Monatsarchive: April 2014

leopard & cats

bright pink meets leopard


FOLLOW THE MAUD – SWIM SPRING 2014 // EP.1 CALL ME WILD from Volcom on Vimeo.

DesTopNews 2014-18

VOR 65 Team Brunel

Die letzten Tage vor der Abreise

Die letzten Wochen waren eigentlich nur davon bestimmt das Boot reisefertig zu bekommen. Nun ist es endlich, und zum Glück rechtzeitig, soweit. Gestern war das letzte Probesegeln auf der Kieler Förde bei allerbestem Segelwetter. Hier mal ein kurzer Eindruck:

So kann der Sommer gerne bleiben. Wind 3-4 und sonnig : )

Das Probedieseln war auch erfolgreich, 1,5 Stunden nonstop bei 2.500 U/min und 4,5kn. Keine Geräusche oder Übertemperatur. Damit kann ich leben. Seit ich die Ladekontrolllampe überbrückt habe, funktioniert auch der Sterling Ladestromverteiler. Die Bilgepumpe ist auch repariert und nun (auch wenn ich es kaum glauben kann) ist alles fertig!!!!!!! (naja ein paar Kleinigkeiten noch, dann können wir auftauchen,,,Zitat aus „Das Boot“)
Gestern habe ich dann noch einen letzten Anstrich auf das Deck aufgebracht um es endgültig zu versiegeln und dann staubgesaugt und die ersten Sachen verstaut, eine Kühlbox montiert. Sogar alles ordentlich notiert, damit ich es unter den Polstern wiederfinde.
Eigentlich ist das Boot schon voll, nun kommen aber noch Instrumente, Aussenborder und Schlauchboot, sowie alle Klamotten und Karten und Bücher und Lebensmittel dazu. So richtig weiß ich noch nicht, wie das jemals funktionieren soll….

Nun bin ich noch 4-5 Tage zuhause um auch hier den Absprung zu finden und nnoch viele Dinge zu Ende zu bringen. Meine Frau Merih ist zur Zeit in Japan. Sie ist nun gerade mal 4 Tage weg und fehlt mir wie verrückt. Liegt es eventuell daran das ich zuhause bin und sie unterwegs, statt anderherum? So sind die 6 Monate Trennung für mich gerade sehr schwer vorstellbar. Ich denke das wird der härteste Teil der Reise…

Durch die Vorbereitungen fühle ich mich mittlerweile extrem ausgebrannt und werde wohl in dem ersten erreichten Hafen erst einmal 4 Tage Pause machen um wieder runterzukommen.

Bescherung auf den Caymans

20140428

Ein bisschen wie Weihnachten

Im Gegensatz zu Cuba gibt es hier auf den Caymans keinen Trara und HipHop! mit den Zollbehörden. Ich besuche kurz UPS am Morgen mit Claudia, unserer caymanischen Freundin, stelle mich dem Manager vor. Die rufen kurz beim Zoll an. Ja. Um 13:30. Daraus wird 15:30, weil die Zollbehörden die Ware erst noch bei UPS kontrollieren und dann am Lobster Pot Pier, um sicher zu stellen, dass die 240kg Segel aus Thailand auch an Bord der MARLIN verladen werden. Mit der Hilfe des UPS General Managers, der selbst mit anpackt, verladen wir die Segel in unser altes Dinghy. Nathalie sitzt oben auf den Segeln und mit dem Großfall und der Elektrowinsch kranen wir die Fracht an Deck. Da sitzen sie nun, die glücklichen Skipper. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die mit ihrer kleinen und großen Spende, dem Pusch auf den Spendenbutton und den Überweisungen, dazu beigetragen haben, dass wir nun neue Segel haben. Wir bedanken uns bei Claudia, die uns bei der Abwicklung der Lieferung hier auf den Caymans so geholfen hat und vor allen Dingen bedanken wir uns, bei Sven Cornelius, Nui und dem Team von Rolly Tasker, dass sie diesen nicht so einfachen Auftrag umgesetzt haben.

Normaler Weise streiten sich die Capitana und der Skipper ja nun leidlich bei der Arbeit an den Segeln. Heute ist dem nicht so. In trauter Zweisamkeit schlagen wir das Trysegel an. Passt. Wir wechseln die alte Fock gegen die neue. Passt. Dann geht die Sonne unter. Die Genua machen wir morgen. Das Groß morgen und übermorgen. Da müssen die Lattenhalter vom alten Segel abgeschraubt werden, die Laufschuhe ebenfalls und ans neue Segel angeschraubt werden. Das wir noch ein bisschen dauern. Hoffentlich ist uns das Glück weiter treu und auch der Rest der Segel passt.

Du willst segeln gehen mit Deiner Familie?

Die LosLocos, eine österreichische/deutsche Familie aus Berlin hat ihren Traum an Bord der SUVAROV gelebt. Nun müssen sie zurück in den Beton. Frag nicht uns warum. Ich denke mal es gibt immer viele Gründe. Die Zeit, die sie an Bord ihres Schiffes hatten, die Reise von Deutschland bis in die Südsee kann ihnen niemand wegnehmen. Die Zeit ist bestimmt mit Geld nicht zu bewerten. Nun bieten die LosLocos ihre SUVAROW zum Verkauf an. Ein solides Stahlboot. Chance für jeden, der jetzt weg will, der seinen Traum jetzt leben will. Mehr Infos gibt es hier! Viel Spaß beim bieten! Bestimmt eine außergewöhnliche Gelegenheit.

Auf den Caymans gelandet

20140427a

Ein bisschen wie Zu Hause!

Wir kommen am Westend von Grand Cayman am Nachmittag und bei Sonne an. Ich muss mich jetzt mal selber nen bisschen loben. Der Autopilot läuft endlich. Aus Deutschland hatte ich die notwendigen neuen Magnete, Federn und Stifte mitgebracht. In Cuba hatte ich die Teile noch schnell eingebaut. Gustav, der Autopilot hatte heute seine Feuerprobe. Am Mittag frischt es auf. 3 BFT. Ich lasse die Segel stehen. Die MARLIN giert von rechts nach links und ist übertakelt! Deutlich übertakelt. Der Autopilot muss ordentlich drehen. Von rechts nach links. Normalerweise wäre das nicht gegangen. Jetzt macht er das ohne zu murren, ohne auszusetzen, ohne dass die Kupplung den Kontakt zum Ruder verliert. Mit Kühlschrank und Gefrierschrank saugen die drei ordentlich an der Batterie. Zweiter Test. 20 Grad Schräglage beim am Wind segeln. Was wird der Generator dazu sagen. Doch auch der schnurrt und schaltet sich nicht mehr ab, wegen Kühlwassermangels. Ich bin richtig stolz. Das auch mal was funktioniert! Hoffentlich funktioniert das alles auch bei 6 BFT. Auf dem Weg über den Nordatlantik werden wir Zeit haben das ordentlich zu testen.

Unsere Mouring vor der Stadt ist frei. Ein einsames anderes amerikanisches Boot liegt an einer weiteren Mouring. Schnell ist die MARLIN vertäut und ohne Probleme fahren ich un Ulli zum einklarieren mit dem Dinghy an Land. Das kostet Geld am Wochenende, aber das wussten wir vorher. Ulli übernimmt die Kosten, weil er morgen wieder in seiner Praxis stehen muss, seine Kinder in der Schule antanzen. Der Alltag hat unsere Gäste zurück, auch wenn es Ihnen nach der Woche voller Antialltag und Abenteuer schwer fällt die MARLIN zu verlassen. Auf uns warten neue Aufgaben. Morgen müssen die neuen Segel an Bord und angeschlagen werden. Nicht ganz so einfach. Viel Tuch. Morgen wissen wir mehr.

Schon mal gesehen was AIS kann? Clickst Du hier! Noch kein sendendes AIS? Kaufst Du bei mir.

Sternschnuppennacht

20140427

Wind in den Segeln

05:38 Na, wer sagt es denn? Pünktlich um 2 Uhr nachts, wie von den Gribfiles vorhergesagt, bekommen wir eine leichte Brise, die über die letzten Stunden zugenommen hat. Noch können wir mit Vollzeug durch die Nacht düsen. Die Logge zeigt bis zu 6,5 Knoten an, in Wirklichkeit bleiben aber nur 5,5 übrig, da ordentlich Strömung gegen uns setzt. Immerhin, bei der Geschwindigkeit schaffen wir es wohl doch im Hellen bis Grand Cayman und können unter Publikum bei Tageslicht den Seven Mile Beach entlangsausen!

Die Nacht ist stockfinster, kein Mond zu sehen, dafür zucken Sternschnuppen in unregelmäßigen Abständen durch den Himmel. Die Schwalben schlafen immer noch, genau wie Skipper, Stift und Schiffsmädchen. Kurz vor sechs, Zeit für den ersten Kaffee.

08:30 Nicht nur Kaffee gab es zum Morgengrauen, sondern auch heiße Milch mit Keksen und Gesellschaft im Cockpit. Mittlerweile sind alle wach und die MARLIN zieht mit 8 Knoten durch das Wasser. Noch knapp 50 Meilen bis zur Nordspitze, alles klar, das Vollzeug bleibt oben.

Ultraleichtwindsegeln

20140426

Wir haben tatsächlich Cuba verlassen

Quasi zum Ausklarieren sind wir noch mal auf Cayo Largo gewesen. Nachts angekommen. Morgens in die Marina und Mittags wieder weg. Am Punta Mal Tiempo fallen wir alle noch mal ins Wasser und segeln dann los. Doch es ist wie verhext, genau wie gestern. Kein Wind. Aber auch so gar kein Wind. Wir treiben mehr als das wir segeln. Am Nachmittag besucht uns ein Pilotwal, kommt nah ran. Oder ein Schweinswal? Der große runde Kopf schiebt sich bis auf ein paar Meter neugierig an die MARLIN ran. Die Kinder sind muchsmäuschenstill, was eher selten ist in den letzten Tagen ; ) Dann taucht er ab.

Meine Nachtwache hat grade angefangen. Grade mal vierzig Meilen haben wir geschafft. Noch hundert sind es zu den Caymans. Greta und Cornelia müssen am Montag Morgen in der Schule sein, Ulli in seiner HNO Praxis. Der Wind ist eindeutig dagegen. Zumindest hat er schon mal gedreht und die 160 qm Segel schieben die 30 Tonnen Alu der MARLIN gurgelnd mit 2 Knoten durchs Wasser. Zumindest – wenn Ulli und ich bedeutungsschwanger pusten. Jetzt grade sind es nur noch ein Knoten. Aber egal, ich habe den Motror mal ausgemacht. Es ist tiefe Nacht und solange wir den Kurs halten, bleibt der Motor mal eine Zeitlang aus. Ruhe im Boot. Alle außer mir schlafen. Morgen sollte es mehr Wind geben oder wir machen Johann wieder an. Ullis Frau Claudia darf uns spät in der Nacht erwarten. So ist die Seefahrt.

Am Nachmittag gesellte sich noch ein Schwalbenpärchen auf de Relingsdraht des Heckkorbs. Vorsichtig näherte sich Greta den aneinander gekuschelten Tierchen mit einem Brotkrumpen. Die Landvögel waren total erschöpft und ließen sich sogar am Brustkorb kraulen, einfach nur froh ein Plätzchen für die Nacht hat gefunden zu haben. Die Kinder sind beeindruckt, was alles auf See passiert. Man muss dem Abenteuer nur eine Chance lassen.

Halber Knoten Fahrt. So ich geh mal wieder ins Segel pusten. Ach guck mal an: Unser Schwalben fahren immer noch mit. Motor wieder an. Caymans – Wir kommen.

Sprung ins Wasser

20140424

Marina ade!

Nach genau 6 Wochen in Cienfuegos und 40 Tagen in der Marina tanken wir im Morgengrauen 300 Liter Diesel um Cienfuegos zu verlassen. Unser AIS haben wir natürlich nicht bekommen, dafür wieder Ärger gehabt bei der Marinaabrechnung, da auf einmal Wasser und Strom nicht im Preis inbegriffen waren, wie vorher per Email mitgeteilt, sondern laut neuer Preisverordnung per Verbrauch abgerechnet werden. Die Kilowattstunde zu 40 Eurocent!!!! So eine hohe Stromrechnung hatten wir nicht mal in Deutschland, und wir haben noch nicht einmal eine Klimaanlage. Und die Moral von der Geschicht: Den Vertrag immer zweimal lesen. Was kostet eigentlich die Kilowattstunde in Flensburg?

Mit der aufgehenden Sonne lösen wir die Leinen und nehmen Kurs auf die Ausfahrt in die Lagune. Ich bin traurig, vor allem, weil ich nach diesem erneuten Debakel und dem Behördenfrust der letzten Tage froh bin, wegzufahren und die Abschiedsmelancholie der letzten Woche nicht recht einstellen will. An Steuerbord grüßt uns ein letztes Mal die Mauerinschrift: Bienvenido a Cuba Socialista, dann sind wir draussen, schlängeln uns durch die Fischerboote, die unter Aufsicht der Guardafrontera ein paar Pargos aus dem Wasser ziehen. Wir sind nicht allein. Mit an Bord sind seit zwei Tagen unsere Freunde von den Caymaninseln. Aufgrund von Platzmangel und Seekrankheit leider nur die halbe Familie, Uli mit seinen beiden älteren Töchtern Nele und Greta. Obwohl die Gribfiles wenig bis keinen Wind versprechen, kommt nach einer Stunde ein leichtes Lüftchen auf, erst 6, dann 7, dann 10 Knoten aus Südost. Vollzeug hoch und schon rast die MARLIN mit 7 Knoten ihrem Ziel, der Leuchtturminsel entgegen. Perfektes Familiensegeln.

Nach knapp 8 Stunden fällt erst der Anker, dann alle Crewmitglieder über Bord. Endlich wieder ins Wasser springen, ein schwojendes Schiff, zurück in der Freiheit. Auf der Insel wartet schon Onel, der Leuchtturmwärter und freut sich, uns wiederzusehen. „Ich hab Euch gesehen, vor 6 Wochen, aber da konntet ihr ja nicht an Land, war schlechtes Wetter, viel zu viel Schwell.“ Heute ist gutes Wetter, ein paar Charteryachten machen ebenfalls ihren obligatorischen Zwischenstopp, wir verziehen uns in den Norden und ankern vor dem Strand.

Zu viert macht es auch den Kindern noch mehr Spaß, mit Begeisterung erkunden sie alleine die Insel, sammeln Holz und bereiten das Lagerfeuer für den Abend vor. Es gibt Kartoffeln, Maiskolben und Lobster vom Grill, Paradiesessen unter Sternen. Auch die Jungs vom Leuchtturm kommen auf einen Trago, ein Glas Rum, und einen halben Lobsterschwanz vorbei. AIS und Strompreise sind vergessen. Schwamm drüber und morgen bin ich sicher wieder traurig, weil wir die netten Kubaner verlassen müssen.

Logbuch – Freitag, den 25. April 2014

Standort: Kiel
Position 54° 20,3″ N 010° 09,5″ O
Datum: 25.4.2014 10:25h
Wind: 4 Bft, O
14°C,sonnig

– Ich habe „La Mer“ nun zur endgültigen Ausrüstung nach Kiel gesegelt…das ist für mich von der Fahrerei her am einfachsten. In 45 Minuten bin ich am Boot, statt wie bisher in zwei Stunden. Die Überführungsfahrt war katastrophal. Wind der Stärke 6 und viel Welle haben meine Frau die Seekrankheit entdecken lassen, dann ist auch noch die Grossschot aus der Halterung gerissen und weitere kleine Defekte sind aufgetreten. Nach dem Winterlager ist ja immer noch alles nicht wieder an seinem Platz und praxiserprobt, bei so einem Törn mit Wind und Welle wirkt sich das natürlich mehr aus, als bei einer Kaffeefahrt. 
– Der Diesel läuft wieder. Alle Kraftstofffilter sind neu, Kompression und Düsen wurden als gut bewertet…eine große Sorge weniger. Bei 3.000 Umdrehungen und Last (gegenan Heiligenhafen) waren aber nun Vibrationen und Geräusche aus dem Wellenbereich zu hören…na mal abwarten.
– Es gab Zuwachs in der Instrumentenfamilie. Zunächst einmal ein CASIO CTK-6250. Es wird mir als Einspielkeyboard und Ideengeber dienen. Klänge, Rhythmen und MIDI an Bord, das alles auch batteriebetrieben und mit einem kräftigen Lautsprechersystem als Abhöre. Zusammen mit meinem Laptop und Cubase 7 habe ich somit eine echte Projektstudioumgebung. Da das Keyboard aber auch selbst auf 32 Spuren MIDI Recording macht (mit Mixer und allem) kann ich aber sogar unabhängig vom Laptop Ideen ausarbeiten. Dazu leicht und recht klein…..für mich also ideal!!

– Dann kam neulich der kleine Lizzy, der mir als Ersatz für meinen Kontrabass dienen wird. Klein, handlich und mit tollem Sound. Meine Erwartungen wurden sogar weit übertroffen, klanglich ist er so dicht am Kontrabass wie es nur geht, nur die Dimensionen sind spieltechnisch noch ungewohnt. Keine großen Kräfte und weite Wege sind notwendig, er macht einfach Spaß!!

– Den Lizzy sowie mein Studiosetup werde ich in Kürze dann in einem Video demonstrieren. Es war die letzten Tage einfach keine Zeit für viel Video und Blogarbeit…das Boot geht eindeutig vor, sonst würde es ja keine Reise geben.
– Es gibt einfach so viele Dinge, an die man denken muss. Ich habe nun alle Seekarten und Handbücher zusammen, die Bordapotheke ist bestückt, Rezept- und Kochbücher sind am Start, Musik und Bücher für die Reise, Klamotten, warme und regendichte Kleidung, Bettdecken und Kissen….ich könnte stundenlang so weiter machen. Ich werde nun am ersten Mai auf das Boot ziehen, da ich nur dort merke was noch fehlt, und dann dort die Rückkehr meiner Frau aus Japan abwarten. Am 6.5. wird es dann Richtung Osten Kurs Rügen gehen.

luscious friday

2Pac feat. K-Ci & JoJo – How Do U Want It from CF on Vimeo.