Monatsarchive: Februar 2014

Caribbean 600


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Mottenflug


Written by the Wind from GER1702 on Vimeo.

luscious friday

Neuigkeiten vom ADAC Mittelmeerskippertreffen zu Kroatien und Italien

München – Bei dem diesjährigen ADAC Mittelmeerskippertreffen anlässlich der f.re.e. wurden schwerpunktmäßig Themen zu Kroatien behandelt.

Segelyacht in den KornatenWolfgang Götzinger (www.wosamma.at) berichtete über Bojenfelder und Ankerplätze entlang der kroatischen Küste. Der Vertreter der Kroatischen Handelskammer, Branimir Mader bestätigte die Mitteilung, dass die gesetzliche Regelung zu Konzessionsvergabe der Bojenfelder in den nächsten Monaten verabschiedet werden soll. Konzessionen für Bojenfelder werden demnach in Zukunft nur noch dann vergeben, wenn das Bojenfeld bereits Teil eines Bebauungsplanes ist. Regional zuständig sind die Gespanschaften (Kommunale Ebene). Mit der Neuregelung der 150m- bzw. 300m-Bestimmungen soll ebenfalls festgelegt werden, dass einzig in den Bojenfeldern Gebühren erhoben werden. In der Vergangenheit wurden häufig auch dann Gebühren erhoben, wenn Eigner im Bojenfeld oder im Umfeld des Bojenfeldes vor Anker lagen.
Herr Götzinger wies darauf hin, dass die haftungsrechtlichen Fragen zu den Bojenfeldern weiterhin ungeklärt sind. Die Lage der Bojenfelder an der kroatischen Adriaküste werden auf wosamma.at übersichtlich dargestellt und beruhen auf den mehr oder weniger aktuellen Daten des Ministeriums für Seefahrt, Transport und Infrastruktur.

Vento di VenziaAxel Brinkmann (Redaktionsleiter ADAC Marinaführer) gab einen kompakten Überblick über die Neuigkeiten und Kapazitätserweiterungen in Marinas an der italienischen und kroatischen Adriaküste. In Kroatien ist kurzfristig ein Neuprojekt geplant, die ACI Marina Slano in Dubrovnik. Langfristig sind drei weitere Projekte in Trogir, Pirowatc, Tisno geplant.
In Italien sind zahlreiche Neuprojekte bereits in der Bauphase und weitere Projekte genehmigt, insgesamt entstehen hier massive Überkapazitäten, diese schlagen sich natürlich auch auf die Preise nieder. Man bewegt sich heute auf dem Preisniveau von 2008, insb. bei langfristiger Vertragsbindung gibt es bereits sehr hohe Nachlässe. – Gute Zeiten für Eigner!

Branimir Mader, Vertreter der kroatischen Handelskammer, informierte über die Zolldeklaration in Kroatien sowie zu den Gebühren für Skipper in 2014. Herr Mader gab zu folgenden Themen Auskunft:

  • Crewliste: Diese muss nur noch dann beim Hafenamt vorgelegt werden, wenn das Einklarieren und Ausklarieren über den Seeweg erfolgt. Für Boote, die auf dem Landweg nach Kroatien gebracht werden, ist die Crewliste nicht mehr erforderlich. Die Personenliste entfällt demnach gänzlich. 
  • Dokumente an Bord: Folgende Dokumente müssen künftig mitgeführt werden:

Nachweis über gezahlte Aufenthaltsgebühr (Kurtaxe), Sicherheits- und Umweltgebühr
Gültige Bootsregistrierung
Haftpflichtversicherungsschein
Eigentumsnachweis bzw. beglaubigte Vollmacht
Bootsführerschein
Nachweis über gezahlte Umsatzsteuer (T2L-Papier, Originalrechnung)

  • Gebühren: Folgende Gebühren (HRK = Kuna) sind von allen Bootseignern zu entrichten

Gebühr für Info-Karte: HRK 20
Verwaltungsgebühr: HRK 40 (Sicherheit, Schutz vor Meeresverschmutzung, Nutzung der Meeresinfrastruktur)
Berechnung nach Bootslänge: HRK 20 / m
Berechnung nach Leistung: HRK 2 / Leistung in kW
Leuchtfeuergebühr HRK 10 x Bootslänge in m

Beispiele gem. Gebührenrechner von SeaHelp
8 m Boot mit 40 kW = 380 HRK
10 m Boot mit 100 kW = 560 HRK

Rabatte sind nicht mehr vorgesehen, die neuen Gebühren gelten jeweils vom 1.1. bis 31.12 eines Jahres. Die alten Vignetten behalten bis zum unterjährigen Ablauftermin ihre Gültigkeit, jedoch muss dann für die verbleibende Zeit die komplette Jahresgebühr entrichtet werden, auch wenn die Nutzungszeit vielleicht nur noch wenige Wochen beträgt.

  • Zolldeklaration für Boote in Kroatien:

Für alle Schiffe, die sich zum Zeitpunkt des EU-Beitritts Kroatiens am 01.07.2013 in einem Zolllager, d.h. in einer kroatischen Marina, befanden, müssen die Eigner eine Zolldeklaration in Kroatien durchführen.
Damit wird das Boot für den freien Verkehr in der EU zugelassen. Dieses Verfahren ist verpflichtend, unabhängig von der Größe und des Alters des Bootes und ob eine Zollabgabe fällig wird oder nicht. Nähere Informationen zum Zolldeklarationsverfahren in Kroatien finden Sie  hier.

Auf Nachfrage bestätigt Herr Mader, dass für die Abwicklung des Zolldeklarationsverfahrens zwar nicht zwingend eine kroatische Spedition beauftragt werden muss, jedoch äußerte er zugleich seine Zweifel, dass in der Praxis die Abwicklung ohne Mithilfe einer Spedition möglich sei.

Die Zolldeklaration muss spätestens 18 Monate nach dem letzten Termin des Einklarierens durchgeführt sein, also nicht zwingend zum weitläufig kommunizierten Stichtag 31.03.2014. Sollte die Deklaration nach Ablauf der 18-Monate-Frist nicht erfolgt sein, müssen betroffene Eigner mit der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in Kroatien rechnen. Darunter können ein Strafzoll, die Nachverzollung und eine Neuerhebung der Mehrwertsteuer verstanden werden.

ADAC Yachtcharter-Suche auf der Austrian Boatshow in Tulln

Austrian Boat Show - Boot TullnTulln ist und bleibt der sichere Hafen und wird im März wieder zum
Treffpunkt der Yachties und Wassersportfans. 370 nationale und
internationale Aussteller zeigen vom 06. bis 09. März auf einem
komplett ausgebuchten Messegelände auf 25.000 m2 einen Querschnitt
der Branche. Das vielfältige Angebot reicht von: große Yachten,
kleine Jollen, alles rund um den Tauchsport, Bootsausrüstungen,
maritime Dienstleistungen und Infos über die schönsten Destinationen
für den nächsten Urlaub.

Auch die ADAC Yachtcharter-Suche wird durch den Kooperationspartner CharterCheck auf der Boatshow in Tulln vertreten sein.

Das Online-Portal der ADAC Sportschifffahrt www.adac.de/yachtcharter unterstützt alle Freizeitskipper bei der Suche nach der passenden Charteryacht für den nächsten Törn. Weltweit können die Angebote von mehr als 7 000 Haus-, Segel- und Motorbooten an über 400 Standorten verschiedener Charterflotten auf dem Portal verglichen und gebucht werden. Durch die Darstellung der tagesaktuellen Belegung wird für den Kunden die tatsächliche Verfügbarkeit sichtbar. Bereits heute sind über 3500 Kundenbewertungen abrufbar. Attraktiv: Kunden können jetzt auch mit Kreditkarte zahlen und so beispielsweise von den weitreichenden Versicherungs- und Bonipaketen der ADAC mobilKarten profitieren.

Die ADAC Plattform bietet einen schnellen Marktüberblick und umfassende Preistransparenz. Gesucht werden kann beispielsweise nach dem Revier, Buchungszeitraum sowie der Dauer der Anmietung. Die Suchergebnisse können anschließend noch nach Preis, Ausrüstungsmerkmalen und Ausstattung detailliert abgefragt werden. In der Ergebnisliste werden nur tatsächlich buchbare Yachten dargestellt. Die Abwicklung der Buchungen wird von etablierten Yachtcharteragenturen übernommen.

Die ADAC Sportschifffahrt möchte mit dem Online-Portal gemeinsam mit dem Partner CharterCheck für mehr Markttransparenz sorgen und Wassersportlern die Törnplanung erleichtern. Darüber hinaus erhalten ADAC Mitglieder bei der Buchung über die ADAC Yachtcharter-Suche Sonderkonditionen, diese Sonderkonditionen gelten ausdrücklich auch für Mitglieder des österreichischen Partnerclubs ÖAMTC.

Mehr Informationen zur ADAC Yachtcharter-Suche gibt es unter www.adac.de/yachtcharter, weitere attraktive Rabatte finden Skipper & Crew sind unter www.adac.de/vorteilspartner.

 

BSV-Wassersportgespräch im Rahmen der Messe ‘f.re.e’

Logo f.re.e.München – Beim traditionellen Wassersportgespräch im Rahmen der Messe f.re.e in München trafen am 22. Februar 2014 etwa 50 Vertreter von Behörden und Verbänden aufeinander, um unter Leitung des Präsidenten des Bayerischen Seglerverbandes (BSV), Joerg von Hoermann, wichtige Themen zwanglos zu besprechen und nach geeigneten Lösungen zu suchen.

Nach der Begrüßung durch BSV-Präsident Joerg von Hoermann und Messegeschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer startete der traditionelle Informationesaustausch.

Der 1. Polizeihauptkommissar Peter Werner stellte fest, es habe auf bayerischen Gewässern 63 Sportbootunfälle gegeben. Erschreckend sei die Zahl von 30 Badetoten, das seien doppelt so viele wie im Vorjahr. Klaus Achtelstetter, Leiter der Wasserschutzpolizei Lindau ergänzte, am Bodensee habe es neun Badetote gegeben und 25 Unfälle mit Sportbooten.

Gute Tipps von der Polizei gab es zum Thema Prävention gegen Bootskriminalität. Es seien in Bayern 84 Motoren gestohlen worden, nur sechs seien wieder gefunden worden. „Die Motoren werden gestohlen, auf Kraftfahrzeuge aufgeladen und ab geht es, vorwiegend gegen Osten oder Süden. Bis wir vom Diebstahl erfahren, sind Täter und Beute weg“, so Werner. Sinnvoll sei es die Schraubbefestigungen zu verschweißen. Gut wäre auch eine Motorennummer in den Motorblock zu prägen. Fremde Personen, die mit Handys serienweise Fotos von Motoren machen, sollten der Polizei gemeldet werden.

Zum Managementplan ‘Natura 2000′ für das Gebiet Bodensee monierte Dr. Andreas Lochbrunner, DSV-Präsident und bayerischer Reviervertreter für den Bodensee, die Segler hätten eine Stellungnahme eingereicht, in der sie Antworten zur Notwendigkeit, Wirksamkeit und Angemessenheit des Bodensee-Management-Planes eingefordert, leider stünde eine Antwort der Regierung von Schwaben noch immer aus. Der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner und Roland Weid von der Regierung von Oberbayern, Höhere Naturschutzbehörde, sagten zu, sie würden sich dafür einsetzen, dass bald eine Antwort käme.

Zum Managementplan ‘Natura 2000′ für die Seen Chiemsee, Starnberger See und Ammersee, sagte Weid, das sei eine Erfolgsgeschichte, die freiwillige Vereinbarung Wassersport-Naturschutz habe sich bewährt, es sei ein gutes Zusammenwirken von naturnahen Tourismus und Naturschutz. „Wir haben großes Interesse, dass die ‘Natura 2000′ überall funktioniert, wir sehen darin einen Schatz für die Zukunft“, so Weid. Das gute Miteinander bestätigte auch Horst Guckelsberger, Vorsitzender der Kreisgruppe Starnberg des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern.

Peter Kathan, Vorsitzender des YC Bad Wiessee, beklagte, dass es Schwierigkeiten mit ‘wilden’ Kitesurfern gebe. Bayerns Surfobmann Uli Gasch meinte dazu, das Problem sei bekannt, auch dass nur etwa fünf Prozent der Kitesurfer organisiert seien. Kathan sprach auch eine angeblich geplante große Staumauer am Tegernsee zum Hochwasserschutz an. Dr. Martin Grabow vom Bayerischen Ministerium für Umwelt, erwiderte „Eine Staumauer am Tegernsee ist Unfug, ich weiß nicht, woher dieses hartnäckige Gerücht kommt“.

Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst warnte davor, Starkwindwarnungen nicht ernst zu nehmen. Daraus könne schon bald danach eine Sturmwarnung werden. In Bayern seien 819 Starkwindwarnungen ausgesprochen worden und 204 Sturmwarnungen. Die Systeme seien wesentlich verfeinert worden, die Trefferquote dadurch sehr hoch.

BSV-Präsident Joerg von Hoermann und Moderatorin Gabi Toepsch bedankten sich für den offenen, von gegenseitigem Vertrauen geprägten Meinungsaustausch.

acrobat sailor


Triple P Wipeout – 23 Feb 2014 from Valencia Sailing on Vimeo.

beautiful surfing

DesTopNews 2014-09

Oyster 56 – zu verkaufen – for sale – € 495.000.–

Thai-Bras_0021OYSTER 56, Bau# 12, SY ULTIMA
LüA: 17,07 m, LWl: 14,50 m, Breite. 4,95 m
Tiefgang: 2,35 m, Verdrängung: 26.000 Kg
Yanmar 4 LH HTE, 135 PS, EU Steuern bezahlt
Eigner Schiff in Neuzustand, voll ausgerüstet für weltweite Fahrt. Derzeitiger Liegeplatz Türkei, Überführung / Übernahme an jedem gewünschten Ort in Europa. Verkauf vom Eigner Günther Müller Tel.: +49 (0)8051 4215 Email.: Guemueprien@aol.com WEITERLESEN

Zur richtigen/falschen Zeit am richtigen/falschen Ort

Die Überfahrt von Jamaika nach Kuba war nicht gerade die einfachste. Hundertvierzig Meilen von Montego Bay bis nach Santiago de Cuba – hundertvierzig Meilen lang Wind auf die Fresse aus Santiago de Cuba. Vier Tage fünfundvierzig Grad Krängung. Normalerweise hätte man den Trip in vierundzwanzig Stunden machen können, doch wir kreuzten vier mal so lange vor der kubanischen Küste.

Dicht unter Land haben wir haeufig wechselhaftes Wetter

Von unserem Kumpel Reini und auch von Bennis Vater bekommen wir alle zwei, drei Tage Wetterberichte auf das Satellitentelefon zugeschickt. Wenn es nach mir ginge, bräuchten sie das in neunundneunzig Prozent der Fälle nicht tun, denn meistens wecken sie Hoffnungen in uns, die dann enttäuscht werden. Da freuten wir uns kurz vor Kuba auf läppische zwei bis fünf Knoten Wind, gleichbedeutend mit einer glatten See ohne viel Welle, aber trotzdem genug, um unter vollen Segeln bequem voran zu kommen, doch wenig später fuhren wir nur noch mit der Fock, ohne Großsegel, weil es mindestens zwanzig Knoten geworden sind.

In Action bei einer der vielen Wenden

In Action bei einer der vielen Wenden

Dazu kamen nahe der Küste Kubas noch unstetige Winde, die dem Captain mindestens eine schlaflose Nacht bescherten, da er keine Meile verlieren wollte. Kein Wind, Segel runter, Maschine an – wenig später Wind, Segel hoch, Maschine aus – Windrichtungswechsel, Wende, dazu die Strömung, die uns unweigerlich von unserem Ziel weg zog.

doch drinnen ist alles in Ordnung

doch drinnen ist alles in Ordnung

Von Segelgefährten HinnerkWeiller kursierte vor ein paar Wochen ein Bericht auf Spiegel Online herum, der von seinen, meist negativen Erfahrungen, mit den kubanischen Behörden berichtete. Einen Tag lang wurde sein Boot bei der Einreise von unfreundlichen Beamten und Drogen-Hunden auf den Kopf gestellt. Dazu machte uns direkt bei der Ankunft in der Marina noch ein Belgier Angst, in dem er uns erzählte, dass die Beamten kleinste Krümel aus irgendwelchen Ritzen hinter Matratzen hervorkramen und auf Spuren von Marihuana testen würden. Wir hatten zwar absolut nichts an Bord (von dem wir gewusst hätten), aber wir kamen nun mal aus Jamaika! Da verkaufen Taxifahrer Joints und wer weiß, was da bei einer steifen Brise auf unsere MARIANNE geweht wurde…

Der Moment, in dem ich die Leine an Land werfe

Der Moment, in dem ich die Leine an Land werfe

Es kamen insgesamt fünf Uniformierte zu uns aufs Boot, alle sehr freundlich, MARIANNE wurde eine Stunde lang durchsucht, unser Bündel Thymian erst nach dreißig Minuten kritisch beäugt, mein brasilianischer Tabak mit zum Test genommen. Schließlich träufelte manChemikalien auf „Beweiskrümel“, es zeigte sich die richtige Farbe und schon waren wir frei! In Australien hatte ein Beamter unser Boot eine Stunde lang durchsucht und am Ende unseren noch eingeschweißten Käse, samt anderem Müll mitgenommen und dafür auch noch dreihundertdreißig Dollar verlangt, hier ist das umsonst.

Wir bewaffnen uns mit Kameras, ich schnalle mir eine GoPro mit dem Brustgurt um und wir stürzen uns ins kubanische Leben, Land Nummer zwanzig, wir kommen!

Nach der ersten Dusche fuehlt man sich gleich ganz anders

Nach der ersten Dusche fuehlt man sich gleich ganz anders

Doch zunächst brauchen wir Kohle, Zaster, Mäuse. In der Marina gibt es keinen Geldautomaten, doch Norbert, der Marinamanager leiht uns freundlicher Weise zwanzig CUC („CubanConvertibles“ oder auch „pesosconvertibles“, etwa zwanzig US-Dollar), um in die Stadt zu fahren. Punkt eins unserer Liste erledigen wir sofort – für einen CUC gibt es das erste kubanische Bier in der Marina. Das Bier schmeckt einfach nur großartig nach der Überfahrt, besser als das jamaikanische, aber natürlich kein Vergleich zum deutschen. Ich bezahle mit fünf CUC und bekomme einen Drei-CUC-Schein zurück. Schon mal einen Schein gesehen, wo eine drei drauf steht?

Marianne liegt sicher am etwas zu hohen Dock

Marianne liegt sicher am etwas zu hohen Dock

Kuba ist gerade dabei sich der Welt zu öffnen und viele Dinge sind hier noch nicht selbstverständlich. So wie ich mich über den Drei-CUC-Schein wundere, schauen mich die Kubaner mit meiner umgeschnallten GoPro an. „Was ist das? – Eine Kamera! – Ohh! Eine Kamera? Kannst Du ein Foto von mir machen? – Ja, aber eigentlich mache ich damit immer Videos… – Videos? Mit DER Kamera?“ Und so ist es für mich als Kameramann eine einmalige Gelegenheit, unbemerkt zu filmen. Selbst die große Kamera, mit Stativ und Mikrofon fällt den Leuten nicht so sehr auf, wie meine nackten Füße. Ich hab mir zwar mittlerweile Sandalen hier gekauft, doch der rechte Schuh scheuert dermaßen, dass ich nach einem Tag des Herumlaufens in der Stadt eine offene Wunde habe und doch lieber wieder barfuß gehe.

Ja, er kann kaum glauben, dass das eine Kamera ist

Ja, er kann kaum glauben, dass das eine Kamera ist

Nummer zwei auf unserer Liste ist natürlich das Internet. Mittlerweile überall auf der Welt vermutlich ein Grundbedürfnis, noch grundlegender als Essen und Schlafen, doch in Kuba noch eine echte Rarität. Wir fragen unseren Taxifahrer, der uns von der Marina in die Stadt fährt, wo man WiFi finden kann und er bringt uns in das beste Hotel der Stadt. In das 5-Sterne Hotel „Santiago de Cuba“. Nur hier kann man mit seinem Laptop sitzen und sich ins WiFi einloggen, nirgendwo anders in ganz Santiago de Cuba. Der Preis dementsprechend: Zwölf Dollar, für zwei Stunden, für eine Person. Doch wir sind zu zweit und das kleine Smartphone möchte auch ins Internet… Ein Hoch auf die „Internet Sharing“ Funktion der MacBooks. Benni loggt sich ins Hotel-WiFi ein, teilt dieses über Bluetooth mit meinem MacBook und ich wiederum teile dieses Internet über ein eigenes WiFi-Netzwerk mit meinem Smartphone. Als das Smartphone schließlich Internet hat, fühle ich mich, wie Frankenstein sich gefühlt haben muss, als er sein Monster endlich zum Leben erwecken konnte! Anbei eine kleine Skizze meines Internet-Monsters, dass vor drei-vier Jahren hier noch nicht hätte aufleben können.

So entsteht das Internet-Monster

So entsteht das Internet-Monster

Nummer drei auf unserer Liste ist standardgemäß etwas fettiges zu Essen. Vom Hotel aus irren wir durch die Straßen, auf der Suche nach einem netten Lokal. Nach einer viertel Stunde in der Hitze werden wir fündig, schauen durch die Fensterscheiben ins Dunkle des Restaurants, Plastikstühle und –tische, ein paar einfach gekleidete Gäste und die Kellner winken uns schon herein.

Wir freuen uns ueber zwei Pizzen und eine Flasche Wein fuer nur 3,30 Euro

Wir freuen uns ueber zwei Pizzen und eine Flasche Wein fuer nur 3,30 Euro

Wir schauen auf die Karte und können nicht so ganz glauben, dass eine Pizza zwanzig „Wasauchimmer“ kosten soll und eine Flasche Wein fünfzig. Doch irgendwas hatte der verrückte Belgier am Dock erzählt, von wegen dass es hier zwei Währungen gibt. CUC und Pesos. Er gab uns den Tipp, zwanzig CUC gleich in Pesos umzutauschen. Unser Essen kostet demzufolge entweder hundert CUC, also hundert Dollar, oder aber hundert Pesos, etwa vier Dollar. Wir sind uns nicht wirklich sicher, denn die zwanzig Minuten Taxifahrt hierher hatten schließlich zehn CUC gekostet, alles ist möglich, doch als die Kellnerin mit der Weinflasche ankommt, in der sie den Korken reingedrückt hat, uns und dann sich selbst einschenkt, wissen wir, dass wir im Paradies sein müssen. Alles zusammen: Vier Dollar / 3,30 €.

Das habe ich das letzte Mal mit 15 gemacht

Das habe ich das letzte Mal mit 15 gemacht

Im nächsten Lokal kommen wir mit Vladimir ins Gespräch. Er ist Kubaner und hat gerade Urlaub. Wir quatschen ein paar Stunden lang und schweben sofort auf einer Wellenlänge. Da bei uns in der Marina einfach nichts ist, da sie außerhalb des Stadtzentrums liegt und jede Taxifahrt hin, oder zurück zehn CUC kosten würden, organisiert Vladi für uns ein Zimmer für fünfzehn CUC die Nacht. Außerdem kennt er jemanden, der unseren Kühlschrank reparieren, meine Hosen nähen und unsere Wäsche waschen könnte, wo wir die günstigsten Zigarren schwarz herbekommen, wie wir an Musiker kommen, wo man Brot kaufen kann… wir tauchen dann mal unter, es gibt viel zu tun, uns scheint, als wären wir trotz des anstrengenden Trips zur richtigen Zeit, am richtigen Ort!

Ah, 25 Cohibas fuer 50 Dollar. Was kosten die so in Deutschland?

Ah, 25 Cohibas fuer 50 Dollar. Was kosten die so in Deutschland?

Der Ausblick

Der Ausblick

Beate Schmandt – das Wetter im Pazifik

Beachfales und weiße Strände auf Upolu, Samoa - Kopie

 

HAT SICH ETWAS VERÄNDERT?
Das Wetter ist gut zu Dir und zwar in genau dem Maß, wie Du es respektierst.
Ich will nur über den Zeitraum 2008 bis 2013 im Südpazifik reflektieren.
Verstärkt durch Erfahrungen auf dem Kira Wetternetz kann ich berichten, dass sich in dieser Zeit wenig verändert hat.
Jimmy Cornells und andere Windplots basieren auf langjährigen Erhebungen und stellen ein statistisches Mittel dar, das nichts über den tatsächlich möglichen Wetterverlauf innerhalb einer Saison aussagt, mit der Ausnahme, dass in bestimmten Monaten die Wahrscheinlichkeit eines Cyclons nahe Null liegt. WEITERLESEN