Monatsarchive: April 2015

Im Regenwald

Liebe Leser, auf YACHT-Online habe ich einen neuen Beitrag über einen Ausflug in den Indian River auf Dominica getippt. Hier der Link.  Wir sind gerade im Begriff abzulegen und wollen nonstop nach St. Kitts segeln. Von dort geht es dann…

Aus Fehlern lernen (Teil 4) – Einhand in die Box


Auf meinen letzten Blogbeitrag kamen einige Reaktionen bzgl. des Abtreibens beim Anlegen. Das passt gut in meine Kapitel zum Lernen aus Fehlern. Gerade einhand kann es schnell vorkommen, das der Bug beim Anlegen in eine Box bei Seiten- oder Gegenwind vertreibt, bevor man eine Vorleine  zum Steg bekommt. Wie das passiert und was man dann noch tun kann, möchte ich hier beschreiben. Im letzten Jahr bin ich ja einhand bestimmt 150 Anlegemanöver gefahren, und konnte  mir so einige Strategien zurechtlegen, die ich hier gerne teile und die natürlich auch für Crews passen. 
Erfolgreich ist das Manöver bereits dann, wenn man je ein Achterleine und eine Vorleine in Luv belegt hat, doch ich versuche eigentlich immer beideAchterleinen über die Pfähle zu bekommen, bevor ich mich dann darum kümmere das Boot neu auszurichten. Und danach so dicht an den Steg zu bewegen, das ich mit einer Vorleine hinübersteigen kann. Das übliche Manöver (bei normalen Windverhältnissen) läuft bei mir wie folgt ab: Ich ziele auf die Box und lasse das Boot dann mit möglichst wenig Fahrt ausgekuppelt durch die Pfähle treiben. Je nach Wind beginne ich dabei etwas luvseitig der Box, denn der hintere Luvpfahl muss auf jeden Fall erwischt werden, sonst wird ein neuer Anlauf nötig. Die mit großem Palstek versehenen Achterleinen liegen dabei bereit. Sie sind belegt und richtig durch den Seezaun geführt auf Höhe der Sprayhood. Sie sind dabei so zu belegen, dass sie auf jeden Fall lang genug sind um mit dem Bug den Steg zu erreichen, jedoch kurz genug, um das Boot achtern nicht zu extrem vertreiben lassen zu können. Hier spielt natürlich die Erfahrung und der Blick für die richtige Boxenlänge mit hinein. Auch ein Bootshaken liegt bei mir immer griffbereit in der Plicht. 
 Achterleine über Luvpfahl
Beim Hineingleiten in die Box probiere ich sehr früh die luvseitige Achterleine über den Pfahl zu bekommen und zwar schon möglichst bevor dieser mittschiffs vorbeigeht. Das lässt mit dann genug Zeit durch die Plicht auf die Leeseite zu gelangen um dort die zweite Leine über den Leepfahl zu bekommen. Nun wird der Bug meist etwas von der richtigen Richtung abgekommen sein. Ein kurzer Gasstoß voraus mit entsprechend gelegtem Ruder korrigiert dieses und gibt dem Boot dabei noch einmal etwas Fahrt um auch bis an den Steg zu kommen. Bei Annäherung werfe ich beherzt beide Vorleinen hinüber damit ich beide Hände frei habe um über den Bugkorb auf den Steg zu jumpen. Nun wird schnell die Luvleine fixiert. Je  nachdem ob ich Ringe, Klampen oder Poller vorfinde gehe ich hierbei unterschiedlich vor, doch das erkläre ich aber einmal an anderer Stelle. Nun wieder auf das Boot und die Achterleinen korrigieren, dann wieder auf den Steg und die Leeleine belegen. Damit liegt das Boot dann sicher. 
  Achterleine über Leepfahl
Soweit die Theorie und auch die Praxis bei wenig Wind. Bei starkem Seiten- oder Gegenwind gibt es nun, durch das oft unvermeidliche Vertreiben des Bugs, folgende potentiellen Probleme:
1.    Bei viel Wind und wenig Fahrt vertreibt der Bug mit jeder Sekunde mehr. Ein Hineingleiten in die Box mit möglichst wenig  Fahrt wird  also nicht funktionieren.
2.  Dadurch hat man dann automatisch oft nicht mehr genug Zeit um auch den Leepfahl zu erwischen. Das ist an sich kein Problem, da es hinterher ja immer noch möglich ist. Bei sehr viel Wind wird man das auch immer so machen, aber es gibt natürlich Zwischenbereiche. Manchmal passt es dann und manchmal eben auch nicht. Die Probleme beginnen eigentlich stets, wenn man zu viel Zeit damit verbringt, auch die Achterleine in Lee über den Pfahl zu bekommen. Man kann in dieser Zeit die Geschwindigkeit und die Position des Bugs schlecht korrigieren. Verliert das Boot zu viel Fahrt vertreibt der Bug unweigerlich und aus meiner Erfahrung ist ein Abkommen aus der Fahrtrichtung von mehr als 25°, bei starkem Wind nicht mehr mit einem kurzen Gasstoß zu korrigieren.
3.     Nun wird also keine Annäherung an den Steg mehr erreicht und ich komme mit der Vorleine nicht mehr hinüber. Wenn auf dem Steg nun niemand hilft wird es unangenehm. (Eine meiner Vorleinen ist übrigens sehr lang, so dass ich in dieser Situation bei Hilfe vom Steg diese immer noch hinüberwerfen kann).
4.   Sind längs zur Box Führungsleinen gespannt ist es einfach. Ich ziehe mich dann mit deren Hilfe einfach an den Steg. So ausgestattete Boxen sind bei viel Wind daher auch zu bevorzugen. Auch neben der Box in Luv liegende Boote können hilfreich sein. Daher bringe ich bei viel Wind vorne am Bug in Luv stets einen dicken Kugelfender aus. Trotzdem kann man dabei aber auch den Nachbarlieger beschädigen, da man ja selber vor Einfahrt in die Box seine Fender mittschiffs noch nicht draussen hat um nicht an den Pfählen hängen zu bleiben.
5.  Sind die Optionen aus Punkt 4 jedoch nicht gegeben, bleibt mir nichts anderes übrig als mich an die Heckpfähle treiben zu lassen um erst einmal Ruhe in das Schiff zu bekommen. Da die Heckleinen ja belegt sind kann ich (zumindestens bei Gegenwind) auch nicht einfach Gas geben um aus den Boxen fliehen. Wie gesagt, längs an den Heckpfählen zu liegen empfinde ich auch nicht als bedrohlich, sondern nur als doof.
Auf dem Weg zum Steg
Denn es gibt ja nun immer noch Möglichkeiten sich zu befreien: Die Heckleinen lösen, das Boot passend ausrichten, achtern abstossen und mit dem Bug durch die Pfähle zurück in die Boxengasse fahren.  Oder aber eine Leine an den Steg bekommen. Das kann über ein Nachbarboot geschehen, schwimmend, mit dem Schlauchboot oder über jemanden der doch noch irgendwann helfend an den Steg kommt. Als weitere Option wurde mir via facebook übrigens geschildert einfach an den Pfählen über Nacht liegenzubleiben und dann morgens wieder auszulaufen. Das geht natürlich auch :-)


Jetzt bleibt natürlich noch die Frage, warum mir der Fehler trotz eines zweiten Mannes am Bug passiert ist. Wie auf facebook richtig kommentiert natürlich durch mangelnde Konzentration. Merkwürdigerweise mache ich einhand weniger Fehler, als mit einem Mann/Frau auf dem Vorschiff. Wohl auch weil ich meist alleine unterwegs bin. Während ich dann denke, vorne ist ja alles im grünen Bereich kümmere ich mich um die Heckleinen ohne genau aufzupassen. Und wenn dann noch eine Ansage von vorne ausbleibt oder im Winde verweht, ist es ganz schnell passiert das der entscheidende Meter fehlt. Also immer Augen auf, bis sich die Vorleine auf dem Steg befindet! Und ach ja,leider habe ich keine Mittelklampen…

Abschiedsstimmung

20150429

Trondheim ist erreicht

Jürgen ist heute Morgen um 5:15 aufgestanden und ich mit ihm. Seine Tasche mit Rollen auf dem Gepäckträger des Bootsbikes hab ich ihn dann schlaftrunken zum Airbus Schuttle geleitet. „Tschö. Gruß Deine Familie. Danke für alles.“ Da hat man vierzehn Tage quasi miteinander auf dem Klo gesessen, alles vom anderen mitbekommen und ist mal gegen und mal mit dem Wind gesegelt – und jetzt wo er endlich weiß welche Bedeutung die ganzen Tampen im Cockpit der MARLIN haben, da fährt er einfach wieder weg. Ans Herz gewachsen ist er mir. Nanana, nen bisschen Abstand Herr Skipper. O.K.

Wir sind in Trondheim angekommen, gut 30 Meilen ins Landesinnere vorgestoßen. Die obligatorische Einladung zum Essen für Skipper und Bootsjunge haben wir gerne mit Herzen angenommen und so doch tatsächlich wenigstens etwas von der Stadt gesehen. Auf dem Weg hat Jan Photos von mir gemacht. Rasiert. Für Sönkes neues Buch. Sönke hat gedrängelt. Maritim soll es sein. O.K. Rote Jacke blauer Tampen. Jetzt lächeln. Hmm. Na, ich bin mir sicher, in weniger als zwölf Monaten werde ich zu diesem Bild sagen: „Mensch, wie gut ich da aussehe. Da war ich ja noch richtig jung.“ So ist das wohl.

Ob Günther uns verlassen wird ist noch nicht so ganz klar. Seine Rückflugambitionen sind im Gegensatz zu Jürgen gescheitert. Aber er ist guter Dinge. Na, von mir aus kann er weiter mit uns segeln. Im Moment ist Südwind. Wenn die neue Crew an Bord ist dreht er bestimmt auf Nord. Ist ja immer so. Auf jeden Fall bleiben wir wohl noch ein oder zwei Nächte in Trondheim. Auch mal schön.

Mit dem Andrang der Mitsegler um wenigstens einmal in Ihrem Leben nach Spitzbergen zu kommen bin ich höchstgradig enttäuscht. Die Reaktion ist meist: „SPITZBERGEN! Eh geil. Das ist ja mal ein Ziel. Mal was ganz anderes. Da fahren noch nicht so viele hin. Ich? Mitsegeln. Hmm. Also weißt Du Michael, meine 30 Tage Urlaub im Jahr will ich dann doch lieber im Warmen verbringen.“ Ich glaube, ich hätte sogar Schwierigkeiten zahlreiche Crew zu bekommen wenn ich den Törn verschenken würde. Hatte ich mir ja so nicht gedacht, aber vorsichtshalber schon kalkuliert. Also. Passt schon. Machen wir halt viele Fotos und filmen, dann können sich die Sesselsegler alles schön von zu Hause aus ansehen. Am besten im Internet, dass kostet wenigstens nix. „Hallo Herr Wnuk. Das löschen sie aber jetzt wieder. Das ist kontraproduktive Provokation.“ Nix da. Das bleibt so stehen. Muss auch mal meinen Unmut loswerden. Ich geh jetzt Klo putzen.

 


Mitsegeln auf der MARLIN? Ab Bodoe kannst Du mitsegeln in den Lofoten und dann weiter nach Spitzbergen. Im Juni-July kannst Du Spitzbergen mit uns erkunden. Plätze sind noch frei… www.sy-marlin.de/mitsegeln AIS Life schaust Du hier. Was und wie viel Tracking über das AIS Netz bringt. Der direkte Link auf die AIS Meldungen der MARLIN MARLIN on AIS Life! Du willst selber einen AIS Transponder um die Position Deines Bootes über das Internet zu sehen? LUNATRONIC hat den besten AIS Transponer als eigenständiges System

 

 

Bootsevents 2015: Einsteigen, ablegen und Spaß haben!

So lautet auch in diesem Jahr wieder die Devise bei den Bootsevents der ADAC Sportschifffahrt, des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft und weiteren Unternehmen, nachdem 2014 an insgesamt sechs Eventtagen 1.649 Personen an 772 Testfahrten teilgenommen haben. Nun haben Interessierte nach der positiven Resonanz im letzten Jahr auch 2015 erneut die Möglichkeit die Faszination Wassersport im Rahmen kostenloser Probefahrten zu erleben. An drei Standorten mit jeweils 15 Booten können Sie das Ruder selbst in die Hand nehmen.

Boote mit bis zu 15 PS können ohne Führerschein auf allen Bundeswasserstraßen mit Ausnahme des Rheins gefahren werden. Tausende von Kilometern stehen interessierten Nachwuchsskippern damit auf Flüssen, Kanälen und an der Küste zur Verfügung. Wir zeigen Ihnen, wie einfach der Einstieg in den Bootssport ist.

Die Veranstaltungstermine für die Bootsevents 2015 stehen bereits fest.

Hafenfest Münster, 06. – 7.06.2015
Genießen Sie die besondere Atmosphäre dieses Hafenfestes und nehmen Sie das Ruder einmal selbst in die Hand. Unsere Instruktoren an Bord zeigen Ihnen wie es geht. Boot fahren ist ganz leicht, wenn man es gleich richtig gezeigt und erklärt bekommt. Die Probefahrten finden am Samstag und Sonntag jeweils ab 11.00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist vor Ort im Informationszelt direkt am „Kornspeicher Coppenrath-Verlag“ möglich.

Rhein in Flammen in Koblenz, 08. – 09.09.2015
Die Besucher haben auf dem Koblenzer Sommerfest erstmalig die Gelegenheit den Bootssport im Rahmen kostenloser Probefahrten kennenzulernen. Lassen Sie sich den Wind um die Nase wehen und erleben Sie die Faszination Wassersport hautnah.
Die Probefahrten finden am Samstag und Sonntag jeweils ab 11.00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist vor Ort im Informationszelt direkt am Peter-Altmeier-Ufer, Höhe Königsbacher Biergarten am Deutschen Eck möglich.

Maritime Woche an der Weser in Bremen. 19. – 20.09.2015
Genießen Sie das außergewöhnliche Flair der Maritimen Woche mit ihren zahlreichen maritimen Angeboten. Nach einer Einweisung durch unsere Instruktoren kann das Abenteuer auf dem Wasser losgehen.
Die Probefahrten finden am Samstag und Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist vor Ort direkt an der Weserpromenade Schlachte, Anleger 4b, Höhen Bgm.-Smidt-Brücke möglich.

Sollten Sie Gefallen am Boot fahren gewonnen haben, empfehlen wir Ihnen den Besuch einer Einweisungsveranstaltung oder eines Kurses zu den Sportbootführerscheinen. Die Experten der ADAC Yachtschule Möhnesee (www.adac-yachtschule.de) beraten Sie vor Ort gerne zu den Möglichkeiten. Informationen dazu erhalten Sie auch bei der ADAC Sportschifffahrt unter www.adac.de/sportschifffahrt.

Weitere Informationen zum Bootssport und den kostenlosen Probefahrten erhalten Sie unter www.entdecke-wassersport.de

 

Tatort Norwegen

20150426

Das Leben unter Segeln ist normaler als man denkt

Jürgen hat uns die Entscheidung nach Bodø durchzusegeln abgenommen. Er muss am 30ten April wieder am Tisch stehen und operieren und das Wetter zeigt nicht das Fenster um Bodø rechtzeitig zu erreichen. Also blasen wir den Stress und die angedachten Nachttörns ab und machen Urlaub. „Jürgen, such Dir eine Bucht aus für unser zweites Angrillen.“ Jürgen zeigt mit dem Finger auf die Karte. Da! Es ist mitten in der Nacht und die MARLIN läuft acht Knoten platt vor dem 20 Knoten Wind aus Süd mit zweitem Reff im Groß. Der neue Autopilot steuert uns sicher in die richtige Richtung. „O.K. Da kommen wir morgen früh an. Wir schmeißen den Rocna Anker ins Wasser uns suchen uns einen Platz zum Grillen.“ Wir sind uns einig. Am Montag geht es weiter nach Trondheim. Dort ist Crewwechsel angesagt.

Aufmerksam tasten wir uns nebst dem Segeln auch an Norwegen ran. Nebst dem enorm hohen Preisniveau beeindruckt uns alle die Infrastruktur. Alle Inseln, es sei, es steht nur ein Dorf und eine Schule drauf, ist mit einer Fähre zu erreichen. In Alesund haben sie kilometerweise Tunnel gegraben und mitten in der Wildnis verarbeiten die Norweger ihr Öl. Wenn man denkt, man sei allein, ist man falsch gewickelt. Auf dem AIS sieht man hunderte von Booten die alle wie aus dem Ei geschält aussehen. Die Straßen sind aufgeräumt, kein Müll ist zu finden. Seit Ankunft und Erwerb einer Sim Karte für das iPhone haben wir 4G/LTE, eher selten mal nur E. Überall stehen AIS Stationen. Norwegen ist komplett vernetzt und viel moderner als Deutschland. Schade, dass man die Sprache nicht versteht.

Bootsjunge Jan geht. Das macht mich echt traurig. Jetzt kann er grade alles und wir haben unseren Weg gefunden die MARLIN mit Mitseglern zu segeln. Er weiß wo alles ist, fast alles, wie es geht und jetzt muss er wieder nach Berlin. Tja – So ist das halt. Anwesenheitspflicht in der Uni. „Und Jan? Nicht doch lieber nach Spitzbergen?“ Wir sitzen in der Nacht, die keine Nacht ist, auf der Kante des Pilothauses und schauen bibbernd den gemalten Nachthimmel an. Immer weniger geht die Sonne unter. Bis 12 Uhr Nachts ist es hell. Um drei Uhr morgens fängt die Sonne schon an zu quengeln und will über den Horizont. „Aber Arved kommt ja am Donnerstag!“ Jan lacht. Das macht er viel und das macht ihn unter anderem auch so sympathisch. Arved ist der zweite Bootsjunge, der sich mit Jan den Job teilt.

Ich verbringe den Mittag im Motorraum. Das Problem ist der Wasserstop des Generators. Die Wartung habe ich viel zu lange schleifen lassen. Das Ding schüttet literweise Seewasser in die Bilge. Muss sein. Bei der Gelegenheit wechsel ich das Öl. Auch keine schlechte Idee. Ich schaue jetzt besser mal nicht nach, wie lange der letzte Ölwechsel her ist. Dann reicht es mit rumschrauben und sauber machen. Günther und Jürgen haben einen Grillplatz mit Bank gefunden. „Ob der Privat ist?“ „Mehr als verjagen können sie uns nicht. Wir stellen ein Fünf Liter Fässchen Flensburger auf den Tisch und frieren uns den Arsch ab. Es gibt Uruguayisches Steak, Würstchen, alles deutsche Bestände. Wie lange das wohl noch so sein wird. Na ja. Wir können dann ja bald den Freezer mit Fisch füllen und den in den Süden importieren. Am Abend schwenke ich den Monitor des Bordrechners zum Salon, stelle Flips und Chips auf den Tisch und öffne einen Kanister Wein. Wochenende. Tatort über LTE und die ARD Mediathek. „Fühlt euch mal nen bisschen so richtig Deutsch. Ich brauche das manchmal auch!“

 


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Der erste Törn der Saison…

 Kieler Förde

…ist ja immer etwas ganz besonderes. Und ehrlich gesagt habe ich mir große Sorgen gemacht, wie mir denn das Segeln als Hobby gefallen wird. Im letzten Jahr war es ja mein normales, tägliches Leben mit dem Boot unterwegs zu sein und monatelang auf ihm zu leben. Und nun soll es also wieder ein Hobby werden. Ein paar Tage hier und da; eventuell auch mal ein längerer Törn, wenn die Zeit es hergibt. So als würde Arjen Robben ab und zu mit Freunden auf den Bolzplatz gehen, Jan Ulrich mit dem E-Bike einkaufen fahren oder Sebastian Vettel die Kinder mit dem Kombi von der Schule abholen. Gut ich übertreibe etwas, aber so ging es mir im Kopf herum, als ich den Überführungstörn zur Marina Minde in der Flensburger Förde antrat. Eine Box in diesem dänischen Hafen soll nämlich mein Liegeplatz für diesen Sommer sein. Erstens liegt er im Ausland und gibt mir damit das Gefühl nicht direkt vor der eigenen Haustür zu segeln, und zweitens bekommt man dort im ersten Jahr als Neulieger 20% Rabatt. Gute Argumente also für diesen Hafen. Die Fahrtzeit von Hamburg beträgt 1:45h, nach Wendtorf bin ich sonst 1:30h gefahren….das passt schon. Und um es vorwegzunehmen, es wurde ein Traumtörn, vollgepackt mit allem, was das Segeln reizvoll macht. Ich freue mich jetzt bereits auf jede Stunde, die ich diese Saison an Bord verbringen kann.   
Ich möchte daher hier einfach einmal von diesem Überführungstörn berichten, der zwar keinen spektakulären Ziele und Entfernungen bereithielt, aber in sich einfach ein perfektes Spiegelbild des Segelns auf der Ostsee war. Und ich war auch nicht alleine, sondern hatte einen „Auszubildenden“ an Bord. Alois, ein musikalischer Weggefährte, der sich neu für das Segeln interessiert, wollte sich alles einmal vor Ort ansehen und möglichst viel Erfahrung mitnehmen um eventuell für den Sportboot See Schein schon vorbereitet zu sein.

Das Wetter sollte zwar recht schön werden, jedoch passte der permanent angesagte Wind aus nördlichen Richtungen nicht so recht zur Route Kiel-Minde. Und so begannen wir dann auch direkt mit einem Nachttörn von Kiel nach Damp. Ich liess Alois aus der Marina Düsternbrook dieseln und kurz danach gingen die Segel hoch. Wir hatten Glück und konnten am Wind aus der Kieler Förde segeln. Vor Schilksee ging malerisch und mit einem Kaleidoskop an Farben die Sonne unter. Alois zückte den Fotoapparat und knipste andächtig. Wohl der erste Eindruck der geänderten Wahrnehmung von Bord aus.

Bei Bülk drehte der Wind sogar noch rück, so das fast ein direkter Kurs auf Damp möglich war. Schnell wurde es aber auch kalt und dunkel und die Stunden bis Damp zogen sich. Dick eingepackt und mit heißem Kaffee in der Plicht liess es sich aber gut ertragen. Ich liebe diese Atmosphäre. Kein Schiff weit und breit, nur Leuchttürme und blinkende Bojen am Horizont, schwarzes Wasser, gleichmässiger Wind, der Blick mit Taschenlampe zum Verklicker. Traumhaft. Nachts um 0100h dieselten wir dann die restlichen 1,5 Meilen westwärts in die Marina, deren Einfahrt wir nur mit der Taschenlampe und dem Plotter finden konnten. Die Hafenmauer backbords blieb einfach unsichtbar. Doch da ich schon öfter in dem Hafen war, machte ich  mir  keine großen Sorgen. Nach einem Absacker ging dieser großartige Nachttörn zu Ende und wir krochen zufrieden in die Kojen, hatten wir doch einen guten Teil des Törns Richtung Nord bereits segelnd bewältigen können.
Morgens weckte uns dann bereits das Gedengel der Fallen und das Pfeifen der Böen im Mast. Alois war begeistert, sah er doch bereits stürmische Abenteuer und wilde Ritte durch sturmgepeitschte Wellen vor seinem  geistigen Auge. Als Skipper sieht man das wohl leider anders, denke ich doch mehr an das Material und mögliche Komplikationen. Nun konnte ich Alois allerdings gut das Reffen erklären. Schnell waren wir im zweiten Reff angekommen, während der Wind immer weiter zulegte. Bis Schleimünde konnten wir noch kneifen, aber Richtung Flensburger Förde hätten wir dann direkt gegenan kreuzen müssen. Bei der Distanz, Wind und Wellen hatte ich dazu jedoch überhaupt keine Lust, zumal der nächste Tag bessere Bedingungen versprach. Also ging es ab in die Schlei und nach Maasholm, denn Schleimünde sah verwaist aus. 
Das Anlegen bei starken seitlichen Böen ging dann auch noch daneben und so konnte ich das Retten aus einer miesen Situation erklären, denn das Boot lag quer zu den gähnend leeren Box an die Pfähle geschmiegt. Nicht bedrohlich, nur doof. Aber all die Erfahrungen des letzten Jahres machten mich ruhig. Eine lange Leine, über ein in der Nähe liegendes Schiff an den Steg gebracht, erlöste uns dann aus der Klemme. Ich war beeindruckt, wie vertraut mir 2014 das Boot geworden ist. Alle Handgriffe sitzen noch blind, selbst die korrekte Spannung der Wanten hatte ich noch im Gefühl und konnte nachjustieren. Wir tranken uns dann den Rest des Tages schön und verspeisten ein paar Fischspezialitäten im idyllischen Maasholm. Auch solche Tage gehören zum Segeln, wenn auch Alois zu diesem Zeitpunkt noch zwischen „toll“ und „langweilig“ schwankte.
Das sollte sich am nächsten Tag ändern. Nachdem uns der Wind noch aus der Schlei blies, schlief er dann sofort komplett ein und wir dieselten über die bald spiegelglatte See. Ich hasse ja dieseln, aber es gab einfach keine Alternative. Und in Verbindung mit dem knallblauen Himmel, der strahlenden Sonne und einem uns folgendem Schweinswal war es mir dann auch schnell egal. Hochsommer im April. Alois leuchtete bereits rot wie eine Backbordlaterne, da half die nun noch aufgetragenen Sonnencreme auch nicht mehr viel. Hier hisst er die dänische Gastlandflagge in der Mitte der Flensburger Förde. Passt, sie ist genauso rot-weiss wie er selbst…

Nach Gegenwind, Starkwind und Windstille bekamen wir nun einen leicht achterlichen Wind, mit dem wir bis in den Stadthafen von Sönderborg trieben. Die Langeweile von gestern wich nun Begeisterung ob des Traumwetters, des Traumwassers und des Traumliegeplatzes direkt an der Kaimauer. Mangelhafte Sanitäranlagen und fehlender Strom liessen uns dann abends allerdings in die Marina nebenan verholen. Was für ein cooler Tag, und das, wie gesagt, mitten im April!

Um nun den Eindruck vom Segeln vollständig zu machen mussten wir am letzten Tag dann ca. 8 Meilen bei Wind 5-6 im zweiten Reff gegenan kreuzen, um in die Marina Minde zu gelangen. Alois war nun bereits mit Windrichtungen, Wenden und Halsen vertraut und machte als Vorschoter eine sehr gute Figur. Schön wenn man nur Ruder legen und Befehle geben muss :-) Wieder folgte uns ein Schweinswal. Dieses Mal so dicht das man ihn fast hätte anfassen können. Interessant wie groß die Population in der Ostsee wieder geworden ist. Die Marina Minde entpuppte sich dann als klein, gemütlich aber doch modern und gefällt mir sehr gut.

Der Rückweg mit Bus und Bahn war leider langwierig, die Strecke direkt an der Flensburger Förde vorbei, offenbarte aber gut die Reize dieses Reviers. Ochseninseln, Glücksburg, viele Häfen, hohe Küsten. Ich kann es kaum abwarten, dieses mir noch unbekannte Revier zu erforschen. Und auch der Alssund und die Nähe zur „Südsee“ schüren die Vorfreude auf diese Saison. Ich liebe das Segeln, ob nun als Hobby oder als Beruf!!

Weicheier, Warmduscher und Rückwärtseinparker vom Dienst

20150425

Warmer Popo

Wer meint, dass wir Helden sind, der ist schief gewickelt. Helden stehen am Rad, wir sitzen warm und kuschelig im Pilothaus. Schnee und Regen des Tiefs in dessen Zentrum wir uns grade befinden geht uns am A…. vorbei. Der Autopilot steuert und von innen geben wir mal ein paar Grad Korrektur. Immerhin. Zum Segelsetzten gehen wir ins Cockpit. Ein dickes Lob auf das Pilothaus. Ich möchte nie wieder ohne. Nicht in den Tropen, wo es vor der Sonne schützt, nicht hier im Norden, wo es der schönste Ort an Bord mit Ausblick ist. Jürgen und ich haben Wache von 20 bis 24 Uhr und warten das der Wind dreht und wieder einsetzt, motoren langsam vor uns hin, das Groß steht mal auf BB mal auf SB. Bodoe ist außer Diskussion. Wir werden es nicht rechtzeitig schaffen, also drehen wir ab Richtung Trondheim. Günther und Jürgen wollen uns zum Abschluß zum Essen einladen. Da sagen wir natürlich nicht Nein. Enjoy Sailing.

 


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Vier Jahreszeiten in zehn Minuten

20150424

Ausblicke in eine andere Welt

Gestern war Erholung vom harten Nachttörn mit Sightseeing in Alesund angesagt. Erst Ausschlafen, dann Frühstück. Beim Kaffee gehen schwere Hagel- und Schneeschauer über Alesund und unsere Marlin runter. Danach scheint plötzlich die Sonne und es wird richtig warm. Unter anderem wollen wir den mehrere hundert Meter hohen Aussichtsfelsen nahe der Stadt erklimmen. Was anziehen? Schwere Wintermontur? Oder lieber leichte Trekkingkleidung? Wir entscheiden uns für ein Zwischending, was uns während der kleinen Tour mehrmals Schwitzen und auch frieren lässt. Eine philipinische Touristin, die wir auf dem Felsen treffen, spricht von „four seasons in 10 minutes“. Sie hat Recht.

Wieder sind wir von den finanziellen Möglichkeiten der Noweger beeindruckt: Einige dünn besiedelte Schären sind mit aufwendigen unterseeischen Autotunneln mit dem Festland verbunden (bei einer Meerestiefe zwischen den Inseln von z. T. über 60 m!!!). Außerdem gesichtet: 24 Stunden beheizte Parkbänke, damit Popo und Rücken auch bei Minusgraden warm bleiben. Die Bänke werden nicht nur von den Einheimischen, sondern auch von uns genutzt.

Immer wieder beraten wir die weitere Törnplanung. Die verschiedenen Wetterberichte geben zum Teil unterschiedliche Informationen. Wohl scheint der Wind heute zunächst schwach aus Nord, später aus NW zu kommen und soll morgen auf SW bis S drehen. Wo soll die Ab- und Anreise der alten und neuen Crewmitglieder erfolgen? Es gibt nur Bodo (ca. 400 sm) und Trondheim (ca. 150 sm) als Alternativen, da nur hier Flughäfen sind, von denen man via Oslo Richtung Deutschland starten kann. Die definitive Entscheidung wird wohl morgen fallen, Mal sehen, wie sich das Wetter entwickelt. Apropos Wetter: Aktuell bewölkt, teils Nieselregen, Maximaltemperatur 6 – 7 Grad, auf den Bergen um uns herum überall Schnee. Erinnert einen an die Herr der Ringe-Filme.

 


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Ankunft. Alesund

20150423

Und es wird wieder Winter

Für meine Mitsegler waren die letzten 24 Stunden eine neue Erfahrung. Der Trip um die Ecke von Bergen nun bis Alesund hatte es in sich. Wind bis über 30 Knoten am Wind auf der offenen See sind verbunden mit Schnelligkeit, Schräglage und hohen Wellen. Dazu kommt die Kälter der Region. Warum machen wir das? Diese Frage stellt sich unausweichlich, spätestens dann, als wir nach Alesund einlaufen und es anfängt zu schneien. Tatsächlich liegt hier ein anderer Fahrtensegler, ein Norweger, der die Leinen annimmt und uns hilft die MARLIN zentimetergenau einzuparken. Der erste. „Ihr wollt nach Spitzbergen. Wann soll es losgehen? Am ersten July?“ „Nö. Eigentlich am ersten Mai.“ Der nette Norweger sagt nicht.

Die Landschaft hat sich schlagartig geändert hier an der Westküste Norwegens. Hohe schneebedeckte Berge empfangen uns. Die erste Tölpel ziehen ihre Kreise in den Wellentälern und Fischschwärme werden durch Mövenschwärme sichtbar. Also: Warum mache ich das? Ehrlich. Ich weiß es nicht. Es muss Neugier sein. Ich erinnere mich an Patagonien, wie ich geflucht habe in den Kanälen, wenn es geregnet und geschneit hat, der Wind immer auf die Nase war und jede Meile ein Abenteuer. Heute schwärme ich von der Zeit, habe alle negativen Erinnerungen vergessen und schwelge in Wehmut, wenn ich an die Zeit zurückdenke. Damals war ich seglerisch immer unter Stress, weil die Verantwortung beim Segeln mit zwei kleinen Kindern immer im Nacken hatte. Nur keinen Fehler machen. Micha, Du hast die Verantwortung. Das ist mir immer durch den Kopf gegangen. Safty first. Das hier ist nicht Segeln in der Flensburger Förde. Wenn einer über Bord geht, ist er in ein paar Minuten tot. Erfroren. Die Chance ihn rechtzeitig rauszuholen ist gleich null. Meine jetzige Verantwortung ist kein Stück kleiner. Jede Minute ist Stress für mich, irgendwie. Immer aufpassen. Immer auf der Hut sein und einen möglichen Fehler vorab erkennen und verhindern. Irgendwann muss auch ich schlafen. Ich schrecke auf, wenn mich jemand weckt. „Micha, die Wassertanks sind voll. Was soll ich machen?“ Gott sei Dank ist es nicht. „Micha. Ernst ist weg. Er ist einfach nicht mehr da.“ Das beschert einen unruhigen Schlaf. Aber jetzt sind wir im Hafen. Jetzt gehe ich Schlafen. Tief schlafen. Alle sind da. Der Trip war ein voller Erfolg.

 


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Endlich Segelwind. Nicht mehr auf die Nase.

20150422

Abfahrt.

Wir habe das schöne Bergen verlassen und befinden uns auf dem Weg um die Ecke um westliche Wind auf der offenen See zu erreichen. Die Wege durch die Fjorde sind mir zu viel mit Motoren gesegnet. Also gehen wir raus. Für Morgen sind Starkwinde angesagt aus westlichen Richtungen bis 8 Bft, Sturmstärke. Ich erzähle meiner Crew am besten mal nicht so das ganze Detail. Leider wird der West Wind nicht durchstehen für zwei Tage. Das war gestern. Sonst könnten wir Bodoe direkt anlaufen und wären in drei Tagen dort. Morgen Vormittag sollen die Winde am stärksten sein mit vier Meter Welle, da können wir Alesund anlaufen. Was im Buch über Alesund steht hört sich sehr interessant an. Schaun wir mal. Die Wetterberichte ändern sich eh stündlich. Eine zuverlässige Wettervorhersage ist unmöglich für drei Tage. Vierundzwanzig Stunden ist maximal drin. Und der sicherste Weg das Wetter zu beurteilen ist der Blick aufs Barometer und die Nase im Wind.

Wir segeln endlich. Wir haben unglaublicherweise endlich Wind, wo wir einen akzeptierbaren Kurs anliegen können. MARLIN hat es auch eilig. Auf den Tacho stehen endlich wieder acht Knoten. Das befreit. Und auf dem weiteren Weg nach Nord ist unser Kurs 30 Grad. Knappe 350 Meilen trennen uns noch vom Etappenziel. Bodoe Das sieht auf den Mercartor karten immer viel mehr aus, als es in Wirklichkeit ist hier oben im Norden. Auch dunkel wird es immer später. Um 12 Uhr nachts sieht es noch nach Dämmerung aus. Dann ist es für vier Stunden einigermaßen dunkel und schon wird es wieder hell.

 


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Hans-Peter Scheller, Hawaii, US

foto 15Hello Peter!

It was with interest to read your version of traditional yacht design.
The raisin in the cake however was your mention of Clark Stede.

I originally met Clark in 1986 in the Luisiade Archipelago, Papua New Guinea.
He was fun to be with, and always resourceful. We explored a very small island
with very friendly but poor natives. It was a treat for them to receive old, wore out clothing, with genuine thanks. Clark decided to bring a small generator, projector and white bed sheet ashore. When it got dark, he invited the whole tribe watch his pictures of big cities, high rises, automobiles, city people, and what have you. The native population was speechless, dropped yaws, and wide open eyes. The next morning the high chief send word to us, that we ate invited for the afternoon.

Man, did they put on a show for us. The whole population of the island. Singing, dancing, In their native costumes, speak grass skirts but no bra, it made an everlasting impression of gratitude as they reciprocated for Clark’s sharing of the real world.

I have no idea yet, when I will be in Lübeck, to meet you. There are still some loose ends to tie up here. But, I will give you plenty notice.

Looking forward to own the best wind pilot in the world!

Peter, in Hawaii.

Hans-Peter Scheller, Hawaii, US

foto 15Hello Peter!

It was with interest to read your version of traditional yacht design.
The raisin in the cake however was your mention of Clark Stede.

I originally met Clark in 1986 in the Luisiade Archipelago, Papua New Guinea.
He was fun to be with, and always resourceful. We explored a very small island
with very friendly but poor natives. It was a treat for them to receive old, wore out clothing, with genuine thanks. Clark decided to bring a small generator, projector and white bed sheet ashore. When it got dark, he invited the whole tribe watch his pictures of big cities, high rises, automobiles, city people, and what have you. The native population was speechless, dropped yaws, and wide open eyes. The next morning the high chief send word to us, that we ate invited for the afternoon.

Man, did they put on a show for us. The whole population of the island. Singing, dancing, In their native costumes, speak grass skirts but no bra, it made an everlasting impression of gratitude as they reciprocated for Clark’s sharing of the real world.

I have no idea yet, when I will be in Lübeck, to meet you. There are still some loose ends to tie up here. But, I will give you plenty notice.

Looking forward to own the best wind pilot in the world!

Peter, in Hawaii.