allerdings birgt er auch die Gefahr, dass das rund 2.800 Kilometer lange Netzwerk der nicht mehr für den Gütertransport genutzten Bundeswasserstraßen für den regionalen Tourismus und für den Wassersport verloren geht, falls es nicht gelingt, ökologische und wassersportliche Interessen miteinander in Einklang zu bringen und schnell die notwendigen Beschlüsse zu fassen. Schon kleine Störungen können diese Strecken, für die es keine Ausweichverbindungen gibt, großräumig lahm legen und das im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien verankerte Ziel der nachhaltigen wassertouristischen Entwicklung vereiteln.

Experten des Bundesverkehrsministeriums haben ermittelt, dass ein Teil der Schleusen schon bald außer Betrieb genommen werden muss, weil keine ausreichenden Mittel zu ihrer Unterhaltung und Instandsetzung zur Verfügung stehen. Dies hat Hafenbetreiber, Marinas und Wassersportvereine, aber auch anliegende Landkreise, Kommunen und Gewerbeverbände alarmiert. Angesichts des Umstandes, dass zuletzt 120 Millionen Euro im Bereich der Wasser- und Wirtschaftsverwaltung des Bundes nicht verbraucht und daher ungenutzt zurück gegeben werden mussten, ist es für Wassersport und Wassertourismus nicht akzeptabel, dass gleichzeitig wichtige Schleusen aus angeblicher Finanznot verfallen. Viele wenig kostenintensive und kleinteilige Maßnahmen an wassertouristisch genutzten Bundeswasserstraßen könnten unter Nutzung der vorhandenen regionalen Kapazitäten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung umgesetzt werden und so zu Beschäftigung und regionaler Wirtschaftskraft beitragen. Zentrales Anliegen der Verbände ist, dass bei allen Maßnahmen zugleich auf die Optimierung der ökologischen und auf die Gewährleistung der verkehrlichen Durchgängigkeit der Wasserwege geachtet wird. Sie darf weder durch Rückbauten beispielsweise von Schleusen, noch durch Befahrungsverbote oder -beschränkungen gefährdet werden. Derzeit gelten in Deutschland bereits über 900 unterschiedliche Befahrungsregelungen, die aus Naturschutzgründen erlassen wurden. Die Verbände sind überzeugt, dass die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit einem erweiterten gesetzlichen Gestaltungsauftrag gleichermaßen mehr Naturnähe und Freizeit- und Lebensqualität, die Wassersport und Wassertourismus einschließt, schaffen kann und so mit wohnortnaher Erholung einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Die Verbände teilen die von Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium geäußerte Einschätzung, dass die seit Jahrzehnten mit der Verwaltung der Bundeswasserstraßen betraute Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes geeignet und kompetent ist, die Zukunftsaufgaben „Renaturierung und Wassertourismusförderung“ wahrzunehmen. Ihr Gestaltungsauftrag muss dazu allerdings gesetzlich erweitert und mit Haushaltsmitteln ausgestattet werden.

  • Das vorhandene Bundeswasserstraßennetz muss in Gänze erhalten werden. Der Bund muss dazu die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes beauftragen und so mit Mitteln ausstatten, dass auch die wassersportlich und wassertouristisch genutzten Bundeswasserstraßen weiterhin unterhalten werden können. Der von Bundesverkehrsminister Dobrindt beim Bürgerdialog am 03.09.2015 angekündigte gesonderte Etat für Wassertourismus muss unverzüglich eingerichtet und so ausgestattet werden, dass die für Wassertourismus erforderlichen Einrichtungen an Bundeswasserstraßen erhalten und zukunftsfähig weiterentwickelt werden können.
  • Das bereits mehrfach verschobene Wassertourismus-Konzept der Bundesregierung muss fertiggestellt und mit den Betroffenen diskutiert werden. Es dürfen im Vorfeld keine Maßnahmen ergriffen werden, die später mit Zielen des Wassertourismuskonzeptes nicht im Einklang stehen.
  • Abschließend fordern Wassersport, Wassertourismus und Wasserwirtschaft eine angemessene Einbindung in das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“. Hier muss die gleiche Beteiligungsmöglichkeit sichergestellt werden, wie sie Naturschutzverbänden längst eingeräumt wurde! Im Gegensatz zu den Naturschutzorganisationen wurden die Verbände aus Wassersport, Wassertourismus und Wassersportwirtschaft bisher nicht an den Beratungen beteiligt.

Wassersport und Wassertourismus werden in vielfältiger Art und Weise ausgeübt. Alle teilen jedoch den Wunsch, dass das jeweilige Gewässer einen möglichst naturnahen Zustand haben sollte. Gerade für Wassersportler sind naturnah gestaltete Gewässer attraktiv und von besonders hohem Freizeit- und Erholungswert. Der organisierte Wassersport, wassertouristische Anbieter und Wassersportwirtschaft haben deshalb bereits in der Vergangenheit erhebliche Beiträge zum Schutz und Erhalt naturnaher Gewässer geleistet.

Zum Hintergrund:

Der Wassersport und Wassertourismus gehört zu den Wachstumsbranchen in Deutschland und Europa. Rund 20 Mio. Deutsche verbringen jährlich Urlaub oder Freizeit rund ums Wasser. Laut Bundeswirtschaftsministerium sind 80 Prozent der 14- bis 70-jährigen an wassertouristischen Aktivitäten interessiert. Mehr als sechs Millionen Bundesbürger üben eine Wassersportart (Segeln, Motorboot fahren, Kanu/Kajak, Rudern, Tauchen, Wind- und Kitesurfen) regelmäßig in ihrer Freizeit und/oder während des Urlaubs aus. Hunderttausende nutzen die Angebote der Personenschifffahrt für erlebnisreiche Momente auf dem Wasser oder für Angel- und Tauchfahrten. Der Umsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen betrug 2015 1,82 Milliarden Euro, die ökonomischen Effekte liegen um ein Vielfaches höher. Städte und Gemeinden entwickeln ihre Wasserlagen. Die Regionen investieren in die Entwicklung des Wassertourismus.

Mit seiner gut ausgebauten maritimen Infrastruktur sowohl an der Küste als auch im Binnenland hat sich Deutschland als wichtige wassertouristische Destination etabliert und bietet gleichzeitig weitere Wachstumschancen für die Zukunft. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich vor allem im Binnenbereich. Deutschland verfügt über die größte zusammenhängende Wasserfläche in Europa mit naturnahen Erlebnisräumen und damit über eine große Attraktivität für in- und auch ausländische Touristen. Diese positive Entwicklung gilt es abzusichern und vorhandene Wachstumspotenziale zu nutzen.

SUP and Bord

Fun für unsere Gäste

Nicht nur für unsere Gäste, sondern natürlich auch für meine Familie, mich selbst… Wir haben jetzt ein SUP an Bord oder zumindest auf dem Weg an Bord. SUP steht für Stand up Paddling Boards. Ziemliche Modeerscheinung mit der positiven Eigenschaft, dass das SUP aufblasbar ist und in unseren Keller passt, wenn wir es grade nicht brauchen. Ja, so ist das wenn man auf die BOOT nach Düsseldorf fährt. Kaufrausch.

 


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Arrivederci Luxussteuer

MPN Marinas informiert auf der boot Düsseldorf über die geplante Abschaffung der Luxussteuer in Italien und berichtet über eine für 2016 sehr zuversichtliche Bootsindustrie. 2011 begann auf der Apenninhalbinsel die Geschichte einer Steuer für Liegeplatzinhaber – und schon bald ein Abschied auf Raten. Erst wurde die Abgabe abgemildert und nun endgültig abgeschafft. 

Rivatreffen zur Einweihung der Marina Sant Elena

Gute Nachrichten für Italien-Skipper: Italien schafft Steuer für Bootsbesitzer ab. Bootsindustrie erwartet für 2016 hohe Zuwachsraten für die Bootsindustrie.

Fano, Januar 2016. Vier Jahre nach ihrer Einführung hat Italien im Dezember 2015 die Luxussteuer wieder abgeschafft. Die Abgabe war 2011 unter Ministerpräsident Mario Monti eingeführt worden und Teil seines Programms „Rettet Italien“. Die Regierung hatte damals unter anderem eine Liegeplatzsteuer in Höhe von 22 Prozent eingeführt, die auch ausländische Eigner mit Liegeplatz in Italien betraf. Mit den erhofften Mehreinnahmen aus der Bootsindustrie sollten Staatsschulden abgebaut werden.

Allerdings ging die Rechnung nicht auf. Gleichzeitig entstanden nämlich in den Nachbarländern rund 18.000 neue Liegeplätze ohne so eine hohe Steuerbelastung. Viele Bootseigner wanderten deshalb vor allem nach Kroatien, Slowenien und Montenegro ab, die Industrie musste einen Einbruch von 30 Prozent verkraften. Maßnahmen, die eigentlich die Konjunktur ankurbeln sollten, sorgten so für die tiefste Krise der italienischen Bootsindustrie.

Seit 2012 betraf die Steuer dann nur noch Bootsbesitzer, die in Italien wohnten oder überwiegend dort aktiv waren. Eigner mit Wohnsitz und Liegeplatz im Ausland wurden von nun an verschont. Außerdem fiel die Steuer auf Boote bis zu 14 Metern Länge weg, sehr zur Freude des Verbandes der italienischen Bootsindustrie (UCINA), der beharrlich für die Änderungen gekämpft hatte.

Auch Enrico Bertacchi, Koordinator des italienischen Marina Netzwerkes MPN Marinas, begrüßt den Wegfall der Steuer: „Endlich hat die Regierung verstanden, dass Wassertourismus und insbesondere die touristischen Jachthäfen Motoren der Tourismuswirtschaft sind. Die Abschaffung veralteter Normen war längst überfällig.“ Er glaube fest daran, dass sich die italienische Bootsindustrie erholen und das Vertrauen der ausländischen Bootsfahrer zurückerobern könne. „Ich bin mir sicher, dass viele Bootsfahrer die Schönheit Italiens nun wiederentdecken werden“, so Bertacchi. Die Kombination aus Meer und den Regionen Italiens mit ihren kulturellen und kulinarischen Reizen sei einzigartig auf der Welt.

Italien als Bootsreiseziel ist attraktiv nachdem kürzlich die Steuer auf Liegeplätze bis 12 Monate Dauer um zehn Prozent gesenkt wurde; eine gute Nachricht für einheimische und ausländische Bootsfahrer und damit für die gesamte Bootsindustrie in Italien.

Über MPN Marinas

Jede Marina ist einzigartig und muss individuell betrachtet werden. Nur so kann sie höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Um dem Rechnung zu tragen, haben Profis mit jahrzehntelanger Erfahrung im Management von Jachthäfen MP Network gegründet. Nur die besten und schönsten touristischen Jachthäfen Italiens können Teil dieses Netzwerks werden, das gleichzeitig Betreiber und Verwaltungsorganisation der einzelnen Marinas ist und so Synergien schafft. MP Network unterstützt die Marinas dabei, eine effektive Verwaltungsstruktur zu schaffen, hilft bei der strategischen Planung des operativen Geschäfts und ebnet den Weg in nationale und internationale Märkte – getreu dem Motto „Allein kann man wenig erreichen, zusammen erreicht man viel“.

Altherrenrunde

Bitte ein Wasser

Nathalie und ich sind in Düsseldorf angekommen. Die ganze Zugfahrt dicke Luft. Ich sitze noch in den letzten Zügen mit dem Vortrag für Morgen auf dem YACHT Stand, Nathalie hat einen dicken Kopf vom Vorabend. In Düsseldorf dann trennen sich unsere Wege erst einmal. Ulf und Guido warten. Alte Freunde. Davon habe ich nicht mehr viele und darum sind die wenigen, die ich habe verdammt wichtig. Oder? Is doch klar. Also erst einmal zu Rossi, auch ein guter Freund. Rossi und sein Sohn haben sogar den Trip von Fuerte Ventura zu den Kapverden mitgesegelt. Ich lande erst mal in der falschen Bahn, der Bahnhof Düsseldorf überfordert mich total. Viel zu viele Menschen. Der Trubel, die Dunkelheit, die Menschen. Überfordert. Überreizt. Bei Rossi in der Küche komme ich endlich runter. Ein Glas Wasser und Rossi’s gute Aura entspannen meine Nerven. Weiter geht es. Straßenbahn. Alle sitzen mit Smartphone in der Hand, keiner unterhält sich, keiner schaut keinen an. Hmm. Ich nehme mein Macbook raus. Noch schlimmer. Oder? Kritik an der Zeit. Kritik an mir selbst.

Bei Ulf angekommen wir es einen Moment lang schwierig. Er öffnet mir mit Kippe im Mundwinkel die Haustüre. Ich rauche jetzt seit fünf Monaten nicht mehr. Umarmung. Herzlichst. „Willst Du nen Bier?“ „Ne, ich trinke seit Dezember keinen Alkohol mehr.“ „Alter, was ist los. Bist Du krank? Hast Dir aber viel zu Sylvester vorgenommen.“ Wir lachen beide. Egal. Ich nehme einen Saft und keine Zigarette. Heute Abend gehen wir aus. Na, ob das mal gutgeht.

 


Mitsegeln auf der MARLIN. Buche jetzt Deinen Trip mit der MARLIN. Kuba ab Mitte April. Atlantiküberquerung 2016 von den Bahamas über Bermudas zu den Azoren oder sei bei der Atlantiküberquerung von den kanarischen Inseln nach Union Island in der Karibik im November dabei. www.marlin-expeditions.com

 

SV Casa – Bernhard Moser AT

GUTE SEESCHIFFE LEBEN LANGE
Im Frühjahr 2015 hatte ich über das Leben der SV Casaeinen Blog verfasst, deren Eigner BERNHARD MOSER folgende Zeilen geschrieben hatte:

Ich möchte mich für den wirklich guten Service bedanken! Sowas erlebt man nicht alle Tage! Besonders hier in Uruguay, wo man im Regelfall von einem mañana zum nächsten vertröstet wird 😉
Leider hab ich keinen Blog o.ä.
Schöne Grüße
Bernhard
sv casa

Bernhard und sein Freund Manuel Plattner ( beide aus Tirol ) kämpfen in Uruguay mit den typischen Imponderabilien des Seglerlebens: Reparaturen, Umbauten, Verbesserungen, um ihr Schiff final klar für die Seefahrt in arktischen Gewässern Richtung Chile zu machen. Der Seebär ZULUMBUS ist bereits an Bord und enorm ungeduldig, er spricht allerdings österreichisch mit deutschen Untertiteln, und erklärt dabei recht sonor und unterhaltsam, wie die Geschichte weiter gehen soll, siehe Video.
Weitergehende Neugierde wird im Blog gestillt, das seit kurzem online ist.

SV Paloma – Nicoletta, Marc-Anton, Elias, Toja, Gabriel Hochreutener CH

GEBALLTES ABENTEUER

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Es war ein eisiger Dezembertag, der mich nach Kiel geführt, um vor Ort an Bord im Wasser – die Möglichkeiten einer ungewöhnlichen Installation zu besprechen. So lernte ich Schiff und Eigner kennen, und erfuhr eine ungewöhnliche Geschichte, die ich fortan begleitet habe. SV PALOMA, eine formverleimter Ketsch von 27 Tonnen aus der Feder von GEORG NISSEN, die unter ihrem vorherigen Eigner, dem Bremer Utz Kohlhoff, bereits eine 10 jährige Weltumsegelung vollbracht hatte, und einem Schweizer Ehepaar, das mit ihren drei Kindern ( 8, 10, 12 J ) die Weltreise zu wiederholen gedachte.

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KALTE SPRÜNGE ÜBERALL
Geringe Segelerfahrung, gepaart mit Mut, haben dies Ehepaar sich ein schwimmendes Zuhause aussuchen lassen, das von allem im Überfluss zu bieten hatte: Seetüchtigkeit, solideste Bauweise und eine überaus komplexe Technik, die zur besonderen Herausforderung werden sollte, zumindest, wenn man nicht lebenslang in der Materie aufgewachsen ist, was die Beiden offen bekannten. Der Voreigner, ausgewiesener Profi im Marine Business, hatte ihnen ein ONE OFF Schiff der besonderen Art übergeben, weil es von vorn bis achtern voller Besonderheiten und Detail Verliebtheiten steckte, ein kalter Sprung ins Wasser für ungeübte Newcomer, so wie hier.

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Das Haus in der Schweiz war bereits verkauft, der Umzug auf´s Schiff stand fest, als eine Bandscheiben OP das Familienoberhaupt in einem Rollstuhl hinterliess, weil die OP suboptimal verlaufen war. Schien die Planung zunächst gefährdet, so hat Marc-Anton sich bewundernswert wieder ins aufrechte Leben zurück gekämpft. Und so erlebte ich bei der Montage einen Eigner, der sich zwar noch überaus vorsichtig über sein Schiff bewegte, gleichwohl ohne rollende Hilfsmittel seine Lebensplanung wieder aufgenommen hatte: den Aufbruch im Sommer 2015.

Ich habe mit angehaltenem Atem den weiteren Reiseverlauf dieser Familie nachverfolgt, gelesen, dass die ganze Familie von Seekrankheit schwerst gebeutelt, von der komplexen Schiffstechnik immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, gleichwohl mit der ATLANTIC ODYSSEY nun in Martinique eingetroffen ist, wenngleich ohne funktionsbereite Maschine, weil Propeller und Wellenlagerung ausgerissen, bzw. gebrochen sind, nachdem offenbar ein schwimmender Gegenstand hier schweres Unheil angerichtet hatte. Die PALOMA wurde in die Marina Le Marin eingeschleppt und die Familie hat dort nun eine weitere Herausforderung zu bestehen: eine erneute Reparatur, die ein weiteres Mal das Budget unvorhergesehen belasten wird.

image KopieNicoletta und Marc-Anton berichten auf ihrem Blog in einer Form authentisch über Herausforderungen, Stimmungen und persönliche Niederlagen, so ganz anders als viele andere Segler, die wenig reflektiert, nur das Ankommen bereits als persönlichen Sieg begreifen und über die dunklen Gedanken und Sorgen unterwegs nicht berichten mögen. Im BLOG der Beiden ist zu lesen, wie es sich anfühlt, wenn man vom eigenen Kind gefragt wird: „Papa, warum tut ihr uns das an?“. Meine Hochachtung gehört dieser Familie, der ich nur wünschen kann, dass sie durch die vielen schönen Erlebnisse unterwegs, den Mut nicht sinken lassen und ihre gemeinsame Familienreise als unvergesslich in ihren fünf Herzen speichern mögen.

Peter Foerthmann WEITERLESEN